Diablo 3: Gold- und Echtgeld-Auktionshäuser werden geschlossen

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SethSteiner
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Re: Diablo 3: Gold- und Echtgeld-Auktionshäuser werden gesch

Beitrag von SethSteiner »

Ich muss gerade überlegen, ist schon eine Weile her aber ich glaube auch beim Grinden kamen sie noch immer wieder mit Kommentaren, die automatisch je nach Ort triggerten. Nagel mich nicht darauf fest aber ich würde zustimmen, dass das nicht sein muss. Vor allem weil man irgendwann alle Kommentare gehört hat.

Und ja, gerade dieses flüssige Spielgefühl habe ich (unter anderem) erheblich in Diablo 3 vermisst. Ich habe mich versucht mit dem Spiel anzufreunden aber die Veränderungen ließen das Spiel irgendwie ... stockern.

Zu Diablo 1:
Na ja, man muss schon sagen, D1 hatte keinen Dschungel, keine kleinen Urwaldbewohner mit lustigen Lauten und auch keine helle Wüste, da war alles noch erheblich gesetzter.
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Kajetan
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Re: Diablo 3: Gold- und Echtgeld-Auktionshäuser werden gesch

Beitrag von Kajetan »

SethSteiner hat geschrieben:Zu Diablo 1:
Na ja, man muss schon sagen, D1 hatte keinen Dschungel, keine kleinen Urwaldbewohner mit lustigen Lauten und auch keine helle Wüste, da war alles noch erheblich gesetzter.
Diablo hatte eine Kirche und ihre Gruften und eine immer höllischer werdende Unterwelt unter der Kirche, bis tief hinab in das feurige Herz der Hölle selbst. Es muss nicht immer eine Reise quer durch alle Geozonen sein. Weniger kann manchmal sehr viel mehr sein!
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SethSteiner
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Re: Diablo 3: Gold- und Echtgeld-Auktionshäuser werden gesch

Beitrag von SethSteiner »

Absolut, da bin ich auch ganz bei dir. Mein Problem am neuen Diablo ist unter anderem, dass man eben alles tötet. Früher hatte man endlose Skelette, den Butcher und irgendwo lauernd das Böse. Im zweiten Teil hat man schon ordentlich was vernichtet, klar und nun mit dem neuesten Werk ist die ganze Geschichte abgeglitten. Es geht überall hin, alles wird gekillt, Freunde, Feinde, man selbst bleibt übrig und schlägt als Nephalim (?) sowieso alles tot, kein Gefühl der Bedrohung mehr, obwohl die Sequenzen dieses noch richtig gut vermitteln konnten. Ein krasses Back to the Roots wäre irgendwann vielleicht tatsächlich gar nicht so verkehrt. Ich finde beide Teile noch immer sehr atmosphärisch und die Musik darf mittlerweile sogar meinen Weg zur Uni untermalen (bevorzugt, wenn es regnet und dunkel ist). Das klassische Labyrinth-Prinzip ist mit Sicherheit noch nicht tot.
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Sir Richfield
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Re: Re:fsd-Auktionshäuser werden geschlossen

Beitrag von Sir Richfield »

rekuzar hat geschrieben:Was hat dich denn da an D2 gestört, zuviele Klischees/Kitsch oder generell kein Interesse am Universum? Ich fand das "Storytelling" wenn mans denn so nennen will recht identisch zu D1.
Gestört hat mich nichts, im Gegenteil.
Aber die Story hat bei mir einfach nicht das Düstere rüberbringen können, wie es D1 noch geschafft hat.
Keine Ahnung, ob es der Spielfluss war oder äußere Umstände... es hat halt weniger Klick gemacht.

Und nach dem zwölften oder so Durchgang habe ich die komplett ausgeblendet. Aber das kann man der Story und dem Spiel nicht vorwerfen. Sie hätte mich aber nur gestört. Als Barbar hab ich damit eh nix am Hut, ich geh die Oststaße lang, bis sie die Weststraße wird und dreh dann um, weil ich halt der Oststraße folgen sollte. ;)
SethSteiner hat geschrieben:Das klassische Labyrinth-Prinzip ist mit Sicherheit noch nicht tot.
Aber sowas von nicht tot!
Ich würde sogar sagen, das geht heute noch unglaublich gut, nicht nur am Erfolg von Legends of Grimrock gemessen.
Es dürfen halt ein paar Dinge nicht gemacht werden:
- Immer und immer und immer das gleiche Setting. In Diablo I bist du schon durch durchaus verschiedene Settings gestampft. Alle paar Level hat sich das Setting mitunter drastisch geändert. Wenn man aber NUR durch Katakomben gestampft wäre, man hätte es bis Level 10 ausgehalten, maximal.
Schlimmstes Beispiel: Restriced Area, gerade mal vier Settings, die sich... halt, nein, das ist unfair. RA ist der Traktorsimulator 2002 unter den ARPG. ;)

- Kein RNG in einem Grindfest.
Das mag persönliche Geschmackssache sein, aber gerade an D1 hat mich gereizt, dass man das Gefühl hatte, jedesmal was Neues zu erforschen.
Aber ich sehe meine Rosa Brille durchaus: D1 habe ich ca. 4 mal durchgespielt, bei D2 habe ich nach dem 20. Mal aufgehört zu zählen (Disclaimer: Ich habe nie einen 99er Char besessen.). Demzufolge habe ich natürlich irgendwann den RNG von D2 gerochen, während mir das bei D1 nicht passiert ist.
Dennoch hatte D2 verglichen mit TL2 die besseren Setpieces - irgendwie. D2 fühlte sich mitunter verwinkelter an.

Edit: Die Einwürfe von Seth und Kajetan könnten auch ein Grund sein. Die Sprünge durch die Regionen könnten einen unterbewußten Bruch hervorgerufen haben.
Bei TL2 ist der ganze Effekt aber noch schlimmer: Zum Einen habe ich genau null Interesse an der Story, I just need to get my murder on (zu viel SRIV), zum Anderen ist die Story zu vernachlässigen und auch so präsentiert.
Also eher kann ich Duriel an der Erzählung Cains und der Leute in Lut Gholein einordnen (Ausser in "Die dumme Drecksau, die mich schon während des Ladelags umbringt"), als irgendeine Figur in TL2.
Zuletzt geändert von Sir Richfield am 18.09.2013 13:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Oldholo
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Re: Diablo 3: Gold- und Echtgeld-Auktionshäuser werden gesch

Beitrag von Oldholo »

Jetzt mal Butter bei die Fische; ich könnte einem Diablo 1 oder 2 heute nicht mehr ansatzweise so viel abgewinnen wie damals, und alles, was ich heute noch mit diesen Spielen verbinde, ist rein nostalgischer Natur.
Ich mein...man tut im gesamten Spiel genau 3 Dinge: Töten, Looten und Werte vergleichen. Kurz: Grinden.
Kann sein, dass das auch heute noch vielen Menschen für eine gepflegte Spielesession genügt, aber ich hab' mich zu sehr an Storytelling, spielerische Variation und all die anderen Mehrwerte neuerer Spiele gewöhnt, um mich von einem klassischen H&S nicht mehr faszinieren lassen zu können.
Daran ändern auch zufällig generierte Dungeons nicht. Ich würde sogar sagen, dass es das noch schlimmer macht, weil ich genau weiß, dass in zufällig generierten Karten keine ausgeklügelten Besonderheiten zu erwarten sind. Mir wäre ein großer Gefallen damit getan, wenn Blizzard D3 ein wenig mehr in Richtung eines RPGs entwickelte, eine gute Story schreibt, bedeutungsvolle Quests erfindet und den Spielealltag hin und wieder mit etwas Außergewöhnlichem auffrischt.

Mag mir eventuell mal ein Fan dieser Spiele zur heutigen Zeit erklären, woher er oder sie dieser Tage die Faszination an D1, 2 und/oder 3 zieht? Ich bin nämlich ernsthaft neugierig. :)
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Kajetan
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Re: Diablo 3: Gold- und Echtgeld-Auktionshäuser werden gesch

Beitrag von Kajetan »

SethSteiner hat geschrieben:Absolut, da bin ich auch ganz bei dir. Mein Problem am neuen Diablo ist unter anderem, dass man eben alles tötet. Früher hatte man endlose Skelette, den Butcher und irgendwo lauernd das Böse. Im zweiten Teil hat man schon ordentlich was vernichtet, klar und nun mit dem neuesten Werk ist die ganze Geschichte abgeglitten. Es geht überall hin, alles wird gekillt, Freunde, Feinde, man selbst bleibt übrig und schlägt als Nephalim (?) sowieso alles tot, kein Gefühl der Bedrohung mehr, obwohl die Sequenzen dieses noch richtig gut vermitteln konnten. Ein krasses Back to the Roots wäre irgendwann vielleicht tatsächlich gar nicht so verkehrt. Ich finde beide Teile noch immer sehr atmosphärisch und die Musik darf mittlerweile sogar meinen Weg zur Uni untermalen (bevorzugt, wenn es regnet und dunkel ist). Das klassische Labyrinth-Prinzip ist mit Sicherheit noch nicht tot.
Diablo 1 bot das, was ich immer als Chtulhu-Moment bezeichne:
Man denkt, dass man "nur " in einen an sich harmlosen Keller steigt, in dem es nicht ganz mit rechten Dingen zugeht. Ok, der Keller hat mehrere Geschoße. Ok, der Keller reicht ja ziemlich tief. Ok, dass an den Wänden jetzt so komische Zeichnungen sind und meine Gegner immer surrealer, das, äh, erm, also ... *gulp*. Und dann, dann öffen sich die Tore von R'lyeh und DIE ALTEN saugen mein Hirn aus und hinterlassen mich als sabbernden Idioten!!! Wenn ich nicht all meine ganze Kraft nehme und versuche die Tore wieder zu schliessen. Und dazu muss ich mich nach R'lyeh begeben, mitten in das Herz der Finsternis, das da unter dem Keller unter dem alten Haus am Ende meiner Strasse liegt.

Du hast einen regional eng begrenzten Raum, in dem Du Dich bewegst, aber mit fortschreitender Dauer werden immer mehr die Mauern der Realität eingerissen und Du kannst Dich gar nicht mehr daran erinnern, dass einige hundert Meter über Dir gerade Hausfrauen die Kinder in die Schule bringen und das ganz normale Leben stattfindet. Diablo 1 hatte dieses Grauen wunderbar eingefangen, dass da plötzlich aus dem Keller nach oben dringt.

Und doch fand ich es gut, dass sich in D2 die Welt geöffnet hat, denn die Ereignisse im ersten Teil waren ja nur der Auftakt für die ganz große Action.
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Sir Richfield
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Re: Diablo 3: Gold- und Echtgeld-Auktionshäuser werden gesch

Beitrag von Sir Richfield »

Oldholo hat geschrieben:Mag mir eventuell mal ein Fan dieser Spiele zur heutigen Zeit erklären, woher er oder sie dieser Tage die Faszination an D1, 2 und/oder 3 zieht? Ich bin nämlich ernsthaft neugierig. :)
In meinem Falle: Einfach mal in Ruhe was totklicken können, OHNE mich auf irgendeine Story konzentrieren zu müssen - dafür aber mit hohen Production Values, damit ich das totklicken nicht in einem beliebigen Flash Spiel mache (was ich auch tue).

Wobei bei mir da halt D2 höher im Kurs steht als D1. In D2 konnte (und kann ich heute noch, ist ja offline) ich jederzeit reinspringen, halbe Stunde was grinden/Bossrun und dann wieder raus.
D1 spielt sich dafür zu "träge" und D3, ihr wißt ja.
Und genau deshalb brauche ich den RNG. An Sacred hat mich (eine Menge mehr, aber egal) geärgert, dass du zwar eine wundervoll designte Welt hast (S1 ohne Addon wenigstens), aber die ist... so leer. Ich bin tapfer (und mehr oder minder gezwungenermaßen) alle Sackgassen erkunden gegangen, nur um dann nichts zu finden. Und genau! zu wissen, dass ich beim nächsten Spielen da auch nichts finden werde - niemals werde ich da was finden.
Im Gegensatz zu Titan Quest, wo ich genau wußte, wo ich was finde (und leere Sackgassen hat das eh nicht, AFAIK. Also Sackgassen schon eh nur wenige und wenn, dann waren da Truhen und so), was aber AUCH ein Problem was, weil ich mich da gezwungen fühlte, hinzugehen.
Mit einem RNG ist halt (anfangs und auch nur scheinbar!) jedesmal ein wenig mehr "Abenteuer" da, weil ich eben nicht sicher sein kann, ob der Weg nun eine Sackgasse ist und wenn ja, ob es sich wenigstens lohnte.

Im übrigen plädiere ich dafür, dass genau deshalb Diablo so bleiben soll, wie es ist: Weil du etwas anderes möchtest. Vielmehr stehe ich dafür ein, dass wir beide ein Spiel bekommen, das uns gefällt. Nur heißt meines dann halt Diablo und deines anders.
(Ich hätte S2 gesagt, aber... Van Helsing ist brauchbar, kann man aber nur einmal spielen, wenig Grindpotential dafür gute Charaktere. Wollte noch Arklash: Legacy sagen, aber das kann man besser so beschreiben: Arklash: Legacy ist zu Baldur's Gate wie Fallout Tactics zu Fallout 2.)
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Hypn0s
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Re: Diablo 3: Gold- und Echtgeld-Auktionshäuser werden gesch

Beitrag von Hypn0s »

SethSteiner hat geschrieben:Man kann sich sogar ohne das Spiel zu spielen eine Meinung bilden, unter anderem weil Diablo 3 sich mit der Zeit ohnehin nicht nennenswert verändert. Es ist aber immer wieder putzig, andere anzugreifen, weil sie es vielleicht nicht wagen, viel zu spielen und erst dann zu bewerten. Ich allerdings habe das Spiel im Endeffekt eine ganze Weile "gespielt". Das einzige Problem bei Kritikern die nicht oder wenig spielen ist, wenn sie Aspekte nicht kennen oder falsche Aussagen tätigen. Sowas kann man aber höflich korrigieren oder ergänzen, da braucht man nicht rummimosern, dass jemand etwas nicht oder wenig gespielt hat.


Ahja, D3 hat sich also "mit der Zeit" nicht nennenswert verändert. Der war gut.
Man kann es sich einfach machen indem man in jedem D3-Thread nur polemisch seine negative Meinung kundtut und als Krönung bei jeder passenden Gelegenheit dazuschreibt, dass man nur die Starter-Version gespielt hat. Und ob Aussagen wie "spielerische Nullnummer, Klopp-MMO, alles rausgenommen was ein gutes ARPG ausmacht" keine falsche Aussagen sind bzw. nur eine Meinung widerspiegeln kann man sich auch streiten...
Kajetan hat geschrieben:Mi Sep 18, 2013 11:43 am
Gib es zu, du hast es vermisst :D
Wenigstens stimmst du zu, dass das nicht gerade unwichtige Drumherum/Metzelgefühl stimmt (was man zumindest von PoE oder Titan Quest nicht gerade behaupten kann, TL2 habe ich nicht gespielt).

Natürlich kann man leugnen, dass das Talentsystem minimalistisch ist. Die Aussage, dass sich die Chars nur von den Items her unterscheiden ist schlichtweg falsch, dafür gibt es zu viele Skills und Runen und mögliche Skillungen. Und das sind auf jeden Fall mehr sinnvolle Möglichkeiten als noch bei D2. Ich bezweifle, dass du in den 90 Minuten genug Einblick in das Skillsystem und die Möglichkeiten erhalten konntest...und da helfen dir auch keine Gameplay-Videos. Aber die Diskussion hatten wir vor vor fast einem Jahr beinahe täglich, da finden wir keinen Konsens und müssen es zum Glück auch nicht :wink:

Dass das Itemsystem besser sein könnte (momentan zu wenig sinnvolle/skillbezogene Affixe), ist ein anderes Thema und habe ich auch schon angesprochen (soviel zum Fanboy, der alles blind verteidigt), nur ist/war nicht das AH daran schuld. Aber das wird ja verbessert, auch wenn sie sich damit ewig Zeit lassen...

Zum Thema AH: Normalerweise wäre mir das wumpe da ich eh kaum das AH benutzt habe. Da meine FL aber nicht darauf verzichten konnte/wollte und somit immer meilenweit voraus war (hinsichtlich MP-Stufe) finde ich die Abschaffung nicht wirklich schlecht, aber nur aus diesem einen Grund. Gestört hat es mich aber auch nicht, soll doch jeder so spielen wie er es für richtig hält...

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass das AH für Trader eine viel bessere Lösung ist als das Traden über Tradegames wie früher...vor allem da ein Großteil der damaligen D2-Spieler heute viel zu wenig Zeit haben dürfte um auch noch nach Tradegames oder in Foren nach einem bestimmten Item zu suchen.

@Oldholo: sehe es ähnlich wie Sir Richfield mit der Ausnahme, dass auch D3 diesen Zweck bei mir erfüllt. Zudem ist auch die soziale Komponente/Multiplayer bei mir wichtig, nen HnS kann man in Ruhe zocken und sich auch nebenher unterhalten, was bei einem Shooter z.B. nicht wirklich möglich ist. Vieles wird aber auch bei D1+2 durch die Nostalgiebrille gesehen...
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Kajetan
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Re: Diablo 3: Gold- und Echtgeld-Auktionshäuser werden gesch

Beitrag von Kajetan »

Hypn0s hat geschrieben:Gib es zu, du hast es vermisst :D
Geht so ... :P

Nein, ich will Dir den Spass, den Du mit D3 hast, ja gar nicht madig machen. Ich wehre mich nur gegen Unterstellungen bewusst gegen D3 zu stänkern nur um des Stänkerns Willen. Glaube mir, ich würde gerne Jubelarien über D3 singen, aber was Blizzard aus diesem Spiel gemacht hat ... darüber kann ich halt nur abkotzen. Weil es so unnötig war, weil für mich all der immense Produktionsaufwand an eine Reihe mieser Geschäftsentscheidungen verschwendet wurde.
Zuletzt geändert von Kajetan am 18.09.2013 14:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Oldholo
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Re: Diablo 3: Gold- und Echtgeld-Auktionshäuser werden gesch

Beitrag von Oldholo »

Sir Richfield hat geschrieben: In meinem Falle: Einfach mal in Ruhe was totklicken können, OHNE mich auf irgendeine Story konzentrieren zu müssen - dafür aber mit hohen Production Values, damit ich das totklicken nicht in einem beliebigen Flash Spiel mache (was ich auch tue). [...]
Danke für die kleine Aufklärung! In dem Zusammenhang macht ein Zufalls-Dungeon-Generator ("RNG" hieße doch "Random Number Generator"?) natürlich Sinn. Wenn es denn um den kurzen "kurz 'nen Dungeon clearen"-Aspekt geht. So bin ich schon damals nicht an Diablo herangegangen. Auch Loot hat mich nie seiner selbst wegen interessiert, sondern immer nur als Mittel zum Zweck.
An Dungeon Siege 3 hatte ich laut Steam 45 Stunden lang meinen Spaß, dank akzeptabler Story und all den RPG-Element(ch)en. Dann war's durchgespielt und ich hatte keinen Grund mehr, zurückzukehren. So sehr können sich die Philosophien beim Spielen eines Spieles von einander unterscheiden. :D
Sir Richfield hat geschrieben:Im übrigen plädiere ich dafür, dass genau deshalb Diablo so bleiben soll, wie es ist: Weil du etwas anderes möchtest. Vielmehr stehe ich dafür ein, dass wir beide ein Spiel bekommen, das uns gefällt. Nur heißt meines dann halt Diablo und deines anders.
(Ich hätte S2 gesagt, aber... Van Helsing ist brauchbar, kann man aber nur einmal spielen, wenig Grindpotential dafür gute Charaktere. Wollte noch Arklash: Legacy sagen, aber das kann man besser so beschreiben: Arklash: Legacy ist zu Baldur's Gate wie Fallout Tactics zu Fallout 2.)
D'aww, das war wunderbar diplomatisch.
Einverstanden! Vermutlich ist es einfach nicht mehr mein Genre. Ich spiel' dann wieder RPGs, Adventures und - in 30-Minuten-Päuslein - vielleicht 'ne Runde LoL.
Wegen meiner darf das Hack'n'Slay-Genre jedenfalls erhalten bleiben. :)
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Re: Diablo 3: Gold- und Echtgeld-Auktionshäuser

Beitrag von onaccdesaster »

Ich finde es gut das es Diablo 3 jetzt auch auf Konsolen gibt denn die PC-Version habe ich wegen diesen Gründen gemieden: Account- und OnlineZwang und Real-AH. Ob D1 und D2 besser ist wie D3 kann ich nicht beurteilen denn ich habe 1+2 nur mal angespielt. Sacred fand ich war ein gutes H+S und der 2te Teil davon fand ich auch gut auch wenn es viele Laufwege hat aber es ist einfach SACRED!

Jeder findet wohl auch an einem H+S etwas anderes gut wie langes Grinden und der andere möchte einer guten Story folgen und am besten auch noch Sidequests. Auf PC gefällt mir wie gesagt Sacred 1+2, Torchlight 1+2 aber dagegen konnte ich mit Titan Quest eher wenig anfangen. Auf Konsole gibt es für mich jetzt 3 gute H+S: Baldurs Gate Dark Alliance, Champions of Norrath und Diablo 3. Krieg im Norden hätte was werden können wegen der Mittelerde-Atmoshere aber Snowblind hat es versaut.

Das Blizzard die Auktionshäuser jetzt abschafft liegt bestimmt auch daran das sich schon immer viele deswegen beschwert haben und Blizzard vielleicht doch noch ein bisschen auf ihre Spieler hört. Beim Onlinezwang bleibe ich da aber auch skeptisch denn den werden die wohl nicht abschaffen denn den gibt es ja auch bei SC2 ;-)
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SethSteiner
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Re: Diablo 3: Gold- und Echtgeld-Auktionshäuser werden gesch

Beitrag von SethSteiner »

An Legend of Grimrock habe ich auch denken müssen als ich mich an dieses System aus Gängen erinnerte, dass Diablo ja auch geprägt hat. Zwar ein anderes Spielprinzip aber bei Grimrock hatte ich das Gefühl, dass ich bei Diablo 3 vermisst habe, diese Klaustrophobie, dieses Bedrohliche, dass man hin und wieder auch in den ausgedehnten Arealen noch im zweiten Teil finden konnte, wenn man ein Podest mit einem schimmligen Folianten findet, der einem über einen Turm und die Gräfin dessen zu Hause er ist berichtet.

Ich finde es auch gut, dass sich Diablo geöffnet hat aber ich kann mir gut vorstellen, irgendwann auch wieder dieses Ausgangsszenario zu nutzen. Man kommt in einem Dorf oder einer kleinen Stadt an, die Bewohner beklagen sich über dies und das, man untersucht das ganze und stößt auf etwas viel größeres.

Man kann noch so gern von der Nostalgiebrille schwafeln, im Gegensatz zu so manchem Oldie spiele ich Diablo 2 über etliche Jahre immer wieder gern. Dabei gibt es unzweifelhaft Schwächen, die völlig nutzlosen Begleiter wurden hier schon erwähnt, das System der Tränke (aber eben nicht die Tränke an sich) gehören auch dazu oder die Inventarverwaltung. Selbst das Skillsystem ist sicherlich kritisch zu beäugen. Ich denke nicht, dass die Schwächen der Serie je ausgeblendet wurden, sie fielen eher unter den Tisch, weil sie letzten Endes nicht so schwerwiegend waren und/oder die Diskussionen sich eben um die Schwächen Diablo 3s drehten. Und darunter zählen eben Veränderungen, die schwerwiegend sind, der Marke selbst wiedersprechen und mit Merkmalen brechen, die die Serie erst interessant gemacht haben.
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Kajetan
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Re: Diablo 3: Gold- und Echtgeld-Auktionshäuser werden gesch

Beitrag von Kajetan »

SethSteiner hat geschrieben:Ich denke nicht, dass die Schwächen der Serie je ausgeblendet wurden, sie fielen eher unter den Tisch, weil sie letzten Endes nicht so schwerwiegend waren und/oder die Diskussionen sich eben um die Schwächen Diablo 3s drehten. Und darunter zählen eben Veränderungen, die schwerwiegend sind, der Marke selbst wiedersprechen und mit Merkmalen brechen, die die Serie erst interessant gemacht haben.
Ich spiele D2 immer wieder. Obwohl ich Savepoints, bzw. die ausschliessliche Verwendung von Savepoints in Spielen abgrundtief hasse. D2 war und ist immer noch im zentralen Gameplay so heraussragend, dass ich über diesen Punkt hinwegsehen kann. Es ist mir nicht leichtgefallen (meine erste D2-Verpackung samt Spiel ist im hohen Bogen aus dem Fenster geflogen), aber es ist gelungen. Weil das Kern-Gameplay so phänomenal rund und sauber war. Weil es die Schwächen von Teil 1 ausgebügelt und seine Stärken verbessert hat. Weil es trotz etlicher offen gebliebener Wünsche als Spiel an sich ausreichend genug war.

Und daran merke ich, ob ein Spiel wirklich, WIRKLICH gut ist. Wenn man auf das große Ganze schauen und sich daran erfreuen kann, anstatt sich immer wieder an Detailmängeln zu reiben, gerade weil der Rest des Spieles einfach nicht gut genug ist.
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Sir Richfield
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Re: Diablo 3: Gold- und Echtgeld-Auktionshäuser werden gesch

Beitrag von Sir Richfield »

Oldholo hat geschrieben:Danke für die kleine Aufklärung! In dem Zusammenhang macht ein Zufalls-Dungeon-Generator ("RNG" hieße doch "Random Number Generator"?) natürlich Sinn.
Ja, RNG steht für Random Number Generator (Im falle von SONY: 4).
Und auf welcher Basis werden Zufallsdungeons "gebaut"? - Genau! *g*
RNG steht halt für den Überbegriff: Everything Random - geht von Itemwerten über die Varianz im Gegnerlevel bis halt zum (prozeduralen) Erstellen der ganzen Welt, Minecraft als Extrembeispiel.
An Dungeon Siege 3 hatte ich laut Steam 45 Stunden lang meinen Spaß, dank akzeptabler Story und all den RPG-Element(ch)en. Dann war's durchgespielt und ich hatte keinen Grund mehr, zurückzukehren. So sehr können sich die Philosophien beim Spielen eines Spieles von einander unterscheiden. :D
Das gilt aber für alle Dungeon Siege Spiele. 1 und 2 habe ich auch mit Genuss durchgespielt - EIN MAL. ;)
Ich sage ja nicht, dass ich deine Sicht der Dinge nicht verstünde oder in irgendeiner Form schlecht finde! Deshalb ja: Lieber für jeden etwas, als das man ein Spiel umbiegen muss.
(Wobei das bei mir echt blöd ist, weil ich dann beides spielen "muss" ;) )
Einverstanden! Vermutlich ist es einfach nicht mehr mein Genre. Ich spiel' dann wieder RPGs, Adventures und - in 30-Minuten-Päuslein - vielleicht 'ne Runde LoL.
Wegen meiner darf das Hack'n'Slay-Genre jedenfalls erhalten bleiben. :)
Wie oben beschrieben habe ich auch kein Problem damit, das Genre an sich zu differenzieren. Storytelling und Linearität klappt auch in einem ARPGesquen Spiel - Divine Divinity sei da mal genannt, oder sogar (mit Abstrichen) Van Helsing. Es soll auch Leute geben, denen gefällt das Skyrim für ARPGs - Sacred (2) - genau deshalb. Ich fand Sacred auch gut, aber halt nicht für den Diabloschen Zeitvertreib.

Wenn RPG generell dein Ding sind, lege ich dir doch mal Arklash ans Herz. Einzige Warnung für den unbedarften: Dieses Spiel hat die Tormentsche Grundphilosophie: Lies um der Götter Willen mit Verstand und Ruhe, was da auf dem Schirm steht!
Obschon es diese Philosophie genau anders umsetzt als Torment. ;)
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Oldholo
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Re: Diablo 3: Gold- und Echtgeld-Auktionshäuser werden gesch

Beitrag von Oldholo »

Sir Richfield hat geschrieben: Ja, RNG steht für Random Number Generator (Im falle von SONY: 4).
:lol:
Als Überbegriff hab' ich das noch nirgends gelesen. Was vielleicht auch daran liegt, dass ich selbst programmiere und da relativ präzise sein muss, was derartige Begriffe angeht. Ich sustituiere das dann jetzt einfach immer mit den entsprechenderen Begriffen. :wink:
Sir Richfield hat geschrieben: Ich sage ja nicht, dass ich deine Sicht der Dinge nicht verstünde oder in irgendeiner Form schlecht finde! Deshalb ja: Lieber für jeden etwas, als das man ein Spiel umbiegen muss.
(Wobei das bei mir echt blöd ist, weil ich dann beides spielen "muss" ;) )
Ach, hey, für ein weiteres Spiel findet sich immer noch ein bisschen Zeit, wenn's denn sein muss.
Also Blizz, ihr habt's gehört!
Sir Richfield hat geschrieben: Wie oben beschrieben habe ich auch kein Problem damit, das Genre an sich zu differenzieren. Storytelling und Linearität klappt auch in einem ARPGesquen Spiel - Divine Divinity sei da mal genannt, oder sogar (mit Abstrichen) Van Helsing. Es soll auch Leute geben, denen gefällt das Skyrim für ARPGs - Sacred (2) - genau deshalb. Ich fand Sacred auch gut, aber halt nicht für den Diabloschen Zeitvertreib.
Das gibt's ja glücklicherweise bereits. Das bereits genannte DS3 gehört dazu, Bastion, gewissermaßen Fable und Dragon Age,..ich bin im Grunde ganz gut versorgt. Diablo 3 in die Liste aufnehmen zu können, wäre nur eine nette Zugabe gewesen.

Was Aarklash angeht, werde ich darauf fortan auf jeden Fall ein Auge behalten. Danke für den Tipp, der Titel ist total an mir vorbei gegangen! :D