Rockstar werkelt an Manhunt 2

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johndoe-freename-31240
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Beitrag von johndoe-freename-31240 »

Wieso gibt es keine PC-Version?
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sinusR2
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Beitrag von sinusR2 »

[HAoTF]DarthVader hat geschrieben:Wieso gibt es keine PC-Version?
Die wird bestimmt nachkommen, schätze ich mal.
Natanji
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Beitrag von Natanji »

Naja... die NAZI-"Software" hat eine vollkommen andere Motivation. Die "Rassenvernichtung" ist eindeutig kein Ziel in Manhunt. Das Propagieren der eigenen Partei ist in Manhunt nicht vorhanden. Das Stilisieren eines Führers wirst du in Manhunt dein Leben lang nicht finden. Aber Du hast Recht, das Töten in Manhunt dient der ..ähm.. Unterhaltung. Es ist ein Mittel zum Weiterkommen in dem Spiel. Wobei ich mich frage... ist das "ins-Gesicht-Schlagen" in Dead or Alive, auch wenn die Prügelfeen dicke Brüst...ungen für ihren Kampf benuten, nicht ebenfalls gewaltverherrlichend ? Schließlich ist Gewalt das alleinig EINZIGSTE Mittel um Erfolg. Ich kann mich NICHT im dunklem Verstecken, wie in Manhunt. Gut, es ist nicht mit der braunen Literatur vergleichbar, aber das ist Manhunt scließlich ebenfalls nicht, oder ?
Nein, das ist etwas ganz anderes. Boxkämpfe sind ja meiner Ansicht nach auch allgemein nix schlimmes und nicht gewaltverherrlichend, weil die Gewalt eben nur Mittel zum Zweck ist - allerdings ein zwischen den Kontrahenten vereinbartes Mittel. Jeder anfangende Boxer muss erstmal lernen, auch gut einstecken zu können. Meinentwegen kann man gerne ein Spiel wie Backyard Wrestling machen, in denen es um zwar verboten brutale Kämpfe geht - aber die Köpfe schlagen sich da nur zwei Kontrahenten ein, die sich freiwillig und unter vollster Kenntnis der "Regeln" des Kampfes begegnen.

In Manhunt dagegen ist nichts dergleichen so. Es geht um das Morden, und es geht mehr als das noch um grausames Morden. Morden als Unschuldigen zudem, die einem nichts getan haben. Und das wird zum *Spielziel*, zum Moment der Unterhaltung. Ganz anders als in Hitman also, wo es zwar auch um Auftragsmorde geht, es aber weder um möglichst große Brutalität geht noch um das Töten von unschuldigen Menschen, sondern stattdessen irgendwelchen fiesen Gangsterbossen oder korrupten Politikern.

Mag ja sein, dass das erstmal faszinierend sein kann - aber Leute, wacht doch mal bitte auf und überlegt auf einer Metaebene, was ihr euch da eigentlich reinzieht! Ihr ergötzt euch am Leiden anderer. Das ist genauso als wenn man Snuffmovies schaut - selbst wenn sie gefaked sind macht es das doch keinen Deut besser, dass man in dem Moment wo man sich sowas anschaut einfach nur das unterste Unterhaltungsniveau erreicht hat, welches ein Mensch überhaupt nur erreichen kann.

Und hier mein Vergleich zu brauner Literatur: auch dort geht es um Gewaltverherrlichung, auch dort geht es um menschenverachtendes Verhalten. Mir will hier ja wohl keiner Erzählen, dass es einen Unterschied macht ob ich aus ideologischen Gründen jemanden Töte oder einfach, weil's mir Spaß macht! Das ist doch beides absolut gleich schlimm!


Was kommt als nächstes? Virtuelle Vergewaltigungen vielleicht? Sind sicherlich auch sehr interessant wenn man die filmt, am besten noch mit der Funktion das Vergewaltigungsopfer nach Belieben verletzen und entstellen zu können. DAS ist die nächste Stufe nach Manhunt, denn warum sollte die Perversion hier aufhören? Ich sehe schon "Womenhunt" in den Läden stehen...
Wer jetzt meint, das ginge zu weit, der MUSS doch bitte auch einsehen, dass Manhunt zu weit geht! Wer jetzt meint das ginge nicht zu weit, hat einfach nur nen Schuss. Ende der Diskussion.


Übrigens kotzt es mich wirklich an, wie stark hier viele Poster alles relativieren und herunterspielen, ohne sich kritisch damit zu befassen. Ethischer Relativismus funktioniert nicht und wird auch nie funktionieren, darum lasst das Gelaber gleich bleiben. Ja, ich mache hier teh Drama, weil es möglich ist. Ich ignoriere jedenfalls Dinge *nicht*, wenn ich sie abscheulich finde und die Hoffnung habe, wenigstens ein paar Menschen davon überzeugen zu können ihre Sicht der Dinge zum besseren zu ändern.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

Natanji hat geschrieben:... - aber Leute, wacht doch mal bitte auf und überlegt auf einer Metaebene, was ihr euch da eigentlich reinzieht!
Das tun nicht wenige Leute sehr wohl ... und können hierbei wunderbar zwischen der Realität eines Snuff-Movies, dem realen Leid WIRKLICHER Menschen auf der einen Seite und den virtuellen Phantasien eines Videospieles unterscheiden.
Ihr ergötzt euch am Leiden anderer. Das ist genauso als wenn man Snuffmovies schaut - selbst wenn sie gefaked sind macht es das doch keinen Deut besser, dass man in dem Moment wo man sich sowas anschaut einfach nur das unterste Unterhaltungsniveau erreicht hat, welches ein Mensch überhaupt nur erreichen kann.
Allerliebstes Putzi! Beim Argumentieren bitte nicht vergessen das Hirn einzuschalten! Denn vor lauter moralischer Entrüstung wirfst Du hier wild Sachen in einen Topf, die da nicht zusammengehören.
Und hier mein Vergleich zu brauner Literatur:
http://de.wikipedia.org/wiki/Godwins_Gesetz ;)
Was kommt als nächstes? Virtuelle Vergewaltigungen vielleicht?
Und? Was kümmert es Dich? Es ist ja nicht wirklich. No Polygons were harmed during the making of this game! Check's halt!!

Zudem ... dann echauffiere Dich auch bitte grundsätzlich über jeden Ego-Shooter, jedes Strategiespiel (in denen man anonyme Menschenmassen in den Tod treibt) und jedes andere Spiel, in dem auch nur ansatzweise Gewalt vorkommt.

Und jetzt beruhige Dich etwas und komm wieder runter ... himmel ...
QUAD4
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Beitrag von QUAD4 »

In Manhunt dagegen ist nichts dergleichen so. Es geht um das Morden, und es geht mehr als das noch um grausames Morden. Morden als Unschuldigen zudem, die einem nichts getan haben. Und das wird zum *Spielziel*, zum Moment der Unterhaltung. Ganz anders als in Hitman also, wo es zwar auch um Auftragsmorde geht, es aber weder um möglichst große Brutalität geht noch um das Töten von unschuldigen Menschen, sondern stattdessen irgendwelchen fiesen Gangsterbossen oder korrupten Politikern.
also erstmal mordet man keine unschuldigen und zweitens ist das "spielziet" das überleben und den jenigen töten der einem das angetan hat, wenn du weisst was ich meine.
du hast es 100% nicht gespielt und hast kein ahnung, du weisst ja was man so sagt wenn man keine ahnung hat?! :wink:
von hitman biste ja etwas mehr begeister. ich erinnere dich nur das man in hitman auch unschuldige töten kann oder auch muss um deren kleidung zu nehmen usw(bis man den auftragsmord erfüllt hat), falls du das gespielt hast?! ich weiss ja nicht. du wirkst eher als würdest du in einer bunten anime/manga welt stecken.

eigentlich will ich deinen restlichen müll der weltanschaung nicht kommenieren weil ich einfach kein bock hab so viel zu schreiben, aber "womenhunt" oder änliches bin ich mir sicher wird es nie geben und nur weil nicht alle deiner meinung sind, haben noch lange nicht alle einen schuss. du wirkst außerdem wie ein hirnloser politiker (schonmal drübernachgedacht einer zu werden, du werst geeignet) der alles verbieten will, damit gewissen themen undthematisiert bleiben.

und jetzt hab ich echt kein bock mehr zu schreiben, bin dafür zu müde vom training und arbeit. du gehst mir aber dennoch tierisch auf den sack mit deinen scheiss komentaren, du bist sinnlos :twisted:
Natanji
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Beitrag von Natanji »

Kajetan hat geschrieben:
Natanji hat geschrieben:... - aber Leute, wacht doch mal bitte auf und überlegt auf einer Metaebene, was ihr euch da eigentlich reinzieht!
Das tun nicht wenige Leute sehr wohl ... und können hierbei wunderbar zwischen der Realität eines Snuff-Movies, dem realen Leid WIRKLICHER Menschen auf der einen Seite und den virtuellen Phantasien eines Videospieles unterscheiden.
Sprich du findest Fake-Snuffmovies voll okay? Hauptsache es ist bei der Produktion niemand zu Schaden gekommen, dann kann man beruhigt sein?
Was kommt als nächstes? Virtuelle Vergewaltigungen vielleicht?
Und? Was kümmert es Dich? Es ist ja nicht wirklich. No Polygons were harmed during the making of this game! Check's halt!!
[/quote]
Es bekümmert mich, weil ich eine Gesellschaft einfach nur für verkommen halte, wenn sie keinerlei moralische Ansprüche in ihrem Unterhaltungskonsum befolgt - weil sie meint, dass das ja alles nur Spiel und Spaß sei und man sich darum aus der Verantwortung ziehen kann, sich damit auseinanderzusetzen.

Damit kann man aber *alles* rechtfertigen. Damit kann ich auch ein Spiel rechtfertigen in dem es darum geht Juden möglichst grausam abzuknallen oder Kinder zu vergewaltigen - was kümmert es jemand anderen denn, ist doch mein Ding was ich spiele? Und komm mir jetzt nicht wieder mit Godwin's Law, du kannst meinetwegen jede x-beliebige abscheuliche Straftat nennen.
Wir sehen ja an Amerika, dass Menschen bei einer solchen Rechtslage selbige einfach nur massiv missbrauchen. Die Produkte von Menschen die so denken wie du sprechen eigentlich klare Worte. Stichwort: Prussian Blue.
Zudem ... dann echauffiere Dich auch bitte grundsätzlich über jeden Ego-Shooter, jedes Strategiespiel (in denen man anonyme Menschenmassen in den Tod treibt) und jedes andere Spiel, in dem auch nur ansatzweise Gewalt vorkommt.
Lern lesen, ich habe sehr deutlich definiert wo für mich der Spaß aufhört und die Gewaltverherrlichung und Menschenverachtung anfängt. Es geht nicht um Töten als Teil von Spielen, das habe ich nirgendwo geschrieben.
Natanji
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Beitrag von Natanji »

QUAD4 hat geschrieben: also erstmal mordet man keine unschuldigen und zweitens ist das "spielziet" das überleben und den jenigen töten der einem das angetan hat, wenn du weisst was ich meine.
Ja, am Ende, weil sich das Spiel dann irgendwo doch von dem Vorwurf befreien wollte, es würde nur um perverses Abschlachten von Menschen gehen... Aber erst wird man sehr fadenscheinig "gezwungen", in möglichst gewalttätiger Art und Weise Opfer umzubringen. Die meiste Zeit des Spiels geht es doch genau darum. In den allermeisten Missionen geht es genau darum. Nur weil das Ende anders ist, macht es das Spiel nicht viel besser.
Und wie du jetzt merkst, ja verdammt nochmal ich hab's gespielt, und ich fand es so unbeschreiblich abartig, dass ich mich hier einfach darüber auslassen muss. Hier geht's mir nicht im politcal correctness, sondern darum ein Produkt anzuprangern das einfach niemals hätte auf den Markt kommen sollen.
von hitman biste ja etwas mehr begeister. ich erinnere dich nur das man in hitman auch unschuldige töten kann oder auch muss um deren kleidung zu nehmen usw(bis man den auftragsmord erfüllt hat), falls du das gespielt hast?! ich weiss ja nicht. du wirkst eher als würdest du in einer bunten anime/manga welt stecken.
Erstens bin ich überhaupt kein Fan der Hitman-Serie, ich habe lediglich verglichen was anders ist und wo man bei Hitman gerade eben so noch Akzeptanz zeigen kann. Dennoch hast du im Grunde recht, ich revidiere meine Aussage diesbezüglich gerne. Auch Hitman ging mir persönlich wirklich schon zu weit.
eigentlich will ich deinen restlichen müll der weltanschaung nicht kommenieren weil ich einfach kein bock hab so viel zu schreiben, aber "womenhunt" oder änliches bin ich mir sicher wird es nie geben
Warum nicht? Und was ist daran bitte verwerflich, wenn du Manhunt schon nicht verwerflich findest? Was ist daran verwerflicher eine Frau zu Vergewaltigen und das zu Filmen als einen Menschen brutal hinzurichten und das zu Filmen? Das ist doch absolut dieselbe Ebene. Entweder sagst du "beides ist voll okay" oder "beides ist abartig". Eins von beiden geht nicht.
und jetzt hab ich echt kein bock mehr zu schreiben, bin dafür zu müde vom training und arbeit. du gehst mir aber dennoch tierisch auf den sack mit deinen scheiss komentaren, du bist sinnlos :twisted:
You're welcome. Versuch im nächsten Post mal ein paar Argumente zu bringen anstatt nur Behauptungen aufzustellen und rumzuflamen, vielleicht fällt dir dann auf, dass du für die falsche Seite kämpfst.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

Natanji hat geschrieben: Sprich du findest Fake-Snuffmovies voll okay? Hauptsache es ist bei der Produktion niemand zu Schaden gekommen, dann kann man beruhigt sein?
vorsichtshalber Achtung, IRONIE!

Ja, klar. Für Dich finde ich das voll klasse, ey!
Es bekümmert mich, weil ich eine Gesellschaft einfach nur für verkommen halte, wenn sie keinerlei moralische Ansprüche in ihrem Unterhaltungskonsum befolgt - weil sie meint, dass das ja alles nur Spiel und Spaß sei und man sich darum aus der Verantwortung ziehen kann, sich damit auseinanderzusetzen.
Du bist ebenfalls Teil dieser Gesellschaft. Jetzt tu nicht so Heiligenscheinmäßig, ist ja nicht mehr auszuhalten ;) Zudem, ich habe auch meine moralischen Maßstäbe. Die unterscheiden sich jedoch von den Deinen. Und jetzt? Willst Du mir jetzt Deine Maßstäbe aufdrücken? Soll ich Dir meine Maßstäbe aufdrücken? Ich respektiere Deine Maßstäbe (auch wenn ich mir die eine oder andere süffisante Bemerkung nicht verkneifen kann). Daher möchte ich Dich bitten auch meine moralischen Maßstäbe zu respektieren, auch wenn Dir dabei sich die Fingernägel krümmen. Leben und leben lassen.

Ich tue übrigens im wirklichen Leben (so da draussen, wenn der Rechner ausgeschaltet ist) keiner Fliege was zu leide. Ich kann nämlich unterscheiden zwischen einer bloßen Phantasie (die jeder von uns hat, auch Du, Mr. Saubermann) und der Umsetzung einer Phantasie in die bittere, brutale, schreckliche Wirklichkeit, die man nicht einfach per Quickload wieder rückgängig machen kann. Erzähle Du mir (und den anderen hier) also bitte keine Geschichte von "aus der Verantwortung ziehen" und anderen verquasten Käse!
Natanji
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Beitrag von Natanji »

Darum geht's mir doch überhaupt nicht. Ich sage nicht, dass im *Moment* irgendwer akute Schäden von solchen Spielen davonträgt (sonst hätte ich Manhunt schon nach den Testberichten links liegen gelassen). Ich sehe das alles aber als einen langfristigen Prozess, denn was man ja wohl anhand der Medien - egal ob im Film oder bei Computerspielen - sehr deutlich sieht ist, dass die Akzeptanz für virtuell dargestellte Gewalt wächst. Filme wie Hostel oder Saw wären jedenfalls zuvor eindeutig nicht möglich gewesen. Okay, kann man sehen wie man will, ob das jetzt unmittelbar schädlich für die Gesellschaft ist - klar wird doch, dass die Menschen dadurch nach immer extremeren Formen der Unterhaltung lechzen, weil ihnen das bisherige einfach zu lahm, zu bekannt geworden ist.

Und jetzt übertrage ich eben nur das - dass die Gesellschaft immer extremere Inhalte will - auf Manhunt. Es gibt keinen Grund, warum bei Manhunt jetzt wirklich alle Spieleherstelelr mal sagen "okay, das war's, weiter gehen wir nicht in die Extreme". Und davor habe ich dann Angst: vor einer Gesellschaft, die virtuell dargestellte Gewaltverherrlichung und Menschenverachtung, also Gewalt als Hauptthema, als Lustobjekt, in breitem Maße akzeptiert. Und ich schließe mich an der Stelle nicht aus - ich habe selbst Angst davor, so zu werden, wenn es die Gesellschaft mehr und mehr akzeptiert.

Das mag klingen, als wenn ich jemandem meine moralischen Maßstäbe aufdrücken wollte, weil ich zugegeben sehr entrüstet über die Akzeptanz von Spielen wie Manhunt bin. Was ich eigentlich sagen will ist: bitte bitte denkt einfach mal nach und überlegt euch, ob ihr wirklich ein gewaltverherrlichendes und menschenverachtendes Spiel zocken wollt. Und darum meine Argumentation mit "Womenhunt", mit der sich auch noch niemand befasst hat: ich versuche hier euch mal die Augen zu öffnen. Wie? Hier nochmal mein Ansatz:
-Ihr akzeptiert Spiele wie Manhunt, und ich verstehe nicht warum.
-Darum ziehe ich einen (bisher von niemandem mit Argumenten angefochtenen) Vergleich mit einem fiktiven Spiel namens "Womenhunt", welches im Prinzip genau wie Manhunt ist, sich aber statt Gewalt beim Töten mit Vergewaltigung beschäftigt.
-Ich hoffe nun, dass irgendwer die Diskrepanz zwischen den Dingen feststellt. Dass jemand merkt: "Moment, ich akzeptiere Manhunt - aber Womenhunt würde ich nicht akzeptieren, ist ja wohl klar. Dennoch sind beide Spiele auf derselben Ebene, auf demselben Niveau..."
-Gewünschtes Endergebnis: "Oh shi...! Wie kann ich sowas wie Manhutn nur verteidigen?!"

Geklappt hat das irgendwie bei keinem. Mich würde tatsächlich mal interessieren, ob und warum ihr Womenhunt im Gegensatz zu Manhunt ablehnen würdet. Ehrlich.
Ginny R.
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Beitrag von Ginny R. »

Na, daß das Teil auch für Wii rauskommt, bestätigt doch wieder den "Kinderkonsolencharakter" von Nintendos Produkten. :D

BTW: Auf dem Wii, den ich hier gekauft habe, müssten doch alle europäischen Wii-Spiele laufen oder? :wink:
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RuloR 666
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Beitrag von RuloR 666 »

Klar ist Manhunt verwerflich und verschönigen möchte ich es auch nicht, aber es hatte mehr zu bieten als stupide Tötungsmöglichekiten. Meiner Meinung nach müsste es keine 3 Tötungsmöglichkeiten haben, die sich in ihrer Brutalität steigern. Ich habe es wegen der wirklich geilen Atmo gespielt. Selten hat mich ein Spiel so sehr ins Spielgeschehen "reingezogen". Bei dieser absolut kranken und verstörenden Welt, hat man sich zu jeder Zeit über sein warmes Zimmer und seinen gemütlichen Gamersessel gefreut. :D

Und von der moralischen Verweflichkeit untescheiden sich GTA und Manunt gar nicht so unbedingt. Klar muss man bei GTA nicht als Amokläufer durch die Straßen laufen und wild Menschen töten, aber es gibt die Möglichkeit und ich wette, dass bestimmt jeder 2. schon mal einfach so auf Zivilisten geschossen hat. Bei Manhunt tötet man wenigstens (jedenfalls laut Spieltext) "böse" Menschen, während bei San Andreas Unschuldige sterben. Gut bei Manhunt fehlt ein wenig die Möglichkeit, die Menschen nicht zu töten und es ist auch brutaler dargestellt als es müsste, aber sooo schlecht war das Spiel nicht. Manhunt hatte damals nicht umsonst eine Bewertung über 80% in der Play (damsl das Heft meiner Wahl).


Es gibt Spiele, die viel mehr auf Gewalt abzielen. SoF zum Beispiel hat als einzigen Unterhaltungswert die Gewalt, Bloodrayne zielt ebenfalls darauf ab mit Gewalt zu punkten und es gibt bestimmt noch ein paar Spiele mehr dieser Art.

Es ist eben ein sehr fragwürdiges Spiel, aber man sollte sich immer vor Augen führen, dass es nur Polygone sind und solange das der Spieler weiß und derjenige 18 ist, sehe ich da kein Problem.

Ich hoffe ich habe niemanden mit meinen Post angegriffen bzw. beleidigt.

MfG RuloR
Zins
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Beitrag von Zins »

"Was soll die künstliche Aufregung, liebe Leute. Wenn so ein Spiel die Welt nicht braucht, dann macht es doch auch nix, wenn es eines Tages im Regal steht, oder? Kann man ja einfach ignorieren und mit Nichtachtung strafen?

Aber nein, es wird in Spielerkreisen, in den Medien, der Öffentlichkeit so derart massiv der moralische Zeigefinger geschwungen werden, dass allerspätestens dann ein jeder zumindest mal reingeschaut haben muss.

Wie war das bei Manhunt in England? Wurde hochgepusht, weil angeblich einige Jugendliche dieses Spiel als Vorlage für einen Mord unter MInderjährigen verwendet haben ... und kaum brach der öffentliche Sturm der Entrüstung los, stürmte Manhunt die Charts.

SO läuft das heute in unserer Aufregungs- und Erregungsgesellschaft!

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schwachsinnsargumente..wir können ja auch anfangen kinderpornos und leichenschändungen ins regal zu stellen :? es gibt dinge die aus gutem grund verboten werden auf dieser welt.basta
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

Natanji hat geschrieben:Ich sehe das alles aber als einen langfristigen Prozess, denn was man ja wohl anhand der Medien - egal ob im Film oder bei Computerspielen - sehr deutlich sieht ist, dass die Akzeptanz für virtuell dargestellte Gewalt wächst.
Ja, weil die Leute sich nicht daran stören. Weil sie auf Grund der Berichterstattung aus der ganzen Welt, dem ständigen Dauerfeuer der Nachrichten sehen, dass Gewalt in vielen Teilen der Welt ein ganz alltäglicher Bestandteil des Lebens ist und sie jahrzehntelang in einer wohligen Wohlstandsblase gelebt habe, während anderswo Menschen abgeschlachtet wurden.
Filme wie Hostel oder Saw wären jedenfalls zuvor eindeutig nicht möglich gewesen.
Weil sich die Wahrnehmung der Gesellschaft von Gewalt verändert hat. Es gibt da wunderschöne film-soziologische Analysen, die in Horrorfilmen ein Barometer für gesellschaftliche Ängste sieht. Das direkte, überdeutliche Zurschaustellen von Gewalt in heutigen Horrorfilmen wird interpretiert als grundsätzliche Akzeptanz von Gewalt in unserer Welt, die nicht weggeht, indem wir einfach wegschauen oder sie wegwünschen. Sie ist immer noch da. Die häusliche Gewalt in Familien, die politische und die wirtschaftliche Gewalt gegen Menschen, die im Wege stehen. Das alles existiert und Spiele wie Manhunt oder die von Dir genannten Filme sind nur ein Spiegel für das Gewaltverständnis der Bevölkerung. Sie lösen nichts aus, sie erhellen nur Bereiche unser Selbst, von denen wir vorher nichts wissen wollten.
Okay, kann man sehen wie man will, ob das jetzt unmittelbar schädlich für die Gesellschaft ist - klar wird doch, dass die Menschen dadurch nach immer extremeren Formen der Unterhaltung lechzen, weil ihnen das bisherige einfach zu lahm, zu bekannt geworden ist.
Brot und Spiele! Gladiatorenkämpfe! Jahrmarktatmosphäre beim wöchentlichen Verbrennen der Ketzer im Mittelalter ... früher mussten für dieses spezielle Bedürfnis der Menschen wirklich Menschen sterben. Heute kann man sich virtuell ausleben. Ein eindeutiger Fortschritt, findest Du nicht?
Und davor habe ich dann Angst: vor einer Gesellschaft, die virtuell dargestellte Gewaltverherrlichung und Menschenverachtung, also Gewalt als Hauptthema, als Lustobjekt, in breitem Maße akzeptiert.
Solange sie den Unterschied zwischen virtueller Welt und realer Welt begreift, sehe ich da kein Problem.
Und ich schließe mich an der Stelle nicht aus - ich habe selbst Angst davor, so zu werden, wenn es die Gesellschaft mehr und mehr akzeptiert.
Gewalt IST aber ein ganz normaler Bestandteil unseres Lebens. Schau doch auf die Autobahnen, lies Polizeistatistiken über eheliche und familiäre Gewalt und die enormne Dunkelziffer usw. usf. Du kannst nicht ständig davon wegrennen und so tun, als ob es nicht da sei. Je eher man diese Seite des menschlichen Wesen akzeptiert, desto besser kann man damit umgehen und diese Seite kontrollieren.
Geklappt hat das irgendwie bei keinem.
Weil Du zu sehr davon ausgehst, dass alle anderen Menschen so denken wie Du. Weil Dich Deine moralischen Maßstäbe davon abhalten, gewisse Dinge als Teil der Realität zu akzeptieren. Denn wenn Du Einfluss ausüben willst, musst Du zuerst das akzeptieren, was ist. Erst dann kannst Du Veränderungen bewirken.
Mich würde tatsächlich mal interessieren, ob und warum ihr Womenhunt im Gegensatz zu Manhunt ablehnen würdet. Ehrlich.
Mir persönlich würde so ein Spiel ebenso wenig interessieren, wie es Manhunt tut. Ich kann damit nix anfangen.

Allerdings sehe ich auch keinen Anlass deswegen Zeter und Mordio zu schreien. Ich mag sowas nicht, ich spiele sowas nicht. Aber deswegen kann ich anderen Leuten nicht vorschreiben, was diese zu tun und zu lassen haben. Vor allem, wenn es sich hier nur um ein Spiel geht, für dass sich normalerweise nur Jungs in der Pubertät interessieren. Ich habe früher mit meinem Klassenkameraden Foltermaschinen um die Wette gezeichnet, Strichmännchen geqält. Irgendwann war Schluss, weil man einfach älter geworden ist.

Darum sollte man Manhunt und Co. nicht überbewerten.
L4mar
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Beitrag von L4mar »

Mr. Jigsaw hat geschrieben:
E-G hat geschrieben:das wird zu 100% indiziert...
Ich geh noch weiter! Beschlagnahmt!!!

......gekauft.
Natanji
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Beitrag von Natanji »

Kajetan hat geschrieben:Okay, kann man sehen wie man will, ob das jetzt unmittelbar schädlich für die Gesellschaft ist - klar wird doch, dass die Menschen dadurch nach immer extremeren Formen der Unterhaltung lechzen, weil ihnen das bisherige einfach zu lahm, zu bekannt geworden ist.
Brot und Spiele! Gladiatorenkämpfe! Jahrmarktatmosphäre beim wöchentlichen Verbrennen der Ketzer im Mittelalter ... früher mussten für dieses spezielle Bedürfnis der Menschen wirklich Menschen sterben. Heute kann man sich virtuell ausleben. Ein eindeutiger Fortschritt, findest Du nicht?[/quote]
Jow, aber ein klarer Rückschritt in diese Richtung wenn man sich mal die Gesellschaft vor 50 Jahren anschaut. Das ist doch meine Angst: dass es nach langer langer Zeit wieder so wird. Illegale Kämpfe auf Leben und Tod gibt es schon und ich habe Angst, dass das Ganze in hundert Jahren wieder legal sein könnte, wie es noch im späten Mittelalter (->Duell) der Fall war.
Ihr müsst euch auch mal überlegen, dass sehr viele Menschen erst sterben mussten, bis es endlich Gesetze wie hier in Deutschland *gegen* solchen Schund gab. Die würden sich wohl im Grab umdrehen, wenn sie von Manhunt wüssten...
Solange sie den Unterschied zwischen virtueller Welt und realer Welt begreift, sehe ich da kein Problem.
Ja, aber sobald das in großem Maße nicht mehr der Fall sein sollte *haben* wir das Problem doch schon. Dann ist es zu spät. Darum bin ich der Ansicht, dass Dinge die in die Richtung gehen einfach jetzt schon verboten gehören...
Eine utopische Vision des Mediums Spiele in der Zukunft und dessen Gefahren kann man im Film "Existenz" übrigens sehr gut sehen (seit dem Film bin ich mir sicher, dass ich niemals nie Virtual Reality haben will).
Gewalt IST aber ein ganz normaler Bestandteil unseres Lebens. Schau doch auf die Autobahnen, lies Polizeistatistiken über eheliche und familiäre Gewalt und die enormne Dunkelziffer usw. usf. Du kannst nicht ständig davon wegrennen und so tun, als ob es nicht da sei. Je eher man diese Seite des menschlichen Wesen akzeptiert, desto besser kann man damit umgehen und diese Seite kontrollieren.
Ich will Gewaltdarstellungen ja nicht allgemein stigmatisieren - ich habe schon mehrfach betont, dass es mir um die Verherrlichung dieser Gewalt geht. Ich find's okay wenn jemand ein Kriegsspiel macht, aber nicht wenn man darin die Möglichkeit oder gar den Auftrag hat Zivilisten zu töten oder Soldaten zu foltern. Das ist ein großer Unterschied.
Ich habe früher mit meinem Klassenkameraden Foltermaschinen um die Wette gezeichnet, Strichmännchen geqält. Irgendwann war Schluss, weil man einfach älter geworden ist.
Ich sehe einen großen Unterschied zwischen stilisierten Darstellungen von Strichmännchen und der Grafik moderner Videospiele. Selbst spiele wie Defcon, in denen Massenmord das zentrale Spielelement ist ("Everybody dies"), kann ich irgendwo deswegen akzeptieren weil die Darstellung so stark vereinfacht ist, weil man keine Gewaltdarstellung hat und diese auch nicht in einer Art und Weise dargestellt wird, die "cool" wirkt und darum die als real dargestellte Gewalt klar verherrlicht. Sowas kannst du einfach nicht miteinander vergleichen, das ist dir doch wohl selbst bewusst...