Es kommt im Kapitalismus nicht auf den Profit des Staates an, sondern auf den privater Unternehmen. Der Staat ist sich meistens nur am verschuldenPepper21 hat geschrieben:Pfleger erreichen nichts um irgendwie Profit zu machen für den Staat, das heißt aber nicht,
Xbox One: Bundesbeauftragter für Datenschutz bezeichnet die Konsole als "Überwachungsgerät"
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Re: Xbox One: Bundesbeauftragter für Datenschutz bezeichnet
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johndoe805681
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Nachdem sich unter anderem der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar kritisch zur Xbox One äußerte und diese als Überwachungsgerät bezeichnete, versuchte Microsofts Jeff Henshaw die Bedenken nun nochmals auszuräumen.
Demnach soll sich Kinect komplett deaktivieren lassen, wenn man dies nicht benötige. "Wollt ihr Privatsphäre haben, bieten wir euch Modi, um genau das sicherzustellen. Das System wurde so entworfen, damit es Kinect als integralen Bestandteil nutzt. Dafür muss man die Kamera nicht komplett entfernen. Man wird aber im System bestimmte Modi aktivieren können, bei denen man absolute Gewissheit hat, dass die Kamera aus ist und euch nicht sehen kann."
Bleibt die Frage, was denn passiert, wenn diese Modi nicht aktiv sind. Microsofts Phil Harrison hatte sich dazu vor wenigen Tagen mehr oder weniger geäußert und bestätigt, dass man den Kunden "natürlich" nicht ausspionieren werde.
Man lausche einzig dem Wort "Xbox on", wodurch das Gerät eingeschalten wird - persönliche Daten, in welcher Form auch immer, sollen nicht übermittelt werden. Zumindest solange man dem nicht explizit zustimmt.
Und was genau wird übermittelt und wofür genutzt, wenn man dem zustimmt? Darauf hat Microsoft offenbar noch keine Antwort.
Quelle: http://www.gamona.de/games/xbox-one,kin ... 73199.html
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Re: Xbox One: Bundesbeauftragter für Datenschutz bezeichnet
Grundsätzlich, da ich auch schonmal vor meiner Ausbildung von Hartz-IV gelebt habe und weiß, wie hart das Leben dann ist, finde ich den Gedanken sehr gut und ich schließe mich denen an, die der Meinung sind, dass es umsetzbar wäre und nur der Wille dazu aus der Politik fehlt.Asturaetus hat geschrieben:Da sage ich mal danke für den interessanten Beitrag.
Nur so als Randfrage um das Ganze in den Kontext der vorigen Diskussion zu bringen - wie wäre dann deine Einstellung zu einem bedingungslosen Grundeinkommen? Welche Auswirkungen würdest du auf dich konkret bzw. deinen Berufsstand/Arbeitsumfeld erwarten?
Für die Pflege sehe ich allerdings wenig bis gar keinen Unterschied, denn in der Regel verdient eine 3-jährig examinierte Pflegekraft mehr als die 1000€. Das einzige Potential, das ich sehe ist, dass viele ausgebrannte Kollegen lieber zuhause blieben und vielleicht neue, motivierte Kräfte nachrücken würden, aber dazu müsste man wahrscheinlich schon deutlich mehr als 1000€ verdienen, denn wer arbeitet sich schon freiwillig dermaßen den Buckel krumm, wenn er dafür kaum mehr bekommt?
Und die nächste Frage lautet dann: Wenn viele aufhören und wenige nach kommen, wie stellt man die medizinische Versorgung der Patienten sicher? Gerade mit Hinblick auf die Alterspyramide, die inzwischen eher einem Dauerlutscher von der Form her ähnelt und dem Stichwort Multimorbidität.
Ansetzen müsste man meiner Meinung nach woanders - in der Gesundheitspolitik dieses Landes. Als Beispiel: Angenommen, deine Mutter wird pflegebedürftig. Dann stellst du bei deiner Krankenkasse einen Antrag darauf, dass sie in eine Pflegestufe eingeteilt wird, damit ein Teil der Pflegekosten übernommen wird und du einen Pflegedienst damit beauftragen kannst, deine Mutter z.B. morgens zu duschen, während du zur Arbeit gehst. Die Krankenkasse schickt dann einen Mitarbeiter vom MDK, dem medizinischen Dienst der Krankenkassen. Dieser Mensch kommt dann zu deiner Mutter, schaut sich an was sie selbst kann und was nicht, nimmt anhand dessen eine Beurteilung vor und stuft sie in eine Pflegestufe ein oder auch nicht. Fortan bekommst du finanzielle Unterstützung und die Möglichkeit, einen ambulanten Pflegedienst damit zu beauftragen, sich um deine Mutter zu kümmern.
Und jetzt kommt die Pointe: Der Mensch vom MDK, der da zu dir rauskommt und einschätzt, wie hilfebedürftig deine Mutter ist, ist kein Pfleger. Genaugenommen hat der meistens gar keine medizinische Ausbildung. Das sind z.B. Versicherungskaufmänner. Wirtschaftsfachleute.
Richtig gelesen, kein Witz. Da kommt ein Laie und legt fest, dass deine Mutter keine Hilfe braucht. Jemand, der sich ums Finanzielle kümmert, ein -Entschuldigung- Sesselfurzer, der mit Zahlen jongliert. Und der legt dann fest, dass es 15 Minuten dauert, deine alte Mutter, die kaum laufen kann morgens zu duschen. In diesen 15 Minuten schließt du die Haustür und die Wohnungstür auf, weckst die Patientin, hilfst ihr beim Aufstehen, legst die Kleidung für den Tag raus, duscht sie, führt Hautpflege mit Cremes durch, hilfst beim Anziehen, schaltest die Kaffeemaschine ein und gehst dann wieder. Jede Minute länger als 15 Minuten bezahlt niemand. Stell dir den o.g. Ablauf mal bildlich vor und frag dich, ob du als selbstständiger, gesunder Mensch das alles in 15 Minuten schaffst. Noch fragen?
Es gibt keine gesetzliche Regelung darüber, dass derjenige, der den Pflegebedarf ermittelt sich überhaupt auskennen muss. Und das ist nur die Spitze der Absurditäten. Aber das würde alles zu weit führen. Wichtig ist nur: Die Herrschaften aus der Politik verdienen so gut, dass sie niemals in so eine Situation kommen. Wenn sie Hilfe brauchen landen sie nicht in einem öffentlichen Krankenhaus, sondern haben erstklassige Versorgung, privat finanziert.
Zuletzt geändert von saxxon.de am 28.05.2013 21:20, insgesamt 3-mal geändert.
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Re:
schon krass, oder?t1gg0 hat geschrieben:SpoilerShowNachdem sich unter anderem der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar kritisch zur Xbox One äußerte und diese als Überwachungsgerät bezeichnete, versuchte Microsofts Jeff Henshaw die Bedenken nun nochmals auszuräumen.
Demnach soll sich Kinect komplett deaktivieren lassen, wenn man dies nicht benötige. "Wollt ihr Privatsphäre haben, bieten wir euch Modi, um genau das sicherzustellen. Das System wurde so entworfen, damit es Kinect als integralen Bestandteil nutzt. Dafür muss man die Kamera nicht komplett entfernen. Man wird aber im System bestimmte Modi aktivieren können, bei denen man absolute Gewissheit hat, dass die Kamera aus ist und euch nicht sehen kann."
Bleibt die Frage, was denn passiert, wenn diese Modi nicht aktiv sind. Microsofts Phil Harrison hatte sich dazu vor wenigen Tagen mehr oder weniger geäußert und bestätigt, dass man den Kunden "natürlich" nicht ausspionieren werde.
Man lausche einzig dem Wort "Xbox on", wodurch das Gerät eingeschalten wird - persönliche Daten, in welcher Form auch immer, sollen nicht übermittelt werden. Zumindest solange man dem nicht explizit zustimmt.
Und was genau wird übermittelt und wofür genutzt, wenn man dem zustimmt? Darauf hat Microsoft offenbar noch keine Antwort.
Quelle: http://www.gamona.de/games/xbox-one,kin ... 73199.html
die kinect kamera bzw. das mikrofon kann man zwar austellen, dennoch "hört" sie das wort "xbox on" und reagiert darauf. ist sie dann also nur halb aus aus?
tja mircosoft, mit dem zustimmen der übermittlung ist es also technisch möglich daten zu übermitteln und auszuwerten, ansonsten würde eine zustimmung keinen sinn machen.
microsoft wird schon einen weg finden an die daten zu kommen die sie wollen.
greetingz
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alx-2009
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Re: Xbox One: Bundesbeauftragter für Datenschutz bezeichnet
Dann von mir ebenfalls vielen Dank für den Einblick und vor allem Respekt für deine Arbeit und deinen Einsatz!saxxon.de hat geschrieben:alx-2009 hat geschrieben:SpoilerShowGut bezahlte Pfleger = bessere Laune = besser Versorgung der Patienten = deine Leistung wird besser. (nicht immer, nicht kausal).SpoilerShowAls in Deutschland ausgebildeter Gesundheits- und Krankenpfleger mit entsprechendem Examen und Arbeitsplatz in einem regionalen, kirchlichen Krankenhaus muss ich an dieser Stelle mal einschreiten.
Gerade wenn man als Pflegekraft auf Intensivstationen arbeitet oder im Operationssaal und hoch qualifiziert ist durch diverse Fort- und Weiterbildungen kann man zumindest genug verdienen um auch mal einen schönen Urlaub bezahlen zu können. Dass Pflegekräfte im Krankenhaus oft mehr leisten müssen als die Ärzte und dennoch nur einen Bruchteil dessen verdienen, steht auf einem anderen Blatt.
Das Problem, das Pflege in Deutschland hat ist ein facettenreiches.
Zum einen nimmt durch den demographischen Wandel und den Kapitalismus und die damit verbundene Pflicht, beim ständigen Wachstum mitzumachen um wirtschaftlich tragbar zu bleiben die Arbeitsverdichtung massiv zu. Ich z.B. bin regelmäßig im Dienst mit 2 Kollegen für rund 40 Patienten. Gerade auf z.B. einer Station für innere Medizin kann das alles Mögliche umfassen, von einfachen Bauschmerzen bis zum Patienten mit Leberzirrhose, der in seinen letzten Atemzügen liegt und zusehends jeden Tag ein Stückchen stirbt, bis man ihn dann mal tot im Bett findet. Das Aufgabenspektrum ist also sehr groß.
Dazu kommt, dass viel meiner Zeit sinnlos verschwendet wird. Mein beruflicher Auftrag im Krankenhaus ist es, dafür zu sorgen, dass die Patienten so schnell wie möglich wieder so selbstständig wie möglich werden, um ihren Alltag nach der Entlassung möglichst eigenständig bewältigen zu können. Dazu evaluiere ich, welche Ressourcen der Patient hat (körperliche Möglichkeiten, Wohnsituation, soziales Umfeld usw) und nutze diese. Alles, was der Patient selbst kann, soll er selbst machen, beim Rest helfe ich. Ich berate bzgl. der Wohnsituation und hole die Angehörigen mit ins Boot. Wo Hilfe benötigt wird, unterstütze ich pflegerisch. Das ist das Profil meines Berufes, das ist die Aufgabe von Pflegekräften.
Oft sind Patienten aber anderer Meinung und erwarten, dass man alles für sie übernimmt. So verschwendet man nutzlos Zeit bei jemandem, der eigentlich wenig bis keine Hilfe benötigt, die einem dann wieder für andere Menschen fehlt, die wirklich Hilfe brauchen. Ich beschwere mich hier jetzt nicht gerade darüber, dass mir meine Patienten zu anstrengend sind, sondern ich will darauf hinaus, dass ich jeden Tag auf einem schmalen Grat wandere. Einerseits muss ich viele Bitten um Hilfe ablehnen, weil ich dem Patienten mehr schade als helfe, wenn ich ihm gewisse Dinge abnehme, andererseits ist der Druck aus den Chefetagen sehr hoch. Die Patientenzufriedenheit ist grundsätzlich enorm wichtig, denn diese sind immerhin die Kunden des Krankenhauses, so perfide das auch klingt und so sehr es mir widerstrebt, das so zu sehen. Also wird Qualitätsmanagement betrieben und eine Beschwerde eines Patienten zieht schnell echte Konsequenzen gegenüber der Pflegekraft nach sich.
Worauf ich hinaus will: Es geht nicht allein um die Bezahlung, sondern darum, dass man als Pflegekraft von allen Seiten Druck ausgesetzt ist, die Arbeitsverdichtung immer weiter zunimmt und man zunehmend allein gelassen wird mit all dem.
Nur als Beispiel zum Thema Arbeitsverdichtung: Ich selbst habe letzte Woche von Montag bis Freitag bei uns im OP gearbeitet. Samstag habe ich eine Schicht auf der chirurgischen Station gearbeitet, von Sonntag auf Montag dort eine Nachtschicht gemacht, heute war ich zum Frühdienst (Dienstbeginn: 6 Uhr) auf einer inneren Station und ich arbeite noch bis kommenden Freitag durch. Jeden Tag 7 Stunden, keinen Tag frei, 12 Tage am Stück und zwischendrin noch nichtmal Zeit, nach der Nachtschicht meinen Schlafrhythmus wieder umzustellen. Und nebenher war dieses das 3. Wochenende diesen Monat an dem ich Dienst hatte. Sogenannte "kurze Wechsel" finden ebenfalls jede Woche statt - das bedeutet den Wechsel von Spät- auf Frühdienst. Soll heißen: Ich habe Abends um kurz vor 9 Feierabend und fange am nächsten Morgen um 6 wieder an. Dazwischen liegen 9 Stunden, von denen nochmal eine für den Arbeitsweg abgeht, jeweils eine Abends und Morgens zum Waschen & Co. Wir reden also von 6 Stunden, die effektiv zum schlafen bleiben, wovon auch nochmal ein bisschen Zeit abgeht, denn wer kann schon gleich nach der Arbeit einschlafen. Effektiv schlafe ich in solchen Nächten rund 5 Stunden und bin morgens wie gerädert. Keine guten Voraussetzungen, wenn man sich mal klar macht, dass ich jeden Tag voll konzentriert bei der Sache sein muss, weil ich sonst im Extremfall riskiere, jemanden umzubringen (und dann nach deutscher Gesetzgebung auch noch Schuld bin). Diese kurzen Wechsel sind keine Ausnahme. Sie sind die Regel. In allen deutschen Pflegeeinrichtungen. 'Nuff said.
Ein weiteres Problem von Pflege in Deutschland ist, dass sie keine Lobby hat. Ärzte haben den Marburger Bund und die Bundesärztekammer. Dort sind sie organisiert und haben eine Stimme, mit der sie sich durchsetzen können.
Bei Pflege ist das Bild ein ganz anderes. Rund 50 Gewerkschaften, die alle ihr eigenes Süppchen kochen ziehen niemals am selben Strang. Daraus ergibt sich dass Pflege kein Organ hat, das sich für sie einsetzt und z.B. niemals organisiert streiken kann. Den meisten Erfolg erzielt hier immer noch Ver.di, aber selbst dort ist nur ein Bruchteil der Pflegekräfte in Deutschland organisiert.
Fachkräftemangel in der Pflege? Kein Wunder, bei so unattraktiven Berufsanforderungen, oder?
Wer heute noch in der Pflege anfängt ist in der Regel, so wie ich, jemand der das aus Überzeugung macht und der seinen Beruf liebt, für all die schönen und einzigartigen Momente die man erlebt. Vom warmen, herzlichen Dank eines Menschen, dem man in einer schweren Zeit wirklich helfen konnte bis zu den strahlenden Augen mit denen einen ein Neugeborenes in den ersten Minuten seines Lebens ansieht. Auf Dauer ist das aber kaum genug, denn irgendwann ist jeder einfach kaputt.
Letzter Fakt - schon gewusst? Pflegekräfte sind in der Regel höheren, körperlichen Belastungen ausgesetzt als Bauarbeiter, weil diese jede Menge Hilfsmittel einsetzen können, was in der Pflege, besonders im Krankenhaus immer nur sehr begrenzt möglich ist. Ich laufe übrigens bei der Arbeit jeden Tag im Schnitt 11 Kilometer. Dazu kommt dann noch jede Menge schweres heben und das aus äusserst ungesunden Körperhaltungen heraus. Das momentane Durchschnittsalter, mit dem Pflegekräfte aus dem Beruf ausscheiden, weil sie körperlich geschädigt sind, liegt bei 35 (!) Jahren.
Ich könnte noch lange so weiter schreiben, aber an dieser Stelle mache ich mal einen Cut, denn eigentlich geht es hier ja nicht darum, wie alarmierend der Zustand der Pflegebranche in Deutschland ist, sondern um die Xbox One, wobei das ja nun inzwischen auch keinen mehr zu interessieren scheint.
Mich als Angehörigen würde das schon interssieren und wenn es sich beispielsweise um deine Mutter handelt und du erfährst davon, würdest du dich dann nicht auch nach Alternativen umschauen?Anla'Shok hat geschrieben: Als ob es jemanden interessieren würde was die Patienten denken.
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Re: Xbox One: Bundesbeauftragter für Datenschutz bezeichnet
Wo BWL und VWL sich die Hand geben, ist kein Platz für Menschen. Willkommen im großen Getriebe.saxxon.de hat geschrieben: Es gibt keine gesetzliche Regelung darüber, dass derjenige, der den Pflegebedarf ermittelt sich überhaupt auskennen muss.
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Re: Xbox One: Bundesbeauftragter für Datenschutz bezeichnet
Ja klar! Wenns uns richtig schlecht geht und dem Staat durch Sozialleistungen und fehlenden Steuereinnahmen weniger Mittel zur verfügung stehen, werden die Regierungen uns gratis mit einem Grundeinkommen beschenken.Kajetan hat geschrieben:Es fehlt derzeit der gesellschaftliche Druck. Uns geht es in Deutschland noch recht gut. Über ein Grundeinkommen wird erst dann konkret gesprochen, wenn sich bestimmte Zustände nicht mehr länger verleugnen lassen, wenn genug Menschen auch hier in Deutschland unter die Räder gekommen sind. Kommen wird es aber zwangsläufig. Es sei denn, uns kommt ein kleiner Krieg dazwischen, so dass wir wirtschaftswunder-mäßig wieder toll aufbauen können, was wir vorher selber kaputt gemacht haben.Nanimonai hat geschrieben: Früher oder später muss sich auch unsere Regierung mit diesem Gedanken zumindest mal beschäftigen und ihn nicht einfach so zur Seite kehren... leider fehlen uns dazu vernünftige Parteien, die über den notwendigen politischen Mut verfügen und die Parteien, die zwar den Mut haben, sind aber leider noch nicht einmal fähig, ihre eigenen Reihen überhaupt zusammenzuhalten.
Spanien wird das mit 60% Jugendarbeitloskeit sicher auch bald einführen. LOL
Es kommen in Deutschland auch jetzt schon genug Leute "unter die Räder".
Deswegen wird aber überhaupt nix zwangsläufig kommen.
Schon allein deswegen, weil es mit Sicherheit in den nächsten 40 Jahren nicht finanzierbar sein wird.
Ich habs mal selber durchgerechnet. Da kommen Summen auf den Staat zu, die sind jenseits von Gut und Böse.
Ich find die Idee wirklich gut, aber umsetzen lässt sich das NUR, wenns dem Staat SEHR gut ginge..
Auch lässt sich das Ganze kaum mit dem kapitalwirtschaftlichem System und ihren Befürwortern in Einklang bringen.
Wenn dann müssen nämlich Staat und Privatwirtschaft zusammen arbeiten. Vielleicht sind wir in 100 Jahren soweit.
Vorher gibs aber genug andere Probleme auf dieser Erde die wir lösen müssen.
3rd World Problems > 1st World Problems (aber der Traum bleibt)
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Re: Xbox One: Bundesbeauftragter für Datenschutz bezeichnet
Wie kann das Mikro nur das Wort "Xbox" wahrnehmen? Kann das hellsehen? Um bestimmnte Wörter zu erkennen muss sie ständig alles hören, um das auszuwerten.
- brent
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Re: Xbox One: Bundesbeauftragter für Datenschutz bezeichnet
Kommen sie eben nicht. "unter die Räder" kommt nur ein verschwindend geringer Anteil derer, die sich überhaupt Gehör verschaffen können. Den schlecht bezahlten, unter Wert verkauften, mehr oder minder ausgebeuteten, gehts grade noch so gut, dass sie zwar meckern, aber eben grade so leben können, weshalb es keinen Grund gibt, die Mistgabeln auszupacken. Für sie zumindest, weil sie schlimmeres fürchten. Eine Revolution erfordert eine kritische Masse, die wird damit nicht erreicht. Die kommt aber, mit Sicherheit. Jedes Getriebe, das nur auf Kosten der Substanz noch läuft, bricht früher oder später - für ein früher gehts uns nur nicht schlecht genug, was nicht heißt, es ginge uns gut oder nicht beanstandungswürdig.Creepwalker hat geschrieben: Es kommen in Deutschland auch jetzt schon genug Leute "unter die Räder".
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Re: Kommentar
Das sind ja unschlagbare Argumente, die du da lieferst.forenopa hat geschrieben:Guts hat geschrieben:sarnokh hat geschrieben:Einst kämpften die Menschen gegen die umfassende Überwachung des Privaten: gegen den Versuch des Dritten Reiches "nur noch Schlaf privatsache" sein zu lassen, und dann gegen die Stasi im Osten. Heute aber bezahlt er noch eine so umfassende Überwachung seines Privatlebens, die selbst Göbbels und Mielke vor Neid erblassen ließen, weil sie eben als lustige Unterhaltung in seine Wohnung kommt. Chapeau vor so viel böser Genialität.
Dir ist hoffentlich klar, dass du nicht "verschwindest", wenn du vor der XBone sitzt und was gegen Microsoft sagst? Der Vergleich ist deshalb völlig albern... und der Grund für all das, was hier passiert bzw. passieren kann, ist nunmal die Tatsache, dass wir in einem Kapitalismus leben.
Menschliche Tendenzen werden sich nie auf natürliche Art ändern.
Mir kommt es so vor, als wenn manche Leute das nie begreifen werden oder noch nicht begriffen/verinnerlicht haben.
Das viele Leute denken: "So was würde ich nie tun/zulassen" hängt im besonderen Maße damit zusammen, dass sie gar nicht in der Position sind/ nicht die Möglichkeit haben es zu tun.
Zu viele Leute sehen immer nur die Details und können das größere Spektrum einfach nicht erkennen.
Eine private Firma ist interessiert an:
mehr Gewinn/Kapital (Einnahme, gilt es zu maximieren) <-> Expansion (als Ausgabe und Investition in die zukünftige Einahmen zu regulieren) <-> bessere Dienstleistung (da eine Ausgabe, somit zu minimieren und mit Blick auf Image und Nachfrage zu regulieren).
Die sogenannte "Überwachung" in Falle der XBOne dient diesen Zielen, die Ziele, die unsere Gesellschaft(sform) definieren.
Angst vor Überwachung (durch den Staat!) sollten nur diejenigen haben, die nicht mit dem allgemeinen Konsens unserer Demokratie (den Gesetzen) übereinstimmend leben, und somit Sanktionen befürchten müssen.
Sanktionen einer privaten Firma mit Hilfe von Überwachung sind nicht vergleichbar mit denen eines Staates und würden das Erreichen des Ziels 3, bessere Dienstleistung (höhere Nachfrage, besseres Image etc.) stark gefährden.
Immer wenn man glaubt..ok- was dümmeres kann jetzt nicht mehr kommen, zack- steigt einer empor und demoliert die bisher gezeigten geistigen Bestleistungen.
Ich hoffe für dich, das war nicht deine geistige Bestleistung.
- Exedus
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Re: Xbox One: Bundesbeauftragter für Datenschutz bezeichnet
Gott wie kann man nur sowas von sich geben.Angst vor Überwachung (durch den Staat!) sollten nur diejenigen haben, die nicht mit dem allgemeinen Konsens unserer Demokratie (den Gesetzen) übereinstimmend leben, und somit Sanktionen befürchten müssen.
- SethSteiner
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Re: Xbox One: Bundesbeauftragter für Datenschutz bezeichnet
Dass Microsoft nicht einfach sagt "Wir bauen eine Blende ein, die sich bei unerwünschten gebraucht schließt" oder "Die Kamera kann entfernt werden, dafür verzichtet man aber auf die Features wie Sprachaktivierung" oder.. ja einfach IRGENDWAS um die Kritik aus dem Weg zu räumen. Wer zum Teufel sind die Köpfe dieser Firma? Die müssen allesamt rollen.
@Guts
Wieso kaufst du dir nicht ein Ticket nach Nordkorea? 1984 war nicht als Anleitung gedacht.
@Guts
Wieso kaufst du dir nicht ein Ticket nach Nordkorea? 1984 war nicht als Anleitung gedacht.
- Guts
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Re: Xbox One: Bundesbeauftragter für Datenschutz bezeichnet
Anla'Shok hat geschrieben: Gott wie kann man nur sowas von sich geben.
Was genau ist denn nicht korrekt an den Dingen, die ich gesagt habe? Ich möchte es wirklich gerne wissen!SethSteiner hat geschrieben: @Guts
Wieso kaufst du dir nicht ein Ticket nach Nordkorea? 1984 war nicht als Anleitung gedacht.
In der Theorie ist es doch, zumindest idealerweise, wie ich sagte, oder nicht?
P.S.: Ich kann von mir sagen, dass ich (möglicherweise) des öfteren Gesetze breche und deshalb vom Staat nicht überwacht werden will, aber ob Microsoft jetzt weiß wann ich mir Pornos angucke oder vielleicht sogar nen Joint rauche, ist mir wirklich egal... evtl. hilft es ja mein Erleben bzw. Nutzen der Konsole für mich individueller und besser zu gestalten.
Trotzdem kaufe ich mir die XBone aus anderen Gründen nicht.
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johndoe1070429
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Re: Xbox One: Bundesbeauftragter für Datenschutz bezeichnet
Dann rechne es nochmal durch wenn nur diejenigen in den Genuss kommen die es sich ERARBEITETEN, und nicht jene Fachkräfte die von den Grünen so bejubelt werden.Creepwalker hat geschrieben:Ja klar! Wenns uns richtig schlecht geht und dem Staat durch Sozialleistungen und fehlenden Steuereinnahmen weniger Mittel zur verfügung stehen, werden die Regierungen uns gratis mit einem Grundeinkommen beschenken.Kajetan hat geschrieben:Es fehlt derzeit der gesellschaftliche Druck. Uns geht es in Deutschland noch recht gut. Über ein Grundeinkommen wird erst dann konkret gesprochen, wenn sich bestimmte Zustände nicht mehr länger verleugnen lassen, wenn genug Menschen auch hier in Deutschland unter die Räder gekommen sind. Kommen wird es aber zwangsläufig. Es sei denn, uns kommt ein kleiner Krieg dazwischen, so dass wir wirtschaftswunder-mäßig wieder toll aufbauen können, was wir vorher selber kaputt gemacht haben.Nanimonai hat geschrieben: Früher oder später muss sich auch unsere Regierung mit diesem Gedanken zumindest mal beschäftigen und ihn nicht einfach so zur Seite kehren... leider fehlen uns dazu vernünftige Parteien, die über den notwendigen politischen Mut verfügen und die Parteien, die zwar den Mut haben, sind aber leider noch nicht einmal fähig, ihre eigenen Reihen überhaupt zusammenzuhalten.
Spanien wird das mit 60% Jugendarbeitloskeit sicher auch bald einführen. LOL
Es kommen in Deutschland auch jetzt schon genug Leute "unter die Räder".
Deswegen wird aber überhaupt nix zwangsläufig kommen.
Schon allein deswegen, weil es mit Sicherheit in den nächsten 40 Jahren nicht finanzierbar sein wird.
Ich habs mal selber durchgerechnet. Da kommen Summen auf den Staat zu, die sind jenseits von Gut und Böse.
Ich find die Idee wirklich gut, aber umsetzen lässt sich das NUR, wenns dem Staat SEHR gut ginge..
Auch lässt sich das Ganze kaum mit dem kapitalwirtschaftlichem System und ihren Befürwortern in Einklang bringen.
Wenn dann müssen nämlich Staat und Privatwirtschaft zusammen arbeiten. Vielleicht sind wir in 100 Jahren soweit.
Vorher gibs aber genug andere Probleme auf dieser Erde die wir lösen müssen.
3rd World Problems > 1st World Problems (aber der Traum bleibt)
Dann rechne nochmal dazu was passieren würde wenn Steuersünder SOFORT, und nicht erst bei Selbsanzeige bestraft würden.
Dann nochmal dagegen rechnen was es uns kostet was die Firmen an Geldern bei Löhnen sparen welche aufgestockt werden, geschweige denn die 400 (jetzt oder bald? 450€) Jobs.
Stromkonzerne welche finanziert werden um ihren Job zu tun, ebenso die Besitzer der Leitungen...
Es ist faszinierend, soll Hartz4 erhöht um 5 Euro erhöht werden gehen die auf die Barrikaden, aber wenn die Rente um 5 Euro steigt bejubeln und beklatschen die sich und möchten von Reportern umringt werden um die Nachricht kundt zu tun. Aber diese Doppelmoral, vor allem aufgrund unserer "Pressefreiheit", zieht. Dümmlich alles reinziehen und nicht nachdenken, deswegen sind die etablierten Parteien dort wo die zu UNRECHT sind.
- Temeter
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Re: Xbox One: Bundesbeauftragter für Datenschutz bezeichnet
Tut mir leid, aber nein, nicht mal idealerweise. Wirtschaft, Politik, und Menschen funktionieren einfach nicht so. Zum Beispiel geht es in der Wirtschaft nicht darum, so viel Geld anzuhäufen wie möglich, und Politiker sind Menschen. Allein das wirft deine ganze Argumentation um.Guts hat geschrieben:Was genau ist denn nicht korrekt an den Dingen, die ich gesagt habe? Ich möchte es wirklich gerne wissen!
In der Theorie ist es doch, zumindest idealerweise, wie ich sagte, oder nicht?
