Spielkultur: Russland: Will mehr "patriotische und historisch akurate" Spiele

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mr archer
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Re: Kommentar

Beitrag von mr archer »

Wulgaru hat geschrieben:
Sowas wie 54 oder 90 waren für das Land wichtige "einigende" Ereignisse und zwar im patriotischen Sinne.
Damit naturalisierst Du Patriotismus und erklärst ihn zum festen Bestandteil der menschlichen Natur. Dagegen wehre ich mich. Und gerade das Beispiel 90 ist da eher unglücklich. Denn dem ging unmittelbar 89 voraus, bei dem eine deutsche Wiedervereinigung in den ersten Wochen überhaupt nicht das zentrale Thema auf den Demonstrationen war, sondern eine Reformierung der DDR. In welchem Sinne patriotisch die Menschen im Herbst 89 waren, ist damit Feld der Debatte von Historikern usw. Aber DEN EINHEITLICHEN patriotischen Gedanken gab es 89 nie. Wie es ihn in der Geschichte zu keinem konkreten Ereignis gab. Patriotismus wird im Nachhinein in bestimmte Momente der Geschichte hineininterpretiert, um sie im Sinne einer bestimmten, als richtig empfunden patriotischen Erzählung nutzbar zu machen. Geschichte ist nicht patriotisch. Sie wird patriotisch gemacht.
Zuletzt geändert von mr archer am 10.10.2013 12:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Umimatsu
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Re: Spielkultur: Russland: Will mehr "patriotische und histo

Beitrag von Umimatsu »

Wulgaru hat geschrieben:[
In Russland ist man sehr stolz auf sein Land und gerade wenn es um Kriegsspiele geht, wird dem "großen Vaterländischen Krieg" ein Aspekt berührt der in der nationalen Erzählung durch alle politischen Grenzen eine wichtige Rolle spielt. Das ist eine Grundhaltung die kaum jemals verändert werden wird. Man kann sich kritisch mit Einzelelementen auseinandersetzten, nicht ohne Grund führen die Russen seit Jahrzehnten eine Debatte über Stalin und seine Ära, aber nicht mit so elementaren Grundhaltungen.
Die Russen haben mit dem Fall der Berliner Mauer ihren Supermachtstatus verloren, anscheinend sind sie der Meinung, es gäbe nicht mehr viel, worauf sie stolz sein könnten und so wird Stalins repressives Terrorregime verdrängt oder schöngeredet.

Hinzu kommt, dass die Russen während des Krieges 3 Jahre die Hauptlast der Kämpfe trugen. Diese außergewöhnliche Leistung wird, grade von westlicher Seite, häufig kleingeredet, indem man die ausländischen Hilfslieferungen besondershervorhebt, den russischen Soldaten als minderwertig bezeichnet oder den russischen Kommandeuren auf operativer Ebene jegliche Kompetenz abspricht. Diese westliche Überheblichkeit tut ihr Übriges, bei den Russen nationale Gefühle zu wecken und zu festigen.
Und weil das so gut funktioniert hat die Merkel nun fast die absolute Mehrheit erreicht ^^ ?! Is halt wieder Optimist und Pessimist. Ich weiß worüber Du redest und hast da zum Teil auch Recht mit, nur was das Engegement der Menschen angeht da auch wirklich mal was anzupacken, da haperts bei meiner Zuversicht gewaltig ;)
Merkel hat die Wahl für ihre Partei gewonnen, nicht umgekehrt! Bekannte von mir wurden gefragt, wenn sie wählen würden. Antwort: Angie. Auf die Frage "warum" wurde mit: "Weil wir Angie toll finden !", geantwortet. Inhaltliche Gründe, die für das Parteiprogramm der CDU und damit ihrer Wahl sprechen, konnten nicht genannt werden. Die letzte Wahl war ein Personenwahlkampf, keine Themenwahlkampf.
Zuletzt geändert von Umimatsu am 10.10.2013 12:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Kajetan
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Re: Spielkultur: Russland: Will mehr "patriotische und histo

Beitrag von Kajetan »

Wulgaru hat geschrieben: In Russland ist man sehr stolz auf sein Land und gerade wenn es um Kriegsspiele geht, wird dem "großen Vaterländischen Krieg" ein Aspekt berührt der in der nationalen Erzählung durch alle politischen Grenzen eine wichtige Rolle spielt. Das ist eine Grundhaltung die kaum jemals verändert werden wird.
Ich wäre mit solchen Aussagen vorsichtig. Vergleiche bitte das Deutschland des Jahres 1914 mit dem Deutschland des baldigen Jahres 2014. Was hundert Jahre hier an gesellschaftlichen und politischen Strukturen und auch Mentalitäten verändert haben, das erstaunt mich heute z.T. immer noch.
Man kann sich kritisch mit Einzelelementen auseinandersetzten, nicht ohne Grund führen die Russen seit Jahrzehnten eine Debatte über Stalin und seine Ära, aber nicht mit so elementaren Grundhaltungen.
Offiziell gibt es keine Debatte über die Rolle von Josef Stalin, weil das schwer am Selbstverständnis der Russen nagt. Man gibt sich lieber der Illusion des Großen Freiheitskampfes gegen die Nazis hin, anstatt sich darüber zu unterhalten, was für ein ungeheures Massaker Stalin zuvor im eigenen Land angerichtet hat, welches mit dazu beigetragen hat, dass die Wehrmacht mit zahlenmäßig deutlicher Unterlegenheit fast zwei Jahre lang Rußland westlich des Urals besetzt halten konnte.

Großartig vorwerfen kann und will ich das keinem Russen. Es ist schwer, verdammt schwer sich von solchen schönen Märchen zu lösen. Ich kann nur meinen Vater bewundern, der noch das letzte halbe Jahr WK2 als Soldat erleben durfte, dass er diesen Verklärungen nicht erlegen ist und seinen Kindern ganz nüchtern erzählt hat, dass so eine Scheisse nie wieder passieren darf. Geholfen hat dabei auch seine Frau, die, nach dem Verlust ihrer Heimat, dem Verlust von Geschwistern auf der Flucht, dem Russen als solchen verziehen hat. Damit so etwas nie mehr wieder passiert. Verklärendes Geschwätz wie "Also eigentlich war der Adolf ja sooo schlecht nicht" und "Wie wir damals mit nix in der Hand den Ami aus dem Wald getrieben haben", das kam nie von ihnen.

Vielleicht muss "ein Volk" erst einen Krieg so richtig brachial verlieren, bevor sich entsprechende Erkenntnisse nachhaltig genug durchsetzen können. Die Österreicher haben das z.B. total schlau gemacht. Da waren die Deutschen Schuld an allem, man selbst war nur das arme Opfer. Bilder wild jubelnder Menschen, die Hitler beim "Einmarsch" in Wien begrüßt haben, österreichische Juden, die von ihren Nachbarn verraten wurden usw. wird gerne ignoriert. Nicht ohne Grund haben in Ösiland rechte Parteien so einen großen Zulauf. Weil ... WIR waren ja nicht Schuld! Und weil WIR nicht Schuld waren, müssen WIR uns auch keine Gedanken machen und laufen weiterhin jedem schmierigen Populisten hinterher.
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Kajetan
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Re: Spielkultur: Russland: Will mehr "patriotische und histo

Beitrag von Kajetan »

Umimatsu hat geschrieben: ... oder den russischen Kommandeuren auf operativer Ebene jegliche Kompetenz abspricht.
Das ist leider ein historischer Fakt. Stalins Säuberungen des Offizierskorps in den 30ern haben die Führung der Roten Armee in einen Haufen inkompetenter Lamettaträger verwandelt. Erst unter dem Druck der hohen Verluste durften im späteren Verlauf des Krieges junge Offiziere ran, die ihr blutiges Handwerk deutlich besser verstanden haben. Die Polit-Offiziere, die keinen Schimmer von Kriegsführung hatten, wurden in ihren Kompetenzen beschnitten und durften keine strategischen und taktischen Entscheidungen mehr treffen.
Freakstyles
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Re: Spielkultur: Russland: Will mehr "patriotische und histo

Beitrag von Freakstyles »

Umimatsu hat geschrieben:
Und weil das so gut funktioniert hat die Merkel nun fast die absolute Mehrheit erreicht ^^ ?! Is halt wieder Optimist und Pessimist. Ich weiß worüber Du redest und hast da zum Teil auch Recht mit, nur was das Engegement der Menschen angeht da auch wirklich mal was anzupacken, da haperts bei meiner Zuversicht gewaltig ;)
Merkel hat die Wahl für ihre Partei gewonnen, nicht umgekehrt! Die letzte Wahl war ein Personenwahlkampf, keine Themenwahlkampf.
Schon klar ;)
Umimatsu hat geschrieben:Bekannte von mir wurden gefragt, wenn sie wählen würden. Antwort: Angie. Auf die Frage "warum" wurde mit: "Weil wir Angie toll finden !", geantwortet. Inhaltliche Gründe, die für das Parteiprogramm der CDU und damit ihrer Wahl sprechen, konnten nicht genannt werden. Die letzte Wahl war ein Personenwahlkampf, keine Themenwahlkampf.
Jo, waren ja nich nur Deine bekannten, genau das gleiche haben auch ein paar Sendungen des ZDF die Leute gefragt, immer die gleiche Antwort, immer Null Ahnung von politischen Inhalten. Deshalb verlier ich auch so langsam meinen glauben an die Menschheit, man hat das Gefühl man ist nur noch von Volltrotteln umgeben. Und da haben die Medien fleissig dran mitgewirkt!
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Jill Valentine
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Re: Spielkultur: Russland: Will mehr "patriotische und histo

Beitrag von Jill Valentine »

Zuletzt steckt in jedem Patriotismus der Krieg, und deshalb bin ich kein Patriot.

Jules Renard
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Umimatsu
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Re: Spielkultur: Russland: Will mehr "patriotische und histo

Beitrag von Umimatsu »

Kajetan hat geschrieben:
Umimatsu hat geschrieben: ... oder den russischen Kommandeuren auf operativer Ebene jegliche Kompetenz abspricht.
Das ist leider ein historischer Fakt. Stalins Säuberungen des Offizierskorps in den 30ern haben die Führung der Roten Armee in einen Haufen inkompetenter Lamettaträger verwandelt. Erst unter dem Druck der hohen Verluste durften im späteren Verlauf des Krieges junge Offiziere ran, die ihr blutiges Handwerk deutlich besser verstanden haben. Die Polit-Offiziere, die keinen Schimmer von Kriegsführung hatten, wurden in ihren Kompetenzen beschnitten und durften keine strategischen und taktischen Entscheidungen mehr treffen.
Das stimmt. Ich beziehe mich allerdings auf eine generelle Nichtanerkennung operativer Leistungen des russischen Generalstabs. Da wird beispielsweise die Operation Uranus abgewertet, indem die ausländischen "Hilfstruppen" für die Einkesselung der 6. Armee verantwortlich gemacht werden und nicht die Offensive an sich.
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SethSteiner
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Re: Spielkultur: Russland: Will mehr "patriotische und histo

Beitrag von SethSteiner »

Ja.. in jedem Patriotismus steckt der Krieg, in jedem Fandom steckt der Hooligan. Vielleicht sollte man sich mit dem was Patriotismus ist mal richtig auseinandersetzen.

Ich sehe sowas wie "Mehr patriotische und historisch akurate Spiele" dennoch kritisch. Das wird wohl kaum patriotisch sondern eher nationalistisch sein und historisch akurat in Russland heisst wohl eher, dass in Russland keine Fehler gemacht werden. Die Reaktionen auf Company of Heroes 2 haben ziemlich deutlich aufgezeigt, dass Russland ein Problem mit Vergangenheitsbewältigung hat.
johndoe824834
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Re: Spielkultur: Russland: Will mehr "patriotische und histo

Beitrag von johndoe824834 »

Glaube manche interpretieren die Russen falsch.

Sie wollen nicht Patriotismus glorifizieren sondern einfach nur die Wahrheit und
eine faire Darstellung der Ereignisse.

Ich find traurig das soviele Deutsche sich von der CDU Regierung so einen mist erzählen
lassen und soviel antirussische Propaganda glauben.

1. In Deutschland gibt es nicht einen Russischen Soldaten bzw. in ganz Europa
(Ukraine ist nicht in der EU)
USA/England hat 80.0000 tausend Soldaten in Deutschland stationiert und garantiert nicht
aus Freundschaft. Das kostet übrigens ein paar Milliarden im Jahr , deutsche Steuergelder versteht sich.


2. Wer reizt und beleidigt Russland in den Medien , wer stellt Hauptsächlich
die Filme her wo Russen schlechter wegkommen? Der Westen^^

3. Die USA ging es nie um Europa bzw. Deutschland. Man hat sich dort sicher gefreut
als die Sowjetunion zusammenbrach aber nicht für die deutsche Freiheit sondern weil das einzige Land
, das der USA widersprechen/im weg stehen kann für immer ausgeschaltet zu sein schien.


Dann wurde irgendwan China immer stärker , dann kam Wladimir Putin , der den katastrophalen Boris Jelzin in Russland ablöste. Jetzt ist Russland wieder so gewachsen das die USA versuchen
alles Russische ins schlechte Licht zu rücken.

Leider steht die USA aktuell vor dem völligen Bankrott ud ganz ehrlich^^ das kann nur
gut für die Welt sein das die USA immer weniger Gewicht hat.
Zuletzt geändert von johndoe824834 am 10.10.2013 13:19, insgesamt 2-mal geändert.
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Kajetan
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Re: Spielkultur: Russland: Will mehr "patriotische und histo

Beitrag von Kajetan »

Umimatsu hat geschrieben:Da wird beispielsweise die Operation Uranus abgewertet, indem die ausländischen "Hilfstruppen" für die Einkesselung der 6. Armee verantwortlich gemacht werden und nicht die Offensive an sich.
Wer tut das? In den Büchern, die ich zu diesem Thema gelesen habe, galt diese Aktion als erster großer Sieg der erneuerten Roten Armee gegen die Wehrmacht. Welche ausländischen Hilfstruppen sollen das gewesen sein? Auf Seiten der Wehrmacht haben rumänische und italienische Verbände gekämpft. Auf Seiten der Russen ... Russen?
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Umimatsu
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Re: Spielkultur: Russland: Will mehr "patriotische und histo

Beitrag von Umimatsu »

Kajetan hat geschrieben:
Umimatsu hat geschrieben:Da wird beispielsweise die Operation Uranus abgewertet, indem die ausländischen "Hilfstruppen" für die Einkesselung der 6. Armee verantwortlich gemacht werden und nicht die Offensive an sich.
Wer tut das? In den Büchern, die ich zu diesem Thema gelesen habe, galt diese Aktion als erster großer Sieg der erneuerten Roten Armee gegen die Wehrmacht. Welche ausländischen Hilfstruppen sollen das gewesen sein? Auf Seiten der Wehrmacht haben rumänische und italienische Verbände gekämpft. Auf Seiten der Russen ... Russen?
Die Rumänen und Italiener werden von nicht gerade wenigen Geschichtsrevisionisten abwertend als Hilfstruppen bezeichnet, deswegen habe ich den Begriff auch in Anführungszeichen gesetzt. Was diese Spinner nicht wahrhaben wollen, sind die Warnungen der Rumänen über eine mögliche russische Offensive in ihrem Frontabschnitt. Diese wurden von den Deutschen ignoriert, weil man dachte, die Russen sei zu einer groß angelegten Umfassungsaktion nicht imstande. Herrenmenschendenken par excellence.
johndoe824834
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Re: Spielkultur: Russland: Will mehr "patriotische und histo

Beitrag von johndoe824834 »

Und noch was: Wer sich nicht informiert der wird denken - Russland sagt über Deutschland
nur schlechtes aufgrund des zweiten Weltkrieges , schließlich hat die Sowjetunion die
Hauptlast im Krieg zu tragen gehabt.

Die Realität sieht aber so aus. Russland ist Deutschland gegenüber völlig Neutral bis
Positiv eingestellt. In den USA ist der deutsche , der böse Nazi , immer noch.

Überall im Netz , wenn du auf Youtube nach deutscher Musik suchst , Rammstein/Scorpions,
bekannte deutsche Bands. Da steht in englischer Sprache immer etwas über Nazis.

Es ist einfach nicht zu fassen das Russen in Deutschland so schlecht wegkommen.
Und man siehe deutsches Fernsehen bei einer Debatte über den 2Weltkrieg.

"USA ist der große Befreier , die Superhelden"

da muss dann erst so eine Pfeife wie Till Schweiger reinrufen und sagen
"Hey aber die Russen darf man doch nicht Vergessen" andernfalls hätte man die halt Vergessen , is ja egal die muss man nicht erwähnen.
Zuletzt geändert von johndoe824834 am 10.10.2013 13:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Chwanzus Longus
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Re: Spielkultur: Russland: Will mehr "patriotische und histo

Beitrag von Chwanzus Longus »

"Russland: Will mehr "patriotische und historisch akurate" Spiele"

LOL, rund um Stalin oder was?
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Umimatsu
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Re: Spielkultur: Russland: Will mehr "patriotische und histo

Beitrag von Umimatsu »

ICHI- hat geschrieben:Und noch was: Wer sich nicht informiert der wird denken - Russland sagt über Deutschland
nur schlechtes aufgrund des zweiten Weltkrieges , schließlich hat die Sowjetunion die
Hauptlast im Krieg zu tragen gehabt.

Die Realität sieht aber so aus. Russland ist Deutschland gegenüber völlig Neutral bis
Positiv eingestellt. In den USA ist der deutsche , der böse Nazi , immer noch.

Überall im Netz , wenn du auf Youtube nach deutscher Musik suchst , Rammstein/Scorpions,
bekannte deutsche Bands. Da steht in englischer Sprache immer etwas über Nazis.

Es ist einfach nicht zu fassen das Russen in Deutschland so schlecht wegkommen
und Amerika so gut...
Nicht jeder, der auf Englisch postet, ist zwangsweise ein Amerikaner oder Brite. You understand?
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Jill Valentine
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Re: Spielkultur: Russland: Will mehr "patriotische und histo

Beitrag von Jill Valentine »

SethSteiner hat geschrieben:Ja.. in jedem Patriotismus steckt der Krieg, in jedem Fandom steckt der Hooligan. Vielleicht sollte man sich mit dem was Patriotismus ist mal richtig auseinandersetzen.
Krieg in allen Dingen, mein Freund der Sonne ! :mrgreen:

Die Trennung zwischen guten Patrioten und schmuddeligen Nationalisten gibt es nicht; der positive Bezug zum eigenen ‘Vaterland’ bedeutet immer auch die Abwertung von anderen, weil sie zum Beispiel Ausländer sind oder homosexuell.

Patriotismus ist immer wieder ein Argument in den alltäglichen Auseinandersetzungen der Politik: Wenn es um den Kampf um Arbeitsplätze geht, um das Asylrecht, um Feminismus, um Umweltschutz, dann steht in konservativen Argumenten oft genug der Zusammenhalt und Zukunft der ‘Deutschen’ oder die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft gegen Dinge, die uns viel wichtiger sind.