Vorab-Edit: Hab grad beim Versuch den folgenden Kommentar zu posten, gesehen, dass du da einen längeren Text verfasst hast. Eventuell erübrigt sich dadurch so einiges des nun folgenden. Ich habe aber leider keine Zeit mehr, alles sofort zu lesen. Meine Pause ist um...
Temeter hat geschrieben:I1. Die Lichtjahre entfernten und sichtbaren Objekte wiederlegen, dass die Wahrnehmung messbar in DPI erfolgt. Oder überhaupt nach einem digitalen Raster erfolgt.
2. Gings beim Putz um 80m, nicht um 'sonst eine Entfernung'.
Ob Absich oder nicht, du hast bei den letzten Aussagen übrigens schon wieder einen reinen Modellvergleich aus dem Kontext gerissen, was das ganze lächerlich rüberkommen ließ. Beides kam direkt aus eigener Lebenserfahrung, also wird es wohl kaum durch die Realität negiert.
Dass die Wahrnehmung in DPI messbar ist, hab ich nie behauptet. Dass aber dein Sternenvergleich deine Aussagen negiert rührt daher, dass das, was wir wahrnehmen, nur Licht ist, dass von "Sternen" ausgeht. Würde dies beweisen, dass wir so sehr viel mehr wahrnehmen können, hieße das aber, wir würden erkennen, dass etliche unserer "Sterne", so wie wir sie sehen, nichts Geringeres sind als Zentralgestirne ganzer Sonnensysteme. Wir müssten also auch die Planeten erkennen können, die sie umkreisen. Tun wir aber nicht weil sie 1.) überstrahlt werden und / weil 2.) sie aus unserer Entfernung betrachtet nur noch die Größe von Atomen (wenn überhaupt) haben.
Und auch um die Struktur von Putz aus 80(!) Metern Entfernung noch wahrnehmen zu können, muss es schon ein sehr grobkörniger Putz sein. Im Normalfall wirst du ohne Vorwissen nicht aus 80 Metern Abstand sagen können, ob ein Haus mit eher glattem oder eher "körnigem" Putz versehen ist.
Je weiter man sich von etwas entfernt, werden auch die Abmessungen vor den Augen kleiner. Und schnell werden kleinere von benachbarten, größeren Flächen "überstrahlt" oder quasi "verschluckt". Mit einem gewissen Abstand wird auch dein in die Tiefe verkürztes Raster nur noch als kleines Quadrat voller grauem Matsch wahrgenommen, weil die weißen und schwarzen Flächen ineinander zu verlaufen scheinen.
Das alles liegt daran, dass unsere Augen keine Bilder sondern nur Lichtreflektionen bzw. von Objekten ausgehendes Licht wahrnehmen. Dieser Wahrnehmung sind nun einmal aber auch Grenzen gesetzt. Manches Licht ist so winzig oder schwach, dass es nicht mehr registriert wird. Und wie gesagt: je weiter man sich entfernt, desto kleiner erscheinen einem Objekte. Und jedes Objekt (jeder Pixel / jedes Bilddetail) ist irgendwann so klein, je nach unserem Abstand dazu, dass es nicht mehr wahrgenommen wird. Wie schnell das passiert, liegt immer auch daran, wie hell der betreffende Bereich im Verhältnis zu seiner Umgebung ist.
Unsere Augen haben, wegen unserer Fähigkeit Farben zu sehen, sogar noch an Lichtempfindlichkeit eingebüßt. Tiere, die nur in Grauschattierungen sehen, könne daher auch nachts noch weit mehr erkennen als wir.
Also kurzum: ich habe dir nie widersprochen, dass man Unterschiede in der Auflösung und auch weiterer "Bildbearbeitungen" sehen kann. Aber genauso muss ich den Leuten beipflichten, die hier nicht müde wurden, dir und anderen immer wieder nahezulegen, dass auch andere Faktoren wichtig sind, wie eben Entfernung und Bildschirmgröße und die daraus resultierende Größe der Bildpunkte bei gleicher Bildpunktzahl wie ein kleinerer bzw. noch größerer Bildschirm.