Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spielekritik

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Wulgaru
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Wulgaru »

JoniSaid hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben:Es ist generell die Frage was man auch als Spieler vom Medium eigentlich haben will.

Will man alles so wie bisher, braucht es auch kaum mehr als den bisherigen Spielejournalismus.
Will man aber Anerkennung, braucht es eben sowas wie den Spiegel. Viele Spiele sind stinkerfolgreich, aber wer kennt sie außer Spielern? Aber jeder weiß was Herr der Ringe oder Harry Potter ist. Will man Anerkennung, dann braucht es richtigen Journalismus.

Außerdem kann das auch positive Effekte haben. Wenn Entwickler wissen, dass sie von viel breiteren Schichten wahrgenommen werden, dann müssen sie sich bei bestimmten Elementen auch mehr Mühe geben, beispielsweise beim Storytelling.
der spiegel ist kein gutes beispiel, die bewegen sich rasant auf das bild-niveau zu ;)

wenn hier die nyt angeführt wurde, muss man sich wohl eher auf medien wie die faz oder zeit konzentrieren. das zdf fährt ja gerade einen extremen jugendkurs, vielleicht entwickelt sich ja dort etwas in die richtung.
Ich weiß nicht...die Onlineausgabe des Spiegels wird auf jeden Fall immer beschissener, aber das Niveau der Printausgabe ist konstant, da lässt nichts nach. Sind halt zwei Redaktionen. Wobei man hier eben auch zugeben muss das die Print-Kultur-Redaktion absolut versnobt ist...was aber wieder gegen den Mainstreamvorwurf spricht. Die schreiben häufig nur drüber um ihn zu zerreißen. :wink:
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mr archer
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von mr archer »

KleinerMrDerb hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:Liest Du meine Postings überhaupt? Ich habe extra noch einen Link zur Verdeutlichung angefügt.
Ein Link zur Kritik an einem Rihanna Konzert?!

Verstehe ehrlich gesagt nicht was das mit der Sache hier zutun haben soll?
Zunächst mal hast Du da zwei Postings verwechselt. Aber um Deine Frage zu beantworten: das sollte ein Beispiel dafür sein, wie in einem an ein breites Publikum adressierten Medium in anderen Bereichen der Unterhaltungskultur publiziert werden kann. Für Kino, Theater, Literatur usw. ließen sich sehr schnell ähnliche Beispiele finden.

Nur nicht fürs Videospiel.

Meine Güte, nicht einmal die Hornbrillen-Schnösel-Gazette "Spex" hat es in all den Jahren geschafft, einen einschlägigen Videospiel-Journalismus für den deutschen Markt zu etablieren. Kann doch eigentlich nicht sein.
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eLZorro
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von eLZorro »

Ich finde wir sollten die Kirche im Dorf lassen. Zocken ist zu 99% ein schönes Hobby, mehr nicht.
Natürlich gibt es die "künstlerisch besonders wertvollen Games", dieses sollten abseits der Mainstream Journaille Beachtung finden, mir fallen auf die Schnelle aber nicht mehr als eine Handvoll davon ein.

Und lieber fristet eines meiner Hobbies ein Nischendasein, als von Cinema, Computer-Bild-Spiele oder der neuen Fernsehzeitschrift oberflächlichst und unreflektiert, weil es gerade halt hip ist, abgefrühstückt zu werden. Genau dort werden nämlich die eigentlichen Kunstwerke (Journey, Dear Esther, Limbo, Braid, Portal) nicht angesprochen, sondern die üblichen triple-A Verdächtigen. Und mit den CODs, Halos und Fifas dieser Welt möchte ich mein Hobby nicht über den Kamm geschert wissen.
Dann lieber nur Online via 4players.
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Wulgaru
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Wulgaru »

TaLLa hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben: Ich weiß nicht...die Onlineausgabe des Spiegels wird auf jeden Fall immer beschissener, aber das Niveau der Printausgabe ist konstant, da lässt nichts nach. Sind halt zwei Redaktionen. Wobei man hier eben auch zugeben muss das die Print-Kultur-Redaktion absolut versnobt ist...was aber wieder gegen den Mainstreamvorwurf spricht. Die schreiben häufig nur drüber um ihn zu zerreißen. :wink:
Ich muss da immer an meinen Prof denken: Spiegel die Bildzeitung für Gebildete. xD
Jap und dann gehen die Profs fett in ihr Büro, lesen Zeit und fühlen sich klug. Nichts gegen die Zeit, gutes Ding, aber letztendlich erinnert mich sowas an den Kindergarten als es um Playmobil und Lego ging. Schlecht fährt man mit beidem bestimmt nicht. :wink:
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KleinerMrDerb
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Re: Kommentar

Beitrag von KleinerMrDerb »

TaLLa hat geschrieben:Die Vielfallt allerdings sehe ich gar nicht so unähnlich wie im Film. Es gibt zig Genres die bedient werden, dank Steam usw. schaffen es auch die Indies zu mehr Aufmerksamkeit.
Das es viele Genres gibt hat doch nichts mit der Umsetzung derer zutun.

Das Drehbuch der meisten Spiele ist einfach grottig im vergleich zu den meisten Ausnahmefilmen und wenn ein Spiel mehr sein soll als nur ein Spiel, dann muss es in den meisten Fällen abseits des Gameplays auftrumpfen.

Ich kenne jede Menge Filme die mich nach Jahren und Jahrzehnten immer noch fesseln aber kaum Spiele die das in solchen Ausmaß vermögen... BioShock Infinity wäre eines, Mafia 1 ein weiteres aber dann wird es echt schwer.

Das meiste kommt leider nicht über einen billigen Kroschenroman hinnaus und das ist echt schade.
Zuletzt geändert von KleinerMrDerb am 11.07.2013 13:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Kajetan
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Kajetan »

eLZorro hat geschrieben:Ich finde wir sollten die Kirche im Dorf lassen. Zocken ist zu 99% ein schönes Hobby, mehr nicht.
Natürlich gibt es die "künstlerisch besonders wertvollen Games", dieses sollten abseits der Mainstream Journaille Beachtung finden, mir fallen auf die Schnelle aber nicht mehr als eine Handvoll davon ein.

Und lieber fristet eines meiner Hobbies ein Nischendasein, als von Cinema, Computer-Bild-Spiele oder der neuen Fernsehzeitschrift oberflächlichst und unreflektiert, weil es gerade halt hip ist, abgefrühstückt zu werden. Genau dort werden nämlich die eigentlichen Kunstwerke (Journey, Dear Esther, Limbo, Braid, Portal) nicht angesprochen, sondern die üblichen triple-A Verdächtigen. Und mit den CODs, Halos und Fifas dieser Welt möchte ich mein Hobby nicht über den Kamm geschert wissen.
Dann lieber nur Online via 4players.
Wie schon jemand hier gesagt hat ... dann rege Dich bitte aber auch nicht auf, wenn Spiele in den Massenmedien wieder nur als Auslöser für Amokläufer und Dumpfbespassung für hirnentleerte Idioten dargestellt werden.
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mr archer
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von mr archer »

eLZorro hat geschrieben: Und lieber fristet eines meiner Hobbies ein Nischendasein, als von Cinema, Computer-Bild-Spiele oder der neuen Fernsehzeitschrift oberflächlichst und unreflektiert, weil es gerade halt hip ist, abgefrühstückt zu werden.
Sicherlich bin ich als Berliner da irgendwie auch ein bisschen verwöhnt. Hier lungert halt viel Kreativ-Industrie-Pack wie meiner einer herum, da gibt es dann eben auch die dementsprechende Auswahl an Medienerzeugnissen.

Aber noch einmal: es geht doch nicht darum, "Berichterstattung" auf der Startseite von gmx und bild.de zu erzielen. Ich lese doch auch nicht die Multiplex-Umsonst-Magazine, um mich über das kommende Kinoprogramm wirklich zu informieren. Es geht einfach darum, dass es auf lange Sicht wünschenswert wäre, wenn Videospiele eine selbstverständliche Sparte des von mir aus "gehobenen" Feuilletons würden. Denn das haben sie unterdessen meiner Meinung nach verdient.
Zuletzt geändert von mr archer am 11.07.2013 13:56, insgesamt 1-mal geändert.
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SethSteiner
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von SethSteiner »

So ganz Unrecht hat Spector ja nicht, der Videospielejournalismus ist eingeschränkt aber das Problem ist nicht, dass er maßgeblich nur bei Fachmagazinen stattfindet, sondern dass er kein Journalismus ist. Rogert Ebert ist ein Kritiker, er hat Filme kritisiert, egal welchen Namen sie trugen. Videospieljournalismus ist dazu mehrheitlich unfähig. Er ist Werbung, für die man (teilweise) Geld ausgeben soll. Man lässt sich aufdiktieren wann man über was berichtet, sogar Wertungen werden erpresst und dazu kommt auch noch eine fragwürdige Praxis der Sonderbehandlung von Redakteuren, die auch gern mal Videospiele in speziellen Versionen erhalten.

Spectors Sicht ist allerdings auch fehlerhaft. Dieses "normale Mensch" Getue ist schon eklig als wären die Menschen mehrheitlich irgendwelche Zombies, die komplett ohne Gehirn konsumieren und nur eine Minderheit wäre dann auch wirklich "Spieler". Auch ein Rogert Ebert würde aus Filmperspektive wohl herausfallen und wer eigentlich nicht? Menschen spielen, hören Musik, schauen Filme, wie kann man da einen normalen Menschen herausfiltern und welchen Sinn macht das? Gerade wenn ich mir auch anschaue, wie über Spiele von normalen Zeitungen berichtet wird, seh ich einfach nur exakt das Gleiche Problem wie bei GameStar und Co.: Das Ausbleiben einer kritischen Berichterstattung. Sogar die in die Tiefe gehenden Magazine haben das Problem noch, genannt sei hier Making Games, die schon ein höheres Niveau besitzen aber eben immer noch relativ wohlwollend berichten und ein Crytec übersetzt mit dem Grund "populär und erfolgreich" auszeichnen.
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von f1f2f3 »

Der Spielejournalismus müsste vor allem wieder seriöser werden. Man findet kaum noch Artikel sogenannter professioneller Spieletester, bei denen nicht offensichtlich ist, dass der Name des jeweiligen Publishers eine Rolle gespielt hat. Bei dem Stellenwert, welchen geschaltete Anzeigen sowie früher und möglichst exklusiver Zugang zu Informationen inzwischen haben, ist das auch nicht überraschend. Als Folge hat aber natürlich die inhaltliche Qualität der Artikel stark nachgelassen.

Echter und kritischer Spielejournalismus, der seine Leser ernst nimmt, wäre mir in gedruckter Form durchaus Geld wert. Für das derzeit Gebotene zahle ich jedoch nicht. Im Internet ist das Angebot zwar auch kaum besser, aber wenigstens muss man dafür nicht bezahlen. Wenn ich echte Informationen zu interessanten Spielen suche, informiere ich mich aber mit Hilfe der Kommentare bei Amazon oder Metacritic oder in sonstigen Foren oder Kommentarbereichen. Viel des dort Geschriebenen ist zwar auch niveaulos, aber man findet auch genug echte Kritiken, anhand derer man sich eine Meinung bilden kann.

Es ist aber auch so, dass man über Spiele heutzutage allgemein weniger tiefgründiges schreiben kann als früher. Die meisten Spiele bieten doch nicht mehr als den üblichen Einheitsbrei aus Action für die breite Masse. Die Konsolen bremsen die graphische Weiterentwicklung, und die Publisher verhindern Tiefgang und Vielfalt aus Furcht, dass ein Spiel für die breite Masse zu anspruchsvoll werden könnte. Zudem müssen Spiele möglichst schnell fertiggestellt werden und DLCs sollen verkauft werden können. Massenware mit dann entsprechend kurzer Spielzeit kann aber in seiner Geschichte von vornherein gar nicht viel bieten.

Im Ergebnis verlieren diese Spiele dann auch ihren Anspruch, irgendetwas anderes als ein kurzfristiges Konsumprodukt zu sein. Spiele als eigenständige Kunstform zu verstehen, fällt folglich noch immer vielen Menschen schwer. Da gibt es eigentlich keinerlei Grund für die sonstigen Medien, sich damit zu beschäftigen. Es gibt nun einmal in all den oberflächlichen Actionspielen nichts, was es wert wäre, sich als Gesellschaft inhaltlich damit zu beschäftigen. Die wenigen Ausnahmen finden allerdings ja auch jetzt schon manchmal ihren Weg in Berichte der Massenmedien.

Insofern könnte doch gerade Warren Spector einmal wieder anfangen, Spiele zu produzieren, die wieder mehr Anspruch und Tiefgang bieten. Dann würde er vielleicht auch außerhalb der Welt der Videospiele zu den Ruhm gelangen, der ihm seiner Meinung nach offenbar zusteht.
Zuletzt geändert von f1f2f3 am 11.07.2013 14:19, insgesamt 8-mal geändert.
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Kajetan
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Kajetan »

mr archer hat geschrieben:Meine Güte, nicht einmal die Hornbrillen-Schnösel-Gazette "Spex" hat es in all den Jahren geschafft, einen einschlägigen Videospiel-Journalismus für den deutschen Markt zu etablieren. Kann doch eigentlich nicht sein.
Spex? Muahahahahahahahaha! :lol: Hast aber dennoch Recht ...
Nanimonai
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Nanimonai »

humb0rt hat geschrieben: Auch ein Shadow of the Colossus, eins meiner Lieblingsspiele, bestand doch nur aus: deine freundin ist tot. Stele die 16 Gigantischen monstern und töte sie.
Dieser eine Satz widerspricht fast allen anderen Argumente in Deinem Beitrag.
Denn gerade SotC ist eines dieser Spiele, die man inhaltlich in einem Halbsatz zusammenfassen kann, über die es aber mit die schönsten und lesenswertesten Reviews in der Spielegeschichte gab. Denn hier konnten sich die Tester auf das besinnen, was dieses Spiel ausmacht: Die Atmosphäre, die Melancholie, die Leere, das Gefühl und das Erlebnis.
Granfaloon
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Beitrag von Granfaloon »

KleinerMrDerb schrieb: Der Unterschied ist, dass es massenweise solcher Ausnahmefilme gibt aber nur eine Handvoll solcher Spiele. Warum wird also nicht soviel über Ausnahmespiele berichtet? Weil nur alle 2-3 Jahre mal solch eines erscheint.

Also ich glaube ja an die statische Normalverteilung nach Gauß (Glockenkurve):

muss man jetzt nicht lesen ... Wikipedia - Die besondere Bedeutung der Normalverteilung beruht unter anderem auf dem zentralen Grenzwertsatz, demzufolge Verteilungen, die durch Überlagerung einer großen Zahl von unabhängigen Einflüssen entstehen, unter schwachen Voraussetzungen annähernd normalverteilt sind.

Die Abweichungen der (Mess)Werte vieler natur-, wirtschafts- und ingenieurswissenschaftlicher Vorgänge vom Mittelwert lassen sich durch die Normalverteilung (bei biologischen Prozessen oft logarithmische Normalverteilung) entweder exakt oder wenigstens in sehr guter Näherung beschreiben (vor allem Prozesse, die in mehreren Faktoren unabhängig voneinander in verschiedene Richtungen wirken).

Spiele und Spielfilme unterliegen also ähnlichen Prinzipien, was Niveau anbelangt.
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eLZorro
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von eLZorro »

Kajetan hat geschrieben:
eLZorro hat geschrieben:Und lieber fristet eines meiner Hobbies ein Nischendasein, als von Cinema, Computer-Bild-Spiele oder der neuen Fernsehzeitschrift oberflächlichst und unreflektiert, weil es gerade halt hip ist, abgefrühstückt zu werden. Genau dort werden nämlich die eigentlichen Kunstwerke (Journey, Dear Esther, Limbo, Braid, Portal) nicht angesprochen, sondern die üblichen triple-A Verdächtigen. Und mit den CODs, Halos und Fifas dieser Welt möchte ich mein Hobby nicht über den Kamm geschert wissen.
Dann lieber nur Online via 4players.
Wie schon jemand hier gesagt hat ... dann rege Dich bitte aber auch nicht auf, wenn Spiele in den Massenmedien wieder nur als Auslöser für Amokläufer und Dumpfbespassung für hirnentleerte Idioten dargestellt werden.
Das Problem dabei ist, Massenmedien berichten über das was die Massen lesen wollen: COD, HALO, FIFA, GTA. Niemand wird über Dear Esther schreiben oder Braid.
Also ein Kommerz-Teufelskreis...
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Kajetan
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Kajetan »

eLZorro hat geschrieben:Das Problem dabei ist, Massenmedien berichten über das was die Massen lesen wollen: COD, HALO, FIFA, GTA. Niemand wird über Dear Esther schreiben oder Braid.
Also ein Kommerz-Teufelskreis...
Darf ich auch Dich auf diesen Link hinweisen?

http://www.sueddeutsche.de/thema/Kino
Breite Themenvielfalt. Von Arthouse bis Harry Potter und Analysen aktueller Einspielergebnisse.

Und jetzt sagst Du mir bestimmt, dass die SZ kein Massenmedium ist ...
Zuletzt geändert von Kajetan am 11.07.2013 14:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Wulgaru
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Wulgaru »

TaLLa hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben: Jap und dann gehen die Profs fett in ihr Büro, lesen Zeit und fühlen sich klug. Nichts gegen die Zeit, gutes Ding, aber letztendlich erinnert mich sowas an den Kindergarten als es um Playmobil und Lego ging. Schlecht fährt man mit beidem bestimmt nicht. :wink:
Naja er wird eher wilde psychologische Experimente machen Oo. Unabhängig davon sollte man mit jedem was man liest gleich umgehen und das war auch die folge seines Satzes dazu. Ein Grundsatz der experimentellen Psychologie, man solle alles hinterfragen und immer eine gesunde Skepsis haben was Artikel einen anbieten. Auch ein guter Ruf sollte das nicht beeinflussen. Ich persönlich lese sogut wie gar keine Artikel über Kommentare und Meinungen, sondern einfach nur Nachrichten was denn so los ist auf der Welt und was die Politik so vorhat. Bei mir reicht bei Medien eine kurze Inhaltsangabe, was die Techniken sind und ob mich das anspricht. Was irgendein Fuzzi darüber denkt geht mir am Arsch vorbei. Da mach ich mir lieber selber ein Bild falls es mich denn anspricht. Egal ob das nun ein Jörg Test ist oder sonswas xD.
Ja, man neigt heute dazu ganz internetmäßig die wichtigsten Nachrichten zu konsumieren und fertig. Man merkt aber immer bzw. ich merke immer wie viel besser informiert ich bin, wenn ich mir mal wieder ein 3-Monats-Abo von der Sueddeutschen oder dem Spiegel hole. Journalistisch richtig aufbereitete Geschichten sind wirklich informativer und einfach interessanter, egal wieviel persönliche Meinung da einfließt. Wenn man das vor allem weiß, kann man es sowieso einordnen.

Das ist übrigens auch der Punkt wo ich einen Mehrwert sehen würde. Der investigative Aspekt wird momentan vom Gaming-Journalismus nicht geliefert. Wenn nicht irgendein völlig offensichtlicher Skandal wie Kane & Lynch rauskommt, leisten Gamingmedien außer Tests im Grunde nur Werbung für Publisher bzw. geben die News weiter, die sie von denen kriegen. Richtigr Journalismus sieht aber anders aus. Da würde man vermutlich wirklich mal was über Interna mitkriegen.

Das hat auch einen ganz einfachen Grund. Die Zeit usw. wäre nicht auf die Gamingindustrie angewiesen, ein Gamingjournalist muss aber aufpassen es sich nicht mit Publishern zu verscherzen.