Schon erstaunlich, wie hier so viele gegen die Retro/Pixelgrafik wettern. Ich persönlich finde sie – vorausgesetzt, sie ist gut gemacht – eigentlich ziemlich schick. Ist das altersbedingt? Ich bin schließlich in den 80ern aufgewachsen und damals gab’s nur sowas. Dass manche Entwickler seit einiger Zeit auf den Retrotrend setzen (gute Beispiele: Fez, Sword & Sworcery, Papers Please, Hyper Light Drifter etc) begrüße ich, ist es doch eine angenehme Abwechselung zur immer gleichen Blockbuster-Grafik. Es wurde auch das Argument gebracht, dass die Entwicklung eines Spiels mit Pixelgrafik preiswerter sei, was in meinen Augen auch Sinn macht. So kann man eine erschwingliche Produktion stemmen, die zwar nicht durch AAA Grafik mit neuester Engine glänzt, aber vielleicht durch durchdachtes, motivierendes und gutes Gameplay. Und mal ehrlich: ich kann mir ein Papers Please auch nicht in modernster Optik vorstellen, es gehört einfach zu diesem Spiel dazu genau so auszusehen.
Sind hier viele wirklich so sehr auf Grafik bedacht? Ist sie soviel wert? Wird evtl nur gegen Retrografik gewettert, weil es scheinbar "trendy" ist?
Ich gebe zu, dass ich beispielsweise einen Shooter auch nicht in Pixelgrafik haben möchte, da lobe ich mir die Grafikqualitäten eines Bioshock oder Crysis. Aber manche Games bieten sich geradezu dafür an in Retrooptik gestaltet zu werden. Es gibt dem Ganzen eine gewisse Abstraktion, eben dadurch, dass nicht alles eins zu eins realistisch abgebildet wird, sondern man selber auch noch hier und da etwas reininterpretieren kann. Oder geht’s nur mir so?
