Kurz, knackig, richtig.onewinged_angel hat geschrieben:Wenn Capcom durch ihre bisherigen Nischen nicht mehr bestehen kann ist das niemands Schuld als Capocoms selbst. Gesundschrumpfen oder verrecken.
Capcom: Gewinnerwartung halbiert, Umbau steht an
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- Kajetan
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Re: Capcom: Gewinnerwartung halbiert, Umbau steht an
- Asturaetus
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Re: Capcom: Gewinnerwartung halbiert, Umbau steht an
Mir ist schon bewusst, dass solche Großkonzerne ihre Geschäfsziele hauptsächlich an Wachstum (Umsatz/Gewinn) orientieren. Aber im Idealfall erfolgen Expansionsbemühungen aus einer sicheren Position heraus.Kajetan hat geschrieben: Eines der Probleme, vor denen die Majors heute stehen, wenn es nicht sogar DAS Hauptproblem ist, sind die aktuellen Marktbedingungen. Der Markt für Videospiele ist gesättigt, die immensen Umsatzwachstungsraten der Vergangenheit mit locker-lässig zweistelligen Zahlen jährlich (ein feuchter Traum für alle Anleger), die sind vorbei. Unwiederbringlich vorbei. Um hier noch Umsatzwachstum zu erzeugen ist ein Marketingaufwand erforderlich, der längst alle Dimensionen gesprengt hat.
Man bedient die Segmente/Märkte (die Nischen) auf denen man sich etabliert hat mit den gewünschten Produkten und expandiert in Neue Märkte oder schafft sich Alternative.
Was nützt es Wachstum im gesättigten Markt anzustreben mit Investitionshöhen, die den zu erwartenden Gewinn bei weiten übersteigen. Das Wahnwitzige an dem Ganzen ist doch das dies ein ebenso großes Risiko für das Unternehmen darstellt wie die Erschließung neuer Märkte (das Argument alternative Spielideen umzusetzen wäre zu risikoreich) - mit dem Unterschied das hier noch nicht einmal die Chance darauf besteht zukünftig Gewinn oder Wachstum einzufahren, sondern der Crash nur verzögert wird.
- JunkieXXL
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Re: Capcom: Gewinnerwartung halbiert, Umbau steht an
Das sehe ich eben anders. Gute Spiele müssen nicht viel Geld kosten. The Witcher 1 z.B. kostete ca 5 Mio Euro und ist eines der besten Action-Rollenspielen ever.The Incredible Hojo hat geschrieben:Problematisch dabei ist nur, was gute Spiele sind bzw. wie viele Kunden ein Spiel gut finden. Nimmst du die survival horror Fans als Maßstab, sind das zu wenig. Daher musst du heute andere Genre mit bedienen, um deine Zahlen zu erreichen. Dass viele Gamer sich um den Gewinn eines Unternehmens überhaupt nicht scheren, ist ja genau das Problem: Nur durch Gewinn kann eine Firma überhaupt neue Projekte starten. Was nutzt es, wenn ein Survival Horror Spiel bei der Zielgruppe gut ankommt, aber eben nicht genug Umsatz / Gewinn einfährt?
Da ist es ja schon fast die Pflicht des Controllings zu sagen, dass man solche Projekte nicht weiter verfolgt.
Das Spiel hat sich auf dem PC 2 Mio mal verkauft und der Hersteller war zufrieden. Dass die Produktion eines Spiels 50 Mio Dollar und das Marketing nochmal 100 Mio Dollar kosten muss, ist eine Fixe Idee der Publisher, die letztlich nur von der Gier nach grösstmöglichem Gewinn herrührt. Diese Geldgeilheit ist das Problem. Es geht nicht mehr darum, gute Spiele zu produzieren, sondern nur noch ums Geld raffen, um die Aktionäre nicht zu enttäuschen. Was haben wir Gamer davon? Im Fall von Capcom ein Resident Evil, dass nur noch vercasualisierte Ballergrütze bietet, die niemanden wirklich zufrieden stellt. Genauso ist es bei Dead Space, Crysis, Splinter Cell, Max Payne, Ghost Recon oder Rainbow Six. Das waren alles mal starke Marken, die die Gamer mit ihrem individuellen Stil glücklich machten. Und heute stehen diese Marken für teuer produzieren, seelenlosen Actionbrei für die Masse. Und wozu das ganze? Damit irgendwelche reichen Säcke, die sich für Spiele an sich kaum interessieren, noch reicher werden.
- Kajetan
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Re: Capcom: Gewinnerwartung halbiert, Umbau steht an
Für zB. Square-Enix, Capcom oder Rockstar lagen die Investitionen wunderbar im Rahmen der prognostizierten Umsätze für das TombRaider-Reboot, RE6 und Max Payne 3. Dummerweise hat man den potentiellen Umsatz dieser Titel ganz gewaltig ÜBERschätzt.Asturaetus hat geschrieben:Was nützt es Wachstum im gesättigten Markt anzustreben mit Investitionshöhen, die den zu erwartenden Gewinn bei weiten übersteigen.
Und noch ein Punkt, der zu viel zu hohen Produktionskosten führt: Vollkommen überzogene und unrealistische Umsatzprognosen, auf deren Basis das Geld anschliessend in Produktion & Werbung nur so zum Fenster rausgepfeffert wird. Und welche Gründe dazu führen, dass solche katastrophal falschen Prognosen erstellt werden, das würde so einige Seiten füllen. Kurz gesagt: Da sind Leute in Entscheiderpositionen, die aus diversen Gründen überhaupt keine Vorstellung von der Wirklichkeit, von ihrer Firma, von ihrem Markt haben.
Die Zahlen, die man ihnen vorliegt, die sehen alle total toll aus, auf Basis dieser Zahlen wird entschieden und *hach und huch* stellt sich plötzlich die bittere Realität ein. Da sitzen Leute in Entscheiderpositionen, die nur Erfahrung darin haben Geld zu zählen. Hochgekommen sind sie in den letzten zehn Jahren, als die Videospielbranche fast ohne weiteres Zutun massiv gewachsen ist und man nur die Tür zum Safe weit genug aufhalten musste, um nur ja nichts von all dem Geld zu verpassen, welches "einfach so" jedes Jahr umgesetzt wurde. Jetzt, wo man mehr machen muss als nur Gewinne zu verwalten, jetzt stehen solche Leute natürlich vollkommen ratlos da.
Und, was man auch nicht vergessen darf ... Videospiele sind keine halbwegs vorhersehbar kalkulierbaren Produkte wie zB. Kühlschränke oder Vollkornbrötchen. Da kann man als Produzent alles richtig gemacht haben und trotzdem liegt das Spiel wie Blei in den Regalen. Weil der Kunde halt gerade nicht mag. Von Videospielen nicht nur zu leben, sondern viel Geld damit zu machen, das ist eine hochriskante Angelegenheit, bei der man, wenn alles klappt, dutzende von Geldspeichern benötigt oder, wenn es nicht klappt, halt mal 100 Mio. in den Sand setzen kann, selbst WENN man sonst alles richtig gemacht hat.
- The Incredible Hojo
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Re: Capcom: Gewinnerwartung halbiert, Umbau steht an
Natürlich ist da viel zu hoch geschätzt. Sonst würde ja an dem Projekt keiner das Arbeiten anfangen.
Wenn ich als Entwicklerteam der Konzerspitze vortrage "Das neue xy wird spitze, verkauft sich ca. 1,5 Millionen mal und somit werden wir damit kein Gewinn machen" dann weiss doch auch jeder Entwickler, dass er nicht mehr lange dort arbeiten wird.
Es ist ein krankes System, in dem man wissentlich mehr verspricht, als man halten kann, nur, um überhaupt was tun zu dürfen. Wenn das dann halt nicht umgesetzt wird, dann halten halt die "Üblichen Verdächtigen" her: Spieler keine Lust, Spiele wegen Lizenzen zu teuer oder im Zweifelsfall wieder die bösen Raubkopierer...
Wenn ich als Entwicklerteam der Konzerspitze vortrage "Das neue xy wird spitze, verkauft sich ca. 1,5 Millionen mal und somit werden wir damit kein Gewinn machen" dann weiss doch auch jeder Entwickler, dass er nicht mehr lange dort arbeiten wird.
Es ist ein krankes System, in dem man wissentlich mehr verspricht, als man halten kann, nur, um überhaupt was tun zu dürfen. Wenn das dann halt nicht umgesetzt wird, dann halten halt die "Üblichen Verdächtigen" her: Spieler keine Lust, Spiele wegen Lizenzen zu teuer oder im Zweifelsfall wieder die bösen Raubkopierer...
- Kajetan
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Re: Capcom: Gewinnerwartung halbiert, Umbau steht an
Richtig. Noch so ein Grund. Falsch verstandene und falsch umgesetzte Reporting-Hierarchien, wo der Mitarbeiter mit den nicht ganz so guten Zahlen abgestraft wird, während der Mitarbeiter mit den tollen Zahlen Freitags schon um 12 Schluß machen darf. Was langfristig dazu führt, dass beim Vorstand irgendwann nur noch Zahlen ankommen, die mit der Wirklichkeit schon zwei, drei Hierarchiestufen tiefer nichts mehr zu tun haben.The Incredible Hojo hat geschrieben:Es ist ein krankes System, in dem man wissentlich mehr verspricht, als man halten kann, nur, um überhaupt was tun zu dürfen. Wenn das dann halt nicht umgesetzt wird, dann halten halt die "Üblichen Verdächtigen" her: Spieler keine Lust, Spiele wegen Lizenzen zu teuer oder im Zweifelsfall wieder die bösen Raubkopierer...
Ich habe das allerdings auch andersherum kennengelernt. Da macht man nach besten Wissen und Gewissen ein realistische Prognose, die dennoch ziemlich gut ausfällt. Man präsentiert die Zahlen vorm Vorstand und der setzt einfach noch eine Null vor das Komma. Neues Ziel, Umsatzsteigerung von 1000% auf Basis der eigenen realistischen Zahlen. Natürlich nicht zu schaffen, aber egal, umsetzen! Dabei wird viel verbrannte Erde im Unternehmen, bei Geschäftspartnern und bei Kunden hinterlassen, was den Vorstand aber nicht kümmert, weil ja der zuständige Mitarbeiter gefeuert wird, wenn man nur eine Umsatzsteigerung von 500 Prozent anstatt 1000 hinbekommt.
- James Dean
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Re: Capcom: Gewinnerwartung halbiert, Umbau steht an
Ich glaube, es ist der richtige Zeitpunkt, dies hier zu posten:JunkieXXL hat geschrieben:
Das sehe ich eben anders. Gute Spiele müssen nicht viel Geld kosten. The Witcher 1 z.B. kostete ca 5 Mio Euro und ist eines der besten Action-Rollenspielen ever.
Das Spiel hat sich auf dem PC 2 Mio mal verkauft und der Hersteller war zufrieden.
Spoiler
Show

- muecke-the-lietz
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Re: Capcom: Gewinnerwartung halbiert, Umbau steht an
...oder die fiesen Gebrauchtspielschmarotzer...The Incredible Hojo hat geschrieben:Natürlich ist da viel zu hoch geschätzt. Sonst würde ja an dem Projekt keiner das Arbeiten anfangen.
Wenn ich als Entwicklerteam der Konzerspitze vortrage "Das neue xy wird spitze, verkauft sich ca. 1,5 Millionen mal und somit werden wir damit kein Gewinn machen" dann weiss doch auch jeder Entwickler, dass er nicht mehr lange dort arbeiten wird.
Es ist ein krankes System, in dem man wissentlich mehr verspricht, als man halten kann, nur, um überhaupt was tun zu dürfen. Wenn das dann halt nicht umgesetzt wird, dann halten halt die "Üblichen Verdächtigen" her: Spieler keine Lust, Spiele wegen Lizenzen zu teuer oder im Zweifelsfall wieder die bösen Raubkopierer...
Am Ende ist ja auch irgendwie alles zu dem Thema gesagt, aber ich habe das Gefühl, das der Lernprozess noch nicht die Früchte trägt, die er tragen müsste.
Derzeit schwafelt man allerhand unnötiges Zeug, aber dass man einfach mal Geld sparen muss, kommt keinem in dem Sinn. Stattdessen warnt man die Spieler vor weniger Innovationen, weniger Blockbuster Titeln, usw. Anstatt einfach mal im realistischen Maßstab Spiele zu finanzieren.
Keine Luftschlösser, keine Investitionsblasen, einfach mal klein anfangen und den Spielen die Möglichkeit geben, sich zu entwickeln. Und nicht gleich den Markt auf Deibel komm raus zu zuschmeißen mit Werbung, Social Kram, DLCs, Anfeindungen, wenn du dir das Spiel nicht sofort neu kaufst und all die Dinge, die eben so gemacht werden.
Einfach ein Spiel machen, vorstellen, über Internetportale zeigen, worum es geht, Werbung schalten, wo sie die Leute erreicht, zu teure Werbekampagnen sein lassen und dann dem Spiel ein wenig Raum lassen und nicht nach 3 Wochen sagen, das war ein Flopp. Man muss Spiele einfach mal wieder etwas längerfristig ansetzten, aber dafür müsste sie inhaltlich wieder stärker sein und nicht einfach nur fantastisch gut aussehen.
Außerdem müsse die gesamten Strukturen geändert werden und alle, die nur da sind, um Geld ab zustauben, müssen weg.
Ein Spiel kostet 5 Mio. $, hat ein Werbebudget von 5 Mio., spielt 20 Mio. ein und ist somit ein Gewinn. So müsste es laufen. Keine unrealistischen Umsatzprognosen, kein Marktanteil BlaBla, keine Gängelung der Kunden. Ach, wäre das wieder schön.
- The Incredible Hojo
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Re: Capcom: Gewinnerwartung halbiert, Umbau steht an
je weiter du runter gehst in der Branche, desto nerviger wird's. Ein Bereichsleiter Entertainment bei Media Markt muss sich wöchentlich ca. 2 Dutzend Kennzahlen stellen. Und dann bitte doppelten Umsatz bei halber Lagergröße erreichen. Bei Entwicklern geht das aus der anderen Richtung:
Bastel uns ein Spiel, das halb so viel kostet wie das letzte, aber doppelt so viel einnimmt...
Bastel uns ein Spiel, das halb so viel kostet wie das letzte, aber doppelt so viel einnimmt...
- KATTAMAKKA
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Re: Capcom: Gewinnerwartung halbiert, Umbau steht an
Kajetan hat geschrieben:Für zB. Square-Enix, Capcom oder Rockstar lagen die Investitionen wunderbar im Rahmen der prognostizierten Umsätze für das TombRaider-Reboot, RE6 und Max Payne 3. Dummerweise hat man den potentiellen Umsatz dieser Titel ganz gewaltig ÜBERschätzt.Asturaetus hat geschrieben:Was nützt es Wachstum im gesättigten Markt anzustreben mit Investitionshöhen, die den zu erwartenden Gewinn bei weiten übersteigen.
Und noch ein Punkt, der zu viel zu hohen Produktionskosten führt: Vollkommen überzogene und unrealistische Umsatzprognosen, auf deren Basis das Geld anschliessend in Produktion & Werbung nur so zum Fenster rausgepfeffert wird. Und welche Gründe dazu führen, dass solche katastrophal falschen Prognosen erstellt werden, das würde so einige Seiten füllen. Kurz gesagt: Da sind Leute in Entscheiderpositionen, die aus diversen Gründen überhaupt keine Vorstellung von der Wirklichkeit, von ihrer Firma, von ihrem Markt haben.
Die Zahlen, die man ihnen vorliegt, die sehen alle total toll aus, auf Basis dieser Zahlen wird entschieden und *hach und huch* stellt sich plötzlich die bittere Realität ein. Da sitzen Leute in Entscheiderpositionen, die nur Erfahrung darin haben Geld zu zählen. Hochgekommen sind sie in den letzten zehn Jahren, als die Videospielbranche fast ohne weiteres Zutun massiv gewachsen ist und man nur die Tür zum Safe weit genug aufhalten musste, um nur ja nichts von all dem Geld zu verpassen, welches "einfach so" jedes Jahr umgesetzt wurde. Jetzt, wo man mehr machen muss als nur Gewinne zu verwalten, jetzt stehen solche Leute natürlich vollkommen ratlos da.
Und, was man auch nicht vergessen darf ... Videospiele sind keine halbwegs vorhersehbar kalkulierbaren Produkte wie zB. Kühlschränke oder Vollkornbrötchen. Da kann man als Produzent alles richtig gemacht haben und trotzdem liegt das Spiel wie Blei in den Regalen. Weil der Kunde halt gerade nicht mag. Von Videospielen nicht nur zu leben, sondern viel Geld damit zu machen, das ist eine hochriskante Angelegenheit, bei der man, wenn alles klappt, dutzende von Geldspeichern benötigt oder, wenn es nicht klappt, halt mal 100 Mio. in den Sand setzen kann, selbst WENN man sonst alles richtig gemacht hat.
Das Problem ist zudem diese Casual Schiene, dieses obersimple Spielprinzip hat sich einfach totgeritten , würden sie endlich wieder den Intelekt beim Konsumenten ansprechen und Game mit wirklich gutem , interessannten und aufregendem Inhalt produzieren könnten sie deutlich mehr Konsumenten ansprechen wenn sie dieses prinzip auch kontinuierlich angewand hätten. Zwar würde der jährliche Wachstum geringer ausfallen jedoch wäre es auf lange Sicht gesehen das klar erfolgreichere.Das einzige tragbare. Nichts ist wichtiger als zufriedene und treue Kunden , speziell wenn man für die Zukunft planen möchte. Dazu gehört allerdings auch den Kunden und das Produkt zu respektieren.
So stehen sie bei NULL , der konsument ist komplett gelangweilt/dessintersiert und sie dürfen wieder von vorne Anfangen. dazu kommt noch das statt Vertrauen eher das Gegenteil beim kunden vorherrscht.
Jetzt rächt sich auch diese Unheilige Allianz der Schönfärbenden und kritiklosen Game Journalie , ihre totale Abhängigkeit von den Puplishern und das Selbstverliebte, überhebliche , arrogannte am Markt komplett vorbei kostenintensive Wirtschaften der Puplisher. Die zu allem überfluss auch noch ihre komplette Strategie auf diese selbst inzenierte Selbstverarschung ausgerichtet haben
Wie blöd muss man eigentlich sein um ne Führiungsposition in der Gameindustrie zu bekommen.
Dieses jahrelange jährliche Minus von 10 % Umsatzeinbruch in der Gamebranche kommt ja nicht von ungefähr.
Casual ist tot , AAA ein Schimpfwort, ein Garant für Spielerische ödnis und diese ``zugänglichere Masche`` ist natürlich die dümmste Entscheidung die es je gab. Das sie jetzt mit noch mehr Kontrolle , noch mehr Kundengängelung den Status Quo versuchen aufrecht zu erhalten , zeigt eigentlich das sie es immer noch nicht kapiert haben
Zuletzt geändert von KATTAMAKKA am 19.04.2013 14:40, insgesamt 6-mal geändert.
- The Incredible Hojo
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Re: Capcom: Gewinnerwartung halbiert, Umbau steht an
Ja, wenn es so einfach wäre. Du hast ja das Problem, wenn du nicht gerade Ubisoft oder EA heisst, mal eben mehrmals die großen Torpedos abzuschießen. Wie Kajetan gesagt hat, steht eben nirgendwo die Glaskugel auf dem Tisch. Ein großes Projekt, das floppt warum auch immer und das war's. Und es ist leider auch so, dass man sich da gerne den idealen Gamer backen möchte. Jedes "Kaufe ich, wenn es günstiger wird", "hole ich mir beim Steam-Sale", "leihe ich mir aus", "kaufe ich mir gebraucht von nem Kumpel" ist in den Augen der Marketingnesen Potenzial und für Entwickler die Verzweiflung.muecke-the-lietz hat geschrieben:...oder die fiesen Gebrauchtspielschmarotzer...The Incredible Hojo hat geschrieben:Natürlich ist da viel zu hoch geschätzt. Sonst würde ja an dem Projekt keiner das Arbeiten anfangen.
Wenn ich als Entwicklerteam der Konzerspitze vortrage "Das neue xy wird spitze, verkauft sich ca. 1,5 Millionen mal und somit werden wir damit kein Gewinn machen" dann weiss doch auch jeder Entwickler, dass er nicht mehr lange dort arbeiten wird.
Es ist ein krankes System, in dem man wissentlich mehr verspricht, als man halten kann, nur, um überhaupt was tun zu dürfen. Wenn das dann halt nicht umgesetzt wird, dann halten halt die "Üblichen Verdächtigen" her: Spieler keine Lust, Spiele wegen Lizenzen zu teuer oder im Zweifelsfall wieder die bösen Raubkopierer...![]()
Am Ende ist ja auch irgendwie alles zu dem Thema gesagt, aber ich habe das Gefühl, das der Lernprozess noch nicht die Früchte trägt, die er tragen müsste.
Derzeit schwafelt man allerhand unnötiges Zeug, aber dass man einfach mal Geld sparen muss, kommt keinem in dem Sinn. Stattdessen warnt man die Spieler vor weniger Innovationen, weniger Blockbuster Titeln, usw. Anstatt einfach mal im realistischen Maßstab Spiele zu finanzieren.
Keine Luftschlösser, keine Investitionsblasen, einfach mal klein anfangen und den Spielen die Möglichkeit geben, sich zu entwickeln. Und nicht gleich den Markt auf Deibel komm raus zu zuschmeißen mit Werbung, Social Kram, DLCs, Anfeindungen, wenn du dir das Spiel nicht sofort neu kaufst und all die Dinge, die eben so gemacht werden.
Einfach ein Spiel machen, vorstellen, über Internetportale zeigen, worum es geht, Werbung schalten, wo sie die Leute erreicht, zu teure Werbekampagnen sein lassen und dann dem Spiel ein wenig Raum lassen und nicht nach 3 Wochen sagen, das war ein Flopp. Man muss Spiele einfach mal wieder etwas längerfristig ansetzten, aber dafür müsste sie inhaltlich wieder stärker sein und nicht einfach nur fantastisch gut aussehen.
Außerdem müsse die gesamten Strukturen geändert werden und alle, die nur da sind, um Geld ab zustauben, müssen weg.
Ein Spiel kostet 5 Mio. $, hat ein Werbebudget von 5 Mio., spielt 20 Mio. ein und ist somit ein Gewinn. So müsste es laufen. Keine unrealistischen Umsatzprognosen, kein Marktanteil BlaBla, keine Gängelung der Kunden. Ach, wäre das wieder schön.
- KATTAMAKKA
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Re: Capcom: Gewinnerwartung halbiert, Umbau steht an
Für Langeweile Vollpreis zahlen ist einfach sinnfrei. Das Zeug ist einfach nicht gefragt. Casual ist tot 
Dieses halbherzige back to the Roots , braucht auch keiner mehr. Genausowenig wie interaktiv ,halbautomatisch ne Storry für 12jährige erleben. Das Credo muss heisen kreativ, ausufernd mit spielerischer Freiheit Spass UND Spannung zu erleben. Aber kein Scheissegal Gameplay . Dieser jahrelange Stillstand brauxcht ne komplette und radikale Frischzellen Zufuhr. Ein bischen mehr und besser als Jetzt ist klar zuwenig :wink:
Dieses halbherzige back to the Roots , braucht auch keiner mehr. Genausowenig wie interaktiv ,halbautomatisch ne Storry für 12jährige erleben. Das Credo muss heisen kreativ, ausufernd mit spielerischer Freiheit Spass UND Spannung zu erleben. Aber kein Scheissegal Gameplay . Dieser jahrelange Stillstand brauxcht ne komplette und radikale Frischzellen Zufuhr. Ein bischen mehr und besser als Jetzt ist klar zuwenig :wink:
- The Incredible Hojo
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Re: Capcom: Gewinnerwartung halbiert, Umbau steht an
Ganz ehrlich:KATTAMAKKA hat geschrieben:Für Langeweile Vollpreis zahlen ist einfach sinnfrei. Das Zeug ist einfach nicht gefragt. Casual ist tot
Dieses halbherzige back to the Roots , braucht auch keiner mehr. Genausowenig wie interaktiv ,halbautomatisch ne Storry für 12jährige erleben. Das Credo muss heisen kreativ, ausufernd mit spielerischer Freiheit Spass UND Spannung zu erleben. Aber kein Scheissegal Gameplay . Dieser jahrelange Stillstand brauxcht ne komplette und radikale Frischzellen Zufuhr. Ein bischen mehr und besser als Jetzt ist klar zuwenig :wink:
Mich würde mal interessieren, wie du ein gutes Spiel beschreibst. Was du in den einzelnen Missionen einer Solo-Kampagne erleben möchtest, was dir für Möglichkeiten geboten werden müssen. Kreativ, ausufernd, innovativ sind ja immer gute Schlagwörter, aber mich würde interessieren, was für dich ein guter sagen wir mal Shooter bieten muss. Bitte nicht jetzt Phrasen wie "keinen Schlauch" oder "innovativ und open world", das hört man ja 1.000 Mal am Tag. Beschreibe mir einfach mal eine Mission in einem Shooter, der dir zusagen würde. Das würde mich wirklich mal interessieren, welchen Anspruch du da hast. Und wenn du noch etwas konkreter zu einer Story sagen könntest...
- sourcOr
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Re: Capcom: Gewinnerwartung halbiert, Umbau steht an
Eben. Capcom müssten schon ziemlich schrumpfen, um sich mit 500.000 oder einer Million verkauften Spielen zufrieden zu geben. Dass man sich deshalb mit seinen Spielen möglichst an ein großes Publikum wendet, ist für die Spieler natürlich ein bitterer Tropfen. Sehr bitter sogar, wenn es um Marken wie Resident Evil geht, denen man die eine oder andere Träne nachweint. Was man ihnen allerdings vorwerfen kann: Sie entwickeln (oder lassen entwickeln) drei Resident Evil-Spiele. Bei zweien davon ist die Ausrichtung schon schwer zu verdauen, aber dann stimmt die Qualität obendrein auch nicht. Das ist Mist. Dabei sieht man an den 5 Millionen doch sehr gut, dass Capcom noch auf die Marke setzen können. Um das zu steigern muss man ob nun nicht back to the roots - das verkauft sich mit ziemlicher Sicherheit nicht mehr - sondern einfach ein gutes Spiel abliefern, das bei Presse und Spielern gut ankommt. DAS müssen sie erkennen.The Incredible Hojo hat geschrieben:Problematisch dabei ist nur, was gute Spiele sind bzw. wie viele Kunden ein Spiel gut finden. Nimmst du die survival horror Fans als Maßstab, sind das zu wenig. Daher musst du heute andere Genre mit bedienen, um deine Zahlen zu erreichen. Dass viele Gamer sich um den Gewinn eines Unternehmens überhaupt nicht scheren, ist ja genau das Problem: Nur durch Gewinn kann eine Firma überhaupt neue Projekte starten. Was nutzt es, wenn ein Survival Horror Spiel bei der Zielgruppe gut ankommt, aber eben nicht genug Umsatz / Gewinn einfährt?
Da ist es ja schon fast die Pflicht des Controllings zu sagen, dass man solche Projekte nicht weiter verfolgt.
- crewmate
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Re: Capcom: Gewinnerwartung halbiert, Umbau steht an
ich antworte mal im Namen des Ohrenkneifers.The Incredible Hojo hat geschrieben:Ganz ehrlich:KATTAMAKKA hat geschrieben:Für Langeweile Vollpreis zahlen ist einfach sinnfrei. Das Zeug ist einfach nicht gefragt. Casual ist tot
Dieses halbherzige back to the Roots , braucht auch keiner mehr. Genausowenig wie interaktiv ,halbautomatisch ne Storry für 12jährige erleben. Das Credo muss heisen kreativ, ausufernd mit spielerischer Freiheit Spass UND Spannung zu erleben. Aber kein Scheissegal Gameplay . Dieser jahrelange Stillstand brauxcht ne komplette und radikale Frischzellen Zufuhr. Ein bischen mehr und besser als Jetzt ist klar zuwenig :wink:
Mich würde mal interessieren, wie du ein gutes Spiel beschreibst. Was du in den einzelnen Missionen einer Solo-Kampagne erleben möchtest, was dir für Möglichkeiten geboten werden müssen. Kreativ, ausufernd, innovativ sind ja immer gute Schlagwörter, aber mich würde interessieren, was für dich ein guter sagen wir mal Shooter bieten muss. Bitte nicht jetzt Phrasen wie "keinen Schlauch" oder "innovativ und open world", das hört man ja 1.000 Mal am Tag. Beschreibe mir einfach mal eine Mission in einem Shooter, der dir zusagen würde. Das würde mich wirklich mal interessieren, welchen Anspruch du da hast. Und wenn du noch etwas konkreter zu einer Story sagen könntest...
Spoiler
Show
bis zur Insel versteht sich
Das wichtige Pacing zu bewahren, das meiner Ansicht nach 5 und 6 fehlt. Die haben wie ich finde die schlechten Elemente weiter ausgebaut. Die Quick Time Events und Shooter Sektionen. Stattdessen wurden die Rätsel rausgenommen und Fluchtsequenzen zu interaktiven Filmen oder Temple Run artigen Minigames.
