VitaminDark hat geschrieben:
Und woher kommt dieses bereits bestehende Rollenverständnis?
Google ist dein Freund.
Und ja, ich halte die Damsel Trope in Spielen für nicht signifikant einflussnehmend auf das Rollenverständnis der Spieler. Meine daraus gezogene Schlussforderung ist logisch.
Die Frage solltest du nicht mir, sondern dir selbst beantworten.
Dein Ausweichen auf "Google ist dein Freund" belegt nur, daß du entweder...
a) es selbst nicht weißt, denn: du behauptest u.a. daß man sich während des Spielens keine Gedanken mache. Das bedeutet, im Umkehrschluss, daß du denkst, diese Art von Lernen geschehe kognitiv/bewußt (es würde also nur gelernt, wenn man sich dabei "Gedanken macht"); was beweist, daß du keine Ahnung hast (bei dieser Art von Lernen [Rollenbilder] geht es um Modell-Lernen, operante Verstärkung etc.), dich aber trotzdem mit gewagten Behauptungen dazu äußerst, was schon recht frech ist - ich habe fünf Jahre Psychologiestudium samt Abschluss, aber du zu allem eine Meinung.
b) oder dir allmählich selbst dämmert, daß du Zugeständnisse machen müsstest, die deine eigenen Aussagen widerlegen, deswegen auch dein unbestimmtes Geraune (der lakonische Hinweis, sich das mal selbst zu ergooglen soll nahelegen, du wüßtest das alles natürlich und ich solle mir das nochmal anlesen), anstatt irgendwelcher Argumente. Es könnte dir selbst dämmern, denn wenn du nämlich schon von "Rollenverständnis" sprichst, impliziert dies ja, daß das irgendwann gelernt werden musste. So viel zu deinem Verständnis von Logik.
Desweiteren, um der intellektuellen Redlichkeit willen, solltest du schon mit der Theorie arbeiten, die die Autorin des Videos an den Sachverhalt anlegt (denn die willst du ja widerlegen): Sie Rekonstruiert die Genese von Rollenbildern, um sie durch Aufklärung (so die Hoffnung) zu Dekonstruieren (das halte ich für methodisch falsch, aber es ist nunmal der Gegenstand dieser Diskussion). Ferner behauptet die Autorin, daß das DiD nur ein Frauenbild unter vielen ist und es
pars pro toto(!) steht, also
1. ... weder alle Frauenbilder erschöpfend erklären soll, noch
2. ... signifikante Wirkung haben soll, sondern den Wirkmmechanismus exemplarisch darlegen.
Das ist wirklich nur schwer zu verstehen, wenn da noch ein anderer Widerstand am Werke ist, als Unwissenheit, ein eher psychologischer Widerstand.
Somit ist durch die sture Behauptung, etwas sei logisch, oder das trotzige Beschwören, etwas sei abstrus/realitätsfern/konstruiert, noch lange nicht so (ebenso wie etwas nicht einfach mit den Verweis auf "googlen" erklärt werden kann).