Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

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schefei
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von schefei »

crewmate hat geschrieben:Welche Bedeutung haben Anitas Videos eigentlich? Welchen Einfluss werden sie auf Bobby Kotick und Martin Defries ausüben? Was wird Anita uns kaputt machen und was macht euch solche Sorgen? Nichts. Sie macht einfach ein paar Videos im Netz. Ihr Einfluss ist meiner Meinung nach total überbewertet und ihre Bekanntheit fußt auch auf dem Shitstorm - die Hater haben ihr durch ihre Aufmerksamkeit nur geholfen. Nichts wird sich durch Anita ändern. Sie hat eine interessante Diskussion ausgelöst, zu der Sie am wenigsten beiträgt durch ihre einseitige konservative Haltung.
Vielleicht darf man in COD und Co. in Zukunft ja auch mal weibliche Gegner umnieten, es kann ja nicht sein das immer nur Männer Kanonenfutter spielen dürfen. :Häschen:
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crewmate
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von crewmate »

Es gibt bei Call of Duty keine Frauen als Charaktermodelle? Huh.
Abe81 hat geschrieben:
crewmate hat geschrieben:... Es ist völlig bedeutungslos.
Diese Begründung für sich in Anspruch zu nehmen, hieße gar nichts mehr zu publizieren. Da stellt sich mir die Frage, warum du das dennoch machst, wenn doch dein Kommentar ebenso nichts verändert?

Ich finde die Menge an Menschen, die das Video gesehen haben, läßt den Schluss zu, das wenige darunter sind, die vielleicht sogar ihre Meinung geändert haben. Alleine die Wahrscheinlichkeit spricht dafür. Die Frage sollte sich nicht am Effekt ausrichten (sonst müsste man den Inhalt danach ausrichten, was am effektvollsten ist; siehe Rhetorik der 'Volksparteien'), sondern dem Inhalt verpflichtet bleiben. Ich finde es auch etwas wohlfeil von dir, das zu behaupten, denn zurücklehnen und sagen: "ändert sich ja eh nichts" ist eine Kritik, die retrospektiv in 95% der Fälle richtig erscheint, aber vorher geäußert eine selbsterfüllende Prophezeiung darstellt.
Ich habe den Eindruck, das besonders die Harschen Kritiker Angst davor haben, das die Anita uns unsere Videospiele wegnimmt und auf ihnen manisch lachend herumspringt. Als würde sie uns den Duke wegnehmen, den Dead or Alive Mädels die Titten mit einer Nadel zersticht und wir bald alle nur noch Persona4 spielen dürfen. Das scheint mir bei den meisten der "Macker" Posts durch. Diese Angst. Solche Befürchtungen treten bei jeder an Videospielen geäußerten Kritik auf. Auch wenn Warren Spector die Benutzung von Gewalt als Stilmittel in Videospielen kritisiert. Ihm wurden umgehend Zensurforderungen unterstellt, die er so niemals ausgesprochen hat.

Es geht mir um diese Befürchtungen, die ich für lächerlich uns unbegründet halte. Sie lenken meiner Meinung nach von der eigentlichen, sehr interessanten Diskussion ab.
Zuletzt geändert von crewmate am 10.03.2013 12:19, insgesamt 1-mal geändert.
Abe81
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Abe81 »

brent hat geschrieben:Videospiele sind durch ihre Stereotypisierung wirklich aller Inhalte wohl der neutralste Schauplatz überhaupt.
Woran man immer Unlogik erkennen kann: Wenn aus den Prämissen diese oder jene Konklusion folgen kann, also entweder deine Aussage oder auch das genaue Gegenteil: Videospiele sind durch ihre Stereotypisierung aller Inhalte (btw: das halte ich schon mal für eine falsche, weil übergeneralisierte Prämisse) der am wenigsten neutrale 'Schauplatz' überhaupt.
Schauplatz für was und von wem eigentlich? Solche über-allgemeinen Aussagen sind wirklich Nullaussagen.
Zuletzt geändert von Abe81 am 10.03.2013 12:20, insgesamt 2-mal geändert.
Abe81
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Abe81 »

crewmate hat geschrieben:
Abe81 hat geschrieben:
crewmate hat geschrieben:... Es ist völlig bedeutungslos.
Diese Begründung für sich in Anspruch zu nehmen, hieße gar nichts mehr zu publizieren. Da stellt sich mir die Frage, warum du das dennoch machst, wenn doch dein Kommentar ebenso nichts verändert?
Das scheint mir bei den meisten der "Macker" Posts durch. Diese Angst.

Es geht mir um diese Befürchtungen, die ich für lächerlich uns unbegründet halte. Sie lenken meiner Meinung nach von der eigentlichen, sehr interessanten Diskussion ab.
Das sehe ich auch so, dann habe ich dich wohl mißverstanden, nichts für ungut.
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TheLaughingMan
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von TheLaughingMan »

Abe81 hat geschrieben: Das bis zur Unkenntlichkeit zu abstrahieren lenkt nicht nur vom Thema ab, sondern auch davon, wer hier warum erniedrigt, beleidigt und gedemütigt wird. Es geht hier nicht um 'Feminismus' als Identitätszuschreibung, sondern als 'Einstellung'.
Auch auf die Gefahr hin zu "derailen" oder wie man das nennen soll, von welchem Feminismus reden wir hier? Wenn es um den von Sarkeesian, der in erster Linie die Gleichwertigkeit der Geschlechter zum Ziel hat bin ich wohl Feminist. Dass das aber nicht die einzige Strömung ist wissen wir wohl beide.
Es gibt ja durchaus jenen der Fest davon ausgeht das Frauen prinzipiell die besseren Menschen sind und Männern gegenüber unverholen feindlich eingestellt ist.
Abe81 hat geschrieben: Wenn du, obschon es explizit das Thread-Thema ist, ignorierst, warum diese Frau beleidigt wird, nämlich als Frau, dann kannst du dir auch die menschelnde Kritik ersparen, denn diese benötigt erstmal eine Begründung.


Nenn es ruhig menschelnd, aber ich brauche keine tiefere Begründung um vom dem Verhalten mancher Leute angewidert zu sein.
Abe81 hat geschrieben: Einfach so zu präjudizieren, daß alle Menschen gleich sein sollen, verkennt, wenn nicht sogar verschleiert, warum sie ungleich sind. Das nennt man auch Voluntarismus.
Offensichtlich sind sie es ja nicht. Egal was ich davon halten mag.
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Wigggenz
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Wigggenz »

Anita wirft den Machern von Videospielen, die sich des DiD-Konzepts bedienen, eine misogyne Gesinnung vor, wie z.B. Nintendo bei Starfox Adventures.

Das ist es, was mich unter Anderem an ihrem Video stört.

Das finde ich nicht nur falsch, sondern auch anmaßend und beleidigend. Ich lasse mir nicht gefallen, sexistisch oder misogyn genannt zu werden, weil ich z.B. auch Spiele mit DiD-Konzept (wie die Nintendo-Klassiker) sehr gerne spiele. Ich wünsche mir auch eine Gleichberechtigung und auch eine Gleichstellung z.B. in der Hinsicht, dass Frauen derselbe Lohn für dieselbe Arbeit gezahlt wird, und soll trotzdem Frauenunterdrückung unterstützen, weil ich Spiele mit DiD-Konzept nicht verachte?

Dann kommt noch hinzu, dass sie nichtmals zulässt, eine einfache Wertung in Form von "gefällt mir" oder "gefällt mir nicht" abzugeben.
BlackPigeon
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von BlackPigeon »

Raksoris hat geschrieben:Jetzt ist die Wurst sogar auf 4players aufgetaucht.
Meine letzte Bastion , wo man nicht darüber lesen durfte, ist gefallen.
Amen.

Natürlich ist es zwar ein Thema über das man ruhig reden kann. Aber hat's bisher niemanden interessiert dass sie hunderttausende Dollar bekommt für ein paar popelige Vlogs, die nichtmal aufwändig "recherchiert" sind? Sie könnte doch wenigstens ein paar Ausflüge in die Welt machen und Experten interviewen anstatt etwas was ihre eigene Meinung zu sein scheint abzudrucken. Und wieso zum Teufel holt sie die ganzen alten Schinken des Gamings heraus? Meine Güte.
Abe81
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Abe81 »

TheLaughingMan hat geschrieben:
Abe81 hat geschrieben: Das bis zur Unkenntlichkeit zu abstrahieren lenkt nicht nur vom Thema ab, sondern auch davon, wer hier warum erniedrigt, beleidigt und gedemütigt wird. Es geht hier nicht um 'Feminismus' als Identitätszuschreibung, sondern als 'Einstellung'.
... von welchem Feminismus reden wir hier? Wenn es um den von Sarkeesian, der in erster Linie die Gleichwertigkeit der Geschlechter zum Ziel hat bin ich wohl Feminist. Dass das aber nicht die einzige Strömung ist wissen wir wohl beide.
Es gibt ja durchaus jenen der Fest davon ausgeht das Frauen prinzipiell die besseren Menschen sind und Männern gegenüber unverholen feindlich eingestellt ist.
Es mag diesen geben, du spielst vermutlich auf bestimmte Ausprägungen des Differenzfeminismus an, aber der ist heutzutage mehr ein straw-feminism und war auch zu seiner Zeit nie besonders en vouge. Nur für seine Gegner, um sich einen Strohmann zu bauen ("Feminazi"). Ich vermute mal, du schreckst ja auch nicht davor zurück, dich Humanisten zu nennen, nur "Feminist" hat dann den schmuddeligen Charakter/Anklang des 'Partikularinteresses'.

Das zu Erklärende wäre doch hier, obschon (ich greife das mal auf, weil du dich etwas paraphrasierend auf sowas wie Menschenrechte berufst; all gleich etc.) es de jure eine Annäherung an Gleichheit gibt (zumindest in den USA und mit Einschränkungen in Deutschland), es de facto nicht so ist. Man wischt dieses zu Erklärende aber vom Tisch, wenn man einfach nur voluntaristisch behauptet, es solle so sein und man habe sich danach zu benehmen. Damit spielst du jener Gegenaufklärung in die Hand, die behauptet, Gleichstellung der Geschlechter sei doch schon längst erreicht.
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brent
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von brent »

Abe81 hat geschrieben:
brent hat geschrieben:Videospiele sind durch ihre Stereotypisierung wirklich aller Inhalte wohl der neutralste Schauplatz überhaupt.
Woran man immer Unlogik erkennen kann: Wenn aus den Prämissen diese oder jene Konklusion folgen kann, also entweder deine Aussage oder auch das genaue Gegenteil: Videospiele sind durch ihre Stereotypisierung aller Inhalte (btw: das halte ich schon mal für eine falsche, weil übergeneralisierte Prämisse) der am wenigsten neutrale 'Schauplatz' überhaupt.
Schauplatz für was und von wem eigentlich? Solche über-allgemeinen Aussagen sind wirklich Nullaussagen.
Ja, reds dir nur ein. Wenn du jedem auf den Schlips trittst, sind alle gleich dran und keiner hat das Recht, für sich zu beanstanden er würde benachteiligt.
Abe81
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Abe81 »

BlackPigeon hat geschrieben:
Raksoris hat geschrieben:Jetzt ist die Wurst sogar auf 4players aufgetaucht.
Meine letzte Bastion , wo man nicht darüber lesen durfte, ist gefallen.
Amen.

Natürlich ist es zwar ein Thema über das man ruhig reden kann. Aber hat's bisher niemanden interessiert dass sie hunderttausende Dollar bekommt für ein paar popelige Vlogs, die nichtmal aufwändig "recherchiert" sind? Sie könnte doch wenigstens ein paar Ausflüge in die Welt machen und Experten interviewen anstatt etwas was ihre eigene Meinung zu sein scheint abzudrucken. Und wieso zum Teufel holt sie die ganzen alten Schinken des Gamings heraus? Meine Güte.
Es nimmt sich anscheinend ungesprochen leicht aus, Kritik an etwas zu üben, das man noch gar nicht kennen kann, weil es noch nicht veröffentlicht wurde. Hättest du das Video gesehen, bevor du es kommentierst, würdest du wissen, warum erstmal die alten Schinken kommentiert werden und es im nächsten Video um aktuellere Spiele gehen wird. Du kannst ferner noch nicht wissen, ob sie nicht genau das tun wird, was du ihr hier aber schon vorher absprichst, getan zu haben (Experten interviewen etc.). Wenn man kritisiert, ohne den Gegenstand der Kritik zu kennen (ja sogar: kennen zu können), riecht das sehr nach Abwehr. Wie crewmate das weiter oben schon richtig benannte: Es geht mehr um Angst, anstatt um sachliche Auseinandersetzung.

Der widerlich reaktionäre Duktus dieser Art von Posts: Jezt wird einem auch noch die letzte, ungestörte männliche Domäne von Frauen mies gemacht. Die Computerspiele und ihre online communities. Die Rotary-Clubs und Burschenschaften für Abgehängte, die sich die ersten beiden Clubs nicht leisten können....
Zuletzt geändert von Abe81 am 10.03.2013 12:54, insgesamt 1-mal geändert.
Abe81
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Abe81 »

brent hat geschrieben:
Abe81 hat geschrieben:
brent hat geschrieben:Videospiele sind durch ihre Stereotypisierung wirklich aller Inhalte wohl der neutralste Schauplatz überhaupt.
Videospiele sind durch ihre Stereotypisierung aller Inhalte (btw: das halte ich schon mal für eine falsche, weil übergeneralisierte Prämisse) der am wenigsten neutrale 'Schauplatz' überhaupt.
Schauplatz für was und von wem eigentlich? Solche über-allgemeinen Aussagen sind wirklich Nullaussagen.
Ja, reds dir nur ein. Wenn du jedem auf den Schlips trittst, sind alle gleich dran und keiner hat das Recht, für sich zu beanstanden er würde benachteiligt.
Das ist eine negative Gleichheit, die du hoffentlich keinem wünschen willst ("Wenn nur alle Menschen gleich arm wären, dann wäre die Welt in Ordnung"). Du hast den Post ja geschrieben, um gegen das feministische Video Stellung zu beziehen, wenn ich dich richtig verstanden habe. Dein Eigentor besteht nur darin: Das Video hat in seinem Partikularinteresse (feministische Kritik) ja den Anspruch der Universalität: Es soll allen gleich gut gehen; auch Männer sollen nicht unter Stereotypisierung leiden... etc.

Außerdem ignorierst du meinem Einwurf, daß ich die Behauptung, alle seien gleich dran, für Hanebüchen halte. Es geht nicht um die Karikierung der Videospielfiguren (also das Männer wie Frauen als Karikaturen ihrer selbst in Spielen auftauchen), sondern um den Inhalt der Karikatur. Ist das so schwer zu verstehen, daß in der Stereotypisierung selbst ein Unterschied liegt, der es der einen Hälfte der Menschheit ermöglich, sich mit der aktiven, handelnden, autonomen... etc. positiv besetzten Figur zu identifizieren, wärend die andere Hälfte als dem Schicksal ausgelieferter, passiver Spielball dargestellt wird, dessen Rolle es ist, einfach zu warten, bis Rettung herbeieilt. Hast du das Video überhaupt gesehen? Deine Behauptung erscheint mir ein wenig abstrus, zumal du die Argumente im Video mit keinem Wort aufgreifst, geschweige denn widerlegst.
Randall Flagg
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Randall Flagg »

BlackPigeon hat geschrieben:Und wieso zum Teufel holt sie die ganzen alten Schinken des Gamings heraus? Meine Güte.
Eben, sie hätte aktuelle Spiele nehmen sollen. Oh, welch pech, heute gibt's ja gar nicht mehr so viele Jungfrau-in-Nöten-Spiele :( Gut, Hitman: Absolution vielleicht. Aber mal ernsthaft: Gab es wirklich so viele Spiele in den letzten 5 Jahren, in denen Frauen durchgehend als schwach und hilfsbedürftig dargestellt worden sind? Ich denke nicht, zumindest würden mir momentan nicht viele Beispiele einfallen.

Bei "Sexualisierung" sieht es, zugegeben, anders aus. Wenn ich da an die ganzen JRPGs mit ihren leichtbekleideten Loli-Kriegerinnen denke ...

Da fällt mir ein: Ob die Dame wohl auch Street Fighter durchkauen wird?
Abe81
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Abe81 »

Randall Flagg hat geschrieben:
BlackPigeon hat geschrieben:Und wieso zum Teufel holt sie die ganzen alten Schinken des Gamings heraus? Meine Güte.
Eben, sie hätte aktuelle Spiele nehmen sollen. Oh, welch pech, heute gibt's ja gar nicht mehr so viele Jungfrau-in-Nöten-Spiele :( Gut, Hitman: Absolution vielleicht. Aber mal ernsthaft: Gab es wirklich so viele Spiele in den letzten 5 Jahren, in denen Frauen durchgehend als schwach und hilfsbedürftig dargestellt worden sind? Ich denke nicht, zumindest würden mir momentan nicht viele Beispiele einfallen.
[...]
Da fällt mir ein: Ob die Dame wohl auch Street Fighter durchkauen wird?
Hat hier überhaupt jemand das Video gesehen? 1. Wird am Ende gesagt, daß es im zweiten Teil um aktuelle Spiele gehen wird, die diesen Trope beinhalten. 2. Nennt sie durchaus aktuelle Titel (z.B. aus der Nintendo-Mario-Reihe) und zeigt, wie derselbe Inhalt auch in Neuauflagen alter Spiele 1:1 wiederholt wird.

Es ist auch nicht damit getan, nun Gegenbeispiel 1-10 zu nennen. Es geht hier um eine kulturindustrielle Tendenz. Die Darstellung, daß es auch eine anderen Story-Aufhänger gibt, als die entführte Jungfrau, widerlegt doch nicht die Behauptung, daß es diese Jungfrauen-Narration gibt. Du magst sicherlich Recht haben, daß diese Tendenz in bestimmten Spielesektoren abgeschwächt wurde (z.B. dem klassischen PC-Shooter), aber in anderen eben nicht. In welchen und warum und wie sich das transformiert hat, erfährst du dann hoffentlich im zweiten Teil. Also urteile bitte erst darüber, wenn du ihn auch gesehen hast.
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brent
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von brent »

In Street Fighter schlägt man Frauen, das ist sexistisch. Oder so.
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IEP
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von IEP »

Ich hab einfach absolut nichts dagegen ab und zu mal eine schwache Frau in einem Spiel zu retten, da das in der echten Welt kaum möglich ist. Und wieso? Weil mindestens die Hälfte aller Frauen, die ich kenne, kräftige Mannweiber sind. Die killen Drachen mit der Faust.