Assassin's Creed: Unity - Cosplayerinnen demonstrieren für spielbare weibliche Charaktere

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SethSteiner
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Re: Assassin's Creed: Unity - Cosplayerinnen demonstrieren f

Beitrag von SethSteiner »

Eisregen121 hat geschrieben:jetzt mal hand aufs Herz. Denkt denn wirklich jemand über geschlechterrollen nach?
Gemeinhin denkt niemand über irgendwelche Rollen nach, weder heute, noch damals war das so. das ist ja auch die Ursache des Problems. Einfach nicht drüber nachdenken, jeder hat seine Rollen und die hat man auszuüben. Übrigens entstehen finanzielle Benachteiligungen bzw. Diskrepanzen aus den jeweils mehrheitlich gewählten Jobs und deren jeweiliges Lohnniveau.
Wir sollen cool sein, humor haben, und romantisch sein. Wir sollen schwäche zeigen können, aber gleichzeitig stärke.
Ich nehme das mal aus dem ganzen Textwust heraus und sage: Nö. Woher weisst du was die Frau will? Es gibt in Deutschland vierzig Millionen, global 3,5 Milliarden und jede Frau ist anders, genau wie jeder Mann anders ist. Natürlich gibt es je nach Region und Zeit mehr oder minder homogene Wunschvorstellungen, das gilt andersherum ganz genauso. Das hat aber letztendlich mit der Realität nichts zutun, denn die ist nun Mal komplex, die Leben der Menschen sind komplex und entsprechend ist es Unsinn was du schreibst. Es gibt keine Erwartungshaltung an dich.
Der ganze dreck ist durch diese vermeindliche frauenbewegung passiert. Der mann kann es einer frau gar nicht mehr recht machen.

So gesehen lobe ich mir den urmenschen.
Ich geh jagen, du sammelst beeren und bewachst das kind.
Kurz, klar unmissverständlich und hatte natürliche biologische hintergründe.
Und vor allem eine Fantasiedarstellung. Wie man das aber loben kann, ist mir schleierhaft. Ich will keine Gesellschaft, in der jemanden vorgeschrieben wird, welche Dinge und Jobs jemand auszuüben hat.
Und was heisst vermeintliche Frauenbewegung? Diese Bewegung gab es tatsächlich und was für Dreck? Du hast keine Benachteiligung hier ausgeführt, die ihren Ursprung darin hätte, stattdessen argumentierst du mit Selbstmitleid, geboren aus fantasierten Erwartungshaltungen von Frauen, die du gar nicht kennst.

@shinukorosu
Deswegen sage ich auch immer, man sollte darüber nachdenken und es genau betrachten, anstatt es pauschal abzulehnen oder zu befürworten. So macht es einen Sinn, man prüft, schaut, kann man es anwenden, bringt es was, wie lange sollte es gehen ect. pp.. Und natürlich andere Länder betrachten, wie du richtig sagst und sich anschauen wie dort die Erfahrungen sind aber die eigenen, möglichen Unterschiede dann natürlich nicht vernachlässigen.
Gamer416
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Re: Assassin's Creed: Unity - Cosplayerinnen demonstrieren f

Beitrag von Gamer416 »

Seth666 hat geschrieben:Also ich wünsche mir ehrlich gesagt, dass ein Hersteller einfach das Spiel entwickeln kann wie er/sie es möchte. Kein Entwickler sollte durch äußeren Druck sein Spiel ändern müssen. Wo bleibt hier die Freiheit der Entwickler. Wenn es gewissen Gruppen nicht passt wie diese repräsentiert werden in Spielen, dann haben diese Gruppen doch die Freiheit ihre eigenen Spiele zu entwickeln. Aber wenn man Entwicklern vorschreiben möchte, wie deren Spiel auszusehen hat, dann hört bei mir der Spass auf.

Die Freiheit, ein Spiel so zu gestalten wie man möchte, darf nicht geopfert werden durch den Druck von Leuten, die sich nicht angemessen repräsentiert fühlen.
Das Problem liegt hier aber bei Ubisoft, die sagen sie würden gerne weibliche Charaktere einbauen, aber dann behaupten, dass es ein zu großer Aufwand ist, obwohl sie es ja schon mehrmals gemacht haben (Aveline, der Multiplayer und die rekrutierbaren Frauen aus den anderen Teilen).
Plor
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Re: Assassin's Creed: Unity - Cosplayerinnen demonstrieren f

Beitrag von Plor »

Eisregen121 hat geschrieben: So gesehen lobe ich mir den urmenschen.
Ich geh jagen, du sammelst beeren und bewachst das kind.
Kurz, klar unmissverständlich und hatte natürliche biologische hintergründe.
Nein, der Urmensch hat die meiste Zeit über diese Arbeitsteilung genau nicht gekannt, geschweige denn eingesetzt. Paläoanthropologische Studien belegen, dass diese klassische Arbeitsteilung frühestens im späten Mittelpaläolithikum, wahrscheinlich jedoch eher im Jungpaläolithikum einsetzte. Die gesamte Steinzeit über findet man ausreichend Belege, dass Frauen genau so wie Männer, Alte genau so wie Junge jagen gingen und sich ebenso gemeinsam um den Nachwuchs kümmerten. Den Großteil seiner Zeit auf der Erde kannte der Mensch nicht die geschlechterabhängige Arbeitsteilung. Diesbezüglich kann auch durchaus der vermeintliche biologische Grund für diese in Frage gestellt werden... Zu behaupten, eine Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern läge in der Biologie des Menschen, ist wie zu behaupten, Ackerbau und Viehzucht läge in der Biologie des Menschen.
cHL
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Re: Assassin's Creed: Unity - Cosplayerinnen demonstrieren f

Beitrag von cHL »

Nanimonai hat geschrieben:
cHL hat geschrieben:also wenn die aufnahmeprüfung für das medizinstudium für frauen und männer unterschiedlich bewertet wird, um eine quote bei den tatsächlich bestahenden zu erzwingen, dann muss man das schlicht und einfach als privileg bezeichnen.
Nein. Wenn der belegbare "Normalfall" besagt, dass männliche Bewerber den Zuspruch bekommen, sich also in einem Privileg befinden, handelt es sich bei einer Quote um den erzwungenen Ausgleich einer Ungleichbehandlung.
Das Entziehen eines Privilegs einer bestimmten Gruppe ist eben nicht gleich dem Gewähren eines Privilegs einer anderen Gruppe.
das sind keine bewerber. sondern angehende studenten, die sich bei einer prüfung für das studium qualifizieren müssen.
da dabei (in wien) bis jetzt immer mehr männer bestanden als frauen, wurde es als sinnvoll angesehen, nur soviele männer bestehen zu lassen (egal wie gut das ergebnis ist) bis diese 50% der gesamtbestehenden ausmachen. die restlichen plätze wurden dann mit den am besten abschließenden frauen befüllt. obwohl diese zum teil schlechtere ergebnisse hatte, als nicht bestehende männer.

also ist man als mann bei dieser aufnahmeprüfung benachteiligt, während man als frau bevorteilt ist.
das ist die definition eines privilegs.
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shinukorosu
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Re: Assassin's Creed: Unity - Cosplayerinnen demonstrieren f

Beitrag von shinukorosu »

SethSteiner hat geschrieben:@shinukorosu
Deswegen sage ich auch immer, man sollte darüber nachdenken und es genau betrachten, anstatt es pauschal abzulehnen oder zu befürworten. So macht es einen Sinn, man prüft, schaut, kann man es anwenden, bringt es was, wie lange sollte es gehen ect. pp.. Und natürlich andere Länder betrachten, wie du richtig sagst und sich anschauen wie dort die Erfahrungen sind aber die eigenen, möglichen Unterschiede dann natürlich nicht vernachlässigen.
Ich würde zum Beispiel auch die These vertreten, dass wenn es mehr Frauen in Führungspositionen geben würde, es auch im Endeffekt dazu führen würde, dass man Schwangerschaften weniger als Problem anzieht und daraus auch resultierend auch unternehmensintern Konzepte entwickeln werden müssten, wie man zum Beispiel Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren könnte.

Des Weiteren denke ich, dass die Frauen aber schon aufpassen müssen, dass Sie gerade nicht wieder in unserer Leistungsgesellschaft in eine Rolle gedrängt werden, die lautet, dass Sie immer schön sein müssen, nebenbei noch Karriere und Kinder bekommen sollen. Der Tag hat ja auch nur 24h.
Zuletzt geändert von shinukorosu am 15.07.2014 15:28, insgesamt 1-mal geändert.
kanexian
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Re: Assassin's Creed: Unity - Cosplayerinnen demonstrieren f

Beitrag von kanexian »

Nanimonai hat geschrieben:
breakibuu hat geschrieben:Imo ist eine Quote aber immer eine Bevorteilung.
Für den Einzelfall mag das zutreffen. Es geht aber um den status quo, um das Gesamtgebilde.
In der Praxis nicht unbedingt. Die Jurisdiktion in diesen Fällen beurteilt beispielsweise immer den Einzelfall (wenn auch im mittelbaren Kontext z.B. dem Ökosystem eines Unternehmens) - siehe "Fettarschklage" vor einiger Zeit. Umgekehrt würde sich nämlich die Frage ergeben, was das 'Gesamtgebilde' denn überhaupt ist - das Unternehmen, eine bestimmte Abteilung, die Fachrichtung, das Bundesland, die Welt? Prinzipiell nicht zu beantworten, höchstens qua Konvention, und auch hier eher schwierig.
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Raksoris
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Re: Assassin's Creed: Unity - Cosplayerinnen demonstrieren f

Beitrag von Raksoris »

Und wieder geht die Taktik von 4players auf:
Eine News , die nicht einmal eine richtige Videospielnachricht ist, sondern im Grunde genommen nur ein Reblog on Anitas Twitter, generiert heute mehr Seiten und Clicks als die 5 darauffolgenden Nachrichten zusammen.
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mr archer
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Re: Assassin's Creed: Unity - Cosplayerinnen demonstrieren f

Beitrag von mr archer »

Raksoris hat geschrieben:Und wieder geht die Taktik von 4players auf:
Eine News , die nicht einmal eine richtige Videospielnachricht ist, sondern im Grunde genommen nur ein Reblog on Anitas Twitter, generiert heute mehr Seiten und Clicks als die 5 darauffolgenden Nachrichten zusammen.
Ja. Es ist T-E-U-F-L-I-S-C-H!
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SethSteiner
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Re: Assassin's Creed: Unity - Cosplayerinnen demonstrieren f

Beitrag von SethSteiner »

shinukorosu hat geschrieben:
SethSteiner hat geschrieben:@shinukorosu
Deswegen sage ich auch immer, man sollte darüber nachdenken und es genau betrachten, anstatt es pauschal abzulehnen oder zu befürworten. So macht es einen Sinn, man prüft, schaut, kann man es anwenden, bringt es was, wie lange sollte es gehen ect. pp.. Und natürlich andere Länder betrachten, wie du richtig sagst und sich anschauen wie dort die Erfahrungen sind aber die eigenen, möglichen Unterschiede dann natürlich nicht vernachlässigen.
Ich würde zum Beispiel auch die These vertreten, dass wenn es mehr Frauen in Führungspositionen geben würde, es auch im Endeffekt dazu führen würde, dass man Schwangerschaften weniger als Problem anzieht und daraus auch resultierend auch unternehmensintern Konzepte entwickeln müsste, wie man zum Beispiel Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren könnte.

Des Weiteren denke ich, dass die Frauen aber schon aufpassen müssen, dass Sie gerade nicht wieder in unserer Leistungsgesellschaft in eine Rolle gedrängt werden, die lautet, dass Sie immer schön sein müssen, nebenbei noch Karriere und Kinder bekommen sollen. Der Tag hat ja auch nur 24h.
Genau das ist einer der Punkte, der bei der Quote oft vergessen wird. Es geht auch um ein Umdenken. Frauen die andere Jobs ausüben als gewohnt verbessert ihr Gehalt ist ein Punkt. Darüber hinaus fördert das aber eben auch die Normalität. Frauen machen anderes, sie können anderes, ihre Kinder können sehen, dass Mami auch mal weg ist, für die Gesellschaft wird es normaler und dann kommen auch da mehr Frauen, wo es keine Quote gibt, weil es für sie eben kein unterschwelliges Tabu mehr ist oder ein anderer Job ein offensichtlicher Kandidat weil das ja alles so machen. Umgekehrt können Männer zu Hause bleiben oder sich mehr um Kinder kümmern oder es findet eine andere, sinnvollere Aufgabenteilung statt. Das alles und mehr ist aber eine Entwicklung über Generationen, mit allen schon erwähnten Elementen.
cHL
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Re: Assassin's Creed: Unity - Cosplayerinnen demonstrieren f

Beitrag von cHL »

shinukorosu hat geschrieben:
SethSteiner hat geschrieben:@shinukorosu
Deswegen sage ich auch immer, man sollte darüber nachdenken und es genau betrachten, anstatt es pauschal abzulehnen oder zu befürworten. So macht es einen Sinn, man prüft, schaut, kann man es anwenden, bringt es was, wie lange sollte es gehen ect. pp.. Und natürlich andere Länder betrachten, wie du richtig sagst und sich anschauen wie dort die Erfahrungen sind aber die eigenen, möglichen Unterschiede dann natürlich nicht vernachlässigen.
Ich würde zum Beispiel auch die These vertreten, dass wenn es mehr Frauen in Führungspositionen geben würde, es auch im Endeffekt dazu führen würde, dass man Schwangerschaften weniger als Problem anzieht und daraus auch resultierend auch unternehmensintern Konzepte entwickeln werden müssten, wie man zum Beispiel Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren könnte.

Des Weiteren denke ich, dass die Frauen aber schon aufpassen müssen, dass Sie gerade nicht wieder in unserer Leistungsgesellschaft in eine Rolle gedrängt werden, die lautet, dass Sie immer schön sein müssen, nebenbei noch Karriere und Kinder bekommen sollen. Der Tag hat ja auch nur 24h.
afaik kannst du diese these(die in meinen augen eh sehr blauäugig und sexistisch ist) schon wieder vergessen. hab da erst vor kurzem was gelesen, dass dieser effekt überhaupt nicht eintreten soll. eher das gegenteil, da sich, wenn überhaupt, die handelnden personen in die genau andre richtung profilieren wollen.

aber selbst ohne dem wird ein weiblicher ceo nix andres tun als ein männlicher.
was ja auch logisch ist. diese damen werden ja, hoffentlich, nicht eingestellt weil sie so tolle "frauen" sind, sondern weil sie ihren beruf gut ausüben.
und für jemanden mit personalverantwortlung ist es nunmal ein "guter job" wenn man die kosten niedrig hält. dazu gehört halt auch, möglichst flexible und stets erreichbare arbeitskräfte einzustellen bzw. zu fördern.
Nanimonai
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Re: Assassin's Creed: Unity - Cosplayerinnen demonstrieren f

Beitrag von Nanimonai »

kanexian hat geschrieben:Umgekehrt würde sich nämlich die Frage ergeben, was das 'Gesamtgebilde' denn überhaupt ist - das Unternehmen, eine bestimmte Abteilung, die Fachrichtung, das Bundesland, die Welt? Prinzipiell nicht zu beantworten, höchstens qua Konvention, und auch hier eher schwierig.
Das Gesamtgebilde ist nichts absolutes, eher etwas tendenzielles. Das ist wohl auch eines der großen Probleme einer Quote. Wie lange behält man sie bei, wann löst man sie auf? Und was geschieht danach?
Wenn es um etwas leicht vergleichbares wie Gehälter geht, ist es einfach. Frau und Mann werden bei gleichem Job gleich bezahlt? Quote überflüssig.
Bei etwas so flexiblem wie Personaleinstellungen ist es natürlich ungemein schwieriger, die passende Lösung zu finden. Daher ist eine Quote ja auch nicht auf alles und jeden anwendbar.
Die Frage ist: Was kann eine sinnvolle Alternative sein?
cHL
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Re: Assassin's Creed: Unity - Cosplayerinnen demonstrieren f

Beitrag von cHL »

SethSteiner hat geschrieben:Das alles und mehr ist aber eine Entwicklung über Generationen, mit allen schon erwähnten Elementen.
Und die findet ja gott sei dank eh statt.
johndoe1686305
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Re: Assassin's Creed: Unity - Cosplayerinnen demonstrieren f

Beitrag von johndoe1686305 »

*fp*

Nicht vorhandene Charaktere aus bestimmten Gesellschaftsgruppen diskriminieren niemanden. Genauso wenig wie Sprache rassistisch sein kann.

Wenn ich "Neger" sage, dann kommt es darauf an was ich damit ausdrücken will - und nicht darauf dass ich ein bestimmtes Wort gebrauche.

Wenn ich keinen spielbaren weiblichen Charakter anbiete, dann kommt es darauf an WARUM der nicht vorhanden ist. Wenn der fehlt weil ich finde das Frauen wegen der dekorativen Titten drin sein sollten und ansonsten an den Herd gehören, dann ist das diskriminierend. Wenn der fehlt weil das den Aufwand unverhältnismäßig ansteigen lässt, dann nicht.
Zuletzt geändert von johndoe1686305 am 15.07.2014 15:48, insgesamt 1-mal geändert.
cHL
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Re: Assassin's Creed: Unity - Cosplayerinnen demonstrieren f

Beitrag von cHL »

Duugu hat geschrieben:*fp*
jedem sein eigener fetisch ;)
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Wigggenz
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Re: Assassin's Creed: Unity - Cosplayerinnen demonstrieren f

Beitrag von Wigggenz »

Absolute Quoten sind an sich ungerecht, auf was für einer ehrenwerten Motivation sie auch immer beruhen mögen.

Das führt nämlich nicht nur zur Ungleichbehandlung von Gleichgeeigneten (relative Quote, was ich für die Beseitigung bestehender Ungleichheiten gerechtfertig halte), sondern benachteiligt u.U. auch besser Geeignete, und ab diesem Punkt überwiegt die Einzelfallgerechtigkeit das politische Ziel.

Man stelle sich vor, der 10. Platz ist zu besetzen, während 5/10 Männer sind und nur 4/10 Frauen. Zur Auswahl stehen noch eine Frau und ein Mann. Die Frau wird den Job bekommen, auch wenn der Mann evtl. eine viel bessere Qualifikation, auch anhand objektiver Nachweise (wie etwa anonymisierte Prüfungen) haben sollte. Nehmen wir mal an, wir haben 50% Frauen bekleiden Führungspositionen eines Unternehmens. Was hat es mit Gerechtigkeit oder gar Gleichberechtigung zu tun, wenn ca. 20% der Frauen dort für den Job weniger geeignet waren als männliche Mitbewerber? Das ist keine misogyne Scharzmalerei, ebenso behaupte ich nicht, dass Frauen generell weniger geeignet wären, dass ist lediglich ein normales Beiprodukt einer fixierten, absoluten Quote.

Darum:
Relative Quoten: ja! Auch gerne konsequent und rigoros, um Umgehung zu vermeiden.
Absolute Quoten: nein!