Wigggenz hat geschrieben:Chibiterasu hat geschrieben:Es ist die gleiche Situation - nur im größeren Ausmaß. 1 mal gekauft, x andere konsumieren es. Nur läuft es simultan ab, daher nennt man es Vervielfältigung. Beim Verleih eines Spiels passiert es halt chronologisch. Aber das Endergebnis ist das Gleiche (jeder hat's gesehen, gehört oder gezockt und nur einmal hat der Urheber Geld gesehen).
Das ist das typische Argument von DRM-Befürwortern.
Warum sollte man, nach deiner Argumentation, Musik-CDs und DVDs nicht auch einfach mit Accountpflicht belegen, und Bücher/Comics nicht komplett nur noch digital anbieten und es dort ebenso durchsetzen? Auch da läuft es nämlich ansonsten so ab: "Jeder hats gesehen, nur einmal bezahlt".
Ich merke schon, das läuft hier auf eine Grundsatzfrage hinaus. Mein Grundsatz ist halt der, dass auch derartigen Medien (solange sie natürlich ihrer Natur nach dazu fähig sind) ihren Käufern die Möglichkeit zum Weiterveräußern nicht nehmen dürfen, oder ihren Neupreis nicht mehr so dafür unverhältnismäßig hoch ansetzen dürfen (sondern höchstens so um die 10€).
Daher werde ich derartige DRM-Praktiken nie unterstützen.
Es sind zwei verschiedene Paar Schuhe, was ich wirklich befürworte und was ich bis zu einem gewissen Grund nachvollziehen kann.
Ich mag meine CDs wie sie sind, ich kann sie jederzeit wem borgen oder mir als MP3s rippen und auf alle meine MP3 fähigen Geräte ziehen.
Aber bei CDs und Büchern redet es sich viel leichter. Wieviel bekommst du denn für eine gebrauchte CD oder Buch? Wenn es kein Sammlerstück ist 1€, vielleicht 2?
Der Markt lohnt sich gar nicht da groß was dagegen zu tun, weil keiner bereit ist für ein abgenudeltes Buch noch viel zu zahlen.
Kosten ja die meisten neu schon nicht viel (Sachbücher etc mal abgesehen).
Und nochmal, wieviel kostet das Verfassen eines Buches? Selbst CDs von Superstars wie Madonna sind im Vergleich zu den meisten Videospielen noch günstig zu produzieren.
Es ist eine andere Situation mit denen Publisher von AAA Titeln umgehen müssen, daher habe ich auch ein gewisses Verständnis.
Trotzdem kaufe ich digital vorwiegend die GOG oder Humble Bundle Versionen, weil ich meine Freiheit mag sie jederzeit ohne Registrierung überall nutzen zu können.
Ich komm aber auch nicht auf die Idee meine Humble Spiele wieder verkaufen zu wollen.
Und als Sammler mag ich auch meine Wii und PS2 Spiele, die ich teilweise auch gebraucht gekauft habe. Wenn ich Geldsorgen habe, bin ich vielleicht auch mal froh, wenn ich sie wieder verkaufen kann. So ist es nicht.
Ich glaube wir werden diese Generation noch ein ziemliches hin und her bei dem Thema erleben und die nächste Gen setzt dann einfach auf Online Streaming und die Sache ist gegessen. Man hat als Kunde dann kaum mehr Einfluss.
Man wird ein Abo abschließen wie zum Fernsehen und für 30-50€ im Monat alles On-demand zocken können.
Der Anbieter wählt die Spieleinhalte aus und zahlt an die Publisher dafür fixe Abgaben.
Mir gehört nichts aber ich kann alles erleben wie beim Fernsehen eben. Entweder durch Werbung subventioniert oder eben ohne und dafür teurer.
Da bin ich mir zu 99% sicher. Und in 30 Jahren wird es ganz normal sein.
Heißt nicht, dass ich es geil finde. Ich mag die Retro/Sammelkultur. Und die ist damit tot bzw. beschränkt sich auf die paar ersten Generationen.
@ danke Richfield!
Ich fühl mich auch manchmal einsam... :wink: Dabei war ich gar kein Einzelkind.