Allgemein: Ergebnisse der Studie "Gaming in Deutschland"
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Flachpfeife
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Re: Allgemein: Ergebnisse der Studie "Gaming in Deutschland"
Jeder, der ernsthaft an videospielen interessiert ist, sieht, dass allein schon die Kategorisierung auf dem Niveau einer Karstadt-Software-Pyramide ist.
Wenn Mehrfachnennung erlaubt sind, warum gibt man dann nicht richtige Genres an? Action-Spiele ist für mich kein Genre, es kann bei CoH genauso actionreich zugehen wie bei Battlefield, EDIT: trotzdem würde niemand diese zwei Spiele in die selbe Kategorie stecken.
Und bei einer potentiellen Zahl von 80 Millionen "gamern" kann ich meiner Meinung nach schon erwarten, dass da aus jeder Altersgruppe mehr als 10 Leute befragt werden.
Wenn Mehrfachnennung erlaubt sind, warum gibt man dann nicht richtige Genres an? Action-Spiele ist für mich kein Genre, es kann bei CoH genauso actionreich zugehen wie bei Battlefield, EDIT: trotzdem würde niemand diese zwei Spiele in die selbe Kategorie stecken.
Und bei einer potentiellen Zahl von 80 Millionen "gamern" kann ich meiner Meinung nach schon erwarten, dass da aus jeder Altersgruppe mehr als 10 Leute befragt werden.
- SpookyNooky
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Re: Allgemein: Ergebnisse der Studie "Gaming in Deutschland"
Für viele PC-Fachzeitschriften (Print und Online) schon.Flachpfeife hat geschrieben:Action-Spiele ist für mich kein Genre
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Flachpfeife
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Re: Allgemein: Ergebnisse der Studie "Gaming in Deutschland"
leider.SpookyNooky hat geschrieben:Für viele PC-Fachzeitschriften (Print und Online) schon.Flachpfeife hat geschrieben:Action-Spiele ist für mich kein Genre
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- SethSteiner
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Re: Allgemein: Ergebnisse der Studie "Gaming in Deutschland"
Wen interessierts was Fachzeitschriften machen? Action ist einfach keine gute Genrebezeichnung, da Action in vielen Genres auftauchen kann. Man könnte Metal Slug als Action bezeichnen oder Final Fantasy und sogar diverse Casual Games, wenn sie ein paar Actioneffekte drinhaben.
- Lord Hesketh-Fortescue
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Re: Allgemein: Ergebnisse der Studie "Gaming in Deutschland"
Den Genrebegriff "Action" kann man wenigstens noch IRGENDWIE HALBWEGS mit Inhalt füllen, der auf charakteristische Merkmale des Spiels selbst zurückgeht. Viel schlimmer finde ich es, "Social" und "Casual" als angebliche Genres (!) stumpf in einer Reihe mit Strategie, J'nR etc. aufzuführen. Denn hierbei geht es Null um typische Merkmale des Spiels als solches, sondern ausschließlich um die Rahmenbedingungen/Umstände des Zockens. Dann ist auch "Mainstream" ein eigenes Genre, "Core" oder "Offline Singleplayer". Für mich nicht das, was den Genre-Begriff ausmacht. Unnötig ungenau und verwirrend.SethSteiner hat geschrieben:Wen interessierts was Fachzeitschriften machen? Action ist einfach keine gute Genrebezeichnung, da Action in vielen Genres auftauchen kann. Man könnte Metal Slug als Action bezeichnen oder Final Fantasy und sogar diverse Casual Games, wenn sie ein paar Actioneffekte drinhaben.
- SpookyNooky
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Re: Allgemein: Ergebnisse der Studie "Gaming in Deutschland"
Ich halte Action für eine geläufige Genrebezeichnung für Spiele, kann die Verwirrung darüber aber auch verstehen. "Social" und "Casual" sind neuartige Bezeichnungen für Spiele, die man durchaus kritisch sehen kann. Es stimmt, dass man nicht direkt auf die Spielmechanik schließen kann, jedoch muss das eine Genrebezeichnung imo nicht zwingend.
Beispiele: "Indie-Rock" aus der Musik bezeichnete im urpsprünglichen Sinn ein Fehlen eines Major Labels. Ach, was gehe ich denn in die Musik, Indie-Spiele gibt's ja auch, und die könnte man auch ein Genre nennen.
Oder: Fantasy-Film. Ist eher eine Bezeichnung für das Setting, weniger bezeichnend für den Inhalt (auch ein Fantasy-Film kann ein Actionfilm sein).
Beispiele: "Indie-Rock" aus der Musik bezeichnete im urpsprünglichen Sinn ein Fehlen eines Major Labels. Ach, was gehe ich denn in die Musik, Indie-Spiele gibt's ja auch, und die könnte man auch ein Genre nennen.
Oder: Fantasy-Film. Ist eher eine Bezeichnung für das Setting, weniger bezeichnend für den Inhalt (auch ein Fantasy-Film kann ein Actionfilm sein).
- Lord Hesketh-Fortescue
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Re: Allgemein: Ergebnisse der Studie "Gaming in Deutschland"
"Indie" an sich sagt aber herzlich wenig aus. Bei Indie-Rock, Indie-Folk etc. liegt die Betonung eher auf dem 2. Begriff (es heißt ja schließlich nicht Rock-Indie, Folk-Indie :wink: ). Als Subgenre mag man dann evtl. noch weiter differenzieren. Bei Awards gibt es manchmal die alleinige Kategorie "Indie" aus Gründen der fairen Ressourcen-Vergleichbarkeit, ok. Aber damit hat sich das. Auch hier auf 4P gibt es "Indie" nicht als Genre, sprich ein Fez wird (zum Glück!!) immer unter Geschicklichkeit/J'nR laufen. Und bei "Fantasy" lassen sich sehr wohl "genre-immanente" Gemeinsamkeiten im Setting und meist auch bei den Charakteren und in der Machart ausmachen, die eine solche Bezeichnung vielleicht nicht selbstredend, aber doch nachvollziehbar erscheinen lassen.SpookyNooky hat geschrieben:Beispiele: "Indie-Rock" aus der Musik bezeichnete im urpsprünglichen Sinn ein Fehlen eines Major Labels. Ach, was gehe ich denn in die Musik, Indie-Spiele gibt's ja auch, und die könnte man auch ein Genre nennen.
Oder: Fantasy-Film. Ist eher eine Bezeichnung für das Setting, weniger bezeichnend für den Inhalt (auch ein Fantasy-Film kann ein Actionfilm sein).
Bei "Social" und "Casual" fehlt mir das hingegen völlig. Ehrlich. Ich kann da NICHTS mit anfangen.
- Kajetan
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Re: Allgemein: Ergebnisse der Studie "Gaming in Deutschland"
Mit viel Phantasie kann man unter "Social" all das abfeiern, was speziell auf Facebook an Spielen vorhanden ist, wo das grundlegende Gameplay, die spielerische Wurzel des Spieles (Action, Strategie, RPG usw. usf.) aber derart mit SocialNetwork-Features zugeballert wird, dass man durchaus von einem eigenen Genre sprechen kann.Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben:Bei "Social" und "Casual" fehlt mir das hingegen völlig. Ehrlich. Ich kann da NICHTS mit anfangen.
"Casual" ist aber in diesem Zusammenhang geistiger Dünnpfiff, das stimmt. "Casual" ist kein Genre, keine Gameplay-Mechanik, kein Setting, sondern nur ein im Zuge der Wii entstandener Marketing-Begriff.
- SpookyNooky
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Re: Allgemein: Ergebnisse der Studie "Gaming in Deutschland"
In dem Sinne, in dem wir es begreifen, schon. Ist ja schon eine Beleidigung das Wort.Kajetan hat geschrieben:"Casual" ist aber in diesem Zusammenhang geistiger Dünnpfiff, das stimmt. "Casual" ist kein Genre, keine Gameplay-Mechanik, kein Setting, sondern nur ein im Zuge der Wii entstandener Marketing-Begriff.
Aber "casual" kann auch "gelegentlich" heißen (und heißt es auch in den meisten Zusammenhängen, siehe casual sex
Außerdem finde ich den englischen Wikipedia-Artikel ganz gut. Nicht aufregen. Wikipedia ist nicht der Weisheit letzter Schluss, aber als Anlaufstelle um zu begreifen durchaus legitim. Und da heißt es:
Casual games can have any type of gameplay, and fit in any genre. They are typically distinguished by their simple rules and lack of commitment required.
Können wir das nicht alle unterstreichen?
Das Technologie-Magazin Wired zählt übrigens auch Pacman zum ersten casual game (Quelle).
- Steed
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Re: Allgemein: Ergebnisse der Studie "Gaming in Deutschland"
Ich werde mit 65 wohl auch noch ein Gamer sein
Spiele seit 1992 Videospiele und das wird sich nie ändern 
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maho76
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Re: Allgemein: Ergebnisse der Studie "Gaming in Deutschland"
haha, alleine an diesem Absatz kann man sehen wie schwachsinnig die umfrage ist. hat der fragende extra noch dazu gesagt: "jaja, curly-the-worm und solitair auch!".^^76 Prozent der Befragten spielen am stationären PC, 44 Prozent nutzen Smartphones, 43 Prozent eine Spielekonsole, 40 Prozent ein Laptop, 23 Prozent eine mobile Spielekonsole und zehn Prozent einen Tablet-Computer (Mehrfachantworten waren möglich).
oder haben wir uns doch alle so sehr getäuscht und die Konsolen/mobiles sind im vergleich zum pc doch nur irrelevante konkurenz? sollte dann mal jemand den Herstellern verklickern, oder?
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Z3stra
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Re: Allgemein: Ergebnisse der Studie "Gaming in Deutschland"
Das eigentlich was mich daran stört, ist dass Strategie oder Jump'n'Run klar definiertde Genres sind aber unter Casual, Action sowie Social fallen ein haufen Spiele.
- MrLetiso
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Re: Allgemein: Ergebnisse der Studie "Gaming in Deutschland"
Aufgrund dieser Beschreibung hat es also in einer Umfrage nichts zu suchen, in der enrsthaft über "Genre" gesprochen wird. "Popmusik" wäre eine ebenso unsinnige Bezeichnung.SpookyNooky hat geschrieben: Casual games can have any type of gameplay, and fit in any genre. They are typically distinguished by their simple rules and lack of commitment required.
Können wir das nicht alle unterstreichen?
- Kajetan
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Re: Allgemein: Ergebnisse der Studie "Gaming in Deutschland"
Das ist übles Retconning, wie man es in jedem Superhelden-Comic und jeder Lost-Folge hasstSpookyNooky hat geschrieben:Aber "casual" kann auch "gelegentlich" heißen (und heißt es auch in den meisten Zusammenhängen, siehe casual sex) und bei Steam ist "Gelegenheitsspiele" eine eigene Spielkategorie. Da finden sich hauptsächlich Puzzler und Plattformer drin.
Außerdem finde ich den englischen Wikipedia-Artikel ganz gut. Nicht aufregen. Wikipedia ist nicht der Weisheit letzter Schluss, aber als Anlaufstelle um zu begreifen durchaus legitim. Und da heißt es:
Casual games can have any type of gameplay, and fit in any genre. They are typically distinguished by their simple rules and lack of commitment required.
Können wir das nicht alle unterstreichen?
Das Technologie-Magazin Wired zählt übrigens auch Pacman zum ersten casual game (Quelle).
Nur weil man ein bestimmtes Gameplay einfacher gestaltet, wird daraus noch lange kein eigenes Genre. Hier wird jedoch versucht einem Marketing-Begriff nachträglich eine genre-relevante Klassifizierung aufzudrücken, in der sogar in verschiedenen Quellen explizit gesagt wird, dass sie sich aus verschiedenen Genres zusammensetzt. Das kann man zwar so machen, weil der Begriff bekannt ist, richtig wird es dadurch noch lange nicht
Wobei sowas durchaus normal ist. Im Alltag machen wir Unterschiede zwischen Obst und Gemüse, die botanisch-biologisch teilweise aber vollkommener Quark sind.
- SpookyNooky
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Re: Allgemein: Ergebnisse der Studie "Gaming in Deutschland"
Wird jetzt etwas philosophisch, aber wer entscheidet denn, ob das richtig oder falsch ist? Im Gegensatz zu einer Grammatik und einem Vokabular, wo häufiges Gebrauchen von falschen Regeln diesselben nicht richtig machen ("Einzigste", "gewunken", "CD's" etc.) haben wir bei Wörtern, die eine neue Bedeutung erlangen wie "casual" keine Regeln, die besagen, dass das jetzt falsch ist. Ist es da, dann ist es da. Muss man nicht richtig finden, aber nur aufgrund von Neuheit "falsch" sagen, ist für mich nicht richtig.Kajetan hat geschrieben:Das kann man zwar so machen, weil der Begriff bekannt ist, richtig wird es dadurch noch lange nicht
Richtig. Himbeeren, Blaubeeren und Erdbeeren sind auch alles keine Beeren. Die Tomate ist eine klassische Beerenfrucht. Trotzdem hat sich das nunmal in der Umgangssprache so etabliert und kein Botaniker, den ich kenne, fängt an, Leute zu verbessern. Spieler schon? Botaniker sind Wissenschaftler und Spieler sind... ?!Kajetan hat geschrieben:Wobei sowas durchaus normal ist. Im Alltag machen wir Unterschiede zwischen Obst und Gemüse, die botanisch-biologisch teilweise aber vollkommener Quark sind.
