Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

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Oldholo
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Oldholo »

Plor hat geschrieben:[...]
Einerseits: Amen.
Andererseits: Ein Rundumschlag wie Dein Post hat höchstwahrscheinlich keinen erleuchtenden Effekt auf jene, die Du damit eigentlich meinst. Wahrscheinlich bringt er nur noch mehr Leute in die Position eines Advocatus Diaboli. :?
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ZackeZells
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von ZackeZells »

Würde es etwas ändern an den eigentlichen Spielen wenn in Super Mario - Mario, Luigi retten müsste, dieser ein Rosa Tütüü tragen würde und offenkundig Marios geliebter wäre?

Dann würden andere Bevölkerungsteile genauso Ragen, Ranten, Argumentieren oder dies alles nicht beachten wie bei dem gegenwärtigen Thema....
Easy Lee
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Easy Lee »

Mario und Double Dragon sind in Wahrheit ja auch politische Waffen verschiedener Anti-Feminismus Gruppen weltweit. No Ma'am stecken da gerüchteweise finanziell drin. Gefährliche Sache.
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Kajetan
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Kajetan »

hoelzi123 hat geschrieben:Keine Sorge, ich sehe mich nicht als Verteidiger der Computerspiele. :D Aber das ist mein Problem, das Video polarisiert nur, es arbeitet eben nichts auf. Es fördert keine Diskussion, ...
Es fördert keine Diskussion? 16 Seiten Beiträge und er sagt, das Video fördere keine Diskussion? HA! :)
johndoe702031
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von johndoe702031 »

Plor hat geschrieben:Sorry Folks, aber dieser Thread wirft echt kein gutes Licht auf die Videospielszene und dieses Forum im besonderen.

Anita Sarkeesian referiert sachlich und ohne Aufregung über sexistische Stereotype in Videospielen, in dieser Folge über einen Tropus, dessen Klischeehaftigkeit und permanente Nutzung in der Kultur wohl kaum jemand leugnen kann, der sich ein wenig in Kulturgeschichte und Kulturwissenschaft auskennt.

Und wie von der Tarantel gestochen springen hysterische Antifeministen aus ihrer Deckung hervor und kreischen sich was zurecht von wegen Feminazi, Rumgeheule und Gehirnwäsche. Sagt mal, hackts? Es geht hier um einen spannenden, kulturwissenschaftlichen Beitrag zu Klischees in Videospielen und einige Videospieler regen sich auf, als ob jemand ihnen ihr Hobby kaputt machen wollte (v.a. so lächerlich, weil Sarkeesian selbst begeisterte Spielerin ist) . Da sind die Film- und Literaturszene ganz offensichtlich viel weiter als die Videospielszene, gehören doch genau solche kritischen Auseinandersetzungen mit bestimmten Sujets zum klassischen Repertoire eines jeden Cineasten und Bibliophilen (inklusive kritischer Auseinandersetzung mit den großen Ikonen des jeweiligen Mediums). Gerade eine solche hysterische Reaktion (tausendmal hysterischer als jede Feministin nach Aussagen der selbsternannten männlichen Verteidigern der Videospielkultur jemals sein könnte) steht symptomatisch für das Problem der Videospielszene, sich mit ihrem Medium auch als Kulturgut auseinanderzusetzen. Aus vielen Beiträgen hier spricht offensichtlich fehlende Reife, Sexismus, Null Verständnis für kritische Kulturwissenschaften, null Verständnis für den Aufwand so etwas zu recherchieren und zu produzieren, null Verständnis für Genderforschung, Kulturgeschichte und kritische Medienrezeption im allgemeinen. Eigentlich müsste jeder Videospieler, der sich zu dem Medium hingezogen fühlt und sich - abseits vom bloßen Zocken - gerne damit auseinandersetzt (also die wahren Core-Gamer), bei zahllosen Beiträgen hier an den Kopf schlagen oder mit Schamesröte im Gesicht abwenden. Echt jetzt, das ist der im Grunde genommen großartigen Videospielkultur nicht im geringsten würdig... einfach ein peinliches Trauerspiel.

Achso, vielleicht noch als kleines PS. Als dieser grauenhafte TV-Bericht, Videospieler als zurückgebliebene, asexuelle Außenseiter dargestellt hat, war die Empörung im Videospiel-Feuilleton und den entsprechenden Foren (berechtigterweise) groß. Wurden doch auch an dieser Stelle sattsam bekannte, uralte und dämliche Klischees wiedergekaut. Stellt euch mal vor, damals wären hier TV-Macher oder einfach nur TV-Zuschauer vorbei gekommen und hätten euch gesagt, ihr solltet euch nicht so haben, das wäre doch kein Problem, ihr wärt nur Gamer-Nazis und wolltet Gehirnwäsche betreiben? Die Antwort wäre wohl auch - und vollkommen zurecht - "Hackt's?" gewesen. Gerade als Videospieler müsstet ihr wissen, wie ätzend es ist, in ein bestimmtes Klischee gedrängt zu werden und wie wichtig es ist auf dieses Klischee hinzuweisen und gegen dieses mitunter auch zu kämpfen.
Oha! Ausgezeichneter Beitrag. Dankeschön.
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mr archer
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von mr archer »

Oldholo hat geschrieben: Unterschiedlichkeiten welcher Art? Von den offensichtlichen, aber noch nicht einmal zwangsläufigen biologischen Unterschieden abgesehen sind wir alle ziemlich identisch. Der Thread hier ist zu hektisch, um ins Detail zu gehen, aber im Großen und Ganzen macht es nun einmal - vor Allem in Spielen - keinen Unterschied, ob unser Held nun männlich, weiblich, Roboter oder sonst was ist, finde ich. Wofür bräuchte eine Story zwangsläufig eine Frau oder zwangsläufig einen Mann? In 99% aller Fälle würde ich behaupten, sie Geschlechter sind beliebig austauschbar.
Deswegen finde ich auch die Beispiele interessanter, wo das nicht so ist.

Ich kann da immer wieder nur The Path nennen. Das Spiel ist "weiblich". Ohne platte Klischees.

Auf einer anderen Ebene natürlich No one lives forever 1. Die Story des Spiels würde mit einem männlichen Protagonisten nicht funktionieren. Denn ihr Grundkonflikt ist, dass alle Cate zum Häschen machen wollen. Und sie sich das nicht bieten lässt.

The Witcher: Assassin of Kings. Triss wird einem in der Mitte als Damsell in Distress serviert. Und am Ende steht man vor der Wahl, ob einem das eigentlich angesichts der Ereignisse überhaupt noch wichtig ist.

Vampire: The masquerade bloodlines - Als (optionaler) weiblicher Vampir treibt man es hier so bunt wie nur sonstwas. Keine Grenzen welcher Art auch immer.
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Oldholo
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Oldholo »

mr archer hat geschrieben: Deswegen finde ich auch die Beispiele interessanter, wo das nicht so ist.
Ja, es gibt die wenigen Ausnahmen, wo es speziell um das Überwinden von Geschlechterrollen geht oder wo es dediziert um die Darstellung des Ist-Zustandes der Realität geht. Aber abzählen lassen sich diese Beispiele eben an einer Hand.
Ob Actionheld XYZ nun männlich oder weiblich ist, ändert selten etwas, gerade in Fantasywelten nicht.

Zu VTMB noch: Das kann ein männlicher Vampir ebenso tun; es sind sowieso fast alle Charaktere bisexuell, und für die übrigen heterosexuellen Männer gibt es auch heterosexuelle Frauen als Gegenthesen. :wink:
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mr archer
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von mr archer »

Oldholo hat geschrieben:
Zu VTMB noch: Das kann ein männlicher Vampir ebenso tun; es sind sowieso fast alle Charaktere bisexuell, und für die übrigen heterosexuellen Männer gibt es auch heterosexuelle Frauen als Gegenthesen. :wink:
Eben. Jeder kann hier die Sau rauslassen, soviel es ihm behagt. Das ganze Spiel ist eine einzige Orgie. Im übrigen halte ich das auch für einen der eigentlichen Gründe, wieso das Vampir-Genre gerade pubertierende Mädchen so anzieht. Solange keiner einen Pfahl oder Sonnenlicht zur Hand hat, ist so ein Vampir quasi unbezwingbar und auf jedenfall der oder die oder das Alpha im Stall. Twilight bildet da nur einen Aspekt ab ...
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Exist 2 Inspire
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Exist 2 Inspire »

Byron89 hat geschrieben:Ich hab mir die Mühe gemacht, sämtliche Kommentare zu lesen. Wie so oft gibts das ganze Spektrum an Antworten aber auf einpaar Sachen wurde garnicht eingegangen. Ich möchte mal einpaar Anregungen in den Raum werfen. Ich sollte erwähnen, dass ich in meiner Freizeit Drehbücher schreibe und Sarkeesians Videos als Klischee-Blocker für meine eigene Dramaturgie verwenden wollte. Dabei fielen mir einige Ungereimtheiten auf.

1. Ich habe sämtliche Videos über TV Tropes von Sarkeesian angeschaut und nach dem dritten Video oder so viel mir das eigentliche Problem auf. Es ist eine Loose-Loose-Situation. Man kann nicht gewinnen egal was man macht. Errinnert mich an meine Großmutter und als ihr jüngerer Bruder sich scheiden ließ und eine neue Dame mit zum Besuch mitbrachte. Sie brachte uns Schockolade, teuere Lindt Schockolade mit. Meine Oma sagte nur: Diese Frau gibt sinnlos viel Geld aus. Hätte sie billige Schockolade mitbegracht, würde meine Oma sagen: Diese Frau ist ein Geizhals. Egal was ich entwerfen würde an Charakteren, Storylines etc.: Sarkeesian findet einen Weg es als frauenfeindlich darzustellen. Weil es ihr nicht um Gleichtberechtigung geht, sondern um Ideologie. Wer hier die Website TVTropes kennt weiß was ich meine. Ich dachte zuerst die Seite würde Klischees und Stereotype wiedergeben aber stattdessen wird alles was in einem Film vorkommt als Trope definiert. Man kann somit garnicht schreiben ohne auf Tropes zurückzugreifen.

2. Feminismus ist eine Ideologie, die sich weigert als solche bezeichnet zu werden. Ich hab Soziologie studiert und die Debatten liefen immer gleich ab. Es wurde still im Raum wenn ich die Einseitigkeit und "Schwarz-weiß-Malerei anhand von Beispielen aufzeigte.

2.1 Warum ist Feminismus positiv und Maskulismus negativ? Beides sind Ideologien mit dem Unterschied, dass die erste(in ihrem Ursprung) das Establishment herausfordert und die zweite(in ihrem Ursprung) das Establishment aufrecht erhalten will. Aber mittlerweile hat sich die Erste stark an die Zweite angenährt. Beide sind Ismen zur Machterhaltung, Gleichberechtigung ist zweitranging. Sonst würde man Rollen nicht einfach vertauschen sondern, gerade in der technologiesierten Welt versuchen objektive Charaktermaßstäbe zu förden: Rationalität, Skeptic usw. Konstrukte die von beiden Geschlechtern implenteriert werden können.

2.2 Ich hab eine Studie über erotic illusions durchgeführt. Und verglich Twilight als erotic illusion für Frauen mit Bible Black(berühmter Hentai mit Vergewaltigungen und Hermaphroditen) als erotic illusion für Männer. Und beide definierte ich als sexistisch. Die große Ironie war nun: Dass die Damen im Saal Twillight als sexistisch interpertierten aber nicht Bible Black. Warum nicht? Die Antwort im Raum: "Weil der männliche Hauptcharakter als dummer, schwanzgesteuerter Idiot dargestellt wird der bei der bloßen Andeutung von Sex wichtige Informationen weitergibt." Also es war nicht sexistisch, weil die Frauen die Macht hatten? I see double-standard!!!

3. Ich erkläre mir den große Aufschrei gegen über Sarkeesian einfach dadurch, dass sie sehr unsympatisch ist. Ich meine, sie wirft ganz Hollywood mangelnde Empathie vor, schafft es selber aber nicht ein einziges Mal sich in einen Autor zu versetzen. Kleines Beispiel: Ihre Kritik von Filmen wie Garden State oder (500) Days of Summer. Sie bemängelt, dass die Love Interest eine eindimensionale Figur sei und nur als seelische Stütze für den Protagonisten taugt. Richtig, aber warum? Was veranlasst einen Autor im Independent Bereich, wo es meistens sehr viel persönlicher zugeht und es keine Auftragsarbeit ist, solch eine Figur zu konzipieren? Vieleicht weil der Autor selbst sich tatsächlich nach solch einer love interest sehnt? Aber warum? Könnte es sein, dass Männer auch Gefühle und Sehnsüchte haben? OOOOOOOMMMMMGGGGGGGG....Auf diese Dinge geht Sarkeesian nie ein.

3.1 Warum der Aufschrei aus der Game community noch größer ist, ist ebenfalls leicht ersichtlich. Das hier soll keine Rechtfertigung für Misogynie sein, aber es erleichtert das Verständnis mancher aussagen. Ein großteil der Nerds(20+) waren Nerds vor der WII und vor The Big Bang Theory. Ich zähle auch dazu. Und das leben war nicht einfach. Ich zum Beispiel hatte null Chancen bei Mädchen. Die 15 Jährigen lachten mich bestenfalls aus oder wenn eine mal erkannte, dass ich ein netter Typ bin, dann war der Gruppenzwang so groß, dass sie mich nur noch ignorierte. Mhm, wäre ich kein zynischer Bastard dem die Menschen egal sind, würde ich ebenfalls mit Rage reagieren. Den Sarkeesian errinert mich genau an solch ein Mädchen, dass der Masse folgt und jetzt allen vorschreiben will was moralisch verwehrlich ist und was nicht.

Oh und ich kann meine Aussage untermauern: Ihr Analyse von Sucker Punch entlarft sie. Sie reagiert auf Sucker Punch auf die selbe Art und Weise wie einst die Filmkritiker und Politiker auf den Film Starship Troopers reagierten. Sie sieht nicht, dass es eine Parodie ist, ihr fehlt tatsächlich die nötige Medienkompetenz um zu erkennen, dass der Film Menschen bloßstellt mit solchen Ansichten. Vergleichbar mit folgenden weiteren Filmen: Tarantino führt die Zuschauer aufs Glatteis in Inglorious Basterds, wenn sie über die Gewalt amüsiert sind, die der Bärenjude über seine Opfer bringt. Amüsiert auf die selbe Art und Weise wie Hitler im Kino wenn er seinen Propagandafilm anschaut. Oder wenn Hitgirl in Kick-Ass in die Kamera schießt und damit direkt den Zuschauer der die Gewalt mit Youtube views fördert, exekutiert und als Kollaborateur entlarft. Oder in Borat, wenn der böse Jüde ein Ei legt oder sich in eine Kakerlake verwandelt und Borat ihm Geld zuwirft. Es ist nicht witzig, weil Borat das macht, es ist witzig, da es tatsächlich Menschen gibt die so ein Weltbild haben...naja Witzig und Traurig.

Aber was schreibe ich hier, dass würde ja differenzierte Analyse erforden, welche Sarkeesian definitiv nicht liefern wird. Da eine Akademische Arbeit die dem wissenschaftlichen Mindeststandart entspricht definitiv auf Kickstarter keine 100K+ bringt. Mir kann keiner Erzählen, dass die Dame ernsthaft überrascht ist, dass sie mehr als 6000 eingebracht hat.

Edit: Merke grad, dass vier weitere Seiten Kommentar vorhanden sind. Hab somit, noch nicht alles gelesen :)

Gute Beiträge sollten von Zeit zu Zeit wiederhohlt werden! :Daumenlinks:
Shiounga
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Shiounga »

An und für sich gefällt mir das Video sehr gut, ich habe aber zwei Kritikpunkte: 1. Sehe ich die. 160000€ nicht und 2. sagt sie dass es ein Mythos wäre dass Frauen nicht so stark wären wie Männer. Wenn ich jetzt mal von der reinen körperlichen Leistungsfähigkeit von sowohl durchschnittlichen Menschen als auch Leistungssportlern ausgehe, kann man sehr wohl sagen, dass sie nicht so stark sind. Dieser scheinbare Mythos basiert doch auf der grundsätzlichen Tatsache, dass Männer so ca. roundabout 20-30% kräftiger sind.
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mr archer
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von mr archer »

Shiounga hat geschrieben: und 2. sagt sie dass es ein Mythos wäre dass Frauen nicht so stark wären wie Männer. Wenn ich jetzt mal von der reinen körperlichen Leistungsfähigkeit von sowohl durchschnittlichen Menschen als auch Leistungssportlern ausgehe, kann man sehr wohl sagen, dass sie nicht so stark sind. Dieser scheinbare Mythos basiert doch auf der grundsätzlichen Tatsache, dass Männer so ca. roundabout 20-30% kräftiger sind.
Dafür haben Frauen eine höhere Lebenserwartung - obwohl sie Kinder gebähren können. Zähe Luder sind das!
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Oldholo
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Oldholo »

Shiounga hat geschrieben:1. Sehe ich die. 160000€ nicht
Es ist doch auch erst das erste (!) Video...Was würdest Du denn erwarten? Michael Bay als Co-Produzent? SFX von ILM?
Shiounga hat geschrieben:2. sagt sie dass es ein Mythos wäre dass Frauen nicht so stark wären wie Männer. Wenn ich jetzt mal von der reinen körperlichen Leistungsfähigkeit von sowohl durchschnittlichen Menschen als auch Leistungssportlern ausgehe, kann man sehr wohl sagen, dass sie nicht so stark sind. Dieser scheinbare Mythos basiert doch auf der grundsätzlichen Tatsache, dass Männer so ca. roundabout 20-30% kräftiger sind.
Jain. Aufgrund der massiven Standardabweichungen spielt das in der Praxis kaum eine Rolle. Es gibt genügend Frauen, die von Natur aus stärker sind als manch ein Mann.
Vor Allem aber bezweifle ich, dass Sarkeesian überhaupt physikalische Stärke meint, wenn sie von "strong" spricht. Gemeint ist vielmehr Charakterstärke, Stärke der Ausarbeitung, Intelligenz, Fähigkeiten und Möglichkeiten. So wie sie im Video z.B. all die männlichen Helden zeigt, die sich aus Gefängnissen und anderen vermeintlichen Hilfslosigkeitssituationen befreien, während Frauen i.d.R. nicht dazu in der Lage sind, sondern gerettet werden müssen.
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von hoelzi123 »

Kajetan hat geschrieben:
hoelzi123 hat geschrieben:Keine Sorge, ich sehe mich nicht als Verteidiger der Computerspiele. :D Aber das ist mein Problem, das Video polarisiert nur, es arbeitet eben nichts auf. Es fördert keine Diskussion, ...
Es fördert keine Diskussion? 16 Seiten Beiträge und er sagt, das Video fördere keine Diskussion? HA! :)
Touché :) Wenn das Ziel des Videos war, durch eine einseitige Darstellung zu provozieren und so eine Diskussion hervorzurufen, hat das voll geklappt...
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lenymo
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von lenymo »

Bah, jetzt hab ich versehentlich über 20 Minuten einer Feministin zugehört die nix besseres zu tun hat, als über Rollenklischees in Videospielklassiker zu meckern. Die Bewertungs- und Kommentarfunktion für das Video hätte sie ruhig aktivieren können, aber vermutlich ist sie nicht Manns genug mit Kritik umzugehen. :lol:

Da schau ich dann doch lieber beim AVGN rein, wenn der über alte Spiele meckert dann wenigstens aus gutem Grund. :mrgreen:
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ZackeZells
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von ZackeZells »

Bin gespannt wann es auf Kickstarter ein Finanzierungsziel gibt um ein Old-School RPG zu entwickeln, in dem man Traditionelle Rollen verschiedener Charactere Spielen kann, also der Männliche Hero, die weibliche Köchin, die Putzende Putze und den Bösen mit dem Narbengesicht, der die zierliche Blonde Schönheit in seinem Kerker gefangen hält.