BitteeinByte hat geschrieben:Mal eine OT-Frage: In einem Gamplayvideo hat der Spieler ein Quad geklaut. Der Bestohlene brüllt "Fuck me oder "Fuck meh"... ist mir schon öfter aufgefallen die Floskel. Weis Jemand woher das kommt? Denke ja nicht das man dies wortwörtlich nehmen kann, bei all den überfüllten Gefängnissen in den USA.
An expression of surprise, contempt, outrage, disgust, boredom, frustration, or of dismay at undesired events happening to oneself.
Oh, fuck me! I forgot to pay that parking ticket; now they want me to appear in court!
GTA5 als Kunstwerk ist ebensowenig frauenfeindlich, wie z.B. Game of Thrones bzw. das dazugehörige Romanwerk frauenfeindlich ist.
Die künstlerische Darstellung einer xy-Feindlichkeits-Thematik und tatsächliche Position eines Kunstwerks sind zwei völlig verschiedene Dinge.
Wenn man sich vor Augen führt, wie GTA5 sonst so über satirische Mittel (z.B. das Ingame-Fernsehprogramm) indirekt politisch Position bezieht, würde ich zu äußerster Vorsicht raten, wenn es darum geht, dem Spiel eine Haltung vorzuwerfen, die generell eher konservativ verortet wird...
Ähnliches gilt auch für die Darstellung von verabscheungswürdigen Charakteren. Die Darstellung von nicht vorhandener Moral lässt das Spiel noch längst nicht selbst Position zur Morallosigkeit beziehen.
Auch wenn Mafia 2 wohl in diesem Punkt besser gezeigt hat, wie man da erzählerisch reflektiert. Bisher der einzige Punkt, wo ich M2 GTA5 überlegen sehe, aber von GTA5 kenne ich noch nicht annähernd die ganze Story.
Wigggenz hat geschrieben:Wenn man sich vor Augen führt, wie GTA5 sonst so über satirische Mittel (z.B. das Ingame-Fernsehprogramm) indirekt politisch Position bezieht, würde ich zu äußerster Vorsicht raten, wenn es darum geht, dem Spiel eine Haltung vorzuwerfen, die generell eher konservativ verortet wird...
Das ist in meinen Augen auch der Unterschied zu so manch einem japanischen Machwerk, wo wir ja erst kürzlich im Zusammenhang mit Killer is Dead recht schwere Vorwürfe erhoben haben.
Ich lese immer wieder, dass die Solo-Kampagne 200 Std. umfässt. Wie kommt man bitte auf die Zahl? Ich habe bisher um die 16 Std. gezockt und bin schon bei 30%.
200? Das kann ich kaum glauben. Ich bin bei 6 Stunden und bei ca. 17%. Aber bald fange ich an die optionalen Aktivitäten zu machen, ab da kann ich es schlecht einschätzen.
Zehenry hat geschrieben:Ich lese immer wieder, dass die Solo-Kampagne 200 Std. umfässt.
ich denke da wird einfach nur übertrieben, wäre das erste Spiel was eine so lange "Haupt-Story" hat. Wenn man die Nebenaktivitäen dazu rechnet, dann auf jeden fall. ( je nach Spielstil halt)
PixelMurder hat geschrieben:Ich finde das mit dem Werteverfall übertrieben
Thema Werteverfall. Hier mal ein Zitat:
"Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer."
Das stammt von Sokrates und ist 2500 Jahre alt. Wenn die Jugend seit damals immer mehr verfällt, dann dürfte von ihr und dem Menschen an sich mittlerweile nicht mehr viel übrig sein.
Usul hat geschrieben:
Das ist in meinen Augen auch der Unterschied zu so manch einem japanischen Machwerk, wo wir ja erst kürzlich im Zusammenhang mit Killer is Dead recht schwere Vorwürfe erhoben haben.
In Japan ist das Ganze eine völlig andere Ebene. Misogynie hat ihren Ursprung dort in tief verwurzelten kulturellen Bezügen, die für uns gar nicht vorstellbar sind.
Und Feminismus ist ziemlich rar.
Wenn wir anfangen, japanische Spiele ob ihres Sexismus zu kritisieren, werden wir eine lange Zeit beschäftigt sein.
Lykaner77 hat geschrieben:
Akzeptier einfach, dass es ein Spiel hauptsächlich für männliche Zocker ist. Dafür wurde es programmiert und auf diese Zielgruppe ist es ausgerichtet.
Bullshit. Die wenigsten Leute designen Spiele für ein bestimmtes Geschlecht.
Lykaner77 hat geschrieben:
Ich weiß, manche Frauen haben da so ihre Probleme damit, wenn Männer Spaß haben ohne dass die Damen da einen nennenswerten Anteil dran haben.
Da kann ich nicht mal was zu schreiben, so bescheuert ist das.
Die Freiheit, in GTA mehr oder weniger alles zu tun oder zu lassen, ist Teil des Sandbox-Aspekts der Reihe. Wem das nicht gefällt - Muss ja auch nicht. Aber wer behauptet, ich sei ein schlechter Mensch, weil ich die Stadt in GTA mit einer Kettensäge terrorisiere und gucke, wie lange es dauert, bis die Polizei mich kriegt, darf gerne vorbeikommen und sich vergewissern, dass in meinem RL-Kleiderschrank keine Kettensäge hängt. :wink: