Xbox One: Bundesbeauftragter für Datenschutz bezeichnet die Konsole als "Überwachungsgerät"

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Freakstyles
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Re: Xbox One: Bundesbeauftragter für Datenschutz bezeichnet

Beitrag von Freakstyles »

Nanimonai hat geschrieben:... leider fehlen uns dazu vernünftige Parteien, die über den notwendigen politischen Mut verfügen und die Parteien, die zwar den Mut haben, sind aber leider noch nicht einmal fähig, ihre eigenen Reihen überhaupt zusammenzuhalten.
Wenns nur Mut wäre. Da gehört vor allem ein gut organisiertes Propaganda Netzwerk dazu, wie es die CDU/FDP zur Zeit besitzt. Wobei dieses Netzwerk dann natürlich nicht für Propaganda, sondern für Aufklärung sorgen sollte.

Die Linke und die Piraten haben meiner Meinung nach die einzig vernünftigen Programme aufgestellt, aber das sind die, die medial am wenigsten zu Wort kommen (gelassen werden).

Solange die Mainstreampresselandschaft weiterhin die neoliberalen Ansätze von CDU/FDP unterstützt, wird es auch nicht genügend Leute geben, die erkennen was richtig wäre.
Nanimonai
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Re: Xbox One: Bundesbeauftragter für Datenschutz bezeichnet

Beitrag von Nanimonai »

alx-2009 hat geschrieben:Bedingungsloses Grundeinkommen? Warum wollen wir denn noch mehr Geld in ein System stecken bei dem wir am Ende keinen Ausweg aus der Problematik bekommen.

Die einzigen zwei Stellen an denen sich die zusätzlichen Mittel lohnen würden, wären Forschung und ganz besonders Bildung. Wir sollten lieber alles was wir haben in eine verbesserte Ausbildung unserer Jugend stecken. Hier insbesondere darin Frauen in die MINT Berufe zu bekommen.

Das ist meiner Meinung nach der einzig sinnvolle Weg um über lange Frist Lohngerechtigkeit und ein gerechtes Auskommen für alle zu schaffen.
Ich stimme zu, Deutschland investiert viel zu wenig in Bildung.
Investitionen in Bildung und Forschung auf der einen Seite und bedingungsloses Grundeinkommen auf der anderen Seite schließen sich aber in keinster Weise gegenseitig aus.
Nanimonai
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Re: Xbox One: Bundesbeauftragter für Datenschutz bezeichnet

Beitrag von Nanimonai »

Freakstyles hat geschrieben: Die Linke und die Piraten haben meiner Meinung nach die einzig vernünftigen Programme aufgestellt, aber das sind die, die medial am wenigsten zu Wort kommen (gelassen werden).
Sie könnten zu Wort kommen, wenn sie sich mal etwas professioneller verhalten würden. Diese beiden Parteien, so viel Sympathie ich auch für sie hege, haben eine katastrophale Parteiführung, sind innerlich komplett zerrissen und sind in ihrer jetzigen Konstellation in keinster Weise regierungsfähig.
Freakstyles
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Re: Xbox One: Bundesbeauftragter für Datenschutz bezeichnet

Beitrag von Freakstyles »

Aber ich finde Bildung und Forschung schließt Lohngerechtigkeit aus, bzw, hat einfach nicht wirklich was damit zu tun, oder ^^ ?! Bildung für alle ist toll, aber wir können ja nicht nur Raketenwissenschaftler haben. Sprich die Friseure oder Verkäufer haben ja in dem Sinne nichts von einer besseren Bildung. Und die Gehälter für diese Berufe würden dadurch auch nicht steigen.

@Nani: Das mag sein, aber welche Partei ist denn regierungsfähig ^^ ?! Dann doch lieber die mit nem vernünftigem Programm und etwas Unklarheit über die Parteiführung ;)
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Obstdieb
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Re: Xbox One: Bundesbeauftragter für Datenschutz bezeichnet

Beitrag von Obstdieb »

Nanimonai hat geschrieben:
Es ist Arbeit genug für alle da.
Stimmt meiner Meinung nach absolut nicht.
Nanimonai hat geschrieben: Aber um mal Volker Pispers zu zitieren: "Wir brauchen keine Arbeit. Wir brauchen Geld."
Bei einem bedingungslosen Grundeinkommen müsste kein Mensch 40+ Stunden pro Woche arbeiten, wir würden wunderbar alle Menschen in Halbtagsstellen unterbringen können.
Hier hat Pispers aber wie immer eigentlich recht. Besser kann man es nicht sagen.
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The Incredible Hojo
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Re: Xbox One: Bundesbeauftragter für Datenschutz bezeichnet

Beitrag von The Incredible Hojo »

Mit dem Unterschied zur jetzigen Situation, dass sich die jetzigen Einnahmen für die Sozialausgaben zum großen Teil vom Einkommen der arbeitenden Bevölkerung abhängig machen, während beim Grundeinkommen ein großer Teil durch eine Art Konsumsteuer (nicht mehr als eine hohe Mehrwertsteuer) finanziert. Beim einen Modell, dem aktuellen, ist es wichtig, dass möglichst viele sozialversicherungspflichtige Jobs und entsprechendes Einkommen haben, während beim anderen Modell, dem Grundeinkommen, es wichtig ist, dass das Geld in den Binnenmarkt gepumpt wird. Sobald bei unserem System einer in Lohn und Brot kommt, hat der Staat Einnahmen, um die Sozialausgaben zu finanzieren. Beim Grundeinkommen muss erst derjenige, der das Einkommen erhält, konsumieren, damit die Einnahmen sichergestellt sind.
Zudem wäre bei dem Grundeinkommen sämtliche anderen Sozialleistungen ausgeschlossen. Also kein Arbeitslosengeld, kein Wohngeld, kein Fortbildungszuschuss, kein Heizkostenzuschuss, nichts dergleichen. Da warte ich gerne, wie lange es dauert, bis die ersten Empfänger des Grundeinkommens schreien, 1.000 EUR seien zu wenig.
Freakstyles
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Re: Xbox One: Bundesbeauftragter für Datenschutz bezeichnet

Beitrag von Freakstyles »

The Incredible Hojo hat geschrieben: Zudem wäre bei dem Grundeinkommen sämtliche anderen Sozialleistungen ausgeschlossen. Also kein Arbeitslosengeld, kein Wohngeld, kein Fortbildungszuschuss, kein Heizkostenzuschuss, nichts dergleichen. Da warte ich gerne, wie lange es dauert, bis die ersten Empfänger des Grundeinkommens schreien, 1.000 EUR seien zu wenig.
Naja, also Wohngeld, ALG und Heizkostenzuschuss brauch man dann ja auch logischerweise nicht mehr. Für Fortbildung müsste man sich dann halt was anderes einfallen lassen, da könnten ja große Firmen selbst fortbilden und sich die potenziellen Teilnehmer selbst aussuchen und für geeignet erklären. Diese könnten dann dort eine Fortbildung machen und würden danach vielleicht sogar direkt eingestellt werden. Wenn schon alles privatisiert wird, dann kann man ja auch solche Geschichten privatisieren ;)
alx-2009
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Re: Xbox One: Bundesbeauftragter für Datenschutz bezeichnet

Beitrag von alx-2009 »

Nanimonai hat geschrieben:
alx-2009 hat geschrieben:Bedingungsloses Grundeinkommen? Warum wollen wir denn noch mehr Geld in ein System stecken bei dem wir am Ende keinen Ausweg aus der Problematik bekommen.

Die einzigen zwei Stellen an denen sich die zusätzlichen Mittel lohnen würden, wären Forschung und ganz besonders Bildung. Wir sollten lieber alles was wir haben in eine verbesserte Ausbildung unserer Jugend stecken. Hier insbesondere darin Frauen in die MINT Berufe zu bekommen.

Das ist meiner Meinung nach der einzig sinnvolle Weg um über lange Frist Lohngerechtigkeit und ein gerechtes Auskommen für alle zu schaffen.
Ich stimme zu, Deutschland investiert viel zu wenig in Bildung.
Investitionen in Bildung und Forschung auf der einen Seite und bedingungsloses Grundeinkommen auf der anderen Seite schließen sich aber in keinster Weise gegenseitig aus.
Was ich in ein bedingungsloses Grundeinkommen investiere kann ich weniger für F u E sowie Bildung investieren. Davon abgesehen hast du natürlich vollkommen recht. Allerdings sehe ich den Sinn dahinter nicht. Ein bedingungsloses Grundeinkommen sorgt dafür das Menschen ein paar € mehr bekommen. Sie bleiben aber immer noch auf der untersten Sprosse des Einkommens. Niemand wird durch die Einführung (meine Meinung) nun glücklicher sein oder behaupten ein erfülltes Leben führen zu können. Es würde meiner Meinung nach die Symptome bekämpfen aber keinesfalls so das der Patient es merken würde, um einen schlechten Vergleich zu bemühen.

@ Freakstyles

Das ist eine Annahme der ich kritisch gegenüberstehe. Wenn ich unsere Jugend so anschaue und das was da teilweise mir beispielsweise als Verkäufer gegenübersitzt sehe ich eigentlich viel verschwendetes Potential. Menschen die eigentlich eine ganz andere Perspektive haben aber aufgrund von Restriktionen unseres Bildungssystems (nehmen wir den Gymnasiasten der nicht studieren konnte weil seine Eltern zu arm sind) ihre Chancen nicht wahrnehmen konnten gibt es meiner Meinung nach zu hauf. Insbesondere Frauen denen unsere "alte" Gesellschaft immer gesagt hat das die MINT Berufe für sie nix sind, könnten bei der Wahrnehmung ihrer Chancen die Stellen freigeben die wir benötigen.

Und insgesamt führen Investitionen in die Bildung langfristig dazu das die Zahl der "Raktenenwissenschaftler" weiter zunimmt und die Zahl der "Friseure und Verkaufer" abnimmt.

Nanimonai hat geschrieben:
"Es ist Arbeit genug für alle da."

Nur kann sie nicht wahrgenommen werden da unser Fachkräftepotential nicht ausgeschöpft und richtig verteilt ist
Freakstyles
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Re: Xbox One: Bundesbeauftragter für Datenschutz bezeichnet

Beitrag von Freakstyles »

alx-2009 hat geschrieben: @ Freakstyles

Das ist eine Annahme der ich kritisch gegenüberstehe. Wenn ich unsere Jugend so anschaue und das was da teilweise mir beispielsweise als Verkäufer gegenübersitzt sehe ich eigentlich viel verschwendetes Potential. Menschen die eigentlich eine ganz andere Perspektive haben aber aufgrund von Restriktionen unseres Bildungssystems (nehmen wir den Gymnasiasten der nicht studieren konnte weil seine Eltern zu arm sind) ihre Chancen nicht wahrnehmen konnten gibt es meiner Meinung nach zu hauf. Insbesondere Frauen denen unsere "alte" Gesellschaft immer gesagt hat das die MINT Berufe für sie nix sind, könnten bei der Wahrnehmung ihrer Chancen die Stellen freigeben die wir benötigen.

Und insgesamt führen Investitionen in die Bildung langfristig dazu das die Zahl der "Raktenenwissenschaftler" weiter zunimmt und die Zahl der "Friseure und Verkaufer" abnimmt.
Da hast Du ja auch grundsätzlich recht mit, aber das hat doch nichts mit Lohngerechtigkeit zu tun!? Und die Leute sollen natürlich bessere Aufstiegschancen und Studienplätze bekommen auch wenn man aus armen verhältnissen kommt, aber es ändert doch nichts daran das wir immer eine nicht unwichtige Anzahl an Friseure, Verkäufer oder Altenpfleger brauchen. Und diese Schicht wird dann das gleiche verdienen wie jetzt. Ich verstehe das alles was Du sagst, ich verstehe nur nicht wie das zu einer besseren Lohngerechtigkeit führen soll.
Nanimonai
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Re: Xbox One: Bundesbeauftragter für Datenschutz bezeichnet

Beitrag von Nanimonai »

Obstdieb hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben:
Es ist Arbeit genug für alle da.
Stimmt meiner Meinung nach absolut nicht.
Wenn man sich von dem Konzept verabschiedet, dass alle Arbeitnehmer mehr als die Hälfte ihrer wachen Zeit pro Tag mit Arbeit verbringen müssen, schon.

Es würde ja sogar schon reichen, wenn man sämtliche Überstunden, die in diesem Land gesammelt werden, auf neue Arbeitnehmer verteilt, um sich einer Vollbeschäftigung anzunähern.
Freakstyles
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Re: Xbox One: Bundesbeauftragter für Datenschutz bezeichnet

Beitrag von Freakstyles »

Nanimonai hat geschrieben: Es würde ja sogar schon reichen, wenn man sämtliche Überstunden, die in diesem Land gesammelt werden, auf neue Arbeitnehmer verteilt, um sich einer Vollbeschäftigung anzunähern.
:lol: Jo, kann hinkommen ^^
alx-2009
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Re: Xbox One: Bundesbeauftragter für Datenschutz bezeichnet

Beitrag von alx-2009 »

Freakstyles hat geschrieben:
alx-2009 hat geschrieben: @ Freakstyles

Das ist eine Annahme der ich kritisch gegenüberstehe. Wenn ich unsere Jugend so anschaue und das was da teilweise mir beispielsweise als Verkäufer gegenübersitzt sehe ich eigentlich viel verschwendetes Potential. Menschen die eigentlich eine ganz andere Perspektive haben aber aufgrund von Restriktionen unseres Bildungssystems (nehmen wir den Gymnasiasten der nicht studieren konnte weil seine Eltern zu arm sind) ihre Chancen nicht wahrnehmen konnten gibt es meiner Meinung nach zu hauf. Insbesondere Frauen denen unsere "alte" Gesellschaft immer gesagt hat das die MINT Berufe für sie nix sind, könnten bei der Wahrnehmung ihrer Chancen die Stellen freigeben die wir benötigen.

Und insgesamt führen Investitionen in die Bildung langfristig dazu das die Zahl der "Raktenenwissenschaftler" weiter zunimmt und die Zahl der "Friseure und Verkaufer" abnimmt.
Da hast Du ja auch grundsätzlich recht mit, aber das hat doch nichts mit Lohngerechtigkeit zu tun!? Und die Leute sollen natürlich bessere Aufstiegschancen und Studienplätze bekommen auch wenn man aus armen verhältnissen kommt, aber es ändert doch nichts daran das wir immer eine nicht unwichtige Anzahl an Friseuren und Verkäufern brauchen. Und diese Schicht wird dann das gleiche verdienen wie jetzt. Ich verstehe das alles was Du sagst, ich verstehe nur nicht wie das zu einer besseren Lohngerechtigkeit führen soll.
Meine Annahme ist, dass es derzeit in dieser Gruppe "Friseuren und Verkäufern" noch zu viele gibt die da einfach nicht hingehören. Jede Arbeit hat einen Wert von dem man leben kann, gibt es aber zu viele die die Arbeit verrichten können (wollen, müssen), sinkt der Wert dieser Arbeit leider manchmal bis zu einem Punkt an dem davon keiner mehr leben kann. Wenn ich es also schaffe die Arbeitskraft durch Information und Bildung so zu verteilen das wir in unserer Zielgruppe "Friseuren und Verkäufern" wieder ein angemessenes Verhältnis aus Angebot und Nachfrage besteht, steigen zwangsläufig auch die Löhne wieder. (Und ein Haarschnitt wird das doppelte Kosten :-) hinzu kommt wie gesagt der Effekt das sich das allgemeine Bildungsniveau hebt und noch weniger Menschen in den fraglichen Berufen arbeiten werden.

Natürlich muss klar sein das wir aus der Zielgruppe "Friseuren und Verkäufern" keine High-Potentials machen. Wir leben in einer Leistungsgesellschaft und da werden knappe Ressourcen sprich High-Potentials, eben immer besser bezahlt.

P.S.: nur zum Verständnis, unter Lohngerechtigkeit verstehe ich sowas hier:
Spoiler
Show
Frank Bsirske (1), Vorstandsvorsitzender Verdi definiert gerechten Lohn folgendermaßen:
“Ein gerechter Lohn muss hoch genug sein, dass Beschäftigte mit einer Vollzeitstelle davon anständig ihren Lebensunterhalt bestreiten und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Er muss die Arbeitsbelastung, die Verantwortung und die Qualifikation berücksichtigen. Und zu einem gerechten Lohn gehört ein unbefristeter Arbeitsvertrag in Festanstellung, damit Beschäftigte ihr Leben und ihre Zukunft planen können.”
Wenn gerechter Lohn für dich heißt (Was ich jetzt nicht annehme) das alle sich ihren BMW aller 4 Jahre kaufen können, dann geht das mit Bildung natürlich nicht. Allerdings auch nicht mit einem Grundeinkommen.
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Kajetan
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Re: Xbox One: Bundesbeauftragter für Datenschutz bezeichnet

Beitrag von Kajetan »

Nanimonai hat geschrieben: Früher oder später muss sich auch unsere Regierung mit diesem Gedanken zumindest mal beschäftigen und ihn nicht einfach so zur Seite kehren... leider fehlen uns dazu vernünftige Parteien, die über den notwendigen politischen Mut verfügen und die Parteien, die zwar den Mut haben, sind aber leider noch nicht einmal fähig, ihre eigenen Reihen überhaupt zusammenzuhalten.
Es fehlt derzeit der gesellschaftliche Druck. Uns geht es in Deutschland noch recht gut. Über ein Grundeinkommen wird erst dann konkret gesprochen, wenn sich bestimmte Zustände nicht mehr länger verleugnen lassen, wenn genug Menschen auch hier in Deutschland unter die Räder gekommen sind. Kommen wird es aber zwangsläufig. Es sei denn, uns kommt ein kleiner Krieg dazwischen, so dass wir wirtschaftswunder-mäßig wieder toll aufbauen können, was wir vorher selber kaputt gemacht haben.
Freakstyles
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Re: Xbox One: Bundesbeauftragter für Datenschutz bezeichnet

Beitrag von Freakstyles »

alx-2009 hat geschrieben:
Meine Annahme ist, dass es derzeit in dieser Gruppe "Friseuren und Verkäufern" noch zu viele gibt die da einfach nicht hingehören. Jede Arbeit hat einen Wert von dem man leben kann, gibt es aber zu viele die die Arbeit verrichten können (wollen, müssen), sinkt der Wert dieser Arbeit leider manchmal bis zu einem Punkt an dem davon keiner mehr leben kann. Wenn ich es also schaffe die Arbeitskraft durch Information und Bildung so zu verteilen das wir in unserer Zielgruppe "Friseuren und Verkäufern" wieder ein angemessenes Verhältnis aus Angebot und Nachfrage besteht, steigen zwangsläufig auch die Löhne wieder. (Und ein Haarschnitt wird das doppelte Kosten :-) hinzu kommt wie gesagt der Effekt das sich das allgemeine Bildungsniveau hebt und noch weniger Menschen in den fraglichen Berufen arbeiten werden.

Wenn gerechter Lohn für dich heißt (Was ich jetzt nicht annehme) das alle sich ihren BMW aller 4 Jahre kaufen können, dann geht das mit Bildung natürlich nicht. Allerdings auch nicht mit einem Grundeinkommen.
Nein, gerechter Lohn bedeutet für mich nur, das auch eine oder besser, gerade eine Altenpflegerin, von Ihrem Gehalt leben kann und dabei keine 60 Std Wochen schiebt. Genauso natürlich in allen anderen Berufszweigen.

Ist auf jedenfall eine interessante Theorie, aber was wäre z.B. mit Altenpflegern? Davon haben wir nicht mehr als wir brauchen und dennoch verdienen die so wenig.
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Re: Xbox One: Bundesbeauftragter für Datenschutz bezeichnet

Beitrag von alx-2009 »

Freakstyles hat geschrieben:
alx-2009 hat geschrieben:
Spoiler
Show
Meine Annahme ist, dass es derzeit in dieser Gruppe "Friseuren und Verkäufern" noch zu viele gibt die da einfach nicht hingehören. Jede Arbeit hat einen Wert von dem man leben kann, gibt es aber zu viele die die Arbeit verrichten können (wollen, müssen), sinkt der Wert dieser Arbeit leider manchmal bis zu einem Punkt an dem davon keiner mehr leben kann. Wenn ich es also schaffe die Arbeitskraft durch Information und Bildung so zu verteilen das wir in unserer Zielgruppe "Friseuren und Verkäufern" wieder ein angemessenes Verhältnis aus Angebot und Nachfrage besteht, steigen zwangsläufig auch die Löhne wieder. (Und ein Haarschnitt wird das doppelte Kosten :-) hinzu kommt wie gesagt der Effekt das sich das allgemeine Bildungsniveau hebt und noch weniger Menschen in den fraglichen Berufen arbeiten werden.

Wenn gerechter Lohn für dich heißt (Was ich jetzt nicht annehme) das alle sich ihren BMW aller 4 Jahre kaufen können, dann geht das mit Bildung natürlich nicht. Allerdings auch nicht mit einem Grundeinkommen.
Nein, gerechter Lohn bedeutet für mich nur, das auch eine oder besser, gerade eine Altenpflegerin, von Ihrem Gehalt leben kann und dabei keine 60 Std Wochen schiebt. Genauso natürlich in allen anderen Berufszweigen.

Ist auf jedenfall eine interessante Theorie, aber was wäre z.B. mit Altenpflegern? Davon haben wir nicht mehr als wir brauchen und dennoch verdienen die so wenig
.
Da würde ich gerne ein kompetente Antwort geben, aber dafür kenne ich mich in dem Bereich nicht gut genug aus.
Als alter Liberalisierer würde ich schätzen das es in der Pflege einfach keinen funktionierenden privatwirtschaftlichen Markt gibt, der nun mal für eine Angebots-Nachfrage Reaktion nötig ist. Hier ist alles mit komplexen staatlichen Restriktionen und Wirkungsbeziehungen durchsetzt.
Allerdings, die Pflege komplett in privater Hand... naja.