Splinter Cell: Blacklist: Raymond über Komplexität und Zielgruppen

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Hahle
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Re: Splinter Cell: Blacklist: Raymond über Komplexität und Z

Beitrag von Hahle »

USERNAME_1639154 hat geschrieben:
Hahle hat geschrieben:Die Frau hat recht. Die Zukunft der Computerspiele heißt GZSZ. Damit macht man Schotter
... aber ohne mich.
Der Trend ist ja seit einiger Zeit eindeutig und ich wüßte leider nicht, wie man ihn verhindern könnte. Sei's drum, ein paar Lichtblicke im Spielebereich wird es ja auch in Zukunft geben, auch wenn die dann wahrscheinlich nicht Splinter-Cell heissen.
Ich werde zukünftig noch penibler auswählen (als ohnehin schon) und hab dann dafür mehr Zeit für andere Dinge, was ja auch nicht schlecht ist.
Ins Kino gehe ich heutzutage ja auch nur noch höchstens 2-3 Mal im Jahr und kann gut damit leben.

dir kann ich nur meinen antwort-post an muecke-the-lietz empfehlen. man muss ab und an einfach mal die augen aufmachen.
die leute beschweren sich hier über aaa, sind aber offensichtlich nicht dazu fähig, mal etwas anderes zu spielen. das ist, als ginge man in ein restaurant, in dem man sich immer wieder die gleich pizza bestellt, obwohl die einem überhaupt nicht schnmeckt. wie wäre es mal mit einem blick auf die karte?
man muss sich bei derlei nachrichten nicht gleich berufen fühlen, sein hobby an den nagel zu hängen. aaa ist nicht alles, werte damen und herren.
das gleiche gilt für das thema film: es gibt hunderte filme, die sich im kino anzuschauen lohnen. und das sind keine blockbuster. auch hier wäre es dämlich zu sagen "kino ist nichts für mich, weil blockbuster mir nichts mehr geben". es gibt auch filme fernab des mainstreams.

edit: bei solche posts ist man dazu geneigt zu glauben, der film hätte das spiel inzwischen so weit beeinflusst, dass dies auch auf den spieler abfärbt: auch er entdeckt das drama.

Wieso denn Drama? Mich stört halt nur, daß das ursprüngliche Spielprinzip, vorsichtig und vollkommen unterlegen vorgehen zu müssen, gekippt wurde, um Tempo und Action in das Spiel zu bringen. Hatte eigentlich immer das Gefühl, daß sich dieser Trend schon durch die gesamte Splinter-Cell-Reihe hindurch zeigte. Splinter Cell war immerhin optisch immer der Stealth-Spitzenreiter. Spielerisch gefällt mir aber immer noch der 1. Teil am besten (evtl. auch Teil 2, schwierig auf die Schnelle).
Ein Thief 1 hat so einige Spieler die ich kenne schon im ersten Level gelangweilt (damals, lang is her :) ). Die gleichen Leute waren kürzlich dann erst ganz begeistert vom neuesten Assassins Creed. Ich kann also schon verstehen, daß viele Spieler Tempo und ein leicht zugängliches Gameplay haben wollen. Für mich aber war Chaos Theory dann schon der Anfang vom Ende. Double Agent hat mich dann so enttäuscht, daß ich auf Conviction bis heute noch keine Lust hatte.
Der neue Teil von Splinter Cell würde mir mit Sicherheit mehr Spass machen als Mohrhuhn-Schießen, aber wenn ich Spannung haben möchte und richtigen Nervenkitzel, dann wird das Zimmer abgedunkelt und ich spiele eine gute Thief-Mod.
Ob aaa oder nich war mir eigentlich immer herzlich egal (wofür steht'n das Kürzel eigentlich - is dass der 100 Mio. $ Feinschliff zusätzlich zum Anti-Aliasing? :) ).
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zipit
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Re: Splinter Cell: Blacklist: Raymond über Komplexität und Z

Beitrag von zipit »

an_druid hat geschrieben:
zipit hat geschrieben:..Man kann nicht von heute auf morgen die Matrix zum Mitspielen erwarten, aber eine Spielfigur die sich ihrer Umgebung bewusst ist und sich situativ passend duckt, springt oder anlehnt wäre ein Schritt vorwärts, auch wenn das einige vielleicht im konkreten Fall als Bevormundung empfinden..
Ich denke das Stichwort wäre hier Handlungsfreiheit, den alle Aktionen sind Situativ bezogen die du in einem Spiel eben gerade in dieser Situation ausfühst. Wenn also deine Spielfigur situative Automatismen enthält, welche Handlungsfreihet bzw Handlung oder sagen wir herausfordernde Interaktionsmöglichkeiten möchtest du den zum ausgleich als Spieler, außer Laufen,Zielen und Schießen?
Naja, es kommt auf den Spielinhalt und Formulierung an denke ich. Wer ein traditionelles Schleichspiel möchte, wird mit solchen Automatismen sicher nicht glücklich. Prinzipiell halte ich aber mehr Bewegungsvielfalt für vorteilhaft, der katzenhafte Hüpfer auf einen Podest oder über eine Geländer könnte für meinen Geschmack durchaus automatisiert sein, solange der Sprung über den Abgrund eine Entscheidung des Spielers bleibt. Eigentlich finde ich besonders diese Reck- und Hangelübungen, die gerne in Rollenspielen und Shootern verordnet werden enorm nervig. Einparken, Auslösen, Warten. Doof.

Im Alltag entscheidet man sich ja auch nicht explizit 'die nächsten drei Stufen springe ich jetzt', sondern man 'hechtet' einfach die Treppe rauf. Möchte man über eine große Pfütze, ist der Sprung jedoch eine geplante Aktion.

Grade wenn es um Laufanimationen geht sind Spiele heute unfassbar reaktionär. Besonders das Abbremsen aus vollem Lauf oder der Übergang in den Sprung schauen oft aus, als würde man einen Laster steuern und nicht einen Menschen. Hier ist heute schon technisch viel mehr machbar. Auf CGTalk gab es zum letzten AC ein paar Einblicke von Ubi-Artists zu Connor und seinen Bewegungsabläufen und auch wenn vieles noch statisch ist, denke ich dass man da bei Ubisoft auf dem richtige Wege ist.
Slayer123
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Re: Splinter Cell: Blacklist: Raymond über Komplexität und Z

Beitrag von Slayer123 »

hilfe, ich muss beim spielen denken... 8O mein gott bin ich froh, dass ich nicht zur zielgruppe von 95% der aaa-titel gehöre :lol:
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lAmbdA
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Re: Splinter Cell: Blacklist: Raymond über Komplexität und Z

Beitrag von lAmbdA »

Sorry, aber...die soll 38 sein? Auf dem Bild sieht sie aus wie ein Teenie :O
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FlyingDutch
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Re: Splinter Cell: Blacklist: Raymond über Komplexität und Z

Beitrag von FlyingDutch »

lAmbdA hat geschrieben:Sorry, aber...die soll 38 sein? Auf dem Bild sieht sie aus wie ein Teenie :O
Ich weiss ja nicht, was du für 38jährige kennst, ich hätte sie allerdings schon auf 35 geschätzt. Mag natürlich auch von der Perspektive abhängen.

Letztenendes hat sie ja auch leider Recht mit dem was sie sagt:
"Es gebe einen großen Unterschied zwischen der lautstarken Minderheit und der Mehrheit der Spieler. Annahmen auf Basis von Forenposts würden sich von Nutzernanalysen unterscheiden. "
Davon gehe ich mal stark aus. Wie sonst können Verkaufszahlen wie bei einem Sim City oder einem RE6 entstehen ? Es ist im Grunde wie beim Release von Diablo III, als sich gefühlt jeder Forennutzer über den Infernomodus beschwerte (zu schwer, zu leicht - man war sich wie üblich uneinig). Dann veröffentliche Blizzard Zahlen, die belegten, dass gerade einmal 2% aller Spieler den Infernomodus überhaupt erreicht haben.
Jemand anderes sagte es bereits: Der Großteil der Spielekonsumenten möchte nichts andere als effektüberladene, durchgescriptete, leicht verdauliche Kost. Wir Alt-Spieler hingegen wurden von unserem eigenen Hobby überholt, schreien dafür aber (und nicht ganz unberechtigt) umso lauter.

Daran hat sicher keiner gedacht, als er sich eine größere gesellschaftliche Akzeptanz für Videospiele wünschte. Ich jedenfalls nicht, und nun darf ich das, was früher einmal Videospiele für mich ausgemacht haben, mit der Lupe im Massenmarkt suchen.
Refizul
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Re: Splinter Cell: Blacklist: Raymond über Komplexität und Z

Beitrag von Refizul »

FlyingDutch hat geschrieben: Davon gehe ich mal stark aus. Wie sonst können Verkaufszahlen wie bei einem Sim City oder einem RE6 entstehen ? Es ist im Grunde wie beim Release von Diablo III, als sich gefühlt jeder Forennutzer über den Infernomodus beschwerte (zu schwer, zu leicht - man war sich wie üblich uneinig). Dann veröffentliche Blizzard Zahlen, die belegten, dass gerade einmal 2% aller Spieler den Infernomodus überhaupt erreicht haben.

Jemand anderes sagte es bereits: Der Großteil der Spielekonsumenten möchte nichts andere als effektüberladene, durchgescriptete, leicht verdauliche Kost. Wir Alt-Spieler hingegen wurden von unserem eigenen Hobby überholt, schreien dafür aber (und nicht ganz unberechtigt) umso lauter.

Daran hat sicher keiner gedacht, als er sich eine größere gesellschaftliche Akzeptanz für Videospiele wünschte. Ich jedenfalls nicht, und nun darf ich das, was früher einmal Videospiele für mich ausgemacht haben, mit der Lupe im Massenmarkt suchen.
Das erklärt dann aber nicht wieso RE6 sich millionenfach schlechter verkauft als seine Vorgänger (~2 - 3 Millionen unterschied obwohl mehr Plattformen). Oder wieso zB.: die Verkäufe von Dragon Age2 extrem eingebrochen sind als die Spieler selbst ihr Urteil abgegeben haben. Selbst wenn sich ein Spiel vor bzw. bei dem Release millionenfach verkauft und von der Presse hochgejubelt wird heißt das nicht die Käufer können es nicht als schlecht einstufen und die Fortsetzung meiden. Der so oft zitierte Mainstream ist bei weitem nicht so einfach zu bedienen wie es viele Glauben. Ein gutes Beispiel sind doch auch die beiden aktuellen GoW Titel die keinesfalls schlecht oder unbekannt sind aber trotzdem weit unter den Erwartungen bleiben.
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zipit
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Re: Splinter Cell: Blacklist: Raymond über Komplexität und Z

Beitrag von zipit »

FlyingDutch hat geschrieben: [...] Der Großteil der Spielekonsumenten möchte nichts andere als effektüberladene, durchgescriptete, leicht verdauliche Kost. Wir Alt-Spieler hingegen wurden von unserem eigenen Hobby überholt, schreien dafür aber (und nicht ganz unberechtigt) umso lauter. [...] was früher einmal Videospiele für mich ausgemacht haben, mit der Lupe im Massenmarkt suchen.
Spiele sind Unterhaltung, Popkultur. War früher so und ist heute so, auch wenn hier Einige regelmäßig Spiele in den Stand der bildenden Künste schwafeln wollen. Die Prämisse des kulturell höheren Anspruchs Spiele der Generation von 'früher' ist reine Wunschvorstellung, bzw lupenreiner Konservatismus.

Übrigens, Desura und so soll helfen, wenn man gerne ohne herablassende Attitüde in Erinnerungen schwelgt. Wenn du nur den Mainstream siehst, dann hat das wohl den Grund das du mittlerweile selbst Teil des scheinbar so von dir verachteten Mainstreams bist. Die Vielfalt war nie größer als heute.
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Comsite
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Re: Splinter Cell: Blacklist: Raymond über Komplexität und Z

Beitrag von Comsite »

Mal wieder ein Schlag in die Fresse für die Gamer.
Es nervt nur noch, diese inszenierten Schlauchspiele mit Knöpfchendrücken. Spiele wie das neue Tomb Raider, diverse Shooter, Assassins Creed, oder auch das neue Hitman... Alles viel zu voraussehbar, man spielt kaum noch aktiv mit...

Und nun meint Raymond, die Assassins-Creed Werbefigur mit Brüsten, dass die Spiele noch actionlastiger vollgeladen mit "penk penk" werden sollen, klasse.

Mir machen alte und simple Spiele (Command&Conquer, Nintendo-Emulatoren, FIFA) momentan wirklich mehr Spaß, weil dort mein Knöpfchendrücken sich noch wirklich auf das Spiel auswirken und nicht eine weitere Filmsequenz einleitet.
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schockbock
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Re: Splinter Cell: Blacklist: Raymond über Komplexität und Z

Beitrag von schockbock »

Bevor der Tag zuende geht, noch ein kleines Lob an 4players:

Heut war's wirklich jedes Mal eine Freude, sich auf Eure Seite zu laden :)
SO muss Klickgenerierung aussehen.
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mindfaQ
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Re: Splinter Cell: Blacklist: Raymond über Komplexität und Z

Beitrag von mindfaQ »

Vercasualisierung :D

Gut, dass mir der ganze Mist am Arsch vorbeigeht, solange es Dota 2 gibt. Dort gibt immer etwas dazuzulernen oder herauszufinden.
iLLe89
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Re: Splinter Cell: Blacklist: Raymond über Komplexität und Z

Beitrag von iLLe89 »

So, muss nun auch mal meinen Senf dazu geben.

Bin hier schon etwas länger registriert und lese auch immer fleißig die News, habe aber noch nie kommentiert. Aber wenn ich so ein Statement schon wieder lese, bekomme ich echt das Kotzen...

Wird eine Wall-of-Text, nur so zur Vorwarnung^^

Habe alle Splinter Cell Games bislang durchgespielt und muss auch sagen, das für mich am meisten Spielspaß gebracht hat und was ich auch immer noch heutzutage ab und an im Co-op online gerne zocke ist einfach Chaos Theory, vielleich wenig überraschend, aber ist halt so.

Wie viele wahrscheinlich zustimmen werden, ging es mit Double Agent schon leicht bergab. Ich hatte damit auch noch meinen Spaß, obwohl mir dort auch einiges nicht gefiel. Zumindest konnte man aber noch halbwegs vernünftig schleichen.

Ich hab mich auf Conviction damals im Vorfeld sehr gefreut, kann aber heute auch nicht mehr genau sagen warum. Ich war vor ein paar Jahren vielleicht noch nicht so kritisch wie heutzutage, wo einem immer mehr Scheiße als die große Neuerung und das beste Feature aufgetischt wird. Auch Conviction hat mich noch gut unterhalten, obwohl es in der nachträglichen, objektiven Betrachtung natürlich mit Splinter Cell nicht mehr viel zu tun hatte.

So, um nun aber langsam wieder zum Thema zurückzukommen...^^

Ich habe nach vielem Sammeln von Infos, Anschauen von Gameplayvideos und Lesen von Forenposts im offiziellen Splinter Cell Forum, meiner Ansicht nach, einen guten Einblick bekommen, was ich von Blacklist erwarten kann/darf.

Ich glaube schon jetzt kann man sagen, dass es sicherlich NICHT so ein reduziertes Spiel wie Conviction wird, in dem ja wirklich elementare Dinge wie Körper zu verstecken oder anpassbare Lauf- und Gehgeschwindigkeiten nicht existent waren. Es wird für mich persönlich ein besseres Game als Conviction, da gibt es keinen Zweifel.

Jetzt kommt das ABER....

Mir gefällt die Richtung, die sie mit Splinter Cell seit Conviction einschlagen überhaupt nicht. Auch wenn das neue Game jetzt natürlich wieder viele altbekannte Sachen wiederbringt, die man in Conviction vermisst hat (Körper Tragen, anpassbare Lauf- und Schleichgeschwindigkeit, Closer than Ever - CT lässt grüßen..., richtige Missionen mit vorheriger "Loadout"-Wahl, Gegner K.O. schlagen und NICHT töten müssen!, usw.), so gibt es auch gleichzeitig noch so viele Bedenken, die sich auch nicht zerstreuen lassen.

Es sind vor allem einige Designentscheidungen, die ich "marketingtechnisch" natürlich nachvollziehen kann, weil Ubisoft hier anscheinend, genau wie Capcom mit RE6 zuletzt, das Call of Duty-Geld abgreifen will. Deswegen werden so viele offensichtlich dumme, in der Spielwelt überhaupt keinen Sinn ergebende Dinge in Blacklist eingebaut, da könnte ich den ganzen Tag drüber "nerdragen", vor allem als Fan von so spielen wie Chaos Theory.

Fängt schon damit an, dass ein Entwickler in einem "Devblog-Video" über das Gamedesign usw. redet. Da wird dann bisschen über die Mechaniken gesprochen, das übliche blabla halt. Dann erzählt er ganz stolz davon, dass sie ca. um die 90 Nahkampfmove-Animationen im Spiel haben werden. Also praktisch 90 verschiedene Nahkampfkills und K.O-Schläge, die halt random getriggert werden, wenn man nen Gegner K.O. schlägt oder mit dem Messer tötet. Hört sich natürlich erstmal toll an, aber wenn man mal genauer drüber nachdenkt, ist es total unnötig und auch unsinnig. Die Ressourcen an Entwicklungszeit hätten sie lieber woanders reinstecken können. Denn so toll die Abwechslung an moves ist, so unnötig ist diese zugleich, weil es wie bereits gesagt, in der Spiellogik keinen Sinn macht.

Hier wird mal wieder mit Zahlengewichse versucht möglichst viele Kunden ins Boot zu holen, die sich denken: "Oh fuck, 90 moves, olololol, ich take diesen dude mal mit meinem random animated CoD-Elite-Soldier move im style-modus out und komm mir cool dabei vor!!!11elf"
Das ist einfach Masse statt Klasse. Ich will nicht abschweifen, aber einige Leute hier, die schon ein paar dieser moves in einigen Gameplayvideos gesehen haben, werden vielleicht verstehen was ich meine. Die moves sind super animiert und choreographiert, keine Frage, aber sie sind total sinnfrei.
Denn man sollte nicht vergessen, dass man einen Spion/Agent spielt, der versucht, möglichst UNAUFÄLLIG, zumindest möchte ICH das, durch die Aufträge zu kommen.

Aber da schlägt man dann nicht wie in Chaos Theory ne Wache von hinten beim Anschleichen mit der Faust K.O., nene wär ja zu uncool und unspektakulär. Da macht Fisher dann irgendeinen Kick in das Gesicht des Gegners, während er ne Rückwärtsrolle macht, um dabei möglichst stylisch zu sein. Also viel Akrobatikzeug im Nahkampf, das a) viel länger dauert, als die Wache einfach K.O. zu schlagen und b) viel mehr auffallen würde, weil er da irgendwelche dancemoves an den Gegner vorführt, was total lächerlich rüberkommt.

Das ist nur ein Beispiel und dazu kann ich schon nen Roman schreiben. Gibt noch einige weitere Gameplaymechaniken, die mich nerven, aber lassen wir das.

Und ja, dass Michael Ironside nicht mehr Fisher spricht nervt auch!
In letzter Zeit versuchen immer mehr Studios diese Sache zu verkaufen, dass der Motion Capture Actor ja auch jetzt bitte immer gleich die Stimme auch mit liefern muss, weil das ist jetzt halt so, das macht mehr Sinn, dass der das gleich mit einspricht während der Performance und blablabla.
Ist wohl eher ne Geldfrage, weil Ironside dann natürlich extra Geld kriegen würde, während der neue Sprecher, natürlich eh schon Kohle für das Mocap bekommt, und da macht er dann halt Voiceover auch gleich mit.

Vielleicht haben sie aber auch einfach gemerkt, dass die Ironside-Stimme einfach nicht zu dem Fisher passt, der hier mit seinen eigentlich 50er Jahren wie nen junges Reh agiler denn je, wie nen Charakter in Assassins Creed rumhopst. I see what you did there Ubi -_-
Diese Milchbubi-Stimme passt jedenfalls kein Stück zu Fisher, einfach vom Alter und der Tonlage nicht.

Könnte noch diverse Absätze schreiben, was ich scheiße finde. Ich denke trotzdem, dass die positiven Punkte überwiegen, aber der größte Abturner sind halt wirklich diese lächerlichen, total schnellen, agilen moves, als ob er nen 20 Jähriger Parkour oder Freerunner währe...

Ach so bevor ich es vergesse, zum Gameplay:
Obwohl von Jade Raymond dieser Kommentar gekommen ist, von wegen massentauglich und es sei zu schwer usw. kann man glaube ich dennoch recht dankbar darüber sein, wie sie es in Blacklist umgesetzt haben.

Sie machen es ja nun so, dass es jetzt diesen Fokus auf die 3 Playstyles gibt, Ghost, Panther und Assault. So kann man es zumindest noch schleichend spielen, so wie wir es ja eigentlich alle wollen.
Sie hätten auch einfach mega arschlochig strikt die Conviction-Rute weiter fahren können und einem wieder keine Option geben, ob man tötet oder nicht. Denn ehrlich gesagt war es bei Conviction gehopst wie gesprungen ob man gesehen wird oder nicht, hatte eh null Konsequenz.

Natürlich wollen sie durch die 3 Playstyles so ein bisschen die eierlegende Wollmilchsau sein und keinen verärgern, aber ich denke, das ist der einzige logische Kompromiss, der sich mit den Hardcorefans halbwegs vereinbaren lässt. Nach Conviction release gab es schon mehrere Interviews und Aussagen von dem Game Director damals, Maxime Beland glaube heißt er, dass man diese Richtung aus Conviction weiterführen wird fürs nächste SC.
Ich zumindest bin dankbar, dass es jetzt so ist wie in Blacklist. Hätte auch ganz leicht zu einem Conviction 2.0 verkommen können.

So und zum Abschluss jetzt zu Jade und ihren sehr gehaltvollen Wortergüssen.

Bemerkt man ja heutzutage immer und immer wieder, dass meistens von Publishern, Studiochefs und auch von den Entwicklern selbst irgendwelche dummen, schon 100 mal zuvor von anderen Leuten genannten, weichgespülten, von schwachsinnigem Inhalt gefüllten PR-Phrasen als die neue Erkenntnis verkauft werden. Ich kann es einfach nicht mehr hören, und es macht mich wirklich traurig und wütend als Spieler immer mehr solchen Dünnschiss lesen zu müssen, den die sich aus dem kleinen Finger oder so saugen.

Vor allem kann ich wirklich in aller Ernsthaftigkeit nicht nachvollziehen, was die Leute mit solchen Aussagen erreichen wollen.

Viele Freunde sammeln sie mit diesen Kommentaren und Äußerungen jedenfalls nicht, außer sie wollen nen noch schlechteren Ruf als EA haben, kann ja auch sein, dass sie Bock darauf haben.
Zumindest unter den Spielern, die Splinter Cell immer supportet haben, weil es anders war und nicht wie jedes andere Game auch, werden sie sich keine Freunde machen.

Ich meine, wer hat sich bis Chaos Theory hin, alle SC games gekauft weil er nen Action Shooter mit Spy/Agenten Flair haben wollte? Ich denke eher die Wenigsten. Die Meisten wollten ein geiles Stealth Spiel, das ist ja auch das, was die Serie groß gemacht hat und vor Allem auch das Verkaufsargument war. Ich habe mir Splinter Cell nie gekauft, weil ich nen geilen Shooter wollte, sondern ein STEALTH GAME, think about it!

Ist ja nicht so, als ob es gute Stealth Games ohne Ende gibt, wie Shooter.
"Mark of the Ninja" sei hier mal hoch gepriesen *Schleichwerbung inc *

Wer liest solche Kommentare von Entwicklern und Publishern denn ernsthaft und denkt sich so:
"Fuck, die Frau hat vollkommen Recht, die spricht mir echt aus der Seele, schön dass endlich mal jemand die Eier hat, das zu sagen, was sich keiner traut. Die heutigen Spiele sind einfach zu schwer. Ich möchte mich nicht in irgendwelche Anleitungen, Guides oder Tutorials reinlesen. Ich will es hart, schnell, actionreich und am Besten so, dass mein Schwanz den Controller bisschen bedient, während ich durch die Bombastaction am Bildschirm und durch Jade natürlich :D, nen Orgasmus kriege!"

Job done, you earned my money Jade, now undress for me :D

Bin gerne für Kritik und Anmerkungen offen und hoffe jemand liest das Alles xD

Mfg iLLe
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Re: Splinter Cell: Blacklist: Raymond über Komplexität und Z

Beitrag von hierunddaundueberall »

Culgan hat geschrieben:Ich wage hingegen zu bezweifeln, dass es Männer gibt, die nicht so sind.
Hand auf Herz Jungs, ihr wisst ganz genau was in euren Köpfen vorgehen würde.
Ich bin ein Mann und ich bin nicht so. Manche Männer (wer hätte es gedacht) kommen tatsächlich irgendwann aus der Pubertät und hören damit auf alles bespringen zu wollen.
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KATTAMAKKA
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Re: Splinter Cell: Blacklist: Raymond über Komplexität und Z

Beitrag von KATTAMAKKA »

@ Graidareurl

Also ich habs gelesen . Du bist Gamer und du bist sauer und du bist nicht alleine mit deiner Meinung. Du bist sozusagen ein Teil der neuen Mehrheit :wink: Aber wie zum Teufel kommst du auf so einen ( Graidareurl ) User Name? Steckt da ne Geschichte dahinter? Wenn nicht erfinde eine :wink:

Aber hy habt ihr gestern das Bayern Spiel und heute das Dortmund Spiel gesehen. Einfach irre geil. :D
Zuletzt geändert von KATTAMAKKA am 25.04.2013 00:38, insgesamt 1-mal geändert.
iLLe89
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Re: Splinter Cell: Blacklist: Raymond über Komplexität und Z

Beitrag von iLLe89 »

@ KATTAMAKKA

Gott sei Dank, dass du fragst.

Ehrlich gesagt hab ich mir auch gedacht so, WTF ist das für ein username?

Das muss irgendnen Bug sein, weil mein 4P Profil Name ist iLLe89.
Irgendwas stimmt da ganz gewaltig nicht.

Bei allen usern wo ich das getestet habe und mal auf deren Namen geklickt habe, ist deren Forenname = deren 4P-Profilname. Nur bei mir nicht...

Also mein Profilname ist iLLe89 aber wenn ich im Forum bin steht da nicht auch iLLe89. Sondern halt dass ich als "Graidareurl" eingeloggt bin, WTF

Ich hab mir diesen komischen Namen nicht mal gegeben. Kann ich das irgendwo ändern, bzw weißt du woran das liegt xD?

Mfg iLLe89
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Re: Splinter Cell: Blacklist: Raymond über Komplexität und Z

Beitrag von KATTAMAKKA »

@iLLe89

Ja man kann seinen Namen ändern bzw. konnte es , habe aber leider keine Ahnung wie oder wo genau