Dann wären wir aber über "einen" hinaus gewesenStalkingwolf hat geschrieben:Bei dem behinderten musste ich kurz überlegen, ob es ironisch gemeint war
Game Developers Conference Europe 2014: Frauen haben "ein Recht hier zu sein"
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- MrLetiso
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Re: Game Developers Conference Europe 2014: Frauen haben "ei
- Kajetan
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Re: Game Developers Conference Europe 2014: Frauen haben "ei
HeheMrLetiso hat geschrieben:Dann wären wir aber über "einen" hinaus gewesenStalkingwolf hat geschrieben:Bei dem behinderten musste ich kurz überlegen, ob es ironisch gemeint war
- Alter Sack
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Re: Game Developers Conference Europe 2014: Frauen haben "ei
Du kannst aber keine technischen Entwicklungen mit einer gesellschaftlichen Entwicklung gleichsetzen.Balmung hat geschrieben: Es ging mir eben gerade darum, dass wir bei dem Thema schon immer hinter anderen Fortschritt hinterher hinken. Technisch sind wir weit fortgeschritten, doch was das menschliche angeht hinken wir immer noch gewaltig hinterher, was wir auch immer wieder selbst beweisen in dem sich immer wieder zeigt, dass wir mit der uns gegebenen Technik nicht wirklich anständig umgehen können und man daher öfters die Frage stellen muss ob die Menschheit für so eine Technik überhaupt schon reif genug ist um verantwortungsvoll damit um zu gehen. Meine Antwort lautet da all zu oft: eindeutig nein.
Gesellschaftlichen Thesen kann man auch schnell verfassen nur deren Umsetzung dauert halt wesentlich länger als bei einer technischen Entwicklung. Technische Entwicklungen sind bei weitem nicht so kompliziert und man kann sie in der Regel immer mathematisch oder physkalisch erklären. Eine Gesellschaft ist da wesentlich komplexer.
- Seth666
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Re: Game Developers Conference Europe 2014: Frauen haben "ei
Sorry, aber ich kann diesen gezwungenen Feminismus nicht mehr hören.
Bezeichnen einige sie als "weibliche Entwickler"?
Wenn diese Frau nicht als Frau wahrgenommen werden würde, könnte sie sich ja wieder darüber beschweren, das man als Frau unter den Männern untergeht und man ihr Geschlecht nicht respektiere. Egal wie man es dreht und wendet, es würde immer was zu meckern geben.
Ich denke das in einer Spielefirma gute Ideen immer gerne genommen werden, egal von wem die Idee kommt. Aber so pauschal wieder zu sagen "hey, wir Frauen haben weniger Mitspracherecht" ist sowas von falsch. In einer Demokratie darf ich auch wählen, aber das bedeutet ja nicht, dass am Schluss auch meine gewählte Partei gewinnt. Also was hier unter Mitsprache zu verstehen ist bleibt uns Lesern hier total verborgen. Und wenn dann betrifft es auch nur die Firma in der die jeweilige Person arbeitet. Dann sollte sich die gute Frau doch einfach mal bei ihrem Chef beschweren.
Diese nörgelnden Frauen machen die Errungenschaften erfolgreicher Frauen doch zu nichte: Jenova Chen von ThatGameCompany (Journey etc.) oder Kim Swift (Quantum Conundrum). Diese Frauen habe ich nicht meckern hören. Nein, die haben einfach ihre Games entwickelt..und was für welche. Diese Frauen sind als Entwicklerinnen bekannt geworden und nicht durch irgendwelche Interviews.
So, jetzt können die Femtrolle/Feminazis kommen und mich fertig machen und sich beschweren.
Was soll das heißen, "normale Entwickler"?Die Sprecherinnern, darunter auch Auriea Harvey von Tale of Tales, wünschten sich vielmehr als ganz normale Entwickler wahrgenommen zu werden.
Bezeichnen einige sie als "weibliche Entwickler"?
Wenn diese Frau nicht als Frau wahrgenommen werden würde, könnte sie sich ja wieder darüber beschweren, das man als Frau unter den Männern untergeht und man ihr Geschlecht nicht respektiere. Egal wie man es dreht und wendet, es würde immer was zu meckern geben.
Und was soll das bitte bedeuten? Meint sie das ihre Ideen nicht angenommen werden oder das sie überhaupt nichts sagen darf?Siobhan Reddy von Media Molecule erwähnte, dass Frauen mitunter weniger Mitspracherecht als männliche Kollegen hätten.
Ich denke das in einer Spielefirma gute Ideen immer gerne genommen werden, egal von wem die Idee kommt. Aber so pauschal wieder zu sagen "hey, wir Frauen haben weniger Mitspracherecht" ist sowas von falsch. In einer Demokratie darf ich auch wählen, aber das bedeutet ja nicht, dass am Schluss auch meine gewählte Partei gewinnt. Also was hier unter Mitsprache zu verstehen ist bleibt uns Lesern hier total verborgen. Und wenn dann betrifft es auch nur die Firma in der die jeweilige Person arbeitet. Dann sollte sich die gute Frau doch einfach mal bei ihrem Chef beschweren.
Frauen/Mädels....haut einfach gute Spiele auf den Markt und somit macht ihr euch automatisch einen guten Namen. Diese ständige Nörgelei bringt euch keien Sympathien ein. Und niemand hindert euch daran eigene Studios zu gründen und Spiele zu entwickeln. Roberta Williams war schon vor Jahrzehnten eine Spielentwicklerin und hat gute Spiele gemacht. Die Frau war sogar Pionierin. Da fällt es mir nicht schwer Respekt davor zu haben. Aber dieses ständige gemeckere heutzutage von einigen wenigen Frauen, die schon nicht mehr dem Feminismus sondern den Femtrollen und Feminazis zuzuordnen sind, ist nicht auszuhalten.Reddy zeigt sich verärgert darüber, dass sich Mädchen und junge Frauen seltener in den Inhalten vieler Videospiele wiederfinden und deshalb ein geringeres Interesse an einer Karriere in der Spieleindustrie hegen. Es lohne sich dafür zu kämpfen, dass sich das ändert.
Diese nörgelnden Frauen machen die Errungenschaften erfolgreicher Frauen doch zu nichte: Jenova Chen von ThatGameCompany (Journey etc.) oder Kim Swift (Quantum Conundrum). Diese Frauen habe ich nicht meckern hören. Nein, die haben einfach ihre Games entwickelt..und was für welche. Diese Frauen sind als Entwicklerinnen bekannt geworden und nicht durch irgendwelche Interviews.
So, jetzt können die Femtrolle/Feminazis kommen und mich fertig machen und sich beschweren.
- Kobba
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Re: Game Developers Conference Europe 2014: Frauen haben "ei
Also ich weiss nich, wenn mir die Männer einer Branche ständig erzählen würden wie schlecht es ihnen da doch geht, hätte ich auch nicht grossartig Lust mich in dieser Branche zu bewerben... irgendwie gehen die das ganze imo komplett falsch an.
Vielleicht liegts auch an der "Presse" das man meist nur diejenigen hört die am Weinen sind.
Hier ja auch, es wird kurz erwähnt das der Tenor nicht Mismut und Ärger ist, aber der restliche Artikel dreht sich nur um Mismut und Ärger.
Vielleicht liegts auch an der "Presse" das man meist nur diejenigen hört die am Weinen sind.
Hier ja auch, es wird kurz erwähnt das der Tenor nicht Mismut und Ärger ist, aber der restliche Artikel dreht sich nur um Mismut und Ärger.
Allerdings sind solche Auszeichungen auch nicht unbedingt förderlich. Gibts echt Preise für "weibliche Spielemacher." ?Die Hälfte würdigten ihre Leistungen nicht als Entwickler, sondern als weiblicher Spielemacher.
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Falric2
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Re: Game Developers Conference Europe 2014: Frauen haben "ei
Der Thread wird wieder schön sein....
Jein, grundsätzlich konnten (und können immer noch) nur Reiche sich dieses "Ideal" leisten. Bei Mittel- und Unterschicht hingegen durften Frauen genauso schuften, nur wurde diese Leistung nicht wirklich anerkannt.Kajetan hat geschrieben:Findest Du? Vergleiche bitte nur unsere Gesellschaft heute mit der westlichen Gesellschaft der 60er des letzten Jahrhunderts. Da hatte man es zwar geschafft Menschen zum Mond zu schiessen, aber gesellschaftlich herrschte immer noch Steinzeit. Frauen hatten hinter dem Herd zu sein und wer schwul/lesbisch war, der behielt das besser für sich. Heutzutage können bekennende Schwule Aussenminister oder OB der Bundeshauptstadt sein und eine Frau seit drei Legislaturperioden Bundeskanzlerin, ohne dass dies ausser einer verbohrten Minderheit irgendjemanden sonderlich stören würde. Wenn DAS kein massiver Fortschritt ist, dann frage ich mich, was Du unter Fortschritt verstehstBalmung hat geschrieben: Das mag ja durchaus stimmt, aber im Vergleich zu unseren Fortschritten in anderen Bereichen ist das immer noch lächerlich.
- monotony
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Re: Game Developers Conference Europe 2014: Frauen haben "ei
"die hälfte würdigt seine leistungen nicht als cheerleader, sondern als männlicher cheerleader."Die Hälfte würdigten ihre Leistungen nicht als Entwickler, sondern als weiblicher Spielemacher.
big news: wer hahn oder henne im korb ist, sticht anhand dessen heraus.
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Fiddlejam
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Re: Game Developers Conference Europe 2014: Frauen haben "ei
Merken eigentlich einige hier, dass ihre Argumente keine Argumente sind?
Eine Frau in der Spielebranche sagt: "Es gibt hier immer noch Vorurteile, Diskriminierung und Probleme."
Beinahe jede Antwort in diesem Thread sagt nun: "Gibt es gar nicht."
Und das nicht als Schlussfolgerung. Sondern als Argument. "Die regen sich über Diskriminierung auf, ha, Lüge, die gibts gar nicht, Punkt. Wassn Beweis."
Und ich lege persönlich meine Hand dafür ins Feuer dass die Mehrheit dieser Antworten von Leuten kommen die weder Frauen, noch in der Spielebranche tätig sind.
Ich meine, hey, wenn ihr mir ein logisches Argument zeigen könnt, WARUM Diskriminierung und Vorurteile eurer Meinung nach nicht existieren, gerne! Aber alles was ich hier bisher sehe ist die BEHAUPTUNG, dass sie nicht existiert.
Ein sehr schönes Beispiel ist da eine entsprechende Geschichte um 4chan. Als die mit ihrem Getrolle mal wieder jemanden herausgemobbt haben, haben sie danach eine tolle Erklärung gepostet warum es ja eigentlich total im Sinne der Gleichberechtigung ist, Nacktfotos von Frauen zu verlangen:
http://i.imgur.com/Hk12Rcs.png
http://i.imgur.com/NArL0KH.png
Nun sind wir uns natürlich alle darüber im Klaren, dass auf 4chan die größten Trolle des Internets grassieren.
Das Argument ist hier aber genau das selbe: Wenn eine Frau explizit sagt, dass sie eine Frau ist, heißt dass nur sie will Sonderrechte etc.! Wir sind doch alle gleich hier!
Nur dass die Schlussfolgerung eben nicht Neutralität, sondern eine "Wir nehmen einfach mal an dass jeder hier ein Mann ist" lautet.
Und hey, wenn die Gleichstellung von Männern und Frauen im allgemein, wie auch in speziellen Branchen wie eben der Spieleentwicklung abgeschlossen wäre, wenn eben wirklich jeder, oder wenigstens die meisten Menschen an die anonyme Person, die sie da im Internet getroffen haben herangehen und denken "Ich weiß nicht, was sie in der Hose haben, aber es ist mir eigentlich ziemlich egal", DANN wäre es vielleicht ein sinniges Argument. Aber solange wir eben annehmen, dass "männlich" im Internet gleich "normal" bedeutet und niemand "dick pics or gtfo" ruft sobald jemand sagt "as a man", ist diese Gleichstellung offensichtlich nicht erreicht und das gesamte Argument Heuchelei.
Und so ist es eben auch mit dem Argument hier. Wenn wir tatsächlich Gleichstellung in der Spielebranche hätten, richtig, dann wäre es nur ein Ruf nach SONDERrechten. Aber solange das eben nicht der Fall ist, ist es nur der Ruf nach GRUNDrechten.
Nur geht man hier erneut aus von "wir haben doch alle längst die gleichen Möglichkeiten". Was eben nicht der Fall ist. Annähernd 50% der Menschheit ist bisher nicht darauf angewiesen, sich selbst die Unterhaltungsmedien zu produzieren, die sie wollen, eben weil die Industrie bisher nur sie als Zielgruppe sieht. Jetzt von den anderen 50% zu verlangen, sie sollen es gefälligst selbst machen ist ignorant und wird ganz bestimmt nicht die Gleichstellung voranbringen, sondern nur die Kreativen in zwei Lager trennen.
Mal ganz davon abgesehen davon dass dir jeder Kreative dieser Erde sagen wird dass eben nicht jeder zum Kreativen geboren ist und man infolgedessen nicht von jedem verlangen kann, sich sein eigenes Süppchen zu kochen - vor allem wenn, erneut, eben jener Sagende das selbst nie machen musste.
Wir brauchen keine Firmen extra von Frauen, für Frauen, alles selbst gemacht, wir brauchen bestehende Firmen die endlich mal über den Tellerrand gucken und kritisch mit ihren eigenen Problemen umgehen.
Ich weiß ja ehrlich gesagt echt nicht, wie solche Leute durchs Leben gehen können deren gesamtes Gesellschaftskonzept darauf basiert, sich darüber zu freuen dass man mit dem Kopf noch aus der Scheiße gucken kann solange sie jemand anderem schon bis zur Stirn geht, statt mal zu hinterfragen, warum wir denn überhaupt alle in der Klärgrube stehen müssen.
Eine Frau in der Spielebranche sagt: "Es gibt hier immer noch Vorurteile, Diskriminierung und Probleme."
Beinahe jede Antwort in diesem Thread sagt nun: "Gibt es gar nicht."
Und das nicht als Schlussfolgerung. Sondern als Argument. "Die regen sich über Diskriminierung auf, ha, Lüge, die gibts gar nicht, Punkt. Wassn Beweis."
Und ich lege persönlich meine Hand dafür ins Feuer dass die Mehrheit dieser Antworten von Leuten kommen die weder Frauen, noch in der Spielebranche tätig sind.
Ich meine, hey, wenn ihr mir ein logisches Argument zeigen könnt, WARUM Diskriminierung und Vorurteile eurer Meinung nach nicht existieren, gerne! Aber alles was ich hier bisher sehe ist die BEHAUPTUNG, dass sie nicht existiert.
Bitte nochmal den letzten Satz ansehen:Seth666 hat geschrieben:Was soll das heißen, "normale Entwickler"?
Bezeichnen einige sie als "weibliche Entwickler"?
Brenda Romero etwa erkennt die Bedeutung von Vorbildern an, wäre aber froh darüber, wenn es eine solche Veranstaltung in Zukunft nicht geben müsste und verwies auf ihre Auszeichnungen: Die Hälfte würdigten ihre Leistungen nicht als Entwickler, sondern als weiblicher Spielemacher.
Das ist Logik, die zuerst einmal ziemlich vernünftigt erscheint, nicht? Leider ignoriert nimmt sie an, dass die Gleichberechtigung bereits hergestellt ist und dementsprechend die doofen Frauen wieder nur Sonderrechte wollen.Wenn diese Frau nicht als Frau wahrgenommen werden würde, könnte sie sich ja wieder darüber beschweren, das man als Frau unter den Männern untergeht und man ihr Geschlecht nicht respektiere.
Ein sehr schönes Beispiel ist da eine entsprechende Geschichte um 4chan. Als die mit ihrem Getrolle mal wieder jemanden herausgemobbt haben, haben sie danach eine tolle Erklärung gepostet warum es ja eigentlich total im Sinne der Gleichberechtigung ist, Nacktfotos von Frauen zu verlangen:
http://i.imgur.com/Hk12Rcs.png
http://i.imgur.com/NArL0KH.png
Nun sind wir uns natürlich alle darüber im Klaren, dass auf 4chan die größten Trolle des Internets grassieren.
Das Argument ist hier aber genau das selbe: Wenn eine Frau explizit sagt, dass sie eine Frau ist, heißt dass nur sie will Sonderrechte etc.! Wir sind doch alle gleich hier!
Nur dass die Schlussfolgerung eben nicht Neutralität, sondern eine "Wir nehmen einfach mal an dass jeder hier ein Mann ist" lautet.
Und hey, wenn die Gleichstellung von Männern und Frauen im allgemein, wie auch in speziellen Branchen wie eben der Spieleentwicklung abgeschlossen wäre, wenn eben wirklich jeder, oder wenigstens die meisten Menschen an die anonyme Person, die sie da im Internet getroffen haben herangehen und denken "Ich weiß nicht, was sie in der Hose haben, aber es ist mir eigentlich ziemlich egal", DANN wäre es vielleicht ein sinniges Argument. Aber solange wir eben annehmen, dass "männlich" im Internet gleich "normal" bedeutet und niemand "dick pics or gtfo" ruft sobald jemand sagt "as a man", ist diese Gleichstellung offensichtlich nicht erreicht und das gesamte Argument Heuchelei.
Und so ist es eben auch mit dem Argument hier. Wenn wir tatsächlich Gleichstellung in der Spielebranche hätten, richtig, dann wäre es nur ein Ruf nach SONDERrechten. Aber solange das eben nicht der Fall ist, ist es nur der Ruf nach GRUNDrechten.
Das "Wenn ihr das wollt, macht es doch selber"-Argument ist ebenfalls eines der am weitesten kursierenden und scheinbar logischen.Frauen/Mädels....haut einfach gute Spiele auf den Markt und somit macht ihr euch automatisch einen guten Namen.
Nur geht man hier erneut aus von "wir haben doch alle längst die gleichen Möglichkeiten". Was eben nicht der Fall ist. Annähernd 50% der Menschheit ist bisher nicht darauf angewiesen, sich selbst die Unterhaltungsmedien zu produzieren, die sie wollen, eben weil die Industrie bisher nur sie als Zielgruppe sieht. Jetzt von den anderen 50% zu verlangen, sie sollen es gefälligst selbst machen ist ignorant und wird ganz bestimmt nicht die Gleichstellung voranbringen, sondern nur die Kreativen in zwei Lager trennen.
Mal ganz davon abgesehen davon dass dir jeder Kreative dieser Erde sagen wird dass eben nicht jeder zum Kreativen geboren ist und man infolgedessen nicht von jedem verlangen kann, sich sein eigenes Süppchen zu kochen - vor allem wenn, erneut, eben jener Sagende das selbst nie machen musste.
Wir brauchen keine Firmen extra von Frauen, für Frauen, alles selbst gemacht, wir brauchen bestehende Firmen die endlich mal über den Tellerrand gucken und kritisch mit ihren eigenen Problemen umgehen.
Und auch weil dieses Argument so gerne kommt, Gleichberechtigung bedeutet nicht, dass alles okay ist nur weil wir manchmal ja auch die Männer diskriminieren."die hälfte würdigt seine leistungen nicht als cheerleader, sondern als männlicher cheerleader."
Ich weiß ja ehrlich gesagt echt nicht, wie solche Leute durchs Leben gehen können deren gesamtes Gesellschaftskonzept darauf basiert, sich darüber zu freuen dass man mit dem Kopf noch aus der Scheiße gucken kann solange sie jemand anderem schon bis zur Stirn geht, statt mal zu hinterfragen, warum wir denn überhaupt alle in der Klärgrube stehen müssen.
- Seth666
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Re: Game Developers Conference Europe 2014: Frauen haben "ei
@Fiddlejam
Und teilweise ist doch hier auch schon der Sexismus selbst vergraben. Du sagst ja im Umkehrschluss, dass Frauen keine aktuellen Spiele konsumieren, weil diese ja nur von Männern gespielt werden. Ich sehe das nicht so. Es gibt auch viele Frauen/Mädels/Mädchen die auch Spiele spielen, die man eher männerdominiert ansieht.
Sorry wenn ich jetzt wieder etwas überspitze, aber diese weibliche Zielgruppe muss halt mal mit ihrem Geld abstimmen und sich somit als Zielgruppe den Firmen zeigen. Dann werden die Firmen auch reagieren und sich diesen Markt erschließen, wenn es wirtschaftlich Sinn macht.
Und wenn bestehende Firmen mit Männern Spiele für Frauen entwickeln würde....ja, da wäre der Aufschrei bestimmt auch wieder groß. Also dann müssen halt einfach mal Frauen Spiele für Frauen entwickeln, sonst muss sich eine von Männern geführte Firma gleich wieder als "Firma zur Dominierung der Frau" abstempeln lassen.
Und zur Spieleentwicklung: Es war noch nie so einfach sich kostenlose Programm zu organisieren und mit der Spieleentwicklung anzufangen. Ich habe mit 2 Kollegen vor knapp über einem Jahr ein kleines Projekt gehabt, welches wir mit Unity realisiert haben. Und das geht ohne Probleme und ohne Zusatzkosten für Software. Die Spieleindustrie wurde halt nunmal von Männern gestartet und diese haben auch seit Jahrzehnten mit einer großen Anzahl von Spielen gewissen Meilensteine produziert. Wenn ich selbst meine Brötchen mit dem Entwickeln von Spielen verdienen würde, dann würde ich mich doch auf die Entwicklung meines Spiels konzentrieren. Über alles andere aufregen bringt doch nix. Wie heißt es so schön: Lasst Taten folgen.
Ich sehe nicht welchen positiven Effekt diese Interviews mit Meckerinhalt für Frauen haben sollen. Das schreckt doch eigentlich nur noch viele Firmen ab, wenn die sowas lesen.
Vielleicht fast folgender Satz mein ganzes gelaber am einfachsten zusammen: Von nix kommt nix.
Edit: Um nochmal ein positives Beispiel zu bringen, was manch eine Frau drauf hat. Die Corinne Yu, die ist eine abartige gute Programmiererin. Deren Lebenslauf lässt mich nur vor Neid erblassen. Die Frau würde 99% der Entwickler in der Spieleindustrie die Schamesröte ins Gesicht treiben, wegen ihrer Programmierkünste. Die hat mit an DirectX entwickelt, die Engine für Halo 4 mitentwickelt und programmiert jetzt bei Naughty Dog mit die Engine. Da gibt es einige Interviews mit dieser Frau...und da lese ich kein Meckern. Die Frau zeigt einfach was sie drauf hat. Und zwar verdammt viel. Und sowas nötigt mir Respekt ab.
Sorry, aber das ist doch Träumerei der Vater des Gedanken. Eine im Kapitalismus arbeitende Firma wird sich immer am Markt orientieren und sich eine möglichst große und profitable Zielgruppe suchen.Wir brauchen keine Firmen extra von Frauen, für Frauen, alles selbst gemacht, wir brauchen bestehende Firmen die endlich mal über den Tellerrand gucken und kritisch mit ihren eigenen Problemen umgehen.
Und teilweise ist doch hier auch schon der Sexismus selbst vergraben. Du sagst ja im Umkehrschluss, dass Frauen keine aktuellen Spiele konsumieren, weil diese ja nur von Männern gespielt werden. Ich sehe das nicht so. Es gibt auch viele Frauen/Mädels/Mädchen die auch Spiele spielen, die man eher männerdominiert ansieht.
Sorry wenn ich jetzt wieder etwas überspitze, aber diese weibliche Zielgruppe muss halt mal mit ihrem Geld abstimmen und sich somit als Zielgruppe den Firmen zeigen. Dann werden die Firmen auch reagieren und sich diesen Markt erschließen, wenn es wirtschaftlich Sinn macht.
Und wenn bestehende Firmen mit Männern Spiele für Frauen entwickeln würde....ja, da wäre der Aufschrei bestimmt auch wieder groß. Also dann müssen halt einfach mal Frauen Spiele für Frauen entwickeln, sonst muss sich eine von Männern geführte Firma gleich wieder als "Firma zur Dominierung der Frau" abstempeln lassen.
Und zur Spieleentwicklung: Es war noch nie so einfach sich kostenlose Programm zu organisieren und mit der Spieleentwicklung anzufangen. Ich habe mit 2 Kollegen vor knapp über einem Jahr ein kleines Projekt gehabt, welches wir mit Unity realisiert haben. Und das geht ohne Probleme und ohne Zusatzkosten für Software. Die Spieleindustrie wurde halt nunmal von Männern gestartet und diese haben auch seit Jahrzehnten mit einer großen Anzahl von Spielen gewissen Meilensteine produziert. Wenn ich selbst meine Brötchen mit dem Entwickeln von Spielen verdienen würde, dann würde ich mich doch auf die Entwicklung meines Spiels konzentrieren. Über alles andere aufregen bringt doch nix. Wie heißt es so schön: Lasst Taten folgen.
Ich sehe nicht welchen positiven Effekt diese Interviews mit Meckerinhalt für Frauen haben sollen. Das schreckt doch eigentlich nur noch viele Firmen ab, wenn die sowas lesen.
Vielleicht fast folgender Satz mein ganzes gelaber am einfachsten zusammen: Von nix kommt nix.
Edit: Um nochmal ein positives Beispiel zu bringen, was manch eine Frau drauf hat. Die Corinne Yu, die ist eine abartige gute Programmiererin. Deren Lebenslauf lässt mich nur vor Neid erblassen. Die Frau würde 99% der Entwickler in der Spieleindustrie die Schamesröte ins Gesicht treiben, wegen ihrer Programmierkünste. Die hat mit an DirectX entwickelt, die Engine für Halo 4 mitentwickelt und programmiert jetzt bei Naughty Dog mit die Engine. Da gibt es einige Interviews mit dieser Frau...und da lese ich kein Meckern. Die Frau zeigt einfach was sie drauf hat. Und zwar verdammt viel. Und sowas nötigt mir Respekt ab.
Zuletzt geändert von Seth666 am 13.08.2014 20:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Fiddlejam
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Re: Game Developers Conference Europe 2014: Frauen haben "ei
Eben das ist ja der Punkt: Warum schließt die Spielebranche von vornherein 50% der Menschheit aus?Seth666 hat geschrieben:Sorry, aber das ist doch Träumerei der Vater des Gedanken. Eine im Kapitalismus arbeitende Firma wird sich immer am Markt orientieren und sich eine möglichst große und profitable Zielgruppe suchen.
Das ist natürlich erstmal eine sehr pauschalisierte Aussage, weil es eben durchaus Frauen gibt, die schon jetzt zufrieden sind; und es eben auch Frauen gibt, die nie spielen werden.
Aber der Grundgedanke bleibt: Welches kapitalistisches System sagt von vornherein "Ne, wir versuchen gar nicht erst, diesen Teil des Marktes anzusprechen"? Aber genau das ist der Fall, wenn man der Argumentation "Spiele werden halt überwiegend von Männern gespielt, also werden sie auch nur auf Männer ausgelegt".
(Womit wir auch wieder dieser meiner Meinung nach höchst unfaire implizierte Anschuldigung haben dass ein Mann niemals das selbe mögen könnte wie eine Frau, und es darum absolut unmöglich ist, es für beide Geschlechter gleich ansprechend zu machen.)
Wir kommen hier wieder an dem Punkt heraus: Die Investoren sind oftmals keine Spieler. Die Leute die bestimmen, was schlussendlich herauskommt stützen sich auf Trends und Prognosen und manchmal auch einfach nur völlige Fehlannahmen.
Ich stelle diese Frage immer wieder wenn dieses sinnlose Diskussion aufkommt: Wie kann man einen großen Aufschrei starten, wenn Publisher meinen, dass sich nur noch F2P MMOs fürs iPad rentieren; aber wenn sie sagen "wir können keine Spiele für Frauen machen" ist das plötzlich ein hochlogisches Argument?
Aber genau so geht es in diesem Fall ab. Die Publisher bilden sich nach wie vor ein, dass sich eben nur dies und das verkauft, dazu zählt das F2P MMO genau so wie "das Spiel für eine männliche Zielgruppe".
Das Argument sieht ja wieder wunderbar aus, weil theoretisch müsste im Kapitalismus ja alles auf reiner rationaler Betrachtung von Verkaufszahlen basieren, aber das tut es eben nicht, und das sollte normalerweise auch nichts neues sein.
Der Punkt ist ja gar nicht wie schwer oder einfach es ist, der Punkt ist dass es arrogant ist, wenn Menschen, auf die der Markt bereits ausgelegt ist und die dementsprechend eben NICHT Hand anlegen müssen, allen anderen vorhalten wie einfach doch alles ist und dass man doch einfach mal machen soll.Und zur Spieleentwicklung: Es war noch nie so einfach sich kostenlose Programm zu organisieren und mit der Spieleentwicklung anzufangen.
Und davon abgesehen eben der Punkt dass es keine Lösung sein kann, jeden potenziellen Konsumenten zwingen zu wollen, Produzent zu sein.
Wenn du von vornherein jede Form von Kritik oder Aktivismus als Meckerei abtust, scheint mir ziemlich offensichtlich, dass du ein ziemlich verdrehtes Verständnis davon hast, wie man Gleichstellung erreichen soll. Überlege bitte mal in Ruhe, wie absolut jede Befreiungsbewegung ihre Ziele durchgesetzt hat. Sie haben "gemeckert", sie haben geschrien, sie haben alles getan um irgendwie ihre Botschaft, dass sie die selben Rechte und Möglichkeiten wie jeder andere verdienen durchzubringen.Ich sehe nicht welchen positiven Effekt diese Interviews mit Meckerinhalt für Frauen haben sollen. Das schreckt doch eigentlich nur noch viele Firmen ab, wenn die sowas lesen.
Als die Bürgerrechtsbewegung der Schwarzen in den USA erste Zugeständnisse bekamen, haben sie diese explizit abgelehnt weil sie explizit so formuliert waren, dass man ihnen Rechte zu gestand OBWOHL sie schwarz waren - und sie wollten sich nicht zufrieden geben, bevor man klipp und klar sagte, dass es sich bei solchen Rechten um kein Zugeständnis handelte, sondern um solche, die jeder einzelne Mensch verdient.
Wer mit dem System kollaboriert, kann es nicht unterminieren. Das ist hier nicht anders.
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Re: Game Developers Conference Europe 2014: Frauen haben "ei
@Fiddlejam
Wenn es klare Benachteiligungen gibt, die nur aufgrund des Geschlechts getroffen werden, dann bin ich völlig d’accord. In der Spielebranche kommt es auf physische Aspekte ja nicht an, sondern was für geistige Leistungen jemand erbringen kann. Aber davon hab ich nichts gelesen. Ich konnte bisher nur nebulöse Argumente erkennen, aber nichts konkretes. Hilf mir dabei bitte.
Als nebulöses Beispiel möchte ich das "Mitspracherecht" nennen. Was meint die Frau genau damit. Wird ihr der Mund verboten, oder wollte sie das nur ihre Meinung umgesetzt wird. Das ist alles nicht greifbar für mich. Das ist so allgemein und auch wieder nichts. Das klingt für mich wie so Stammtischgemecker a'la "Die Politiker machen doch alles falsch. Da muss sich einiges ändern".
Und ja, wir leben nicht in einer perfekten Welt....es gibt immer Gruppen etc. die sich benachteiligt fühlen. Deshalb gibt es ja den Begriff Traumwelt
Edit: Heißt das dann etwa im Umkehrschluss nach deiner Denke, dass alle erfolgreichen Frauen in der Spieleindustrie nur lange genug "geschrien" haben. Genau diesen Gedanken finde ich gegenüber den erfolgreichen Frauen unfair. Die haben es eben durch ihre Arbeit geschafft. Warum kennen wir sonst Leute wie Ken Levine, John Carmack, Jade Raymond (Frau und Entwicklerin an der wohl mit erfolgreichsten Spieleserie Assassins Creed), Cliff Bleszinki, Miyamoto etc.
Und zu der Frau Auriea Harvey: Wenn man sich die Spiele von ihr anschaut, dann besteht da mMn hauptsächlich ein künstlerischer Anspruch im Vordergrund. Ich habe nichts gegen künstlerische Spiele, aber für mich rückt das die Aussagen von der guten Frau schon in ein anderes Licht.
The Graveyard - VIDEO- Metacritic
Sie darf ihre Spiele nicht mit denen des Mainstreams vergleichen. Da prallen 2 Welten aufeinander.
Ich habe keine Forderungen dieser Frauen bisher gehört. Welche Forderungen hast du denn gelesen, die diese Personen (neutral) gestellt haben.Wenn du von vornherein jede Form von Kritik oder Aktivismus als Meckerei abtust, scheint mir ziemlich offensichtlich, dass du ein ziemlich verdrehtes Verständnis davon hast, wie man Gleichstellung erreichen soll. Überlege bitte mal in Ruhe, wie absolut jede Befreiungsbewegung ihre Ziele durchgesetzt hat. Sie haben "gemeckert", sie haben geschrien, sie haben alles getan um irgendwie ihre Botschaft, dass sie die selben Rechte und Möglichkeiten wie jeder andere verdienen durchzubringen.
Wenn es klare Benachteiligungen gibt, die nur aufgrund des Geschlechts getroffen werden, dann bin ich völlig d’accord. In der Spielebranche kommt es auf physische Aspekte ja nicht an, sondern was für geistige Leistungen jemand erbringen kann. Aber davon hab ich nichts gelesen. Ich konnte bisher nur nebulöse Argumente erkennen, aber nichts konkretes. Hilf mir dabei bitte.
Als nebulöses Beispiel möchte ich das "Mitspracherecht" nennen. Was meint die Frau genau damit. Wird ihr der Mund verboten, oder wollte sie das nur ihre Meinung umgesetzt wird. Das ist alles nicht greifbar für mich. Das ist so allgemein und auch wieder nichts. Das klingt für mich wie so Stammtischgemecker a'la "Die Politiker machen doch alles falsch. Da muss sich einiges ändern".
Und ja, wir leben nicht in einer perfekten Welt....es gibt immer Gruppen etc. die sich benachteiligt fühlen. Deshalb gibt es ja den Begriff Traumwelt
Edit: Heißt das dann etwa im Umkehrschluss nach deiner Denke, dass alle erfolgreichen Frauen in der Spieleindustrie nur lange genug "geschrien" haben. Genau diesen Gedanken finde ich gegenüber den erfolgreichen Frauen unfair. Die haben es eben durch ihre Arbeit geschafft. Warum kennen wir sonst Leute wie Ken Levine, John Carmack, Jade Raymond (Frau und Entwicklerin an der wohl mit erfolgreichsten Spieleserie Assassins Creed), Cliff Bleszinki, Miyamoto etc.
Und zu der Frau Auriea Harvey: Wenn man sich die Spiele von ihr anschaut, dann besteht da mMn hauptsächlich ein künstlerischer Anspruch im Vordergrund. Ich habe nichts gegen künstlerische Spiele, aber für mich rückt das die Aussagen von der guten Frau schon in ein anderes Licht.
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Sie darf ihre Spiele nicht mit denen des Mainstreams vergleichen. Da prallen 2 Welten aufeinander.
Zuletzt geändert von Seth666 am 13.08.2014 21:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Game Developers Conference Europe 2014: Frauen haben "ei
Ah, die Tussen jammern mal wieder herum.
Das Weib schweige in der Gemeinde.
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- schefei
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Re: Game Developers Conference Europe 2014: Frauen haben "ei
Jetzt stell dir mal unsere Lage vor, alles was wir sehen sind Behauptungen das es in einer Branche mit der wir nicht direkt was zu tun haben Diskriminierung des anderen Geschlechts gibt.Fiddlejam hat geschrieben:Merken eigentlich einige hier, dass ihre Argumente keine Argumente sind?
Eine Frau in der Spielebranche sagt: "Es gibt hier immer noch Vorurteile, Diskriminierung und Probleme."
Beinahe jede Antwort in diesem Thread sagt nun: "Gibt es gar nicht."
Und das nicht als Schlussfolgerung. Sondern als Argument. "Die regen sich über Diskriminierung auf, ha, Lüge, die gibts gar nicht, Punkt. Wassn Beweis."
Und ich lege persönlich meine Hand dafür ins Feuer dass die Mehrheit dieser Antworten von Leuten kommen die weder Frauen, noch in der Spielebranche tätig sind.
Ich meine, hey, wenn ihr mir ein logisches Argument zeigen könnt, WARUM Diskriminierung und Vorurteile eurer Meinung nach nicht existieren, gerne! Aber alles was ich hier bisher sehe ist die BEHAUPTUNG, dass sie nicht existiert.
Wenn es mal einen Bericht gibt das bei Studio XY die weiblichen Mitarbeiter schlechter behandelt werden und konkrete Punkte aufgelistet werden kann ich sagen "Ja, ist scheiße da muss sich was ändern sonst kaufe ich da nichts mehr.", aber bei so schwammigen Aussagen wie "In der Branche" "kein Mitspracherecht" "ich werde nicht als Entwickler gewürdigt" etc. kann ich es einfach nicht nachvollziehen.
Nein, man nimmt an das jeder hier anonymous ist, geschlechtslos, wenn du dir am anderen Ende einen Mann vorstellst bist du selber schuld.Das Argument ist hier aber genau das selbe: Wenn eine Frau explizit sagt, dass sie eine Frau ist, heißt dass nur sie will Sonderrechte etc.! Wir sind doch alle gleich hier!
Nur dass die Schlussfolgerung eben nicht Neutralität, sondern eine "Wir nehmen einfach mal an dass jeder hier ein Mann ist" lautet.
Als Mann stelle ich mir wenn mir das Geschlecht nicht bekannt ist einen Mann vor, da kann ich nichts machen, das geht automatisch.
Aber bin ich deswegen sexistisch? Diskriminiere ich Männer wenn ich mir nur Frauen vorstelle? Diskriminiere ich Männer und Frauen wenn ich mir einen geschlechtslosen Blob vorstelle?
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Fiddlejam
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Re: Game Developers Conference Europe 2014: Frauen haben "ei
Nein, sicherlich nicht. Aber wenn man Gleichstellungsprobleme betrachtet, geht es eben nicht um die Einzelperson, die sich irgendwie durchfitzen kann, sondern um größere Strukturen. Niemand sagt, dass diese Frauen sich ihre Position erschummelt haben, nur durch eine Quote dort sind oder irgendwie Verräterinnen der Gleichberechtigung sind. Sie haben es offensichtlich geschafft, irgendwie erfolgreich zu sein - aber das setzt eben eine entsprechende Umgebung voraus, die ihnen dies erlaubt. Und wie eben die Geschichten vieler anderer Frauen in der Branche beweisen, kommt nicht jeder in den Genuss dieser Chancen.Seth666 hat geschrieben:Heißt das dann etwa im Umkehrschluss nach deiner Denke, dass alle erfolgreichen Frauen in der Spieleindustrie nur lange genug "geschrien" haben.
Ich möchte das ganze mal mit einer Geschichte einleiten, die erst einmal nichts mit der Spielebranche zu tun hat, weil es eine Story ist, die meiner Meinung nach sehr eindrucksvoll zeigt dass Diskriminierung auch heute noch ein Thema ist. Die Geschichte spielt ebenfalls im "geistigen" Milieu und zeigt einmal, wie es ist beide Perspektiven zu erleben: Nämlich am Beispiel eines Trans-Mannes und dessen Erlebnissen als Wissenschaftler vor und nach der Geschlechtsumwandlung. Nachzulesen teilweise hier, leider nur in Englisch. Ich mag diesen Bericht, weil er eben sehr offensichtlich zeigt dass trotz aller Diskussionen und aller guten Hoffnungen, dass wir "soweit wären", Gleichstellung eben immer noch nicht erreicht ist, und auch nicht etwa wegen irgendwelchen subtilen biologischen Fakten, sondern offen ausgelegtem Sexismus. Und das eben diese "Ist doch gar nicht so schlimm"-Diskussion nur funktioniert weil wir als Männer selbst nur selten Diskriminierung im Alltag erleben.Wenn es klare Benachteiligungen gibt, die nur aufgrund des Geschlechts getroffen werden, dann bin ich völlig d’accord. In der Spielebranche kommt es auf physische Aspekte ja nicht an, sondern was für geistige Leistungen jemand erbringen kann. Aber davon hab ich nichts gelesen. Ich konnte bisher nur nebulöse Argumente erkennen, aber nichts konkretes. Hilf mir dabei bitte.
Nun zur Gamingbranche. Hier hast du einen Artikel über eine ebenfalls dieses Jahr zu GDC vorgestellte Studie über Diskriminierung gegen Frauen in der Branche. Das Interessanteste an dem Artikel ist die erstaunliche Anzahl an Männern, die die Sache genauso kritisch sehen. Selbst wenn das ein wenig verzerrt sein mag, da besagte Männer erst auf Eigeninteresse hin später in die Befragung einbezogen wurden finde ich es doch sehr bezeichnend, aber auch Hoffnung machend, dass die Produzenten mehr Verständnis für das Problem aufbringen als offensichtlich die Konsumenten, wenn ich mir die Kommentare hier so ansehe...
Darin übrigens auch eine wunderbare Statistik zur alten "Männer wollen halt keine Frauen spielen"-Behauptung:
Hier mal eine Sammlung zum Twitter-Hashtag, der das Motto eben jener Vortragsreihe der GDC inspiriert hat, #1reasonwhy / #1reasontobe.For instance, last year the Remember Me game team discussed that they struggled finding a studio that would produce their game, simply because their game featured a female protagonist. However, I found that only 1.9% of men surveyed need protagonists to be their gender in order to relate, and that 87.4% of men feel comfortable playing as a protagonist of a different gender. Additionally, almost 90% of women and almost 70% of men in the study want more female protagonists in games.
Und das zeigt auch: Das sind Frauen, die schon längst in der Industrie tätig sind. Da sind einige ziemlich bekannte Namen dabei. Und wie der zweite Hashtag beweist, machen sie ihren Job nicht um sich dann als Opfer darzustellen und wütend mit dem Fuß zu stampfen, dass sich jeder an sie anzupassen hat: Das sind alles Leute, die ihren Job machen weil sie Games lieben und es BESSER machen wollen.
Und das ist hier das prinzipielle Problem: Es steht niemand am Eingang zur geheiligten Games-Industrie und schickt alles davon, was wagt mehr als ein X-Chromosom zu haben. Aber deshalb ist Sexismus nicht irrelevant, und vor allem: Er wird nicht weg gehen, wenn man einfach nur wegschaut. Er wird nicht weg gehen, wenn ein paar wenige versuchen die ganze Industrie umzukrempeln und absolut jede Diskussion darüber GENAU SO endet wie hier: Mit den selben ignoranten, dämlichen Argumenten, mit dem selben privilegierten Bullshit-Gelabere vonwegen "Es ist doch schon alles gut" und "sollen sie doch mal was machen". All diese Frauen MACHEN LÄNGST ETWAS. Allein das macht sie tausendmal besser als die aberhunderte Trolle, die sie dafür auslachen.
Aber es reicht nicht, die Trolle zu ignorieren, sie zu tolerieren. Wenn sowohl die Gaming-Branche wie auch die Gaming-Community es nicht schafft, offen und eindeutig gegen Sexismus einzutreten, dann müssen sie sich absolut nicht wundern, dass ihnen der ewige Ruf des Sexismus anhaftet.
Solange dies die Antwort auf eine solche "Meckerei" ist:
und keiner was sagt, solange rechtfertigt sich die "Meckerei" von selbst.Ah, die Tussen jammern mal wieder herum.
Das Weib schweige in der Gemeinde.
"Man" nimmt an. Also außer ich. Und wahrscheinlich so jeder andere hier.schefei hat geschrieben:Nein, man nimmt an das jeder hier anonymous ist, geschlechtslos, wenn du dir am anderen Ende einen Mann vorstellst bist du selber schuld.
Als Mann stelle ich mir wenn mir das Geschlecht nicht bekannt ist einen Mann vor, da kann ich nichts machen, das geht automatisch.
Aber so ganz generell: "Man" nimmt an.
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Re: Game Developers Conference Europe 2014: Frauen haben "ei
Ich gehör zu Unterschicht und bin Männlich und eins kann ich dir sagen, bei uns wird außer von unserem Abteilungsleiter, unsere Leistung gar nicht anerkannt und es ist egal ob du weiblich oder männlich bist.Falric2 hat geschrieben:
Jein, grundsätzlich konnten (und können immer noch) nur Reiche sich dieses "Ideal" leisten. Bei Mittel- und Unterschicht hingegen durften Frauen genauso schuften, nur wurde diese Leistung nicht wirklich anerkannt.
Eher ist das sogar so das unsere ganze Abteilung den niedrigsten Stellenwert hat, sogar noch niedriger als die Raumpflegekräfte.
