Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spielekritik

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Benutzeravatar
ZackeZells
Beiträge: 5959
Registriert: 08.12.2007 13:09
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von ZackeZells »

an_druid hat geschrieben:
Mann muss dazu auch sagen, dass die Spielelandschaft in der Gesellschaft aber auch nicht ohne Grund nicht als erwachsenes/reifes Medium gesehen wird. Die Entwicklung dazu wird eben nur jene Form erbringen die wir (Gesellschaft) zulassen.
Drum wird es wohl von W.S. angesprochen, dass eben der Journalismus, das ganze mehr aufbereitet wiedergibt, was die Spielelandschaft ausmacht, durch mehr Reflektion werden Vorurteile abgebaut, die Pauschal bei der Bevölkerung gegenüber Spielen vorhanden sind, bzw Aufgezeigt wie es den wirklich ist.
Das ist eine Wechselwirkung, denn auf der anderen Seite wäre das auch für die Publisher ein bedeutender Schritt in die Richtung die ganze Spieleindustrie wachsen zu lassen und mehr Einheiten von allem an den nun interessierteren Menschen zu bringen.
Jedoch was wäre, wenn die Masse an Qualitätsbefreiten, bzw. Spielen von minderer Qualität aufgrund des wachsenden Marktes zunimmt.
Da sollten auch die Spieleproduzenten mehr Arbeit an den Tag legen, was ich pers. jedoch für absurd halte, siehe die großen Publisher, denen es doch einzig und alleine um Profit geht....würde fast so weit gehen das dort eine Mentalität etabliert ist, bei der man auch "Scheisse als Gold" verkauft.

Es wird sich wohl nur langsam in eine Aufwärtsspirale ändern, wenn sowohl die Qualität der Spiele, wie auch die Qualität der Berichterstattung auf einen Nenner bringen lassen würde.
Benutzeravatar
Wulgaru
Beiträge: 29391
Registriert: 18.03.2009 12:51
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Wulgaru »

TaLLa hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben: Ja, man neigt heute dazu ganz internetmäßig die wichtigsten Nachrichten zu konsumieren und fertig. Man merkt aber immer bzw. ich merke immer wie viel besser informiert ich bin, wenn ich mir mal wieder ein 3-Monats-Abo von der Sueddeutschen oder dem Spiegel hole. Journalistisch richtig aufbereitete Geschichten sind wirklich informativer und einfach interessanter, egal wieviel persönliche Meinung da einfließt. Wenn man das vor allem weiß, kann man es sowieso einordnen.
Naja ich kann mich damit nie anfreunden und will, um im Bereich Spiele/Filme zubleiben, keine Konfundierung durch Meinungen und Kommentare haben wenn ich zocke/schaue. Wenn mir nach einem Erlebnis noch was im Kopf blieb was man differenziert sehen kann les ich dann hinterher doch mal gerne kontroverse Meinungen dazu, um vielleich meine eigene Sicht zu erweitern und interessante Erkenntnisse zu gewinnen, wenn ich damit konform bin. Aber vorher? Nie eigentlich.
Es ist ja nicht so das man in diesen Medien nur Essays liest. Im Spiegel gibt es zum Beispiel ganz klar abgetrennte Sonder- bzw. Gastbeiträge wo ein ganz persönlicher Standpunkt vertreten wird. Die sind durch einen Salino am Ende des Artikels gekennzeichnet.

Der Rest sind Nachrichten, die sich in erster Linie von dem Newsticker im Internet unterscheiden weil sie mehr Text haben. Natürlich sind sie dadurch komplexer, weil mehr Aspekte einer Nachricht beleuchtet werden können. Vor allem stammt ja häufig der große Knüller den man dann im Newsticker oder in der Tagesschau sieht, aus einer solchen ausführlichen Reportage.

Man bekommt also keineswegs eine Meinung eingeflößt der man blind zu folgen hat. Zudem sind so rum betrachtet reine Nachrichten auch nicht seriöser. Nur weil sie kurz und neutral zu sein scheinen, macht sie das ja nicht zutreffender als einen achtseitigen Artikel.
Benutzeravatar
mr archer
Beiträge: 10329
Registriert: 07.08.2007 10:17
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von mr archer »

Nanimonai hat geschrieben:
Ein guter Journalist oder Kolumnist schafft es, Interesse zu wecken, nicht es nur zu bedienen.

!
Benutzeravatar
Sir Richfield
Beiträge: 17249
Registriert: 24.09.2007 10:02
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Sir Richfield »

mr archer hat geschrieben:
eLZorro hat geschrieben:Ich arbeite als Führungskraft in einem großen Automobilbetrieb...
da liegen auf den Pausentischen keine "SZ" oder "Die Zeit" herum. Von daher, aus meiner Warte, nein die sind leider kein Massenmedium.
Respekt. Soviel selbstbewusst nach außen getragene Ignoranz muss man erst mal entwickeln. Großes Kino!
Ich frage mich ja, was der Automobilbetrieb sein soll? Ich denke nicht, dass es ein Hersteller ist, dann hätte er das so gesagt. Ich vermute der Freundliche einer deutschen Marke. Und damit er überhaupt mit dem Fußvolk aus der Werkstatt in Berührung kommt, kann er kein Anzugträger sein. Schätze also mal laut dem Peterprinzip dahin gestolpert, auf die Stifte aufpassen zu müssen.
Ansonsten hat er recht, Zeitungen, die sich selber für intellektuell halten, findet man seltener an Orten wo sich Menschen aufhalten, die von sich denken, "normal" zu sein.
Benutzeravatar
KleinerMrDerb
Beiträge: 3740
Registriert: 29.07.2004 14:08
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von KleinerMrDerb »

Kajetan hat geschrieben: SO sollte auch über Spiele berichtet werden, weil Spiele inhaltlich genau die gleiche Bandbreite bieten. Warum passiert das aber nicht? Weil Spiele "da draussen" immer noch als niveauloses Bängbäng für Debilos betrachtet werden
Du denkst aber einen Schritt zu wenig.

Egal wie Niveauvoll ein Spiel sein mag... der Schritt vom passiven regelmäßigen oder unregelmäßigen Konsum eines Films zum aktiven spielen eines Spiels darf auf keinen Fall unterschlagen werden.

Es gibt wohl kaum einen Menschen in der zivilisierten Welt der noch NIE einen Film geschaut hat.
Ich gehe sogar soweit und behaupte, dass fast JEDER dieser Menschen auch Regelmäßig mal Filme schaut, bzw. mal ins Kino geht.

Wenn man also über einen neuen Kinofilm berichtet spricht man pauschal sogut wie jeden Menschen damit an... bei einem Spiel ist das vollkommen anders, denn das Spielen als Tätigkeit/Hobby ist nichts was man mal so für 2 Std. nebenbei macht.

Es ist etwas "spezielles", so wie jedes andere Hobby und etwas was eben nicht jeder ohne weiteres tun kann oder will.
Als Spieler ist mal automatisch deutlich tiefer in der Materie verwurzelt als jemand der gelegentlich mal ins Kino geht.

Das schränkt die Zeilgruppe eben sehr ein und ich kann mir gut Vorstellen, dass die meisten Massenmedien keinen Nutzen aus der Berichterstattung über soetwas spezielles ziehen.
Vorallem da die meisten Interessenten sowieso zur Fachpresse greifen.

Die Nachfrage nach solchen Artikeln in der Massenpresse muss erstmal von den Lesern gestellt werden aber das wird nicht passieren solange die meisten Leser keine Spieler sind.
Teufelskreis
Benutzeravatar
Creepwalker
Beiträge: 971
Registriert: 27.09.2011 17:59
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Creepwalker »

Sir Richfield hat geschrieben:
mr archer hat geschrieben:
eLZorro hat geschrieben:Ich arbeite als Führungskraft in einem großen Automobilbetrieb...
da liegen auf den Pausentischen keine "SZ" oder "Die Zeit" herum. Von daher, aus meiner Warte, nein die sind leider kein Massenmedium.
Respekt. Soviel selbstbewusst nach außen getragene Ignoranz muss man erst mal entwickeln. Großes Kino!
Ich frage mich ja, was der Automobilbetrieb sein soll? Ich denke nicht, dass es ein Hersteller ist, dann hätte er das so gesagt. Ich vermute der Freundliche einer deutschen Marke. Und damit er überhaupt mit dem Fußvolk aus der Werkstatt in Berührung kommt, kann er kein Anzugträger sein. Schätze also mal laut dem Peterprinzip dahin gestolpert, auf die Stifte aufpassen zu müssen.
Ansonsten hat er recht, Zeitungen, die sich selber für intellektuell halten, findet man seltener an Orten wo sich Menschen aufhalten, die von sich denken, "normal" zu sein.
Er ist der Chef der Ludolfs.
Granfaloon
Beiträge: 189
Registriert: 23.05.2013 14:42
Persönliche Nachricht:

Kommentar

Beitrag von Granfaloon »

serotonin schrieb: bei 4P ... wette ich auf ne annähernd normalverteilte kurve. vielleicht mit ner leichten verschiebung nach rechts auf der x-achse, weil 0-10% gefühlt selten vorkommen. die ausnahmetitel - egal ob mega gut oder mega schlecht sind halt der äußerste zipfel der normalverteilung. Granfaloon: Man müsste die Glockenkurve mal für sowohl 4p als auch die (sag ich jetzt nicht) von eurogamer, gamona etc. erstellen. Ich wette deren Glockenkurve ist eine Exponentialfunktion nach oben.
Nanimonai
Beiträge: 5637
Registriert: 10.11.2007 01:02
Persönliche Nachricht:

Re: Kommentar

Beitrag von Nanimonai »

Granfaloon hat geschrieben:serotonin schrieb: bei 4P ... wette ich auf ne annähernd normalverteilte kurve. vielleicht mit ner leichten verschiebung nach rechts auf der x-achse, weil 0-10% gefühlt selten vorkommen. die ausnahmetitel - egal ob mega gut oder mega schlecht sind halt der äußerste zipfel der normalverteilung. Granfaloon: Man müsste die Glockenkurve mal für sowohl 4p als auch die (sag ich jetzt nicht) von eurogamer, gamona etc. erstellen. Ich wette deren Glockenkurve ist eine Exponentialfunktion nach oben.
Klick auf den "zitieren" Button, das erspart Arbeit und fördert gleichzeitig die Übersicht. ;-)
Benutzeravatar
KleinerMrDerb
Beiträge: 3740
Registriert: 29.07.2004 14:08
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von KleinerMrDerb »

Dermer hat geschrieben:Wenn Spiele in den Medien was reissen wollen, dann sollten sie sich wieder auf ihre Alleinstellungsmerkmale besinnen.
Wenn sich Spiele auf ihr Alleinstellungsmerkmal besinnen sollen... also das Gameplay bzw. das SPIELEN, dann sind sie nicht mehr als andere Freizeithobbies wie z.B. Radfahren, Modelautos Bau oder Briefmarkensammeln bzw. TETRIS.
Es ist dann nur noch eine Beschäfftigung die einen selbst unterhalten soll aber keinen weiteren tieferen oder gar künstlerischen Sinn folgt.

Und sowas bietet meiner Meinung nach noch weniger Grund in Massenmedien darüber zu berichten als ohnehin schon.
Dann wären wir eigentlich da wo wir jetzt schon zum Teil sind... bei der Werbung fürs nächste sinnfreie Browsergame welche man mitlerweile in allen Massenmedien sieht.
Zuletzt geändert von KleinerMrDerb am 11.07.2013 14:55, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Kajetan
Beiträge: 27139
Registriert: 13.04.2004 10:26
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Kajetan »

KleinerMrDerb hat geschrieben:Die Nachfrage nach solchen Artikeln in der Massenpresse muss erstmal von den Lesern gestellt werden aber das wird nicht passieren solange die meisten Leser keine Spieler sind.
Teufelskreis
Es hat hier jemand bereits gepostet, was die Spieleindustrie im Vergleich zu z.B. Hollywood so einnimmt. Spiele sind Alltag geworden. Spiele sind nicht mehr ein Nischenhobby für im Keller der Eltern lebende Pickel-Nerds. Das Argument "Das interessiert doch niemanden" das zieht nicht. Es zieht vor allem deswegen nicht, wenn man sich mal vor Augen führt, wie viele Leute sich TATSÄCHLICH für den Theater-Teil des Print-Fäuletons interessieren, wie relevant das in Bezug zur Gesamtzahl der Leser wirklich ist.

Doch Theater ist kulturell etabliert und anerkannt. Deswegen wird diesem Thema viel Platz eingeräumt. Spiele jedoch? Gelten immer noch nur als Kinderkacke. Und wie kommt man davon weg? In dem man endlich damit anfängt anders darüber zu berichten. Weil, die inhaltliche Bandbreite ist da. Spiele sind schon lange nicht mehr nur Kinderkacke.
Benutzeravatar
Kajetan
Beiträge: 27139
Registriert: 13.04.2004 10:26
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Kajetan »

KleinerMrDerb hat geschrieben:Und sowas bietet meiner Meinung nach noch weniger Grund in Massenmedien darüber zu berichten als ohnehin schon.
Du streitest vehement Spielen die Relevanz ab für Massenmedien berichtenswert zu sein. Warum?
Benutzeravatar
Dermer
Beiträge: 165
Registriert: 14.07.2011 16:07
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Dermer »

KleinerMrDerb hat geschrieben:
Dermer hat geschrieben:Wenn Spiele in den Medien was reissen wollen, dann sollten sie sich wieder auf ihre Alleinstellungsmerkmale besinnen.
Wenn sich Spiele auf ihr Alleinstellungsmerkmal besinnen sollen... also das Gameplay bzw. das SPIELEN, dann sind sie nicht mehr als andere Freizeithobbies wie z.B. Radfahren, Modelautos Bau oder Briefmarkensammeln...
Es ist dann nur noch eine Beschäfftigung die einen selbst unterhalten soll.
Wen sollen sie denn sonst unterhalten?
Und ja, Spiele sind eben Freizeithobbies.
johndoe1527797
Beiträge: 1068
Registriert: 14.11.2012 13:24
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von johndoe1527797 »

Roger Ebert der Spielewelt
Jörg?! :twisted:
Nanimonai
Beiträge: 5637
Registriert: 10.11.2007 01:02
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Nanimonai »

Kajetan hat geschrieben:
KleinerMrDerb hat geschrieben:Und sowas bietet meiner Meinung nach noch weniger Grund in Massenmedien darüber zu berichten als ohnehin schon.
Du streitest vehement Spielen die Relevanz ab für Massenmedien berichtenswert zu sein. Warum?
Ich habe den Eindruck, dass er denkt, Spiele müssten in irgendeiner Art und Weise "besonders" sein, um überhaupt erst über sie berichten zu können/dürfen/sollen.
Pädagogisch wertvoll, tiefsinnig, gesellschaftskritisch... irgendwie wichtig. Man hört diesen Aspekt von vielen Leuten, die in Spiele etwas reindichten wollen, was nicht unbedingt gegeben sein muss.
Natürlich gibt es sehr tiefsinnige, kritische oder pädagogisch wertvolle Spiele, aber müssen sie das sein, um überhaupt Beachtung zu finden?
In keinster Weise.

Der Dackelzüchterverein in Hintertupfingen ist auch nicht die Stützsäule der total wichtigen und gesellschaftsrelevanten Kultur und trotzdem bekommt er eine Seite in der SZ spendiert.
Nanimonai
Beiträge: 5637
Registriert: 10.11.2007 01:02
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Nanimonai »

Dermer hat geschrieben: Wen sollen sie denn sonst unterhalten?
Und ja, Spiele sind eben Freizeithobbies.
Wie Filme, Bücher, Musik, Theater, Bilder, Skulpturen...