John Carmack grübelt über Grafikwahn

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johndoe-freename-94897
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Beitrag von johndoe-freename-94897 »

Kajetan hat geschrieben:
andreasg hat geschrieben:Was ist ein ID Spiel?
Fette Grafik, simples Ballern, ein ausgeprägter Sinn für das Makabere. Das war es.
Vielleicht hat Carmack ja gerade DESWEGEN erkannt, dass das ewige Herumreiten auf Graphik nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann? ;)

Nein, Carmack hat mit dem Spiel (!) "Doom 3" nichts zu tun. Das Spiel "Doom 3" hat Tom Willits verbrochen. Carmack hatte ja schon während der Entwicklung gesagt, dass er nach D3 lieber kleine, weniger komplexe und aufwendige Techniken für zB. Handy-Spiele entwickeln möchte.
Deshalb falle ich auf Carmacks Aussagen auch nicht rein.
Ich sehe es eher als Anzeichen, dass man technisch eventuell nicht mehr mithalten kann.
Entschuldige bitte, aber kannst Du Dein ID-Bashing mal weglassen? An den Aussagen Carmacks gibt es nichts, worauf man reinfallen könnte, da sie sehr allgemein gehalten sind und Gültigkeit nicht nur für ID-Spiele haben.
Carmack hat mit Doom 3 nichts zu tun, aha, deshalb steht er auch bei den Credits mit drin. Deshalb ist er auch in der geheimen PDA Message kurz vor dem letzten Endgegner vertreten. Oh Oh Oh...
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Spunior
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Beitrag von Spunior »

Carmack hat mit Doom 3 nichts zu tun, aha, deshalb steht er auch bei den Credits mit drin.
Und als was steht er drin? Als Technical Director. Der hat mit dem Spieledesign ungefähr soviel zu tun wie der Praktikant, der den Kaffee macht.
andreasg
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Beitrag von andreasg »

Als ob wir wissen würden, wer bei ID die Entscheidungen trifft was entwickelt wird.
Ist mir egal ob das Hollenshead, Carmack oder Willits ist. Wahrscheinlich alle 3 seit Romero und Hall weg sind.

Carmack spricht hier ob er es will oder nicht für ID, also bitte keine Spitzfindigkeiten wie "der ist bloß Programmierer und weiß nicht was ID für Spiele macht.":wink:

Für ID Software gilt: Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen. Letzden Endes wird sich zeigen was IDs neues Spiel an Gameplay liefert, wenn es denn mal erscheint oder wenigstens mal vorgestellt wird.
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Spunior
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Beitrag von Spunior »

Carmack spricht hier ob er es will oder nicht für ID
Tut er nicht - das Interview ist mit dem 'Menschen' Carmack geführt worden und steht nicht im Licht seiner Tätigkeit für id. Es geht ja auch um Orcs & Elves, an dem er mitgewirkt hat, welches nicht von id stammt. Außerdem sprechen sie auch über seine Teilnahme am X-Prize-Wettbewerb. Der schon mal gar nichts mehr mit Spielen zu tun hat. Manche Leute sollen ja tatsächlich so etwas wie eine eigene Meinung entwickeln können.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

andreasg hat geschrieben:Als ob wir wissen würden, wer bei ID die Entscheidungen trifft was entwickelt wird.
Schau in die Credits. Da steht drin, wer für was verantwortlich ist.
Ist mir egal ob das Hollenshead, Carmack oder Willits ist. Wahrscheinlich alle 3 seit Romero und Hall weg sind.
Dass Dir das egal ist, sieht man an Deinen, in diesem Zusammenhang von keinerlei Fachkenntnis getrübten Äusserungen ;)
Carmack spricht hier ob er es will oder nicht für ID,
Ach, und wie er wann für was sprechen soll, darüber hast Du zu entscheiden?
Für ID Software gilt: Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen. Letzden Endes wird sich zeigen was IDs neues Spiel an Gameplay liefert, wenn es denn mal erscheint oder wenigstens mal vorgestellt wird.
Das trifft für ID zu. Nicht jedoch für das, was Carmack an allgemeingültigen Dingen gesagt hat. Kannst oder willst Du nicht die Person John Carmack und seine persönliche Meinung von den Spielen trennen, für die er NUR das TECHNISCHE Grundgerüst bereitgestellt hat?

Dann dann wäre Carmack ja auch verantwortlich für jedes Spiel, in dem seine Routinen stecken, oder nicht?

Am besten liest Du Dir nochmal das Interview genau durch. Denn dann wirst Du feststellen, dass hier nicht die Firma ID spricht, sondern John Carmack als Privatperson über ganz allgemeine Dinge.
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Clint
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Beitrag von Clint »

Pesttod hat geschrieben: "Ich brauche keine ultrarealistische Grafik, die Spielmechanik ist wichtig."

Das ich nicht lache, alle alten Spiele sind so dermassen simpel gestrickt. Das beweisen schon alleine die Eingabemoeglichkeiten auf einem Controller. Immer mehr Knoepfe kamen mit den Jahren hinzu. Und PC Spiele waren genauso simpel aufgebaut, also erzahlt bitte keinen Unsinn. Es gab keine Physik, es gab fette Clippingfehler und niedrig aufgeloeste Matschtexturen.

Frueher war 3D Grafik eher mistig und es hat Spass gemacht, das war bei 2D Spielen auch nicht anders. Es war eher so, dass man bereits tolle Ideen bei schlechter Technik verbraten hat, die heute fehlen.
Da kann ich doch nur lachen. Ich kann nur immer wieder das Beispiel "Ultima 6 oder 7" bringen. Wenn ich das mit Oblivion vergleiche, dann hat Oblivion die simplere Spielwelt. Da kann ich doch eigentlich auch nur die Sachen physikalisch halbwegs korrekt im Level rumwerfen, um das einzige wirkliche neue Feature in der Simulation zu nennen.

Und genauso ist es in jedem aktuellen Spiel, das ich kenne. Da hat sich spielerisch in den letzten 10 Jahren NULL getan. Selbst C&C3, das mir ja auch gefällt, spielt sich nicht viel anders als Dune 2 im Jahre 1992. Ok, man kann mehr Einheiten auswählen. :)


Was ich damit sagen will: Ich will endlich mal eine schön simulierte Spielwelt in der sich Sachen ändern und in der sich Dinge beeinflussen lassen.

Beispiel Titan Quest: Das ist nicht mehr als Diablo 1 mit besserer Grafik und anderem Setting... das kanns doch nicht sein, dass sowas dann auch noch gute Kritiken bekommt. Dann loben viele die tolle Spielwelt. Ja ganz toll, ab und zu steht da ein Questgeber rum, der mir maximal noch die Belohnung für die erledigte Quest gibt. Ansonsten gibt es NULL Interaktion. Noch dazu stehen die Typen in der äußerst statischen Umgebung rum. Das kann doch heutzutage keiner mehr gut finden oder?
johndoe-freename-94897
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Beitrag von johndoe-freename-94897 »

Spunior hat geschrieben:
Carmack hat mit Doom 3 nichts zu tun, aha, deshalb steht er auch bei den Credits mit drin.
Und als was steht er drin? Als Technical Director. Der hat mit dem Spieledesign ungefähr soviel zu tun wie der Praktikant, der den Kaffee macht.
Er steht als Programmier drin, wenn ich mich nicht irre, ich habe das Spiel vor 2 Monaten durchgespielt. Nicht als Director. Und am Ende ist es auch wurscht, er steht fuer das Spiel mit gerade, hat doch auch mitgemacht.

Und nun tu nicht so, als wenn Spieleprogrammierer in Einzelzellen 3 Tage unter der Erde 5 km voneinander getrennt arbeiten. Ein Team erstellt ein Spiel, und dort spricht man sich ab, die Teile mussen am Ende auch zusammenpassen. Waere schon merkwuerdig, wenn jeder einzelne irgendwas fuer sich allein ohne Absprache zusammenschustert und am Ende diese Teile zusammengefueht werden, aber das weist Du ja anscheinend als kaffeekochender ID-Software Praktikant besser.
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Clint
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Beitrag von Clint »

Pesttod hat geschrieben:
Spunior hat geschrieben:
Er steht als Programmier drin, wenn ich mich nicht irre, ich habe das Spiel vor 2 Monaten durchgespielt. Nicht als Director. Und am Ende ist es auch wurscht, er steht fuer das Spiel mit gerade, hat doch auch mitgemacht.

Und nun tu nicht so, als wenn Spieleprogrammierer in Einzelzellen 3 Tage unter der Erde 5 km voneinander getrennt arbeiten. Ein Team erstellt ein Spiel, und dort spricht man sich ab, die Teile mussen am Ende auch zusammenpassen. Waere schon merkwuerdig, wenn jeder einzelne irgendwas fuer sich allein ohne Absprache zusammenschustert und am Ende diese Teile zusammengefueht werden, aber das weist Du ja anscheinend als kaffeekochender ID-Software Praktikant besser.
Wenn er nicht der Projektverantwortliche ist, kann er auch nicht für das Gameplay verantwortlich gemacht werden, denn dann hat er rein gar nichts zu entscheiden. So läuft das in jeder Softwarefirma.

Und wenn er die Grafik-Engine entwickelt hat, wieso sollte er dann auch fürs Gameplay zuständig gewesen sein??

Mal abgesehen davon verstehe ich nicht, was die Diskussion jetzt bringen soll, ob er da bei dem einen Spiel fürs Gameplay verantwortlich war.
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PickleRick
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Beitrag von PickleRick »

amayr hat geschrieben:Wenn er nicht der Projektverantwortliche ist, kann er auch nicht für das Gameplay verantwortlich gemacht werden, denn dann hat er rein gar nichts zu entscheiden. So läuft das in jeder Softwarefirma.
... die dann auch nach 2 Monaten geschlossen wird, wenn der Projektverantwortliche nichts zu entscheiden hat.

Driftet net ab in solche Spitzfindigkeiten, in die ihr eh keinen Einblick habt, sondern bleibt bitte beim Thema.
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Spunior
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Beitrag von Spunior »

Und nun tu nicht so, als wenn Spieleprogrammierer in Einzelzellen 3 Tage unter der Erde 5 km voneinander getrennt arbeiten. Ein Team erstellt ein Spiel, und dort spricht man sich ab, die Teile mussen am Ende auch zusammenpassen. Waere schon merkwuerdig, wenn jeder einzelne irgendwas fuer sich allein ohne Absprache zusammenschustert und am Ende diese Teile zusammengefueht werden
Ein Programmierer hat aber nichts mit dem Gameplay zu tun. Er fertigt auch keine Grafiken an, basteln keine Levels und schreibt auch nicht die Story. Er baut das letztendlich nur zusammen. Wenn das Spielkonzept nichts taugt, macht auch der beste Programmierer keinen besseren Titel daraus - er sorgt höchstens dafür, dass das Ding einigermaßen bugfrei ist.
aber das weist Du ja anscheinend als kaffeekochender ID-Software Praktikant besser.
Ein wenig Branchenerfahrung hilft da schon...
andreasg
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Beitrag von andreasg »

Ähm sorry, wenn ich in der Öffentlichkeit stehe und bei ID arbeite, wird man in der Öffentlichkeit als Repräsentant von ID wahrgenommen und nicht als Privatperson. Und das weiß Carmack.

Aber bitte keine Nebenkriegsschauplätze. Reden kann man viel, Papier ist geduldig, es zählt nur das nächste ID Spiel.

Denn was am Ende zählt, ist ob ID Software mit ihrem nächsten Spiel wirklich Gameplay satt bietet oder aber sich das Spiel wieder bloß über Grafik (Stichwort Megatexture) und makabare Schockeffekte (wie in den letzen 15 Jahren) verkaufen will.

Das letzte Mal wie sich ID Software über schwache Storys in Shootern beschwerte, kam als Konter Q3 raus.
:roll:
Das mal als kleine Gedächtnisauffrischung.

Spätestens bei der nächsten E3 wird ID wohl sein neues Spiel vorstellen, schau mer mal......
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

andreasg hat geschrieben:Ähm sorry, wenn ich in der Öffentlichkeit stehe und bei ID arbeite, wird man in der Öffentlichkeit als Repräsentant von ID wahrgenommen und nicht als Privatperson. Und das weiß Carmack.
Und deswegen darf er keine eigene Meinung haben? Deswegen ist jedes seiner Worte gleich offizielle ID-Politik? Teile des Interviews berühren ganz grundsätzliche Themen und sogar Spiele, an denen Carmack unabhängig von ID beteiligt war. Wieso willst Du hier ums Verrecken alles in eine Schublade werfen?
Aber bitte keine Nebenkriegsschauplätze. Reden kann man viel, Papier ist geduldig, es zählt nur das nächste ID Spiel.
Das nächste ID-Spiel ist hier aber nicht das Haupt-Thema. Sprich, den Nebenkriegsschauplatz hast Du selber aufgemacht ;)
Arkune
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Beitrag von Arkune »

ID ist nicht Carmack und Carmack ist nicht ID.
Aber das interessiert dich nicht, wenn am Ende wieder ein Shooter kommt werde ich lesen „Ja ja… ID hat dies und jenes gesagt aber rüber kommt nix.“
Eh klar… wenn’s dir spaß macht.
andreasg
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Beitrag von andreasg »

ID Software gehört zufällig zu einem nicht unerheblichen Teil einer gewissen Privatperson namens John Carmack. Das mal nur am Rande und ohne tiefergehende Bedeutung. :wink:

Nein John Carmack ist nicht der Hauptverantwortliche über das Gameplay. Aber er ist definitiv mindestens in vollem Umfange darüber informiert, welche grobe Gameplayausrichtung ein zukünftiges Spiel haben wird.
Er muss z.B. wissen wie viel CPU Leistung er in Grafik oder in AI Scripts, interaktive Physik (Gameplay) buttern kann.

Wenn ich an Spiele wie HL 2 (Gravity Gun) oder Crysis (Nano Suit) sowie Unreal 2 (Multiple Choice Dialoge) denke, sehe ich dass topaktuelle Grafik und inhaltliche Innovationen in keinem Widerspruch stehen.

Wenn das nun endlich auch die Privatperson John Carmack und die Gameplaykönige :wink: von ID Software begriffen haben, ist ja alles wunderbar.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

andreasg hat geschrieben:ID Software gehört zufällig zu einem nicht unerheblichen Teil einer gewissen Privatperson namens John Carmack. Das mal nur am Rande und ohne tiefergehende Bedeutung. :wink:
Dass Mr. Carmack nur ein Angestellter bei ID ist, hat hier ja auch niemand behauptet ;)
Wenn ich an Spiele wie HL 2 (Gravity Gun) oder Crysis (Nano Suit) sowie Unreal 2 (Multiple Choice Dialoge) denke, sehe ich dass topaktuelle Grafik und inhaltliche Innovationen in keinem Widerspruch stehen.
HL: Ja, das war nett.
Crysis: Kann ich nix zu sagen. Ich hab's noch nicht gespielt ;)
Unreal 2: Das war eine Innovation? Dieser eine EINZIGE Dialog ganz am Anfang? Wo man entweder das Tutorial oder gleich die erste Mission spielen konnte? Alles andere war doch nur Augenwischerei ohne jeden Einfluss auf das Spiel.

Nein, wenn schon, dann hättest Du hier Deus Ex erwähnen können.
Wenn das nun endlich auch die Privatperson John Carmack und die Gameplaykönige :wink: von ID Software begriffen haben, ist ja alles wunderbar.
Nichts anderes habe ich auch in diesem Interview gelesen. Schau mer mal ...