Assassin's Creed: Unity - Ohne spielbare weibliche Charaktere

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Wulgaru
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Re: Assassin's Creed: Unity - Ohne spielbare weibliche Chara

Beitrag von Wulgaru »

Lykaner77 hat geschrieben:Man fragt sich schon, wo das Problem liegt an einem rein männlichen oder rein weiblichen Hauptdarsteller? Ist in Büchern, Filmen, Serien und Hörspielen doch auch so.

Warum ist Pippi Langstrumpf kein Junge? Warum ist Harry Potter kein Mädchen? Warum ist Batman keine Frau? Und warum zum Teufel ist Benjamin Blümchen kein Mensch???

DISKRIMINIERUNG!!!
... oder man aktzeptiert einfach. dass es sich um Geschichten einer bestimmten Hauptfigur handelt, in einem bestimmten Alter, mit einer bestimmten Haarfarbe, Größe, Geschlecht und so weiter. Genau so gut kann man sich darüber echauffieren, dass Bibi Blocksberg blonde Haare hat. Was für eine "Diskriminierung" von Mädchen mit anderer Haarfarbe! :roll: Und warum ist die noch so jung und keine Oma? Rieche ich da etwa Altersdiskriminierung?
Vielleicht ist dir das bewusst, aber gerade dein Pippi Langstrumpf Beispiel ist deswegen für diese Diskussion so passend, weil das einer der ikonischen Figuren für die Gleichberechtigung in der Literatur ist. Zwar gab es schon vorher weibliche Romanfiguren, die man auch als sehr progressiv ansehen kann, aber Pippi ist die ultimative Rebellin die alle Konventionen bricht...und natürlich ein Mädchen...das war in den 40ern wirklich nicht so alltäglich.

Das wir das Problem in der Literatur heute nicht mehr wirklich haben, ist also auch nicht einfach selbstverständlich und das Ergebnis einer langen Reise die Jahrzehnte gedauert hat. In Videogames sind wir quasi am Anfang. Es gibt schon Figuren, aber im Vergleich sehr wenige und viele dieser wenigen wurden im Grunde mit Blick auf Männer kreiert. Berühmtestes Beispiel Lara Croft wo die Sexphantasie ja sogar ins Gameplay integriert ist.
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TheLaughingMan
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Re: Assassin's Creed: Unity - Ohne spielbare weibliche Chara

Beitrag von TheLaughingMan »

Lykaner77 hat geschrieben:
TheLaughingMan hat geschrieben:ganz viel Text
Wenn das alles so ist, warum sich dann überhaupt die Mühe machen einen alternativen Charakter einzubauen? Wenn Mann und Frau doch eh absolut identisch im Verhalten sind, ist es ja auch nicht schlimm, wenn Frau einen männlichen Charakter spielt. Das bißchen Unterschied bei den primären und sekundären Geschlechtsmerkmalen... sieht man unter der Kutte doch ohnehin nicht. :Häschen:
Man könnte alternative Geschichten einbauen. Missionen schreiben bei denen das Geschlecht eine Rolle spielt bzw. alternative Wege öffnet oder verschließt. Die Autoren eines AC zur Abwechslung mal was tun lassen das ihrer Berufsbezeichnung würdig ist.

New Vegas, so fehlerhaft es ist, hat das ja auch hingekriegt. Eine Frau spielen und sich als Legionär verkleiden? Klappt nicht. Und für solche Sachen liebe ich es.
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Sir Richfield
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Re: Assassin's Creed: Unity - Ohne spielbare weibliche Chara

Beitrag von Sir Richfield »

Marobod hat geschrieben:Ein Freund von mir , eine Statur von 2,03m , typischer metaller viel Bier und gegrunze etc, spielt natuerlich auch Daiblo und WoW oder Star Craft inbruenstig, ist nebenbei selber Metalmusiker, vertreibt sich seine Zeit aber auch gern mit einigen Sims 3 Sessions. Ich hab ihn nie fuer weniger maennlich als vorher gesehen.
Leider hast du damit nicht den Punkt gestützt, den du eigentlich wolltest, denn du hast unbewußt zugegeben, dass Die Sims eine spezielle Zielgruppe hat.
Und das Metaller meist ganz zarte Seelen sind, das sollte doch inzwischen Allgemeinwissen sein.

Pippi Langstrumpf? War das nicht dieser rassistische Kackscheiss mit einem König bestimmter People of Color?
(Welcher Volldepp war eigentlich der Meinung, dass PoC PC sei? Das sind Menschen, wieso muss ich denen ein Unterscheidungsmerkmal aufdrücken???)

Kajetan, du hast irgendwie Dibblo III mit Worten wie Charakter und Story genannt. Does not compute.
(Wobei Covetus Shen fand ich interessant...)
Bee_Maja
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Beitrag von Bee_Maja »

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Wulgaru
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Re: Assassin's Creed: Unity - Ohne spielbare weibliche Chara

Beitrag von Wulgaru »

Bee_Maja hat geschrieben: Und wie kann ich mir so einen alternativen, weiblichen Weg vorstellen? "Wenn ich meine Titten hoch schnalle und schön nett bin, werde ich einfach durchgelassen"? Auch etwas sexistisch, oder?
Wenn überhaupt dann höchstens das dir das als erstes Beispiel für nen weiblichen Weg einfällt. :wink:
Bee_Maja
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Beitrag von Bee_Maja »

8)
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TheLaughingMan
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Re: Assassin's Creed: Unity - Ohne spielbare weibliche Chara

Beitrag von TheLaughingMan »

Bee_Maja hat geschrieben: Könnte man aber warum muß man? Und wozu?
Subjektiv: Weil es interessanter ist. Objektiv: Erhöhter Wiederspielwert.
Bee_Maja hat geschrieben: Außerdem wiedersprichts du dir selbst. Ich dachte das Geschlecht spielt keine Rolle oder sollte es wenigstens nicht?
Beim Gameplay? Nicht zwinged. Bei der Story? Ja...wenn sie gut ist.
Bee_Maja hat geschrieben: Und wie kann ich mir so einen alternativen, weiblichen Weg vorstellen? "Wenn ich meine Titten hoch schnalle und schön nett bin, werde ich einfach durchgelassen"? Auch etwas sexistisch, oder?
Bestimmte Sachen wären z.B. die Entourage eines weiblichen Ziels bzw. Der Frau eines Ziels infiltrieren, das gleiche ginge auch mit einem Klosterorden nur für Frauen. Sex ist natürlich auch eine Option, sofern er nicht pubertär peinlich dargestellt wird.
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Lykaner77
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Re: Assassin's Creed: Unity - Ohne spielbare weibliche Chara

Beitrag von Lykaner77 »

Wulgaru hat geschrieben:
Lykaner77 hat geschrieben:Man fragt sich schon, wo das Problem liegt an einem rein männlichen oder rein weiblichen Hauptdarsteller? Ist in Büchern, Filmen, Serien und Hörspielen doch auch so.

Warum ist Pippi Langstrumpf kein Junge? Warum ist Harry Potter kein Mädchen? Warum ist Batman keine Frau? Und warum zum Teufel ist Benjamin Blümchen kein Mensch???

DISKRIMINIERUNG!!!
... oder man aktzeptiert einfach. dass es sich um Geschichten einer bestimmten Hauptfigur handelt, in einem bestimmten Alter, mit einer bestimmten Haarfarbe, Größe, Geschlecht und so weiter. Genau so gut kann man sich darüber echauffieren, dass Bibi Blocksberg blonde Haare hat. Was für eine "Diskriminierung" von Mädchen mit anderer Haarfarbe! :roll: Und warum ist die noch so jung und keine Oma? Rieche ich da etwa Altersdiskriminierung?
Vielleicht ist dir das bewusst, aber gerade dein Pippi Langstrumpf Beispiel ist deswegen für diese Diskussion so passend, weil das einer der ikonischen Figuren für die Gleichberechtigung in der Literatur ist. Zwar gab es schon vorher weibliche Romanfiguren, die man auch als sehr progressiv ansehen kann, aber Pippi ist die ultimative Rebellin die alle Konventionen bricht...und natürlich ein Mädchen...das war in den 40ern wirklich nicht so alltäglich.

Das wir das Problem in der Literatur heute nicht mehr wirklich haben, ist also auch nicht einfach selbstverständlich und das Ergebnis einer langen Reise die Jahrzehnte gedauert hat. In Videogames sind wir quasi am Anfang. Es gibt schon Figuren, aber im Vergleich sehr wenige und viele dieser wenigen wurden im Grunde mit Blick auf Männer kreiert. Berühmtestes Beispiel Lara Croft wo die Sexphantasie ja sogar ins Gameplay integriert ist.
Natürlich haben wir bereits eine lange Reise (ca. 200.000 Jahre) hinter uns und sicher auch noch einiges vor uns. Die Menschheit ist ein Fluss und kein Betonpfosten. Aber das sind Allgemeinplätze. Wenn mehr Mädchen/Frauen Computerspiele spielen (und sich vor allem in der Branche selbst als Programmierer engagieren statt nur zu Nörgeln und zu Fordern), werden nach und nach auch mehr Spiel auf sie ausgerichtet werden. Das ist die logische Folge und Teil des Flusses, der sich Marktwirtschaft nennt. Das es aktuell weniger Spiele für Frauen gibt, ist daher auch keine Diskriminierung (wie lächerlich dieses Wort so inflationär für alles und nichts zu gebrauchen!) sondern einfach die logische Zielgruppenausrichtung. Es zocken nun mal immer noch viel mehr Männer als Frauen und früher war der Unterschied noch viel größer. Auch was gezockt wird unterscheidet sich. Die Geschlechter sind nun mal verschieden und Männer geben eher Geld für ein Spiel aus als Frauen.
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Kajetan
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Re: Assassin's Creed: Unity - Ohne spielbare weibliche Chara

Beitrag von Kajetan »

Sir Richfield hat geschrieben:Kajetan, du hast irgendwie Dibblo III mit Worten wie Charakter und Story genannt. Does not compute.
Ja, so kann man das auch ausdrücken :)

Wobei ich, um zum Thema zurückzukommen, ein ultrasexistischer Spieler bin, weil ich vor allem bei Third-Person-View-Spielen nach Möglichkeit IMMER einen weiblichen Charakter spiele. Wenn ich schon einer Figur die ganze Zeit auf den Hintern starren darf, dann soll es wenigstens ein wohlgeformter Damenhintern sein.
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HeLL-YeAh
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Re: Assassin's Creed: Unity - Ohne spielbare weibliche Chara

Beitrag von HeLL-YeAh »

Keine Frau einbauen ? Sexistisch !!!

Na gut ... die ganzen zusätzlichen Animationen für Tampon wechseln, Nagel- und Haarpflege, Shopping , Stillen und so weiter ... würden sicher ein eigenes Studio beanspruchen. Und bevor man da nen unfertigen weiblichen Charakter einbaut , kann man auch gleuch drauf verzichten.

:cheer:

Ausserdem ist die Story maßgeschneidert auf die tollen Abenteuer von Arno und seinen Freunden.
Jurassic Parker
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Re: Assassin's Creed: Unity - Ohne spielbare weibliche Chara

Beitrag von Jurassic Parker »

Glaubt hier wirklich wer, dass die Coop-Charaktere auch nur im geringsten Einfluss auf die Story haben? Ich denke nicht.

Und das Animationen-Argument ist sowas von lächerlich, in Mass Effect hat BioWare für maleShep und femShep auch die selben Animationen genommen (außer natürlich in geschlechtsexklusiven Szenen), und gemerkt hats auch keiner.
Marobod
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Re: Assassin's Creed: Unity - Ohne spielbare weibliche Chara

Beitrag von Marobod »

Kajetan hat geschrieben:
Marobod hat geschrieben:Und doch wuerde jemand von der genderfraktion Kerrigans Weg dorthin wieder als das typische Rollenmodel einstufen. Immerhin war sie in einer ausweglosen Stuation und hat auf die Hilfe von gleich zwei maennlichen (Raynor und natuerlich Mengsk) protagonisten gehofft . Diese Situation hat doch erst ihren badasstouch ausgeloest --> Maenner
Nope. Kerrigan hat gelernt auf eigenem Creep, ähh, auf eigenen Füßen zu stehen. Sie brauchte nicht mehr die Hilfe anderer Männer.

Wenn man sich über Kerrigan beschweren möchte, dann bitte aus vollem Herzen und zu Recht über das Trauerspiel, welches man mit ihr in SC2 veranstaltet hat. "Jim, meine Liebe! Ich muss Dich rächen!!!"

*facepalm*

Wenn etwas am Charakter Kerrigan sexistisch war, dann diese dumme, hysterische Tusnelda im Dauer-PMS-Gehabe, zu der man sie in SC2 gemacht hat. Und wenn man sich anschaut, was für eine erbärmliche Leistung Story und Charakterisierungen bei Diablo 3 boten, muss man sich schon fragen, was für inkompetente Vollhonks bei Blizzard heuzutage beschäftigt sind.
Nun ich stimme Dir ja zu, ich sagte nur , daß dies Feministen immernoch so auslegen koennten.
Persoenlich hab ich aufgehoert mich mit SC2 zu beschaeftigen, als ich die kampagne von Wings of Liberty abschloß, da hab ich mich schon dermaßen mit dem Kopf im Tisch vergraben. Ich war leider nie der MP Spieler was Star Craft angeht, is irgndwie nur ein Speedrush :D
Sir Richfield hat geschrieben:
Marobod hat geschrieben:Ein Freund von mir , eine Statur von 2,03m , typischer metaller viel Bier und gegrunze etc, spielt natuerlich auch Daiblo und WoW oder Star Craft inbruenstig, ist nebenbei selber Metalmusiker, vertreibt sich seine Zeit aber auch gern mit einigen Sims 3 Sessions. Ich hab ihn nie fuer weniger maennlich als vorher gesehen.
Leider hast du damit nicht den Punkt gestützt, den du eigentlich wolltest, denn du hast unbewußt zugegeben, dass Die Sims eine spezielle Zielgruppe hat.
Und das Metaller meist ganz zarte Seelen sind, das sollte doch inzwischen Allgemeinwissen sein.

Pippi Langstrumpf? War das nicht dieser rassistische Kackscheiss mit einem König bestimmter People of Color?
(Welcher Volldepp war eigentlich der Meinung, dass PoC PC sei? Das sind Menschen, wieso muss ich denen ein Unterscheidungsmerkmal aufdrücken???)

Kajetan, du hast irgendwie Dibblo III mit Worten wie Charakter und Story genannt. Does not compute.
(Wobei Covetus Shen fand ich interessant...)
Nunja, das ist auch ein Klischee, eigentlich sind im Grunde alle menschen auf kuscheln aus :D bzw zartfuehlig.ich selbst kann mit Sims nichts anfangen , mag aber harvest moon, Yugi-oh oder pokemon (ich bin 30, wenn wir schon bei der Zielgruppe sind :D )
Zurueck zu meinem Kumpel, der zaehlt zu denen ,die im Bierrausch auch mal ziemlich heftig moshen (bis einer heult), er ist sicher nicht DER metaller, oder DER mann, ich will nur sagen, daß man sich schon von Schubladen oder Clichès verabschieden sollte. Zumindest tu ich das.
Ich hab schon vieles skuriles erlebt, unter anderem habe ich auf einem Uni-Bildungsfest eine junge ziemlich zierliche Dame gesehen , die sich urploetzlich auf den Tisch stellte und einen ihrer Fuerze anzunedete, das war großartig .

Ich bin dafuer Stereoype abzubauen, aber ich finde, wenn ein Autor der Meinung ist, seinen Protagonisten maennlich zu machen, dann ist das so, andersherum stoert mich das genauso wenig, wenn beides geht umso besser, da ich wie gesagt fast immer den weiblichen Char spiele (aesthetischer, nein nicht wegen der Freizuegigkeiten ;), Diablo 2 hab ich seltsamerweise lieber den Totenbeschwoerer gespielt,weil der cooler war).
Zu den Unterscheidungsmerkmalen, wir menschen neigen dazu Dinge zu bezeichnen und unterchiede zu erkennen, ich kann verschiedene Rottoene nicht mehr unterscheiden, aber es gibt scheinbar fuer alle einen Namen. Warum sagen wir Franzose? warum Deutsche (zumal diese Bezeichnungen ja eh nur kultureller natur und nichtmal genetisch sind), warum blond ,rot ,schwarz - haarig? Es spricht nichts dagegen alles zu unterscheiden, wichtiger ist eher die Frage wie geht man damit um? Man kann Franzose oder Deutscher auf verschiedene Weise aussprechen, mal klingt es wie Lob mal wie eine Beleidigung, wenn man eine betonung immer und immer wieder benutzt, setzt diese die damit verbundenen Eindruecke direkt auf das Wort ueber (warum ist das Wort Dreck eigentlich negativ konnotiert?Warum Scheiße oder Mist?Warum ist weiß in Europa und dem Rest der westlichen Welt ein Symbol fuer reinheit und andere Edle Dinge, in Afrika aber ein Symbol fuer Tod in China und Japan ,aber auch im sorbischen fuer Alter und Trauer?)
Zumindest renne ich diesbezueglich haeufig mit Fragezeichen durch die Welt, wieso bestimmte Dinge so sind wie sie sind.

Zum Thema, Ubisoft haette einfach die Schnauze halten sollen :D
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Sir Richfield
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Re: Assassin's Creed: Unity - Ohne spielbare weibliche Chara

Beitrag von Sir Richfield »

Marobod hat geschrieben:Zum Thema, Ubisoft haette einfach die Schnauze halten sollen :D
Ich wäre auch dafür, das Marketing im Allgemeinen einzustampfen. ;)

In diesem speziellen Fall, weibliche Multiplayer "skins", ist alles ein wenig arg hochtragend. Die Forderung danach ebenso wie die "Ausrede".

Grundsätzlich befürworte ich A) die Wahl und B) mehr weibliche Hauptrollen in Videospielen und zwar explizit nicht wegen des eyecandy.
Das geht gleich mal einher mit generell besserem Schreiben im Allgemeinen. Ich möchte in Zukunft ebensowenig einen Vollunfall wie Other M als auch die millionste gritty Space Marine "Story" erleben.

Finde schon schlimm genug, dass Wolfenstein von allen Franchises eine wenigstens interessante Geschichte in einem Shooter geliefert hat. (Nicht, dass die nicht ihre eigenen Probleme gehabt hätte, aber immerhin hat man sich mal angestrengt.)
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James Dean
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Re: Assassin's Creed: Unity - Ohne spielbare weibliche Chara

Beitrag von James Dean »

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SethSteiner
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Re: Assassin's Creed: Unity - Ohne spielbare weibliche Chara

Beitrag von SethSteiner »

nawarI hat geschrieben:Gibt es einen logischen Grund dafür? Natürlich! Die ganze Reihe ist vom Gameplay her danach ausgelegt, dass man einen Kerl spielt. Das ganze Spiel würde so wie es umgesetzt ist mit einer Frau nicht mehr funktionieren.
Das ist totaler nonsense. Das ganze Gameplay her ist völlig geschlechtsneutral. Rennen, springen, meucheln, was hat das mit Penis und Vagina zutun? Allgemein, welches Gameplay funktioniert eigentlich nicht mit einer Frau? Mir fällt kein Genre ein in dem es unglaubwürdig wäre. Selbst im Beatm'em Up Genre hinterfragt doch keiner Cammy, Chun-Li, Azuka Kasama oder Ivy. Selbst im allerbrutalsten Spiel, Mortal Kombat, nicht. Hier auf ein Mal funktioneirt es nicht? Das ist lächerlich.
Ein Assassin's Creed, bei dem man eine Frau spielt, müsste - wolle man es richtig machen - von Grund auf umgekrempelt werden. Viele Gameplay-Elemente würden sich ändern; die Erzähl-Struktur der Story und der Aufbau der Missionen müsste geändert werden. Natürlich kann das auch funktionieren und gewaltig viel Spaß machen.
Es wäre vor allem was anderes aber soviel muss man nicht verändern. Das schöne ist, man könnte hier Konflikte mit der Zeit aufzeigen, der Charakter hätte es tatsächlich mal nötig sich zu beweisen, insgesamt aber reden wir hier von einem Spiel mit Assassinen. Das ganze findet eh im Untergrund statt also egal welches Zeitalter, ist es ziemlich Wurst ob die Person nun männlich oder weiblich ist.
Jedoch: Prince of Persia hat sich besser verkauft und hat mehr Fortsetzungen. Wieso? Weil Kerle hat doch mehr Geld für SPiele ausgeben und somit die Hauptzielgruppe ist.(...)
Prince of Persia ist ein großer Name, Beyond Good & Evil war es nicht. Dazu kommt dass Beyond Good & Evil einen eigenwilligen Stil hatte. Ich habe nirgendwo irgendjemanden gelesen der sagte "Beyond Good & Evil? Boah ne da spielt eine Frau, das will ich nicht". Und selbst mit unterschwelliger Ablehnnug ist es nicht zu erklären, siehe Tomb Raider. Beyond Good & Evil hatte unterm Strich einfach nur pech, das ist alles. Weibliche Hauptrollen sind kein Risiko, das ist ein völlig wirres Gerücht.
Und Ellie muss ein Mädchen sein. Dazu gibt es zwei Gründe: Zum einen wird bei Mädchen sofort beidgeschlechtlich ein allgemeiner Beschützerinstinkt angesprochen. Zum anderen NERVEN KLEINE JUNGEN in Videospielen.
In Terminator ging es auch um einen Jungen, keinen hat es gestört und ob jemand stört oder nicht ist eine Frage der Schreibe. Ich halte es für einen Gerücht, Mädchen würden hier irgendwie mehr Beschützerinstinkt wecken, für den braucht es allgemein etwas mehr als einfach nur ein "Dieser Charakter ist wichtig, beschütz ihn!".
Und zu deiner Hoffnung: Ja, ich denke du bist dazwischen.
WolfBeast hat geschrieben:Letztendlich bringt es aber nicht sich darüber aufzuregen oder gar über "Sexismus" zu reden. Sexismus ist etwas anderes als "Rolemodels". Was erwartet ihr denn? Geld bringt das was diesen Normen, Stereotypen und Rolemodels entspricht und produziert wird das was Geld bringt.
Klar bringt es etwas sich darüber aufzuregen oder es zu diskutieren. Das ist Feedback und darauf wird reagiert, denn das ist ein Gesetz der Marktwirtschaft. Es wäre idiotisch nicht darüber zu sprechen, denn dann würde es gar keine Entwicklung geben. Zu Mal ja die Geschichte bei der Identifikation auch für Frauen gilt und wenn man gar nichts ändert, dann wäre das ziemlich idiotisch für die Industrie, denn sie verdient weniger Geld als sie könnte. Und doch, Rolemodels sind Sexismus. Genauso wie Stereotype, das muss nicht zwingend sein aber ist gefährlich dicht dran. Man ersetze nur die ganze Thematik und tausche sie mit Schwarzen aus. Rassismus wird deutlich leichter als Sexismus erkannt.
Ich finde es allerdings echt affig sich hier über "Sexismus" und "künstlerische Freiheit" aufzuregen.
1. Künstlerische Freiheit muss der "Schaffenden" Person der Narration die Freiheit lassen sich das Geschlecht auszusuchen, die Hautfarbe, etc.
2. Bei großen "geldbringenden" Produkten wird häufig eben weniger wert auf Kunst gelegt, als auf Kohle.
Das ist auch der Grund, warum man bei Indie-Produktionen häufiger aus diesen "Rolemodels" hinaus fällt.
Ich finde die Aufregung bei künstlerischer Freiheit auch sehr affig. Sexismus weniger aber wie gesagt, man darf es nicht Schwarz-Weiß und so radikal betrachten, auch wenn es schwierig ist. Nur das was hier passiert, darauf immer mit künstlerischer Freiheit zu antworten ist lame. Wie du sagst, wie haben es mit einer Industrie zutun, klar bin ich trotzdem der Meinung es ist Kunst aber das ist nicht Vergleichbar mit Autoren oder Malern. Also ja, schon das ist echt affig und dazu kommt, es verlangt ja gar keiner, dass jetzt was gemacht werden müsste. Es wird einfach nur gesagt, dass man es halt scheiße findet oder nicht gut oder sich etwas anderes wünscht. Wirklich nix worüber man sich aufregen muss.
@SethSteiner: Es ist schlichtweg lächerlich bei der Lösung von bestimmten "Gender-Rolemodels" bei Videospielen anzufangen, denn diese sind nur das Ende der Gedanken- Kette; das Produkt.
Aber genau das sagt doch eben gar keiner. Man soll nicht da anfangen. Man hat ja schon lange an allen möglichen Ecken angefangen, die Medien erhalten einfach nur weiteres Feedback. Es ist ja nicht so als gäbe es eine Liste oder wäre so eine Liste sinnvoll, die man dann langsam abarbeitet. Stattdessen passiert vieles gleichzeitig, wurde schon gemacht oder wird noch. Auch ist eine Änderung an einem Punkt, wie ich auch geasgt habe, völlig unbedeutend. Es ist ein sehr langer Prozess und diese Diskussionen sind einfach nur ein Teil davon, genauso wie dann einzelne Entwickler die bewusst andere Entscheidungen fällen als andere. Und manchmal tun auch ganz große Firmen etwas völlig unerwartetes. Und ja, die frühe Sozialisierung ist entscheidend aber auch dort wird kritisiert und kommt es zum Glück zu Änderungen.

Und jetzt will ich meine Kartoffel.^^