Nanimonai hat geschrieben:Einer von den Menschen, die dafür ausgebeutet wurden, damit wir ein leichtes Leben haben, hat uns jetzt einfach mal in die Spielekonsole gekackt. C'est la vie.
Glaube ich nicht dran.
Das war Sony wahrscheinlich selber.
Die mit ihrer Sparpolitik haben wahrscheinlich einfach nur die billigsten Teile zusammengekauft.
Bei jeden HDMI Port 1 Cent gespart beim Einkauf.
Nanimonai hat geschrieben:Foxconn ist nicht erst seit gestern immer mal wieder in den Medien wegen ihrer unmenschlichen Arbeitsbedingungen. Verträge für die Fertigung diverser Produkte unterzeichnen sich ja nicht von selbst...
Stimmt natürlich aber wenn dieser verspricht so etwas nicht zu machen kann man sich auch nur drauf verlassen.
LOL. Ja richtig. Wenn ein Massenmörder verspricht nicht mehr zu töten, kann man sich darauf sicher auch verlassen. Das ist ja vollkommen idiotisch, genau wie dein Argument.
Nanimonai hat geschrieben:Das ist ja die Krux daran. Es gibt keine Alternative.
....
Einer von den Menschen, die dafür ausgebeutet wurden, damit wir ein leichtes Leben haben, hat uns jetzt einfach mal in die Spielekonsole gekackt. C'est la vie.
Irgendwie werd ich grad leicht agressiv.... Leider ist Gewalt auch keine Lösung. Merde.
Nanimonai hat geschrieben:Foxconn ist nicht erst seit gestern immer mal wieder in den Medien wegen ihrer unmenschlichen Arbeitsbedingungen. Verträge für die Fertigung diverser Produkte unterzeichnen sich ja nicht von selbst...
Stimmt natürlich aber wenn dieser verspricht so etwas nicht zu machen kann man sich auch nur drauf verlassen.
LOL. Ja richtig. Wenn ein Massenmörder verspricht nicht mehr zu töten, kann man sich darauf sicher auch verlassen. Das ist ja vollkommen idiotisch, genau wie dein Argument.
Was willst du denn anderes tun? Dir die Foxconn Manager packen und sie windelweich prügeln?
Insofern hat er schon recht: dem Endverbraucher bleibt da nichts anderes übrig. Es sei denn er boykottiert diejenigen Artikel, von denen er weiß, wie sie hergestellt werden. Und damit dürftest du dann höchtens bei Wasser und Brot landen, wenn überhaupt....oder es kommt zu Massenprotesten oder heftigen Shitstorms (wie beim XO Debakel).
Nanimonai hat geschrieben:Das ist ja die Krux daran. Es gibt keine Alternative.
....
Einer von den Menschen, die dafür ausgebeutet wurden, damit wir ein leichtes Leben haben, hat uns jetzt einfach mal in die Spielekonsole gekackt. C'est la vie.
Creepwalker hat geschrieben:Irgendwie werd ich grad leicht agressiv.... Leider ist Gewalt auch keine Lösung. Merde.
Auch hier: wo ist das Problem? Die Aussage ist zwar überspitzt aber im Kern richtig. Ich würde aber nicht von einem "besseren" Leben sprechen, sondern eher von einem "schöneren" oder "luxuriöseren".
Man könnte sich Arbeitsbedingungen vertraglich sichern lassen und bei Zuwiderhandlung eine Strafe festsetzen....
...andererseits gibt es Strafen bereits per Gesetz.
Wenn "Mitarbeiter" aus Frust über Ausbeutung ihrer Arbeitskraft anfangen Geräte zu sabotieren (über Selbstmord sind wir bei Firmen wie Foxconn längst hinaus. ) sollten mehr Gedanken entstehen als nur "So ist das Leben".
Neben der Zwangsarbeit bei der PS4-Herstellung ist vor allem die fehlende Qualitätssicherung befremdlich. Laut den meisten negativen Amazon-Rezensionen kommen die defekten PS4-Konsolen in der Regel bereits "DOA", also "Dead on Arrival" = Defekt bei der Ankunft an.
Bevor eine PS4 verpackt wird, sollte doch wohl zumindest ein kurzer Einschalttest dazugehören, um zu prüfen, ob das Gerät innerhalb von ca. 30 Sekunden hochfährt. Die Bauteile einfach zusammenzutackern und dann das Beste zu hoffen, ist völlig unprofessionell. Genauso wie jeder Handwerker oder Freiberufler hat doch wohl auch jeder Hersteller die Verantwortung, das Ergebnis seiner Arbeit vor der Übergabe auch einmal zu prüfen.
Wie war das PS4-Motto von Sony noch gleich? Greatness awaits.
Als "grandios" ist in diesem Fall das völlige Versagen der Qualitätssicherung zu bezeichnen.
ColdFever hat geschrieben:
Bevor eine PS4 verpackt wird, sollte doch wohl zumindest ein kurzer Einschalttest dazugehören, um zu prüfen, ob das Gerät innerhalb von ca. 30 Sekunden hochfährt. Die Bauteile einfach zusammenzutackern und dann das Beste zu hoffen, ist völlig unprofessionell. Genauso wie jeder Handwerker oder Freiberufler hat doch wohl auch jeder Hersteller die Verantwortung, das Ergebnis seiner Arbeit vor der Übergabe auch einmal zu prüfen.
Naja, da sollte man aber auch mal realistisch bleiben. Bei einem Produktionsvolumen von ca. 1 Mio Einheiten pro Monat bedeutet ein 30-sekündiger Test pro Gerät eine Nettozeit von ~12 Tagen und würde erhebliche Kosten verursachen.
Qualitätsmanagement und -Kontrolle heißt nicht, jedes einzelne Gerät zu überprüfen. So funktioniert das nicht.
Nanimonai hat geschrieben:Qualitätsmanagement und -Kontrolle heißt nicht, jedes einzelne Gerät zu überprüfen. So funktioniert das nicht.
In welchem Unternehmen ohne Endabnahme arbeitest Du? Nur damit wir gewarnt sind.
In der Massenfertigung werden seit jeher Stichproben kontrolliert, nicht die komplette Produktion. Da wirst Du kaum ein Unternehmen finden, dass das anders handhabt. Je nach Produkt gibt es das natürlich, wenn es sich beispielsweise um bestimmte medizinisch-technische Geräte, Gefahrgüter o.ä. handelt. Ganz sicher aber nicht in der Unterhaltungselektronik.
greenelve hat geschrieben:Man könnte sich Arbeitsbedingungen vertraglich sichern lassen und bei Zuwiderhandlung eine Strafe festsetzen....
...andererseits gibt es Strafen bereits per Gesetz.
Wenn "Mitarbeiter" aus Frust über Ausbeutung ihrer Arbeitskraft anfangen Geräte zu sabotieren (über Selbstmord sind wir bei Firmen wie Foxconn längst hinaus. ) sollten mehr Gedanken entstehen als nur "So ist das Leben".
Aus Sicht des Verbrauchers bleibt einem aber nicht viel außer den Dingen, die ich genannt habe: Hinnehmen, Boykott, Protest (entweder draussen oder digital als shitstorm).
Nanimonai hat geschrieben:In der Massenfertigung werden seit jeher Stichproben kontrolliert, nicht die komplette Produktion [...] Bei einem Produktionsvolumen von ca. 1 Mio Einheiten pro Monat bedeutet ein 30-sekündiger Test pro Gerät eine Nettozeit von ~12 Tagen und würde erhebliche Kosten verursachen.
So ineffektiv funktioniert eine Endabnahme auch nicht, das wäre eine teure Milchmädchenrechnung. Niemand soll die fertigen Geräte einzeln einschalten und dann jeweils 30 Sekunden auf das Hochfahren warten. Nein, auf der einen Seite werden die Geräte angestöpselt, eingeschaltet und dann geht es sofort weiter zum nächsten Gerät. Auf der anderen Seite wird der fertige Ladebildschirm kontrolliert und dann sofort abgestöpselt. Das dauert insgesamt pro Gerät nur wenige Sekunden. Und diese vielleicht 10 Sekunden Endabnahme darf man bei Geräten für 400 Euro auch erwarten. Es geht hier ja nicht um Hustenbonbons, bei denen statistische Stichproben natürlich ausreichen.
Zuletzt geändert von ColdFever am 18.11.2013 10:11, insgesamt 2-mal geändert.
CryTharsis hat geschrieben:
Aus Sicht des Verbrauchers bleibt einem aber nicht viel außer den Dingen, die ich genannt habe: Hinnehmen, Boykott, Protest (entweder draussen oder digital als shitstorm).
Und machen wir uns alle mal nichts vor, dann ist "Hinnehmen und ab und an mal protestieren" doch immer noch die wahrscheinlichste Variante. Du sagst es ja selbst, konsequenter Boykott würde bildlich gesprochen ein Leben mit Wasser und Brot in der Wildnis bedeuten.
Letztendlich muss aber eh jeder für sich entscheiden, bis zu welchem Grad man etwas noch vertreten oder "übersehen" kann. Da hat sicher jeder eine andere Toleranzschwelle.