Skullgirls: Versehentliches Outing eines Raubkopierers

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Kajetan
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Re: Skullgirls: Versehentliches Outing eines Raubkopierers

Beitrag von Kajetan »

Sir Richfield hat geschrieben: Du meinst der Publisher? Der Entwickler sollte in meinen Augen ein Spiel machen, hinter dem er steht. Er soll die Vision des Designers umsetzen.
Er sollte in der Tat aber auch mit allem in Ruhe gelassen werden, was diesem Ziel nicht dient. Fremdcode einzubauen zu müssen, der das korrekte Funktionieren des Spiels verhindern kann, halte ich für nicht zweckdienlich.
Ich meine im Indie-Zeitalter durchaus den Entwickler :)

Wobei hier die meisten verstanden haben, worauf es wirklich ankommt. Es gibt aber immer noch einige, die gerne Schwarzkopierer drangsalieren würden, wenn sie denn die Ressourcen dazu hätten und es gibt die üblichen Nixblicker, die ernsthaft meinen dass solche Geschichten auch nur einen Jota mehr Umsatz bringen. Die Game Tycoon-Geschichte, die hat den Entwicklern zwar jede Menge Mehrumsatz gebracht, doch nicht Dank des Kopierschutzes, sondern weil letztes Jahr Hinz und Kunz auf der ganzen Welt darüber berichtet hat. Sogar die Mainstream-Medien hatten das als Meldung. Ein Kopierschutz kann zumindest hin und wieder als Marketing-Gag funktionieren :)

Diese Geschichte hier? Erinnert sich nach zwei Tagen niemand mehr dran. Man darf sogar darüber spekulieren, ob die Sache nicht durch die Skullgirls-Devs selbst in Szene gesetzt wurde, um das Spiel mit so einer Geschichte bekannter zu machen.
Eliteknight
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Re: Skullgirls: Versehentliches Outing eines Raubkopierers

Beitrag von Eliteknight »

Bambi0815 hat geschrieben:4player .... ihr müsstet es besser wissen. Es heisst nicht "Raubkopierer". "Schwarzkopierer" ist der Ausdruck den man aus Richtigkeit verwenden sollte. Der erstere Begriff ist einfach nur falsch und auch ein wenig verwirrend wenn man die Wortbildung mal betrachtet.
"Der Begriff Raubkopie sowie die weniger gebräuchlichen Begriffe Schwarzkopie und illegale Kopie bezeichnen urheberrechtswidrig hergestellte Kopien"
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Raubkopie

Komisch, interessiert sich wohl keiner für die anderen Begriffe!
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Trumperator
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Re: Skullgirls: Versehentliches Outing eines Raubkopierers

Beitrag von Trumperator »

Spiel mit unlauteren Mitteln besorgen, durchspielen und den offiziellen Kunden-Support um Hilfe bitten...

Dreistigkeits-Achievement unlocked! :Pirat:
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Sir Richfield
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Re: Skullgirls: Versehentliches Outing eines Raubkopierers

Beitrag von Sir Richfield »

Eliteknight hat geschrieben:Komisch, interessiert sich wohl keiner für die anderen Begriffe!
Weil die alle Mumpiz sind.
Die Zeiten haben sich geändert.
Heute müsste es korrekterweise "Lizenzerschleicher" heißen.

Die KOPIE an sich ist nichts mehr Wert, seit die Lizenz nicht mehr an einen Datenträger gebunden ist.
unknown_18
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Re: Skullgirls: Versehentliches Outing eines Raubkopierers

Beitrag von unknown_18 »

Ja und? Spiele sind auch nichts mehr wert und dennoch werden sie immer noch Spiele genannt. :P
Zubz3ro hat geschrieben:Spiel mit unlauteren Mitteln besorgen, durchspielen und den offiziellen Kunden-Support um Hilfe bitten...

Dreistigkeits-Achievement unlocked! :Pirat:
Du hast was vergessen:

... dabei erwischt werden und dann direkt noch nach neue Features fragen...
Tonkra04
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Re: Skullgirls: Versehentliches Outing eines Raubkopierers

Beitrag von Tonkra04 »

Bambi0815 hat geschrieben:4player .... ihr müsstet es besser wissen. Es heisst nicht "Raubkopierer". "Schwarzkopierer" ist der Ausdruck den man aus Richtigkeit verwenden sollte. Der erstere Begriff ist einfach nur falsch und auch ein wenig verwirrend wenn man die Wortbildung mal betrachtet.
Was für einen schwachsinn.. selbst in der wissenschaftlichen literatur verwendet man den begriff "Raubkopierer", "Raubkopien"... ganz einfach, weil es den Raub geistigen Eigentums beschreibt..
Und spiele sind geistiges eigentum.

http://www.bpb.de/apuz/145382/raubkopie ... heberrecht

Schwarzkopien ist einfach eine weniger verbreitete Floskel in diesem zusammenhang.. (ich finde den begriff auch nicht sonderlich passend)
Sir Richfield hat geschrieben:
Eliteknight hat geschrieben:Komisch, interessiert sich wohl keiner für die anderen Begriffe!
Weil die alle Mumpiz sind.
Die Zeiten haben sich geändert.
Heute müsste es korrekterweise "Lizenzerschleicher" heißen.

Die KOPIE an sich ist nichts mehr Wert, seit die Lizenz nicht mehr an einen Datenträger gebunden ist.
ich verstehe den sinn dahinter jetzt nicht wirklich, könntest du das näher erläutern an einem beispiel?
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dx1
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Re: Skullgirls: Versehentliches Outing eines Raubkopierers

Beitrag von dx1 »

Tonkra04 hat geschrieben:Was für einen schwachsinn.. selbst in der wissenschaftlichen literatur verwendet man den begriff "Raubkopierer", "Raubkopien"... ganz einfach, weil es den Raub geistigen Eigentums beschreibt..
Und spiele sind geistiges eigentum.
Und ein Raub ist die Wegnahme einer fremden beweglichen Sache unter Anwendung von Gewalt oder Androhung von Gewalt. Bei der Schwarzkopie fehlt sowohl die Wegnahme, als auch die Gewalt — die Daten selbst (Bits) sind auch nicht sonderlich beweglich.
Tonkra04
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Re: Skullgirls: Versehentliches Outing eines Raubkopierers

Beitrag von Tonkra04 »

dx1 hat geschrieben:
Tonkra04 hat geschrieben:Was für einen schwachsinn.. selbst in der wissenschaftlichen literatur verwendet man den begriff "Raubkopierer", "Raubkopien"... ganz einfach, weil es den Raub geistigen Eigentums beschreibt..
Und spiele sind geistiges eigentum.
Und ein Raub ist die Wegnahme einer fremden beweglichen Sache unter Anwendung von Gewalt oder Androhung von Gewalt. Bei der Schwarzkopie fehlt sowohl die Wegnahme, als auch die Gewalt — die Daten selbst (Bits) sind auch nicht sonderlich beweglich.
Jetzt kommst du aber nicht wirklich mit dem verstaubten gesetzbuch?
Da hat aber jemand schön eine definition von Raub gefunden, vor allem da diese vor der Digitalisierung erfolgte. Sollte doch zumindest die Quintessenz dieses Neologismus aufzeigen, dass hiermit der Diebstahl geistigen Eigentums bezeichnet wird....
und die quintessenz ist das, worauf es ankommt..

Schon alleine der Bildhaftigkeit wegen finde ich den Begriff einfach passender. Und schonmal etwas von Volksmund gehört? Jeder weiß was mit Raubkopie gemeint ist, auch wenn kein Gewaltakt oder ein materielles Diebesgut in diesem Zusammenhang steht. Ein Gewaltakt ist nur ein kleiner Teilaspekt dieser Definition... und daher ist deine ansicht doch sehr einseitig..so sind die synonyme für Raub (nach dem Duden) unter anderem: Diebstahl, Einverleibung, Entwendung, Erbeutung, Plünderung, Wegnahme; ; Aneignung, Eigentumsdelikt.

letzteres trifft es sehr gut.
Der schwerpunkt liegt also nicht auf einen Gewaltakt (sonst würde man dies in den synonym vorfinden), sondern auf der entwendung, plünderung von eigentum.

Natürlich muss man hier die besonderheiten geistigen Eigentums und Werken berücksichtigen, die immateriell, also nicht greifbar sind... was es aber nicht weniger zu Eigentum.. und gestohlenen eigentum macht. Und gestohlen ist das wenn ich ohne Einwilligung des Urhebers das Werk nutze, verbreite, verwerte, entstelle (UrhG). Die Einwilligung der Nutzung kann ich erhalten, indem ich für meine Kopie bezahle, tue ich das nicht.. muss ich das werk dennoch in irgendeiner form illegal digital auf meinen rechner kopieren...es liegt ein eigentumsdelikt vor... -> raubkopie
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Re: Skullgirls: Versehentliches Outing eines Raubkopierers

Beitrag von unknown_18 »

Edit: ach egal, einfach ignorieren. Kein Bock mich da schon wieder auf eine Diskussion einzulassen... ^^
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dx1
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Re: Skullgirls: Versehentliches Outing eines Raubkopierers

Beitrag von dx1 »

Tonkra04 hat geschrieben:Jetzt kommst du aber nicht wirklich mit dem verstaubten gesetzbuch?
Nö, das hatte ich so im Kopf, man kann es aber auch im Internet "nachschlagen". :P
Tonkra04 hat geschrieben:Da hat aber jemand schön eine definition von Raub gefunden, vor allem da diese vor der Digitalisierung erfolgte. Sollte doch zumindest die Quintessenz dieses Neologismus aufzeigen, dass hiermit der Diebstahl geistigen Eigentums bezeichnet wird....
Tonkra04 hat geschrieben:und die quintessenz ist das, worauf es ankommt..
Äh, ja natürlich. Zu Deutsch: Das Wichtige ist wichtig. Das hast Du richtig erkannt, aber das soll doch wohl kein Argument sein.

Aber ich hab auch keine Lust mehr und sag einfach mal: Wirst schon recht haben. Volksmund und so. :Häschen:
Zuletzt geändert von dx1 am 12.07.2014 19:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Skullgirls: Versehentliches Outing eines Raubkopierers

Beitrag von unknown_18 »

Doch noch mal was: das Wort heißt auch "Raubkopie" und ist für sich ein Begriff, nur weil es aus zwei Worten zusammen gesetzt ist kann man es nicht einfach auseinander nehmen.
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SethSteiner
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Re: Skullgirls: Versehentliches Outing eines Raubkopierers

Beitrag von SethSteiner »

Ja aber dir Worte sollten einen Sinn haben und Raub macht in diesem Zusammenhang keinen Sinn.
Hafas
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Re: Skullgirls: Versehentliches Outing eines Raubkopierers

Beitrag von Hafas »

Ist so wie "homophobie". Homophobe haben keine krankhafte Schissangst vor Homosexuelle, und trotzdem wird der Begriff überall - auch in den Medien - verwendet.
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dx1
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Re: Skullgirls: Versehentliches Outing eines Raubkopierers

Beitrag von dx1 »

Das ist jetzt aber wirklich am Thema vorbei.
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Wigggenz
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Re: Skullgirls: Versehentliches Outing eines Raubkopierers

Beitrag von Wigggenz »

Tonkra04 hat geschrieben:
dx1 hat geschrieben:
Tonkra04 hat geschrieben:Was für einen schwachsinn.. selbst in der wissenschaftlichen literatur verwendet man den begriff "Raubkopierer", "Raubkopien"... ganz einfach, weil es den Raub geistigen Eigentums beschreibt..
Und spiele sind geistiges eigentum.
Und ein Raub ist die Wegnahme einer fremden beweglichen Sache unter Anwendung von Gewalt oder Androhung von Gewalt. Bei der Schwarzkopie fehlt sowohl die Wegnahme, als auch die Gewalt — die Daten selbst (Bits) sind auch nicht sonderlich beweglich.
Jetzt kommst du aber nicht wirklich mit dem verstaubten gesetzbuch?
Da hat aber jemand schön eine definition von Raub gefunden, vor allem da diese vor der Digitalisierung erfolgte. Sollte doch zumindest die Quintessenz dieses Neologismus aufzeigen, dass hiermit der Diebstahl geistigen Eigentums bezeichnet wird....
und die quintessenz ist das, worauf es ankommt..

Schon alleine der Bildhaftigkeit wegen finde ich den Begriff einfach passender. Und schonmal etwas von Volksmund gehört? Jeder weiß was mit Raubkopie gemeint ist, auch wenn kein Gewaltakt oder ein materielles Diebesgut in diesem Zusammenhang steht. Ein Gewaltakt ist nur ein kleiner Teilaspekt dieser Definition... und daher ist deine ansicht doch sehr einseitig..so sind die synonyme für Raub (nach dem Duden) unter anderem: Diebstahl, Einverleibung, Entwendung, Erbeutung, Plünderung, Wegnahme; ; Aneignung, Eigentumsdelikt.

letzteres trifft es sehr gut.
Der schwerpunkt liegt also nicht auf einen Gewaltakt (sonst würde man dies in den synonym vorfinden), sondern auf der entwendung, plünderung von eigentum.

Natürlich muss man hier die besonderheiten geistigen Eigentums und Werken berücksichtigen, die immateriell, also nicht greifbar sind... was es aber nicht weniger zu Eigentum.. und gestohlenen eigentum macht. Und gestohlen ist das wenn ich ohne Einwilligung des Urhebers das Werk nutze, verbreite, verwerte, entstelle (UrhG). Die Einwilligung der Nutzung kann ich erhalten, indem ich für meine Kopie bezahle, tue ich das nicht.. muss ich das werk dennoch in irgendeiner form illegal digital auf meinen rechner kopieren...es liegt ein eigentumsdelikt vor... -> raubkopie
Was du schreibst ist völliger Blödsinn.

Strafbare Urheberrechtsverletzungen sind kein Eigentumsdelikt.

Du hast die Gesetzessystematik einfach nicht verstanden. Eigentum kann man nur an Sachen haben. Körperliche Gegenstände. Wohl eher verwandte Delikte wie Betrug sind auch nur den Eigentumsdelikten zugeordnet, weil das deutsche Recht beim Vermögen im Kern das Barvermögen (<- Sache) vor Augen hat, oder halt Forderungswerte, aber keines von beidem trifft auf Urheberrecht zu, denn Schadensersatzforderungen werden erst durch die Verletzung des UrhR begründet und nicht etwa entzogen durch UrHverletzungen.