Shroud of the Avatar: Forsaken Virtues: Richard Garriott: "Die meisten Game-Designer haben es nicht drauf."
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- JunkieXXL
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Re: Shroud of the Avatar: Forsaken Virtues: Richard Garriott
Ich weiss gar nicht wer das ist. Darf ich mal erfahren an was für "Superspielehits" er beteiligt war? Wer so grossspurig daherredet muss ja unsagbar gute Spiele geschaffen haben. Da bin ich mal gespannt. 
- Alter Sack
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Re: Shroud of the Avatar: Forsaken Virtues: Richard Garriott
Naja es gibt genau so viel Indiemüll wie Majormüll. Also nur weil Indie draufsteht muss es nicht gut sein.greenelve hat geschrieben:Tja, einerseits hat er Recht, andererseits ist sein Blick doch sehr getrübt.... Bei den großen Firmen gibt es eher eine Formel zum Designen als "Spielspaß". :/ Glücklicherweise trifft es nicht auf alle zu und wie schon gesagt, im Indiebereich ersaufen die Macher geradezu in Kreativität...
Ansonsten denke ich auch das man sich erst dann aus dem Fenster lehnen sollte wenn man auch was in der Hand hat.
- v3to
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Re: Shroud of the Avatar: Forsaken Virtues: Richard Garriott
@junkiexxl: http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Garriott
naja, grob gesagt, die ultima-reihe, die er ins leben gerufen hat, galt wohl neben bard's tale als die kult-trächtigste westliche rpg-reihe der 80er und 90er jahre. und er war chef von origin systems, welche zur gleichen zeit zu den absoluten top-spieleschmieden zählte und neben ultima noch solche perlen, wie wing commander, strike commander, privateer und crusader rausgebracht hatten. origin wurde später durch ea aufgekauft und ist mitlerweile zum download-service degradiert worden.
naja, grob gesagt, die ultima-reihe, die er ins leben gerufen hat, galt wohl neben bard's tale als die kult-trächtigste westliche rpg-reihe der 80er und 90er jahre. und er war chef von origin systems, welche zur gleichen zeit zu den absoluten top-spieleschmieden zählte und neben ultima noch solche perlen, wie wing commander, strike commander, privateer und crusader rausgebracht hatten. origin wurde später durch ea aufgekauft und ist mitlerweile zum download-service degradiert worden.
- AkaSuzaku
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Re: Shroud of the Avatar: Forsaken Virtues: Richard Garriott
Dafür mangelt es den Indies an Geld und Mitarbeitern. Wie viele Indie-Spiele gibt es schon, die man nicht auf den ersten Blick als solche erkennt?greenelve hat geschrieben:Tja, einerseits hat er Recht, andererseits ist sein Blick doch sehr getrübt.... Bei den großen Firmen gibt es eher eine Formel zum Designen als "Spielspaß". :/ Glücklicherweise trifft es nicht auf alle zu und wie schon gesagt, im Indiebereich ersaufen die Macher geradezu in Kreativität...
Kreativität ist zwar wichtig, aber wenn ein Spiel nur davon getragen werden soll, dann finde ich persönlich nur sehr selten, als ausreichend.
Außerdem sind z.B. Designer, die die kreativsten 2D-Indie-Spiele entwerfen, deshalb noch lange nicht "besser", als ihre Kollegen bei Rockstar Games oder Bethesda, die umfangreiche OpenWorld-Spiele entwerfen. Für sie ist es nämlich ungleich schwieriger ein durch und durch kreatives Spiel zu entwickeln. Alleine schon, weil man sich noch um eine Dimension mehr kümmern muss. Das sind halt ganz unterschiedliche Philosophien an so ein Spiel heranzugehen.
Btw: Synonym für "Spiel" gesucht :wink:
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maho76
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Re: Shroud of the Avatar: Forsaken Virtues: Richard Garriott
ganz simpel ausgedrückt - er ist der erfinder des modernen spielsystems:von JunkieXXL » Do Mär 21, 2013 12:52 pm
Ich weiss gar nicht wer das ist. Darf ich mal erfahren an was für "Superspielehits" er beteiligt war? Wer so grossspurig daherredet muss ja unsagbar gute Spiele geschaffen haben. Da bin ich mal gespannt.
party/gruppen-programmierung (= erste komplexe KI-steuerung in videospielen), komplexes inventarsystem/gruppeninventar, das moderne MMO-Konzept (social concepts), "open-world" (damals eingeschränkt durch rechnerkapazitäten und bandbreite)... ohne ihn kein wow, keine JRPGs, kein mmo jenseits von arena, kein FC, keine komplexen spielabläufe.
naja, kann man so ja nie sagen, aber er war halt derjenige der das alles "erdacht/vorhandene it verwendet" und eben auch als erstes umgesetzt und den grundstein für alles weitere gelegt hat.
er IST ein ganz großer der videospielgeschichte, fertig aus. das sollte ihm auch keiner streitig machen oder eine bringschuld fordern (lächerlich). ohne gariott gäbe es das moderne (und vor allem komplexe) spiel von heute nicht. wir haben ihn damals nicht umsonst geadelt, und ultima online wird nicht umsonst noch heute von einer gar nicht so kleinen community gespielt (es hat mechanismen drin wo noch heute fast jeder publisher "mal drüber nachdenkt das irgendwann mal zu machen", und das 1997).
jop < fanboy erster stunde und rosarote brille auf.
Zuletzt geändert von maho76 am 21.03.2013 14:35, insgesamt 2-mal geändert.
- Kajetan
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Re: Shroud of the Avatar: Forsaken Virtues: Richard Garriott
Mangel? Gerade der Umstand, dass man nicht nach Belieben das Geld zum Fenster rauswerfen kann oder 30 Leute nur an den Texturen der Gegner des zweiten Levelabschnittes basteln, sorgt für enorme Kreativität. Wie kann ich als Game-Designer ein bestimmtes Ziel erreichen, wenn ich das Problem nicht mit zig Millionen einfach totschmeissen kann, bis es kein Problem mehr ist, das man lösen muss?AkaSuzaku hat geschrieben:Dafür mangelt es den Indies an Geld und Mitarbeitern.
Roberto Rodriguez (Once upon a time in Mexico, usw.) meinte einmal zu der Frage von Filmstudenten, wie er denn diese oder jene Einstellung in "El Mariachi" gedreht habe, weil man ihm nicht glaubte, dass dieser Film nur 9000 Dollar gekostet haben soll: Geldmangel macht erfinderisch!
Ist in Ordnung. Es muss auch oberflächliche Grafikhuren gebenWie viele Indie-Spiele gibt es schon, die man nicht auf den ersten Blick als solche erkennt? Kreativität ist zwar wichtig, aber wenn ein Spiel nur davon getragen werden soll, dann finde ich persönlich nur sehr selten, als ausreichend.
- AkaSuzaku
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Re: Shroud of the Avatar: Forsaken Virtues: Richard Garriott
Das Wort "Mangel" ist sicherlich unglücklich gewählt. Es ist ja auch i.d.R. nicht so, dass die Indie-Designer lieber für die großen Studios arbeiten würden, weil das eben nicht deren Philosophie entsprechen würde.Kajetan hat geschrieben:Mangel? Gerade der Umstand, dass man nicht nach Belieben das Geld zum Fenster rauswerfen kann oder 30 Leute nur an den Texturen der Gegner des zweiten Levelabschnittes basteln, sorgt für enorme Kreativität. Wie kann ich als Game-Designer ein bestimmtes Ziel erreichen, wenn ich das Problem nicht mit zig Millionen einfach totschmeissen kann, bis es kein Problem mehr ist, das man lösen muss?AkaSuzaku hat geschrieben:Dafür mangelt es den Indies an Geld und Mitarbeitern.
Leider schließt so viel Geld momentan Kreativität und wenig Geld gute 3D-Grafik aus.
Für manche Entwickler sind das sogar die einzigen, die von Bedeutung sind. Nur gute Grafik finde ich davon aber mal abgesehen nie als ausreichend.AkaSuzaku hat geschrieben:Ist in Ordnung. Es muss auch oberflächliche Grafikhuren gebenKajetan hat geschrieben:Wie viele Indie-Spiele gibt es schon, die man nicht auf den ersten Blick als solche erkennt? Kreativität ist zwar wichtig, aber wenn ein Spiel nur davon getragen werden soll, dann finde ich persönlich nur sehr selten, als ausreichend.
Mir sind allgemein Spiele lieber, die ohne das Wort "nur" auskommen, wobei "nur eine gute Story" mMn ein Oxymoron ist.
- Melcor
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Re: Shroud of the Avatar: Forsaken Virtues: Richard Garriott
Hört sich so an als wäre er immer noch nicht wieder auf der Erde gelandet.
- Kajetan
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Re: Shroud of the Avatar: Forsaken Virtues: Richard Garriott
Ersteres ja, erwiesenermaßen. Letzteres? Nope. Schau Dir "Dear Esther" an. Oder schau Dir "Hawken" an. Meine Fresse, das sieht so geil aus, dass man nicht glauben möchte, dass "Hawken" nur von einer handvoll Leute mit Hilfe des UDKs entstanden ist.AkaSuzaku hat geschrieben: Leider schließt so viel Geld momentan Kreativität und wenig Geld gute 3D-Grafik aus.
- Alter Sack
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Re: Shroud of the Avatar: Forsaken Virtues: Richard Garriott
Er hat schon was geleistet aber da trägt man ihm ein bischen zu viel Ehre zu. Aber immerhin sagst du ja das du Fanboy bist :wink:maho76 hat geschrieben:ganz simpel ausgedrückt - er ist der erfinder des modernen spielsystems:von JunkieXXL » Do Mär 21, 2013 12:52 pm
Ich weiss gar nicht wer das ist. Darf ich mal erfahren an was für "Superspielehits" er beteiligt war? Wer so grossspurig daherredet muss ja unsagbar gute Spiele geschaffen haben. Da bin ich mal gespannt.
jop < fanboy erster stunde und rosarote brille auf.
- AkaSuzaku
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Re: Shroud of the Avatar: Forsaken Virtues: Richard Garriott
Kajetan hat geschrieben:Ersteres ja, erwiesenermaßen. Letzteres? Nope. Schau Dir "Dear Esther" an. Oder schau Dir "Hawken" an. Meine Fresse, das sieht so geil aus, dass man nicht glauben möchte, dass "Hawken" nur von einer handvoll Leute mit Hilfe des UDKs entstanden ist.AkaSuzaku hat geschrieben: Leider schließt so viel Geld momentan Kreativität und wenig Geld gute 3D-Grafik aus.
Dear Esther ist allerdings kaum noch als Spiel zu bezeichnen, wobei ich mit "animierten Büchern" ja kein Problem hab.
Hawken sieht wirklich gut aus, muss ich mal spielen und wenn nur um den Haken zu finden.. Es gibt keine "hakenlosen" Spiele. :wink:
Vermutlich ist das dafür ein komplett uninspirierter Shooter-Abklatsch.
(Bei den großen Studios wird man für den Optimismus dafür immer abgestraft..)
-
Kirghiz
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Re: Shroud of the Avatar: Forsaken Virtues: Richard Garriott
Muß dem Zustimmen und leider auch irgendwie Garriott auch wenn ich seine Großspurigkeit nicht leiden kann. Und nur weil eine handvoll Indies was brauchbares produziert haben sind sie nicht das Allheilmittel. Und von denen würde ich viele nicht mal mehr als richtiges Spiel bezeichnen, aber das ist wieder ein anderes Thema.Alter Sack hat geschrieben: Naja es gibt genau so viel Indiemüll wie Majormüll. Also nur weil Indie draufsteht muss es nicht gut sein.
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Re: Shroud of the Avatar: Forsaken Virtues: Richard Garriott
Große Worte, jetzt muss man mal sehen was denn am Ende dabei herauskommt.
In einzelnen Punkten würde ich ihm sogar zustimmen. Dann allerdings Peter Molyneux als guten Designer zu nennen ist ungünstig. Zumindest ohne den Zusatz "vor 2000 ".
In einzelnen Punkten würde ich ihm sogar zustimmen. Dann allerdings Peter Molyneux als guten Designer zu nennen ist ungünstig. Zumindest ohne den Zusatz "vor 2000 ".
- Kajetan
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Re: Shroud of the Avatar: Forsaken Virtues: Richard Garriott
Hey, es ging um 3D-GraphikAkaSuzaku hat geschrieben:Dear Esther ist allerdings kaum noch als Spiel zu bezeichnen, wobei ich mit "animierten Büchern" ja kein Problem hab.
Mein Haken bei Hawken ist leider der Umstand, dass man daraus einen F2P-Action-Geballer gemacht hat. Hier hat klar das Geld für ein vollwertiges SP-Spiel gefehlt, denn sowas schüttelt man nicht einfach so aus dem Ärmel. Schicke 3D-Graphik ist auch nicht mehr das Problem, seitdem Entwickler auf viele leistungsfähige Devkits und Middleware zurückgreifen können.Hawken sieht wirklich gut aus, muss ich mal spielen und wenn nur um den Haken zu finden.. Es gibt keine "hakenlosen" Spiele. :wink:
Vermutlich ist das dafür ein komplett uninspirierter Shooter-Abklatsch.Bei Indies bin ich von Haus aus skeptisch.
(Bei den großen Studios wird man für den Optimismus dafür immer abgestraft..)
- Satus
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Re: Shroud of the Avatar: Forsaken Virtues: Richard Garriott
Weg da ihr jungen Unwissenden!
RG habe ich meine ersten großen Rollenspielmomente in diversen riesigen offenen Welten zu verdanken. Von daher - ja er ist eine wichtige Persönlichkeit in der Spielebranche.
Ob er in der Zukunft angekommen ist wage ich dennoch zu bezweifeln.
Bin immernoch übrigens immernoch unendlich traurig, dass Tabula Rasa gescheitert ist - hatte ein paar gut Ansätze und war am Ende richtig unterhaltsam. Der Fainess halber ganz RGs Schuld wars sicher nicht. NCsoft hat einige gute Spiele beerdigt.
RG habe ich meine ersten großen Rollenspielmomente in diversen riesigen offenen Welten zu verdanken. Von daher - ja er ist eine wichtige Persönlichkeit in der Spielebranche.
Ob er in der Zukunft angekommen ist wage ich dennoch zu bezweifeln.
Bin immernoch übrigens immernoch unendlich traurig, dass Tabula Rasa gescheitert ist - hatte ein paar gut Ansätze und war am Ende richtig unterhaltsam. Der Fainess halber ganz RGs Schuld wars sicher nicht. NCsoft hat einige gute Spiele beerdigt.
