Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spielekritik

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Wulgaru
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Wulgaru »

Wigggenz hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben:Ich gucke auch gerne auf Englisch und im Original, aber ich mag diese arrogante Vergötterung des Ov-guckens nicht...glaubt mir...die Serien die ihr guckt finden die Leute auch auf deutsch geil oder scheiße, ihr macht hier keine exklusive Grenzerfahrung.
Erst lesen, dann schreiben. Zumindest ich habe geschrieben, dass man zur Originalfassung greifen sollte, sofern man die Sprache auch gut versteht.

Asiatisches Zeug fällt damit für die meisten komplett raus.

Gerade du als GoT-Gucker solltest wissen, dass bei Serien die deutsche Synchro völliger Crap ist, wenn man erst mal auf Englisch angefangen hat.
Ich habe mich nicht unbedingt auf dich bezogen, nur die letzten Seiten quer gelesen, aber im Grunde bist du ja dann anscheinend doch der Typ Ov-Gucker den ich angesprochen habe.

Keine Frage ist die GoT-Original-Version besser, genau wie das englische Buch, aber dem deutschgucker und Leser geht absolut nichts verloren. Dem ist die Übersetzung Königsmund völlig egal und das auch zu Recht. Genau wie die deutschen Übersetzungen, alte wie neue, absolut zweckmäßig und in Ordnung sind. Hier kann ich das ganz genau bezeugen, weil ich mir die ersten sechs Bände (also englisch 1-3) zuerst auf deutsch gekauft habe...guess what? Ich fand es geil.

Ich gucke auch gerne Ovs, schon alleine weil man nicht auf die Synchrofassung warten muss und weil ich ebenfalls finde das zum Beispiel bei asiatischem Zeug, wo ich die Sprache nicht mal verstehe, trotz allem mehr Character drin ist....aber: Es ist nicht notwendig. Wenn ein Produkt Entertainment insgesamt gut ist, kann auch eine fehlerhafte Übersetzung nichts daran verändern, was einem OVler sehr gerne einreden wollen...es stimmt einfach nicht. Leute lachen auch in der deutschen Fassung über How I met your mother..dann ist es im englischen halt witziger, aber man guckt die Serie immer noch aus den gleichen Gründen und findet sie aus den gleichen Gründen gut oder schlecht.
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Usul
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Usul »

Wulgaru hat geschrieben:Keine Frage ist die GoT-Original-Version besser, genau wie das englische Buch, aber dem deutschgucker und Leser geht absolut nichts verloren.
Das weißt du woher genau?

Wenn ein Produkt Entertainment insgesamt gut ist, kann auch eine fehlerhafte Übersetzung nichts daran verändern, was einem OVler sehr gerne einreden wollen...es stimmt einfach nicht. Leute lachen auch in der deutschen Fassung über How I met your mother..dann ist es im englischen halt witziger, aber man guckt die Serie immer noch aus den gleichen Gründen und findet sie aus den gleichen Gründen gut oder schlecht.
Welche "OVler" dir (oder wem auch immer) was einreden wollen, ist doch völlig nebensächlich. Es ist unseriös, hier offensichtlich gegen diese ominösen OVler zu argumentieren - gehe doch auf die Leute ein, die hier explizit was zu dem Thema sagen. Ja, auch hier gibt es den einen oder anderen, der partout behaupten mag, daß Synchronisierungen den Weltuntergang bedeuten... aber auch andere - mich eingeschlossen - die das differenzierter sehen. Von daher mag es vielleicht deinen Standpunkt gut dastehen lassen, wenn du gegen eine diffuse OVler-Gruppe argumentierst, aber es nützt der aktuellen Diskussion recht wenig - finde ich.

Zumal die Aussage "dann ist es im englischen halt witziger, aber man guckt die Serie immer noch aus den gleichen Gründen und findet sie aus den gleichen Gründen gut oder schlecht." für mich persönlich haarsträubend ist. Wenn man eine witzige Serie um des Humors willen anschaut, dann ist es doch ein entscheidender Faktor, wenn diese im Original dann eben witziger ist. Oder täusche ich mich da?
Das bedeutet nicht, daß man die Serie unbedingt im Original anschauen MUSS oder daß alle, die sie synchronisiert anschauen, Deppen sind... aber es sagt ganz klar aus, daß man im Original MEHR von der Serie hat als in der Synchronisation.
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Wulgaru
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Wulgaru »

Woher ich das so genau weiß? Habe ich doch gesagt: Ich habe die ersten drei Bände damals komplett auf deutsch gelesen (bzw. sechs im deutschen). Später dann noch einmal im englischen...der Style ist besser, er wurde im deutschen vereinfacht...aber atmosphärisch und inhaltlich geht im Lied von Eis und Feuer im Vergleich zu Song of Ice and Fire nicht das geringste verloren.

Das führt mich dann zum Beispiel mit der Comedyserie, weil es im Grunde das gleiche anspricht:
Objektiv ist das Orginal natürlich besser. Martin hat einen schöneren Stil als der deutsche Übersetzer, Gags funktionieren besser im Englischen und können manchmal nicht rübergerettet werden, aber wie ich schon sagte: Die Leute lachen und finden die Serie toll. Friends habe ich quasi als geistigen Vorgänger von How i met your mother niemals auf deutsch gesehen...war jahrelang meine Lieblingsserie....Simpsons kennen auch fast alle nur auf deutsch...wir lieben es. Im OV besser? Möglicherweise (ich mag Homers amerikanische Stimme nicht, schon haben wir ein Problem usw.), aber es ist irrelevant, weil das Entertainment-Erlebnis weswegen man egal welches dieser Beispiele konsumiert identisch ist. Wenn ich über Serienfolge lache ist doch das Ziel erreicht.
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Usul
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Usul »

Wulgaru hat geschrieben:Das führt mich dann zum Beispiel mit der Comedyserie, weil es im Grunde das gleiche anspricht:
Objektiv ist das Orginal natürlich besser.
Damit ist eigentlich alles gesagt. Alles andere ist jedem selbst überlassen.
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Wulgaru
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Wulgaru »

Usul hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben:Das führt mich dann zum Beispiel mit der Comedyserie, weil es im Grunde das gleiche anspricht:
Objektiv ist das Orginal natürlich besser.
Damit ist eigentlich alles gesagt. Alles andere ist jedem selbst überlassen.
In dem Falle möglichweise, aber man kann es kaum so generalisieren. Beispiel Disney. Es ist nicht nur Nostalgie, aber wenn man bestimmte Filmversionen einfach nebeneinander stellt, sind die deutschen Synchrofassungen mitunter besser. Schlicht und einfach weil hier wie da ein extrem hoher Production Value vorherrscht. Es ist natürlich irrelevant, weil beides sehr gut ist, aber gilt für mich auch bei Beispielen wo es umgekehrt ist.

South Park finde ich zum Beispiel auf deutsch besser. Die Gags funktionieren oder haben großartige deutsche Übersetzer und die Stimmen passen auch größtenteils besser....subjektive Meinung? Ja, natürlich aber hier muss ich kaum die OV gucken und wenn ich das tue bin ich oft ernüchtert. Solche Beispiele kann ich auch bei anderen Fällen bringen, zum Beispiel bei Arnold Schwarzenegger. Seine "ernsten" Action-Filme in den 80ern, selbst seine Comedy-Sachen hatten immer ein unfreiwillig komisches Element und zwar seine Stimme. Hast du in der deutschen Fassung nicht und so lustig dieser Akzent auch ist, die deutsche Fassung bietet so das bessere Filmerlebnis, weil wir hier alles genauso kriegen wie es eigentlich gedacht ist.
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Usul
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Usul »

Wulgaru hat geschrieben:subjektive Meinung? Ja, natürlich aber hier muss ich kaum die OV gucken und wenn ich das tue bin ich oft ernüchtert.
Aber du sagst es doch: Subjektive Meinung. Du MUSST ja auch keine OV anschauen. Aber die ganzen Beispiele, die du nennst, gefallen DIR besser... eben subjektiv. Mir gefällt die deutsche Version von Big Lebowski auch besser - das heißt aber nicht, daß ich die synchronisierte Fassung ganz objektiv für alle besser einstufe. Dein South Park Beispiel: Die These, daß die deutschen Gags hervorragend funktionieren (auch hier wieder subjektiv), macht die deutsche Version doch nicht besser als die OV. Denn es wird auch andere Leute geben, die das eben anders sehen.

Von daher ist die naheliegendste Schlussfolgerung, daß alles im Original besser ist - was die entspr. Übersetzungen nicht automatisch schlecht macht. Aber eben in den allermeisten fällen schlechtER. Wer damit kein Problem hat, kann sich die übersetzten Sachen anschauen. Aber man kann nicht guten Gewissens behaupten, daß das Übersetzte objektiv besser sei als das Original. Und das sage ich als Berufsübersetzer. ;)
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greenelve
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von greenelve »

Um mal was in den Raum zu werfen:

Die Zwei

Deren Übersetzung / Synchronisation ins Deutsche war besser als der Originalton. Dies ging sogar soweit, dass die englischen Drehbuchschreiber den deutschen Übersetzer der Serie ins Boot für die englischen Dialoge holen wollten. (Leider war die Serie bereits gefloppt und eingestellt...)



Objektiv ist es immer eine Frage der Umsetzung, ob Original oder Übersetzung. Es gibt auch Schauspieler die Original überhaupt nicht klingen, Männer mit fiepsenden Stimmen in härteren Rollen zum Beispiel. Oder der bereits genannte Schwarzenegger in seinen frühen, ernsten Filmen.


edit:
Gags gehen bei Übersetzungen gerne verloren. Andererseits kann man andere Gags einbauen.
Ausgenommen werden müssen aber Witze die kulturell / örtlich bedingt sind. Wenn in einer amerikanischen Serie ein Witz über den Sänger Al Martino gemacht wird, kann er nicht übersetzt werden. Der Witz geht aber für Deutsche auch in der Originalfassung verloren. (davon ausgehend das nicht viele Leute wissen um wen es sich bei Al Martino handelt >.>)
Zuletzt geändert von greenelve am 13.07.2013 14:09, insgesamt 1-mal geändert.
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(x_x((o---(*_*Q) Duck Hunt
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von (x_x((o---(*_*Q) Duck Hunt »

Ich sehe es genau wie Wulgaru.
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the curie-ous
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von the curie-ous »

... oder Hugo Weaving im Originalton (vor allem in der Rolle des Agent Smith), oder Tom Sizemore in Heat oder James Ryan....
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Wulgaru
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Wulgaru »

Usul hat geschrieben:
Von daher ist die naheliegendste Schlussfolgerung, daß alles im Original besser ist - was die entspr. Übersetzungen nicht automatisch schlecht macht. Aber eben in den allermeisten fällen schlechtER. Wer damit kein Problem hat, kann sich die übersetzten Sachen anschauen. Aber man kann nicht guten Gewissens behaupten, daß das Übersetzte objektiv besser sei als das Original. Und das sage ich als Berufsübersetzer. ;)
Wie gesagt sind Animationsfilme und Schwarzenegger Beispiele die ich dir liefern kann. Du gehst ja soweit zu behaupten das etwas objektiv besser ist bzw. das dies eine naheliegende Schlussfolgerung ist.

Ich liefere dir bei Schwarzenegger etwas was ich wirklich objektiv nennen würde. Das gleiche gilt übrigens im geringerem Maße für fast alle Actionstars. Die Synchro überspielt viele ihrer mangelhaften schauspielerischen Fähigkeiten die für unfreiwillige Komik sorgen. Die Betonung liegt hier auf unfreiwillig, falls man diese Komik als Teil des originalen Erlebnisses verkaufen will.

Bei Animationsfilmen und Serien ist es natürlich subjektiv, aber wie gesagt lässt sich hier trefflich streiten. Wenn mir jemand sagt das Simpsons ach so viel geiler im Original sind, kann ich sagen das dies mir, auch wenn ich es nicht besser wüsste (ich weiß es besser, ich finde die deutsche Synchro ist besser), absolut egal ist und es auch allgemein keine Rolle spielt.

Darauf will ich ja die ganze Zeit hinaus und das meinte ich mit dem "OV-Gucker". Diese Arroganz gibt es..oder nenne es nicht Arroganz sondern eher Überzeugung das man quasi das überlegene Produkt genießt, weil man die Originalversion konsumiert. Ich nehme mich da gar nicht aus, weil ich das selbst eher tue, aber es ist so in dieser Form einfach nicht gegeben. Jeder der nur die deutschen Versionen konsumiert hat in ca. 95% der Fälle das gleiche Erlebnis. Die Fälle wo die Synchro so schlecht ist, dass es das Ergebnis verfälscht kannst du heutzutage kaum mehr an einer Hand abzählen.
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Usul
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Usul »

Wulgaru hat geschrieben:Ich liefere dir bei Schwarzenegger etwas was ich wirklich objektiv nennen würde. Das gleiche gilt übrigens im geringerem Maße für fast alle Actionstars. Die Synchro überspielt viele ihrer mangelhaften schauspielerischen Fähigkeiten die für unfreiwillige Komik sorgen. Die Betonung liegt hier auf unfreiwillig, falls man diese Komik als Teil des originalen Erlebnisses verkaufen will.
Auf das Beispiel bin ich nicht eingegangen, weil ich es anmaßend finde. Warum? Ganz einfach aus diesem Zitat heraus:

"Hast du in der deutschen Fassung nicht und so lustig dieser Akzent auch ist, die deutsche Fassung bietet so das bessere Filmerlebnis, weil wir hier alles genauso kriegen wie es eigentlich gedacht ist."

Wie es gedacht ist... heißt also, daß die Arnie-Filme im Original nicht so sind, wie es die Verantwortlichen eigentlich wollten, sondern erst in der deutschen Synchronisation erst so richtig dazu werden.

"Die Synchro überspielt viele ihrer mangelhaften schauspielerischen Fähigkeiten die für unfreiwillige Komik sorgen."

Diese "unfreiwillige Komik", wie du sie nennst, gehört aber nun einmal zum Originalfilm dazu. Oder glaubst du, die Casting-Leute, die Produzenten und die Regisseure waren sich dessen nicht bewußt, daß Arnie nicht so gut englisch sprach, als sie ihn in ihren Filmen spielen ließen? Woher also die "Anmaßung" zu behaupten, daß das nun im Deutschen endlich so ist, wie es eigentlich gedacht war?

Meine Behauptung, daß das Original "objektiv" besser ist, mag in dieser Hinsicht genauso unsinnig sein wie die Behauptung, daß die Übersetzung "objektiv" besser ist - aber solange im Original keine unbewußten Fehler gemacht wurden, kann man das nicht wirklich bestreiten. Man kann für sich persönlich sagen, daß man mit der Übersetzung zufriedener ist, weil man die Stimmen besser findet oder die Gags oder was auch immer. Aber das ist doch keine universelle Aussage. Daß das Original immer besser ist, hängt nicht von deinen oder meinen Vorlieben ab. (Zumal ich Simpsons vom Text her im Englischen deutlich besser finde, während die Stimmen im Deutschen tatsächlich größtenteils besser passen - MEINER Meinung nach.)
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greenelve
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von greenelve »

Arnie hat im ersten Conan-Film kaum Text, weil sein Englisch nicht gut genug war. Wäre es besser gewesen, hätte Arnie auch mehr Text gehabt. So gesehen war es nicht vorgesehen, ihn nur wenige Zeilen sprechen zu lassen.
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Usul
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Usul »

greenelve hat geschrieben:Arnie hat im ersten Conan-Film kaum Text, weil sein Englisch nicht gut genug war. Wäre es besser gewesen, hätte Arnie auch mehr Text gehabt. So gesehen war es nicht vorgesehen, ihn nur wenige Zeilen sprechen zu lassen.
Aber er hat nun mal wenig Text. So ist der Film. Deal with it. :)
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Wulgaru
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Wulgaru »

Das ist für mich jetzt aber kein nachvollziehbarer Maßstab mehr. Nun ist also die Version am besten die so ist wie sich das die Produzenten am ehesten gedacht haben...was quasi automatisch das Original ist...ist mir viel zu billig und gibt den Produzenten viel zu viel Kredit.

Arnie wurde oft gecastet, weil er einfach der absolute Kassenmagnet war. Ein Total Recall mit einem damaligen Jeff Bridges oder irgendeinem besserem Schauspieler wäre der bessere Film gewesen...ist das anmaßend? Nein, sehr wahrscheinlich. Predator...super Atmo und dann kommt der Akzent von Arnie und bringt ein Element rein was nicht in den Film passt...weswegen man ihn bestimmt gecastet hat...nein...man nimmt den Akzent in Kauf. In der deutschen Version habe ich alle positiven Elemente + eine normale Stimme. Ich kann mich also auf alles konzentrieren was in diesen Filmen eine Rolle spielen soll. Plot, Charas, Action...was auch immer. Das ist das bessere Erlebnis und ich wette jeden Geldbetrag das die Produzenten das auch lieber so im Original gehabt hätten. Das ikonische des Arnie-Akzents hat doch erst später eine Rolle gespielt, als die Filme von ihm eh schlechter wurden und ist heute natürlich Kult.

Wie gesagt...das ist für mich etwas annähernd objektives. Eine Synchro kann Schwächen kaschieren die der Schauspieler hat und das ist eine gute Sache. Es geht ja auch umgekehrt...Ali G (und Folgefilme) synchronisert ist kaum das bessere Erlebnis, weil viel verloren geht was die schauspielerische Leistung ausmacht, genau wie die vielen Praktikantensynchros des ehemaligen deutschen MTV-Senders oder der deutschen Version von Comedy Central. Es muss nicht besser sein, es kann aber.
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greenelve
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von greenelve »

Usul hat geschrieben:
greenelve hat geschrieben:Arnie hat im ersten Conan-Film kaum Text, weil sein Englisch nicht gut genug war. Wäre es besser gewesen, hätte Arnie auch mehr Text gehabt. So gesehen war es nicht vorgesehen, ihn nur wenige Zeilen sprechen zu lassen.
Aber er hat nun mal wenig Text. So ist der Film. Deal with it. :)
Damit hab ich auch kein Problem. :(

Nur wie Wulgaru auch sagt, sie wussten es, haben ihn gecastet und trotzdem genommen, wohlwissend das Drehbuch umschreiben zu müssen.