Allgemein: Cliff Bleszinski über EAs Ruf und lautstarke Minderheiten

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Nuracus
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Re: Allgemein: Cliff Bleszinski über EAs Ruf und lautstarke

Beitrag von Nuracus »

Kajetan hat geschrieben:
Nuracus hat geschrieben:(...)
Ja, natürlich!
Woah. Da muss ich 4 Seiten warten, dass der Altmeister die Bühne betritt, und dann stellt er sich mir nichtmal in den Weg.
Kajetan, du wirst alt! ALT!
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greenelve
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Re: Allgemein: Cliff Bleszinski über EAs Ruf und lautstarke

Beitrag von greenelve »

Nuracus hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:
Nuracus hat geschrieben:(...)
Ja, natürlich!
Woah. Da muss ich 4 Seiten warten, dass der Altmeister die Bühne betritt, und dann stellt er sich mir nichtmal in den Weg.
Kajetan, du wirst alt! ALT!
Oder du bist auch alt geworden und siehst die Welt genauso verquer. Bild
Spoiler
Show
:baeh:
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Nuracus
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Re: Allgemein: Cliff Bleszinski über EAs Ruf und lautstarke

Beitrag von Nuracus »

Die große 3 in meinem Alter rückt immer näher.

Wir werden alt.
Verdammt.


...

JUHU!!! :D
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Max Headroom
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Re: Allgemein: Cliff Bleszinski über EAs Ruf und lautstarke

Beitrag von Max Headroom »

Hersteller müssten eben irgendwie Geld verdienen, so Bleszinski, der genug davon hat, dass EA als böser ahnungsloser geldgieriger Konzern dargestellt wird, während eine Firma wie Valve das Image eines guten Jungen hat, der nichts falsch machen kann.
Die Fan-Verbundenheit mit dem "Markennamen" ist (leider) oft genug präsent. Man vergibt der Firma, die man liebt, viele Messerstiche. Jedoch wird dem bösen Megakonzern nicht einmal ein Kratzer gestattet ;) . Ich stimme ihm zu, wenn Games mit "optischen DLCs", die den Spielfluss nicht behindern, zusätzliche Einnahmen haben möchte. Wer "sein Spiel" gerne personalisieren möchte, ob mit Skins, Wallpapers oder individuelle Clownsnasen für seine Alien-Rambos, soll diese Möglichkeiten bekommen. Da die Spiele zumeist ohne Modding-Möglichkeiten kommen, muss man den Umweg über den Hersteller gehen, der sich diese zusätzliche Arbeit bezahlen lässt. Nichts ungewöhnliches. Flugsimulatoren haben mit ihren Flugzeug- und Flughäfen-DLCs seit vielen vielen Jahren kein Problem damit. Dann soll ein Hersteller eben seine Flugzeug-Aussenhaut bunt anmalen und verkaufen dürfen ;) .
Störend sind für mich jedoch Gameplay-Veränderungen wie etwa schneller arbeitende Abgrasroboter, damit man einige Levels früher eine bestimmte Waffen haben kann :P .
Wer sich über Origin beschwere, vergesse, dass auch Steam eine Zeit lang Mist gewesen war.
Ich beschwere mich weniger über die Distributionsplattform, als eher über den Aktivierungszwang inklusive der begrenzten Aktivierungsmöglichkeiten, der natürlich gebunden an einem Zwangsaccount verläuft. Dieses Bündel verhindert den "tradizionellen" Weiterverkauf (= Mehrverwertung beim Kunden). Ob es über Origin, Steam oder Onlinepass geschieht, spielt für mich keine Rolle.
Leute, die sich in Internetforen darüber aufregen, seien Teil einer lautstarken Minderheit.
Aber sie sind auch verantwortungsvolle und aufgeweckte Kritiker, die (zumindest teilw.) nicht wie blinde Schafe dem Finanzhirten folgen. Klar trollen viele Leute rum, wenn sie die Dollarzeichen sehen, aber manchmal geben Hersteller bei und integrieren neben den kosmetischen DLCs noch einige spielverändernde Elemente oder kürzen gar das Spiel, um die herausgeschnittene Inhalte als "zusätzliche DLCs" zu verwerten. Sowas fällt auf und wird lauthals kritisiert. Schließlich haben sie sich auf ein "zeitgemäßes Update" ihres geliebten Spieles gehofft, und nicht auf ein gekapptes Grundgerüst mit zusätzlich erwerbbaren Elemente, die im ursprünglichem Spiel integriert waren - nun aber als "Bonus" käuflich sein müssen.
Der Durchschnittskunde, der sich jedes Jahr sein Madden oder GTA kaufe, wisse davon nichts; er habe kein Problem damit, etwas mehr Geld in ein Spiel zu stecken.
Die GTA-Zusatzmissionen waren erste Sahne. Sportspiele werden lieber jährlich neu aufgelegt und die Engine leichte getweaked - und alle paar Jahre mal umgeschrieben. Man hätte hier auch jährlich ein DLC-Paket mit neuen Daten und Bigfuxes ... äh ... Bugfixes schnüren und alle 2-3 Jahre einen "echten" neuen Teil veröffentlichen können, meiner Meinung nach.
Ohne einen Strom an Zusatzinhalten würden die Leute die Software recht schnell weiterverkaufen oder gar nur ausleihen.
Die Bindung des Käufers per Zusatzinteresse in allen Ehren, die Bindung des Spielers per unveräußerlichem Account stört mich dagegen schon ;)
Klar, ein Gears will man verkauft sehen, nicht einfach nur "einmal verkauft" und danach untereinander per Ausleihen/Weiterverkauf (= potenzielle Käufer) dem Publisher entzogen. So wurde aus dem "Spiel auf dem Datenträger" eines Tages nur noch "funktionsunfähige Daten auf einem Datenträger PLUS zusätzlich freizuschaltender Lizenz" - und alles vollkommen legitim. Bei den Investitionen, möchte man gerne auch Kontrolle über jede laufende Kopie und jedem Käufer haben - das kann ich verstehen. Und man hat sich (leider) darauf geeinigt, Spiele als Daten zu verkaufen und die "Lizenz zum Spielen" erst nachträglich - nach Verifikation - zu erteilen. Gibt Sicherheit ... verhindert jedoch konsequent die "Weiterverwertung" als Gebrauchtspiel UND als Sammelobjekt ausserhalb der Supportzeit. Adieu Retro-Zockertreffen, weil der Online-Freischaltserver seit 8 Jahren Geschichte ist und der Hersteller sowas von Pleite ist, dass er nicht einmal den "Generalschlüssel" zur permanenten Freischaltung rausrücken konnte. Dies ist mein pers. Alptraum-Szenario. Hersteller kommen und gehen, aber die Spiele bleiben. Leider nicht mit einer Funktionsgarantie.
Wer sich die "gute alte Zeit" zurückwünsche, vergesse dabei wohl die Geldfresser in den Spielhallen, die konzipiert waren, den Leuten die Münzen aus der Tasche zu ziehen.
Ähm ... Cliff ... Entschuldige bitte, aber dies war wohl ein FAIL :mrgreen:
Münzschluchende Arcade-Spiele sind keine storygebundene Spiele mit einem Intro, einem Mittelteil und einem pompösem Finale. Sie sind für eine Highscore-Jagd konzipiert und das Spielkonzept sollte die Geschicklichkeit herausfordern. So sollte man die Spiele nicht vergleichen. Ein Galaga bot weder zusätzliche Waffenmodelle pro Quarter, noch musste man sich für Virtua Fighter registrieren, damit man überhaupt den Joystick mal bewegen durfte. Man vertraute der Halle, dass er den teuren Automat niemals weiterverkaufe. War ein Trugschluss, wie man weiss. Hätte man lösen können, wenn der Besitzer der Spielhalle jede 6 Monate Lizenzgebühren bezahlen musste, dafür einen "Freischaltschlüssel" für 6 Monate bekäme, den er im EPROM des Automaten speichern konnte. Wer den Automat weiterverkaufe, dessen neue Besitzer müsse einen "Play-Pass" für 500 Dollar kaufen, damit er die Lizenz bekäme, sich den Automaten auf der Origin-Plattform für 6 Monate freischalten zu lassen. Mit sind solche Spielhallen unbekannt ;) .

DLCs als grafischer Schnickschnack, als Personalisierung, kann von mir aus gerne Verlobungsringe, Hüte und Haustiere verscherbeln. Wer sein Handy mit Klingeltöne und Wallpapers personalisiert, sich Plüsch in das Auto stopft oder gar seine Wohnung in seiner Lieblingsfarbe streicht, der ist eben ein potenzieller Geldgeber für individuelle Verschönerungen. Von mir aus kann man da soviel Geld abgrasen, wie man möchte :)
Mir stören die Verlizenzierungen per Online-Zwang und die Gameplay-Änderungen, die einen elementaren Vorteil gegenüber den Nichtzahlern ermöglichen. Das eine verhindert eine "Weiterverwertung" - auch als Sammelobjekt - und das andere ist einfach unfair, wenn man es mit dem ursprünglichem Produkt nicht gleichwohl hinbekommt. Ansonsten stimme ich Cliff zu, dass man nicht alleinig "per Name" hassen sollte. Sie sind alle gleich schlecht, wenn sie sowas praktizieren *duckundweg* :)
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shakeyourbunny
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Re: Allgemein: Cliff Bleszinski über EAs Ruf und lautstarke

Beitrag von shakeyourbunny »

Ein paar Kommentare zu diesen exzellenten Posting:
Max Headroom hat geschrieben:
Ohne einen Strom an Zusatzinhalten würden die Leute die Software recht schnell weiterverkaufen oder gar nur ausleihen.
Die Bindung des Käufers per Zusatzinteresse in allen Ehren, die Bindung des Spielers per unveräußerlichem Account stört mich dagegen schon ;)
Das ist der Knackpunkt und so etwas habe ich nur bei Steam akzeptiert.

Inzwischen schaue ich aber immer mehr wieder darauf, daß ich eine Version vom Spiel (mit) erwerbe, die auch ohne irgendwelchen DRM-Mist mitläuft. Falls es keine gibt, muss ich mir leider da einen Crack fürs Archiv besorgen. Gefallen tuts mir jedoch nicht.
Max Headroom hat geschrieben: Zockertreffen, weil der Online-Freischaltserver seit 8 Jahren Geschichte ist und der Hersteller sowas von Pleite ist, dass er nicht einmal den "Generalschlüssel" zur permanenten Freischaltung rausrücken konnte. Dies ist mein pers. Alptraum-Szenario. Hersteller kommen und gehen, aber die Spiele bleiben. Leider nicht mit einer Funktionsgarantie.
Man kann da nur hoffen, daß bei einem Abschalten von Steam das mal eingelöst wird, was ich aber eher bezweifel.
Max Headroom hat geschrieben: überhaupt den Joystick mal bewegen durfte. Man vertraute der Halle, dass er den teuren Automat niemals weiterverkaufe. War ein Trugschluss, wie man weiss. Hätte man lösen können, wenn der Besitzer der Spielhalle jede 6 Monate Lizenzgebühren bezahlen musste, dafür einen "Freischaltschlüssel" für 6 Monate bekäme, den er im EPROM des Automaten speichern konnte. Wer den Automat weiterverkaufe, dessen neue Besitzer müsse einen "Play-Pass" für 500 Dollar kaufen, damit er die Lizenz bekäme, sich den Automaten auf der Origin-Plattform für 6 Monate freischalten zu lassen. Mit sind solche Spielhallen unbekannt ;) .
Moderne Automatenspiele haben eine stehende Netzwerkverbindung zum "heimatlichen" Server des Herstellers.

Bild
http://www.destructoid.com/taito-reveal ... 3546.phtml
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De_Montferrat
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Re: Allgemein: Cliff Bleszinski über EAs Ruf und lautstarke

Beitrag von De_Montferrat »

OriginalSchlagen hat geschrieben:Und? Ein inhaltsloser Kommentar. Man beleuchtet nicht die Hintergründe, vergleicht Äpfel mit Birnen. Z.b. muss CDProjekt keine Serverlandschaften am laufen halten, investiert keine Millionen in aufwändige Grafikengines etc pp.

Und wo hast du belegt, dass der Typ unrecht hat, "DLC und Mikrotransaktionen" pure Abzocke sind und sich das Hobby "Videospiel" stark verteuert hätte im Vergleich zu anno dazumals?
Na klar, weil die Serverlandschaften ja auch so wahnsinnig teuer und aufwendig sind, dass EA deswegen in den roten Zahlen kommen würde. CDProject hat eine EIGENE Grafikengine, nämlich die Red Engine, entwickelt und genutzt. Und das Ergebnis sieht nicht schlechter als bei einer von EAs Produktionen aus. Dass ich auf DLC und Mikrotransaktionen eingehe und warum Videospiele zwar in der Produktion teurer geworden sind, sie aber nicht teurer werden und woran das liegen könnte, steht alles in meinem vollständigen Beitrag auf Seite 3. Ich bleibe dabei: Du hast meinen Post oder den anderer nicht gelesen. Der einzig inhaltslose Kommentar kam von dir und zwar auf der folgenden Seite, weil er weder auf Vorheriges eingegangen ist, noch das Thema anderweitig in Form einer sich nicht wiederholenden These weitergebracht hat.

Hey Nuracus, keine Einwände zu dem, was ich dir geantwortet habe? Oder "keine Lust" zu antworten...
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lAmbdA
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Kommentar

Beitrag von lAmbdA »

Ein Appell an die Eigenverantwortung. Bin gespannt wie er ankommt, bei all den Opfern des Systems da draußen ;)
johndoe755007
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Re: Allgemein: Cliff Bleszinski über EAs Ruf und lautstarke

Beitrag von johndoe755007 »

Cliffi kann ja gerne alle Kritiker in einen Topf werfen, aber wenn ich bei Spielen wie The War Z sehe, wohin Mikrotransaktionen führen können, hab ich ü-ber-haupt kein Verständnis für seine Rechtfertigungen.

Der Steam-Vergleich ist ebenfalls geil. Ja, Steam war am Anfang nicht gerade toll. Aber das rechtfertigt noch lange nicht, dass man, gerade mit den Ressourcen von EA, die Fehler wiederholen darf. Zumal es mittlerweile mindestens ein Dutzend Vertriebs-Plattformen auf dem PC gibt, die teilweise parallel laufen müssen, damit das Spiel überhaupt startet.

Und, und hier fängt es an, richtig hässlich zu werden. Wehe, es geht mal was nicht. Wer isn dann verantwortlich? Steam? Origin? GfWL? UPlay?
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Wurmjunge
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Re: Allgemein: Cliff Bleszinski über EAs Ruf und lautstarke

Beitrag von Wurmjunge »

Ich lehne Mikrotransaktionen eigentlich grundsätzlich ab, ganz einfach weil es kein ehrliches Geschätsmodell ist. Der Verkauf von Zusatzinhalten wird auf eine Ebene verschoben, wo keinerlei qualitative oder quantitative Standards existieren. Hier ein Paket spielbalancetötender Superknarren für 5€, dort ein lila Hut mit Feder für 10€. Das öffnet doch ganz logischerweise Tür und Tor für Abzocke und Gaunerei im großen Stil.

Auch rein kosmetische Zusatzinhalte gegen Zusatzbezahlung lehne ich ab. Das kann nur in eine Richtung führen, die bittere Realität der sozialen Ungerechtigkeit wird nur weiter auf die Onlinespielwelten übertragen. In Bälde heißt das: schicke 120Euro-Anzüge für finanzkräftige User, stinkende Lumpen für das assoziale Pack das nich mehr als 40Euro für ein so tolles Spiel auszugeben bereit ist.

Der Bleszinski war schon immer nich besonders helle, ich fand seine UT-Karten (seine Eintrittskarte in die Welt der Highroller des Spielebusiness) schon durchweg miserabel damals.
Erzählt mir jetzt, so Meckerer wie ich seien eine irrelevante Minderheit, und direkt im Anschluß, ich könne doch bitteschön mit meiner Brieftasche an der "Abstimmung" teilnehmen - hört der Mann sich noch selber zu? Ich jedenfalls nich mehr...
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Max Headroom
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Re: Allgemein: Cliff Bleszinski über EAs Ruf und lautstarke

Beitrag von Max Headroom »

shakeyourbunny hat geschrieben: Das ist der Knackpunkt und so etwas habe ich nur bei Steam akzeptiert.
Inzwischen schaue ich aber immer mehr wieder darauf, daß ich eine Version vom Spiel (mit) erwerbe, die auch ohne irgendwelchen DRM-Mist mitläuft. Falls es keine gibt, muss ich mir leider da einen Crack fürs Archiv besorgen. Gefallen tuts mir jedoch nicht.
Dasselbe müssen ich und meine Freunde ebenfalls machen, solange man nicht, wie z.Bsp. wie bei der X-Serie, nach einer Weile einen Patch zur Abschaltung des Kopierschutzes bekommt. Alternativ gibt es GoodOldGames (GOG), welche DRM-freie alte und neue Titel anbieten. Doch diese Games kommen zumeist nicht mit einem 80 Millionen Dollar Tripple-A Budget, den der finanzkräftige Investor bittesehr mit Zinsen und Garantien wiedersehen möchte. Steam, Origin & Co. bieten dem Verkäufer eine "Garantie", dass der Käufer auch tatsächlich das Produkt gekauft hat und das Produkt wiederum nicht weiterverkaufen kann. Sowas erlaubt die fehlende Kontrolle ohne DRM-Fernbedienung nicht. Es erscheint mir so als ob der Autohersteller bzw. der Verkäufer in seinem Geschäft vorgeschrieben hätte, das Fahrzeug nicht privat weiter zu verkaufen. Rausreden tut man sich, indem man auf die "Benutzungslizenz" verweist. Ich ziehe dann dabei eine Parallele zum Führerschein, der ebenfalls eine "Benutzungslizenz" darstellt. Den verkaufe ich jedoch nicht, denn die Möglichkeit, ein Fahrzeug bzw. ein Programm zu benutzen, muss beim Käufer vorhanden sein, ansonsten kann er das Produkt nicht in Betrieb setzen :)

Plattformen wie Steam geben noch den Mehrwert wie Matchmaking und den Vorteil einer einheitlichen GUI für Online-Dienste wie den Kauf von DLCs und die Abwicklung der Bezahlung usw. Anscheinend liebt der Kunde dies und nimmt in Kauf, dass nach einer Zeit das Produkt nicht nur uninteressant wird, sondern auch funktionslos. Aus dem Produkt der künstlerischen Arbeit eines Grafikers, Musikers und Designers, wird ein Konsumgut, was nach dem Konsum einfach vernichtet werden kann. :( Traurig.
shakeyourbunny hat geschrieben:Moderne Automatenspiele haben eine stehende Netzwerkverbindung zum "heimatlichen" Server des Herstellers.
Diese Taito-only Plattform wird nur für eine kleine handvoll Titel angeboten. ist also nicht repräsentativ für die Mehrzahl der Arcades - zum Glück ;)
Es gibt zwar auch Automaten, die per Online-Zugriff ihre Highscores austauschen oder mit dem Service in Verbindung stehen, doch die Mehrzahl der Arcades sind (zum Glück) noch klassische Modulgeräte.

... aber wie lange noch? Bestimmt gibt es irgendwo DRM-Pläne für neue Klamotten von Tekken-Kämpfern, oder individuelle Fahrzeuglackierungen bei einem Arcade-Racer. Zur Abwicklung wird dann die Netzverbindung benutzt. Fehlt sie, startet das Spiel erst recht nicht mehr. Und dann haben wir "endlich" Steam/Origin/UPlay für Arcades. Das nächste Ziel wäre Arcade-Streaming a la OnLive? :roll:

Langsam wünsche ich mir fast die Datasette zurück! Ich werd' eindeutig alt :D
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OriginalSchlagen
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Re: Allgemein: Cliff Bleszinski über EAs Ruf und lautstarke

Beitrag von OriginalSchlagen »

De_Montferrat hat geschrieben:
OriginalSchlagen hat geschrieben:Und? Ein inhaltsloser Kommentar. Man beleuchtet nicht die Hintergründe, vergleicht Äpfel mit Birnen. Z.b. muss CDProjekt keine Serverlandschaften am laufen halten, investiert keine Millionen in aufwändige Grafikengines etc pp.

Und wo hast du belegt, dass der Typ unrecht hat, "DLC und Mikrotransaktionen" pure Abzocke sind und sich das Hobby "Videospiel" stark verteuert hätte im Vergleich zu anno dazumals?
Na klar, weil die Serverlandschaften ja auch so wahnsinnig teuer und aufwendig sind, dass EA deswegen in den roten Zahlen kommen würde. CDProject hat eine EIGENE Grafikengine, nämlich die Red Engine, entwickelt und genutzt. Und das Ergebnis sieht nicht schlechter als bei einer von EAs Produktionen aus. Dass ich auf DLC und Mikrotransaktionen eingehe und warum Videospiele zwar in der Produktion teurer geworden sind, sie aber nicht teurer werden und woran das liegen könnte, steht alles in meinem vollständigen Beitrag auf Seite 3. Ich bleibe dabei: Du hast meinen Post oder den anderer nicht gelesen. Der einzig inhaltslose Kommentar kam von dir und zwar auf der folgenden Seite, weil er weder auf Vorheriges eingegangen ist, noch das Thema anderweitig in Form einer sich nicht wiederholenden These weitergebracht hat.

Hey Nuracus, keine Einwände zu dem, was ich dir geantwortet habe? Oder "keine Lust" zu antworten...

Erzähl, warum ist EA in die roten Zahlen geraten? Ausserdem habe ich nicht nur die "Serverlandschaften" genannt und diese als hauptverantwortlich eingestuft. Das hast du verständlicherweise so ausgelegt, um argumentativ dagegen halten zu können, was aber augenscheinlich gescheitert ist.
CDProject hat eine EIGENE Grafikengine, nämlich die Red Engine, entwickelt und genutzt.
Welche trotzdem bei weitem nicht so aufwändig ist, wie FrostBite 1.0/1.5/2.0 und auch im allgemeinen sind die Kosten mit Sicherheit nicht so hoch, wie bei einem Battlefield 3 beispielsweise. Du laberst einen auf, ohne wirklich über das im Hintergrund laufende bescheid zu wissen. Du siehst im wahrsten Sinne des Wortes nur das, was auf der Oberfläche erscheint, was auf dem Screen deines TFT/LCD flimmert.

Wie bereits erwähnt, dieser Vergleich ist unsinnig. CDProjekt operiert im kleinen, sie müssen nur ihre eigenen kleinen Projekte selbst finanzieren und sind nicht so investitionsfreudig wie ein EA.


Btw. CD Projekt ist ein Eigenname.
Easy Lee
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Re: Allgemein: Cliff Bleszinski über EAs Ruf und lautstarke

Beitrag von Easy Lee »

Wo wir gerade beim Thema lautstarke Minderheit sind... wer sitzt da nochmal im Büro und versucht Millionen von Kunden mit Dauer-PR umzuprogrammieren?
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Nuracus
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Re: Allgemein: Cliff Bleszinski über EAs Ruf und lautstarke

Beitrag von Nuracus »

De_Montferrat hat geschrieben: Hey Nuracus, keine Einwände zu dem, was ich dir geantwortet habe? Oder "keine Lust" zu antworten...
Äh, ne, nur ... völlig vergessen :D
anigunner
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Re: Allgemein: Cliff Bleszinski über EAs Ruf und lautstarke

Beitrag von anigunner »

Den Knackpunkt hatt Herr Blenszinski ja selbst angesprochen: die Spielentwicklung wird immer teurer. Es wird immer mehr Aufwand in einen Blender reingesteckt, der die Leute ein paar Stunden unterhält... und dann durch ist. Und dadurch das man es in einer immer höheren Schlagzahl auf den Markt schmeißt ist die Qualität in vielen Fällen eher fragwürdig. Erfolgreiche Reihen werden totgeritten, kaum weiterentwickelt oder schlicht kopiert. Dadurch das man so viel Geld in einen Titel steckt geht man so gut wie keine Experimente mehr ein weil Fehlschläge einem fast das Genick bricht...

Ist klar das man in so einer Situation versucht an kleinen Zusatzinhalten, die kaum Aufwand erfordern, nochmal etwas Geld einzusacken. Ich meine wer solche Spiele entwickelt die wie ein Strohfeuer abbrennen braucht sich nicht zu wundern wenn am Ende des Tages die Kasse nicht mehr stimmt. Oder die Leute schnell gelangweilt sind weil gleiches Konzept und kurze Spielzeit. Ich prangere sicher nicht die DLC-Politik als solches an, aber es wird im Moment zu viel Schindluder damit getrieben.

Was die hier machen ist nichts weiter als ein inneffizientes, aufgeblasenes System krampfhaft am Leben zu erhalten. Anstatt das sie sich selbst mal an der Nase packen und sich die Frage stellen wo hängt es auf unserer Seite.. nein, da schimpft man doch lieber die ganze Zeit über die Kunden. Und sorry, aber EA reizt das schon eine Weile zu arg aus. Origin ist unnötig wie ein Kropf (außer für EA), und anhand von Dead Space kann man wunderbar sehen wie eine Serie ausgeschlachtet wird. Jedes Jahr ein Nachfolger, eine immer höhere Dichte an DLC, und Anpassung der Spielmechanik möglichst so das es eine breite Schicht an Spielern anspricht. Wenn man ein Spiel so dermaßen auf maximalen Umsatz anpasst dann tut es mir Leid, aber sie brauchen sich jetzt nicht beklagen das die Leute davon nicht begeistert sind.

Ich glaube Herr Bleszinski ist immer noch geistig in der Spielewelt vor 5-10 Jahren gefangen, als das System auf Hochtouren lief und man dachte das man das so bis in alle Ewigkeit weitermachen. Wer sich so starr- und krampfhaft an etwas festhält wird früher oder später als Moloch daran zugrundegehen. Kleine Entwicklungschmieden zeigen das man für einen Bruchteil der Kosten Produkte entwickeltn kann die einen mindestens genauso gut unterhalten können.
Styregar
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Re: Allgemein: Cliff Bleszinski über EAs Ruf und lautstarke

Beitrag von Styregar »

4P|BOT2 hat geschrieben:Letzendlich gelte: "Wenn du die Spiele oder die Geschäftsmethoden nicht magst, dann gib kein Geld dafür aus. Stimme mit deinen Dollar ab."
Der soll mal lieber aufpassen mit seinen Aussagen...

Ich wähle schon lange mit dem Geldbeutel. Gehöre damit wohl auch zur Minderheit.
Aber wenn die ihre Kunden schön weiter verarschen, dann schaltet sich auf einmal doch noch bei dem ein oder anderem Menschen das Hirn ein.
Und wenn das, was er sagt in Erfüllung geht und die Leute anfangen mit dem Geldbeutel zu wählen, kenn ich schonmal ein paar Unternehmen, dessen Leute als erstes auf der Straße sitzen.

In einer Zeit wo die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht und ein Mittelstand auch in diesem unserem Lande sich dem ende zuneigt, kann es sehr schnell dazu kommen das die Menschen wesentlich Preis bewußter handeln.

Wenn eure Auktionäre und das ganze andere Kapitalisten Pack das Bürgertum entgültig über den Rand zur Armut stößt, beißt sich das ganze System am Ende selbst in den Arsch.

Und wehe EA, wenn die Verbraucher dann eure Spiele, eure Transaktionen oder Aussagen wie diese in schlechter Erinnerung haben.
EA war lange das große Böse übel der Videospielbranche. Eine Zeit lang sah es so aus, als wollte man von diesem Ruf wegkommen. Doch nun wird EA immer unsympathischer, gerade zu als wenn man diesen Ruf gerne mit sich trägt.
So empfinden mehr Leute, als sie denken, Herr Bleszinski.

EA rettete sich bisher über eine vielfalt guter IPs, die bereits alle runtergewirtschaftet werden durch das ganze Streamlining, Massenmarkttauglich machen und dem ganzen Microtransaktionsmüll.
Die Fachpresse straft es bereits an vielen Stellen ab und die Verkäufe einiger Top IPs gehen bereits zurück.
Mal schauen wie sie Ihren Traumurlaub finanzieren, wenn das ganze Kartenhaus zusammenbricht.