Spielkultur: Wie würde ein Markt ohne Gebrauchtspiele aussehen?

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ColdFever
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Re: Spielkultur: Wie würde ein Markt ohne Gebrauchtspiele au

Beitrag von ColdFever »

HanFred hat geschrieben:
skunkboy hat geschrieben:Diese ganze Gier, die hinter dem Allen steckt ekelt und widert mich so an! An der Gier wird die ganze Welt noch zugrunde gehen.
Und die Gier von Gamestop hat uns in diese Lage gebracht. Die betreiben ja nicht wirklich fairen Gebrauchthandel sondern schwatzen Kunden proaktiv gebrauchte Ware auf, die dann vielleicht für 5€ weniger als Neupreis verkauft wird. Das ist gegenüber Publishern und Kunden unfair. Und dank des Ausmasses ist es auch zu einem Problem geworden.
Wieso soll Gamestop "unfair" sein?
Unsympathisch, ja. Unfair, nein.

Gamestop hat ein funktionierendes Geschäftsmodell entwickelt, ohne gegen Gesetze zu verstoßen oder jemanden übers Ohr zu hauen. Niemand wird gezwungen, dort Gebrauchtspiele zu verkaufen oder zu kaufen, aber offenbar gibt es genug Leute, die diesen Service gern nutzen. Wenn dieser freie Handel den Publishern ein Dorn im Auge ist und sie künftig eine Beteiligung am Gebrauchtspielhandel erzwingen wollen, so ist genau dieses "unfair", wenn nicht sogar parasitär, und es bedeutet m.E. einen Gesetzesverstoß durch einen gewaltsamen Eingriff in den freien Markt . In keiner anderen Wertschöpfungskette ist es Herstellern möglich, mehrfach am Weiterverkauf von Produkten zu verdienen, und Micro$oft dürfte massive Probleme mit dem EU-Verbraucherschutz bekommen, wenn versucht wird, mit einer Weiterverkaufsgebühr und Händlerbeschränkungen (nur lizenzierte Händler und kein Privathandel) den freien Markt außer Kraft zu setzen.
leon_s_ky
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Re: Spielkultur: Wie würde ein Markt ohne Gebrauchtspiele au

Beitrag von leon_s_ky »

In der Regel bezahle ich ca. 30€ für ein Spiel, da ich es entweder nach dem Durchzocken verkaufe oder es mir erst später zulege. Da die Xbox one nun mit ihrer Gebrauchtspielepolitik daher kommt, können sie sich ihre Konsole sonst wo hinschieben! Da hilft auch nicht lauter exklusive Games anzubieten! Einzige Ausnahme: die Games werden günstiger!
Außerdem zerstören sie so, einen bestehenden Markt und damit verbundene Arbeitsplätze!
Bin auch mal gespannt, da es ja eigentlich ein Gerichts-Urteil gibt womit der Verkauf von Gebrauchspielen erlaubt ist-dies wurde im Zusammenhang mit steam gefällt! Weiß aber nicht ob die das schon umsetzten!
Desweiteren würde es meiner Meinung nach dazu führen das große Hits wie the Last of us, gekauft werden und Indie bzw. Lowbudget Games im Regal stehen bleiben!
Ich fände jedenfalls große Kac..! Bei Apple funktionier sowas auch nur da die Sachen meist nicht mehr als 1,2 € kosten!
zutroij
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Re: Spielkultur: Wie würde ein Markt ohne Gebrauchtspiele au

Beitrag von zutroij »

Ich zahle gerne ein paar Euro mehr, wenn diese dann in die Entwicklung guter Spiele fließen. Jeden Monat drei neue Knaller, das wäre was.
HeadsAintReady
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Re: Spielkultur: Wie würde ein Markt ohne Gebrauchtspiele au

Beitrag von HeadsAintReady »

ColdFever hat geschrieben:
HanFred hat geschrieben:
skunkboy hat geschrieben:Diese ganze Gier, die hinter dem Allen steckt ekelt und widert mich so an! An der Gier wird die ganze Welt noch zugrunde gehen.
Und die Gier von Gamestop hat uns in diese Lage gebracht. Die betreiben ja nicht wirklich fairen Gebrauchthandel sondern schwatzen Kunden proaktiv gebrauchte Ware auf, die dann vielleicht für 5€ weniger als Neupreis verkauft wird. Das ist gegenüber Publishern und Kunden unfair. Und dank des Ausmasses ist es auch zu einem Problem geworden.
Wieso soll Gamestop "unfair" sein?
Unsympathisch, ja. Unfair, nein.

Gamestop hat ein funktionierendes Geschäftsmodell entwickelt, ohne gegen Gesetze zu verstoßen oder jemanden übers Ohr zu hauen. Niemand wird gezwungen, dort Gebrauchtspiele zu verkaufen oder zu kaufen, aber offenbar gibt es genug Leute, die diesen Service gern nutzen. Wenn dieser freie Handel den Publishern ein Dorn im Auge ist und sie künftig eine Beteiligung am Gebrauchtspielhandel erzwingen wollen, so ist genau dieses "unfair", wenn nicht sogar parasitär, und es bedeutet m.E. einen Gesetzesverstoß durch einen gewaltsamen Eingriff in den freien Markt . In keiner anderen Wertschöpfungskette ist es Herstellern möglich, mehrfach am Weiterverkauf von Produkten zu verdienen, und Micro$oft dürfte massive Probleme mit dem EU-Verbraucherschutz bekommen, wenn versucht wird, mit einer Weiterverkaufsgebühr und Händlerbeschränkungen (nur lizenzierte Händler und kein Privathandel) den freien Markt außer Kraft zu setzen.
im grunde genommen sind 2/3 des geschäfts gebaren dieser Branche ILEGAL-aber wo kein Kläger Kein Richter..ob es die EULAS sind oder jetzt die geschichte mit XBOX one
-nach geltendem Recht darf niemand in meine Privatsphäre eindringen---bla bla bla
AUfnahmen OHNE meine erlaubnis sind sogar auf der strasse bei nem normalen FOTO´s regress erstreitbar!!
aber wir werden ja gezwungen weil die kiste ja nicht ohne läuft....unsere POLITKER sind doch die wahren verbrecher!!
Für mich ist das THEMA KONSOLEN dank MS gegessen....ich warte nur auf ihren versuch die PC branche zu Krüppeln..wartet es ab!!100% wird da auch noch nen hammer kommen dann halt mit WIN 9... :twisted:
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PickleRick
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Re: Spielkultur: Wie würde ein Markt ohne Gebrauchtspiele au

Beitrag von PickleRick »

THD04 hat geschrieben:Wie sie sich selber das Wasser abgraben... herrlich oder?
Wir hier alle sofort einer Studie glauben, die das sagt, was sie hören wollen... herrlich oder?

Wenn EA sagt, dass sie mehr verdienen werden, ist das Blödsinn. Wenn jemand anders sagt, dass sie weniger verdienen werden, ist das natürlich Fakt.

:Häschen: :Häschen: :Häschen:
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Kajetan
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Re: Spielkultur: Wie würde ein Markt ohne Gebrauchtspiele au

Beitrag von Kajetan »

b1tchnow hat geschrieben:Wenn EA sagt, dass sie mehr verdienen werden, ist das Blödsinn. Wenn jemand anders sagt, dass sie weniger verdienen werden, ist das natürlich Fakt.
Wenn EA sagt, dass sie damit mehr verdienen werden, dann geht das gegen alle volkswirtschaftlichen Erkenntnisse, die in diesem Zusammenhang wichtig sind. Wenn aber eine Studie belegt, was man mit gesundem Menschenverstand und ein wenig VWL-Grundwissen theoretisch herleiten kann, dann sollte man das schon eher als Argumentationsgrundlage verwenden, anstatt dem Investoren-Sand-In-Die-Augen-Streuen-Geschwafel von EA.

Man kann natürlich weiterhin uninformiert bleiben. Jeder wie er will ...
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sourcOr
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Re: Spielkultur: Wie würde ein Markt ohne Gebrauchtspiele au

Beitrag von sourcOr »

ColdFever hat geschrieben:
HanFred hat geschrieben:
skunkboy hat geschrieben:Diese ganze Gier, die hinter dem Allen steckt ekelt und widert mich so an! An der Gier wird die ganze Welt noch zugrunde gehen.
Und die Gier von Gamestop hat uns in diese Lage gebracht. Die betreiben ja nicht wirklich fairen Gebrauchthandel sondern schwatzen Kunden proaktiv gebrauchte Ware auf, die dann vielleicht für 5€ weniger als Neupreis verkauft wird. Das ist gegenüber Publishern und Kunden unfair. Und dank des Ausmasses ist es auch zu einem Problem geworden.
Wieso soll Gamestop "unfair" sein?
Unsympathisch, ja. Unfair, nein.

Gamestop hat ein funktionierendes Geschäftsmodell entwickelt, ohne gegen Gesetze zu verstoßen oder jemanden übers Ohr zu hauen. Niemand wird gezwungen, dort Gebrauchtspiele zu verkaufen oder zu kaufen, aber offenbar gibt es genug Leute, die diesen Service gern nutzen. Wenn dieser freie Handel den Publishern ein Dorn im Auge ist und sie künftig eine Beteiligung am Gebrauchtspielhandel erzwingen wollen, so ist genau dieses "unfair", wenn nicht sogar parasitär, und es bedeutet m.E. einen Gesetzesverstoß durch einen gewaltsamen Eingriff in den freien Markt . In keiner anderen Wertschöpfungskette ist es Herstellern möglich, mehrfach am Weiterverkauf von Produkten zu verdienen, und Micro$oft dürfte massive Probleme mit dem EU-Verbraucherschutz bekommen, wenn versucht wird, mit einer Weiterverkaufsgebühr und Händlerbeschränkungen (nur lizenzierte Händler und kein Privathandel) den freien Markt außer Kraft zu setzen.
Gamestop konkurrieren mit den Publishern mit deren eigenen Produkten, wenn sie die Gebrauchtware so früh nach Release so immens bei sich bewerben. Das ist eine schädigende Geschäftspraxis für alle anderen. Das legitimiert aber natürlich nicht, dass der Publisher Beteiligung am Weiterverkauf erhält.

Unfair - definitiv!
johndoe1527797
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Re: Spielkultur: Wie würde ein Markt ohne Gebrauchtspiele au

Beitrag von johndoe1527797 »

Ich kaufe Spiele nur teuer, wenn ich weiß, dass sie auch noch einen vernünftigen Wiederverkaufswert haben, wie halt z.B. Nintendo-Titel! Wenn ich weiß, dass das in nem Monat für 20 Euro und in 3 für 10 Euro verramscht wird...

ja warte ich lieber ist doch logisch! Macht man nicht so großen Verlust! Geld hat man ja auch nicht unbegrenzt (hierfür), auch wenn die Publisher das gerne hätten!!
WizKid77
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Beitrag von WizKid77 »

Irgendwann schalten die Manager vor lauter Gier ihr Hirn aus und vergessen, daß der Großteil der Zocker normale Bürger mit begrenztem Budget sind.
Das kann doch nicht so schwer sein oder? Man schaue sich mal das Durchschnittseinkommen der Haushalte in einem Land wie Deutschland an (eines der wichtigsten Spielemärkte), ziehe davon die durchschnittlichen Lebenskosten ab und dann sollte man mal abwägen, wie viel Geld noch für Luxusartikel wie Videospiele übrig bleiben. Ausreisser wie Reiche oder Suchtis kommen natürlich auch vor, bilden aber die absolute Minderheit.

Fakt ist, wenn es keine Gebrauchtspiele mehr gibt, wird der Konsum auch nicht ansteigen, weil die neuen Spiele einfach viel zu teuer sind mit 60-80€.

Die Jungs und Mädels in den Unternehmen sind mittlerweile einfach zu verblendet.
Es reicht einfach mal nicht, vier Stellen hinter den Komma kalkulieren zu können, dafür aber die Logik und den Verstand nicht mehr zu benutzen.
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greenelve
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Re: Kommentar

Beitrag von greenelve »

WizKid77 hat geschrieben:Irgendwann schalten die Manager vor lauter Gier ihr Hirn aus und vergessen, daß der Großteil der Zocker normale Bürger mit begrenztem Budget sind.
Der Punkt ist längst erreicht. :? CoD schafft 30 Mio. Und wenn es einer kann, können es andere auch, 30 Mio Kunden für 1 Spiel sind ja vorhanden. :|
johndoe1527797
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Re: Kommentar

Beitrag von johndoe1527797 »

greenelve hat geschrieben:Der Punkt ist längst erreicht. :? CoD schafft 30 Mio. Und wenn es einer kann, können es andere auch, 30 Mio Kunden für 1 Spiel sind ja vorhanden. :|
Nein, das schafft nur genau ein Spiel!!

Und zwar auf Kosten der anderen. Vor ein paar Jahren haben alle PC-Spieler WoW gespielt. Für Activision war es die Goldgrube, aber alle anderen Spiele sind verkaufszahlentechnisch eingebrochen.

CoD ist ja auch ein bisschen wie WoW. So ein langfristiger Multiplayer-Part, dass wenig Zeit für anderes bleibt...
Armin
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Re: Spielkultur: Wie würde ein Markt ohne Gebrauchtspiele au

Beitrag von Armin »

Kajetan hat geschrieben:
b1tchnow hat geschrieben:Wenn EA sagt, dass sie mehr verdienen werden, ist das Blödsinn. Wenn jemand anders sagt, dass sie weniger verdienen werden, ist das natürlich Fakt.
Wenn EA sagt, dass sie damit mehr verdienen werden, dann geht das gegen alle volkswirtschaftlichen Erkenntnisse, die in diesem Zusammenhang wichtig sind. Wenn aber eine Studie belegt, was man mit gesundem Menschenverstand und ein wenig VWL-Grundwissen theoretisch herleiten kann, dann sollte man das schon eher als Argumentationsgrundlage verwenden, anstatt dem Investoren-Sand-In-Die-Augen-Streuen-Geschwafel von EA.
War da in VWL nicht irgendwas mit Spieltheorie? Ist zwar lange her, aber danach verhaelt sich EA doch sehr rational. Gefangenendilemma, das isses.