Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

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mr archer
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von mr archer »

Obstdieb hat geschrieben:
Mal davon abgesehen, einiger ihrer Follower striken mich als downright crazy.
Klar. Jede Szene hat Durchgeknallte in ihren Reihen. Und im Feminismus gibt es ja nun auch mehr als eine Strömung. Ich komme aus den Kulturwissenschaften, glaube mir, ich hatte da auch die eine oder andere irgendwie extraterrestrisch anmutende Begegung mit Vertreterinnen von gender politics. Hö hö.

Zu Youtube als Diskussionsplattform habe ich einfach keine positive Meinung. Dort zu argumentieren, ist verlorene Liebesmüh. Da kannst Du auch versuchen, auf dem Bahnhofsklo relativierende Kommentare unter die Sprüche an der Wand zu schreiben.
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Krayt
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Krayt »

haha. ich habe selber eine arbeit zu dem thema geschrieben und inhaltlich ist an dem video absolut gar nichts auszusetzen, sie fasst die fakten gut zusammen und benutzt im gesamten video auch kaum den sexismus-hammer. ich bin wirklich gespannt auf die weiteren episoden und hoffe, dass sie auch gegenbeispiele bringt.
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Almalexian
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Almalexian »

this. genau das.. dir passt die videospielewelt so wie sie ist, ihr missfällt es und sie äussert sich.
von verboten und derlei krimskrams ist überhaupt nicht die rede, eher aufklärung und sensibilisierung, sie zockt ja scheinbar selbst die games.
du überdramatisierst und interpretierst echt mehr rein als eigentlich da ist.
und ja, genau das kann man auch andersrum behaupten und hat damit vielleicht sogar recht.
das ändert aber nichts daran wie wichtig derlei diskussionen für die entwicklung der gesellschaft sind, sonst gäbe es heute weder sex, homosexualität, gesellschaftskritik oder sonstwas in videospielen, kunst, musik etc. .... ausser bei den griechen
Du verstehst wohl noch nicht ganz, wieso ich mein Zitat von damals gebracht habe. In dem Thread war es damals ein Student, der sich im Rahmen seiner Arbeit mit dem Thema beschäftigt hat. Da sind mir damals schon die Alarmglocken losgegangen, weil ich schon in anderen bereichen des öffentlichen Lebens gesehen hatte, wie durch Genderdebatten die Kunst künstlich eingeschränkt wurde. Damals wurde ich kritisiert, weil ja eigentlich die Frage erstmal ganz ohne genannte Veränderungswünsche gestellt wurde. Nun haben wir eine hier eine Feministin, die n ziemliches Budget einfährt, um ne Doku über das Thema zu drehen. Ich stelle wieder die These auf, dass es dabei nicht bleiben und die ganze Sache vermutlich nen übleren Ausgang nimmt, als einige hier glauben, und überdramatsiere und interpretiere damit zuviel. Ich hoffe, man sieht die Parallelen. Ergo möchte ich, wenn möglich, die Diskussion im Keim ersticken, um die Kunstfreiheit weiter bestehen zu lassen. Ist bei mir ne ähnliche Sache wie die "Seichte Shooter-Kost"-Debatte. Ich bin wahrlich kein Anhänger der Reihen-Military-Shooter, allen voran CoD und kann die Motivation, sich einen 60€-Patch zu holen immer noch nicht ganz nachvollziehen, aber ich belasse es dabei, weil ich das Ganze ja nicht mitmachen muss. Entsprechend könnte man auch den angeblich sexistischen Kram in der Videospielwelt ignorieren und sich auf Frauenbilder konzentrieren, die einem eher zusagen. Dass es sie gibt, ist im alten Thread an vielen Stellen einsehbar. Eine Diskussion braucht es meiner Meinung nach in dem Bereich nicht.
Deine Beispiele für historische Diskussionen sind mit Verlaub unglücklich gewählt. Bei den genannten Beispielen geht es um rechtliche Gleichstellung und persönliche Freiheiten. Die Genderdebatten zielen aber meist darauf ab, genau diese Freiheit zugunsten einer "ausgewogeneren" Darstellung zu opfern. Wenn es also einer Diskussion bedarf, dann in entgegengesetzter Richtung.
Ach komm. Für so einen Vergleich bist Du doch eigentlich zu intelligent.
Offenbar nicht. Allerdings meinte ich den Begriff weder im historischen Sinne, noch in dem Geltungsumfang, wie er damals geprägt wurde. Ich sehe schlicht das ideologische Aufdrücken anderer Meinungen und Überzeugungen auf andere und die daraus resultierenden Folgen als faschistisch an.

PS: Hier kommt man ja garnicht mehr mit.
Okay, ähm..können wir mal eine grundsätzliche Sache klären, die glaub' ich hier zu ziemlichen Missverständnissen führt?
Es geht in dieser Sache nicht (!) darum, Spieleentwicklern irgendetwas vorzuschreiben oder irgendetwas zu verbieten.
Es geht darum, Entwicklern und Konsumenten klarzumachen, dass Frauen in Videospielen in der Vergangenheit und auch heute noch oft nicht auf gleichwertige Weise dargestellt werden wie Männer und dass wir verstehen sollten, dass das ein sehr verzerrtes Bild unserer Gesellschaft zeichnet und die Gesellschaft damit letztlich auch in diese Richtung mit beeinflusst.
Das ist nicht gut, denn selbst mit der besten rechtlichen Gleichberechtigung haben wir alle sehr klare Bilder im Kopf, wie eine Frau "zu sein hat", obwohl die meisten Frauen diesem Bild nicht länger entsprechen möchten.
Videospiele sind heutzutage eine der größten Medien und haben dementsprechend einen großen Einfluss auf Menschen, gerade auf Kinder und Jugendliche. Wir lernen von den Charakteren dieser Spiele, wir sehen sie z.T. als Vorbild an und übernehmen deren Werte. Das macht Spieleentwickler zu ziemlich wichtigen Personen, die eine gewisse Verantwortung für ihr künstlerisches Schaffen übernehmen müssen. Sie kreieren schließlich unsere Vorbilder.
Und diese Verantwortung soll uns und den Entwicklern bewusst gemacht werden, wie auch immer sie damit dann umgehen.

Schritt 1 ist eben immer erst einmal die Aufklärung.
Sorry, aber wer sein Frauenbild aus Super Mario bezieht, ist für mich ein ganz armes Würstchen. Es gibt so viele Möglichkeiten, Eindrücke über Frauen zu gewinnen (z.B. in der Realität, 24/7 Dauerbestrahlung, da kommt kein Videospiel mit), dass Videospiele (die ja im Übrigen auch nicht so einseitig sind, wie es uns mancher glauben machen will) nur einen kleinen Teil davon ausmachen. Im Übrigen stellt sich zudem auch die Frage, inwieweit das mittlerweile politisch korrekte Frauenbild der Realität entspricht. Ich habe zumindest teilweise gegenteilige Erfahrungen gemacht. Nicht auf die Heimchen-am-Herd-Art, aber viele Frauen, die ich so kenne, entsprechen nach wie vor gewissen Klischees, pflegen diese aktiv und haben damit auch kein Problem. Ähnlich sieht es bei den Männern aus.
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Obstdieb
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Obstdieb »

mr archer hat geschrieben:
Obstdieb hat geschrieben:
Mal davon abgesehen, einiger ihrer Follower striken mich als downright crazy.

Zu Youtube als Diskussionsplattform habe ich einfach keine positive Meinung. Dort zu argumentieren, ist verlorene Liebesmüh. Da kannst Du auch versuchen, auf dem Bahnhofsklo relativierende Kommentare unter die Sprüche an der Wand zu schreiben.
In sowas traue ich mich garnicht erst rein. :oops: Würde aber gerne mal die Freunde sehen, die sich da unters öffentliche Klo hocken, nur um den Pinsel zu benutzen... Zweideutig ist das zu verstehen..

Ich habe bei Youtube schon einige sehr interessante Leute, größtenteils Kanalbetreiber gefunden. Ich kann dir zu 100% garantieren das 30 Prozent Youtube Nutzer wissen was sie sagen und tatsächlich vernünftige Beiträge veröffentlichen. Ist aber sicherlich auch nicht einfach, genau diese zu finden. Dein Standpunkt verstehe ich, und den von Anita auch aber Kommentare wären mir, aus oben genannten Gründen lieber.
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Oldholo
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Oldholo »

Almalexian hat geschrieben:PS: Hier kommt man ja garnicht mehr mit.
Das..stimmt. Ich hatte gerade noch 7 Tabs für diesen Thread offen mit Zitaten, die ich kommentieren wollte, aber die wurden größtenteils nun schon beantwortet, revidiert oder mussten "wichtigeren" Antworten weichen. :|
Almalexian hat geschrieben:Sorry, aber wer sein Frauenbild aus Super Mario bezieht, ist für mich ein ganz armes Würstchen. Es gibt so viele Möglichkeiten, Eindrücke über Frauen zu gewinnen (z.B. in der Realität, 24/7 Dauerbestrahlung, da kommt kein Videospiel mit), dass Videospiele (die ja im Übrigen auch nicht so einseitig sind, wie es uns mancher glauben machen will) nur einen kleinen Teil davon ausmachen. Im Übrigen stellt sich zudem auch die Frage, inwieweit das mittlerweile politisch korrekte Frauenbild der Realität entspricht. Ich habe zumindest teilweise gegenteilige Erfahrungen gemacht. Nicht auf die Heimchen-am-Herd-Art, aber viele Frauen, die ich so kenne, entsprechen nach wie vor gewissen Klischees, pflegen diese aktiv und haben damit auch kein Problem damit. Ähnlich sieht es bei den Männern aus.
Du sprichst von Dir, aber wie sieht es mit einem 10-jährigen Mädchen aus, das in diesem Alter aktiv nach Vorbildern sucht und sich nicht bewusst mit Frauenbildern beschäftigt, geschweige denn etwas mit dem Wort "Sexismus" anfangen kann? Es geht ja wie gesagt auch gar nicht speziell um Peach oder Zelda, das waren nur die vermutlich bekanntesten Beispiele. Aber Videospiele überholen eben gerade das alte Fernsehen in ihrer Präsenz, vor Allem, wenn man all die Social- und Mobile-Games mitzählt. Sie sind wichtig genug, um beachtet zu werden und denselben Kriterien unterzogen zu werden wie das Fernsehen (es ist ja auch keine Exklusiventscheidung).
Selbstverständlich gibt es nach wie vor viele Frauen, die ihrem Rollenklischee Genüge tun, aus welchen Gründen auch immer. Eine Frau kann sich bewusst dazu entscheiden oder es mangels besseren Wissens erfüllen, das steht ihnen frei. Aber Frauen soll eben bewusst gemacht werden, dass sie das nicht müssen, dass sie ebenso wie Männer eine freie Wahl haben, dass sie stark sein können und nicht von Männern abhängig sind. Das sind Lehren, die unsere Jugend u.a. aus Videospielen lernen kann, wenn sie so etwas denn vermitteln. Nur gerade das tun sie eben aktuell noch viel zu selten.
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Almalexian
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Almalexian »

Du sprichst von Dir, aber wie sieht es mit einem 10-jährigen Mädchen aus, das in diesem Alter aktiv nach Vorbildern sucht und sich nicht bewusst mit Frauenbildern beschäftigt, geschweige denn etwas mit dem Wort "Sexismus" anfangen kann? Es geht ja wie gesagt auch gar nicht speziell um Peach oder Zelda, das waren nur die vermutlich bekanntesten Beispiele. Aber Videospiele überholen eben gerade das alte Fernsehen in ihrer Präsenz, vor Allem, wenn man all die Social- und Mobile-Games mitzählt. Sie sind wichtig genug, um beachtet zu werden und denselben Kriterien unterzogen zu werden wie das Fernsehen (es ist ja auch keine Exklusiventscheidung).
Da müsste man bei den Eltern, dem Fernsehen, den Barbies, den Lehrern und den Freunden beginnen, aber ich würde schätzen, dass Videospiele bei der Liste für ein 10-jähriges Mädchen recht weit unten stehen und auch eigentlich nicht für diese konzipiert werden. Kindliche Prägung abzuschaffen funktioniert nicht und am allerwenigsten, wenn man dazu Videospiele verwendet. Wichtig ist vielmehr, wie in späterer Zeit die Prägung erfolgt und da sehe ich unsere Gesellschaft nicht gerade mittelalterliche Standards verbreiten. Meiner Meinung nach herrscht gesamtgesellschaftlich eine gute Mischung von verschiedensten Vorbildern, man kann sich eben an Karrierefrauen wie unserer Regierungschefin oder an christlich-fundamentalistischen Bayerinnen (womit ich nicht alle Bayerinnen meine) ein Vorbild nehmen, oder irgendwo dazwischen suchen. Unsere Gesellschaft ist offen wie nie und ich sehe keinen Handlungsbedarf, der eine Beschränkung der Kunst nötig macht.
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Pioneer82
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Pioneer82 »

Es wird produziert was gewünscht/gekauft wird.
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Hans Hansemann
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Hans Hansemann »

zipit hat geschrieben:das waren die youtube reaktionen zur ankündigung der videoserie und der bitte um finanzielle
hilfe.
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Man kann gut erkennen wenn 4chan einschlägt. :P
Naja sowas sollte man nicht zu ernst nehmen, wer das tut hat das internet noch nicht verstanden.
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4chan user im echten leben
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4chan user in /b
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Oldholo
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Oldholo »

Almalexian hat geschrieben: Da müsste man bei den Eltern, dem Fernsehen, den Barbies, den Lehrern und den Freunden beginnen, aber ich würde schätzen, dass Videospiele bei der Liste für ein 10-jähriges Mädchen recht weit unten stehen und auch eigentlich nicht für diese konzipiert werden. Kindliche Prägung abzuschaffen funktioniert nicht und am allerwenigsten, wenn man dazu Videospiele verwendet. Wichtig ist vielmehr, wie in späterer Zeit die Prägung erfolgt und da sehe ich unsere Gesellschaft nicht gerade mittelalterliche Standards verbreiten. Meiner Meinung nach herrscht gesamtgesellschaftlich eine gute Mischung von verschiedensten Vorbildern, man kann sich eben an Karrierefrauen wie unserer Regierungschefin oder an christlich-fundamentalistischen Bayerinnen (womit ich nicht alle Bayerinnen meine) ein Vorbild nehmen, oder irgendwo dazwischen suchen. Unsere Gesellschaft ist offen wie nie und ich sehe keinen Handlungsbedarf, der eine Beschränkung der Kunst nötig macht.
Eltern, Fernsehen, Barbies, Lehrer und Freunde werden auch kritisiert, wenn sie schlechte Vorbilder abgeben oder sich gar grob sexistisch verhalten. Wie gesagt; das ist nun keine großangelegte Offensive mit Videospielen als einziges, primäres Ziel. Videospiele existieren eben nur nicht länger "nebenher", sie erfahren dieselbe Beachtung wie alles Andere auch, was nun einmal einen Faktencheck in Sachen Geschlechterbildern einschließt. Sie sind nicht länger Dinge, mit denen sich nur Nerds beschäftigen und niemand nimmt Spiele ausnahmslos einfach nur als abgeschottete Welten wahr, die uns nicht in der einen oder anderen Weise mit prägen.
Man kann immer auf größere Probleme zeigen, auf erheblichere Missstände, aber das heißt ja nicht, dass wir alles Andere ausblenden sollten.

Und mal ganz nebenbei: Ich selbst bin dieser Geschlechterrollen in Spielen einfach überdrüssig. Ich freue mich über die Faiths und Jades und überhaupt alle Spiele, die starke Frauen beinhalten, und wünsche mir persönlich mehr davon. Vielleicht lernt der eine oder andere Entwickler ja von diesen Videos und vermeidet Stereotypen in Zukunft, um uns spannendere neue Stories zu erzählen, in denen ausnahmsweise mal keine Jungfrau gerettet werden muss.
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mr archer
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von mr archer »

Wigggenz hat geschrieben:
Weil "klassische Jungfrau in Nöten= Sexismus" keine ernsthaft erarbeitete Kritik sondern beleidigend und unzutreffend ist. Es werden den Verantwortlichen Gesinnungen vorgeworfen, die, so behaupte ich mal, fast niemals vorliegen.
Nun habe ich mir ihr Video zum Ende des Tages nochmal in voller Länge angeschaut und Wigggenz wird das hier im Moment gar nicht lesen können. Vielleicht findet er/ sie es ja morgen noch.

Im Video wird keines der aufgeführten Beispiele als sexistisch bezeichnet. Der Begriff fällt insgesamt nur zweimal gegen Ende, wo sie ausführt, dass das Gender-Klischee der Damsel in distress in der realen Welt zur Bekräftigung sexistischer Vorstellungen dienen kann. Was sich kaum leugnen lässt. Ihr Fazit ab 22:01 sollte man sich eventuell nochmal in Ruhe anhören. Dieses Video ist aus einer feministischen Perspektive gedreht. Sicher. Darum geht es schließlich. Es vertritt also einen Standpunkt. Trotzdem ist es für meinen Geschmack nirgends verkürzend oder plump aggitatorisch. Ich bin gespannt auf die weiteren Folgen.
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Jill Valentine
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Jill Valentine »

Ich bewundere Feministinnen....besonders solche mit prallen Brüsten und runden Ärschen. :lol:
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mr archer
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von mr archer »

Almalexian hat geschrieben: Unsere Gesellschaft ist offen wie nie und ich sehe keinen Handlungsbedarf, der eine Beschränkung der Kunst nötig macht.
Und eine solche Beschränkung fordert sie auch an keiner Stelle. Sie äußert lediglich ihr Missfallen gegenüber bestimmten Formen und begründet dies, gefolgt von der Hoffnung auf größere Pluralität. Lässt sich meiner Meinung nach nichts gegen sagen.
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Almalexian
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Almalexian »

Eltern, Fernsehen, Barbies, Lehrer und Freunde werden auch kritisiert, wenn sie schlechte Vorbilder abgeben oder sich gar grob sexistisch verhalten. Wie gesagt; das ist nun keine großangelegte Offensive mit Videospielen als einziges, primäres Ziel. Videospiele existieren eben nur nicht länger "nebenher", sie erfahren dieselbe Beachtung wie alles Andere auch, was nun einmal einen Faktencheck in Sachen Geschlechterbildern einschließt. Sie sind nicht länger Dinge, mit denen sich nur Nerds beschäftigen und niemand nimmt Spiele ausnahmslos einfach nur als abgeschottete Welten wahr, die uns nicht in der einen oder anderen Weise mit prägen.
Man kann immer auf größere Probleme zeigen, auf erheblichere Missstände, aber das heißt ja nicht, dass wir alles Andere ausblenden sollten.
Darauf wollte ich nicht hinaus. Ich würde nicht soweit gehen, die kindliche Prägung in Deutschland sexistisch zu nennen, aber es ist nunmal so, dass Mädchen rosa tragen, mit Puppen und simulierten Haushaltsgeräten spielen, während Jungen raufen, Fußball spielen und Mädchen ärgern. Das lässt sich teilweise auch auf den Umstand zurückführen, dass Männer und Frauen von der Biologie her schon anders ticken, z.B. Jungen sehr viel eher zu Wettberwerbsdenken neigen als Mädchen, aber nicht unerheblich hängt dies auch mit diversen Konventionen zusammen, die man in der Kindheit vermittelt bekommt. Diese sind meist einseitig, aber das ist kein Drama. Ich bin zum Beispiel auch in einem christlichen Umfeld ausfgewachsen, mit katholischer Grundschule und jeder Woche Schulgottesdienst, aber nichtsdestotrotz bin ich heutzutage ein Kirchenkritiker, der sich von der RKK abgewandt hat. Videospiele haben in unserer pluralistischen Welt nach wie vor nicht genug Einflusspotential, um das Leben eines Menschen entscheidend zu beeinflussen und sollten daher von der Genderdebatte verschont bleiben.
Und mal ganz nebenbei: Ich selbst bin dieser Geschlechterrollen in Spielen einfach überdrüssig. Ich freue mich über die Faiths und Jades und überhaupt alle Spiele, die starke Frauen beinhalten, und wünsche mir persönlich mehr davon. Vielleicht lernt der eine oder andere Entwickler ja von diesen Videos und vermeidet Stereotypen in Zukunft, um uns spannendere neue Stories zu erzählen, in denen ausnahmsweise mal keine Jungfrau gerettet werden muss.
Vielleicht und wenn das künstlerisch Sinn macht, solls mir auch wurscht sein. Ich krieg nur einen Herzkasper, wenn aus so Originalen wie Pippi Langstrumpf aus PC-Gründen bestimmte Worte wie Neger gestrichen werden. Die Kunstfreiheit ist für mich ein hohes Gut und die Werke anderer Künstler anzutatschen, um sie der gerade kursierenden Doktrin anzupassen, ist eine Unterminierung dessen. Und ich habe u.a. die Sorge, dass solche Dinge auch in den Spiele-Bereich vordringen. Daher meine heftige allergische Reaktion.
Und eine solche Beschränkung fordert sie auch an keiner Stelle. Sie äußert lediglich ihr Missfallen gegenüber bestimmten Formen und begründet dies, gefolgt von der Hoffnung auf größere Pluralität. Lässt sich meiner Meinung nach nichts gegen sagen.
Sie nicht, der/die (jetzt fang ich auch schon mit diesem Käse an) nächste vllt. schon. Ich meine sowas bei einigen Kommentatoren rausgehört zu haben. Ich beziehe mich mit meiner Kritik daher auch nicht explizit auf sie, sondern auf die gesamte Entwicklung dessen.
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Querscheisser
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Querscheisser »

Spoiler
Show
Du verstehst wohl noch nicht ganz, wieso ich mein Zitat von damals gebracht habe. In dem Thread war es damals ein Student, der sich im Rahmen seiner Arbeit mit dem Thema beschäftigt hat. Da sind mir damals schon die Alarmglocken losgegangen, weil ich schon in anderen bereichen des öffentlichen Lebens gesehen hatte, wie durch Genderdebatten die Kunst künstlich eingeschränkt wurde. Damals wurde ich kritisiert, weil ja eigentlich die Frage erstmal ganz ohne genannte Veränderungswünsche gestellt wurde. Nun haben wir eine hier eine Feministin, die n ziemliches Budget einfährt, um ne Doku über das Thema zu drehen. Ich stelle wieder die These auf, dass es dabei nicht bleiben und die ganze Sache vermutlich nen übleren Ausgang nimmt, als einige hier glauben, und überdramatsiere und interpretiere damit zuviel. Ich hoffe, man sieht die Parallelen. Ergo möchte ich, wenn möglich, die Diskussion im Keim ersticken, um die Kunstfreiheit weiter bestehen zu lassen. Ist bei mir ne ähnliche Sache wie die "Seichte Shooter-Kost"-Debatte. Ich bin wahrlich kein Anhänger der Reihen-Military-Shooter, allen voran CoD und kann die Motivation, sich einen 60€-Patch zu holen immer noch nicht ganz nachvollziehen, aber ich belasse es dabei, weil ich das Ganze ja nicht mitmachen muss. Entsprechend könnte man auch den angeblich sexistischen Kram in der Videospielwelt ignorieren und sich auf Frauenbilder konzentrieren, die einem eher zusagen. Dass es sie gibt, ist im alten Thread an vielen Stellen einsehbar. Eine Diskussion braucht es meiner Meinung nach in dem Bereich nicht.
Deine Beispiele für historische Diskussionen sind mit Verlaub unglücklich gewählt. Bei den genannten Beispielen geht es um rechtliche Gleichstellung und persönliche Freiheiten. Die Genderdebatten zielen aber meist darauf ab, genau diese Freiheit zugunsten einer "ausgewogeneren" Darstellung zu opfern. Wenn es also einer Diskussion bedarf, dann in entgegengesetzter Richtung.
Kann ich so stehen lassen, teile die meinung zwar nicht, ist aber nen nachvollziehbarer standpunkt. meine schlechten beispiele sollten auch nur untermauern aus welcher richtung ich das ganze sehe, mr. archer hat es dann, auf seite 19, etwas eleganter ausgedrückt.

die gefahr der einschränkung der kunst sehe ich nicht, und als schaffender musiker wäre ich einer der ersten der auf die barrikaden gehen würden wenn es dann doch so kommt. ich seh in dem ganzen nur ein wenig aufklärungsarbeit, die es schon andern orts hundertfach zum selben und anderen themen gibt, und sicherlich gibt es bereiche in denen sowas wichtiger ist als bei videospielen, was für mich den wert der aktion aber keinesfalls mindert, sondern einfach nur eine mehr ist.

da jetzt noch weiter drauf einzugehen wäre zuviel des guten und würde ewig und 3 tage dauern und am ende wären wir genau da, wo wir jetzt schon sind. denn im grunde hat jeder seinen standpunkt klar gemacht, was für schlüsse man daraus zieht oder auch nicht, bleibt jedem selbst überlassen.
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Varothen
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Varothen »

und was bitte schön ist mit metroid? da dachte man zuerst man spiel n'mann in nem suite, dann auf einmal war es ne frau - hat das jemanden gestört die nachfolger zu zocken? nö! das waren extrem erfolgreiche spiele, und die hab ich net gespielt weil ich mal gehofft hatte samus ohne suite zu sehen am ende... das war einfach n'geiles spiel. bin der meinung bei guten spielen ist es egal ob man n'frau oder n'mann spielt.

genauso könnte man doch auch argumentieren, dass fast jeder männliche held n'schönling ist, damit kann man das argument "die frauen sind nur geile tussen" auch entkräften...