PlayStation 4: Sony-Angestellte reagieren auf Anti-DRM-Kampagne

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shakeyourbunny
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Re: PlayStation 4: Sony-Angestellte reagieren auf Anti-DRM-K

Beitrag von shakeyourbunny »

darksim hat geschrieben:Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass Nintendo sich gegen die Gebrauchtspielsperre ausgesprochen hat. Wozu das seitens der Publisher führt, lässt sich ja anhand der ständigen Negativpresse erkennen. Gerade EA war wohl überhaupt nicht einverstanden damit, dass Nintendo sich vehement gegen DRM ausspricht.
Rate mal, wieso Electronic Arts damals keine Spiele für die Sega Dreamcast releast hat... das ist kein neues Verhalten.
darksim hat geschrieben: So viel zum Druck, den manche Publisher auf die Konsolen Hersteller ausüben können. Nintendo ist jetzt quasi bei allen der "Buhmann", obwohl die Entscheidung gegen DRM die einzig richtige war!
Nintendomodule sind durchaus kopiergeschützt und Nintendo steht bei weitem nicht an der Vorderfront von Anti-DRM. Der Grund, wieso Nintendo sich wie eine Napfschnecke an Module geklammert hat (Nintendo 64, Spezialformate für Gamecube, Wii, ...), ist die Erschwerung von Raubkopien. Geholfen hat es trotzdem nichts.

Man sollte nicht allgemein Gebrauchtspielsperrmassnahmen mit "DRM" gleichsetzen, wohl Zeit für eine kleine Geschichtsstunde

"LGR - History of DRM & Copy Protection in Computer Games"
https://www.youtube.com/watch?v=HjEbpMgiL7U
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SethSteiner
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Re: PlayStation 4: Sony-Angestellte reagieren auf Anti-DRM-K

Beitrag von SethSteiner »

30 Minuten sind viel Zeit, die verquere Argumentation ließe sich sicherlich auch verkürzt hier posten. Schlüssig ist sie sicherlich nicht, ich nenne dieses Verhalten Terrorismus.
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Kajetan
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Re: PlayStation 4: Sony-Angestellte reagieren auf Anti-DRM-K

Beitrag von Kajetan »

Sir Richfield hat geschrieben:Man muss nicht seiner Meinung sein. Ich bin es auch nicht, btw. Aber seine Argumentation ist schlüssig. Besonders gefallen hat mir der Anfang, in dem er sämtliche Vergleiche von Spielen zu Gegenständen und anderen Medien! nachvollziehbar widerlegt, bzw. erläutert, warum die alle nicht greifen und warum Spiele einen Sonderfall darstellen.
Seine Argumentation ist aber falsch, weil er den faktischen Wertverlust älterer Spiele nicht berücksichtigt. Es GIBT da einen Wertverlust. Der EXISTIERT. Er versucht ihn nur mit meiner Meinung nach fadenscheinigen Argumenten wegzudiskutieren. Spiele sind kein Sonderfall! Hier täuscht sich der liebe TB, weil er zwar viel von Spielen weiß, aber so gut wie nichts von Volkswirtschaft, die sich aus guten Gründen einen Dreck darum schert, ob eine Ware oder Dienstleistung digital oder analog vorliegt.

Ich respektiere ihn für seine Kritik an "Dear Esther", weil er ganz offen zugibt, das er keine Ahnung von Poesie und Kunst hat und somit nicht beurteilen kann, ob DE prätentiöser, hohler Scheissdreck oder tatsächlich diskurswürdige Kunst ist. Er aus seiner Warte als Spieler konnte damit aber überhaupt nichts anfangen. Das ist in Ordnung.

Hier jedoch, zu dem Thema, da merkt er leider nicht, dass ihm so einiges an Wissen fehlt, um diesen Sachverhalt tatsächlich beurteilen zu können.
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crewmate
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Re: PlayStation 4: Sony-Angestellte reagieren auf Anti-DRM-K

Beitrag von crewmate »

Nintendo bietet seit kurzem eigene, gebrauchte, aufbereitete Nintendo Konsolen an.
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Sir Richfield
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Re: PlayStation 4: Sony-Angestellte reagieren auf Anti-DRM-K

Beitrag von Sir Richfield »

@SethSteiner: OK, verzeih. Bitte nimm auch Abstand davon, Deine Zeit mit weiteren Diskussionen zum Thema zu verplempern.
Kajetan hat geschrieben:Seine Argumentation ist aber falsch, weil er den faktischen Wertverlust älterer Spiele nicht berücksichtigt. Es GIBT da einen Wertverlust. Der EXISTIERT.
Ich denke, er unterscheidet deutlich zwischen "Wear and Tear" und dem "Das Spiel ist alt und eigentlich nicht mehr so viel wert".
Das wear und tear bezog sich auf den Autovergleich, der ja nicht stimmig sein KANN, da digital entweder läuft oder halt nicht.
Ein XBOX Spiel läuft halt in 30 Jahren immer noch auf der XBOX, wenn es die Hardware tut.

Etwas später spricht er meiner Meinung nach doch an, dass Spiele meist günstiger werden (können), wenn die Publisher den Initialgewinn gemacht haben und dann die Preise fallen, weil das Spiel tatsächlich "alt" ist. Er spricht sich sogar dafür aus, damit so jeder nach seinem Geldbeutel in den Genuss des Spieles kommt.
Etwas, was Nintendo übrigens nicht einsieht - jedenfalls nicht bei ihren 1st Party Titeln!

Der Kern des Argumentes war, dass das Spiel an sich durch Benutzung keinen Werteverlust erleidet. Den Daten ist es egal, wie oft sie gelesen wurden.
Die DATEN Nutzen sich nicht ab.

Das das Spiel uninteressant, alt und häßlich werden kann, war da nicht Teil des Problems.
Er versucht ihn nur mit meiner Meinung nach fadenscheinigen Argumenten wegzudiskutieren. Spiele sind kein Sonderfall! Hier täuscht sich der liebe TB, weil er zwar viel von Spielen weiß, aber so gut wie nichts von Volkswirtschaft, die sich aus guten Gründen einen Dreck darum schert, ob eine Ware oder Dienstleistung digital oder analog vorliegt.
Ich kann seinen Einwand nachvollziehen, dass Spielen als Unterhaltungsmedium nur eine Möglichkeit bleibt, Geld dafür zu bekommen: Eine Lizenz zu verkaufen. Für Film und Musik ist der Verkauf von Privatlizenzen nur ein Standbein.
Ich sage ja, ich bin nicht komplett seiner Meinung. Für mich gibt es auch keinen Unterschied zwischen dem Geheule der Publisher und der MI/FI...

Die erste Hälfte des Videos ist in meinen Augen nur "Eure Vergleiche sind bullshit!"

Disclaimer: Mich persönlich tangiert das nicht. Ich bin Multiplatformer, Fokus PC. Auf dem es eh keine Gebrauchtspiele mehr in der Menge gibt, weil die Lizenz nicht mehr an den Datenträger gebunden ist.
Ich habe eine Wii und eine PS3, für die ich Spiele "neu" aus der Grabbelkiste fische.
Meine Meinung ist dass wenn sich Publisher, Konsolenhersteller und der Retailmarkt gegenseitig die Schädel einschlagen und den Kunden, also den eigentlichen und tatsächlichen Geldbringer als Kollateralschaden in Kauf nehmen, dann dürfen die das gerne bis zum hoffentlich baldigen Untergang machen.
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Temeter 
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Re: PlayStation 4: Sony-Angestellte reagieren auf Anti-DRM-K

Beitrag von Temeter  »

Kajetan hat geschrieben:Seine Argumentation ist aber falsch, weil er den faktischen Wertverlust älterer Spiele nicht berücksichtigt. Es GIBT da einen Wertverlust. Der EXISTIERT. Er versucht ihn nur mit meiner Meinung nach fadenscheinigen Argumenten wegzudiskutieren. Spiele sind kein Sonderfall! Hier täuscht sich der liebe TB, weil er zwar viel von Spielen weiß, aber so gut wie nichts von Volkswirtschaft, die sich aus guten Gründen einen Dreck darum schert, ob eine Ware oder Dienstleistung digital oder analog vorliegt.

Ich respektiere ihn für seine Kritik an "Dear Esther", weil er ganz offen zugibt, das er keine Ahnung von Poesie und Kunst hat und somit nicht beurteilen kann, ob DE prätentiöser, hohler Scheissdreck oder tatsächlich diskurswürdige Kunst ist. Er aus seiner Warte als Spieler konnte damit aber überhaupt nichts anfangen. Das ist in Ordnung.

Hier jedoch, zu dem Thema, da merkt er leider nicht, dass ihm so einiges an Wissen fehlt, um diesen Sachverhalt tatsächlich beurteilen zu können.
Richtig bizarr an seiner Argumentation finde ich ja, dass er praktische sagt, die Kunden müssen sich einschränken, damit die Publisher Gewinn machen. Irgendwie findet man so eine Denkweise öfters gerade in amerikanischen und manchmal englischen Foren (ich weiß schon, dass er Brite ist :wink: ), wo man eigentlich oft eher liberale Einstellungen zur Wirtschaft erwarten kann.

Wie passt die Argumentation denn da rein, dass die Kunden es ausbaden sollen, wenn ein Unternehmen Produkte in einer Größe produziert, die es sicht nicht leisten kann? Das ist doch völlig absurd. Lässt sich ein Spiel nicht in den gegenwärtigen Marktgegebenheiten verkaufen, dann produziert man es eben nicht. Statdessen soll sich jetzt aber der Markt anpassen? Wtf?

Auch wenn ich TBs Videos schon mag, bei der Wirtschaft hat er manchmal schon recht fragwürdige Ansichten.
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Kajetan
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Re: PlayStation 4: Sony-Angestellte reagieren auf Anti-DRM-K

Beitrag von Kajetan »

Sir Richfield hat geschrieben:Das das Spiel uninteressant, alt und häßlich werden kann, war da nicht Teil des Problems.
Und genau deswegen greift seine Argumentation nicht, weil sie eben zu kurz greift. Er beschränkt sich auf den rein physikalischen Aspekt der Sache und unterschlägt die Wertbildung, die durch vielerlei Gründen bei älteren Spielen, vor allem in reiner Downloadform, geringer ausfällt als bei frisch veröffentlichten Spielen.
Ich kann seinen Einwand nachvollziehen, dass Spielen als Unterhaltungsmedium nur eine Möglichkeit bleibt, Geld dafür zu bekommen: Eine Lizenz zu verkaufen. Für Film und Musik ist der Verkauf von Privatlizenzen nur ein Standbein.
Und das stimmt schon mal gar nicht. Man kann Spiele als physikalischer Datenträger verkaufen, man kann Spiele als reiner Download verkaufen. Man kann Spiele vermieten, man kann sie streamen. Man kann Turniere veranstalten und mit Eintrittsgeldern Einnahmen erzeugen und auf dem Turnier Kopien der gezeigten Spiele verkaufen. Man kann Charaktere aus Spielen als Modelfigur lizensieren, man kann Bücher zu Spielen schreiben lassen. Man kann gedruckte Walkthroughs verkaufen. Man kann Filme drehen lassen. Man kann Soundtracks verkaufen. Man kann alle Möglichkeiten nutzen Geld zu verdienen, die auch den Rechteverwertern bei Musik und Film zur Verfügung stehen.

Ich mag TB, weil er oft genug einen sehr klaren Blick auf die Dinge hat. Hier aber, hier irrt er. Gewaltig.
anigunner
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Re: PlayStation 4: Sony-Angestellte reagieren auf Anti-DRM-K

Beitrag von anigunner »

Kajetan hat geschrieben: Seine Argumentation ist aber falsch, weil er den faktischen Wertverlust älterer Spiele nicht berücksichtigt. Es GIBT da einen Wertverlust. Der EXISTIERT. Er versucht ihn nur mit meiner Meinung nach fadenscheinigen Argumenten wegzudiskutieren. Spiele sind kein Sonderfall! Hier täuscht sich der liebe TB, weil er zwar viel von Spielen weiß, aber so gut wie nichts von Volkswirtschaft, die sich aus guten Gründen einen Dreck darum schert, ob eine Ware oder Dienstleistung digital oder analog vorliegt.

Ich respektiere ihn für seine Kritik an "Dear Esther", weil er ganz offen zugibt, das er keine Ahnung von Poesie und Kunst hat und somit nicht beurteilen kann, ob DE prätentiöser, hohler Scheissdreck oder tatsächlich diskurswürdige Kunst ist. Er aus seiner Warte als Spieler konnte damit aber überhaupt nichts anfangen. Das ist in Ordnung.

Hier jedoch, zu dem Thema, da merkt er leider nicht, dass ihm so einiges an Wissen fehlt, um diesen Sachverhalt tatsächlich beurteilen zu können.
Vor allem übersieht es den Punkt das Spiele einer anderen Art der Alterung unterliegen. Klar kann man den Datenträgen wieder polieren lassen (ich denke seine Erfahrungen als Angestellter sind bei ihm zu präsent), aber das sagt doch nicht aus. Wenn ich ein zehn Jahre altes Spiel weiterverkaufe dann ist die DVD noch ok, aber wer sagt ob die Multiplayerserver noch laufen? Oder das Spiel auf dem aktuellen Betriebsystem laufen? Oder ob die Multiplayerserver mittlerweile nicht komplett leer sind? Spiele sind mittlerweile so komplex das sich diese Frage immer öfters stellt.

Ich kann ohne Probleme meine CD mit Monkey Island 1 in ein DVD-Laufwerk schieben und spielen. Weil das Spiel nicht "anspruchsvoll" ist was die technischen Anforderungen angeht. Schiebe ich ein NFS:Porsche rein habe ich das Problem das es mit aktuellen Betriebsystemen ziemlich zicken kann. Dann muss ich kucken woher ich die Updates bekomme, weil von vielen Servern sind die mittlerweile gelöscht. Außerdem sind die Multiplayerserver weg, Abhilfte könnte an der Stelle höchstens ein inoffizieller Fanpatch sein.

Klar ist NFS:Porsche in meinem Regal relativ neuwertig was die Verpackung, die DVD und das Handbüchlein angeht. Aber durch die Zeit hat es dennoch an Wert "verloren" wenn man so will.

Am PC stellt sich diese Frage nicht mehr so extrem weil Spiele für das System neu schon relativ preiswert sind. Wartet man ein paar Wochen kriegt man es für die Hälfte nachgeschmissen. Vor allem die Onlinesales haben mit dazu beigetragen das neu kaufen ab einem frühen Zeitpunkt (oder in England bestellen) billiger ist als irgendwo gebraucht kaufen. Zusätzlich mit dem ganzen Theater ala Steamkontobindung was es mittlerweile erschwert gebrauchte Spiele überhaupt wieder zu verkaufen.

Ich muss sagen die letzten Jahre habe ich kein einziges gebrauchtes Spiel gekauft. Wenn mir ein Titel vom Start ab gut gefallen hat zahle ich auch ohne Probleme den Vollpreis. Wenn ich mir unsicher bin dann schlage ich zu wenn es um die Hälfte runter ist. Und wenn ich es wirklich nur mal anspielen will weil es ein interessantes Feature hat dann warte ich bis ich es irgendwo als Sale bekomme. Zu einem Preis der quasi wie ausgeliehen ist (ein paar Euro). Ich wüsste für mich jetzt nicht warum ich ein gebrauchtes Spiel kaufen sollte, außer ich hätte Interesse an einer Collector-Edition oder solche Scherze. Selbst alte Spiele kann man mittlerweile bei GOG kaufen wenn einem danach ist, und muss nicht auf den Gebrauchtmarkt zurückgreifen.

Da aber bei Konsolen die Titel deutlich teurer sind, und dort sich auch noch nicht der Onlinekauf so durchgesetzt hat wie auf dem PC kann ich verstehen wenn die Leute dann auch mal eher zum gebrauchten Spiel zurückgreifen. Erstens um wieder etwas Geld reinzukriegen, und zweitens um beim Kauf wieder etwas zu sparen. Wären die Spiele bei den Konsolen billiger und eine größere Möglichkeit gegeben die Sachen online zu kaufen würden sich viele vermutlich die gleiche Frage stellen wie ich auch: Wozu noch gebraucht kaufen wenn ich mit etwas Geduld ein neues Spiel für das gleiche Geld bekomme?
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Kajetan
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Re: PlayStation 4: Sony-Angestellte reagieren auf Anti-DRM-K

Beitrag von Kajetan »

anigunner hat geschrieben:Ich muss sagen die letzten Jahre habe ich kein einziges gebrauchtes Spiel gekauft. Wenn mir ein Titel vom Start ab gut gefallen hat zahle ich auch ohne Probleme den Vollpreis. Wenn ich mir unsicher bin dann schlage ich zu wenn es um die Hälfte runter ist. Und wenn ich es wirklich nur mal anspielen will weil es ein interessantes Feature hat dann warte ich bis ich es irgendwo als Sale bekomme. Zu einem Preis der quasi wie ausgeliehen ist (ein paar Euro). Ich wüsste für mich jetzt nicht warum ich ein gebrauchtes Spiel kaufen sollte, außer ich hätte Interesse an einer Collector-Edition oder solche Scherze. Selbst alte Spiele kann man mittlerweile bei GOG kaufen wenn einem danach ist, und muss nicht auf den Gebrauchtmarkt zurückgreifen.
Ganz ohne Zwang. Einfach so, weil es mittlerweile preislich sehr attraktive Angebote gibt. So macht man das. Man passt sich an und verkauft den eigenen Software-Katalog zu einem breiten Preisspektrum, um auch die Kunden bedienen zu können, die keine Lust haben 60 Euro für ein neues Spiel auszugeben. Denn der "Gebrauchtmarkt" ist ja nichts anderes als eine Preisfindung, mit der die angesprochen werden, denen die offiziellen Preise für Neuware aus verschiedensten Gründen zu hoch sind. Gleichzeitig dient er aber auch zur Kaufkraftfreisetzung, was wiederum DIREKTE positive Auswirkungen für den Umsatz mit neuen Spielen hat.

Aber wie bereits gesagt, wer meint auf dem Rücken der Kunden Krieg gegen einen unliebsamen Wettbewerber führen zu müssen, der soll zur Hölle fahren!
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SethSteiner
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Re: PlayStation 4: Sony-Angestellte reagieren auf Anti-DRM-K

Beitrag von SethSteiner »

Sir Richfield hat geschrieben:@SethSteiner: OK, verzeih. Bitte nimm auch Abstand davon, Deine Zeit mit weiteren Diskussionen zum Thema zu verplempern.
Warum sollte ich? Ich seh es nicht ein dreißig Minuten lang Videos zu gucken. Wenn es was wichtiges gibt, kann es hier auch kurz und bündig geschrieben werden und so wie ich das sehe ist Total Biscuits Fehler eben die Abnutzung. Sie ist irrelevant. Der Autovergleich ist stimmig, eben weil die Abnutzung überhaupt keine Rolle spielt. Ich kaufe etwas, es gehört mir und das ist alles. Das ist die Essenz der Marktwirtschaft. Ob das gut oder schlecht erhalten ist, ist nur relevant für den Preis den ich verlangen kann und selbst das ist nicht allgemeingültig. Ein Auto kann auch nach dreißig Jahren noch wie frisch aus der Fabrik aussehen und fahren. Und auch viele andere Produkte tun das. In der Marktwirtschaft spielt Langlebigkeit keinerlei Rolle. Jemand hat etwas hergestellt, er wurde dafür entlohnt und das wars. Will er wieder Geld haben, soll er dafür gefälligst arbeiten oder zum Amt gehen. Simpelster Kapitalismus und das Fundament auf dem eine Vielzahl von Gesellschaften aufbaut. Es hat schon seinen Grund, warum Eigentum ein Menschenrecht ist.
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Sir Richfield
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Re: PlayStation 4: Sony-Angestellte reagieren auf Anti-DRM-K

Beitrag von Sir Richfield »

SethSteiner hat geschrieben:Warum sollte ich? Ich seh es nicht ein dreißig Minuten lang Videos zu gucken.
Ich tue mich halt schwer, jemanden als Diskussionspartner ernst zu nehmen, der sich nicht einmal die Zeit nimmt, die Punkte, die er kritisieren möchte, auch zu lesen/hören/sehen...
Wenn es was wichtiges gibt, kann es hier auch kurz und bündig geschrieben werden und so wie ich das sehe ist Total Biscuits Fehler eben die Abnutzung.
Jede Zusammenfassung hier ist gleichzeitig auch eine Interpretation des Zusammenfassenden und so bist du ausserstande, dir eine eigene Meinung über TBs Aussage zu bilden.
Die Abnutzung ist nur ein TEIL eines TEILS seiner Aussage.
Sie ist irrelevant. Der Autovergleich ist stimmig, eben weil die Abnutzung überhaupt keine Rolle spielt.
Der Autovergleich ist Humbug, weil die Abnutzung bei einem Fahrzeug eben eine Rolle spielt.
Wie ich in einem anderen Thread sagte, ein Fahrzeug mit 50K Km auf dem Tacho ist nicht gleich einem Fahrzeug mit 50K Km auf dem Tacho.
Ein Spiel dass 50 mal gestartet wurde ist exakt gleich dem Spiel dass 1 mal gestartet wurde und dem, dass 100 mal gestartet wurde.
TB sagt ja noch eine Menge mehr, auch Dinge, die ich für totalen Blödsinn halte.
Er versucht das Argument "Die Nutzung der Lizenz ist doch eh in den Serverkosten eingepreist, da ist es doch egal, wer die nutzt" mit "Die Lizenz wird länger als errechnet genutzt" zu entkräften.
Dieser Meinung kann ich mir gar nicht anschließen, wer ein Spiel anbietet muss davon ausgehen, dass es bis zum Sankt Nimmerleinstag gespielt wird.
Ich kaufe etwas, es gehört mir und das ist alles. Das ist die Essenz der Marktwirtschaft.
Es sei denn, wir reden von Lizenzen. Da sieht es plötzlich mit dem "Besitz" düster aus.
Mal gucken, wann die Spieleindustrie Adobe nachzieht und ihre Spiele offiziell als Abo verkauft.
Ein Auto kann auch nach dreißig Jahren noch wie frisch aus der Fabrik aussehen und fahren.
Nein.
Und auch viele andere Produkte tun das. In der Marktwirtschaft spielt Langlebigkeit keinerlei Rolle. Jemand hat etwas hergestellt, er wurde dafür entlohnt und das wars. Will er wieder Geld haben, soll er dafür gefälligst arbeiten oder zum Amt gehen. Simpelster Kapitalismus und das Fundament auf dem eine Vielzahl von Gesellschaften aufbaut. Es hat schon seinen Grund, warum Eigentum ein Menschenrecht ist.
Nicht nur die Gema wird Dir hier widersprechen wollen.
Du kannst nicht einfach materielle Güter und immaterielle Güter gleichsetzen.
Denn Deiner Argumentation zufolge ist Filesharing legal.
Ich habe die Daten ja gekauft, ich kann damit machen, was ich will.
Ich hoffe, wir müssen Dir hier nicht alle gemeinsam erklären, dass das so nicht klappen kann und dass wir für Daten angepasste Regeln brauchen...
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SethSteiner
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Re: PlayStation 4: Sony-Angestellte reagieren auf Anti-DRM-K

Beitrag von SethSteiner »

Sir Richfield hat geschrieben:Ich tue mich halt schwer, jemanden als Diskussionspartner ernst zu nehmen, der sich nicht einmal die Zeit nimmt, die Punkte, die er kritisieren möchte, auch zu lesen/hören/sehen...
Ich bin nicht bereit, soviel Zeit zu investieren. Anders sieht es mit einem Forenbeitrag aus. Von "nicht lesen möchte" kann also nicht die Rede sein. Ich will es lesen, denn das ist schneller gemacht als dieses grauenhafte Video anzuschauen, dass mir schon am Anfang Kopfschmerzen bereitet, Stichwort "Gebrauchte Ware wird angepriesen".
Der Autovergleich ist Humbug, weil die Abnutzung bei einem Fahrzeug eben eine Rolle spielt.
Wie ich in einem anderen Thread sagte, ein Fahrzeug mit 50K Km auf dem Tacho ist nicht gleich einem Fahrzeug mit 50K Km auf dem Tacho.
Ein Spiel dass 50 mal gestartet wurde ist exakt gleich dem Spiel dass 1 mal gestartet wurde und dem, dass 100 mal gestartet wurde.
Genauso wie ein Auto, dass 50 mal gestartet wurde noch exakt das gleiche Auto ist wie am ersten Tag. Es kommt auf die Behandlung an. Wie behandle ich einen Gegenstand? Tu ich es gut, hält er auch ewig, tu ich es schlecht, dann nicht. Entsprechend werde ich auch die Software nicht mehr abspielen können, wenn ich die Hardware schlecht behandle. Das gilt für Datenträger genauso wie für Festplatten. Wie bereits gesagt, spielt Langlebigkeit und Haltbarkeit in der Wirtschaft eine Rolle im Punkto Preisgestaltung aber niemand käme auf die Idee bei hoher Haltbarkeit (oder guter Behandlung= auf einmal mir mein Eigentumsrecht streitig zu machen.
Ich kaufe etwas, es gehört mir und das ist alles. Das ist die Essenz der Marktwirtschaft.
Es sei denn, wir reden von Lizenzen. Da sieht es plötzlich mit dem "Besitz" düster aus.
Mal gucken, wann die Spieleindustrie Adobe nachzieht und ihre Spiele offiziell als Abo verkauft.
Gibts ja schon, MMOs. Die Lizenzgeschichte ist eine Parallelwelt innerhalb der Marktwirtschaft, in dem seine grundlegenden Eigenschaften nicht mehr gelten. Es herrscht kein Kapitalismus mehr, denn es gibt kein Eigentumsrecht mehr. Ein Anbieter verkauft eine Ware, ohne seine Rechte daran abzugeben. Sowas ist bei Dienstleistung, Miete und Leihe akzeptabel aber bei Ware? Eine Parallelwelt.

Nicht nur die Gema wird Dir hier widersprechen wollen.
Du kannst nicht einfach materielle Güter und immaterielle Güter gleichsetzen.
Denn Deiner Argumentation zufolge ist Filesharing legal.
Ich habe die Daten ja gekauft, ich kann damit machen, was ich will.
Ich hoffe, wir müssen Dir hier nicht alle gemeinsam erklären, dass das so nicht klappen kann und dass wir für Daten angepasste Regeln brauchen...
Ich kann und tue materielle und immaterielle Güter gleichsetzen. Hinder mich dran. Natürlich wird mir die GEMA widersprechen wollen, die wollen ja auch Geld von Kindern abknöpfen, weil sie Lieder trällern und steht sowieso dafür ein, dass man ohne Mehrarbeit konsequent weiter Geld macht, sogar wenn man schon mehrmals vorher bezahlt wurde.
Und natürlich sollte Filesharing legal sein, ist es grundsätzlich ja auch. Es gibt auch ohne diese Sonderrechte genug Gesetze, die die Wirtschaft sehr gut Regeln. Die Musikindustrie lebt, die Literatur lebt, Filme und Fernsehen und Videospiele ebenfalls. Ich sehe keinen Bedarf dafür, dass diese Industrien Sonderrechte genießen dürfen, die andere nicht haben, nur weil ihre Güter möglicherweise besonders lange haltbar sind.
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Sir Richfield
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Re: PlayStation 4: Sony-Angestellte reagieren auf Anti-DRM-K

Beitrag von Sir Richfield »

SethSteiner hat geschrieben:Genauso wie ein Auto, dass 50 mal gestartet wurde noch exakt das gleiche Auto ist wie am ersten Tag.
Nochmal: Nein.
Etwas weiter ausgeholt: Physik und Chemie möchten Deine Aussage widerlegen.
Es kommt auf die Behandlung an. Wie behandle ich einen Gegenstand?
Daten sind kein Gegenstand! Zugegeben, Daten hängen vom Zustand eines Gegenstandes (des Datenträgers) ab, aber sie sind 1:1 kopierbar, da sie an sich kein Gegenstand sind.
Entsprechend werde ich auch die Software nicht mehr abspielen können, wenn ich die Hardware schlecht behandle.
Wir reden aber nicht von der Hardware, wir sprechen von der Software.
Dass du deine Horst als Briefbeschwerer nutzen oder aus dem Fenster werfen kannst, spricht dir niemand ab. Horst ist ein Gegenstand. Horst hat wear and tear.
Das gilt für Datenträger genauso wie für Festplatten. Wie bereits gesagt, spielt Langlebigkeit und Haltbarkeit in der Wirtschaft eine Rolle im Punkto Preisgestaltung aber niemand käme auf die Idee bei hoher Haltbarkeit (oder guter Behandlung= auf einmal mir mein Eigentumsrecht streitig zu machen.
Der Witz an der Debatte ist ja, dass Du tatsächlich mit dem Datenträger machen kannst, was Du willst. Der Datenträger ist ein Gegenstand und damit den von Dir zitierten Regeln, sowie physikalischen Gesetzen unterworfen.
Die Daten auf dem o.a. Träger sind aber wieder eine ganz andere Sache. Die Konsolenwelt ist es gewöhnt, dass die Lizenz zum Abspielen mit dem Datenträger verbunden ist.
Der PC hat sich (dank Steam) davon langsam aber stetig und unaufhaltsam verabschiedet.
Mit Horst ist jetzt die Welt der Konsolen dran. Der Datenträger ist nur noch das Plastik wert, mit dem er gepresst wurde. Die Lizenz ist alles und die Lizenz unterliegt anderen Regeln.

Ich merke, dass Du diesen (Gedanken)Schritt noch nicht gemacht hast.
Ich sehe keinen Bedarf dafür, dass diese Industrien Sonderrechte genießen dürfen, die andere nicht haben, nur weil ihre Güter möglicherweise besonders lange haltbar sind.
Ich sehe einen hohen Bedarf, weil die Herausforderung nicht die Haltbarkeit ist, sondern die unbegrenzte und verlustfreie Möglichkeit der Vervielfältigung.
Ich sage nicht, dass die momentanen Regelungen gut sind. Mir kommt ein wenig Kotze hoch, wenn ich lese, dass die Gema die Hand aufhält, weil jemand als Kunst Klaviere in die Fußgängerzonen stellt.
Aber es braucht getrennte Regeln für materielle und immaterielle Güter, weil sich diese Güter drastisch voneinander unterscheiden.
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Kajetan
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Re: PlayStation 4: Sony-Angestellte reagieren auf Anti-DRM-K

Beitrag von Kajetan »

SethSteiner hat geschrieben:Ich kann und tue materielle und immaterielle Güter gleichsetzen. Hinder mich dran.
Daran hindert Dich niemand. Es ist nur falsch. Weil es hier einen fundamentalen Unterschied gibt, der Dir eigentlich klar sein müsste. Ein immaterielles Gut unterliegt keiner physischen Abnutzung und wenn das immaterielle Gut auch noch digital ist, kann es in wenigen Sekunden mit Gestellungskosten von nahezu Nullkommanix kopiert und verteilt werden. Weil Bits & Bytes nunmal keine Kühlschränke sind und umgekehrt.

Wer diesen FUNDAMENTALEN Unterschied einfach negiert, der begibt sich in so viele gedankliche Minenfelder mit fatalem Ausgang, dass man es besser gleich lassen sollte. Materielle und imaterielle Güte können übrigens manchmal gleich behandelt werden und manchmal nicht. Je nach Fragestellung und Rahmenbedingung. Wer stets alles über einen Kamm schert, der hat nichts begriffen und zeigt nur seine Denkfaulheit.
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Pennywise
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Re: PlayStation 4: Sony-Angestellte reagieren auf Anti-DRM-K

Beitrag von Pennywise »

Es geht ja nicht nur darum, sondern dass die Industrie an ihrer Situation auch selbst Schuld ist.
Jemand bei Neogaf hat es wunderbar zusammengefasst :
I don't think I can put into words my disgust at this demeaning display of groveling at the feet of your game developer overlords. Even a die-hard laissez-faire capitalist would not be so subservient, because even a capitalist would accept that sometimes industries die and that's the way the world works. As much as I enjoy games, there is no inherent good in this industry. The ends do not justify the means here; there is nothing that makes the gaming industry inherently worthy of preservation, not to the point that would justify carving out a special exemption for them where used games are somehow magically not OK when they are OK for every other packaged good on the planet. Just because your favored set of content producers couldn't properly adapt does not justify rewriting the rules of what "property ownership" means and fundamentally removing the ability to preserve, inherit, pass on, lend, and share its products.

The industry does not come first; consumers do. I have no sympathy for an industry that cannot properly stumble its way around a viable secondhand market like every other mature industry in the world. Sometimes your old product just isn't good enough, and the way you solve it is by making a better product, not by forcing consumers to adapt to your archaic and myopic business model with your dying breath. If this industry can't find a way to make money off the primary market -- even with DLC and exclusive pre-order content and HD re-releases and map packs and online passes and annualized sequels and "expanding the audience" and AAA advertising and forced multiplayer -- then, if I may be so blunt, fuck it. It doesn't deserve our money in the first place. If an entire industry has its head so far up its ass, is so focused on short-term gains, and has embraced such a catastrophically stupid blockbuster business model in the pursuit of a stagnant market of hardcore 18-34 dudebros that it thinks it has no choice but to take away our first-sale rights as its last chance of maybe, finally, creating a sustainable stream of profits, then it can go to hell. It doesn't need your protection, it needs to be taken out back and beaten until it remembers who its real masters are.

I especially have a hard time having any sympathy because so many of the industry's problems are of its own making. They chose to focus on shaderific HD graphics over long-lasting appeal and gameplay; they chose to focus on linear scripted cinematic B-movie imitations that were only good for one playthrough instead of replayability and open-ended design; they chose to pour so much money and marketing into military porn and fetishized violent shootbang Press A to Awesome titles, exactly the kinds of games that hardcore gamers, the most likely gamers to trade in games quickly were prone to buying and reselling; and perhaps most galling, they chose to give Gamestop loads of exclusive pre-order bonuses while they knew exactly what Gamestop would say to those customers once in the store. They kept making insanely lavish and nonsensical displays of spectacular whizz-bang, despite that being exactly the kind of game most susceptible to trading after one week because there was nothing left to do with it. And now they're discovering that putting so many insanely expensive eggs into one fragile and easily breakable basket is maybe not the most sustainable business model ever.

So forgive me if I find myself not caring one bit when the industry complains that it's just so hard to sell six million copies of Gears of Medal of Battle of Uncharted Angry Dudes VII in the first week and that's why they need to take away used sales for the entire platform. No, the problem isn't at this end.

http://www.neogaf.com/forum/showpost.ph ... count=1361