Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Story und die Abneigung gegen Filmpläne

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Raksoris
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von Raksoris »

SethSteiner hat geschrieben:Saints Row beweist, dass man genauso eine Frau die Rolle erfüllen lassen kann. Natürlich ist das Spiel abgedreht ohne Ende, das ist aber völlig irrelevant, wenn wir den Fokus auf die Männlichkeitsfantasien richten, in der sie genauso brilliert wie er.
Wo ist das irrelevant, dass ein Spiel jeglichen Realitätsanspruch außer Acht lässt?
Eben genau aus dem Punkt ist es scheißegal ob Saints Row von einem Mann oder einer Frau gespielt wird:`
Im Endeffekt ist die Geschichte so abstrus , dass egal wie/was/wo und wann etwas es einem passiert akzeptabel erscheint.
Man könnte das Spiel auh als Frankensteins Monster spielen und es würde ins Setting passen.
Und das ist bei GTA definitiv nicht der Fall.
SethSteiner hat geschrieben: Wenn man eine Geschichte ernster und realitätsnäher gestaltet, das habe ich selbst ja gesagt, muss man oder sollte man Anpassungen vornehmen. GTA zitiert natürlich die genannten Filme und Werke, nur warum sollte das ein Hindernis sein, einen weiblichen Charakter einzubauen, vor allem wenn man sowieso mehrere Hauptrollen besetzt?
Weil es GTA ist. Du versuchts, wie Leute zuvor, ein Franchise zu verändern mit der Begründung: "Das es mal Zeit wäre etwas Neues auszuprobieren".
Du bist so einer der versucht in The Legend of Zelda einen sprechenden Link einzubauen.
Oder am Besten, dass man eine sprechende Zelda als Hauptfigur hat.
Und die Erklärung, wieso man keine Frauen als Gangster sieht, habe ich und Kajetan dir schon beantwortet:
Frauen fehlt es schlicht und ergreifend an den (männlichen) Merkmalen um sich in dieser "Branche" durchzusetzten. Das hat nichts mit fehlender Phantasie zu tun, nur würde es gegen den durchweg roten Faden in allen vorherigen Grand Theft Autos gehen.
SethSteiner hat geschrieben:. Igrendwann sollte man sich auch Mal entwickeln, Variationen schaffen, neues Terrain erkunden. Gerade, wenn man eine 180 Grad Wende machen und dem Spiel einen ernsten Anstrich geben will, würde es sich anbieten kreativ zusein und die Möglichkeiten auszuloten, die beispielsweise eine Cracknutte bietet.
Wieso willst du das sich GTA verändert, wenn du doch die letzten 2 Posts davon gesprochen hast wie gut Saints Row eben diese Lücke ausfüllt?
Man bekommt alle 4-5 Jahre ein GTA vorgesetzt und wenn ich etwas nicht will, dann das irgendwelche Experimente aufgezwungen werden, die dem heutigen Zeitgeist entsprechen.
Ich will ein GTA, wie es GTA 3, Vice City, San Andreas und 4 eines war.
Und mit diesem Gedanken habe ich eine breite Mehrheit hinter mir.
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SethSteiner
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von SethSteiner »

Raksoris hat geschrieben:Wo ist das irrelevant, dass ein Spiel jeglichen Realitätsanspruch außer Acht lässt (...)
Nur so, wir reden immer noch von GTA und die Serie hat es mit dem Realitätsanspruch auch nicht so besonders. Saints Row mag ins bizarre gehend abgedreht sein aber GTA ist die Serie, die diese Verrücktheit in dem Genre erst eingeführt hat und zu einem Teil auch noch immer bis heute besitzt.

GTA entwickelt sich in eine andere Richtung aber inwiefern wäre das denn gleichbedeutend mit einem sprechenden Link? Wir haben in GTA keinen immer wiederkehrenden Charakter mit festgelegten Eigenschaften, wir haben immer wieder andere. Vor GTA San Andreas gab es keinen Schwarzen Hauptcharakter, trotzdem hat man ihn gebracht und diesen Aspekt dann auch thematisch im Spiel behandelt. Ein Charakter mit anderem Geschlecht schlägt in dieselbe Kerbe. Das Franchise lebt von vielen Dingen aber vom Geschlecht der Hauptcharaktere? Man, Penise scheinen dir aber echt wichtig zusein, wenn du an ihnen den roten Faden festmachst.

Saints Row füllt im übrigen eine andere Lücke als GTA, ich dachte eigentlich das wäre aus dem Text ersichtlich gewesen.
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Unc13Fu
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von Unc13Fu »

Naja, wenn ich das richtig verstanden habe, ist die Geschichte und das "Lebens"gefühl was Rockstar mit GTA V tranportieren wollen, abhängig vom Geschlecht, weil es eben wohl auch um die Maskulinität an sich geht. Daher wäre für diese Geschichte eine freie Wahl des Geschlechts des bzw. der Hauptcharactere nicht möglich.

Das Rockstar eine Geschichte hätte schreiben können, die geschlechtsunabhängig (wie z.B. Saints Row) ist, ist klar. Doch das ist, abhängig von der Geschichte die du erzählen willst, nicht immer möglich. Bei The last of us hätte Joel auch nicht einfach weiblich sein können, das seine "Männlichkeit" teil der Geschichte ist. Sie hätten auch eine Geschichte schreiben können, die speziell auf einen oder mehrere weibliche Figuren abzielt. Aber sie haben sich dagegen entschieden, weil sie mit GTA V offensichtlich etwas ganz spezielles im Kopf hatten.
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SethSteiner
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von SethSteiner »

Frauen können auch männlich sein und das ist halt der Knackpunkt in dieser Geschichte. Maskulinität ist einfach nicht auf Männer beschränkt aber man beschränkt sich selbst, mit solch einer eingeschränkten Denkweise. Wir haben hier 3 (!) Charaktere, nur noch mal um das hervorzuheben, drei. Das ist mehr als genug Raum um mehrere Perspektiven zu ermöglichen, stattdessen wird das gesamte Potential verschenkt um drei Mal die Geschichten von Männern zu erzählen, weil ja alles so männlich ist hurr! Es geht gar nicht mal darum, dass GTA keine freie Wahl des Geschlechts ermöglicht, wohl aber hätte man bei so einem Vorstoß zumindest eine Frau einbauen können und diese Chance einfach hat verstreichen lassen, mit einer Begründung die einfach nicht nachvollziehbar ist.
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Raksoris
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von Raksoris »

SethSteiner hat geschrieben: Nur so, wir reden immer noch von GTA und die Serie hat es mit dem Realitätsanspruch auch nicht so besonders. Saints Row mag ins bizarre gehend abgedreht sein aber GTA ist die Serie, die diese Verrücktheit in dem Genre erst eingeführt hat und zu einem Teil auch noch immer bis heute besitzt.
Ach komm dann kann man auch damit argumentieren, dass es Videospiele sind und sie nicht realistish sein müssen.
Schließlich fährt man ja auch mit Panzern und tötet tausende von Menschen.
Nur hat Saints Row jede Glaubhaftigkeit in der Haupthandlung ab dem dritten Teil über Board geworfen.
Etwas das GTA nie getan hat.
SethSteiner hat geschrieben:GTA entwickelt sich in eine andere Richtung aber inwiefern wäre das denn gleichbedeutend mit einem sprechenden Link? Wir haben in GTA keinen immer wiederkehrenden Charakter mit festgelegten Eigenschaften, wir haben immer wieder andere. Vor GTA San Andreas gab es keinen Schwarzen Hauptcharakter, trotzdem hat man ihn gebracht und diesen Aspekt dann auch thematisch im Spiel behandelt. Ein Charakter mit anderem Geschlecht schlägt in dieselbe Kerbe. Das Franchise lebt von vielen Dingen aber vom Geschlecht der Hauptcharaktere? Man, Penise scheinen dir aber echt wichtig zusein, wenn du an ihnen den roten Faden festmachst.
Lustig 2 mal habe ich es schon erklärt und du weigerst dich es einzusehen:
Soll ich wieder das erklären was ich im zweiten Post hingeschrieben habe mit der Realitätsnähe?
Oder das Authentischen das GTA seit jeher einem Spieler geliefert hat?
Soll ich Kajetan zitieren, der es ( wie immer eigentlich ) perfekt in einem Beitrag formuliert hat?
Die Abstammung eines Mannes in seiner Verbrecherorganisation ist das A und O.
Hätte ein Weißbrot die Rolle von JC übernehmen können?
Nein
Hätte ein Schwarzer die Rolle von Tommy Vercetti übernehmen können?
Nein
Weil es nicht authentisch wäre in keinem der hier aufgezählten Fälle.
Und ich habe extra Abstammung eines Mannes geschrieben. Nicht die eines Menschen, sondern die eines Mannes.
Denn sie sind es immer die Verbrecherorganisationen gründen, sie leiten, sie zerstören und mit ihnen zu Grunde gehen.
Sie führe Bandenkriege, von ihnen geht die Gewalt aus, sie flösen Respekt ein.
Passt eine Frau in diese Welt? Nein.
Wenn man tatsächlich eine nehmen würde, müsste sie am Ende so viele männliche Attribute mitbringen, dass ihre Auftreten zur Farce mutiert und man sich doch fragt wieso man nicht einfach einem Mann programmiert hat um den Job zu erledigen.
Aber am Ende kann man sich wenigestens einreden progressiv zu sein...
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Guffi McGuffinstein
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von Guffi McGuffinstein »

Es geht um 3 Männer mit völlig verschiedenem Hintergrund (mal abgesehen von krimineller Vergangenheit) die aufeinandertreffen und mehr oder weniger klarkommen müssen.

In so einen Plot eine Frau zu stellen kann nicht anständig funktionieren. Dafür müsste die Story anders sein und der Drops ist gelutscht. In einem Addon mit eigener Story, die sich um einen einzelnen Charakter dreht, könnte ich mir aber schon eine Frau vorstellen. Eine "robuste" aber immer noch weibliche Frau darzustellen ist denke ich aber ziemlich schwierig, da, ohne das klischeehaft zu meinen, mehr Emotionen drin sein müssten was dann in einem Spiel wie GTA schon wieder alles andere als einfach ist. Optimal wäre dann, wenn die Story auch von einer oder mehreren Frauen geschrieben wird und nicht von Männern, die dann mehr männliche Fantasien denn Realitäten einbringen würden.

Und was Filme und GTA angeht: Ich meine gelesen zu haben, dass "Heat" mehrfach in GTA 5 zitiert wird. In einem Trailer sieht man glaube auch eine mehr oder weniger 1 zu 1 nachgestellte Szene mit dem Überfall auf den Geldtransporter. Die Mission "Four Leaf Clover" in GTA 4 war ja auch schon eine Adaption der legendären Schießerei nach dem Banküberfall. Daher kann man denke ich direkt empfehlen vorher noch diesen, übrigens hervorragenden, Film zu gucken. :)
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SethSteiner
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von SethSteiner »

GTA hat seine Glaubhaftigkeit spätestens in dem Moment über Bord geworfen als man die Elviskolonne in GTA 2 überfahren hat. GTA war die längste Zeit nicht anders als Saints Row auch eine absurde Zerstörungsorgie gewesen, die durch eine eher schlecht als rechte Story zusammengehalten wurde. GTA ist für Zitate, Parodien und Witz bekannt geworden. GTA ist eben kein Mafia.

Deine Erklärung lautet, weil die Charaktere was männliches machen, müssen sie Männer spielen. Zirkelschluss eben.
nawarI
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von nawarI »

Eine Frau als spielbarer Charakter würde in die bisherigen GTAs nicht passen - Betonung auf "bisherigen". Die Stories sind einfach so, dass Kerle besser reinpassen. Oder anders ausgedrückt: die Autoren hatten eine Geschichte im Kopf, die sie erzählen wollten und mit allem drum und dran wäre eine Frau als Hauptfigur einfach falsch gewesen. Genausowenig hätte ein Weißer auf die Hauptrolle von San Andreas gepasst und die Story von Chinatown Wars war auf einen Chinesen ausgelegt.
Den Autoren kann man jetzt aber vorwerfen, dass sie bisher nur GTAs gemacht haben, auf die eher männliche Figuren passen - das ist es, denke ich, was viele stört.
Ich persönlich kann mit jedem GTA meinen Spaß haben, solange es nicht die Steuerung von GTA4 hat.

Neben Saints Raw sieht man bei WET, dass ein Max Payne mit weiblicher Spielfigur auch passen würde. Ruby macht immer einen glaubhaften Eindruck, dass sie eine Spitzen-Killerin mit zwei Pistolen und einer Kanata ist, ohne dass ihre Hintergrundgeschichte irgendwie erzählt werden müsste. Und bei Tomb-Raider / Uncharted haben wir auch zwei Spiele mit ähnlichem Setting und ähnlicher Atmosphäre, die sich trotz verschieden-geschlechtlicher Hauptfiguren sehr ähnlich spielen. Genauso Bayonetta VS Devil May Cry.
Mir ist es wie gesagt gleich, aber von meiner Seite aus spricht nix gegen mehr weibliche Hauptfiguren.

Zum Thema "Erweitere Zielgruppe": Meine beiden Schwestern und viele Frauen aus meinem Bekanntenkreis haben bereits mehrere GTAs gespielt. Eine Spielereihe, die eine größere Zielgruppe hat als GTA kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Also bitte Ball flachhalten. :wink:
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Raksoris
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von Raksoris »

SethSteiner hat geschrieben: Deine Erklärung lautet, weil die Charaktere was männliches machen, müssen sie Männer spielen. Zirkelschluss eben.
Tja bei mir ergibt sich ein Kreis bei dir 2 lose Enden .
Denn:
"Lass eine Frau die Hauptrolle übernehmen weil ...." ( hast ja nicht wirklich etwas gesgat außer "Es wäre mal Zeit")
gibt ein loses Ende und das zweite ist
"Ja die männlich dominierte Hauptrolle kann auch von einer männlichen Frau gespielt werden".

Zum Glück stellst du nur eine Minderheit da und zum Glück denkt Houser genauso wie ich.
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SethSteiner
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von SethSteiner »

Ich habe durchaus mehr als nur "es wäre mal Zeit" gesagt, wobei das eigentlich bereits ausreicht, es sei denn man findet Monotonie klasse. Ob ich eine Minderheit darstelle, wage ich doch zu bezweifeln und ob es ein Glück ist, wenn Houser so eingeschränkt denkt, wie du es tust, wage ich ebenfalls zu bezweifeln.
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Raksoris
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von Raksoris »

SethSteiner hat geschrieben:Ich habe durchaus mehr als nur "es wäre mal Zeit" gesagt, wobei das eigentlich bereits ausreicht, es sei denn man findet Monotonie klasse. Ob ich eine Minderheit darstelle, wage ich doch zu bezweifeln und ob es ein Glück ist, wenn Houser so eingeschränkt denkt, wie du es tust, wage ich ebenfalls zu bezweifeln.
Natürlich stellst du eine Minderheit da, kannst dich ja mal in anderen Foren umhören was die News betrifft über die wir uns gerade unterhalten.
Und Houser denkt nicht eingeschränkt, er versucht nur ein Franchise nicht zu vermurksen weil ihm Leute raten , sich dem Zeitgeist anzupassen und oder für eine Minderheit zu programmieren, die lauthals Ideen und Veränderungen über den Kopf der Mehrheit schreit.
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von Kajetan »

SethSteiner hat geschrieben:Ich habe durchaus mehr als nur "es wäre mal Zeit" gesagt, wobei das eigentlich bereits ausreicht, es sei denn man findet Monotonie klasse. Ob ich eine Minderheit darstelle, wage ich doch zu bezweifeln und ob es ein Glück ist, wenn Houser so eingeschränkt denkt, wie du es tust, wage ich ebenfalls zu bezweifeln.
Ich bezweifle, dass Houser so "eingeschränkt" denkt. Ich nehme an, die beiden Jungs könnten schon, wenn sie wirklich wollen würden. Aber sie wollen nicht. Nicht, wenn, ich kann es nur wiederholen, 200 Mio. Dollar Produktionskosten auf der Rechnung stehen und man sich mittlerweile daran gewöhnt hat massig viel Geld zu verdienen. In GTA5 erneut das exakt gleiche Spiel zu machen, weil es genau das ist, was die große Masse der GTA-Fans haben möchte, das ist einfach nur Sicherheitsdenken. Nicht kreativ, aber dafür (zumindest derzeit) immer noch höchst lukrativ.
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SethSteiner
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von SethSteiner »

Inwiefern stell ich denn eine Minderheit da? Wo sind denn die von unabhängigen Instituten erhobenen Statistiken, die sagen "Der Raksoris ist in der Mehrheit und der Steiner in der Minderheit!"? Und inwiefern sind dann die ausdefinierten Schattierungen der Meinungen relevant? Letztereres würde ich von meiner Position sicherlich nicht behaupten.

Natürlich denkt Houser eingeschränkt. Einfach machen, was man immer gemacht hat, immer gerade aus, kreativ können andere sein. Lukrativ ja, lukrativ wird das sicherlich, daran zweifle ich nicht im Mindesten.
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Unc13Fu
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von Unc13Fu »

SethSteiner hat geschrieben:Frauen können auch männlich sein und das ist halt der Knackpunkt
Darum geht es doch garnicht. Frauen können mehr oder weniger männlich sein, aber das ist was anderes.
Es geht darum, dass diese spezielle Geschichte die sie erzählen wollen, eine "männliche" Geschichte ist. Es geht nunmal um Männer, in einem von Männern dominierten Milieu. So wie Tommy Vercetti, CJ und Nico Belic nicht weiblich hätten sein können. Das kann man kritisieren, aber das ist die Entscheidung die Rockstar getroffen hat. Zumal alle drei Figuren, soweit ich das bisher beurteilen kann, unterschiedliche Aspekte der "Männlickeit" repräsentieren.

Um Übrigen frage ich mich, was dadurch gewonnen wäre, wenn man zwanghaft versucht, eine weibliche Figur dort reinzupressen. Sicher hätte als Beispiel die Geschichte einer im Ghetto aufgewachsenen Latina, die sich um Gangalltag nicht nur gegen die Widrigkeiten der Strasse, sondern auch gegen die Widerstände der anderen vorwiegend männlichen Gangmitglieder durchsetzen muss, auch eine interessante Sache sein können. Aber würde das Spiel dadurch automatisch besser ? Oder könnte es nicht den Fokus und die Grundintention die Rockstar mit GTA V möglicherweise haben sogar stören ? Das wäre dann halt ein anderes Spiel.

Das ist ein wenig wie die Quotendiskussion. Ich habe nichts gegen weiblich Protagonisten in Videospielen im Gegenteil. Aber die einfach überall einzubauen, nur damit man einen weiblichen Protagonisten hat, ist unsinnig und schädlich.
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Kajetan
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von Kajetan »

Unc13Fu hat geschrieben:Es geht darum, dass diese spezielle Geschichte die sie erzählen wollen, eine "männliche" Geschichte ist. Es geht nunmal um Männer, in einem von Männern dominierten Milieu.
Sicher. Dennoch verweise ich gerne wiederholt auf Starbuck im Battlestar Galaktica Remake. Da wurde die Story nicht großartig verändert, es wurden nur kleine Details verändert und Starbuck ist plötzlich ein weiblicher Charakter, der immer noch ein Säufer, Spieler, Rumhurer und der Flotte bester Pilot ist ... und doch irgendwie anders. Eben ne Frau. Emotional, augenscheinlich irrationaler und doch wieder sehr viel konsequenter und härter zu sich selbst und anderen als die Männer in ihrer Umgebung.

Man kann GTA auch mit einer Frau in der Hauptrolle erzählen, ohne die Story, Setting und Erzählweise komplett über den Haufen zu werfen. Ob man es dann tut, ist natürlich eine ganz andere Frage. Die Housers haben gute Gründe es derzeit nicht zu tun.