Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

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brent
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von brent »

Wigggenz hat geschrieben:
greenelve hat geschrieben:Oder anders ausgedrückt, warum muss eine Frau in Spielen in Not geraten, nur damit ich als Spiele eine emotionale Bindung zu ihr aufbaue? Kann sie nicht mir mir gemeinsam Abenteuer erleben und an meiner Seite bestehen?
Menschen wissen jemanden oder etwas erst zu schätzen, wenn dieser jemand oder dieses etwas nicht mehr da ist. ;)

Einen nahestehenden Menschen in Not zu sehen lässt viel leichter Emotionen entstehen, als diesen in Sicherheit zu wissen.
Kriegen sie aber selten gebacken.
Hat mich in HR nicht gekratzt, hat mich in Hitman nicht gekratzt - einfach, weil man viel zu wenig erfährt. HR hats immerhin versucht, aber hundertmal knapp zu spät zu kommen geht halt irgendwann doch nur auf den Sack. Bisschen plump, die ganze Kiste. Nicht grad großes Storytelling, diese Schnitzeljagd. Von mir aus könnten die da auch irgend ne Superformel hinpacken, hätte denselben Wert.
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muecke-the-lietz
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von muecke-the-lietz »

Wigggenz hat geschrieben:
greenelve hat geschrieben:Oder anders ausgedrückt, warum muss eine Frau in Spielen in Not geraten, nur damit ich als Spiele eine emotionale Bindung zu ihr aufbaue? Kann sie nicht mir mir gemeinsam Abenteuer erleben und an meiner Seite bestehen?
Menschen wissen jemanden oder etwas erst zu schätzen, wenn dieser jemand oder dieses etwas nicht mehr da ist. ;)

Einen nahestehenden Menschen in Not zu sehen lässt viel leichter Emotionen entstehen, als diesen in Sicherheit zu wissen.
Was aber in Anbetracht der Beispiele Mario und Zelda lächerlich wirkt. Bei Mario ist das so dermaßen reduziert und nebensächlich, dass an keiner Stelle so eine "Bindung" angedeutet wird.

Bei Zelda lernt man Zelda ja immer recht spät kennen und ist auch in den seltensten Fällen mit ihr zusammen - von einer Bindung und Verlust kann hier also auch nur schwerlich die Rede sein.

Also ich fasse mal hier die Gegenargumente zusammen: Auf der einen Seite ist das DiD Prinzip in Zelda und Mario lächerlich und absolut harmlos weil superkindlich, naiv und witzig gemeint, auf der anderen Seite wird aber plötzlich von Bindung und Verlust gesprochen - also doch nicht so harmlos, naiv und witzig.
Wenn die Motivationen doch so stark sind, dann kann man nämlich durchaus wieder von einem besorgniserregendem DiD Prinzip sprechen. Denn dann können angeblich nur die Jungs die Mädels verlieren und sie retten, nicht andersrum. Denn das ist doch so gut wie nie der Fall. Was denn nun?

Aber immerhin bekommt die Diskussion jetzt mal langsam einen Bezug zu dem Video und ich freue mich, dass du doch noch nicht ganz aufgegeben hast.
Armin
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Armin »

Interessantes Video, lustige 50er Jahre Tetzlaff Style Reaktionen von so manchem brent-gracjanski hier im Thread. Freue mich auf die naechsten 11 Videos und Threads. :mrgreen:
Randall Flagg
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Randall Flagg »

Armin hat geschrieben:Interessantes Video, lustige 50er Jahre Tetzlaff Style Reaktionen von so manchem brent-gracjanski hier im Thread. Freue mich auf die naechsten 11 Videos und Threads. :mrgreen:
Da kannst du aber buchstäblich Monate warten. 9 Monate hat's bis zum ersten Video gebraucht. Wenn sie jetzt noch einmal 9 Monate für jedes VIdeo braucht, hat sie eine Lebensaufgabe.
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muecke-the-lietz
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von muecke-the-lietz »

Armin hat geschrieben:Interessantes Video, lustige 50er Jahre Tetzlaff Style Reaktionen von so manchem brent-gracjanski hier im Thread. Freue mich auf die naechsten 11 Videos und Threads. :mrgreen:
Und auf weitere, unterhaltsame Reaktionen :)
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greenelve
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von greenelve »

muecke-the-lietz hat geschrieben:
Wigggenz hat geschrieben:
greenelve hat geschrieben:Oder anders ausgedrückt, warum muss eine Frau in Spielen in Not geraten, nur damit ich als Spiele eine emotionale Bindung zu ihr aufbaue? Kann sie nicht mir mir gemeinsam Abenteuer erleben und an meiner Seite bestehen?
Menschen wissen jemanden oder etwas erst zu schätzen, wenn dieser jemand oder dieses etwas nicht mehr da ist. ;)

Einen nahestehenden Menschen in Not zu sehen lässt viel leichter Emotionen entstehen, als diesen in Sicherheit zu wissen.
Was aber in Anbetracht der Beispiele Mario und Zelda lächerlich wirkt. Bei Mario ist das so dermaßen reduziert und nebensächlich, dass an keiner Stelle so eine "Bindung" angedeutet wird.

Bei Zelda lernt man Zelda ja immer recht spät kennen und ist auch in den seltensten Fällen mit ihr zusammen - von einer Bindung und Verlust kann hier also auch nur schwerlich die Rede sein.

Also ich fasse mal hier die Gegenargumente zusammen: Auf der einen Seite ist das DiD Prinzip in Zelda und Mario lächerlich und absolut harmlos weil superkindlich, naiv und witzig gemeint, auf der anderen Seite wird aber plötzlich von Bindung und Verlust gesprochen - also doch nicht so harmlos, naiv und witzig.
Wenn die Motivationen doch so stark sind, dann kann man nämlich durchaus wieder von einem besorgniserregendem DiD Prinzip sprechen. Denn dann können angeblich nur die Jungs die Mädels verlieren und sie retten, nicht andersrum. Denn das ist doch so gut wie nie der Fall. Was denn nun?

Aber immerhin bekommt die Diskussion jetzt mal langsam einen Bezug zu dem Video und ich freue mich, dass du doch noch nicht ganz aufgegeben hast.
Weil die Spiele damals keine Technik hatten, mehr zu erzählen. Daher auch erstmal nur die Jungfrau in Nöten, da sie mit wenigen Bildern sofort verständlich ist. Später gab es OoT mit Salia und der traurigen Sequenz wenn man das erste Mal das Dorf verlässt...ohne das sie in Gefahr war. Oder Mass Effect mit Tali'Zorah nar Rayya vas Normandy, die ebenfalls als Charakter mit Gesprächen zu überzeugen weiss. (und bei der ich Blut und Wasser geschwitzt hab, als sie durch die Rohre gekrabbelt ist, auch weil ich damals bereits wusste, dass alle Charakter am Ende von Mass Effect 2 sterben können und sie mir ans Herz gewachsen war, ohne dazu (Jungfrau) in Nöten gewesen sein zu müssen)

Generell, Baldurs Gate, Kotor, RTS, Shooter und wie sie alle heissen, bauen wir durch Interaktion und gemeinsame Erlebnisse Emotionen zu den Figuren auf. Was haben wir mit dem Masterchief nicht das Universum gerettet und eine Bindung zu ihm erlangt. Mit Ruy Hayabusa geflucht und geschimpft über die Unfähigkeiten und Dummheit eines Ninjas und doch, in unserem Herzen ist er der Größte (in Ninja Gaiden). Gemeinsam gefürchtet mit Jill Valentine und erst durch die Angst zusammengeschweisst, und seien wir mal ehrlich, die Dame hat mutiger in das Antlitz von Zombies geschaut als wir. Wir waren teils nicht mal in der Lage den nächsten Schritt zu machen, während sie niemals den Befehl verweigert hat. :Applaus:
johndoe1527797
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von johndoe1527797 »

Könnt ihr nicht aufhören gegen diese Person (Frau zu sagen wäre ja sexistisch) zu haten?!

So kriegt sie doch nur noch mehr Bühne.

Und ihr seid doch alle naiv, wenn ihr wirklich glaubt, dass sie zufrieden wäre, wenn Weiblein Männlein rettet. :roll: Sie ist ne Lesbe und will, dass Weiblein Weiblein rettet!!
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muecke-the-lietz
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von muecke-the-lietz »

@greenelve

Aber gerade in Halo (4) ist das doch wieder so eine Sache. Cortana ist eine Ki, dargestellt als nackte, heiße Sexbombe, die, durch ihre Programmierung, zur Jungfrau in Nöten wird. Ich muss dir da jetzt nicht erklären, wo das Problem liegt, oder?

Mass Effect war ja tatsächlich immer schon einen Schritt weiter. Alleine, dass im 3. Teil auch direkt homosexuelle Beziehungen möglich sind, ist schon großartig. Vor allem mal, weil die Beziehungen in ME 3 auch mit zum Teil großer Sorgfalt dargestellt werden, also nicht nur aus emotionslosen Textbalken bestehen.

Da stört es auch schon fast nicht, dass alle weiblichen Aliens superheiß dargestellt werden, weil die Geschlechter in diesem Universum quasi vorbildlich gleichgestellt sind, ohne absolut androgyn und asexuell zu sein.
Randall Flagg
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Randall Flagg »

muecke-the-lietz hat geschrieben: Alleine, dass im 3. Teil auch direkt homosexuelle Beziehungen möglich sind, ist schon großartig. Vor allem mal, weil die Beziehungen in ME 3 auch mit zum Teil großer Sorgfalt dargestellt werden, also nicht nur aus emotionslosen Textbalken bestehen.
Hast du eine andere Version von ME3 gehabt als ich? Ich erinnere mich, dass die Romanzen unglaublich kitischig und schlecht waren. Und vollkommen unglaubwürdig. Und emotional war es auch nicht wirklich. Zumal alle Shepard nur als "Shepard" angesprochen haben.

Na ja, such is life at the SSV Daddy Issues.
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brent
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von brent »

neo6238 hat geschrieben:Könnt ihr nicht aufhören gegen diese Person (Frau zu sagen wäre ja sexistisch) zu haten?!

So kriegt sie doch nur noch mehr Bühne.

Und ihr seid doch alle naiv, wenn ihr wirklich glaubt, dass sie zufrieden wäre, wenn Weiblein Männlein rettet. :roll: Sie ist ne Lesbe und will, dass Weiblein Weiblein rettet!!
Das Schema ist eh nur zielgruppengerecht, Jungs retten eben keine Jungs. Wär ja fol schawul und so.
Randall Flagg hat geschrieben:
muecke-the-lietz hat geschrieben: Alleine, dass im 3. Teil auch direkt homosexuelle Beziehungen möglich sind, ist schon großartig. Vor allem mal, weil die Beziehungen in ME 3 auch mit zum Teil großer Sorgfalt dargestellt werden, also nicht nur aus emotionslosen Textbalken bestehen.
Hast du eine andere Version von ME3 gehabt als ich? Ich erinnere mich, dass die Romanzen unglaublich kitischig und schlecht waren. Und vollkommen unglaubwürdig. Und emotional war es auch nicht wirklich. Zumal alle Shepard nur als "Shepard" angesprochen haben.

Na ja, such is life at the SSV Daddy Issues.
Also ich finds schon realistisch, dass man auf aufmunternde Worte für ein Crewmitglied Poposecks angeboten bekommt. Eine Hand wäscht halt die andere.
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muecke-the-lietz
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von muecke-the-lietz »

Randall Flagg hat geschrieben:
muecke-the-lietz hat geschrieben: Alleine, dass im 3. Teil auch direkt homosexuelle Beziehungen möglich sind, ist schon großartig. Vor allem mal, weil die Beziehungen in ME 3 auch mit zum Teil großer Sorgfalt dargestellt werden, also nicht nur aus emotionslosen Textbalken bestehen.
Hast du eine andere Version von ME3 gehabt als ich? Ich erinnere mich, dass die Romanzen unglaublich kitischig und schlecht waren. Und vollkommen unglaubwürdig. Und emotional war es auch nicht wirklich. Zumal alle Shepard nur als "Shepard" angesprochen haben.

Na ja, such is life at the SSV Daddy Issues.
Ja, aber schonmal mehr als in anderen Games dieser Generation. Ich sag ja auch nicht, dass es perfekt war, aber eben mit mehr Sorgfalt als einfach nur Textbalken hinzuklatschen. Mehr geht eigentlich immer.

@brent
Ich glaube, so langsam durchschaue ich deine Masche. Gut, muss es auch geben.
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Wigggenz
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Wigggenz »

War es nicht in ME3 so, dass schon kleinere Sympathiebekundungen zu Liebesbeziehungen führten? :D
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Wurmjunge
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Wurmjunge »

brent hat geschrieben: Also ich finds schon realistisch, dass man auf aufmunternde Worte für ein Crewmitglied Poposecks angeboten bekommt. Eine Hand wäscht halt die andere.
Mann das spielt doch in der Zukunft: Hunger, Armut und Krankheit sind besiegt, lecker Essen kommt aus dem Replikator und Geld ist nur mehr ein lustiges Relikt aus dem finsteren industriellen Mittelalter. Ohne mindestens eine sexuelle Revolution ist sowas nun wirklich nich machbar. Freie Liebe im Weltall heißt jetzt die Devise, die Normandy ist somit letztendlich nur ein überlichtschneller Swingerclub auf intergalaktischer Erlebnisreise.

Tja, Spiele und dämliche Klischees, was für ein Thema....
Da spielen wir jetzt notorische Mörder und Diebe, bezahlte Söldner, Mafiosi, Generäle, Kriegstreiber und Diktatoren. Das Bedürfnis nach mehr "political correctness" bezüglich latenter Frauenfeindlichkeit kann ich da jetzt nicht ganz zu 100% nachempfinden.
Sieben79
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Sieben79 »

Hab mir mal alles durchgelesen (ca 3 Tage :) ).

Das Video von der Anita "Damsel in Distress" hat mir bisher gut gefallen und bin gespannt womit sich die nächsten Videos von ihr beschäftigen. Das mit der deaktivierten Bewertungs- und Kommentarfunktion stört mich nicht im geringsten und bei den Kommentaren, die bei älteren Videos geschrieben wurden (der gezeigte Screenshot), kann ich ihre Entscheidung nur zu gut verstehen.

Zum Thema an sich: Ich spiele schon recht lange (SMB auf dem NES habe ich mit 8 Jahren gespielt) und muss zugestehen: es stimmt was sie sagt :) .

"DiD" ist an sich nicht schlimm, denn jeder Mensch (ob männlich oder weiblich spielt da keine Rolle) kann mal in eine Notlage geraten und freut sich über einen "Retter" bzw. einer helfenden Hand (auch hier spielt das Geschlecht keine Rolle). Ergo kann man durchaus Spiele kreieren, welche vom Klischee "Mann rettet Frau" abweichen herstellen. Die Spiele, welche auf den "DiD"-Plot setzen würden dadurch wesentlich interessanter werden, weil Abwechslung geboten ist.

Bei dem Beispiel mit StarFox Adventures musste ich sogar vor Dreistigkeit laut lachen. Wenn Sie nur den Charaktertausch vorgenommen hätten, hätte man ja noch damit grob argumentieren können, dass sich die Marke Starfox sich besser verkauft, als eine eher unbekannte Heldin. Aber die Ex-Heldin als (witziger weise noch mit weniger Kleidung als in der Urversion) "DiD" zu nutzen, finde ich doch ziemlich herablassend, nach dem Motto: Als Hauptheldin eignet sie sich nicht, als "Opfer" schon.
Immerhin:
de.starfox.wikia.com Am Ende des Spieles gelingt es Fox McCloud Krystal zu befreien und Krystal schließt sich dem Starfox-Team an.
und
de.starfox.wikia.com Krystal ist eine mysteriöse junge Dame mit übersinnlichen Wahrnehmungskräften. Sie nutz ihr Talent, um Gefahren vorherzusagen und so ihre Team-Kameraden zu unterstützen.
Nur leider klingt das nicht so cool, wie Heldin eines eigenen Spiels zu sein ;) .

Was Prinzessin Peach angeht: Die ist so charakterlos, so dass man sie in den Spielen auch locker mit einem Gegenstand ersetzen könnte, der "begehrenswert" ist (nen Pümpel, ohne den Mario nicht arbeiten kann; kann von mir aus auch magisch sein). Dies trifft auch auf Zelda zu (hab die Teile nur bis Majors Mask gespielt). Denke diese Charakterlosigkeit ist es, die Anita bemängelt. Es wird ein weiblicher "Charakter" zu einem "Gegenstand zum Zweck" reduziert und da haben wir den Sexismus.
"Gegenstand zum Zweck" -> Man könnte auch sagen: Frauen sind dazu da, um gerettet zu werden, geil auszusehen, sich begrapschen zu lassen, den Mann zu befriedigen, zu kochen, zu gebären, zu putzen, Kinder zu erziehen, etc. . Halt vergleichbar mit z.B. einer Lampe, deren Verwendungszweck dient eingeschaltet zu werden, wenn es dunkel ist, mehr auch nicht ;) .

Hmm, die Frage, ob die Pilotin von Force Unleashed auch in das "DiD"-Schema passt: Ja, aber nicht durch Charakterlosigkeit wie bei Peach. Das Star Wars - Universum ist nicht so aufgebaut, dass Frauen automatisch schwach sind oder benachteiligt sind, sondern haben die gleichen Chancen wie Männer auch. Es gibt ja auch weibliche Jedi und Sith. Bei Letzteren entscheidet eher die Fähigkeit die Macht zu nutzten und nicht das Geschlecht. Mit Vader oder dem Imperator würde ich mich auch nicht anlegen wollen und zudem würde es keinen Unterschied machen, wenn die Beiden weiblich wären (Darth Thraya aka Kreia aus Kotor2 fand ich ziemlich cool ;) . Nicht ihre Männlichkeit macht sie gefährlich, sondern die Macht.
?Juno? ist als Nichtmachtbegabte leicht durch die Macht beeinflussbar, ein männlicher Charakter hätte das gleiche Problem gehabt. Ergo findet hier eine Gleichstellung statt. Auch Starkiller als Frau und und Juno als Mann hätte problemlos funktioniert. Die Frage warum Starkiller nun männlich ist? Keine Ahnung, vielleicht wurde ne Münze geworfen... .
Ach wobei wir gerade bei Star Wars sind: Luke Skywalker rettet Han Solo aus den Fängen von Jabba the Hutt ;)

Naja, ich bin mal auf weitere Videos gespannt :)
AlastorD
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von AlastorD »

Wigggenz hat geschrieben:War es nicht in ME3 so, dass schon kleinere Sympathiebekundungen zu Liebesbeziehungen führten? :D
Pff verglichen mit The Witcher wo man von manchen Frauen für nen Strauß Blumen schon rangelassen wurde ist ME geradezu prüde :D