Square Enix: Über Absatzprognosen und eingestampfte Projekte

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Benutzeravatar
Kajetan
Beiträge: 27139
Registriert: 13.04.2004 10:26
Persönliche Nachricht:

Re: Square Enix: Über Absatzprognosen und eingestampfte Proj

Beitrag von Kajetan »

Shake_(s)_beer hat geschrieben:Ich finde es irgendwie aber auch erschreckend, dass die Verkaufszahlen, die für mich auf den ersten Blick eigentlich ganz okay aussahen, scheinbar absolut nicht ausreichen, um ein Spiel profitabel zu machen.
Das läuft so ab: Die Marktforschung schätzt, dass man von einem Spiel, dass so und so aussieht wahrscheinlich X Mio. Einheiten absetzen kann. Also wird auf Basis dieser Schätzung das Budget kalkuliert und freigegeben. Das Spiel wird produziert, entsprechend teuer beworben, damit man auch ja die nötigen Umsätze erreicht und dann werden nicht X Mio. verkauft, sondern nur Y Mio. Das Spiel gilt als Flop, weil man die Produktionskosten an wesentlich höher vorher gesagten Umsätzen X ausgerichtet hat.

Ja, die Branche leidet unter viel zu hohen Produktions- und Werbekosten. Noch viel stärker leidet sie aber unter vollkommen unrealistischen Umsatzvorstellungen. So wurde im Vorfeld von Dead Space 3 davon gesprochen, dass das Spiel 5 Mio. absetzen muss, damit man die Serie fortsetzt. Laut VGChartz wurden bis heute, positiv geschätzt, 1.5 Mio. Einheiten auf allen drei Plattformen verkauft. Das ist angesichts solcher Erwartungen nichts weiter als ein derber Flop.
Benutzeravatar
Nightmare King Grimm
Beiträge: 3557
Registriert: 27.11.2012 21:12
Persönliche Nachricht:

Re: Square Enix: Über Absatzprognosen und eingestampfte Proj

Beitrag von Nightmare King Grimm »

Ich finde es einfach lächerlich, dass man mit so guten Zahlen nicht klar kommt.

Sleeping Dogs war eine komplett neue Franchise, da sind zahlen um die 2 Mio eigentlich gut. Ich erinnere mich da immer sehr gerne an Bethesda und Dishonored, die sich vor Freude regelrecht bepinkelt haben mit 2Mio verkauften Spielen...also da macht SE definitiv was falsch.

An Lächerlichkeit nicht zu überbieten ist dagegen das mit Tomb Raider. Das Spiel hat einen Bestwert der Verkäufe der gesamten Serie geschafft - und es ist nicht genug!? Da muss ich ernsthaft die Intelligenz und das Know-how derer anzweifeln, die da irgendwas "kalkuliert" haben, denn das ist für mich einfach dämlich².

Furchtbar, dass diese Leute eigentlich anständige bis sehr gute Spiele rausbringen, durch falsche Kalkulation aber vollkommen versagen. Andere bekommen es auch hin, mit 2Mio verkauften Einheiten in die schwarzen Zahlen zu rutschen...
Zuletzt geändert von Nightmare King Grimm am 09.04.2013 11:03, insgesamt 1-mal geändert.
nawarI
Beiträge: 4211
Registriert: 18.01.2009 13:32
Persönliche Nachricht:

Re: Square Enix: Über Absatzprognosen und eingestampfte Proj

Beitrag von nawarI »

Von Sleeping Dogs hatte ich bis zum Release nie was gehört. Es gab keine Vorschauen und kaum Videos - Gametrailers ein paar Trailer zur Verfügung zu stellen oder was bei youtube als Werbung hochzuladen reicht mir als Werbung eigentlich schon aus. Vielleicht lag es auch an der Namensähnlichkeit zu Watch Dogs, dass von Sleeping Dogs bei mir nie etwas hängen geblieben ist. Jedenfalls hat das Marketing bei mir völlig versagt. Kein Wunder, wenn sich das SPiel dann nicht verkauft.

Bei Tomb Raider waren sich wohl viele Spieler unsicher, was sie genau zu erwarten haben. Uncharted-Fans haben mit einem zu hohen Abenteuer&Rätsel-Anteil gerechnet; die Fans der alten Tomb Raider waren von den actionbetonten Videos verwirrt. Dann gab es noch Meldungen über versteckte Schätze, wobei das Schatzsuchen nur ausufernde Statistiken und das Abklappern von Punkten auf der Karte bedeutet...
Ich glaub hier ist einiges falsch kommuniziert worden - ich zumindest wusste bis zum Release nicht genau wie ich dieses Reboot einordnen soll. Mittlerweile hab ichs mitm Kumpel durchgespielt und muss zugeben, dass es seine Sache mitunter besser macht als Uncharted.
Hätte ich vorher gewusst dass man beispielsweise die Statistikschätze völlig ignorieren kann und wie viel Spaß es macht als Berserker durch die Feindlichen Reihen zu rennen, hätte ich mir das Spiel garantiert vorbestellt. Es gibt zugegeben starke Diskrepanzen zwischen der Erzählung und dem Gameplay (dass man von Geburt an ausgebildete Oni-Krieger mit einem Eispickel im Nahkampf besiegen kann, ist erzählerisch nicht unbedingt wasserdicht) und man kann viel Unsinn treiben (Hasen- / Rattenjagt mit Napalm-Pfeilen), aber wenn man erstmal im Blutrausch ist, macht das ganze weit mehr Spaß als bei den meisten anderen Spielen.
Nochmal kurz: hätte Square sich hingestellt und klar gesagt, was sie für ein Spiel machen und wie es sich anfühlen soll, hätte es bestimmt mehr Abnehmer gefunden. Die Verkaufszahlen sind in Ordnung, hätten aber weit höher ausfallen können und sollen, was ich Lara wirklich gegönnt hätte.
Benutzeravatar
Ash2X
Beiträge: 1182
Registriert: 10.01.2009 11:58
Persönliche Nachricht:

Re: Square Enix: Über Absatzprognosen und eingestampfte Proj

Beitrag von Ash2X »

Der Preisverfall macht das Warten ja auch nicht gerade schwierig - auf PC und Konsole.Bei den Konsolen sind nach 3 Monaten bis zu 20% Preiseinbruch,beim PC werden die Spiele für 5€ bei Steam verramscht.
Leider kommen viele Spiele aber auch nur noch in mäßigem Zustand auf den Markt und man kann schon behaupten das es einige Firmen schon nahezu provozieren das man nicht am ersten Tag zugreift.
Entweder ist das Spieldesign mangelhaft oder es sind die ersten Monate keine anständigen Multiplayerrunden möglich.Dann wird man noch zum Kauf von DLC-Bergen an jeder Ecke gedrängt die auch nicht günstig sind...
Praktische Beispiele: NfS Most Wanted 2012 - ich mag das Spiel,wirklich, aber es ist seit November auf dem Markt und es gibt DLC-Pakete in einem Wert von über 50€.
Um ein komplettes Forza Horizon zu erhalten zahlt man schon für einen der DLCs 20€.
Battlefield 3 braucht man ohne Premium garnicht mehr einlegen.
Der Witz: Vieles ist schon zum Release verfügbar oder angekündigt - es wird einem also quasi noch vor die Nase gehalten das man ab von den 50-60€ für ein komplettes Spiel gleich noch 15+€ drauflegen darf.
Sorry,aber wenn unter den Umständen irgendwer noch erwartet zum Release noch den großen Reibach zu machen darf er nicht später rumheulen das es nicht funktioniert.

Ja,das Geld ist nötig damit sich die Spieleproduktion lohnt und es muss jetzt viel eingenommen werden um sich die nächste Generation leisten zu können, ABER sie sollten es vielleicht nicht als kalkulierte Mehreinnamen präsentieren die von Anfang an geplant sind, sondern es als Bonus verkaufen die sich Spieler,die das Spiel mögen dazukaufen um noch mehr Spaß zu haben.
Ich hab kein Problem damit für ein paar Multiplayerkarten 10€ hinzulegen wenn sie qualitativ auf einem guten Stand sind.Ich gebe aber keine 15€ dafür aus - das ist einfach zuviel des Guten.Nen 10er mache ich gerne mal locker wenn ich das Gefühl habe einen entsprechenden Gegenwert zu erhalten, bei 15 oder gar 20€ überlege ich mir ob ich mir nicht doch besser ein günstiges Spiel dafür kaufe.

Wenn ich dann noch überlege das es sich in manchen Fällen zwar spielerisch lohnt aber ich insgesamt über 100€ für das Spiel als komplettes zahle...da warte ich doch bis ich für das Grundspiel nur 20-30€ zahle.
Da die Multiplayer-Community mittlerweile aber sehr mieserabel ist,egal auf welchem System, weil alle nur noch Battlefield,CoD und FIFA spielen und alle anderen Titel im MP verarmen lohnt sich die Investition meistens nach 2 Monaten überhaupt nicht mehr,selbst wenn es eigentlich gelungen ist.

Wer ist also schuld an diesem Trend?Beide seiten. Einmal die Community die überhöhte Preise für DLCs bei einigen Titeln zahlt und die Publisher die dadurch verdammt gierig werden.Leider ist es für die Spieler auch ein Problem noch mehr Geld in andere Titel zu investieren.Wer 120€ für CoD oder BF zahlt spielt keinen anderen Shooter mehr und investiert dort Geld.Neue Marken wie Sleeping Dogs bekommen kaum eine Chance, alte Reihen wurden häufig so stark ausgebeutet das die potenziellen Käufer eher drauf verzichten...immerhin haben sie für ihren Lieblingstitel so viel Geld bezahlt,da sind andere Titel nur Nebensache.
Benutzeravatar
KATTAMAKKA
Beiträge: 3211
Registriert: 25.10.2009 09:43
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Square Enix: Über Absatzprognosen und eingestampfte Proj

Beitrag von KATTAMAKKA »

@nawari
Also ich bitte dich ne Hasen und Rattenjagd ohne Minniatombomben ist einfach kein echter Tomb Raider Spielspass. :wink:
Zuletzt geändert von KATTAMAKKA am 09.04.2013 11:16, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
WeAllLoVeChaos
Beiträge: 564
Registriert: 23.07.2007 13:51
Persönliche Nachricht:

Re: Square Enix: Über Absatzprognosen und eingestampfte Proj

Beitrag von WeAllLoVeChaos »

Gerade die "geflopten" Titel wie Sleeping Dogs, Hitman und Tomb Raider sind über jeden Zweifel erhaben. Gerade Sleeping Dogs hat mir sau viel Spaß bereitet. Beängstigend finde ich allerdings die Erwartungshaltung hinsichtlich HItman und Tomb Raider. Gerade letzteres bricht einen neuen Launch Rekord und wird intern als Flop eingestuft. Interessant wäre zu wissen, wie hoch die Investitionen in die Entwicklung ausfielen bzw. ob Square Enix in einer Milchmädchenrechnung einen Großteil der Eidos Übernahmekosten mit den oben genannten Titeln wieder einnehmen wollte. Mir persönlich haben die drei Titel oben mehr Spaß bereitet als das letzte Final Fantasy 13 auf meiner PS3. Vielleicht wäre gerade dort eine Umorientierung zu alten Tugenden von Nöten und nicht gleich wieder eine komplette Umgestaltung und Einstampfung des Eidos Portfolios. Zumal die Ausschlachtung des FF Franchises mit ihren zig Ablegern nervt gehörig.
Benutzeravatar
WeAllLoVeChaos
Beiträge: 564
Registriert: 23.07.2007 13:51
Persönliche Nachricht:

Re: Square Enix: Über Absatzprognosen und eingestampfte Proj

Beitrag von WeAllLoVeChaos »

KATTAMAKKA hat geschrieben:Hätten sie statt dem super Casual Zeugs, wie ihn jeder macht, lieber echte Gameplay Burner gebracht und nicht so halbgare Möchtegern Irgendwas Zeugs, hätte der ganze Fanblock zugelangt, und das hat er eindeutig nicht. Nette Wischi Waschi Games gibts wie Sand am Meer. Mögliche Nachfolger dieser ^^Ich bin alles und doch nix^^ werden es zudem noch schwerer haben , die müssen mit noch mehr Werbekosten beworben werden usw usw. .

Ich denke es wird keine Nachfolger mehr geben, die Serien sind jetzt entgültig totgeritten worden. Wenn doch werden sie noch mehr Minus einfahren. Selber Schuld wer auf Superbrav AAACasual von Gestern setzt
Also Sleeping Dogs gehört noch zu keiner Serie oder Reihe, was auch immer. Es ist eine neue Franchise und dementsprechend nicht nachvollziehbar sind die hohen Erwartungen hinsichtlich der Verkaufszahlen bei SE. Hitman und Tomb Raider haben mir persönlich auch gut gefallen und als Casual (Gott, ich hasse dieses Wort) würde ich sie jetzt auch nicht bezeichnen. Vor allem Hitman lässt sich anpassen, dass das neue Hilfsmittel, quasi der 7. Sinn Hitmans (weiß jetzt nicht mehr, wie das heißt), auch ganz einfach abstellen lässt. Und Tomb Raider ist halt eine moderne Interpretation oder Reboot der alten Franchise. Spielt sich ähnlich wie Uncharted nur mit einer etwas offeneren Spielwelt.
Benutzeravatar
M_Coaster
Beiträge: 1056
Registriert: 15.12.2005 18:45
Persönliche Nachricht:

Re: Square Enix: Über Absatzprognosen und eingestampfte Proj

Beitrag von M_Coaster »

Es ist der reine Kapitalismus und der Wasserkopf "BWL" der in Zahlen denkt und lehrt, aber meistens völlig fern jeder Realität existiert. Nicht umsonst geht es der Weltwirtschaft so schlecht - immer mehr Wachstum und höhere Ziele geht halt einfach nicht. Trotzdem hängen alle Leute immer noch an den gleichen Wirtschaftsmodellen und Kalkulationen. Wo wird denn heute noch richtig Kalkuliert? Wo stimmen Prognosen? Etwas überspitzt, aber es funktioniert äußerst selten - trotzdem wird sich nicht geändert. Irgendwann sorgt das dann halts fürs Ende.
Solidus Snake
Beiträge: 1691
Registriert: 13.02.2003 21:20
Persönliche Nachricht:

Re: Square Enix: Über Absatzprognosen und eingestampfte Proj

Beitrag von Solidus Snake »

Tomb Raider wird die 5 Millionen noch schaffen. Und Sleeping Dogs erreicht mit einer GOTY Version bestimmt auch nochmal die 2 Millionen Marke.
Ich glaube das Problem von Squar sind doch eher die Flops aller Final Fantasy 14 Online und Final Fantasy 13-2. Auch die Causalsparte lief wirklich mies (gab es da nich ein Abzock FF auf Mobilplattformen),
Benutzeravatar
Kajetan
Beiträge: 27139
Registriert: 13.04.2004 10:26
Persönliche Nachricht:

Re: Square Enix: Über Absatzprognosen und eingestampfte Proj

Beitrag von Kajetan »

WeAllLoVeChaos hat geschrieben:Interessant wäre zu wissen, wie hoch die Investitionen in die Entwicklung ausfielen bzw. ob Square Enix in einer Milchmädchenrechnung einen Großteil der Eidos Übernahmekosten mit den oben genannten Titeln wieder einnehmen wollte.
Man munkelt beim Reboot von Entwicklungskosten in Höhe von ca. 100 Mio. Dollar. Reine Entwicklungskosten. Ohne Marketing.

Und das ist das zweite Problem der Majors. Neben unrealistischen Umsatzerwartungen gibt es ausufernde, nicht mehr unter Kontrolle zu haltende Produktionskosten. Zum Vergleich: The Witcher 2, im traditionell sehr aufwendigen, personalintensiven und teuren RPG-Genre, mit AAA-Schauwerten und Prachtoptik und viel spielerischem Inhalt: Nicht mehr als 15 Mio. Dollar. Während man bei CD Projekt breit grinst, wenn sich das Spiel mehr als eine Mio. mal verkauft hat, muss bei SE der CEO zurücktreten.
Benutzeravatar
muecke-the-lietz
Beiträge: 6060
Registriert: 08.12.2005 13:08
Persönliche Nachricht:

Re: Square Enix: Über Absatzprognosen und eingestampfte Proj

Beitrag von muecke-the-lietz »

Ich glaube einfach auch, dass hier mehrere Dinge zusammen kommen.

Gerade die Großbaustellen wie FF XIV Online und ihre SmartphoneGame Sparte werden wohl so große Löcher in die Geldbörsen gerissen haben, dass man versucht hat, diese Löcher mit anderen Games zu stopfen. Nur waren die Titel mit denen man es versucht hat, eben denkbar ungeeignet, um Löcher zu stopfen.

Denn mir kann ja keiner weiß machen, dass man mit Deus Ex oder Hitman riesige Blockbuster Erfolge ala CoD erwartet hat. Das sind Spiele für Liebhaber und tatsächliche Core Gamer, mit vergleichsweise anspruchsvollem Gameplay und düsterer Thematik. Und beide Spiele haben sich dafür sogar fantastisch gut verkauft.
Sleeping Dogs war toll, ich habe es mir aber auch schon 2 Monate nache Release für die Box für 30 € kaufen können. Neupreis war mir der Titel einfach nicht wert, da ich ja noch gar nicht wusste, was mich erwartet. Denn mit True Crime hat die Spielmechanik ja an sich wenig zu tun. Für einen Nachfolger wäre ich jetzt allerdings bereit, 60 € zu blechen, vorrausgesetzt natürlich, man liefert wieder so ein tolles Spiel ab.

Und zu TR sag ich nichts mehr. Das ist einfach lächerliche japanische Hybris, die kein normal denkender Mensch nachvollziehen kann. Mehr Erfolg geht einfach nicht in der kurzen Zeit, es sei denn, dein Titel heißt Call of Duty, Battlefield, Sims, Fifa, Starcraft oder Diablo.
Japanische Hybris nenne ich das übrigens, seit dem Capcom angefangen hat Resi 6 als Flop zu bezeichnen. Gigantische Erfolge trotz mittelmäßiger Qualität und dem Gamer wird eine völlig verquere Realität kommuniziert, in dem man dann auch noch von Misserfolg redet. EA tut zumindestens so, als sei alles in Ordnung. Und genau das möchte ich als Gamer auch vergegaukelt bekommen.
Benutzeravatar
Kajetan
Beiträge: 27139
Registriert: 13.04.2004 10:26
Persönliche Nachricht:

Re: Square Enix: Über Absatzprognosen und eingestampfte Proj

Beitrag von Kajetan »

muecke-the-lietz hat geschrieben:Gigantische Erfolge trotz mittelmäßiger Qualität und dem Gamer wird eine völlig verquere Realität kommuniziert, in dem man dann auch noch von Misserfolg redet.
Es kann nicht von Erfolg gesprochen werden, wenn die Produktionskosten so hoch sind, dass selbst Umsätze in Höhe von 3 Mio. verkauften Einheiten zu wenig sind, um daraus einen Gewinn zu erzielen. Es hilft niemandem, wenn sich ein Serienteil so gut verkauft wie kein anderes Spiel der Serie zuvor, man aber im Vorfeld derart viel Geld zum Fenster rausgeworfen hat, dass selbst das nicht genug ist, um Gewinn zu erzielen.

Siehe MoH Warfighter, wo EA in genau die gleiche Falle getappt ist. Das Spiel hat sich rein nach Zahlen gut verkauft, wenn man sich aber CoD als Vorbild nimt und tonnenweise Geld darin versenkt, dann ist das halt nicht genug. EA musste nach diesem Flop Leute entlassen und für ein Vierteljahr das komplette Marketingbudget einfrieren. So derbe hat man bei Warfighter in die Scheisse gegriffen, so krass war das Mißverhältnis zwischen Aufwand und kommerziellem Ergebnis.

Siehe Max Payne 3. Angeblich auch für knapp 100 Mio. Dollar produziert, so gilt das Spiel heute als kommerzieller Flop.
Zuletzt geändert von Kajetan am 09.04.2013 12:04, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
muecke-the-lietz
Beiträge: 6060
Registriert: 08.12.2005 13:08
Persönliche Nachricht:

Re: Square Enix: Über Absatzprognosen und eingestampfte Proj

Beitrag von muecke-the-lietz »

Kajetan hat geschrieben:
muecke-the-lietz hat geschrieben:Gigantische Erfolge trotz mittelmäßiger Qualität und dem Gamer wird eine völlig verquere Realität kommuniziert, in dem man dann auch noch von Misserfolg redet.
Es kann nicht von Erfolg gesprochen werden, wenn die Produktionskosten so hoch sind, dass selbst Umsätze in Höhe von 3 Mio. verkauften Einheiten zu wenig sind, um daraus einen Gewinn zu erzielen. Es hilft niemandem, wenn sich ein Serienteil so gut verkauft wie kein anderes Spiel der Serie zuvor, man aber im Vorfeld derart viel Geld zum Fenster rausgeworfen hat, dass selbst das nicht genug ist, um Gewinn zu erzielen.

Siehe MoH Warfighter, wo EA in genau die gleiche Falle getappt ist. Das Spiel hat sich rein nach Zahlen gut verkauft, wenn man sich aber CoD als Vorbild nimt und tonnenweise Geld darin versenkt, dann ist das halt nicht genug. EA musste nach diesem Flop Leute entlassen und für ein Vierteljahr das komplette Marketingbudget einfrieren. So derbe hat man bei Warfighter in die Scheisse gegriffen, so krass war das Mißverhältnis zwischen Aufwand und kommerziellem Ergebnis.
Das Wort Misserfolg steht natürlich immer in Relation. Erfolg wird ja auch immer daran gemessen, was man investieren musste, um ihn zu erreichen.
Am Ende gehört zur Hybris aber eben auch, viel zu viel für den Erfolg zu investieren, weil man das Erfolgspotenzial einfach völlig überschätzt.

Nur gerade die Japaner neigen schon seit geraumer Zeit zu einer besonderen Ausprägung eben jener Hybris. Dass EA ein unrealistischer Dreckshaufen ist, muss man ja nicht weiter erwähnen, aber gerade aus Japan sind in letzter Zeit viele Großproduktionen gescheitert und oft an dem Anspruch, den westlichen Markt zu bedienen, den man aber anscheinend immer noch nicht so recht verstanden hat.

Update: Eigentlich hast du Recht. Der westliche Markt hat in den letzten Jahren auch viele ehrgeizige Projekte in den "Sand" gesetzt, obwohl die erreichten Absatzzahlen per se eigentlich nicht schlecht waren. Aber wie bei Titeln wie MP 3 oder eben TR 100 Mio. $ Kosten zusammen kommen, sollte man sich bei den Verantwortlichen vielleicht auch langsam mal fragen, wenn man sich mal Produktionskosten von Titeln wie Amnesia, Minecraft, The Witcher 1 + 2, Dishonored, etc. anschaut. Alles Titel, die aufgrund besser Kosten/Umsatz Rechnungen erfolgreich waren.
Zuletzt geändert von muecke-the-lietz am 09.04.2013 12:10, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
KATTAMAKKA
Beiträge: 3211
Registriert: 25.10.2009 09:43
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Square Enix: Über Absatzprognosen und eingestampfte Proj

Beitrag von KATTAMAKKA »

WeAllLoVeChaos hat geschrieben:
KATTAMAKKA hat geschrieben:Hätten sie statt dem super Casual Zeugs, wie ihn jeder macht, lieber echte Gameplay Burner gebracht und nicht so halbgare Möchtegern Irgendwas Zeugs, hätte der ganze Fanblock zugelangt, und das hat er eindeutig nicht. Nette Wischi Waschi Games gibts wie Sand am Meer. Mögliche Nachfolger dieser ^^Ich bin alles und doch nix^^ werden es zudem noch schwerer haben , die müssen mit noch mehr Werbekosten beworben werden usw usw. .

Ich denke es wird keine Nachfolger mehr geben, die Serien sind jetzt entgültig totgeritten worden. Wenn doch werden sie noch mehr Minus einfahren. Selber Schuld wer auf Superbrav AAACasual von Gestern setzt
Also Sleeping Dogs gehört noch zu keiner Serie oder Reihe, was auch immer. Es ist eine neue Franchise und dementsprechend nicht nachvollziehbar sind die hohen Erwartungen hinsichtlich der Verkaufszahlen bei SE. Hitman und Tomb Raider haben mir persönlich auch gut gefallen und als Casual (Gott, ich hasse dieses Wort) würde ich sie jetzt auch nicht bezeichnen. Vor allem Hitman lässt sich anpassen, dass das neue Hilfsmittel, quasi der 7. Sinn Hitmans (weiß jetzt nicht mehr, wie das heißt), auch ganz einfach abstellen lässt. Und Tomb Raider ist halt eine moderne Interpretation oder Reboot der alten Franchise. Spielt sich ähnlich wie Uncharted nur mit einer etwas offeneren Spielwelt.
Eigentlich bestätigst du in deiner Post schon meine Post, das Sleeping Dogs keine Serie ist spielt keine Rolle. Aber alle zusammen sind einfach zu brav und austauschbar und dazu noch mit einem irren finanziellen Aufwand produziert. Wobei ich wetten könnte das Hitman und Tomb Raider zigmal in ihrer Produktion komplett über den Haufen geworden sind, was auch zu überhöhten Produktionskosten führt. Und dieses ständige hin und her bis man dann schlussendlich was super Angepasstes auf den Markt werfen kann , verhaut dann komplett die Bilanz weils einfach zu teuer war. Alleine die Werbungs/Vermarktungskosten für Tomb Raider muss ja gigantisch gewesen sein . Zwar haben sie dadurch viel absetzen können, wenn man dann aber von jedem abgesetzten Teil prozentual die Werbungskosten und die unendlich Lange und teure Produktionszeit abzieht bleibt schlussendlich nichts übrig. Die hatten am Schluss gar keine andere Wahl als 5 Millionen Einheiten absetzen zu müssen um etwas Gewinn einzufahren Beim Anfang der Entwicklung schaute die Rechnung total anderst aus.

Wären sie mutiger gewesen und hätten einfach das Vorhandene potential der Serien im ursprünglichen Sinn ausgebaut anstatt langwierig und kostspielig an irgendeinem Trend angepasst( der eigentlich schon längst vorbei ist), wären die Titel deutlich schneller fertig gewesen und hätten nicht über schon beinahe 1bis 2 Jahre hinweg intensiv beworben werden müssen. Wobei sie bei Tomb Raider ja geradezu eine Medien Schlacht finanzieren mussten weil die Fans dieses neue Unchardet Tomb Raider mit Scriptfilmchen, HollywoodAktion und QTE , halbautomatik Gaming so gar nicht wollten.

Das jetzt Unchardet Fans das neue Tomb Raider gut finden ist eigentlich eher negativ für Tomb Raider.Speciell wenn man dann in die zukunft schaut, bzw seine eigene Marke aufbauen möchte. Ohne echte Eigenständigkeit keine echte Marke. Das ist nicht Prämium das ist uncool und dieses looser Image wird es nicht mehr los. Ok vielleicht mit ganz viel Werbung bei der nächsten Fortsetzung :wink:
Zuletzt geändert von KATTAMAKKA am 09.04.2013 14:06, insgesamt 9-mal geändert.
Benutzeravatar
Kajetan
Beiträge: 27139
Registriert: 13.04.2004 10:26
Persönliche Nachricht:

Re: Square Enix: Über Absatzprognosen und eingestampfte Proj

Beitrag von Kajetan »

muecke-the-lietz hat geschrieben: Am Ende gehört zur Hybris aber eben auch, viel zu viel für den Erfolg zu investieren, weil man das Erfolgspotenzial einfach völlig überschätzt.
Richtig. Rockstar meinte mit einem Max Payne 3 einen gigantischen Millionenseller zu haben ... paff, Bauchlandung. EA hat mit Warfighter und Dead Space 3 gewaltig daneben gegriffen, weit an den eigenen Erwartungen vorbei. Und was SE geritten hat zu denken, man könne mit einem TR-Reboot, der sich bis auf den Namen der Hauptfigur fast vollständig von allen anderen TR-Spielen unterschieden hat, mehr als 5 Mio. umsetzen? Ebenso Capcom, die dachten, man müsse RE nur auf seichte Action trimmen und würde dadurch das CoD-verseuchte westliche Publikum im Sturm erobern ...