Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwelt", "tolle Missionen", "ziemlich frauenfeindlich" und "furchtbare Charaktere"

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Vernon
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von Vernon »

Viele Spieleseiten da in der News sagen mir garnix. Aber taugen wohl gut zum Metacritic hochpeitschen samt der bekannten Hypeseiten - die da natürlich auch vertreten sind.^^
Witzig, dass gerade Escapist als allgemein eine der wenigen zurechnungsfähigen Seiten etwas tiefer ansetzt.

Naja, ich habe es selber nicht gespielt.
AtzenMiro
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von AtzenMiro »

TheLaughingMan hat geschrieben:Wenn jemand mit den Inhalten des Spiels nicht klar kommt kann ich das verstehen und nachvollziehen. Es ist nun mal makaber, morbide, geschmacklos und manchmal auch an der Grenze zur Menschenfeindlichkeit. Aber es ist auch Satire. Und Satire darf IMO alles. Die Meinung muss man nicht teilen und das ist okay. Würde die Reihe jedem gefallen hätten die Entwickler was falsch gemacht.

Hier allerdings den Jack Thompson raushängen zu lassen mit ausgestattet mit einer eingebildeten moralischen Deutungshoheit zu fragen "Wie kann man an sowas gefallen finden" oder "Die Menschen die das mögen sollten mal überlegen was bei ihnen schief gelaufen ist" kann man sich sparen. Das ist arrogant, moralistisch und anmaßend. Wir reden hier von einem Spiel. Fiktion. Nicht echt. Man kann gerne sagen das man die Inhalte ablehnt, aber gleich auf die zu deuten die es trotzdem genießen und sich durch die Blumen hindurch als Perverse oder sonstwas zu beschimpfen ist einfach nur arm.
Auf was beziehst du dich? Es ging doch nicht darum, dass das Spiel eben diese Form von Gewalt hat, sondern dass diese Form von Gewalt in vielen Fällen einfach nicht nachvollziehbar ist und auch nicht mal einen Mehrwert bringt.

Nehmen wir doch nur mal, wie das Spiel anfängt: mit einem Banküberfall. Dass es danach zu einer Schießerei mit der Bullerei kommt, ist dem Scenario entsprechend nachvollziehbar, unabhängig davon, wie man zu diesen Dingen steht. Kurz darauf ist man aber mit Franklin und Lamar auf einer Mission ein Motorrad zu besorgen und auf einmal wird ohne ersichtlichen Grund rumgeschossen und gemordet. Als der Motorradfahrer abhauen will, wird er auch erstmal erschossen. Das ergibt so in der Form einfach keinen Sinn. Man arbeitet als Handlanger für einen Autoverkäufer, die Autos für überzogene Zinssätze verkauft, die nicht beglichen werden und man als Spieler dann das Fahrzeug (auf illegale Weise, aber immer noch glaubhaft innerhalb des Scenarios) zurück bringen soll. Warum wird man auf einmal zum Mörder?

Und darauf bezieht sich die Kritik. Nicht, dass es diese Form von Gewalt gibt. Das juckt keine Sau, sondern dass bei der Charakterzeichnung ziemlich viel geschlampt wurde des Selbstzweck wegen.
RGB
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von RGB »

Die bisher niedrigste Wertung mit 3,5 von 5 Punkten stammt von The Escapist. In dem Magazin werden Spielwelt und Steuerung hochgelobt, aber die Charaktere als "verabscheuungswürdig" bezeichnet, da sie anderen Personen ohne vertretbare Motivation schreckliche Dinge antun würden.
Bewerten die das Spiel, oder wollen sie "Volkserziehung" betreiben? :Spuckrechts:
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Sorgi
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von Sorgi »

Feierabend, jetzt kanns los gehen.
Mal sehn ob ich Mr. White und Mr. Pinkman treffe... das wäre voll crazy! :-)
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AEV-Fan
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von AEV-Fan »

RGB hat geschrieben:
Die bisher niedrigste Wertung mit 3,5 von 5 Punkten stammt von The Escapist. In dem Magazin werden Spielwelt und Steuerung hochgelobt, aber die Charaktere als "verabscheuungswürdig" bezeichnet, da sie anderen Personen ohne vertretbare Motivation schreckliche Dinge antun würden.
Bewerten die das Spiel, oder wollen sie "Volkserziehung" betreiben? :Spuckrechts:
Ich bin Gamer durch und durch, habe kein Problem mit allen CoD Teilen oder mit den GTAs davor. Aber Teil 5 ist schon extrem grenzwertig was das betrifft.
Ohne zu viel zu spoilern, Trevor - der Psycho - hat Missionen auf Manhunt-Niveau, bei der "Folter-Szene" hatte ich eigentlich keine Lust mehr weiterzumachen, wurde aber vom Spiel gezwungen.
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key0512
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von key0512 »

IEP hat geschrieben:
Und nur mal als Beispiel: GTA IV wollte mir weiss machen, dass Nico Bellic sich ändern will und macht einen auf moralisch und gütig, aber ich muss in jeder Mission hunderte Leute wegfetzen und kann auch so sinnlos einen Amoklauf beginnen. Das hat auch nichts daran geändert, dass das Spiel Spaß gemacht hat (auch wenn es vielen zu "ernst" war).
Nico Bellic will sich ja verändern, der Punkt ist das er es selbst im Land der unbegrenzten nicht von seiner Vergangenheit loskommt und nach wie vor zu Gewalt greifen muss. Das ist das ernste dass du ansprichst und was die Escapist Menschen so an den neuen Charakteren vermissen. Nico Bellic war vielleicht nicht so ein crazy markanter Typ, aber hatte an sich, abgesehen von dem sowieso starkem Hang zu Gewalt bei Charakteren in GTA, etwas bodenständigeres mit dem man sich leichter identifizieren kann.
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IEP
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von IEP »

key0512 hat geschrieben:
IEP hat geschrieben:
Und nur mal als Beispiel: GTA IV wollte mir weiss machen, dass Nico Bellic sich ändern will und macht einen auf moralisch und gütig, aber ich muss in jeder Mission hunderte Leute wegfetzen und kann auch so sinnlos einen Amoklauf beginnen. Das hat auch nichts daran geändert, dass das Spiel Spaß gemacht hat (auch wenn es vielen zu "ernst" war).
Nico Bellic will sich ja verändern, der Punkt ist das er es selbst im Land der unbegrenzten nicht von seiner Vergangenheit loskommt und nach wie vor zu Gewalt greifen muss. Das ist das ernste dass du ansprichst und was die Escapist Menschen so an den neuen Charakteren vermissen. Nico Bellic war vielleicht nicht so ein crazy markanter Typ, aber hatte an sich, abgesehen von dem sowieso starkem Hang zu Gewalt bei Charakteren in GTA, etwas bodenständigeres mit dem man sich leichter identifizieren kann.
Ich finde aber, dass ich mich nicht so verhalten kann, wie Nico sich gerne verhalten würde. In den Missionen schon mal gar nicht und wenn ich in der Stadt rumfahre und aus Spaß die Polizei auf mich hetze auch nicht.

Ich habe ein paar Stunden GTA 5 gespielt und finde die Charaktere bisher großartig. Völlig überzeichnet, teilweise noch verrückter als ich dachte und einfach sehr interessant anzuschauen. Dahingehend habe ich bisher also kein Problem mich damit zu identifizieren. Es ist einfach total abgehoben und das habe ich persönlich lieber als die Ernsthaftigkeit von GTA IV. (Den vierten fand ich trotz allem gut genug um ihn zwei mal durchzuspielen.)
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Creepwalker
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von Creepwalker »

key0512 hat geschrieben:Nico Bellic will sich ja verändern, der Punkt ist das er es selbst im Land der unbegrenzten nicht von seiner Vergangenheit loskommt und nach wie vor zu Gewalt greifen muss. Das ist das ernste dass du ansprichst und was die Escapist Menschen so an den neuen Charakteren vermissen. Nico Bellic war vielleicht nicht so ein crazy markanter Typ, aber hatte an sich, abgesehen von dem sowieso starkem Hang zu Gewalt bei Charakteren in GTA, etwas bodenständigeres mit dem man sich leichter identifizieren kann.
Really? Nico Bellic ist so bodenständig, dass er jedermans Papa sein könnte... :lol:
Der einzige Grund warum man sich zu Anfang mit ihm identifiziert, ist die Tatsache dass er finanziell gesehen ein armes Schwein ist.
Ansonsten ist auch er nur ein sadistisches Schwein, das ohne mit der Wimper zu zucken, mit einem Achzelzucken, wortlos auf fast jeden Amoklauf einwilligt...
Sein Cousin Roman ist hingegen viel vielschichtiger.

Also ehrlich die Diskussion ist doch scheinheilig und dumm.
Es ist numal fucking GTA...früher oder später fängt jeder mal an, auf einer Strassenkreuzung wahlos auf Passanten und Autos zu schiessen...bis alle 5 Sterne leuchten...
Wenn durch bestimmte Missionen diese Hemmungen früher fallen, ist doch auch egal...
Letztendlich ist GTA auch nix weiter als ein großer Amoklauf-Sandkasten, in dem man sich einfach mal ordentlich abreagieren kann
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superboss
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von superboss »

Ok klingt so als würde mich das Spiel Charakter mäßig noch wenige interessieren als Rockstars überzeichnete andere Werke, wo vielleicht RDR, in den emotionalen Momenten, oder gta 4, wenns ruhiger zu ging, mich noch angesprochen haben.
Klar ein mafia konnte ich hier nich erwarten ........

na ja man die Cutscenes ja sicherlich auch wegklicken und sich einfach sein eigene Welt zusammmenspinnen....nix gesehen ,,nix gehört und einfach die Welt genießen, (sofern das Flimmern ertträglich wird). Und einer der 3 Charaktere wird doch hoffentlich erträglich sein oder??????
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Nekator
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Beitrag von Nekator »

Na Gott sei Dank sind die Charaktere "fürchterlich" und das Spiel ach so "frauenfeindlich"! Ein P.C. versifftes GTA braucht keine Sau.
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Mindflare
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von Mindflare »

Creepwalker hat geschrieben: Also ehrlich die Diskussion ist doch scheinheilig und dumm.
Es ist numal fucking GTA...früher oder später fängt jeder mal an, auf einer Strassenkreuzung wahlos auf Passanten und Autos zu schiessen...bis alle 5 Sterne leuchten...
Nö! Zumindest innerhalb der Story habe ich das nie gemacht, weil es sich "falsch" anfühlte.

Nach der Stroy habe ich natürlich auch mal geschaut, was für Kettenexplosionen ich zusammenbekomme. Ansonsten habe ich mich aber nie genötigt gefühlt, über Bürgersteige zu rasen oder in die Menge zu feuern.
Ich habe nichts dagegen "böse" Charaktere zu spielen. Allerdings muss deren Haltung auch irgendwie begründet sein, damit ich dabei "mitspiele". Gerade bei Trevor könnte das schwer möglich werden, nach dem, was ich hier mitbekomme.

Aber hey, das Spiel polarisiert. Ist schonmal mehr, als der Großteil von sich behaupten kann ^^
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IEP
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von IEP »

superboss hat geschrieben:Ok klingt so als würde mich das Spiel Charakter mäßig noch wenige interessieren als Rockstars überzeichnete andere Werke, wo vielleicht RDR, in den emotionalen Momenten, oder gta 4, wenns ruhiger zu ging, mich noch angesprochen haben.
Klar ein mafia konnte ich hier nich erwarten ........

na ja man die Cutscenes ja sicherlich auch wegklicken und sich einfach sein eigene Welt zusammmenspinnen....nix gesehen ,,nix gehört und einfach die Welt genießen, (sofern das Flimmern ertträglich wird). Und einer der 3 Charaktere wird doch hoffentlich erträglich sein oder??????
Ich weiß ja nicht, was du erwartest, aber einer der Charaktere scheint vernünftiger als die beiden anderen zu sein.
Ich hab allerdings sehr, sehr viel Spaß mit allen dreien.
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SethSteiner
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von SethSteiner »

@Creepwalker
Darum geht es doch gar nicht. Niemand sagt doch was dagegen, dass man in GTA Amoklaufen kann. Ich erinnere nur an die Diskussion um einen weiblichen Hauptcharakter, wo mit Realitätsnähe argumentiert würde und die Hervorhebung von Rockstars Schreibkünsten war auch immer wieder beim Thema GTA zu vernehmen und wer eine Geschichte erzählt, muss damit rechnen, dass man sich diese Geschichte anschaut und fragt: Ist sie gut geschrieben? Sind die Charaktere glaubhaft? Was ist die Motivation, was will man damit aussagen? Und wenn das Ergebnis ist, dass das Spiel nicht so gut geschrieben, sondern nur ein ernster verpacktes Saints Row ist, gibt eben der ein oder andere für diesen Mangel auch einen Punktabzug.
Tyler Durden
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von Tyler Durden »

Kajetan hat geschrieben: Breaking Bad. Warum macht Walter immer weiter. Wieso machen alle anderen weiter, die mit drin hängen? Warum macht seine Frau weiter, obwohl sie ihren Mann hasst? Ist es nur Angst? Warum lässt sich sein Schwager, der DEA-Beamte von ihm erpressen. Warum lässt sich Jesse immer wieder von Walter breitschlagen? Warum? Und welche Rolle spielen Zufälle und schicksalhaftes Aufeinander- oder eben Nichtaufeinandertreffen? Stichwort "Rosa Teddybär im Pool".

Auf all diese Fragen gibt es Antworten innerhalb der Serie. Weil das Storytelling vom anderen Stern ist! Die Housers können meiner Meinung nach erst dann von "Storytelling" reden, wenn sie Charaktere wie Jesse Pinkman überzeugend darstellen können und nicht immer nur eine Scarface-Variante nach der anderen runternudeln, so bächtig cool und möse diese auch immer in formvollendeter Perfektion präsentiert werden.

Weil, das können sie. Scarface als Videospiel. Das können sie richtig gut.
1. Blasphemie! Wie kannst du nur in einem Thread über so ein billiges popkultur Spiel, die Krone der Erzählkunst erwähnen. Da liegen Lichtjahrtausende dazwischen.
2. Hör auf zu spoilern (warum und womit sollte Walt Hank erpressen, fragt sich jetzt jeder, der die aktuellen Folgen nicht gesehen hat)!
3. Der Autor von Breaking Bad will glaubhaft die Verwandlung von einem braven Familienvater in Scarface erzählen. Den Namen Scarface hat der Autor wortwörtlich benutzt.
4. In Mafia II fand ich es schon nachvollziehbar, warum der Held am Ende seinen besten Freund umbringt und das war eindeutig die typische Scarface Storyline
Tyler Durden
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von Tyler Durden »

Mafia 2 ist über 2 Jahre alt und schon bei PS+
Kein Vergleich zu vor einer Woche in den USA ausgestrahlt!