Politiker sind wenigstens nicht so arrogant wie Du beim urteilen ueber dies Forum.gollum_krumen hat geschrieben: Lol. Wie dieses Forum jedesmal in Arroganz vereint ist, wenn es um Politik geht.
Allgemein: 2. Politiker-LAN: Kaum Interesse bei den Volksvertretern; Philipp Rösler als "Spieler der ersten Stunde" lobt Games-Industrie
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Armin
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Re: Allgemein: 2. Politiker-LAN: Kaum Interesse bei den Volk
- gollum_krumen
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Re: Allgemein: 2. Politiker-LAN: Kaum Interesse bei den Volk
"Politiker" sind Leute wie du und ich, die sich zur Wahl stellen. Jeder in diesem Forum hat die Möglichkeit, sich auf ein Mandat zu bewerben, einer Partei beizutreten oder eine zu gründen. Politiker wachsen nicht auf Bäumen oder werden aus dem Outer Rim eingeflogen. Natürlich haben sie Kritik verdient, aber unreflektierte, pauschalisierte Kritik haben sie genauso wenig verdient wie Leute, die Videospiele spielen.Wigggenz hat geschrieben:Politiker sind aber nunmal an der Macht. Das Argument "wie du mir so ich dir" zieht nicht. Politiker machen die Gesetze, bestimmen damit teilweise maßgeblich unser Leben, und sind dementsprechend auch viel negativer Berichterstattung ausgesetzt.gollum_krumen hat geschrieben:
Lol. Wie dieses Forum jedesmal in Arroganz vereint ist, wenn es um Politik geht. Aber nein, natürlich sind bei euch Politiker NIE der Sündenbock, so ein Quatsch. Die sind ja schon per Definition das Böse schlechthin, faul, überbezahlt und lügen tut einer besser als der andere.
Mal ganz im Ernst Leute. Ihr beklagt euch, dass Gamer in der Politik über einen Kamm geschoren werden?
Nur weil sie über einen Kamm geschoren werden, gibt es ihnen nicht das Recht, andere über einen Kamm zu scheren. Sie haben das zu ertragen.
Ist schon unglaublich arrogant, wie ich hier urteile. Schau dir doch mal die Threads an, in denen es um Politik geht. Jedesmal wird hier ein Feindbild aufgebaut, was EA, Ubi und Co. um längen übertrifft. Geht man in Diskussionen in die Substanz, ist oftmals nicht wirklich haltbare Kritik übrig.Armin hat geschrieben:Politiker sind wenigstens nicht so arrogant wie Du beim urteilen ueber dies Forum.gollum_krumen hat geschrieben: Lol. Wie dieses Forum jedesmal in Arroganz vereint ist, wenn es um Politik geht.
Nochmal: Man sollte Leute, die Macht ausüben, aus Prinzip kritisch beurteilen, aber eben auf Basis stichhaltiger Argumente. Ansonsten braucht man sich eben nicht über Ignoranz wundern.
- Wigggenz
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Re: Allgemein: 2. Politiker-LAN: Kaum Interesse bei den Volk
Darum geht es nicht, es ging darum, dass aus deinem Post anklang, dass, nur weil sie von Spielern oft unreflektierter, pauschalisierter Kritik ausgesetzt sind, sie das Recht dazu haben, Spieler ebenso unreflektiert pauschalisiert zu behandeln.gollum_krumen hat geschrieben:Natürlich haben sie Kritik verdient, aber unreflektierte, pauschalisierte Kritik haben sie genauso wenig verdient wie Leute, die Videospiele spielen.
Eine einfache "wie du mir, so ich dir"-Situation. Ist aber nicht gegeben. Spieler können nur versuchen, die Politiker abzuwählen, oder durch öffentliche Kritik zur Abwahl anregen. Politiker können, sofern sie sich einigen, den Spielern durch Gesetzeserlass (der möglicherweise durch pauschalisierte Wahrnehmung entstand) das Leben richtig schwer machen (was das Hobby Spielen angeht).
Wir haben es hier nicht mit einer gleichen Machtverteilung zu tun.
- Exedus
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Re: Allgemein: 2. Politiker-LAN: Kaum Interesse bei den Volk
Bei so einem Lobby pack auch kein wunder.Jedesmal wird hier ein Feindbild aufgebaut, was EA, Ubi und Co. um längen übertrifft.

Auch Rösler darf sich von der Bild noch als hofiert betrachten, wie die Stern-Kollegin Laura Himmelreich prägnant aufgeschrieben hat. Kaum eine Zeitung berichtete so positiv über Rösler wie die Bild, schreibt sie.
Im Februar noch, Rösler war gerade auf einem neuerlichen Tiefpunkt seiner Popularität angelangt, rief ihn die Bild völlig anlasslos zum "Mr. Cool" aus. "So souverän hat in der Politik schon lange keiner mehr auf fiese Attacken reagiert ... Cool, cooler, Rösler!", stand da zu lesen. Rösler selbst glaubt ja durchaus, er lebe im "coolsten Land der Welt".
Bild hat Rösler wohlwollend durch seine schwerste Zeit begleitet. Darin dürfte ein Grund gelegen haben für die überaus freundliche Umarmung des Chefredakteurs. Umgekehrt aber gibt es ebenfalls reichlich Anlass zur Dankbarkeit. Rösler hat sich vehement und zum Teil gegen die eigenen Leute für ein Leistungsschutzrecht der Verlage eingesetzt. Eine Idee aus dem Hause Springer, die von Springer-Chef Mathias Döpfner mit Macht der Politik aufgedrückt wurde und inzwischen Gesetz ist.
- James Dean
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Re: Allgemein: 2. Politiker-LAN: Kaum Interesse bei den Volk
Wie war das noch? "Da umarmten sich zwei, wie sich nur zwei umarmen können, die noch nie im Leben umarmt worden sind."Anla'Shok hat geschrieben:
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- SethSteiner
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Re: Allgemein: 2. Politiker-LAN: Kaum Interesse bei den Volk
Ein Gesetz muss in aller erster Linie ein wissenschaftliches Fundament haben. Fakten, Daten, Zahlen und nicht einfach ein anderes Gesetzt. Moral hat am Ende am wenigstens darin zusuchen. Du sagst es ja selbst "naturgemäß in einem gewissen Maße willkürlich" und das sollte soweit wie möglich verhindert werden. Totalitäre Regime zeichnen sich vor allem durch Willkür aus. Wenn sowas in einer Demokratie einzug hält, dann läuft etwas falsch.Wulgaru hat geschrieben:Das Fundament eines Jugendmedienschutzgesetzes ist das Jugendschutzgesetz welches sich vom Kinderschutzgesetz insofern unterscheidet, dass es eher eine moralische Komponente hat bzw. sich eher auf die Freizeitgestaltung bezieht.
"Nehmen wir andere Elemente wie den Alkoholkonsum der in anderen Ländern sehr viel strikter geregelt ist. Ein 16jähriger Amerikaner kommt nicht ohne weiteres an ein Bier, ein deutscher ohne Probleme und legal. Was ist hier die richtige Regelung? Man findet für beides in erster Linie moralische Argumente, beide Seiten werden aber fundamental sagen das eine Altersgrenze notwendig ist."
Was aber eine andere Ursache hat als das Jugendmedienschutzgesetz. Alkohol hat eine ganz faktische Auswirkung, die je jünger die Person ist, umso stärker wirkt. Ein erhöhter Alkoholspiegel hat ganz reale Auswirkungen, die nachgewiesen sind. Alkohol ist weitverbreitet und wird ganz nachweislich mit den bekannten Folgen konsumiert. Welche Regelung die beste ist, das dürften wohl am besten Statistiken, Studien, Untersuchungen und so weiter zeigen.
Nicht Amerikaner haben Probleme mit sexuellen Inhalten, sondern prüde Amerikaner haben Probleme mit sexuellen Inhalten. Konservative Amerikaner haben Probleme mit sexuellen Inhalten. Lobbies haben Probleme mit sexuellen Inhalten. Genau die haben Probleme mit Sex, die behaupten es gäbe Auswirkungen, die es aber nicht gibt. Das ist hier nicht anders. Ich bin Deutscher aber meine DNS ist menschlich und das ist sie von allen Menschen. Natürlich sind Menschen rund um die Welt genetisch ein bisschen unterschiedlich. Da wird Alkohol durchschnittlich mal ein bisschen schlechter vertragen, durchschnittlich kriegt man einen schneller Sonnebrand oder durchschnittlich schneller rennen aber das sind weitestgehend zu vernachlässigende Kleinigkeiten. Hitzschlag und Sonnenbrand kriegt jeder, Alkohol wirkt immer und schnell rennen können am Ende trotzdem alle. Wenn also behauptet wird, X führe zu Y, dann ist das überall so und eben nicht nur in Deutschland oder Amerika oder Japan. Und diese ganzen Postulate stimmen nicht, was man ja daran merkt, dass unser Jugendmedienschutz 1. anscheinend keinerlei wissenschaftliche Grundlage hat und damit eben nur irgendwelche Ansichten in ein Gesetz gegossen wurden und nicht Daten, Fakten, Statistiken, Untersuchungen und so weiter und 2. unser Jugendmedienschutz ständig milder wird. Früher wurden Titten abgeklebt, heute nicht mehr. Ja was ist denn passiert? Diese gesamte Gesetzgebung zum Jugendmedienschutz scheint auf Lügen aufgebaut zusein und darum gehört es auch in seiner Gesamtheit beseitigt und erst dann ersetzt, wenn es eine Notwendigkeit gibt und entsprechend nur soweit, wie notwendig.Anders ist es beim Jugendmedienschutz auch nicht. Das legt die jeweilige Gesellschaft für sich fest und das es dabei um Bevormundung geht, ist absolut klar. Man muss nicht so tun als wenn ein Kind oder Jugendlicher schon Zugang zu allen Rechten besitzt bzw. nicht plötzlich hier so tun als wenn dies sonst so sei. Wie hier aber bewertet wird, ist ebenfalls von Gesellschaft zu Gesellschaft unterschiedlich. Warum haben Amerikaner mehr Probleme mit sexuellen Inhalten und wir mit brutalen Inhalten? Warum haben Japaner offenkundig weniger Probleme mit Gewaltdarstellung, sind aber bei Sex wieder prüder?
Genau, das liegt an der jeweiligen Sozialisierung und so empfindet eben nicht jeder alles gleich und kein Jugendschutzgesetz ist das ideale, weil es sich aus völlig unterschiedlichen Wertesystemen ableitet.
- Wulgaru
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Re: Allgemein: 2. Politiker-LAN: Kaum Interesse bei den Volk
Seit wann muss ein Gesetz eine wissenschaftlich fundierte Grundlage haben? Das ist glaube ich eher selten der Fall. Wenn du es so willst, ist unsere Rechtssystem und auch jedes andere eher durch ausprobieren entstanden. Gesetze ergeben manchmal nach einer Zeit keinen Sinn mehr oder sogar erst mit der Zeit und müssen noch häufiger reformiert werden.
Das Alkoholbeispiel versuchst du jetzt als etwas anderes darzustellen, weil der Schaden deutlich sichtbarer ist, aber das stimmt so einfach nicht. Wer hier die bessere Regelung hat, ist kaum feststellbar und es ist auch nicht so das jeder Jugendliche in eine Alkoholsucht abgleitet, weil er schon mit 16 trinken kann...überhaupt wäre in diesem Falle eine Prohibition doch das effektivste Gesetz oder? :wink:
Was du hier für ein Gesetz anwendest ist von Land zu Land unterschiedlich und damit rein logisch gedacht völlig willkürlich. Warum? Weil jedes Gesetz sich in jedem Land unterschiedlich entwickelt, selbst wenn es einen identischen Startpunkt hat.
Vielleicht ist der Mensch immer Mensch, aber solange wir in Nationalstaaten leben, ist die Sozialisation völlig unterschiedlich und dabei sind deren jeweilige sozialen und regionalen Unterschiede noch nicht einmal eingerechnet. Deutsche halten Datenschutz und Sozialstaat für wichtige Themen. Amerikaner Freiheit und niedrige Steuern (mal ganz simpel runtergebrochen). Dementsprechend fallen Gesetze aus...welches ist die wissenschaftlich fundiertere Gesetzgebung? Keine.
Ich selbst habe schon einmal betont das Reformbedarf bei der BpjM besteht und auch bei der allgemeinen Handhabung von Videospielen als Kulturgut, was sich dann auch auf die Kriterien der USK auswirken würde. Aber die Abschaffung all dieser Elemente ist nicht konstruktiv. Sozialisation geschieht auch durch Medien jeglicher Art, heute sogar stärker als früher und daher kann mir niemand erzählen das ein negativer Einfluss von Medien völlig ausgeschlossen ist.
Das Alkoholbeispiel versuchst du jetzt als etwas anderes darzustellen, weil der Schaden deutlich sichtbarer ist, aber das stimmt so einfach nicht. Wer hier die bessere Regelung hat, ist kaum feststellbar und es ist auch nicht so das jeder Jugendliche in eine Alkoholsucht abgleitet, weil er schon mit 16 trinken kann...überhaupt wäre in diesem Falle eine Prohibition doch das effektivste Gesetz oder? :wink:
Was du hier für ein Gesetz anwendest ist von Land zu Land unterschiedlich und damit rein logisch gedacht völlig willkürlich. Warum? Weil jedes Gesetz sich in jedem Land unterschiedlich entwickelt, selbst wenn es einen identischen Startpunkt hat.
Vielleicht ist der Mensch immer Mensch, aber solange wir in Nationalstaaten leben, ist die Sozialisation völlig unterschiedlich und dabei sind deren jeweilige sozialen und regionalen Unterschiede noch nicht einmal eingerechnet. Deutsche halten Datenschutz und Sozialstaat für wichtige Themen. Amerikaner Freiheit und niedrige Steuern (mal ganz simpel runtergebrochen). Dementsprechend fallen Gesetze aus...welches ist die wissenschaftlich fundiertere Gesetzgebung? Keine.
Ich selbst habe schon einmal betont das Reformbedarf bei der BpjM besteht und auch bei der allgemeinen Handhabung von Videospielen als Kulturgut, was sich dann auch auf die Kriterien der USK auswirken würde. Aber die Abschaffung all dieser Elemente ist nicht konstruktiv. Sozialisation geschieht auch durch Medien jeglicher Art, heute sogar stärker als früher und daher kann mir niemand erzählen das ein negativer Einfluss von Medien völlig ausgeschlossen ist.
- SethSteiner
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Re: Allgemein: 2. Politiker-LAN: Kaum Interesse bei den Volk
Seit nie muss ein Gesetz eine wissenschaftliche Grundlage haben, nur wenn es keine hat, dann ist deren Zweck zweifelhaft, vorausgesetzt es gibt überhaupt einen abseits von bloßen Spekulationen. Man sollte nun Mal grundsätzlich annehmen, dass in einer Diskussion Argumente ausgetauscht werden und am Ende dann ein Gesetz aufgrund dieser Argumente entsteht. Das ist der Idealzustand und natürlich ist das nicht der Fall, nicht umsonst war Deutschland nach dem Krieg noch immer ein sklavistisches System, weil Frauen als Menschen zweiter Klasse galten. Politik ist nicht gezwungen, Entscheidungen aufgrund einer wissenschaftlichen Basis zu fällen. Aber diese Entscheidungen sind dann kaum damit zu verteidigen, dass man halt zum Teil darauf verzichtet. Gerade eine Demokratie sollte anders als ein totalitäres System handeln.
Ich sagte gar nicht, dass eine Regelung beim Thema Alkohol besser ist als eine andere. Was ich sagte war, dass sich die Länder in diesem Fall einig darin sind Alkohol zu reglementieren, weil Alkohol einen nachweislichen Schaden verursacht und das mit Berücksichtung all der Aspekte, die man auch bei Videospielen und anderen Medien berücksichtigen muss. Zur Feststellung, welches System am sinnvollsten ist, habe ich auf die Wissenschaft gedeutet, dass die am besten geeignet ist dies festzustellen.
Sozialisation ist in dieser Geschichte nun Mal uninteressant, weil wir ein oder mehrere Postulate haben und die nicht zutreffen. Wir reden von den ersten 18 oder 21 Lebensjahren, in denen Kinder selbst ja sozialisiert werden, unter anderem durch Medien. Wir sprechen also nicht von Menschen über diesem Alter, bei denen die Sozialisation bereits abgeschlossen ist. Selbstverständlich bestimmen die am Ende die Gesetze aber ihr Glaube sollte irrelevant sein, Fakten sollten zählen. Man kann ein Gesetz eben nicht damit verteidigen, dass jemand halt konservativ ist. Wenn dieser jemand was behauptet, hat er es gefälligst zu belegen und wenn er das nicht tut, sollte das Gesetz nicht angenommen werden.
Die Abschaffung aller Elemente ist durchaus konstruktiv, denn es geht darum, diesen negativen Einfluss erst Mal festzustellen und dann auf ihn zu antworten. Medien sind eben kein Alkohol, der Gesellschaftlich konsumiert wird und dann in jedem Fall biologisch/chemisch auf den Körper wirkt, egal woher er kommt oder wie alt er ist. Medien können sicherlich negativen Einfluss haben, ich jedenfalls bestreite das nicht aber es ist nicht allein entscheidend. Entscheidend ist eben auch, wie er sich ausdrückt. Entscheidend ist genauso, ob es denn in einem relevanten Maßstab vorkommt. Wenn festgestellt wird, dass XY Albträume für die nächsten drei Tage verursacht, jedes Kind damit in Berührung kommt aber eben nur ab und zu mal, dann ist das überhaupt kein Grund für ein Jugendmedienschutz. Dann ist das schlichtweg so trivial wie ein aufgeschlagenes Knie beim Spielen. Das passiert, das passiert fast jedem Kind aber eben auch nur ab und zu.
Ich sagte gar nicht, dass eine Regelung beim Thema Alkohol besser ist als eine andere. Was ich sagte war, dass sich die Länder in diesem Fall einig darin sind Alkohol zu reglementieren, weil Alkohol einen nachweislichen Schaden verursacht und das mit Berücksichtung all der Aspekte, die man auch bei Videospielen und anderen Medien berücksichtigen muss. Zur Feststellung, welches System am sinnvollsten ist, habe ich auf die Wissenschaft gedeutet, dass die am besten geeignet ist dies festzustellen.
Sozialisation ist in dieser Geschichte nun Mal uninteressant, weil wir ein oder mehrere Postulate haben und die nicht zutreffen. Wir reden von den ersten 18 oder 21 Lebensjahren, in denen Kinder selbst ja sozialisiert werden, unter anderem durch Medien. Wir sprechen also nicht von Menschen über diesem Alter, bei denen die Sozialisation bereits abgeschlossen ist. Selbstverständlich bestimmen die am Ende die Gesetze aber ihr Glaube sollte irrelevant sein, Fakten sollten zählen. Man kann ein Gesetz eben nicht damit verteidigen, dass jemand halt konservativ ist. Wenn dieser jemand was behauptet, hat er es gefälligst zu belegen und wenn er das nicht tut, sollte das Gesetz nicht angenommen werden.
Die Abschaffung aller Elemente ist durchaus konstruktiv, denn es geht darum, diesen negativen Einfluss erst Mal festzustellen und dann auf ihn zu antworten. Medien sind eben kein Alkohol, der Gesellschaftlich konsumiert wird und dann in jedem Fall biologisch/chemisch auf den Körper wirkt, egal woher er kommt oder wie alt er ist. Medien können sicherlich negativen Einfluss haben, ich jedenfalls bestreite das nicht aber es ist nicht allein entscheidend. Entscheidend ist eben auch, wie er sich ausdrückt. Entscheidend ist genauso, ob es denn in einem relevanten Maßstab vorkommt. Wenn festgestellt wird, dass XY Albträume für die nächsten drei Tage verursacht, jedes Kind damit in Berührung kommt aber eben nur ab und zu mal, dann ist das überhaupt kein Grund für ein Jugendmedienschutz. Dann ist das schlichtweg so trivial wie ein aufgeschlagenes Knie beim Spielen. Das passiert, das passiert fast jedem Kind aber eben auch nur ab und zu.
