Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Story und die Abneigung gegen Filmpläne

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Unc13Fu
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von Unc13Fu »

SethSteiner hat geschrieben:Der toughe Gangster, der sich nach oben kämpft gab es um ein vielfaches öfter. Also ja, das was es weniger oft gab ist sehr viel kreativer als das was es wie Sand am Meer gibt. [...] Ein ominöses Konzept der Maskulinität hingegen ist doch nicht mal eine Fußnote wert.
TheLaughingMan hat geschrieben: Wie ich bereits anmerkte, für mich würde es interessanter. Als harter soziopahtischer Macker habe ich die Gangsterwelt oft genug aufgemischt. Als Frau würden sich neue Perspektiven in Bereich Storytelling öffnen. In einem Micro Kosmos der vor Sexismus und Frauenfeindlichkeit nur so überkocht wären bestimmt einige interessante Geschichten und Beziehungen möglich.
Letztenendes geht es doch um die Qualität der Geschichte. Ich hätte überhapt gar kein Problem mit einem GTA mit einer weiblichen Protagonistin. Das könnte wirklich sehr interessant sein, muss es aber nicht. Eine Geschichte wird nicht automatisch besser, interessanter, kreativer weil eine Frau die Hauptrolle spielt. Und eine Geschichte ist nicht automatisch schlechter, weniger kreativ und uninteressant weil ein Mann die Hauptrolle spielt. Geschichten mit Frauen in der Hauptrolle können genauso Klischee überladene, langweilige und sogar dumme Schundwerke sein, wie welche mit Männern in der Hauptrolle kreativ, interessant, spannend, aufrüttelnd und intelligent sein können.

Es kommt ganz darauf an, wie die Geschichte erzählt wird, bzw. die Qualität der Geschichte insgesamt. Und die Qualität der Geschichte ist zunächst mal unabhängig von dem Geschlecht der Hauptperson, oder, weil es schon erwähnt wurde, dessen Hautfarbe, möglicher Behinderung oder sexueller Neigung.

Nochmal, ich hätte mit einem GTA mit einer Frau als Hauptperson keine Probleme, wenn es denn gut gemacht wäre. Nur, aus der Tatsache, dass Rockstar das nicht gemacht hat, einen Vorwurf zu konstruieren und gar mangelnden Mut und Kreativlosigkeit zu unterstellen, halte ich für absolut unangebracht und falsch.
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Kajetan
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von Kajetan »

Unc13Fu hat geschrieben:Nochmal, ich hätte mit einem GTA mit einer Frau als Hauptperson keine Probleme, wenn es denn gut gemacht wäre. Nur, aus der Tatsache, dass Rockstar das nicht gemacht hat, einen Vorwurf zu kosntruieren und gar mangelnden Mut und Kreativlosigkeit zu unterstellen, halte ich für absolut unangebracht und falsch.
Das ist nicht der Vorwurf, den man gegenüber Rockstar erhebt. Der Vorwurf lautet nicht "Meh, wieso keine Frau?".

Der Vorwurf lautet: "Meh, schon wieder nur Männer!" GTA 5 ist der bereits fünfte Teil mit ausgeprägtem Story-Hintergrund. Und GTA5 hat sogar drei (!) Hauptcharaktere.
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TheLaughingMan
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von TheLaughingMan »

Scipione hat geschrieben: Ich sehe, du musst dich erstmal von dem unsachlichen und jeder Grundlage entbehrenden Gedanken befreien, es ginge hier um irgendwelche konservative Ansichten oder um Macho-Fantasien. Als hätte hier irgendjemand ein grundsätzliches Problem mit weiblichen Hauptrollen oder kreativen, verrückten Spielen. Du kannst gern meine Meinungen zu Spielen wie Bayonetta, Heavenly Sword, Lollipop Chainsaw und vielen weiteren nachlesen, die alle starke weibl. Hauptcharaktere haben und die ich alle super finde.
Äpfel und Birnen. Wir reden hier nicht vom nächsten DmC oder God of War oder sonst einem Schnetzler Actiongame wo halbnackte, mitunter äußerst lasziv auftretende Frauen mit zumeist nicht nennenswerter charakterlicher Tiefe oder Eigenschaften eh an der Tagesordnung sind.
Scipione hat geschrieben: Es gibt aber sehr gute, rationale Gründe wieso das manchmal unpassend, oder zumindest unpassender ist. Wenn ich eine 'Nicole Bellic' kritisieren würde, dann würde ich das aus den gleichen logisch nachvollziehbaren, weil dramaturgisch schlecht und wenig authentisch, Gründen tun, wieso ich FarCry3 kritisiert habe. Nämlich weil da ein kleiner College-Boy von der einen Sekunde zur nächsten zum Super-Rambo mutiert, der mit jeder Waffe und jeglichem anderen Kriegsgerät umgehen kann und reihenweise kampferprobte Piraten abschlachtet.
Und wieso wäre das automatisch dramaturgisch schlecht? Es ist ja nicht so als gäbe es Ingame keine weiblichen Gangster. Elizabeta ist bestimmt nicht in ihre Position gekommen weil sie den vorherigen Drogen Lord der Projects nett gefragt hab ob sie jetzt auf mal Chef spielen darf. Es wäre also auch innerhalb der Logik des Games durchaus möglich eine Frau zu spielen ohne dass das Game sich der Unglaubwürdigkeit (sofern man das bei einem GTA sagen kann) preisgeben muss.
Scipione hat geschrieben: Das ist einfach schlecht gelöst, und ich bin mir sicher, die meisten würden dabei ohne zu Zögern beipflichten, weil es hier ja ganz offensichtlich nur um eine schlechte kreative Leistung geht, und weil die Person um die es geht ja nur ein weisser Mann ist - darf man also ruhig mal ungestraft kritisieren, ohne das gleich jemand ausflippt :ugly:
Für mich ist das im vorliegenden Fall aber genauso offensichtlich und kein Stück anders, aber weil es hier ja wieder um eine mögliche Frauenrolle geht, wird wieder der ganze unsachliche Männer vs Frauen Kram rausgepackt. :hammer:
Deine mehr oder weniger einzige Begründung ist: es wird jetzt aber langsam auch mal Zeit, und es gibt da ja den ein oder anderen Einzelfall.
Natürlich wäre es dramaturgisch schlecht gelöst wenn besagte Dame zum Gangsterleben käme wie die Jungfrau zum Kinde. Was auch soweit ich weiß bei keinem der Männer je der Fall war. Aber das ist ja auch nicht nötig. Es gibt genug Möglichkeiten Frauenrollen mit Kampferfahrung zu benutzen. z.B. eine ehemaliger Marine. Eine Polizistin die die Seiten gewechselt hat. Oder eine junge Frau die aus prekären Verhältnissen flieht (ähnlich der Haupfigur von Winters Bone) und deren Vergangenheit sie einholt. Die Möglichkeiten sind da.

Das sowas nicht die Norm ist ist dabei natürlich klar. Eine Frau als Enforcer IST eine Ausnahme. Was sich dann auch in der Story des Games widerspiegeln kann.

Und meine Begründung ist übrigens: Es hätte mehr Potential eine interessante Geschichte abzugeben als das was jetzt in GTA V wohl kommt. Nichts gegen Franklin, aber ich wage zu bezweifeln das die Geschichte vom schwarzen Ghetto Jungen der sich an den Gangs vorbei nach oben arbeitet noch dermaßen viel erzählerisches Potential hat.
Scipione hat geschrieben: das ist einfach kein gutes Argument, und es würde in keinster Weise die Qualität einer Story oder generell eines Spiels erhöhen.
naja, für manche vielleicht schon, weil sie so fixiert auf das Geschlecht dieser kleinen Pixelfigur sind und alles andere scheinbar nur zweitrangig ist.
Ich denke es würde die Qualität der Story erhöhen, gerade weil das Geschlecht in dem Bereich in dem das Game spielt, namentlich das kriminelle Milieu, ein wichtiger sozialer Faktor ist. Für mich ist GTA in seinen besten Momenten eine Mischung tiefschwarzem Humor und Charakter Studie der amerikanischen Unterwelt. Weswegen ich mir sehr gut vorstellen kann das die Story in Sachen Blickwinkel und Vielschichtigkeit davon profitieren würde.
Scipione hat geschrieben: Wenn die einen nur ganz normal über die Qualität eines Spiels, und dazu gehört auch eine gewisse Authentizität der Spielwelt, reden wollen, und die anderen immer nur mit irgendeiner sachfremden Agenda ankommen, dann ensteht leider keine fruchtbare Diskussion
Wenn Frauen nicht zur Authenzität der Spielwelt passen, wie kommt es das man sie dann als Mitglieder/ vielleicht NPC`s für seine Crew anheuern und sich für den Online Part auch einen weiblichen Char erstellen kann? Man ist wohl selbst bei Rockstar der Meinung das Frauen in aktiven Rollen der Immersion des Games nicht zwangsläufig schaden. Und für mich nur ein weiterer Beweis dafür das man wohl schon mal mit dem Gedanken gespielt hat eine Frau als Main Char einzusetzen, aber sich nicht dem sehr wahrscheinlichen Shit Storm der Gamer „Gemeinde“ aussetzen will.
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Sevulon
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von Sevulon »

Kajetan hat geschrieben:Weil die Houser-Jungs eine ganz bestimmte Geschichte eines ganz bestimmten Charakters erzählen wollen. GTA ist immer die Geschichte einer ganz bestimmten Figur. Das kann man gut finden, das kann man auch weniger gut finden.
Das gilt aber auch nur für das Geschlecht. Ist ja nicht so als ob Nikos Aussehen irgendwelche Bedeutung mit der Story gehabt hätte. Die hätte auch mit einer anderen Nase, Frisur, etc. funktioniert. Das ist kein Argument gegen einen Editor.
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Kajetan
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von Kajetan »

Sevulon hat geschrieben:Das gilt aber auch nur für das Geschlecht. Ist ja nicht so als ob Nikos Aussehen irgendwelche Bedeutung mit der Story gehabt hätte. Die hätte auch mit einer anderen Nase, Frisur, etc. funktioniert. Das ist kein Argument gegen einen Editor.
Doch. Weil Niko ein bulliger Serbe aus Serbien ist und Niko heisst und nicht Jonathan heisst, der aussieht, als käme er direkt aus Nigeria. Bei dieser Art Storytelling ist der Hauptcharakter festgelegt. Er ist der und der und er sieht so und so aus. Fertig! Deswegen gibt es bei The Witcher auch keinen Editor für die Hauptfigur. Weil Geralt eben DER Geralt, der weißhaarige, berühmt-berüchtigte Witcher ist und nicht Geralt, der dicke, glatzköpfige Wirt vom Gasthaus neben an.
RGB
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von RGB »

Warum müssen die pilitisch Korrekten eigentlich immer fordern, verlangen und "es traurig finden"?
Rockstar hat es so entschieden, PUNKT!
Der einzig legitime Protest, ist das Spiel nicht zu kaufen, nur wissen die, dass das bei den zu erwartenden Zahlen nicht ins Gewicht fallen wird.
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Temeter 
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von Temeter  »

RGB hat geschrieben:Warum müssen die pilitisch Korrekten eigentlich immer fordern, verlangen und "es traurig finden"?
Rockstar hat es so entschieden, PUNKT!
Der einzig legitime Protest, ist das Spiel nicht zu kaufen, nur wissen die, dass das bei den zu erwartenden Zahlen nicht ins Gewicht fallen wird.
Kann man nicht mal zuerst über die Dinge nachdenken, bevor man sie schreibt?
Ohne das Hinterfragen und die Beurteilung von Spielen hätten wir niemals etwas wie GTAV. Und nun forderst du, niemand solle etwas negatives zu dem Ding sagen, dazu noch mit einem belanglosem Modebegriff wie 'die politisch Korrekten'.

Niemand hat einen Anspruch darauf, dass Rockstar eine Geschichte nach seinen Vorstellungen erzählt. Aber jeder darf sich darüber auslassen und Fragen stellen, wie es ihm lieb ist. Und dann, denke ich, sollte man eine gute Antwort geben können, wenn man einen Anspruch hinter seinem Werk sieht.

Deswegen haben wir überhaupt den Kommentar seitens Rockstar, deswegen gibts es eine Website, die sich 4Players nennt :wink:
PixelMurder
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von PixelMurder »

Ich würde es zumindest bei mir eher als gesunden Sexismus bezeichnen, wenn ich gerne einen weilbichen Char in GTA hätte. Ich finde ja auch, dass jeder gute Film eine schöne Frau braucht, die gerne auch stark sein und eine wichtige Rolle spielen darf.

Und ich finde, dass man gut über die Entscheidungen von Rockstar diskutieren und sie hinterfragen kann, die sind ja schliesslich nicht Papst.
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Prypjat
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von Prypjat »

Eine Bitte an Rockstar! Verkauft Euch niemals an Hollywood!
Da kommt nu Mist dabei raus.

-Anmerkung zum Video-

Wo ist Princess Robot Bubblegum geblieben?
Die werden sie doch nicht gestrichen haben oder?
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3nfant 7errible
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von 3nfant 7errible »

TheLaughingMan hat geschrieben:
Äpfel und Birnen. Wir reden hier nicht vom nächsten DmC oder God of War oder sonst einem Schnetzler Actiongame wo halbnackte, mitunter äußerst lasziv auftretende Frauen mit zumeist nicht nennenswerter charakterlicher Tiefe oder Eigenschaften eh an der Tagesordnung sind.
Äpfel und Birnen vielleicht, aber kein Äpfel und Birnen-Vergleich, weil ich damit nur auf deine Unterstellung, man hätte ein grundsätzliches Problem mit weibl. oder gar homosexuellen Protagonisten, geantwortet habe.

Aber ja, wieso sind das denn Äpfel und Birnen? Eben weil die genannten Spiele in ihrem ganz eigenen Universum mit ihren ganz eigenen Regeln spielen. Und die müssen sich nur gegenüber diesen eigenen Regeln rechtfertigen, wobei es natürlich auch da Logiklöcher geben kann, wenn das Skript nicht konsequent ist.

GTA hat dagegen einen ganz anderen Ansatz, was man insbesondere im Vergleich zu Saints Row sehen kann. Es bezieht sich viel stärker auf die Regeln und Vorlagen der realen Welt, und muss sich deshalb ganz anderen Anforderungen der Authentizität stellen.
Und wieso wäre das automatisch dramaturgisch schlecht? Es ist ja nicht so als gäbe es Ingame keine weiblichen Gangster. Elizabeta ist bestimmt nicht in ihre Position gekommen weil sie den vorherigen Drogen Lord der Projects nett gefragt hab ob sie jetzt auf mal Chef spielen darf. Es wäre also auch innerhalb der Logik des Games durchaus möglich eine Frau zu spielen ohne dass das Game sich der Unglaubwürdigkeit (sofern man das bei einem GTA sagen kann) preisgeben muss.
man weiss nicht wirklich viel von dem Charakter, ausser dass sie Drogendealerin ist. Es gibt da kein detaillierten Hintergrund
Ein Kniff, der in Filmen oder Spielen gerne benutzt wird, entweder ganz einfach aus Zeitgründen und um sich nicht in Nebensächlichkeiten zu verlieren, oder doch um unangenehmen Konstruktionen aus dem Weg zu gehen. Sowas kann wohl kaum als Beispiel dienen

Wie auch immer, sie ist Drogendealerin, hockt in ihrem Appartment und rennt nicht mit ihrem dicken Hintern ( :Häschen: ) durch die Stadt und mischt wie Niko die ganze Unterwelt auf allmögliche Weise auf : P


Natürlich wäre es dramaturgisch schlecht gelöst wenn besagte Dame zum Gangsterleben käme wie die Jungfrau zum Kinde. Was auch soweit ich weiß bei keinem der Männer je der Fall war. Aber das ist ja auch nicht nötig. Es gibt genug Möglichkeiten Frauenrollen mit Kampferfahrung zu benutzen. z.B. eine ehemaliger Marine. Eine Polizistin die die Seiten gewechselt hat. Oder eine junge Frau die aus prekären Verhältnissen flieht (ähnlich der Haupfigur von Winters Bone) und deren Vergangenheit sie einholt. Die Möglichkeiten sind da.

Das sowas nicht die Norm ist ist dabei natürlich klar. Eine Frau als Enforcer IST eine Ausnahme. Was sich dann auch in der Story des Games widerspiegeln kann.

Und meine Begründung ist übrigens: Es hätte mehr Potential eine interessante Geschichte abzugeben als das was jetzt in GTA V wohl kommt. Nichts gegen Franklin, aber ich wage zu bezweifeln das die Geschichte vom schwarzen Ghetto Jungen der sich an den Gangs vorbei nach oben arbeitet noch dermaßen viel erzählerisches Potential hat.


Ich denke es würde die Qualität der Story erhöhen, gerade weil das Geschlecht in dem Bereich in dem das Game spielt, namentlich das kriminelle Milieu, ein wichtiger sozialer Faktor ist. Für mich ist GTA in seinen besten Momenten eine Mischung tiefschwarzem Humor und Charakter Studie der amerikanischen Unterwelt. Weswegen ich mir sehr gut vorstellen kann das die Story in Sachen Blickwinkel und Vielschichtigkeit davon profitieren würde.

Ja, die Möglichkeiten sind da. Hab ja zuvor auch schon gesagt, wenn man will, kann man sowieso alles machen, sogar die Schwerkaft aufheben. Aber wie du auch selber sagst, eine Frau als Enforcer IST eine Ausnahme.. Und soviel ich weiss ist es die Philosophie hinter der Serie, den Finger in real existierende Klischee-Wunden zu stecken. Sie persiflieren die reale amerik. (Pop-)Kultur, treiben es auf die Spitze, aber sie erfinden letztlich keine neue fiktionale.
Auch RDR triefte nur so voller Western-Klischees, sogar die Vistas wirkten eher so als hätte man die alten Plakat-Hintergründe aus den Filmstudios geklaut. Machte das ganze imo nur noch geiler. Man spielte nicht einfach nur eine Geschichte, die im 100 Jahre alten amerik. Westen spielte, sondern einen regelrechten Westernfilm, der alle Elemente der klassischen Western vereinte.
Auch hier hätte man es anders machen können, aber es ist legitim so zu machen, es macht Spass und es war letztlich eine künstlerische Entscheidung der Game Designer.

Wenn Frauen nicht zur Authenzität der Spielwelt passen, wie kommt es das man sie dann als Mitglieder/ vielleicht NPC`s für seine Crew anheuern und sich für den Online Part auch einen weiblichen Char erstellen kann? Man ist wohl selbst bei Rockstar der Meinung das Frauen in aktiven Rollen der Immersion des Games nicht zwangsläufig schaden. Und für mich nur ein weiterer Beweis dafür das man wohl schon mal mit dem Gedanken gespielt hat eine Frau als Main Char einzusetzen, aber sich nicht dem sehr wahrscheinlichen Shit Storm der Gamer „Gemeinde“ aussetzen will.
Der MP ist sowieso was ganz anderes. Da kann jeder seinen Charakter erstellen und ihn nennen wie er will. Die Spielwelt wird aber nicht exakt so auf diese random Charaktere wie xxx5niperMa5ter89xxx reagieren, wie sie auf Michael, Trevor, Franklin in der Hauptgeschichte reagieren. Im MP geht es immer etwas weniger um Immersion sondern vielmehr um Gameplay und hauptsache gewinnen.
Wenn auf einem MP-Server plötzlich nur weibl. Gangster rumlaufen, ist das wurscht, in der Mainstory dagegen würde das seltsam, falsch wirken und die Immersion zerstören.

Und ja, wenn Rockstar irgendwann meint sie wollen einen weibl. Protagonisten machen, dann sollen sie doch. Die können machen was sie wollen. Und wenn es daraufhin einen Shitstorm gibt, dann sollte man schauen, wogegen sich dieser Shitstorm genau richtet. Grundsätzlich gegen die weibl. Hauptfigur, oder doch gegen eine zu stark, mit dem Brecheisen konstruierte Geschichte?
RGB
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von RGB »

Temeter  hat geschrieben:Ohne das Hinterfragen und die Beurteilung von Spielen hätten wir niemals etwas wie GTAV. Und nun forderst du, niemand solle etwas negatives zu dem Ding sagen
[...]
jeder darf sich darüber auslassen und Fragen stellen, wie es ihm lieb ist. Und dann, denke ich, sollte man eine gute Antwort geben können, wenn man einen Anspruch hinter seinem Werk sieht.

Deswegen haben wir überhaupt den Kommentar seitens Rockstar, deswegen gibts es eine Website, die sich 4Players nennt :wink:
Ich hab mich unzureichend ausgedrükt.
Es geht mir nicht um berechtigte Kritik an der Qualität des Spiels, sondern darum das ganze (mal wieder) als Bühne für irgendeinen politischrn Scheiß zu mißbrauchen.
PixelMurder
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von PixelMurder »

Ich glaube nicht, dass Leute, die aus ideologischen Gründen eine Frauenquote in GTA verlangen, es selbst zocken. Und ich glaube nicht, dass es überhaupt viele sind, die dafür ideologische Gründe angeben.
Und ich finde es konstruiert, GTA als Gipfel der Authentizität zu bezeichnen, wo Frauen zum Glück im Vergleich zum Halligalli Spiel Saints Row keine Hautprolle haben können, weil es unrealistisch ist.
PfeiltastenZocker
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von PfeiltastenZocker »

Ohne jetzt mal auf die anderen Posts einzugehen, aber dass es durchaus möglich ist eine glaubwürdige Frauenrolle in ein Gangstersyndikat unterzubringen, hat doch schon GTA 3 mit Catalina gezeigt, die der Boss vom Kolumbianischen Kartell war.
Auch Saints Row 1 wo man zuvor nur einen männlichen Charakter machen konnte und was von vielen gerne als GTA Klon betitelt wird, hatte mit Tanya Winters einen weiblichen Gangsterboss. (Wobei beide sich ihren Platz mit Verrat und Heimtücke erkämpft haben.)

Will damit nur ausdrücken dass es gar nicht mal so unrealistisch ist eine Frauenrolle in so einem Spiel unterzubringen, wenn man das nur richtig plant und das nötige Feingefühl besitzt.
Denn selbiges Franchise hat ja schon Jahre zuvor die Antwort geliefert.
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Sevulon
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von Sevulon »

Ich denk mal, dass der Hauptgrund der sein wird, dass die meisten Spieler vermutlich gar keine Frauen spielen wollen. Jedenfalls gehe ich mal davon aus, dass Rockstar diesbezüglich durchaus eine Marktforschung betrieben hat.
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Kajetan
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von Kajetan »

Sevulon hat geschrieben:Ich denk mal, dass der Hauptgrund der sein wird, dass die meisten Spieler vermutlich gar keine Frauen spielen wollen. Jedenfalls gehe ich mal davon aus, dass Rockstar diesbezüglich durchaus eine Marktforschung betrieben hat.
Nope. Bei einem Budget wie es bei GTA5 verbraten wurde, wäre es rein finanziell sinnvoll im Rahmen der drei (!) Hauptcharaktere möglichst viele potentielle Spieler anzusprechen. Es wäre rein kommerziell (ohne jedweden politischen oder gesellschaftlichen Hintergrund) sinnvoll eine dieser drei Hauptcharaktere eine Frau sein zu lassen. Warum aber machen die Houser-Brüder das nicht?

1. Sie wollen es nicht, weil ...
2. Sie denken keinen überzeugenden weiblichen Charakter schreiben zu können.
3. Und sie wollen auch niemanden ins Boot holen, der das für sie macht, weil sie vermutlich die volle kreative Kontrolle behalten wollen.

Wie auch immer, seit vier Tagen ist GTA5 die mit lichtjahreweitem Abstand populärste PS3- und 369-Warezkopie EVAR, so dass man durchaus davon ausgehen kann, dass der kommerzielle Erfolg von GTA5 alles in den Schatten stellen wird, was dieses Franchise bislang erlebt hat.