Mojo8367 hat geschrieben:mal was anderes, was haltet ihr von der sache in bremen das die politik die dfl an kosten für polizeieinsätze bei spielen beteiligen will und dafür die stadt bzw. das bundesland bestraft wurde?
mich als werder-fan nervt es schon, auch wenn das mit dem team ja eig. nix zu tun hat.
aber aus prinzip einfach.
ich kann bremen so gar ein stück weit verstehen, bisher sitzt der steuerzahler auf den kosten.
Ich bin der Meinung, dass sich Liga/DFB/Stadionbetreiber an den Kosten für Polizeieinsätze nicht nur beteiligen sollten, sondern diese mittelfristig sogar ganz tragen müssten, ohne weiterhin den Steuerzahler zu belasten.
Das ist für mich nach gesundem Menschenverstand nicht zu rechtfertigen.
Naja, aber andererseits Zahlen die Vereine ja auch Steuern, und zumindest die großen Vereine wesentlich mehr Steuern als die Polizeieinsätze kosten. Und wenn man die Vereine für solche Einsätze zahlen lässt, so müssten die Demonstranten auch folgerichtig für jede Demonstration mit Polizeieinsatz zahlen.
Und ein vergessener Aspekt: Sind die Assis, die Ärger machen, erst durch den Verein zum Assi geworden oder waren sie das schon immer? Denn wenn der Verein eigentlich nur das Ventil ist und jene Leute sonst andere Situationen ausnutzen würden, um Ärger zu machen (z.B. Großdemos) - dann würden die Vereine für etwas bezahlen, womit sie nun gar nix zu tun haben.
Ist imho ein schwieriges Thema. Die großen Teams in der BuLi können sowas sicher ohne Probleme übernehmen. Aber wenn man mal weider unten schaut....glaube nicht, dass ein gewöhnlicher zweitligist sowas zahlen könnte.
C.Montgomery Wörns hat geschrieben:Ist imho ein schwieriges Thema. Die großen Teams in der BuLi können sowas sicher ohne Probleme übernehmen. Aber wenn man mal weider unten schaut....glaube nicht, dass ein gewöhnlicher zweitligist sowas zahlen könnte.
Da könnte man mit Sicherheit ne Lösung finden... wenn man denn wollen würde. Bei nem normalen 2. Ligisten braucht man eig auch weniger Polizei weil viel weniger Leute... besondere Geschichte isses natürlich bei Derbys und Ostvereinen, aber da kannst mir ned erzählen dass sich da ned ne Lösung finden würde(alle Vereine zahlen in einen Pott ein oder der DFB legt etwas drauf oder der Staat macht Ausnahmen etc.) mit der jeder Leben könnte. Dass der Fußball die Sicherheitseinsätze die er verursacht auch mal mitzahlt finde ich nur richtig.
Aber diese Erpressunggeschichte vom DFB find ich unter aller Sau, diese Fußballorganistationen meinen halt echt sie stünden über der Politik mittlerweile. Drecksverein.
Weiß hier jemand wie das bei anderen großen Unterhaltungsveranstaltungen abläuft? Z.B. bei Konzerten? Zahlt da auch der Veranstalter für den Einsatz von Polizei/Feuerwehr etc.? Wäre doch ein vergleichbarer Maßstab.
Der Veranstalter hat doch bei solchen Ereignissen für die Sicherheit der Besucher/Zuschauer zu sorgen. Wenn da Ordner allein nicht ausreichen, muss man eben die Polizei hinzuziehen.
Bei Bremen ging es ja, soweit mit bekannt ist, nur um Einsätze direkt am Stadion. Und für die sollte mMn der Verein bzw. die DFL als übergeordnete Organisation aufkommen müssen. Die Stadt trägt ja weiterhin die Kosten für die Einsätze außerhalb des Stadiongeländes und insbesondere auch am Bahnhof.
Keine Ahnung wie es bei anderen veranstaltungen ist, die brauchen ja meistens eh keine Polizei. Denke aber mal, dass die die Polizei auch "gratis" bekommen.
Naja, finde es irgendwie albern zu verlangen, dass die Vereine zahlen. Sind halt ganz normale Steuerzahler. Und wer steuern zahlt bekommt im Gegenzug Infrastruktur, Sicherheit und co. Dafür sind die steuern doch da.
C.Montgomery Wörns hat geschrieben:...die brauchen ja meistens eh keine Polizei.
Ich denk, dass das der Punkt ist, über den man am meisten nachdenken sollte. ^^
Wenn demnächst die Onkelz gegen die Ärzte Fußball spielen gibt es da sicher auch bedarf für Polizei^^
ja aber das is halt ned der fall. der Punkt is ja dass es eben nichts vergleichbares gibt... zumindest nichts das so regelmäßig in allen möglichen städten deutschlands stattfindet und kosten verursacht. deswegen isses schon ne sache über die man durchaus mal reden kann. Dass die Steuern zahlen is richtig(naja zumindest sollten sie ) aber man kann natürlich auch sagen, dass die Steuergelder auch außergewöhnlich stark beanspruchen. finde den gedanken von bremen jedenfalls nicht so abwegig dass man gleich von dfb seite erpressen muss - das ist für mich der eigentliche "skandal" an der geschichte, weil das kann ja echt ned sein...
Werden die Kosten von Feuerwehreinsätzen bei eigenem Verschulden und Polizeieinsätzen bei z.B. Ruhestörungen nicht auch berechnet? Das ist also keine Gratis-Dienstleistung die man einfach so in Anspruch nehmen kann.
Die Vereine/DFL könnte sich dann wiederrum das Geld bei den eigentlichen Verursachern als Schadensersatz einklagen.
naja aber die vereine müssen doch auch an den dfb immer ordentlich kohle zahlen wenn ihre fans scheiße gebaut haben, da kann der verein auch nix für... wieso isses hier anders?^^
Weiß auch ned, ob ich des so doll find. Der Gedanke hinter den Strafen ist ja gerade, dass die Fans damit aufhören, weil's "ihrem" Verein schadet. Nur ham' die Spaggn die Bezeichnung Fan ned verdient oder sind zu blöd, den Zusammenhang zu verstehen, ergo ... ^^
Aber die Steuer soll ja keine Strafe sein. Und dann ist das mMn was anderes ^^
Pyoro-2 hat geschrieben:Doch, aber wieso ist das jezz verschulden der Vereine/des DfBs? Die randalieren doch nid. Find das hat bissl was von Sippenhaft. ^^
Als Veranstalter hat man nunmal dafür zu sorgen, dass die Sicherheit für alle Teilnehmer gewährleistet ist. Wenn also etwas passiert, trägt der Veranstalter demnach eine (Teil-)Schuld an der Sache. Außerdem könnte die Öffentlichkeit so ein wenig Druck auf die Vereine ausüben um bei der Strafverfolgung zu helfen, weil diese dann ein eigenes Interesse hätten (nämlich den Schadenersatz). Bisher sind die Vereine da immer sehr zurückhaltend, weil man die Fangruppen nicht vor den Kopf stoßen will.
Das sollte aber auch nur für das Stadion und das Gelände um das Stadion gelten. Was dann auf Bahnhöfen, Rastplätzen oder sonstwo passiert liegt natürlich nicht mehr in der Verantwortung der Vereine.
Es gab doch vor ein paar Jahren mal diese Aktion mit Gladbach Anhängern auf nem Autobahnrastplatz. Für sowas kann ein Verein keinesfalls haftbar gemacht werden.
Warum sollten die Vereine da auch nicht zurückhaltend sein? Strafverfolgung ist Polizei und damit Staatssache, das geht sonst niemand was an.
Und wenn ich inner Bahn einem auf die Fresse hau, hat die DB damit nix zu tun, und wenn ich's anner Uni tu, hat die LMU/TU nix mit zu tun, und wenn ich's im Bundestag tu, hat die Bundesregierung nix mit zu tun (außer 'ner blutigen Nase), und ich seh ned, wieso das bei Fußballvereinen anders sein soll.
Sicherheitsvorschriften müssen natürlich eingehalten werden, aber das tun die Vereine ja. Kenn keinen Verein, der Gewalt im Fußball fördert, außer vllt RB Leipzig. ^^ Für alles andere kann man die jedenfalls nid verantwortlich machen. Fußballvereine sind doch keine Kindergärtner - oder Umerziehungscamps.
Wär natürlich billig vom DFB und den Vereinen, die Verantwortung komplett von sich zu schieben, aber das tun'se ja nid - schon aus Eigeninteresse. Alles darüber hinaus ist iwie illusorisch.
Gefällt mir alles nid. Und was soll'n die denn auch machen? Privatpolizei einführen? Das fehlt gerade noch ...