muecke-the-lietz hat geschrieben:Es klang aber auch zu schön um war zu sein.
Ich liebe das Buch "Picknick am Wegesrand" auf dem ja auch der Stalker Film mehr oder weniger frei basiert.
Die Stalker Spiele konnten diese Stimmung leider nur bedingt einfangen, waren aber dennoch klasse.
Und Metro 2033, welches ja mehr oder weniger auch auf dem sowjetischen Endzeitklassiker basiert, konnte mich so richtig nur als Buch überzeugen. Die Spiele haben zwar die grundlegende Stimmung besser eingefangen als Stalker, waren spielerisch aber eher mau. Grundsätzlich bleiben die Metro Spiele trotzdem die wahrscheinlich aktuell beste virtuelle Umsetztung von Picknick am Wegesrand, weil sie die Gefahr der Oberfläche, die Außerirdischen, das Sammeln von Schätzen, die im Prinzip nur Schrott sind, etc. einfach am geilsten rüberbringen.
Trotzdem sollte dieser Klassiker der SciFi Literatur heutzutage doch noch mal originalgetreu als Film und Spiel umgesetzt werden - keine Hommage, keine Anspielung, die nur ganz harte Nerds verstehen, sondern ein zeitgerechtes Denkmal, basierend auf dem Original.
Areal war von Anfang an ne Luftnummer, wie sich nun heraus stellt und hätte sich wahrscheinlich noch mehr vom Urpsrungsgedanken entfernt.
Verzeihung aber deiner These dass die Metro Reihe die bisher beste virtuelle Umsetzung von " Picknick am Wegesrand " ist, muss ich widersprechen.
Der Ausgangsfaktor in Metro ist der Atomkrieg, die Menschheit wurde fast völlig ausgelöscht, die ( Moskauer ) Überlebenden haben sich in die besagte Metro zurück gezogen. Vom Rest des Landes und der Welt erfährt man nichts. Auf der Oberfläche kann kein Mensch auf Dauer überleben. Artefakte sammelt da niemand.
Die überlebenden Menschen haben sich in verschiedene Fraktionen gespalten und kämpfen um die Macht und das simple Überleben.
Die " Dunklen " sind keine Ausserirdischen sondern eine durch den Atomschlag neu erschaffene Lebensform auch wenn ihre Absichten zunächst ebenso rätselhaft sind.
Demgegenüber das Buch " Picknick am Wegesrand ":
Die Gesellschaft existiert weiterhin. Die Sechs " Zonen " sind über die ganze Welt verteilt. Es gibt Forschungsinstitute in unmittelbarer Nähe, Militärbasen, Schwarzmärkte etc. Die Menschheit hat sich daran gewöhnt insbesondere jene in der Umgebung, dass z.B die Toten wieder auferstehen und in ihre alten Wohnungen gehen ( ohne jemanden anzugreifen ) wird unheimlicher Teil des Alltages. Ebenso wie die unerklärlichen Unglücke die jene triffen die in der Zone waren, inklusive der Auswirkungen auf ihre Kinder.
Manche Artefakte werden z.B für den Antrieb von Autos genutzt und sind dementsprechend begehrt obwohl sie im Grunde genommen keiner versteht oder duplizieren kann.
Warum die Zonen entstanden sind und mit ihnen die Phänomene / Artefakte bleibt pure Spekulation. Die Theorie die einer der Wissenschaftler im Interview mit dem Journalisten äussert und die Namensgebend für das Buch ist, bleibt Theorie, eine von vielen. Die Frage wird nie beantwortet was auch den Reiz des ganzen ausmacht, den die Ausserirdischen tauchen nie auf.
Dementsprechend ist das Spiel Stalker dem Buch weitaus näher als die Metro Reihe die ganz klar die typische Dystopie einer Postapokalyptischen / Postatomaren Gesellschaft darstellt.