Spielkultur: Introversion: "Publisher und Einzelhändler sind Säcke"

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Obstdieb
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Re: Spielkultur: Introversion: "Publisher und Einzelhändler

Beitrag von Obstdieb »

Scorcher24 hat geschrieben: Es geht hier um Ethik.
:ugly:
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Temeter 
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Re: Spielkultur: Introversion: "Publisher und Einzelhändler

Beitrag von Temeter  »

Scorcher24 hat geschrieben:Es geht hier um Ethik.
Es ist einfach nicht ethisch, dass wenn man ein Haufen Geld spart mit den Leuten die das Game während der Entwicklung kaufen, auch noch das Produkt teurer zu verkaufen.
Das ist einfach nicht richtig, sorry.
Die Entscheidung für den Preis dürfte eine Ethische gewesen sein. Der Grund liegt hier darin, dass die Kickstarter-Stufe mit Alpha-Zugang bei 90€ lag. Hätte man das bei Steam also billiger angeboten, wären einige Backer zurecht angepisst. Deswegen hat man bei Über den Preis erstmal so hoch festgelegt, um diejenigen nicht zu verärgern, die das Spiel erst möglich gemacht haben.

Für Über war das eine Entscheidung zwischen Übeln. Sie haben sich für diejenigen entschieden, die bis jetzt in das Projekt involviert waren, nicht Leute, die das Spiel sowieso nicht kaufen, und sich dennoch über den Preis aufregen. Ich finde das ehrlich gesagt nicht sonderlich verwerflich.

Die einzig andere naheliegende Option wäre den Steam-Release zu verzögern. Bleibt die Frage, warum man das nicht gemacht hat. Etweder hat man nicht so ein PR-Desaster erwartet, oder man braucht zusätzliches Geld zur Finanzierung. Double Fine hat ja momentan selbst Probleme mit der Finanzierung von Broken Age, weswegen sie ja ein Humble Bundle zusammengeworfen haben - bei dessen Brütal Legend ich mich gerade herrlich amüsiere, großartiges Spiel! :lol:

It's an angel singing.

A devil screaming.

It is the pounding of creation's hammer upon the anvil of time.

It's fucking awesome.


Ehrlich, wenn ich das nicht bei irgendwem hier schon gesehen hätte, dann würde ich mich nach einer Ewigkeit mal wieder eine Signatur anschaffen. :D
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Obstdieb
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Re: Spielkultur: Introversion: "Publisher und Einzelhändler

Beitrag von Obstdieb »

Temeter  hat geschrieben:
Scorcher24 hat geschrieben:Es geht hier um Ethik.
Es ist einfach nicht ethisch, dass wenn man ein Haufen Geld spart mit den Leuten die das Game während der Entwicklung kaufen, auch noch das Produkt teurer zu verkaufen.
Das ist einfach nicht richtig, sorry.


Für Über war das eine Entscheidung zwischen Übeln. Sie haben sich für diejenigen entschieden, die bis jetzt in das Projekt involviert waren, nicht Leute, die das Spiel sowieso nicht kaufen, und sich dennoch über den Preis aufregen. Ich finde das ehrlich gesagt nicht sonderlich verwerflich.
Seh ich genauso. Die Masse an Spielern, die Interesse zeigt, aber gekonnt Dinge wie Alpha, Beta, Dev. Build und übliches übersieht, ist verdammt hoch. Durch sowas verliert man potenzielle Käufer.
Der hohe Preis garantiert zwar nicht direkt, aber steigert die Warscheinlichkeit, dass sich wirklich nur Leute mit richtigem Interesse dransetzen. Spieler die tatsächlich gleichzeitig Produktverbesserung und Möglichkeit zu spielen wollen.

Warum überhaupt noch Betas und Demos rausbringen, heutzutage können vielleicht höchstens 70% der Internetnutzer richtig lesen. Da wird ignoriert, und überlesen Ende, nur um am Ende sich zu beschweren.
Arma 3 hat mit gleichem zu kämpfen, ein Blick in die Community Foren von Steam und man wird fündig. Selbes gilt für Serverbrowser, und den Feedback Tracker.
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Scorcher24_
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Re: Spielkultur: Introversion: "Publisher und Einzelhändler

Beitrag von Scorcher24_ »

Temeter  hat geschrieben: Die einzig andere naheliegende Option wäre den Steam-Release zu verzögern. Bleibt die Frage, warum man das nicht gemacht hat. Etweder hat man nicht so ein PR-Desaster erwartet, oder man braucht zusätzliches Geld zur Finanzierung.
Das Spiel wurde über Kickstarter finanziert. Es ist also finanziert. Wenn das Geld nicht gereicht hat, dann sollte man sich vielleicht einen Accountant anschaffen der was taugt.

Obstdieb hat geschrieben: Warum überhaupt noch Betas und Demos rausbringen, heutzutage können vielleicht höchstens 70% der Internetnutzer richtig lesen. Da wird ignoriert, und überlesen Ende, nur um am Ende sich zu beschweren.
Arma 3 hat mit gleichem zu kämpfen, ein Blick in die Community Foren von Steam und man wird fündig. Selbes gilt für Serverbrowser, und den Feedback Tracker.
Idioten gibts immer. Vor allem wenns DayZ User sind.
Aber im Gegensatz dazu kostet Arma 3 die Hälfte in der Alpha.
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brent
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Re: Spielkultur: Introversion: "Publisher und Einzelhändler

Beitrag von brent »

Kajetan hat geschrieben:
Scorcher24 hat geschrieben:Der Alpha Access kostet nämlich mehr als das finale Produkt. Ich finde sowas mehr als dreist, die User als Alpha Tester zu mißbrauchen und dann auch noch mehr Geld zu verlangen als es am Ende kostet. Und der Bullshit wird auch noch verteidigt von den Spielern, das ist schlimmste.
Es wird ganz offen, klipp und klar und deutlich kommuniziert für WAS die Leute hier Geld ausgeben. Es wird niemand über den Tisch gezogen, niemand wird verarscht. Alles ist transparent und eindeutig.
Machts nicht weniger behindert. Man tut denen einen Dienst, ihr unfertiges Produkt zu testen, und bezahlt sie dann auch noch dafür. Und gerade so einer heult rum?
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Re: Spielkultur: Introversion: "Publisher und Einzelhändler

Beitrag von [Shadow_Man] »

Eins ist klar. Ohne Downloadvertrieb würde es nur noch die "großen Titel" von EA, Activision und Ubisoft geben und kleinere hätten keine Chance. Für die ist der ganze digitale Vertrieb ein Segen.
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Temeter 
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Re: Spielkultur: Introversion: "Publisher und Einzelhändler

Beitrag von Temeter  »

Scorcher24 hat geschrieben: Das Spiel wurde über Kickstarter finanziert. Es ist also finanziert. Wenn das Geld nicht gereicht hat, dann sollte man sich vielleicht einen Accountant anschaffen der was taugt.
Ohne Rückendeckung durch Publisher und mit vergleichsweise sehr knappen Budget sind derartige Kickstarter-Projekte Pionierarbeit, mit der wohl erst Erfahrung gesammelt werden muss. Augenscheinlich läuft es bei dieser Art der Finanzierung ja nicht so einfach, wenn bereits 2 der Vorzeigeprojekte scheinbar finanzielle Probleme haben.

@brent: Hast du die Entwicklung der letzten Jahre verschlafen? Alphas und Betas sind schon lange nicht mehr nur geschlossene Tests. Diese hier ist ein Bonus, keine Pflicht.
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brent
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Re: Spielkultur: Introversion: "Publisher und Einzelhändler

Beitrag von brent »

Temeter  hat geschrieben: @brent: Hast du die Entwicklung der letzten Jahre verschlafen? Alphas und Betas sind schon lange nicht mehr nur geschlossene Tests. Diese hier ist ein Bonus, keine Pflicht.
Es geht mir nicht darum, aber statt für Tests zu bezahlen, wollen die Entwickler von ihren Kunden jetzt noch Geld dafür. Entweder mit (wie hier) oder ohne (wie bei EA) Ankündigung.
Was ich in keinem Fall vertreten kann, ist ein AUFPREIS für diese Arbeit. Denn mehr ist das nicht. Alpha ist ein Grauen von Spiel, da bleibts einem oft genug stecken.
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Kajetan
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Re: Spielkultur: Introversion: "Publisher und Einzelhändler

Beitrag von Kajetan »

Scorcher24 hat geschrieben:Es geht hier um Ethik.
Es ist einfach nicht ethisch, dass wenn man ein Haufen Geld spart mit den Leuten die das Game während der Entwicklung kaufen, auch noch das Produkt teurer zu verkaufen.
Das ist einfach nicht richtig, sorry.
What? Wo spart hier wer Geld? Und es wird doch nicht das fertige Produkt für 89 Dollar angeboten, sondern der Alpha-Zugang, den es während der Kickstarter-Kampagne für ca. 90 Dollar gab. Das ist hier nichts weiter als eine zweite Crowdfunding-Kampagne, diesmal über Steam.

Scorcher, Du hast das hier wirklich in den falschen Hals bekommen. Tritt doch mal bitte ein, zwei Schritte beiseite :)
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Kajetan
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Re: Spielkultur: Introversion: "Publisher und Einzelhändler

Beitrag von Kajetan »

brent hat geschrieben: Machts nicht weniger behindert. Man tut denen einen Dienst, ihr unfertiges Produkt zu testen, und bezahlt sie dann auch noch dafür. Und gerade so einer heult rum?
1. Es geht uns hier um Planetary Annihilation und nicht um Introversion.
2. Es wird offen und klar kommuniziert, was man für diese Summe bekommt. Wie bei jedem halbwegs seriösen Crowdfunding-Projekt, denn nichts anderes ist es, wenn Alpha-Zugänge via Steam angeboten werden.
3. Wer lesen & verstehen kann, ist dabei klar im Vorteil. Dann kann man sich dafür entscheiden den Entwickler zu unterstützen oder man lässt es bleiben. No harm done!
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Scorcher24_
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Re: Spielkultur: Introversion: "Publisher und Einzelhändler

Beitrag von Scorcher24_ »

Kajetan hat geschrieben:
Scorcher24 hat geschrieben:Es geht hier um Ethik.
Es ist einfach nicht ethisch, dass wenn man ein Haufen Geld spart mit den Leuten die das Game während der Entwicklung kaufen, auch noch das Produkt teurer zu verkaufen.
Das ist einfach nicht richtig, sorry.
What? Wo spart hier wer Geld? Und es wird doch nicht das fertige Produkt für 89 Dollar angeboten, sondern der Alpha-Zugang, den es während der Kickstarter-Kampagne für ca. 90 Dollar gab. Das ist hier nichts weiter als eine zweite Crowdfunding-Kampagne, diesmal über Steam.

Scorcher, Du hast das hier wirklich in den falschen Hals bekommen. Tritt doch mal bitte ein, zwei Schritte beiseite :)
Nein, es geht hier nicht um Planetary Annihilation.
Ich muss zugeben, dass Introversion nicht ganz so gierig ist.
Trotzdem kostet deren Early Access auch mehr, als das finale Produkt.
Zwar keine 83€ sondern 25€, aber trotzdem.
Und Geld gespart wird dadurch, dass die Fans das Playtesting übernehmen statt den Entwicklern selber oder einem beauftragten Service die es für sowas gibt.
Also ich sehe das schon richtig ;).
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Kajetan
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Re: Spielkultur: Introversion: "Publisher und Einzelhändler

Beitrag von Kajetan »

Scorcher24 hat geschrieben: Und Geld gespart wird dadurch, dass die Fans das Playtesting übernehmen statt den Entwicklern selber oder einem beauftragten Service die es für sowas gibt.
Niemand wird gezwungen hier mitzumachen. Diese Fans haben sich alle freiwillig gemeldet, allen ist klar, was hier Sache ist, niemand wird über den Tisch gezogen.

Ist wie mit SM-Sex. Da weiß auch jeder, worauf er sich einlässt, hier kannst Du niemandem einen Vorwurf machen, wenn sich Leute freiwillig auspeitschen lassen.
Also ich sehe das schon richtig ;).
Nope. Du verstehst es immer noch falsch. Du willst es falsch verstehen.
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brent
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Re: Spielkultur: Introversion: "Publisher und Einzelhändler

Beitrag von brent »

Ja, wenn man halt den Teil mit der Ethik bewusst überliest...
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Scorcher24_
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Re: Spielkultur: Introversion: "Publisher und Einzelhändler

Beitrag von Scorcher24_ »

Kajetan hat geschrieben:
Scorcher24 hat geschrieben: Und Geld gespart wird dadurch, dass die Fans das Playtesting übernehmen statt den Entwicklern selber oder einem beauftragten Service die es für sowas gibt.
Niemand wird gezwungen hier mitzumachen. Diese Fans haben sich alle freiwillig gemeldet, allen ist klar, was hier Sache ist, niemand wird über den Tisch gezogen.
Weil die meisten Leute keine Ahnung haben über das Ausmaß an Playtesting das für ein Game nötig ist.
Mein Spiel Space Potatoes ist zwar nur ein kleines, dummes Game das ich für nen Contest gemacht habe und zugegebenermaßen nicht sonderlich gut, aber nur um dir mal eine Übersicht zu geben:
Von den 400 Stunden die ich dafür gebraucht habe, habe ich ca. 200 Stunden mit Coding und der Engine verbracht, ca. 50h das Spiel zu spielen und den Rest mit Gimp und anderen Grafikprogrammen wie einem Effekt Editor den ich mir selber vor einiger Zeit gebastelt habe.
Das ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Du musst sämtliche Passagen spielen um zu gewährleisten dass es auch das trifft was du möchtest, dann verbringst du Zeit damit Cheatcodes einzubauen damit du nicht dauernd den Code ändern musst um einen bestimmten Level zu testen, etc etc.
Aber das erwähnen die Studios meistens auch nicht, wie viel Geld sie damit sparen.

Bohemia und andere machens richtig, die geben dir nen Rabatt auf die Spiele die sie in Early Access werfen, weil sie sich darüber sehr wohl bewusst sind.
Und deswegen finde ich es unethisch.
firestarter111
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Beitrag von firestarter111 »

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