Und Spec Ops ein Shooter weit, weit unter dem Durchschnitt. Es orientiert sich hier zweifelsohne an CoD. Interessant finde ich allerdings das viele versuchen es zu kopieren, das auch in punkto Gameplay 1:1 tun, aber das Ergebnis trotzdem weit unter dem Niveau von CoD ist. Das trifft auch und grade auf Spec Ops mit seinem austauschbaren Art Design zu. Und was bleibt nun noch? Die Story mit ein paar Entscheidungsmöglichkeiten? Das ist sicher eine tolle Sache wenn man das eigentliche Spiel vollkommen außer acht lassen kann.Deponia ist im Grunde aber ein stinknormales Adventure.
Deutscher Computerspielpreis: 2013: Deponia schlägt Dubai
Moderatoren: Moderatoren, Redakteure
- Xris
- Beiträge: 13777
- Registriert: 29.10.2006 11:35
- Persönliche Nachricht:
Re: Deutscher Computerspielpreis: 2013: Deponia schlägt Duba
- Temeter
- Beiträge: 18065
- Registriert: 06.06.2007 17:19
- Persönliche Nachricht:
Re: Deutscher Computerspielpreis: 2013: Deponia schlägt Duba
okay, das hier ist auch ein doppelpost. sorry.
Zuletzt geändert von Temeter am 25.04.2013 22:16, insgesamt 1-mal geändert.
- bondKI
- Beiträge: 5207
- Registriert: 11.05.2007 19:38
- User ist gesperrt.
- Persönliche Nachricht:
Re: Deutscher Computerspielpreis: 2013: Deponia schlägt Duba
Die Deponia Reihe ist nicht nur das beste P&C der letzten Jahre, es ist auch um Welten besser als Spec Ops: The Line. Während man bei Spec Ops alles in allem nur ein durchschnittliches Spiel hat (vorallem macht es fast gar nichts besser als die meisten 3rd person shooter der letzten Jahre), ist alleine der Humor in Deponia schon herrlich. Dazu dann noch der nette Grafikstil und schon hat man einen verdienten Sieger.
Warum man sich deshalb aufregt ist mir ein Rätsel.
Warum man sich deshalb aufregt ist mir ein Rätsel.
- Temeter
- Beiträge: 18065
- Registriert: 06.06.2007 17:19
- Persönliche Nachricht:
Re: Deutscher Computerspielpreis: 2013: Deponia schlägt Duba
@5Finger:
Was denke ich noch am offensichtlichsten ist: Das du in einem Konflikt nicht immer die Wahl hast. Das eine der Diskrepanzen zu den CoDs. Dort kannst du dich immer darauf verlassen, dass deine Objectives den einzigen Weg zeigen und dein Handeln immer gerechtfertigt ist oder in RPGs, in denen es immer Möglichekeiten für gute Enden gibt, die dir sehr deutlich präsentiert werden. Das Spiel setzt darauf an, dass man in der Situation verantwortungslos wie in einem CoD handelt. Und dann kriegst du die Quittung.
Wies gesagt, abgesehen davon natürlich, das im Leben nicht immer verschiedene Wahlmöglichkeiten zur Verfügung stehen, im Krieg sterben eben Zivilisten. Dass du im Grunde genauso ein Schlächter bist wie deine Feinde. Das wollen andere Shooter ja immer kleinreden und dich Gut und Mächtig fühlen lassen. Spec Ops versucht mehrmals zu zeigen, wie armselig sowas im Grunde ist. Vor allem im Hintergrund vor realen Konflikten.
@Xris: Wenn du jeden Teil einzeln analysierst, kommen viele Spiele sehr schlecht weg. So ein Spiel musst du entweder als komplettes Produkt nehmen, oder gar nicht. Die Stadt soll wie ein üblicher künstlicher Ort für den Konflikt wirken, nur dass das hier anfangs noch deutlicher wirkt. Später werden die Umgebungen aber immer einzigartiger, und vor allem für eine Wüstenstadt, absurder. Und die Entscheidungskritierien sind spärlich, weil sie dich umso mehr dazu bringen sollen, dein Handeln zu hinterfragen. Das Ding ist komplett auf ein Erlebnis ausgelegt.
Wenns spätestens nach den ersten 2 Stunden nicht Klick macht, wird man es vermutlich nicht genießen und wird damit auch keine gute Unterhaltung haben. Ist auch okay, das ist das Risiko bei so einem Spiel. Deswegen kann man es fast auf eine Stufe Kunstspielen stellen. Und das finde ich ist etwas, das man belohnen sollte. Nicht Spiele für die Maße und den kleinsten Nenner, sondern Projekte, bei denen alles auf ein Ziel ausgerichtet ist.
Ich meinte, dass das von den Entwicklern beabsichtigt war, und nicht Faulheit ist. Da kann man viel interpretieren, einige Sachen wurden auch von Entwicklern im Interview gesagt, kp was die orgininale Idee dahinter ist.Natürlich war das Teil der Szene. Das gleiche passiert ja auch mit dem CIA Mann. Warum hab ich da keine Wahl?
Was denke ich noch am offensichtlichsten ist: Das du in einem Konflikt nicht immer die Wahl hast. Das eine der Diskrepanzen zu den CoDs. Dort kannst du dich immer darauf verlassen, dass deine Objectives den einzigen Weg zeigen und dein Handeln immer gerechtfertigt ist oder in RPGs, in denen es immer Möglichekeiten für gute Enden gibt, die dir sehr deutlich präsentiert werden. Das Spiel setzt darauf an, dass man in der Situation verantwortungslos wie in einem CoD handelt. Und dann kriegst du die Quittung.
Wies gesagt, abgesehen davon natürlich, das im Leben nicht immer verschiedene Wahlmöglichkeiten zur Verfügung stehen, im Krieg sterben eben Zivilisten. Dass du im Grunde genauso ein Schlächter bist wie deine Feinde. Das wollen andere Shooter ja immer kleinreden und dich Gut und Mächtig fühlen lassen. Spec Ops versucht mehrmals zu zeigen, wie armselig sowas im Grunde ist. Vor allem im Hintergrund vor realen Konflikten.
Dazu kamen dann noch die (für mich) unerklärlichen Logiklücken.
Spoiler
Show
Stimmt es, das ist nachträglich ziemlich unsinnig. Aber derartige Logik hast du oft in Spielen, genau wie Büchern und Filmen. Die haben ihre ganze eigenes Sytem, nach denen Menschen handeln. Fight Club lässt grüßen. Hätte man aber besser umsetzen können, da hast du recht.
Und die ganzen Leute waren nicht tot. Nach dem fehlgeschlagenen Versuch mit der Armee aus der Stadt zu fliehen sind wenige zurückgekehrt, und die waren völlig fertig. Konrad hatte nun endgültig seinen Nervenzusammenbruch, was zur Zersplitterung der Truppen in zwei Lager führt. Böse ist, dass das im Spiel eins nie offen erklärt wird. Aber die, die sich gegen Konrads Regime gewehrt haben, hängen die US-Flagge falschrum auf. Abgesehen davon versuchen die Zivilisten einfach zu überleben, es hat sich dazu mit Hilfe der CIA-Agenten eine Miliz aufgebaut. Dann kommst du und machst alles kaputt.
Und die ganzen Leute waren nicht tot. Nach dem fehlgeschlagenen Versuch mit der Armee aus der Stadt zu fliehen sind wenige zurückgekehrt, und die waren völlig fertig. Konrad hatte nun endgültig seinen Nervenzusammenbruch, was zur Zersplitterung der Truppen in zwei Lager führt. Böse ist, dass das im Spiel eins nie offen erklärt wird. Aber die, die sich gegen Konrads Regime gewehrt haben, hängen die US-Flagge falschrum auf. Abgesehen davon versuchen die Zivilisten einfach zu überleben, es hat sich dazu mit Hilfe der CIA-Agenten eine Miliz aufgebaut. Dann kommst du und machst alles kaputt.
Wenns spätestens nach den ersten 2 Stunden nicht Klick macht, wird man es vermutlich nicht genießen und wird damit auch keine gute Unterhaltung haben. Ist auch okay, das ist das Risiko bei so einem Spiel. Deswegen kann man es fast auf eine Stufe Kunstspielen stellen. Und das finde ich ist etwas, das man belohnen sollte. Nicht Spiele für die Maße und den kleinsten Nenner, sondern Projekte, bei denen alles auf ein Ziel ausgerichtet ist.
Zuletzt geändert von Temeter am 25.04.2013 22:18, insgesamt 2-mal geändert.
- Temeter
- Beiträge: 18065
- Registriert: 06.06.2007 17:19
- Persönliche Nachricht:
Re: Deutscher Computerspielpreis: 2013: Deponia schlägt Duba
sorry, doppelpost. irgendwie ist heut bei mir der wurm drin
-
unknown_18
- Beiträge: 26973
- Registriert: 05.08.2002 13:11
- Persönliche Nachricht:
Re: Deutscher Computerspielpreis: 2013: Deponia schlägt Duba
Die News erinnert mich gerade daran, dass ich Deponia noch spielen muss. Ich liebe die Daedalic Adventures, hat so was von Retro Feeling und ich muss mich nicht darüber aufregen was aus den anderen Genres inzwischen geworden ist, vor allem aus dem mit den 6 großen Buchstaben...
Ich finde die Entscheidung gut, bloß keinen Preis für irgend einen dämlichen Shooter.
Ich finde die Entscheidung gut, bloß keinen Preis für irgend einen dämlichen Shooter.
- HanFred
- Beiträge: 5330
- Registriert: 09.12.2009 10:55
- Persönliche Nachricht:
Re: Deutscher Computerspielpreis: 2013: Deponia schlägt Duba
Witzig, wie unterschiedlich man das sehen kann. Schlecht finde ich es keinesfalls, aber von den Daedalic-Spielen, die ich bisher kenne (das sind einige, aber nicht alle), finde ich Deponia das schwächste Spiel. Es ist IMHO einfach weniger originell als andere.bondKI hat geschrieben:Die Deponia Reihe ist nicht nur das beste P&C der letzten Jahre, ...
-
Armin
- Beiträge: 2667
- Registriert: 30.01.2003 13:05
- Persönliche Nachricht:
Re: Deutscher Computerspielpreis: 2013: Deponia schlägt Duba
Aber The Line ist in Dubai verboten, das haette man doch mal honorieren koennen! 
Wenn man das bedenkt, sollte die Headline "Deponia rettet Dubai" heissen.
Wenn man das bedenkt, sollte die Headline "Deponia rettet Dubai" heissen.
