Phayne hat geschrieben:
Die großen Attentate fallen da besonders negativ auf. Wozu sammle ich vor dem Angriff ewig Informationen über Wachrouten, Einstiegsmöglichkeiten und Fluchtwege, wenn ich dann einfach durch die Vordertür reinspazieren und den jeweiligen Typen um die Ecke bringen kann? Klar, es wird Alarm ausgelöst, aber der hat doch ebenfalls keine Konsequenzen. Entweder erledige ich die ersten 20+ Wachen mit meinem Super-Konter oder ich laufe halt um die nächste Ecke, setze mich für 10 Sekunden in einen Strohhaufen und bin wieder in Sicherheit.
Richtig, das war auch schon immer mein größtes Problem mit der Serie. Auch wenn ich die ersten 2-3 Teile noch gern gespielt habe, hats mich schon immer gestört, dass ein Spiel, in dem es um einen Assassinen geht, in erster Linie ein Action-Spiel und kein Stealth-Spiel ist
Meiner Meinung nach müssten die großen Attentate vielmehr wie in klassischen Stealth-Spielen ( frühe Splinter Cell-Teile, Hitman-Reihe) ablaufen. Schauplatz observieren, Vorgehen planen, unbemerkt infiltrieren und im besten Fall das Opfer ausschalten und sich unbemerkt wieder vom Acker machen. Aber so läuft das bei AC ja selten ab. Wie du schon sagst, es ist auch überhaupt kein Problem, einfach durch die Vordertür reinzumarschieren, gefühlte 50 Wachen im großen Kampf zu killen, dem fliehenden Opfer hinterherzusprinten und es niederzumetzeln

Und das Schlimme ist, dass man teilweise gar nicht wie gewünscht auf Stealth spielen
konnte, weil AC dafür einfach teilweise die passenden Spielmechaniken abgehen. Nur als Beispiel: Bis zu (meines wissens) AC 3 konnte man sich ja nicht mal geduckt irgendwo verstecken. Erst bei AC 3 duckt sich der Protagonist automatisch, wenn man in ein Gebüsch läuft. Selbst auslösen kann man ein ducken/schleichen aber immer noch nicht.
Das Problem ist halt, dass Ubisoft genau weiß, dass Stealth-Spiele eher ein Nischenprodukt sind. Eine möglichst breite Käufersschicht spricht man an, indem man möglichst viel Action für die CoD-Generation bietet: Jederzeit die Möglichkeit, frontal draufzugehen, spektakuläre Moves, viel Krachbumm, ein übermächtiger Protagonist, der gar nicht scheitern kann, wenn man sich nicht gar zu blöd anstellt, etc..... Demnach sind die Spiele wohl auch so ausgerichtet, wie sie sind. Selbst die früher tolle Splinter Cell-Reihe hat man den Fans von Stealth-Spielen auf diese Weise vermiest. (Extrem bei Conviction, bei Blacklist hat man zumindest wieder mehr Wahlmöglichkeiten)...