Und das sieht und hört man dem Film deutlich an !
Ich habe mich wie in einem Indiana Jones - Film gefühlt.
Kamerafahrten, Actionsequenzen, Humor.. könnte alles aus Indy sein.
Trotzdem wurde mir der Film nach ca. 70min zu langweilig und habe ausgeschaltet.
Schade, da bis dahin der Film viele beeindruckende Bilder auf die Leinwand gezaubert hat !
Tja, Ronan hat bei mir zur Zeit echt nen Stein im Brett, außerdem fehlte dieser Jackson noch in meinem Regal. Es ist lange her das ich ihn gesehen habe, nämlich als er im Kino lief.
Ich kenne die Literaturvorlage nicht, daher kann ich zu der Umsetzung nichts sagen, aber der Film hat ein paar Probleme. Die Idee, ein Kind sterben zu lassen und es aus dem Jenseits die Welt beobachten zu lassen ist originell (vor allem wie diese überaus grausame Tat inszeniert wird...Fingerspitzen, so macht man das). Das Problem ist für mich einfach, dass immer impliziert wird das die Seele des Mädchens nicht weiterziehen kann und offenbar noch was zu tun hat, sprich ihren eigenen Mörder zur Strecke bringen...leider kommt es nie zu solchen Interaktionen. Es gibt ca. 20 Szenen wo ein "übernatürliches" Eingreifen cool gewesen wäre...aber dazu kommt es nie. So sehen wir zwei Filme, der eine ist ein spannendes Crime-Drama und der andere ist Ronan wie sie sich langweilt. Hätte man mehr machen können.
Gut ist der Look des Films...diese Jackson-Optik passt hier im Gegensatz zum Hobbit super, ebenfalls gigantisch ist der Score http://www.youtube.com/watch?v=gQXbSJpxyys
und die Darsteller sind eigentlich auch alle super (Ronan zum Beispiel).......trotzdem kann ich den kaum jemanden empfehlen, Jackson-Fans sowieso nicht, da sie andere Filme von ihm gewohnt sind...wenn ihr sowas wie Heavenly Creatures von ihm mochtet, könnte er aber was sein.
"Das erstaunliche Leben des Walter Mitty" ... ein unglaublich großartiger Jahresstart für das Filmjahr 2014.
WICHTIG: Spoilerfreie Kritik ... es wird nur verraten, was die Trailer zu dem Film auch verraten.
Als der Film losging hatte ich ein bischen Angst, weil ich die Befürchtung hatte ich würde nix zu dem Film schreiben können, muss jetzt aber zugeben dass genau das Gegenteil der Fall ist.
Der Film ist großartig und man kann soviel darüber schreiben dass man gar nicht weiß wo man anfangen und aufhören soll.
Aber ich fang einfach mit dem kurzen Teil an ... mit dem Anfang vom Film.
Dieser ist nämlich das einzig wirklich Schwache an dem Film und lässt vermuten man hat es hier mit einem xbeliebigen Otto-normalo-Streifen zu tun.
Man sieht den Alltag von Walter der nix besonderes ist ... normaler Typ, normaler Alltag, normaler Anfang.
Erst als er anfängt in seine Gedanken zu verschwinden bekommt der Film langsam Schwung und ist in den Szenen dann auch witzig und teilweise sogar sau lustig.
Es gab ein paar Szenen da wurde im Kinosaal lauter gelacht als man es bei dem Film für möglich gehalten hätte, womit wir auch schon bei dem guten und gleichzeitig größten Teil des Films sind.
Denn wenn der Film erstmal in Fahrt kommt, packt er einen richtig und lässt einen nicht einmal nach dem Ende los.
Das liegt zum einen an den Szenen, in denen Walter in Gedanken und somit "auf seinem Stern ist".
Da sieht man verrücktete Szenen, abgedrehte Ideen und natürlich auch schöne Szenen.
Diese und weitere tolle Szenen sieht man dann in den vielen anderen kleinen Geschichten.
Da ist das bereits angesprochene alltägliche Leben von Walter, dann gibt es die obligatorische Liebesgeschichte, welche aber überraschend schön und packend erzählt wird und nicht nur für schöne sondern auch für lustige Szenen sorgt.
Den größten Teil der Geschichte nimmt dann die Suche nach einem Bild ein, welches Walter für das Magazin finden muss, für das er arbeitet. Der Druck des Life-Magazins soll jedoch eingestellt werden und das Bild für die Hauptseite der letzten Ausgabe ist verschwunden und da Walter dafür zuständig ist, muss er das Bild bzw. das Negativ für das Bild finden.
Was sich wie eine unspektakuläre Suche nach einer Kleinigkeit anhört, entpumpt sich als größter Grund für das Kinoticket.
Denn die Suche führt uns über wunderschöne Landschaften, welche nur auf der großen Leinwand ihre volle Wirkung entfallten können und einen großen Teil dazu beitragen, dass einen der Film so packt wie oben beschrieben ... wenn einen Landschaftsaufnahmen so begeistern und mitreißen, weis man was eine große Leinwand bewirken kann.
Über die genauen Ereignisse und den weiteren Verlauf will ich dann nicht mehr schreiben, da es zu viele Spoiler wären und der Text dann auch kein Ende nehmen würde.
Aber lasst mich soviel sagen: seht, erlebt und staunt selbst.
Es gibt sehr sehr viele tolle Szenen vor, während und nach der Reise und auch die Dialoge sind großartig.
Nähern wir uns langsam lieber dem Ende.
Was die Musik und die schauspielerische Leistung angeht kann ich mich nur wiederholen: großartig und packend.
Die Songs sind super gewählt und die Musik im Hintergrund passt perfekt zu den Szenen und die Schauspieler perfekt in ihre Rollen.
Ben Stiller als Walter Mitty liefert eine großartige Performence ab und Sean Penn zu sehen ist immer großartig. Der Rest des Castings trägt auch seinen Teil zum großartigen Gesamtpaket des Films bei und ich könnte was den Cast angehen noch mehr schreiben, aber ich glaube ihr stimmt mir zu dass die Kritik auch so schon lang genug ist.
Fazit:
Ich bin begeistert von dem Film ... er hat alle Erwartungen übertroffen.
Jeder, der was mit Filme ohne Action und Effekte anfangen kann, sollte sich den Film ansehen, er lohnt sich ... und je weniger euch der Film anmacht, umso mehr lohnt er sich.
Hach Gottchen..man verpasst nix, wenn man ihn nicht gesehen hat.
Vin Diesel ist mal wieder Badass in Person, Paul Walker (möge er in Frieden ruhen) gibt ebenfalls 'ne solide Performance ab, die Story ist belangloser "Mexikanischen Kartellboss mithilfe schneller Karren stoppen"-Kram, die Karren selbst erhalten diesmal relativ wenig Aufmerksamkeit und weitere Charaktere sind zwar gut gecastet, aber allesamt kleine Rollen.
Wäre ich damals nicht für ins Kino gegangen und ist Tokyo Drift (IMO) in jederlei Hinsicht unterlegen, aber wenn man sich gerade die Fast & Furious-Reihe gibt, ist Teil 4 eben unweigerlich ein Teil davon.
Wulgaru hat geschrieben:Hm, ich finde es ist im Gegenteil eines der besten Beispiele dafür, das ein ein Buchfilm nicht schlecht ist, weil er sich nicht sklavisch an die Vorlage hält...das denkt man ja immer wenn man sich über so einen Film aufregt. Abbitte hat Unterschiede zum Buch, aber genau so passt es auch, um den reinen Zuschauer nicht völlig zu verwirren. Gleichzeitig hat er visuelle Mittel die kein Buch bieten kann, damit meine ich zum Beispiel das hier: http://www.youtube.com/watch?v=m_yhuhp880s
Nenn mich Filmsnob, aber sowas finde ich einfach nur geil. :wink:
Das ist natürlich eine großartige Szene und ich gebe zu, dass er in visueller Hinsicht stellenweise stark ist. Für mich alles in allem aber kein Vergleich zum Buch. Wie in vielen Fällen gilt hier für mich: erst Film gucken, dann Roman lesen wäre wohl besser gewesen.
A propos: mir fällt gerade ein gutes Beispiel für eine Verfilmung ein (hier in 8-teiliger Serienform), welche imo deutlich besser ist als die Romanvorlange (obwohl diese bereits abgefeiert wird):
"The Slap" (Deutscher Titel: "Nur eine Ohrfeige")
Ein grandioses Drama zwischen Thriller und Sozialstudie, mit großartig aufspielenden Darstellern. Sehr konfliktreich mit einem guten Gespühr für die Figuren und einer sehr guten Erzählweise.
Imo besser als der Roman, da konsequenter was Figuren und Handlung angeht. Hier wurde weitergedacht und viel neues dazugeschrieben, was den Plot noch viel interessanter und spannender macht.
Lief vor kurzem im Fernsehen, gibt`s natürlich auf DVD (laßt euch nicht von dem biederen Cover abschrecken).
Hm, nun ja....vielleicht haben sich meine Ansprüche in den letzten Jahren ein bisschen angepasst. Sowas wie Abbitte sehe ich jedenfalls als ziemlich gut an, da es die Essenz aller Elemente auf Film bringt und die Veränderungen fast alle sinnvoll sind (außer diese Massenmord in Frankreich, der im Buch doch eine andere Aussage hatte). Ich habe dann zum Beispiel auch ein größeres Bedürfnis mir noch einmal den Film anzusehen als das Buch zu lesen, was im Falle von Verfilmungen wie beim Hobbit nicht der Fall ist.
Serien sind für meine Begriffe eh eine ganz gute Form für Buchverfilmungen, weil man da einfach mehr als 120-180 Minuten Zeit für seinen Stoff hat. Dexter ist ja das beste Beispiel wie man aus einem relativ mittelmäßigem Buch, noch sehr viel mehr machen kann.
Wulgaru hat geschrieben:
Serien sind für meine Begriffe eh eine ganz gute Form für Buchverfilmungen, weil man da einfach mehr als 120-180 Minuten Zeit für seinen Stoff hat. Dexter ist ja das beste Beispiel wie man aus einem relativ mittelmäßigem Buch, noch sehr viel mehr machen kann.
..wobei der Stoff das erstmal hergeben muss, ohne in Belanglosigkeiten auszuarten.
Persönlich hab' ich zwar kein Problem mit Füllepisoden und Szenen mit geringeren Budgets (die Serien von Natur aus halt mit sich bringen), aber je mehr sich diese häufen, desto schlechter werden die Einschaltquoten. Öhm..und es muss natürlich überhaupt machbar sein. Ein Game of Thrones mit den branchenüblichen 2 Millionen pro Folge wäre wahrscheinlich ziemlicher Trash geworden - ein neuzeitliches Drama käme damit besser zurecht.
Ansonsten stimmt Dir meine allgemeine Vorliebe für Serien aber vorbehaltslos zu.
Ach, wenn man sich entscheidet ein Buch zu verfilmen, dann gibt es der Stoff schon her. Nur ist der natürliche Reflex das eben als Film zu machen, oft nicht so clever. Das beste Beispiel ist Herr der Ringe. Die Bücher sind ja verhältnismäßig, vor allem für Fantasy, "dünn" und trotzdem schaffen es nicht mal die Extended-Editions das Buch vollständig umzusetzen. Von der reinen Laufzeit ist da eine Serie besser. Allerdings haben dort die Macher meist nicht die Budgets, was bei Fantasy einfach ein Problem ist. Selbst bei Got, wo die Folgen soweit ich weiß 5 Millionen+ kosten, sieht man manchmal die Grenzen eins Serienbudgets.
Was ich meine ist wirklich eher so etwas wie Dexter, bei der quasi über eine Staffel der Plot eines Buches verfilmt wird, dies aber mit sehr viel mehr Tiefe als die Vorlage eigentlich hatte. Das es auch total in die Hose gehen kann, ist klar. Krieg und Frieden, sowie Säulen der Erde haben in den letzten Jahren erfolgreich als Beispiel gedient wie man es nicht machen sollte, Mini-Serie hin oder her.
Wulgaru hat geschrieben:Ach, wenn man sich entscheidet ein Buch zu verfilmen, dann gibt es der Stoff schon her. Nur ist der natürliche Reflex das eben als Film zu machen, oft nicht so clever.
Klar, das liegt auf der Hand. Hollywood ist das größere Business, es gibt mehr Fame und Glamour, mehr Geldgeber, mehr ..alles.
Aber es sind ja nicht nur speziell Bücher, die sich besser als Serien umsetzen lassen, sondern eben irgendwie alles, was mehr zu erzählen hat als eine kleine Anekdote. Bei Filmen denke ich mir unabhängig ihrer Vorlagen oft, dass sie als Serie viel besser hätten sein können (ein Grund, wieso ich kaum noch ins Kino geh') - insbesondere dann, wenn sie in einer Welt spielen, die nicht 1:1 unserer entspricht (also z.B. bei Fantasy oder SciFi) oder Charaktere und ihre Motivationen eigentlich ausführlicher erklärt werden müssten als es ein Film erlauben würde.
Alternativ macht man wie bei Stargate einfach beides, wo aus einem mittelmäßigen, aber recht erfolgreichen Film dann drei Serien mit insgesamt beachtlichen 17 Staffeln wurden.
Ein wunderschöner Film, der durch die Mischung aus schönen Bildern, tollen Ideen, passender Musikuntermalung und einem hervorragenden BenStiller schon fast zu schnell zu Ende ging. Ich hätte gern mehr von diesem lebensbejahenden Abenteuer gesehen. Ich freu mich auf die BluRay.
Ein wunderschöner Film, der durch die Mischung aus schönen Bildern, tollen Ideen, passender Musikuntermalung und einem hervorragenden BenStiller schon fast zu schnell zu Ende ging. Ich hätte gern mehr von diesem lebensbejahenden Abenteuer gesehen. Ich freu mich auf die BluRay.
Das hört sich ja sehr gut an.Als ich den Trailer im Kino gesehen habe, dachte ich das es mal wieder ein richtig guter Ben Stiller Film werden könnte
Ich hab gerade zum weiß-nicht-wie-often Male eine meiner absoluten Lieblingsserien beendet. Sie funktioniert einfach wieder und wieder. Die Serie hat einige sehr bewegende Momente, aber auch unglaublich viel Witz, wobei ich trotzdem sagen würde, dass die Serie zu lang ist, auch wenn sie -wie gesagt- eine meiner absoluten Lieblinge ist. Ich kritisiere am liebsten Dinge, die ich liebe. Ich halte Staffel 8 für vergleichsweise schwach, wobei das Finale natürlich super ist. Jede Figur der Serie entwickelt sich in deren Verlauf und ich halte die meisten Entwicklungen für gut geschrieben und inszeniert, ich habe nur das Gefühl, dass JD der einzige Charakter ist, der konsequent in eine Richtung entwickelt wurde, dass man "einfachere" Witze mit ihm schreiben konnte. Sicher, im Verlauf einer Serie nutzen sich einige Kniffe sowieso ab, aber in Staffel 1 war JD ein sensibler junger Arzt mit eingen komischen Angewohnheiten, die ihn einfach zu einem charmanten, aber dennoch ernst zu nehmenden Kerl gemacht haben. Spätestens in Staffel 8 sind diese Angewohnheiten schon beinahe pervertiert. JD ist quasi nur noch ein bärtiges Kuschelmonster, das sich einmal durch das Sacred Heart schmust. Seine Männerliebe zu Turk, in den frühen Staffeln immer wieder höchst amüsant inszeniert, ist in der letzten Staffel einfach so überstrapaziert, dass es mich beinahe schon nervt.
Aber Gott sei Dank hat es die Serie noch geschafft, sich halbwegs gekonnt zu verabschieden.