Zu erst einmal will ich bekunden, daß ich sehr froh darüber bin, daß Sony auf seine Kundschaft gehört hat und auf sämtliche DRM-Maßnahmen verzichtet. Somit bleibt das klassische Konsolen-Gaming uns auch in der nächsten Generation weitesgehend erhalten. Diese Freude empfinde ich aber weniger darüber, daß ich mir nun in 1-2 Jahren eine PS4 ins Wohnzimmer stellen könnte, sondern eher das es der Industrie und allen Konsumenten zeigt, daß Kundenproteste tatsächlich einen Effekt haben können. Sony hatte nach meinen Informationen sehr wohl ein DRM-System geplant. Hätte es wohl nicht den Shitstorm gegen die XBox gegeben und die darauffolgende Twitter-Kampagne für Sony, ich bin mir sicher Sony hätte die PS4 mit ähnlichen Drangsalierungen versehen.
Dieses Ereignis sollte jeder Kundschaft, aber vor allem uns Spielern, Mut machen, daß wir uns nicht alles was uns Publisher und Hardwarehersteller aufzwingen gefallen lassen müssen. Ich will nicht meinen, daß Sony deswegen schon die nächste Generation gewonnen hat, aber zumindest für die Spielergemeinschaft ist diese Ankündigung ein Sieg. Proteste können tatsächlich etwas bewirken
Nun aber zum weniger erfreulichen: Das Start LineUp ist wie erwartet sehr bescheiden. Die SNES-Zeiten, wo die Starttitel schon aus etlichen Krachern bestanden sind wohl lange vorbei. Da fand ich stellenweise sogar interessanter, was für die PS3 noch geliefert werden soll. Da bleibe ich also lieber erstmal bei den jetzigen Konsolen und spiele die angekündigten NextGen-Titel auf dem PC.
Dort muss ich nämlich auch keine Multiplayergebühren bezahlen. Das ist für mich der größte Wehrmutstropfen der PS4. Wieso soll man überhaupt nun für die Konsolennetzwerke Geld bezahlen um in ihnen spielen zu können, wenn es das auf dem PC alles kostenlos gibt? Das ist kein Trend, der mir gefallen will. Man stelle sich nur einmal vor, man müsste für Steam eine Monatsgebühr bezahlen, ohne die man sonst keinerlei Online-Spielfunktionen hat.
Auf dem PC entwickelt es sich sogar eher noch in die andere Richtung, denn für viele reine Onlinespiele muss man nicht einmal mehr den Kaufpreis bezahlen, weil sie F2P sind. Wenn ich auf dem PC ein breiteres Angebot an Onlinespielen habe, ohne das ich dafür eine monatliche Gebühr bezahlen muss, warum soll ich dann überhaupt auf einer Konsole online spielen wollen?
Im Falle des PSN könnte es zumindest insoweit verlockend klingen, als wie man abwarten muss was es mit den zwei monatlichen Gratisspielen auf sich hat. Wenn das wirklich interessante Spiele sind und man sie dauerhaft behalten kann, dann klingt die Gebühr nicht nur fair, sondern sogar verlockend. Ich bezweifle aber stark, daß man dort aktuelle Vollpreisblockbuster angeboten kriegt.
Aber für mich selbst bleibt sowieso noch Zeit zum warten und schauen wie sich das entwickeln wird. In der Zwischenzeit darf man mich gerne mit mehr Exklusivtiteln überzeugen
