Genau das ist das Problem, diesselbe alte Scheiße, nur bunt lackiert und mit Lämpchen dran. Auch bei den Spielen.Alter Sack hat geschrieben: ... man ich gehe schon auf die 50 zu und kann mich noch daran erinnern das es früher genausoviel Scheiße gab wie heute. Auch bei den Spielen.
Was von der nächsten Generation übrig blieb
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Re: Was von der nächsten Generation übrig blieb
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godsinhisheaven
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Re: Was von der nächsten Generation übrig blieb
@LordOfNosgothEnthroned hat geschrieben:Das liegt daran, dass mittlerweile viel Zeit verstrichen ist. Für viele war der Einstieg mit der Playstation absoluter WOW-Effekt. 3D-WoW. MP3-Sound-WOW. Größere-Spiele-WOW. Mit der Playstation, dem Megadrive und N64, löste das eine absolute Welle von WOWs aus, wenn auch sehr zeitversetzt. Natürlich kann ich nur meine Sicht beschreiben, aber ich habe den Amiga, den NES, den SNES, den Saturn und den Gameboy erlebt und aus dieser Welt voller Charme, toller Spiele mit Pixelgrafik, maximal ISO-Ansicht und MIDI-Sound, wirst du nahezu plötzlich in eine 3D Umgebung versetzt und das lächerlichst klingende Schussgeräusch einer Waffe kommt dir vor wie brachiale Erschütterung deiner Mono-Sound Fernsehers.LordOfNosgoth hat geschrieben:Also hierbei wurde ich doch etwas stutzig. Bin ja trotz meiner Mitte zwanzig doch noch eher einer der jüngeren hier im Forum (Hach, wie schön sich das doch anhört!godsinhisheaven hat geschrieben:Da erscheint die aktuelle Konsolengeneration und hat einfach nichts zu bieten. Bessere Grafik ist vorhanden aber ein wirklicher Unterschied wie bei den vorherigen Wechseln wird ausbleiben.) und bin erst mit dem N64 "eingestiegen", aber an den PS2-Release kann ich mich doch relativ gut erinnern und muss sagen, die PS2 hatte im Gegensatz zur PSX doch auch keinen einzigen nennenswerten Vorteil, außer einer verbesserten Grafik...
Da gab es doch auch keine riesen Diskussion um eine (R)Evolution des Spielens, ja sogar der Controller war gleich geblieben.
Warum also fordern heute so viele mehr als eine bloßes Hardwareaktualisierung, um zukünftig bessere Grafik genießen zu können?
Damit war man dann einfach 6 Jahre sehr zufrieden und die PS2 hat diese Tradition fortgesetzt. Größer, schöner und brachialer. 2001 waren die Leute von 1995 noch nicht satt, deswegen fiel die Innovation selbst nicht sonderlich ins Gewicht. 2001 spielten wir auch erst das 5. richtige FIFA und nicht das heute 17.
Selbst der Wechsel zur PS3 machte noch irgendwie Spaß, weil sich immerhin die Grafik wesentlich verbessert hat, aber ich habe mir zum Beispiel da schon keine gekauft, da mir die Innovation fehlte. Natürlich vermisse ich Spiele wie Gran Tourismo, MGS oder selbst Amored Core, aber Sie boten für mich auf der PS3 nur vertrautes und das war mir nach 11 Jahren Playstation nicht mehr genug. Ich habe eine Wii gekauft und es nie bereut, denn anders als Xbox und PS3 bot die Wii als einzige Konsole Innovation. Letztlich Innovation, die sich so bisher nicht durchsetzen sollte, aber die zumindest von Sony und Microsoft in Form von Move und Kinect kopiert wurde.
Ich sehe das wie bei World of Warcraft. Seinerzeit neu, schön und umfangreich. Nach 3-4 Jahren mit einem einzigen Spiel, das darauf aufbaut täglich zu spielen, ist es völlig normal das irgendwann eine gewisse Langeweile aufkommt. Nur suchen manche das Problem beim Spiel, weniger bei sich selbst. Deshalb ist aus meiner Sicht die PS4 absolut Innovationsfrei und langweilig, aber für jemanden der bei der PS3 eingestiegen ist, wird dieser Effekt vielleicht erst bei der PS5 in Erscheinung treten.
Dadurch das die PS3 und Xbox 360 schon recht schöne Grafik auf den Bildschirm gezaubert haben, haben sich viele Spiele auch überwiegend über ihre Grafik definiert. Unvorstellbar wenn Metal Gear Solid 5 genauso ausgesehen hätte wie sein sehr ansehnlicher Vorgänger, dafür aber mit größeren Gebieten, noch mehr Animationen, mehr Inhalt und und und. Nein, es muss gute Grafik sein. Die Messlatte lag nun also schon sehr hoch und mehr als ein Heavy Rain oder LA Noire wird da grafisch kaum kommen. Die Umgebungen werden detailreicher, mehr Decals, mehr Objekte oder mehr Partikeleffekte.
Deshalb ist der Schritt zur neuen Generation auch alles andere als groß und wenn die einzige Innovation die neuen Share-Funktionen sind, dann ist das einfach nur ein Element der heutigen Zeit, genauso wie der allgegenwärtige Daumen-Hoch-Button und keine überragende Idee um das Spielerlebnis merklich zu verbessern. Die Wii hat es vorgemacht wie man die Familie bzw. kleine und große Kinder, Omas und Opas, Bekannte oder Verwandte mit einbezieht. Sony und Microsoft sind Innovation egal. Sie setzen beide auf bewährt Gutes, aber irgendwann ist das einfach nicht mehr genug. Es liegt in unserer Natur mehr zu wollen.
@Enthroned
Ja Enthroned, so ungefähr in diese Richtung meinte ich das. An der Grafik sieht man es nun mal am ehesten. Das gleichzeitig durch die Techniksprünge zusätzliche Ressourcen für Spielwelt, Sound, KI zur Verfügung stehen versteht sich von selbst. Man muss sich auch vor Augen halten, dass die Sprünge bei den 3D Konsolen immens waren. Nachm N64, PS1 sind die Areale weitaus größer geworden, Nebelschwaden ade, erhöhte Details und und und. 360 und PS3 waren anschließend im HD Zeitalter angekommen, die Modellierung erlangte Realitätsnähe und ebenso bessere Details/Effekte inklusive umfangreichen Onlinefunktionen. Was mich stört, Publisher könnten wenn sie wollten (was sie nicht wollen weil es kostet) die alte Generation zu der neuen parallel betreiben. Mit vergleichsweise geringen Abstrichen wäre dies möglich. Ausnahmen bestätigen natürlich also es ginge nicht in jedem Fall. Das vergleichsweise (generationenübergreifend) ist in diesem Fall wichtig, die Qualitäten von z.B. GTAV oder Uncharted vor Augen wäre es möglich identische Spiele mit vergleichsweise geringen Unterschieden auf PS3 und PS4 zu bringen. Beide Versionen wären noch "hübsch". Einem PS2 >>> PS3 Port konnte man das ansehen. Würdet ihr einem Spiel ansehen, das auf PS3 und PS4 herauskommt für welche Konsole es eigentlich enwickelt wurde??? Noch sehe ich nicht annähernd ein Spiel was mich zu PS4 oder ONE greifen lassen wird. Das wird sicherlich irgendwann passieren aber bestimmt nicht aufgrund irgendeiner Shootervariation.
Wie gesagt, da wird nun eine neue Hardwaregeneration abgefeiert, die außer Dagewesenem, Lightversionen und Internet-Spielereien nichts zu bieten hat. Es ist wirklich kein einziger Knaller dabei, was Spiele betrifft und darum sollte es bei Spielekonsolen doch eigentlich gehen...
Sprich wo ist bei diesen beiden Konsolen wenigsten das eine Spiel, das mir sagt warum es die neuen Konsolen gibt. Selbst ZombiU hat das geschafft.
Zuletzt geändert von godsinhisheaven am 05.12.2013 14:06, insgesamt 1-mal geändert.
- LordOfNosgoth
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Re: Was von der nächsten Generation übrig blieb
@Enthroned
Du schreibst vieles, was ich zwar selber nicht miterlebt habe, aber durchaus nachvollziehen kann und teilweise auch heute selber erlebe.
Für mich war z.B. 3D etwas völlig normales und heute noch tue ich mir schwer, mich mit nicht-dreidimensionalen Spielen anzufreunden (Bis auf einige wenige Ausnahmen, wie Castlevania – Harmony of Dissonance, Symphony oft he Night oder Blood Omen – Legacy of Kain).
Auf der einen Seite will ich dir irgendwo widersprechen und dich fragen, ob es nicht vielleicht an dir/uns liegt, dass wir gelangweilt sind? Doch, wahrscheinlich, das hast du ja auch schon recht schön beschrieben.
Aber muss wirklich immer eine Innovation stattfinden – ist Innovation nicht vielleicht sogar das größte Unwort der modernen Zeit? Was verändert sich in Büchern und Filmen denn groß? Man kann sagen, die Charaktere sehen anders aus, haben andere Namen, jedoch oft erfüllen sie ähnliche Funktionen und ihrer jeweiligen Rolle sind mehr oder weniger starre Handlungsmuster zugeordnet. Die Landschaften wechseln sich vielleicht noch ab, aber eigentlich unterscheiden sind sich oben genannte Medien innerhalb ihres Genres doch nur (mehr oder weniger) geringfügig in Schreibstil und Aufbau. Hierbei reicht es einem doch auch völlig aus und keiner fordert Innovation. Niemand forderte bisher einen Krimi, mit E.T. als Kommissar, einem Elfen als Opfer und der Lüneburger Heide als Schauplatz für ein Mordkomplott in der Sternenstaub-Dealer-Szene.
Doch leider kann ich dir nicht widersprechen. Es ist irgendwo unerklärlich, doch mich packte das selbe Gefühl, wie du es beschrieben hast. Das Gefühl des Altbekannten. Schon beim Erwerb der PS3 „damals“ war mir nicht hundert prozentig wohl dabei und eine ganze Zeit hatte ich auch regelrecht keinen Spaß mehr am Spielen. Erst mit Demon’s Souls hatte mich ein Spiel wieder so richtig an den Eiern. ^_~ Es bot nach Jahren mal wieder etwas (für mich) völlig anderes – es war sozusagen…innovativ. *lach*
Und aus dem selben Gefühl heraus (und weil für die großen Konsolen leider wirklich überwiegend Shooter produziert werden und neue IPs auch als solche konzipiert werden) habe ich mir auch eine Wii U gekauft. Ich hätte es kaum für möglich gehalten, doch alleine schon seit dem N64 damals mal wieder einen wirklich anderen Controller in der Hand zu halten und die Idee mit dem Touchfeld und der daraus resultierenden Möglichkeit, sein HUD am TV komplett auszublenden, bewirkt schon eine veränderte Spielerfahrung. Zudem bietet mir Nintendo momentan sehr viel spielerische Abwechslung.
Daher muss wohl jeder selber entscheiden, was und wie er die nächsten Jahre spielen möchte. Deinen Worten nach zu urteilen, kann ich mir vorstellen, dass dich Oculus Rift gerade so ziemlich anfeixen dürfte, stellt es doch sozusagen die logische Weiterentwicklung von 3D dar? Aber gut, ich kann nach einiger Reflexion kaum anderen vorwerfen, dass sie bei neuen Konsolen Innovation fordern, wo ich doch selber die Auswirkungen ihrer Armut gespürt habe. Nur bei Spielen bleibe ich nach wie vor hartnäckig dabei: Handhabt es wie mit Büchern – tauscht die Objekte, aber belasst das Konzept! Beim Medium an sich hat man ja zum Glück jederzeit die Möglichkeit bei auftretender Übersättigung das Genre zu wechseln.
Du schreibst vieles, was ich zwar selber nicht miterlebt habe, aber durchaus nachvollziehen kann und teilweise auch heute selber erlebe.
Für mich war z.B. 3D etwas völlig normales und heute noch tue ich mir schwer, mich mit nicht-dreidimensionalen Spielen anzufreunden (Bis auf einige wenige Ausnahmen, wie Castlevania – Harmony of Dissonance, Symphony oft he Night oder Blood Omen – Legacy of Kain).
Auf der einen Seite will ich dir irgendwo widersprechen und dich fragen, ob es nicht vielleicht an dir/uns liegt, dass wir gelangweilt sind? Doch, wahrscheinlich, das hast du ja auch schon recht schön beschrieben.
Aber muss wirklich immer eine Innovation stattfinden – ist Innovation nicht vielleicht sogar das größte Unwort der modernen Zeit? Was verändert sich in Büchern und Filmen denn groß? Man kann sagen, die Charaktere sehen anders aus, haben andere Namen, jedoch oft erfüllen sie ähnliche Funktionen und ihrer jeweiligen Rolle sind mehr oder weniger starre Handlungsmuster zugeordnet. Die Landschaften wechseln sich vielleicht noch ab, aber eigentlich unterscheiden sind sich oben genannte Medien innerhalb ihres Genres doch nur (mehr oder weniger) geringfügig in Schreibstil und Aufbau. Hierbei reicht es einem doch auch völlig aus und keiner fordert Innovation. Niemand forderte bisher einen Krimi, mit E.T. als Kommissar, einem Elfen als Opfer und der Lüneburger Heide als Schauplatz für ein Mordkomplott in der Sternenstaub-Dealer-Szene.
Doch leider kann ich dir nicht widersprechen. Es ist irgendwo unerklärlich, doch mich packte das selbe Gefühl, wie du es beschrieben hast. Das Gefühl des Altbekannten. Schon beim Erwerb der PS3 „damals“ war mir nicht hundert prozentig wohl dabei und eine ganze Zeit hatte ich auch regelrecht keinen Spaß mehr am Spielen. Erst mit Demon’s Souls hatte mich ein Spiel wieder so richtig an den Eiern. ^_~ Es bot nach Jahren mal wieder etwas (für mich) völlig anderes – es war sozusagen…innovativ. *lach*
Und aus dem selben Gefühl heraus (und weil für die großen Konsolen leider wirklich überwiegend Shooter produziert werden und neue IPs auch als solche konzipiert werden) habe ich mir auch eine Wii U gekauft. Ich hätte es kaum für möglich gehalten, doch alleine schon seit dem N64 damals mal wieder einen wirklich anderen Controller in der Hand zu halten und die Idee mit dem Touchfeld und der daraus resultierenden Möglichkeit, sein HUD am TV komplett auszublenden, bewirkt schon eine veränderte Spielerfahrung. Zudem bietet mir Nintendo momentan sehr viel spielerische Abwechslung.
Daher muss wohl jeder selber entscheiden, was und wie er die nächsten Jahre spielen möchte. Deinen Worten nach zu urteilen, kann ich mir vorstellen, dass dich Oculus Rift gerade so ziemlich anfeixen dürfte, stellt es doch sozusagen die logische Weiterentwicklung von 3D dar? Aber gut, ich kann nach einiger Reflexion kaum anderen vorwerfen, dass sie bei neuen Konsolen Innovation fordern, wo ich doch selber die Auswirkungen ihrer Armut gespürt habe. Nur bei Spielen bleibe ich nach wie vor hartnäckig dabei: Handhabt es wie mit Büchern – tauscht die Objekte, aber belasst das Konzept! Beim Medium an sich hat man ja zum Glück jederzeit die Möglichkeit bei auftretender Übersättigung das Genre zu wechseln.
- Max @ home
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Re: Was von der nächsten Generation übrig blieb
Vielen Dank! Ich hatte mir gestern einen Kommentar aufgeschoben und jetzt weiß ich auch, warum das gut war. Denn nun kann ich als seit knapp 25 Jahren spielender Konsolero mir die Mühe sparen, um Deinen Meinung 1:1 zu unterschreiben. Dennoch nochmals in meinen Worten:godsinhisheaven hat geschrieben:Danke, danke, danke für diesen wunderbaren Kommentar!!! Ich als Ü20-Gamer (Zocker- nicht Lebensjahre) mache mir langsam echt Sorgen um mein Lieblingshobby. Da erscheint die aktuelle Konsolengeneration und hat einfach nichts zu bieten. Bessere Grafik ist vorhanden aber ein wirklicher Unterschied wie bei den vorherigen Wechseln wird ausbleiben. Bereits JETZT haben die Entwickler Probleme mit Full HD... wtf??? Neue GUTE IP's... Fehlanzeige. Dafür schafft es ein grottiges Knack sich in UK besser zu verkaufen als Mario 3D World. Schöne neue Welt!!! Installationsorgien, Bugfeste, Pay2Play tun ihr übriges, warum auch Konsole auspacken und loslegen, in welcher Welt lebe ich denn??? Aber Battlefield wird bestimmt schon in einem halben Jahr relativ bugfrei sein, ich freu mich drauf...Einen Großteil des LineUps kann ich auch einfach auf meiner PS3 spielen, ich muss mich nur einen Meter weiter weg setzen...
Aber das Alllerallerallerallerbeste ist: den mMn schlechtesten Konsolenstart der Neuzeit (von 2 Konsolen wohlgemerkt, ja 2 gleichzeitig), einen Konsolenstart frei von Innovation und herausragenden Spielen, quittiert der Markt mit hervorragenden Verkaufszahlen, es ist überall ausverkauft. Das Zeichen an die Publisher ist, hey ihr habt alles, aber auch wirklich alles, richtig gemacht, denn diese interessieren nur die Zahlen.
Schöne neue Spielewelt...
Der in Sachen technische Fortschritte wohl unauffälligste Generationswechsel ist endlich vollbracht: Wir haben nun zum ersten Mal weder einen Dimensionswechsel noch höhere Auflösungen erhalten, bekommen dafür aber immerhin ein paar etwas hübschere Spiele serviert. Das Problem: Die Frische fehlt! Alte wie neue IPs bieten gepflegte Langeweile und gewohnte Spielmechaniken in bisher mäßiger Qualität. Mir ist noch nicht ganz klar, warum ich mich hier so richtig angesprochen fühlen sollte.
Doch es kommt schlimmer: Zum dürftigen Fortschritt gesellen sich nun endgültig Ärgernisse, die ich seinerzeit vermeiden konnte, indem ich überzeugter Konsolero wurde. Gelegentliche Dashboard-Updates, zusätzliche DLCs oder die Zwangsinstallationen bei manchen PS3-Spielen konnte ich ja gerade noch so verkraften, aber inzwischen ist man dabei, die Grenze zu überschreiten. Ich habe das Gefühl, als wolle man mir nun an allen Ecken und Enden sagen: "Wir wollen Dein Geld!", "Du erhältst nur Einsen und Nullen und darfst uns dafür dankbar sein, das Spiel überhaupt weiterverkaufen zu dürfen!" oder "Freue Dich über Deinen verkappten Low-Price-PC!"
Ich mache mir auch Sorgen und würde mir wünschen, dass man Sony und Microsoft mal deutlich deren Grenzen aufzeigen würde. Aber nichts da! Die Konsolen, allen voran die PS4, entfachen einen unfassbaren Run mit millionenfachen Verkäufen in Rekordzeit. Herzlichen Glückwunsch!
Mein heimlicher Sympathieträger bleibt daher die Wii U. Was wurde über ihre Daseinsberechtigung mit dem Erscheinen von PS4 und Xbox One schwadroniert. Und jetzt nach den aktuellen Phänomenen der beiden Neulinge muss ich sagen: "Hoffentlich kratzt sie noch die Kurve!" Nintendo ist der einzig verbliebene Major Player, der wenigstens einigermaßen die klassische Videospielekultur aufrechtzuerhalten versucht.
Ich bin auf alle Fälle gespannt, wie es in den nächsten Jahren weitergehen wird…
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onaccdesaster
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Re: Was von der nächsten Generation übrig blieb
@Enthroned:
Schöner Beitrag, da ist viel Wahres drin.
Ich bin auch über 40 und habe damals Amiga, Konsolen und PC mitgemacht und bin auch der Meinung das früher die Spiele besser waren. Doch lag das an der Zeit, die Pioneer-Zeit der digitalen Games und Genres wie Strategie, Sport, Rollenspiele usw. Damals hatten mich auch die Spiele durch das Gameplay überzeugt da sie ja NEU waren und man es so nicht kannte.
Keine der nachfolgenden Generationen hatte es erreicht das ich mir soviel Spiele zugelegt habe wie damals für Amiga 500! Für mich bleibt dieser Computer der "Spiele-Computer" schlechthin da es DIE Zeit der Spiele war.
Heute wird auch einfach zuviel Geld mit den digitalen Games verdient und ansich nur die Grafik und Präsentation verbessert doch das WICHTIGSTE das GAMEPLAY blieb in den ganzen Jahren irgendwo auf der Strecke. Das Gameplay macht doch den Hauptteil eines Spiels aus und heute wagen nur noch wenige Entwickler neue Wege. Kickstarter zeigt auch das viele alte Spiele in neuer Auflage wollen und ich denke gerade wegen dem Gameplay das kaum ein Spiel der Neuen Zeit überbot.
Das "Früher" ist vorbei aber es war in Sachen Spiele einfach BESSER!
Was sehen wir Gamer denn wenn heute Spiele veröffentlicht werden? Day-One-Patch, Updates, Patch, Patch. Die spiele weren sowas von halbherzig und halbfertig auf den markt geworfen das ich mich wundere das diese Games einen finanziellen Erfolg erzielen. Denke aber auch das es wohl an mir liegt denn ich bin heute kritischer denn je und kaufe mir keine Spiele mehr zu Release das nur der Amiga erreicht hatte wo ich mir fast jeden Monat ein neues Spiel zulegte.
Damals war es besser weil es neu war und heute kennt man ja alles irgendwie schon.
Die PS2 hatte als erste konsole ein DvD-Laufwerk genauso wie die PS3 ein Blue-Ray doch heute ist wirklich nichts neues oder Innovatives in den neuen Konsolen außer bei der Wii U
Schöner Beitrag, da ist viel Wahres drin.
Ich bin auch über 40 und habe damals Amiga, Konsolen und PC mitgemacht und bin auch der Meinung das früher die Spiele besser waren. Doch lag das an der Zeit, die Pioneer-Zeit der digitalen Games und Genres wie Strategie, Sport, Rollenspiele usw. Damals hatten mich auch die Spiele durch das Gameplay überzeugt da sie ja NEU waren und man es so nicht kannte.
Keine der nachfolgenden Generationen hatte es erreicht das ich mir soviel Spiele zugelegt habe wie damals für Amiga 500! Für mich bleibt dieser Computer der "Spiele-Computer" schlechthin da es DIE Zeit der Spiele war.
Heute wird auch einfach zuviel Geld mit den digitalen Games verdient und ansich nur die Grafik und Präsentation verbessert doch das WICHTIGSTE das GAMEPLAY blieb in den ganzen Jahren irgendwo auf der Strecke. Das Gameplay macht doch den Hauptteil eines Spiels aus und heute wagen nur noch wenige Entwickler neue Wege. Kickstarter zeigt auch das viele alte Spiele in neuer Auflage wollen und ich denke gerade wegen dem Gameplay das kaum ein Spiel der Neuen Zeit überbot.
Das "Früher" ist vorbei aber es war in Sachen Spiele einfach BESSER!
Was sehen wir Gamer denn wenn heute Spiele veröffentlicht werden? Day-One-Patch, Updates, Patch, Patch. Die spiele weren sowas von halbherzig und halbfertig auf den markt geworfen das ich mich wundere das diese Games einen finanziellen Erfolg erzielen. Denke aber auch das es wohl an mir liegt denn ich bin heute kritischer denn je und kaufe mir keine Spiele mehr zu Release das nur der Amiga erreicht hatte wo ich mir fast jeden Monat ein neues Spiel zulegte.
Damals war es besser weil es neu war und heute kennt man ja alles irgendwie schon.
Die PS2 hatte als erste konsole ein DvD-Laufwerk genauso wie die PS3 ein Blue-Ray doch heute ist wirklich nichts neues oder Innovatives in den neuen Konsolen außer bei der Wii U
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maho76
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Re: Was von der nächsten Generation übrig blieb
das markierte stimmt so nicht ganz.Damals war es besser weil es neu war und heute kennt man ja alles irgendwie schon.
Die PS2 hatte als erste konsole ein DvD-Laufwerk genauso wie die PS3 ein Blue-Ray doch heute ist wirklich nichts neues oder Innovatives in den neuen Konsolen außer bei der Wii U
das wirklich ärgerliche (nicht nur dröge) ist ja dass die neue Generation im Endeffekt WENIGER bietet als die vorangegangenen (zumindest betreffs "ohne zusatzkosten", musikstore, gamestore, dlc, mikro/makropayment, onlinegaming etc.etc.), und DAS IST MAL WIRKLICH NEU.^^
anstatt neue Inhalte zusätzlich anzubieten (die alten Konsolen updaten) gibt's jetzt erstmal WENIGER, damit man sich das altbekannte (und neue) nachkaufen muss. einfach der hammer... vor allem da so viele dabei mitmachen und es (eventuell aus scham ob der eigenen idiotie) auch noch gutheissen oder zumindest gekonnt ignorieren.
das wäre als würden sie den alten 1er-golf ohne Lenkrad, dafür mit Bluetooth und modernem lack für 30.000€ anbieten und das Lenkrad gibt's dann für 40.000€ im shop. würde da jemand mit verstand zuschlagen? höchstens ins gesicht desjenigen der einem das paket freudestrahlend anbietet. bei Konsolen scheints aber zu funktionieren. würd ich mal drüber nachdenken.
gleich kommt wahrscheinlich "stimmt nicht! Lenkrad = pad ist doch dabei!"
Zuletzt geändert von maho76 am 05.12.2013 14:56, insgesamt 1-mal geändert.
- Mr_v_der_Muehle
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Re: Was von der nächsten Generation übrig blieb
Stimmt so auch nicht, da es z. B. für alle Cross Gen Spiele die selben beschissenen DLC/SP/MicroTransaktionen gibt. Bei welchem Spiel man sich abzocken lässt, hat mit der Konsolengeneration nix zu tun.
- Propell3rhead
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Re: Was von der nächsten Generation übrig blieb
Danke, das war erfrischend zu lesen. 
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Baralin
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Re: Was von der nächsten Generation übrig blieb
Ja, nach hinten raus deutlich besser! Wohlgemerkt, ich kritisiere nur den Schreibstil, nicht den Inhalt.AkaSuzaku hat geschrieben:Nicht wahr? Am Anfang war ich kurz davor das Browser-Fenster wieder zu schließen. Hinten raus bessert er sich aber deutlich.Baralin hat geschrieben:Puh. Der Kommentar ist ja für meinen Geschmack wieder nicht so gut geschrieben. Der Anfang ist ein ziemlicher Krampf.
Mag aber auch daran liegen, wie konform man jeweils mit dem Geschriebenen geht.
- Lord Hesketh-Fortescue
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Re: Was von der nächsten Generation übrig blieb
Ja, da kommt man echt ins Schwelgen. Konsolen haben ihre Unkompliziertheit verloren, die früher immer charakteristisch war. Und ihre Eigenständigkeit! Natürlich alles im Sinne des technischen Schnickschnacks, äh..., Fortschritts natürlich. Früher waren Konsolen ja quasi wie Sex ohne Vorspiel: reinschieben (das Spiel!) und loslegen! Heute soll man sich vor, während und nach dem Spielakt den Wolf labern, muss sich erst mit Viagra patchen, weil sonst GAR NIX läuft, und muss die ganzen Kameras und Mikrofone im Schlafzimmer installieren, damit auch ja jede noch so banale Ferkelei geshared, gesocialed und geliked werden kann.Luibl hat geschrieben:Select und Start, ich vermisse euch!
In diesem Sinne: Schöne Kolumne. Böse, sarkastisch, altherrenhaft, aber doch irgendwie liebenswert. Ich drücke den "Gefällt-mir"-Button!
- Enthroned
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Re: Was von der nächsten Generation übrig blieb
Das sehe ich widerum ganz anders. Ich finde Spiele sind heute genauso gut wie damals, aber unter anderen Gesichtspunkten. Bedenke das auch "wir" einen Wechsel vom NES zum SNES und damit einen recht Innovationslosen Wechsel mitgemacht haben. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich damals über Grafik geredet hätte, aber das merkbar "schönere Bild" war ja vorhanden und so hat man es auch wahrgenommen.onaccdesaster hat geschrieben:@Enthroned:
Schöner Beitrag, da ist viel Wahres drin.
Ich bin auch über 40 und habe damals Amiga, Konsolen und PC mitgemacht und bin auch der Meinung das früher die Spiele besser waren. Doch lag das an der Zeit, die Pioneer-Zeit der digitalen Games und Genres wie Strategie, Sport, Rollenspiele usw. Damals hatten mich auch die Spiele durch das Gameplay überzeugt da sie ja NEU waren und man es so nicht kannte.
Keine der nachfolgenden Generationen hatte es erreicht das ich mir soviel Spiele zugelegt habe wie damals für Amiga 500! Für mich bleibt dieser Computer der "Spiele-Computer" schlechthin da es DIE Zeit der Spiele war.
[...]
Ich denke viele der heutigen Spiele würden auch aus spielerischer Sicht, die Leute von damals zum staunen bringen. Aber eben auch nur 4-5 Mal. Ich mag wirklich keine Ego-Shooter, ich spiele lediglich BF1,2,3 und 4 mit einem Kumpel, aber damals hat mich Medal of Honor mit dem Omaha Beach Intro schon erstaunt. Zu dem Zeitpunkt gab es aber auch nur eine Hand voll Shooter und heute ist es Massenware. Aber: Es ist nicht zwingend eine schlechte Massenware. Das Dilemma steckt im Wort Masse. Heute sind viele den ganzen Shootern eher überdrüssig, aber auch das hängt immer von verschiedenen Standpunkten ab. Es wird Leute wie Tim geben, der seit 8 Jahren Shooter spielt und den die neuen Teile von CoD oder BF4 nicht mehr ansprechen. Es gibt aber auch Michael, der gerade vorgestern seine erste Konsole namens PS4 bekommen hat und heute zum ersten Mal CoD spielt. Vielleicht mag er auch in 7 Jahren noch Shooter, aber nach 8 Jahren packt ihn die Langeweile. Hier kommt Peter ins Spiel, der gerade seine neue PS5 ausgepackt hat und...
Das ist es was ich mit WoW meine. Jemand der heute mit WoW anfängt, bekommt ein großartiges Spiel mit unereichtem Umfang, einer genialen Hintergrundgeschichte, viel Inhalt und immernoch guten Animationen. Jemand der vor 4 Jahren angefangen hat, der jedes Gebiet kennt, jeden Endboss mehrere Male getötet und jedes aktuelle Tier Set sein Eigen nennt, der könnte morgen WoW an den Nagel hängen, weil ihn die Lust verlässt.
Es ist viel mehr die Frage ob man sich dann eingesteht, dass man selbst das "Problem" darstellt und sagt "ich habe einfach jetzt genug" oder ob man behauptet, früher sei alles besser gewesen und die Qualität des Spiels sei an der Lustlosigkeit schuld.
@LordOfNosgoth
Es muss nicht immer Innovation stattfinden und dein Vergleich mit dem Buch ist wirklich sehr gelungen. Darauf gibt es keine richtige Gegenantwort. Ich als Leseratte und Audible-Abbonent kann dennoch sagen, dass bei einem Buch immer ein Stück weit mehr die Fantasie angesprochen wird, als beispielsweise in einem Spiel. Aber ich spiele Spiele heute immernoch sehr gern, selbst ohne dauernde Innovation. Aber ohne eine Konsole mit der Möglichkeit zur Innovation (siehe Wii) können auch keine entsprechenden Spiele erscheinen, weshalb ich hier mehr die Hersteller entsprechender Plattformen in die Pflicht nehme.Auf der einen Seite will ich dir irgendwo widersprechen und dich fragen, ob es nicht vielleicht an dir/uns liegt, dass wir gelangweilt sind? Doch, wahrscheinlich, das hast du ja auch schon recht schön beschrieben.
Aber muss wirklich immer eine Innovation stattfinden – ist Innovation nicht vielleicht sogar das größte Unwort der modernen Zeit? Was verändert sich in Büchern und Filmen denn groß? Man kann sagen, die Charaktere sehen anders aus, haben andere Namen, jedoch oft erfüllen sie ähnliche Funktionen und ihrer jeweiligen Rolle sind mehr oder weniger starre Handlungsmuster zugeordnet. Die Landschaften wechseln sich vielleicht noch ab, aber eigentlich unterscheiden sind sich oben genannte Medien innerhalb ihres Genres doch nur (mehr oder weniger) geringfügig in Schreibstil und Aufbau. Hierbei reicht es einem doch auch völlig aus und keiner fordert Innovation. Niemand forderte bisher einen Krimi, mit E.T. als Kommissar, einem Elfen als Opfer und der Lüneburger Heide als Schauplatz für ein Mordkomplott in der Sternenstaub-Dealer-Szene.
Und ja, ich freue mich wie ein Schnitzel auf Oculus Rift, vorallem als EVE-Spieler auf EVE-Valkyrie. Pew Pew.
- an_druid
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Re: Was von der nächsten Generation übrig blieb
Heey"..Damit hab ich den verdammten Button einfach aus dem Dualshock rausgehebelt – bisschen Spachtelmasse rein und gut ist. Klar wird das mit der Garantie schwierig. Aber jetzt sieht das endlich aus wie ein Gamepad für Männer, mit Narben und Charakter. .."
- risikofaktor
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Re: Was von der nächsten Generation übrig blieb
Ich zocke mit meiner Vita und das funktioniert sehr gut plus kein Share Button 
- flying mettbrot
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Kommentar
Genialer Text Jörg, einfach klasse. Sehr unterhaltsam und auf den Punkt. Danke dafür.
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johndoe1388741
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Re: Was von der nächsten Generation übrig blieb
Mr_v_der_MuehleBetrifft hat geschrieben: Betrifft mich zwar nicht, aber zwischen dem zitierten Satz und "Wo ist die gute alte Zeit für richtige Gamer hin?" liegt kein großer Unterschied. (!?)
Yep! Entweder man kann es nachvollziehen oder nicht. Ich bin niemanden böse der diese Frage nicht versteht, da es subkjektiven Ursprungs ist.. Genau wie der ganze Kommentar von Jörg.Sorgi hat geschrieben:Zwischen " Früher war Alles besser" und " Wo ist die gute alte Zeit für Gamer hin?" ist ein großer Unterschied.
