Ich verstehe deinen Gedankengang mal so überhaupt nicht. Wie kommst du jetzt bitte von einem Vergleich zwischen Hz und fps darauf, dass man eine "fps-Anzahl des Auges beschreiben kann"?Meister-DOJO hat geschrieben:Nochmal an den Herren Temeter,
du hattest ja das Argument gebracht, dass das Auge gar nicht in Fps sieht.
Dann frage ich dich mal was ist denn Fps und was ist Hz.
Hier ein kleiner Tipp:
Fps sind Bilder/Sekunde
Hz ist 1/sekunde
Wenn man sich nun nicht so auf die Begriffe stürzt sondern auf die Physik dahinter, dann sieht man beide Begriffe beschreiben das Gleiche.
Also kann man sehr wohl eine Fps Anzahl des Auges beschreiben. Vielleicht hat der Herr im Video auch nicht alles richtig verstanden. Wer sagt dir denn das
Aber wie gesagt ich bin offen für neues und sollte es dazu was begründetes geben, dann glaube ich das alles gerne.
Edit: Gerade nochmal das Video geschaut, dort wird ebenfalls 17 Hz mit 17 Fps gleichgesetzt.
Hz und fps sind quasi äquivalent und beschreiben wie viele Bilder pro Sekunde vorliegen. Das hat zunächst gar nichts mit dem Auge zu tun.
Temeter hat auch bereits einen guten Einwand vorgebracht. Um das mal ein wenig zu präzisieren:
Man kann natürlich erforschen wie viele Aktionspotenziale die Photorezeptoren des menschlichen Auges pro Sekunde an den visuellen Kortex weiterleiten. Man kann daraufhin die Neuronenaktivität im visuellen Kortex untersuchen und diese operationalisieren (ganz grob in Aktivität/Sekunde). Was man dann hat sind lauter Daten über das visuelle System des Menschen.
Das bedeutet aber nicht, dass man aus diesen Daten genau schließen könnte, wie viele fps wir tatsächlich wahrnehmen. Neuronenaktivität pro Sekunde ist ungleich Bilder pro Sekunde. Dieses Problem ist tief in unserer abendländischen Philosophie verwurzelt und ist als Leib-Seele-Problem bekannt. Es lassen sich nämlich keine klaren Aussagen darüber treffen wie sich physiologische Zustände (Neuronenaktivität) zu unseren mentalen Zuständen (Bewusstsein) verhalten. Und um das Bewusstsein geht es schließlich, denn erst hier kommt es überhaupt zur Wahrnehmung von bspw. Bildern.
Es bleibt also nur die Möglichkeit solche Sachverhalte introspektiv zu überprüfen. D.h. man schaut, wann eine Änderung der Anzahl der Frames tatsächlich bewusst wird bzw. ab welchen Zeitpunkt sie wahrnehmbar ist. Wie man sieht ist das Ganze nur subjektiv zu prüfen. Das mag vielleicht erklären, warum es hierzu dann jedes Mal seitenlange Diskussionen gibt.
Ich mag ja solche Aussagen nicht. In manchen Kontexten mögen sie stimmen, in manchen jedoch nicht. Z.B. ist die Zahl der Augen im Menschen absolut (doofes Beispiel, macht die Aussage dennoch hinfällig). Ebenso blöd: Das von jedem Biologielehrer gepredigte "Der Mensch stammt nicht vom Affen ab".MrLetiso hat geschrieben: Der menschliche Körper basiert nicht auf 1 und 0 - wie ein Biologieprofessor einst sagte: "Im menschlichen Körper ist nichts absolut - löst euch von schwarz/weiß-Denken."

