Damit gibst du doch die Antwort gleich selber?Sir Richfield hat geschrieben: Ich finde es spinnerter zu glauben, Blizzard habe einfach mal aus Spaß ein Auktionshaus eingebaut, ohne sich Gedanken zu machen, wie man das sinnvoll einsetzt.
Es zeigt sich doch schon eine gewisse Naivität bei Blizzard. Sie haben schlicht unterschätzt, wie sehr den Spielern Selffound am Herzen liegt, und es auch noch HnS-ler und nicht nur WiSiFans und Börsianer unter den D3 Zockern gibt, welche stundenlang im AH vor sich hin vegetieren können.Weil man im aktuellen System keine Balance gefunden hat zwischen Selffound und AH.
Und ich gehe wirklich davon aus, dass eine geschützte Handelsplattform ausserhalb von Ebay der Antrieb für das AH war und nicht Kohlescheffeln etc. Wurde ja auch schon Jahre vor Release angekündigt dass man auf irgendeine Weise den Ebayhandel in D3 unterbinden möchte.
Natürlich steckte dahinter eine lange Planung und Modellierung einer geeigneten Droprate. Und sicherlich war sich Blizzard auch bewusst, dass mit einem In-game-AH das Handelsvolumen aufgrund der leichten Zugänglichkeit um ein Vielfaches höher sein wird als noch in D2 via Foren/Ebay. Das zeigte sich beispielsweise an der sehr konservativen Droprate zu Release, damit das AH nicht überschwemmt wird.
Blizzard hat aber nicht vorausgehen, dass
1.) es den Leuten auf den Senkel geht, wenn sie nur alle Schaltjahre ein Legendary finden (noch dazu meist mit lächerlichen Stats). Also wurde kurzerhand dem Selffound absolute Priorität eingeräumt, die Dropraten erhöht, auf den damit verursachten Wertzerfall der Items und damit die Stabilität im AH geschissen. Entweder Selffound oder stabiles AH, Blizzard hat sich ab diesem Zeitpunkt für Selffound entschieden und das AH fallen gelassen, beides zusammen geht nicht.
2.) Resultat: Der Schuss ging nach hinten los. AH mit Items überschwemmt, das eigentliche Ziel Förderung des Selffound damit nun endgültig im Arsch, da nun alles für lau im AH zu haben ist.
Da Blizzard aber lernfähig ist (muss man ihnen lassen!), ist das unsägliche Ding nun zu.
Blizzards lange Planung ist doch längst nicht so ausgereift, wie es manchmal den Anschein hat. Zumindest kann ich das als langjähriger SC1/SC2 Spieler behaupten. Blizz begibt sich aber jeweils auch in Mammutprojekte, deren Balance nur schwer zu berechnen/prognostizieren ist. Auf jeden Fall ist sich Blizzard dann auch nicht zu schade, auch kurzfristig grosse Korrekturen vorzunehmen, was manchmal durchaus auch Kurzschlussreaktionen sein können (z.B. vom einen auf den andern Tag Schwierigkeitsgradänderung in Inferno von bockschwer zu idiotentauglich; oder einige grössere Sc-Patches). hier hört Blizzard in den letzten Jahren einfach zu häufig auf das Geplärre ungeduldiger Kleinkinder. Vielleicht ist das seit WOW so, keine Ahnung, hab das nie gespielt
@Hypnos: Danke für Erklärungen zu Paragon. Scheint also den braten auch nicht mehr feist zu machen. Aber konnte ja auch nicht erwartet werden, dass dieses Skillsystem im Kern noch umgekrempelt werden kann.
