China: Kampf gegen Spielesucht

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Black_Hand
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Beitrag von Black_Hand »

Bei Ländern wie China, deren technsicher stand eine so rasante Wende genommen hat, ist es nicht verwunderlich das solche Medien zu Problemen führen. Ihnen fehlt einfach die "Medien-erziehung/kompetenz" die wir uns über einen langen Zeitraum angeeignet haben.

Seht es wie eine neue Droge die leicht zu beschaafen ist, und jeder sich leisten kann. Da ist es klar das das ganze kein gutes Ende nehmen kann.


Soweit ich weis ist es in China noch schwerer seine "Persönlichkeit" auszuleben, man muss einfach in das System passen um jemand zu sein.
Das ganze ist ein enormer Druck, und so ein MMORPG ist da das ideale Fluchtmittel wo man sich ausleben kann.

Man entwickelt quasi eine 2. Persönlichkeit die man immer weiter ausbaut, bis diese beiden verschmelzen und die "reale" immer mehr in den hintergrund gerät.
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MaSerDM
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Beitrag von MaSerDM »

@gracjanski

ich will nicht so dumm sein wie die und ich bin auch nicht so dumm
die eine aussage habe ich zurück genommen weil sie einfach zu allgemein gefasst war und zu extrem war

und auf die menge der bewohner eines staates kommt es doch gar nicht an
es kommt drauf an dass es passiert



PS:ich habe gar nichst wie in der BIld dargestellt ich habe nur fakten gesagt.
Calberix
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Beitrag von Calberix »

Bei Ländern wie China, deren technsicher stand eine so rasante Wende genommen hat, ist es nicht verwunderlich das solche Medien zu Problemen führen. Ihnen fehlt einfach die "Medien-erziehung/kompetenz" die wir uns über einen langen Zeitraum angeeignet haben.
Absoluter Schwachsinn, sorry, denn sowohl in China, als auch in Deutschland ist so gut wie keine Medienerziehung vorhanden, da in beiden Fällen diese Thematik viel zu neu ist, um darauf in pädagogischer Weise reagieren zu können. Im Gegenteil, in Deutschland erleben wir eine absolute Legitimation der Kinderzimmer-TVs und Internet 4 Kids, mit allen Schwierigkeiten, die damit verbunden sind. Eltern geben ihren Kindern kein Methylphenidat mehr, nein, sie machen den Flimmerkasten an und bitten ihr Kind davor, wo es mit halboffenem Mund der verbildlichten Dummheit entgegen glotzt. Allein das Fernsehprogramm von RTL hat einen "Verblödungsfaktor", der weit über allen gesunden Vorstellungen von Unterhaltung hinaus wuchert.
In China mag das selbe Problem bekannt sein, jedoch liegt der Unterschied darin, dass die Behörden tatsächlich reagieren, was in Deutschland niemals der Fall sein würde, ehe nicht der Wahlkampf beginnt und so etwas zum Thema auserkoren wird, oder aber der Populismus damit seinen Schatten jagt. In China lebt der Großteil der Bevölkerung in einfachsten Verhältnissen, die Wenigen (gemessen am Bevölkerungsanteil), die sich die Technik UND die Zeit leisten können, einer Spiel/Mediensucht nachzugehen, gehören einer relativ wohlhabenden Bevölkerungsschicht an und sind damit sehr wohl gebildet und auch einigermaßen informiert. Das der Leistungsdruck und die erschwerte Individualisierung in China eine Realitätsflucht begünstigen, muss nicht bestritten werden, aber dafür haben wir in Deutschland so gut wie alle Haushalte mit den potentiellen „Suchtmitteln“ (Fernseher, Internet, Spiele-PCs/Konsolen) ausgestattet, damit ist die Gefahr in Deutschland nicht geringer sondern vom Potential her vielleicht sogar als höher zu bewerten!
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gracjanski
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Beitrag von gracjanski »

es gibt deswegen so viele China goldfarmer, weil sie damit ihr Lebensunterhalt verdienen. Damit kriegen die nämlich weit mehr geld als auf "normalen" wege.
DeezeE
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Beitrag von DeezeE »

@ gracjanski
Und wie is die Reihenfolge? Oder was war zuerst?
Der provokante hier geborene nichtdeutsche der hinterher schreit nazi oder der falsche freundeskreis mit fluktuierender grüppchenbildung in dem jeder über jeden stänkert welcher einen zu dem veranlasst sich mehr und mehr mit online-games sich zu befassen? Und bist du erstma auf der suche nach neuen bekanntschaften wird es schwer sich in einer eingefleischten gruppe zu behaupten, in den meißten fällen ist es so das bei 3 mann einer bei ist der dich nich leiden kann. Da kommen so sachen wie der is scharf auf meine alte , der hat gesagt usw. Und da die meißten alle so freizeitpsychologen sind, denkt jeder ich hab ihn durchschaut und interpretieren die meißten aussagen vollig falsch, wobei einige dinge aus eigennutz und persönlicher interessen absichtlich verdreht werden weil man sich angepisst fühlt. Geht schon ein wenig zu weit meine ausführung und leicht vom thema ab aber is so.

Back to topic: 5 stunden limit sollten reichen...isn faires maß.
Anders als bei ego-shootern vergeht einem bei so langatmigen games nicht so schnell die lust und man kann ja noch eben den nächsten quest o.ä erledigen der sich dann wieder in die länge zieht. Das problem ist ja auch wenn du dich nicht in das spiel vertiefst und nur so nebenbei zockst vergisst man schnell was man am vortag gemacht hat oder vorhatte und muss jedesmal neu ansetzen. Das ist in meinen augen der Faktor welcher die gamer so in den bann zieht.

Es ist halt so wie mit allen (neuen) dingen die erstmal laufen, zunehmend zuwachs bekommen und dann hinterfragt werden weil sie gesellschaftliche änderungen herbeiführen.
johndoe-freename-109624
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Beitrag von johndoe-freename-109624 »

ich gebe ein fuck auf china.

Ich meine jetzt nicht das Volk an sich sondern die Regierung...bevor die sich mit einem Problem wie Spiel sucht beschäftigen, sollten die mal lieber Ihre Gesetzte stark ändern bzw. die durchführung und auslegung von "treuen Staatsdienern".

ist ja alles schön und gut, dass sie das problem bekämpfen wollen...aber dan sollen sie nicht aspekte wie die abdriftung in die Kriminalität anführen.

Den daran ist die Regierung selbst schuld. Wen ca. 140 milionen die Dörfer verlassen müssen um als Wanderarbeiter 12std./tag für umgerechnet 40 €/Monat zu arbeiten was übrigens Iligal ist um ihre Familien zu ernähren, Menschen in Fabricken an Erschöpfung sterben weil sie 24std. sichten hinter sich haben. sollte die sich net Wundern das leute Kriminäl werden.

Was mich auch nervt ist das länder wie Deutschland und Frankreich den Chinesen in den arsch kriechen. Dabei geht es um die Frage, ob und in welcher Form die Menschenrechtsverletzungen angesprochen werden sollen. Dabei werden größte Widersprüche seitens der europäischen Außenpolitik hingenommen, um beispielsweise Geschäfte in China zu sichern. So konnte der französische Präsident Jacques Chirac einen Vertrag über den Verkauf von Airbus-Flugzeugen in China abschließen, woraufhin ein chinesischer Vertreter verkündete, dass der Vertrag nur deswegen zustande gekommen sei, weil Frankreich und Deutschland China in der Menschenrechtsfrage „entgegengekommen“ seien. Deutschland hatte nämlich in demselben Jahr auf der 58. UN-Menschenrechtskommission keine Resolution gegen China eingebracht, wie es die USA, die damals nicht teilnehmen durften, üblicherweise getan hatten.

Ferner wurde von der rot-grünen Regierung eine U-Boot-Lieferung an Taiwan mit der Begründung, dass man keine Waffen in Krisengebiete liefere, unterbunden. Im Gegensatz dazu hat Bundeskanzler Schröder aber Ende des Jahres 2003 der Volksrepublik China Unterstützung für die Aufhebung des EU-Waffenembargos zugesagt, obwohl China keine zwei Wochen zuvor Taiwan mit einer Invasion drohte. Das EU-Waffenembargo wurde nach dem Tian'anmen-Massaker gegen China verhängt.

hat zwar kaum was mit dem Thema zutun aber ist ne kleine Hintergrund info zu China....

btw. Organisationen wie amnesty international geben an, dass im Jahre 2004 mindestens 3400 Menschen hingerichtet wurden und 6000 Todesstrafen verhängt wurden. Die Dunkelziffer sei jedoch bedeutend höher, so wurden im März 2004 Aussagen von Chen Zhonglin, einem Abgeordneten des nationalen Volkskongresses und Direktor des Rechtsinstituts der Universität Chongqing, publik, wonach jährlich etwa 10.000 Menschen hingerichtet würden. Alle Todesurteile müssen von Gerichten auf Provinzebene bestätigt werden. Sie werden danach in der Regel sofort vollstreckt, wozu in ein paar Provinzen (zum Beispiel in Yunnan) spezielle Exekutionsbusse mit Giftspritzen eingeführt wurden.

Die Chinesen sollten sich merken das es rule of law und net rule by law heißt
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Cardinals
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Beitrag von Cardinals »

Kinder, keine Angst sowas würde es in Europa in den nächsten 100 Jahren nie geben. Aber, es löst nicht das Problem, warum eine Regierung findet eine solche Regelung wäre nötig.

Vorher wurde das Rollenspiel als potenzielles Suchtmittel genannt, da es eine Welt vorgaukelt und Quests auf Quests folgen. Dem stimme ich zu, aber ich denke ein viel grösseres Mass von Verdummung geht von Spielen wie CounterStrike aus, wo das Niveau der Unterhaltung unter aller Sau ist und oft aus langeweile irgendwelche 14 Jährigen einfach mal ihre "Teammitglieder" abknallen. Ein Erwachsener sollte fähig sein einen Trennungsstrich zu ziehen - aber ein Kind glaubt mit der Zeit das diese Art von Kommunikation normal ist und man Probleme Grundlegend mit Gewalt lösen muss.

Früher war es so das die Familie bzw. Sippe "schwarze" Schafe aufgefangen hat und sie wenn nötig zurecht wies. Heutzutage leben wir die Mentalität der Eigenverwirklichung wo alle Leute in ihren Wohnungen hocken und ihr Leben leben - hab ich ja nix dagegen - aber in so einem Umfeld werden Probleme wie Spielesucht oder Fernsehsucht nicht aufgefangen. Wenn das Kind gamet ist es wenigstens ruhig - und die USK-Kennzeichnung ist ja total überwertet - was machen solche Spiele schon aus? Ich kann mir gut vorstellen, dass ein Kind welches jeden Tag nur genau eine Stunde ein Über-18-Spiel spielt keinen Relatitäsverlust erleidet und das Spiel als Unterhaltung aber nicht als Lehrbuch ansieht. In etwa so wie wenn ein Kind einen Teil von SAW oder so sehen würde. Sobald der Konsum jedoch ein gewisses Mass übersteigt und das Gewehr, der Charakter, die nächste Instanz das einzige sind mit dem man sich noch unterhalten kann wird es sehr schwierig.

Solche Regelungen wie in China find ich nicht fair - aber sind einfach dann nötig wenn Eltern nicht mehr Herr über ihre eigenen Kinder sind.
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Max Headroom
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Sucht ? Sucht ! ... sucht den Täter !

Beitrag von Max Headroom »

@Calberix:
Es muss eine Spielzeit-Begrenzung her, das allein kann die Suchproblematik zumindest ein bisschen abschwächen! (..)
Die Idee finde ich fantastisch, auch wenn hier und da teilw. unschuldige eingeschränkt werden könnten. Allerdings sind 4h pro Tag nun wirklich mehr als genug für EIN RollenSPIEL. Wer wirklich verrückt nach EXP-Werten sein sollte, der kann sich ja immer noch 4 versch. Rollenspiele kaufen und sich somit 16h reines raufkloppen und Lvl-Ups leisten. Doch ich bezweifle, dass ein WoW-Süchtiger sich "freiwillig" mit 3 anderen RPGs abgibt. So *sehr* wird er wohl kaum aus der langweiligen Welt flüchten wollen ;)
(Spiel)Sucht ist eine Krankheit, in unserer Gesellschaft ist es üblich, erkrankte Menschen zu "heilen", manchmal auch gegen ihren Willen.
Ja... SUCHT ist eine Krankheit. Doch vorsicht... nicht WoW oder Webzen ist die Krankheit, sondern der übermäßige verzehr des Titels ! Es ist ja nicht der Hamburger oder McDonalds, die die Sucht darstellen, sondern die Person, die sich die Dinger 24/7 einwürgt. Und trotz der "Leibhaftigkeit" der US-Kinder ist ein Gesetz noch nicht in Sicht, bei der die Burgerverkäufer erstmal den Ausweis zu Gesicht bekommen sollen, damit sie den Burger rausrücken.

Es ist eine reine Präemtivmaßnahme um *mögliche* zukünftige Suchtkranke zu verhindern. IMHO eine gute. China ist groß... *sehr* groß. Und bei *der* Menge an Spielern, die *wirklich* übermäßig lange spielen, ist die Gefahr einer Vernachläßigung "alltäglicher normaler Aktionen" wie Essen und Schlafen ebenfalls groß geraten. Und wenn ein herranwachsender Kiddie nach 5 Stunden immer noch auf den XP-Balken schielt, soll er sich doch in den Ar** beißen. Zumindest kann er sein RPG als Chatprogramm weiternutzen... ein Chat mit einer hübschen grafischen Oberfläche ;)
(..)denn sowohl in China, als auch in Deutschland ist so gut wie keine Medienerziehung vorhanden(..)
Wie wahr... Dein Absatz in Gottes Ohr :)
Allein das Fernsehprogramm von RTL hat einen "Verblödungsfaktor", der weit über allen gesunden Vorstellungen von Unterhaltung hinaus wuchert(..)
Nur weil "Die Supernanny" eine erziehungspolitische Kritik darstellt ? ...darstellen könnt.. dargestellt wur....ähh.... eine vollkommen überflüssige Sendung *ist* ? ;)
Es ist schön, dass man im TV die "Freiheit" besitzt, sich *seine* Lieblingssendung aus dem TV-Programm auswählen zu dürfen, doch es ist tatsächlich kein Ersatz für das Leben, da hast Du vollkommen recht ! Das TV ist und bleibt ein Unterhaltungsgerät. Es kann, darf und sollte nicht sein, dass "Eltern" sich eine Bildröhre zulegen, um ihr kleines zu "besänftigen". Wenn die Kiddies sich dann mit Klingeltönen und Proletentalkschows zudröhnen, darf man sich nicht über die Umgangsformen in der Gesellschaft wundern... und den Schuldenberg der Kids. Musiksender sind schon seit längerem keine Musiksender mehr, sondern nur Transportmedium für Mobilfunkgeräte. Und Kindersendungen dienen ebenfalls zumeist dem Verkauf der Merchandising-Produkte derselben Hersteller. Beziehen wir dies mal auf Rollenspiele in China, dann dient das Rollenspiel in China ebenfalls als Transportmedium für die zwischenmenschl. Beziehung. IMHO eine wohltuende Erweiterung der tatsächlichen arbeitsbetonten und politisch stark ausgeprägten Welt, aber ungesund, wenn in zu großen Portionen geschluckt wird. Nicht weil es eine Gefahr für das politische System seien könnte, sondern weil schlicht und einfach nur der Geist auf reisen geht, nicht der Körper. Und owohl "BloodsuckerCHZ92" im Spiel sich gut ernährt und sich täglich mit XP-Kämpfen fit hällt, wird die Person dahinter von XP-Punkt zu XP-Punkt schwächer. Also ist eine XP-Bremse eine IMHO gute Möglichkeit. Ein erster Schritt, und ein guter dazu :P

@senfmehl:
Mich verwundert viel mehr mit welcher Sicherheit manche Leute hier Äusserungen über China von sich geben.(..)
Wart ihr schonmal in China,(..) Das bezweifle ich doch stark. Also solltet ihr euch mit solchen Äusserungen wie der Kritik am Verhalten anderer zurückhalten.(..)
Kurze frage... weshalb regst du dich denn *sooo* auf ? Hat man auf deinem Schlips getreten ? Oder bist du einfach mit dem falschen Fuß aufgestanden ? ;)
Nur zu information... es *ist* Tatsache, dass in China und vor allem auch in (Süd-)Korea, sich nicht wenige Spieler soweit in das Spiel vertiefen, dass der Körper schlappmacht. Da gibt es nichts zu rütteln, das *ist* Tatsache. Klar, auch hier im Westen gibt es den einen oder anderen Fall, doch MMORPGs sind dort im fernen Osten weitaus beliebter als hier, und deshalb sind auch die Ausfälle dort weitaus öfters in den Medien als hier. Und ja, das hat auch was mit der Kultur zu tun. Und nochmals ja, ich habe ebenfalls ein wenig (pers. und berufliches) Interesse an der Geschichte gezeigt ;)

@(ohne Name):
(..)Die Chinesen sollten sich merken das es rule of law und net rule by law heißt
Warum denn so anonym ? ;)
Ich gebe dir recht... was menschenrechtsmäßig in China abgeht, widerpricht unserem Ideal vollkommen. Doch es ist und bleibt ein anderes Land. Ein eigenständiges Land. Es ist kein Teil Deutschlands, kein Teil Europas und kein Teil Amerikas. Wenn chinesische Geschäftsmänner ihre Produkte hier verkaufen wollen, dann müssen sie sich an unser Geschäftsgesetzt halten. Das gilt auch andersrum. Und das war's auch. Wir haben nicht das recht ihnen vorzuschreiben, wer und wann wie bestraft werden muss. Das ist immer noch Programm der Landes selber. Allerdings darf sich dann das Land nicht wundern, wenn sie dann von "Westlern" aufgrund ihrer Politik schräg angeguckt werden.
Aber... wenn ein Hersteller ein RPG auf dem Markt bringt, dann hat er sicherlich nicht die Giftspritze mitgekauft. Er hat weder ein persönliches Exekutionskommando im Keller noch hat er hobbymäßig ein paar politische Gegner im Hauskeller eingesperrt. Und wenn jemand (in diesem Falle per Gesetz) die Menschen vor übermäßigem und körperschädigendem Konsum schützen möchte, dann *kann* man dies begrüßen... oder verfluchen. Mit 5 Stunden am Tag ist aber ein guter Kompromiss gefunden. Es geht nicht darum, dass der Mensch nach 5 Stunden am Tag von der Polizei in ein Arbeiterlager abtransportiert wird, sondern nur, dass dann einfach die XPs ausbleiben. Einer der Motivationspunkte der Suchtkranken. Man will das Chatten nicht verhindern, man begrenzt auch nicht die Spielgeschwindigkeit oder die Freiheit der Produktwahl beim Kauf... man bremst nur die XP-Freaks nach 5 Stunden (!) ab.

Wir distanzieren wir uns ein bisschen vom eigentlichem Topic, wenn wir über politischen Führungsmethoden reden... ;)

@Pascal Wiederkehr:
(..)ich denke ein viel grösseres Mass von Verdummung geht von Spielen wie CounterStrike aus, wo das Niveau der Unterhaltung unter aller Sau ist und oft aus langeweile irgendwelche 14 Jährigen einfach mal ihre "Teammitglieder" abknallen.
Auch Counter-Strike hat ein Ziel. Und wer sich gegen das Ziel stellt, wird bestraft. Wenn ein Team einen Spieler hat, der munter fröhlich seine Kammeraden über den Jordan schickt, dann wird der "kick" Befehl wirksam. Der Spieler merkt, dass das Team sich das nicht gefallen lässt. Manche Serverbots machen dies automatisch. Auf manchen Server kann man sowieso keine eigene Teammember "beschädigen". Z.Bsp. ist bei "meinem" Game C&C:Renegade in 99,999% keine solche realitätsnähe drinne. Dort kann man fröhlich mit dem Panzer seine Bodentruppe beschiessen. Kids finden es lustig, aber es bringt absolut gar nichts. Weder bekommst du Geld für das anfahren eines Teammitgliedes, noch erhöhen sich deine Gesucndheitspunkte, wenn du mit einer Bazooka deinen Sniper im Team anballerst. Eher ist der Fall, dass dich das Team rügt und danach komplett kickt. Ich sehe hierbei keine Gefahr, dass der Spieler eine solche "Taktik" in der realen Welt nachleben möchte.
(..)aber ein Kind glaubt mit der Zeit das diese Art von Kommunikation normal ist und man Probleme Grundlegend mit Gewalt lösen muss.
Wo kommuniziert man in einem (Team-)Shooter ? Habe ich da was falsch verstanden ? ;) In Gears of War MUSS geballert werden. Es ist KRIEG mit den Aliens angesagt. In Call of Duty wird ebenfalls gemordet und getötet. Es ist der zweite Weltkrieg ! "Gefährlich" - absichtlich in Anführungszeichen gesetzt - wird es eher in "Grand Theft Auto", wo man sich ein LKW schnappen kann und ihn munter durch die Fußgänger manövrieren kann. Die Betonung liegt auf "kann", denn ob man dies bezüglich der Spielemechanik auch darf, das steht auf einem anderen Blatt. Man wird mit Punktabzug bzw. "Sternenaufschlag" bestraft und man kann sich schnell auf den Besuch der Polizei, FBI und Militärs freuen, die einem sicherlich nicht mit offenen Armen begrüßen wird.
Von "Kommunikation" ist weder in GTA noch in CS was zu sehen. Beide Spiele grenzen sich von der Realität ab... ;)
Ich kann mir gut vorstellen, dass ein Kind welches jeden Tag nur genau eine Stunde ein Über-18-Spiel spielt keinen Relatitäsverlust erleidet und das Spiel als Unterhaltung aber nicht als Lehrbuch ansieht.
Ein Kind ("Unter-18") DARF KEIN Über-18 Titel spielen. Dafür müssen die Eltern sorgen. Die USK-Plakette dient nur zur Orientierungshilfe für die Eltern.

Und ...ganz wichtig... Spiele sind KEINE Lehrbücher... erst recht keine Über-18 Spiele. Ein "Call of Duty" oder "Medal of Honor" sind, obwohl sie im WW2-Szenario Spielen, KEINE WW2-Dokumentationen (!!!!), genausowenig wie die Indiana Jones Serie eine ist ;).
Spiele sind Unterhaltungsmedien. Sie dienen der (interaktiven) Unterhaltung, wie ein gutes Buch, ein guter Film oder Musik im Radio. Spiele können (!) eine politische Nachricht übertragen, aber auch einfach sinnloses geballer. Im Falle von MMORPGs, CS oder CoD/MoH nehme ich mal sehr stark an, dass der Unterhaltungsfaktor hier sehr hoch ist. ;)
In etwa so wie wenn ein Kind einen Teil von SAW oder so sehen würde.
Ein Kind kommt NICHT an Saw (1-3) ran. Er kommt nicht in das Kino und er kommt nicht an die DVD... zumindest nicht an einer ungeschnittenen Fassung ;). Und kaufen kann er solch einen Titel ebenfalls nicht, da die USK-Plakette sowas verbietet. Wer hat hier versagt ? Dieses schwaches Glied in der Kette gehört dann bestraft. Entweder der Verkäufer an der Theke, der den Titel aufgrund mangelnder Kontrolle trotzdem in die Hände des Kindes legt, oder die Eltern, die den unkontrollierten Konsum ihrer Kids wahrlich fördern.
Und vorsicht: auch die Saw-Serie dient der Unterhaltung. Sie ist kein Lehrstück und keine politische Dokumentation ;)
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Cardinals
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Beitrag von Cardinals »

Ich weiss schon das Spiele und Filme zur Unterhaltung dienen (die meisten) und trotzdem leben in meinem Keller angekettet ein paar Menschen die ich per Kamera Filme.

Trotzdem ist ein Unterhaltungsmedium ein Lehrbuch wenn ander Lehrbücher wie Erziehung und Schule fehlen oder die zuständigen Personen ihre Arbeit nicht ernstnehmen.

Ach ja zu ein Kind kommt nich an SAW rann:
Diese Woche kams erst wieder im TV, da bringt auch: "Die folgende Sendung ist für Personen unter 18 Jahren nicht geeignet" nichts.
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gracjanski
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Re: Sucht ? Sucht ! ... sucht den Täter !

Beitrag von gracjanski »

Max_Headroom hat geschrieben:nix zitatswürdiges
wie kann man nur so gut wenig Inhalt mit so vielen Wörtern aufblähen? Du bist nicht zufälig politisch irgendwo tätig? Also so viel langweiliges Gesülze, das gibts nicht. In wenigen Sätzen kann man auch seine Meinung unterbringen.