Heavy Rain: "Experimentelle Spiele können kommerziell erfolgreich sein"

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Dan Chox
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Re: Heavy Rain: "Experimentelle Spiele können kommerziell er

Beitrag von Dan Chox »

8BitLegend hat geschrieben:L.A. Noire hatte generell zu viele Frustmomente und Try & Error Fallen, um wirklich Spaß zu machen. Einen Spannungsbogen und einen Spielfluss wie Heavy Rain kann das Spiel nicht bieten. Dazu kommt, dass es durch den GTA-Look falsche Erwartungen bei den Käufern weckte, so dass einige das Gefühl hatten in ihren Handlungsoptionen zu limitiert zu sein.
Das mag ja alles zustimmen - aber da wollte ich gar nicht drauf hinaus...
SixBottles
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Re: Heavy Rain: "Experimentelle Spiele können kommerziell er

Beitrag von SixBottles »

Dan Chox hat geschrieben:Tja, nur zu doof wenn man dann - Beispiel L.A. Noire - "Doubt" tippt und der werte Herr Detektiv das als Anlass nimmt, den Tisch umzuwerfen und "I KNOW YOU DID IT!" zu brüllen. Da lädt man doch lieber nochmal den Checkpoint von vor drei Stunden.
hehe
so wahr...

also ich bin auch für ein konsequenzreiches spielerlebnis aber dann muss es auch gut umgesetzt sein... siehe witcher oder TWD. aber bei la noire kam das von chox zitiertes erlebnis leider nicht nur einmal vor :/
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muecke-the-lietz
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Re: Heavy Rain: "Experimentelle Spiele können kommerziell er

Beitrag von muecke-the-lietz »

SixBottles hat geschrieben:
Dan Chox hat geschrieben:Tja, nur zu doof wenn man dann - Beispiel L.A. Noire - "Doubt" tippt und der werte Herr Detektiv das als Anlass nimmt, den Tisch umzuwerfen und "I KNOW YOU DID IT!" zu brüllen. Da lädt man doch lieber nochmal den Checkpoint von vor drei Stunden.
hehe
so wahr...

also ich bin auch für ein konsequenzreiches spielerlebnis aber dann muss es auch gut umgesetzt sein... siehe witcher oder TWD. aber bei la noire kam das von chox zitiertes erlebnis leider nicht nur einmal vor :/
bei solchen spielen lebe ich aber auch mit den konsequenzen, einfach, weil das gameplay stimmt. die faszination ist für mich ja beim the witcher 1 + 2 ne andere, es nochmal zu spielen, weil es mir spaß macht. naja, und zwei mal muss man das spiel mindestens spielen.
nur ist mir ein zweites mal durchspielen von heavy rain einfach zu blöd gewesen. l.a. noire fand ich übrigens auch nicht schlecht, aber das hatte mir auch zuviele fehler und gameplay leerstellen um es noch einmal durch zu spielen. da habe ich bei falschem verhörausgang auch nochmal neu geladen.

und bei anderen games wie rollenspielen lade ich halt neu, wenn ein kampf scheiße gelaufen ist und ich zuviele items verschwendet habe und beim zweiten mal einfach besser weiß, wie ich es machen muss. oder bei stealth games, wenn ich entdeckt wurde. da probiere ich denn so lange rum, bis ich es perfekt und ohne erwischt zu werden schaffe.
das würde ich aber nicht als beschiss bezeichnen, gerade wenn man jederzeit speichern kann.
und nur weil heavy rain jetzt kunst sein will, hindert mich das ja trotzdem nicht daran, es möglichst perfekt und ohne größere verluste durchzusspielen.

es wundert mich aber, dass ich hier der einzige zu sein scheine, der das gemacht hat, denn in meinem freundeskreis haben das alle ganz unabhängig voneinander auch so gemacht.
Solidus Snake
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Re: Heavy Rain: "Experimentelle Spiele können kommerziell er

Beitrag von Solidus Snake »

@muecke-the-lietz

Sry aber du hast das Spiel Heavy Rain einfach nicht verstanden. Du sollst ja "deine" Geschichte erleben mit Höhen und Tiefen. Ich z.b habe alle Enden gesehen aber immer auch die jeweilge Sache gespielt.
Mir wäre es im Traum nicht einfallgen bei Heavy Rain das Spiel zu beenden und das ganze nochmal zu versuchen. Da geht es ja nicht um irgend einen HighScore den man da ja nicht geschafft hat.

Bei L.A Noire war das das gleiche. Da habe ich auch erst normal die Missionen gemacht und später dann darauf geachtet alles 100% zu haben. Da hat man auch mehr vom Spiel.
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JunkieXXL
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Re: Heavy Rain: "Experimentelle Spiele können kommerziell er

Beitrag von JunkieXXL »

KATTAMAKKA hat geschrieben:Genau ein Resident Evil zum COD zu machen war ein Experiment, endlich sagt das mal einer :D
Und ein Exkrement wars auch.
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Vino
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Re: Heavy Rain: "Experimentelle Spiele können kommerziell er

Beitrag von Vino »

Todesglubsch hat geschrieben:Zuallererst, wie schon mehrmals geschrieben: Heavy Rain war nichts Neues. Interaktive Filme gab's schon vorher, und selbst wenn man den ganzen alten Schnodder ausstreicht, bliebe da immer noch Fahrenheit.

Zweitens: Heavy Rain war nur ne Aneinanderreihung von QTEs. Die "Entscheidungen" die man treffen konnte waren, wie bei Walking Dead, nur Schein. Man wurde immer wieder auf den roten Storystrang zurückgeschoben. Für einen *richtigen* Interaktiven Film erwarte ich auch Sackgassen oder komplett andere Enden. Aber nein, wir erfahren am Ende von HR immer wer der Mörder ist, auch wenn man sich absichtlich dämlich anstellt.
Da fällt es mir leicht, Logiklöcher etc zu verzeihen, weil ich einfach merke: da steckt irgendwo ein Stück weit Herz und Seele drin.
Tja bei mir ist es genau anders rum. Wenn man sowas wie HR macht, sollte man drauf achten KEINE Logiklöcher reinzubringen. Die versauten mir im Nachhinein nämlich einen Großteil der Story.
HR ist keineswegs so linear wie Walking Dead. Es gibt mehrere, sehr unterschiedliche Enden - und unterschiedliche Storyverläufe, weshalb wohl viele, die nicht alle Entscheidungsbäume gesehen haben, so viele Logiklöcher sehen wollen. Es gibt welche, ja, aber nicht so viele wie gerne behauptet.

Aber das spielt eigentlich keine Rolle: Der mutige Schritt, sowohl von HR als auch Walking Dead ist nicht die Technik, nicht die Poligon-Superlative, nicht die Art der Steuerung, nicht das Gameplay im Allgemeinen. Was die beiden Spiele von der Masse abhebt sind EMOTIONEN.
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muecke-the-lietz
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Re: Heavy Rain: "Experimentelle Spiele können kommerziell er

Beitrag von muecke-the-lietz »

Vino hat geschrieben:
Todesglubsch hat geschrieben:Zuallererst, wie schon mehrmals geschrieben: Heavy Rain war nichts Neues. Interaktive Filme gab's schon vorher, und selbst wenn man den ganzen alten Schnodder ausstreicht, bliebe da immer noch Fahrenheit.

Zweitens: Heavy Rain war nur ne Aneinanderreihung von QTEs. Die "Entscheidungen" die man treffen konnte waren, wie bei Walking Dead, nur Schein. Man wurde immer wieder auf den roten Storystrang zurückgeschoben. Für einen *richtigen* Interaktiven Film erwarte ich auch Sackgassen oder komplett andere Enden. Aber nein, wir erfahren am Ende von HR immer wer der Mörder ist, auch wenn man sich absichtlich dämlich anstellt.
Da fällt es mir leicht, Logiklöcher etc zu verzeihen, weil ich einfach merke: da steckt irgendwo ein Stück weit Herz und Seele drin.
Tja bei mir ist es genau anders rum. Wenn man sowas wie HR macht, sollte man drauf achten KEINE Logiklöcher reinzubringen. Die versauten mir im Nachhinein nämlich einen Großteil der Story.
HR ist keineswegs so linear wie Walking Dead. Es gibt mehrere, sehr unterschiedliche Enden - und unterschiedliche Storyverläufe, weshalb wohl viele, die nicht alle Entscheidungsbäume gesehen haben, so viele Logiklöcher sehen wollen. Es gibt welche, ja, aber nicht so viele wie gerne behauptet.

Aber das spielt eigentlich keine Rolle: Der mutige Schritt, sowohl von HR als auch Walking Dead ist nicht die Technik, nicht die Poligon-Superlative, nicht die Art der Steuerung, nicht das Gameplay im Allgemeinen. Was die beiden Spiele von der Masse abhebt sind EMOTIONEN.
Ja, diese Emotionen gehörten auch von Anfang an zur Vermarktung gerade von Heavy Rain. Schon mit den ersten Teasern war klar, dass man hier verstärkt auf Emotionen setzt, die nicht aus der Mottenkiste der Videospielklischees stammen. Und die Szene, wo man mit seinem Sohn einfach nur am Tisch sitzt und man merkt, dass die Welt von diesem Mann einfach total aus den Fugen geraten ist, gehört zu einer der großartigsten Videospieleszenen überhaupt.
Und diese sogenannten Logiklöcher sind gar nicht so frappierend wie gerne behauptet wird, da gibt es in ähnlichen Kinofilmen wesentlich schlimmeres.

Aber die Frage ist einfach, ob man sowas als experimentelles Spiel bezeichnen kann und vor allem mal, ob man in diesem Kontext universelle Aussagen treffen kann.
Heavy Rain war sicherlich ein Stück weit mutig, aber gerade diese emotionale Schiene wurde so dermaßen pervers vermarktet, der Titel war so dermaßen omnipräsent und das Werbebudget war so dermaßen hoch, dass ich immer noch glaube, dass der Erfolg von Heavy Rain nicht stellvertretend für alle experimentierfreudigen Games sein kann, sondern nur, dass etwas andere Spielkonzepte richtig vermarktet werden müssen. Und dass die Qualität stimmen muss. Und dann muss es auch immer noch irgendwie den Mainstream ansprechen. All das vereint Heavy Rain.
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Kumbao
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Re: Heavy Rain: "Experimentelle Spiele können kommerziell er

Beitrag von Kumbao »

Solidus Snake hat geschrieben:Bei L.A Noire war das das gleiche. Da habe ich auch erst normal die Missionen gemacht und später dann darauf geachtet alles 100% zu haben. Da hat man auch mehr vom Spiel.
Bei Heavy Rain gebe ich Dir recht, und genau so habe ich es auch gemacht. L.A. Noire ist da aber anders. Erstens gab es hier einen richtigen und einen falschen Weg, und nicht wie bei Heavy Rain oder The Walking Dead einfach Deinen Weg. Und zweitens hat das Spiel Dich permanent darauf aufmerksam gemacht, wenn Du etwas verpasst oder falsch gemacht hast. In Form von Statistiken am Ende. Aber vor allem durch das Einspielen dieser Sounds, wenn man beim Verhoer daneben lag. Da konnte ich irgendwie gar nicht anders, als jedes Mal neu zu laden. Das hat mich einfach zu sehr gewurmt.
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Batistuta
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Re: Heavy Rain: "Experimentelle Spiele können kommerziell er

Beitrag von Batistuta »

muecke-the-lietz hat geschrieben: Heavy Rain war sicherlich ein Stück weit mutig, aber gerade diese emotionale Schiene wurde so dermaßen pervers vermarktet, der Titel war so dermaßen omnipräsent und das Werbebudget war so dermaßen hoch, dass ich immer noch glaube, dass der Erfolg von Heavy Rain nicht stellvertretend für alle experimentierfreudigen Games sein kann, sondern nur, dass etwas andere Spielkonzepte richtig vermarktet werden müssen.
Wie kommst du darauf dass das Werbe-Budget so hoch war? Die haben doch nur ein paar Gameplay-Szenen gezeigt und daraufhin sind fast alle Games-Magazine und Redakteure freudig ausgerastet und haben für das Marketing gesorgt.
SixBottles
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Re: Heavy Rain: "Experimentelle Spiele können kommerziell er

Beitrag von SixBottles »

also ich bin der meinung, dass es auch nen fernseh-werbespot für gab...

und zeit im tv ist nicht gerade billig.
johndoe1044785
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Re: Heavy Rain: "Experimentelle Spiele können kommerziell er

Beitrag von johndoe1044785 »

laut wiki gingen ca. 23mio € für vertrieb UND marketing drauf, etwas mehr als 16mio € kostete die entwicklung des spiels.
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Batistuta
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Re: Heavy Rain: "Experimentelle Spiele können kommerziell er

Beitrag von Batistuta »

Les doch mal den Artikel zu dieser Diskussion hier, da sagt der 2. Chef von Quantic Dream doch dass die Produktion 22 Mio $ gekostet hat, das Marketing etwa 8 Mio und der Vertrieb 10 Mio.
johndoe1044785
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Re: Heavy Rain: "Experimentelle Spiele können kommerziell er

Beitrag von johndoe1044785 »

ich wollte den fragenden hier eine antwort geben...
johndoe730744
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Re: Heavy Rain: "Experimentelle Spiele können kommerziell er

Beitrag von johndoe730744 »

ja heavy rain war ein sehr gutes spiel

ich war während des spieles gefangen und total investiert

die storywendung hat mir jedoch 50% des spasses rückwirkend wieder genommen...sie war einfach nicht gut
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cM0
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Re: Heavy Rain: "Experimentelle Spiele können kommerziell er

Beitrag von cM0 »

Sehr schöne Aussage, hoffentlich nimmt sich der eine oder andere Entwickler bzw Publisher ein Beispiel daran. Heavy Rain war wirklich ein sehr gutes Spiel. Es hat sich nicht sonderlich gut verkauft im Vergleich zu AAA Titeln aber wenn Produktion, Werbung usw dafür nicht so teuer sind, kanns eben doch einen ordentlichen Gewinn geben.