Allgemein: Cliff Bleszinski über EAs Ruf und lautstarke Minderheiten

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Benutzeravatar
superboss
Beiträge: 5641
Registriert: 26.10.2009 17:59
Persönliche Nachricht:

Re: Allgemein: Cliff Bleszinski über EAs Ruf und lautstarke

Beitrag von superboss »

die kritik und der Hass werden aber nicht verschwinden, auch wenn Ea das gerne hätte. Wird eher alles noch viel stärker werden. Natürlich können sie jetzt alles was sie machen, immer so schön deutlich betonen und so tun, als wenn sie die Internet Meinung nicht interessiert, ( was eh keiner glaubt).
Aber genau dieses Verhalten kommt meistens ne gewisse Zeit vor dem Untergang.
Benutzeravatar
danke15jahre4p
Beiträge: 16763
Registriert: 21.04.2006 16:18
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Allgemein: Cliff Bleszinski über EAs Ruf und lautstarke

Beitrag von danke15jahre4p »

wenn die forenschreier nur ne minderheit sind, warum lässt er sich darüber aus? sollten ihm doch scheiss egal sein, oder?

bitte niemals nur kaufverzicht üben und still sein, bitte stets immer kritisieren und anprangern, je lauter desto besser!

greetingz
Benutzeravatar
Nightmare King Grimm
Beiträge: 3557
Registriert: 27.11.2012 21:12
Persönliche Nachricht:

Re: Allgemein: Cliff Bleszinski über EAs Ruf und lautstarke

Beitrag von Nightmare King Grimm »

Hm ich finde sein 'Musterbeispiel' hat einen Knick. In einem F2P Titel wie Team Fortress sind DLC-Käufe die "alleinige Einnahmequelle". Da ist doch (selbst wenn man in ein F2P Modell DLC Inhalte einbaut, die das Spielgeschehen beeinflussen und nicht nur die Optik) jedem von Anfang an klar, worauf er sich einlässt. Der gute Herr B. scheint aber zu vergessen, dass man, wenn man von EA Spielen redet, man von Vollpreistiteln spricht und nicht von F2P. Da ist der unterschied und deshalb fällt für mich seine Aussage mit diesem Beispiel, dass er selbst gibt. Und klar, in Dead Space 3 braucht man den DLC womöglich nicht. Aber ich erinnere mich gut daran, wie es seit BF Bad Company 2 die Option gibt, alles an Waffen, Upgrades und Co freizuschalten - einfach so gegen Bares. Das ist, in einem Online-Multiplayer-Game, eine Frechheit.

Ansonsten ist das wie stets viel Marketinggerede um etwas schön zu reden, was eigentlich hässlich ist. Wenn EA die Games zukünftig für einen 0er rausbringt (wie sie es mit dem nächsten C&C machen) dann bitte, sollen sie die Scheiße mit DLCs zupflastern und (wie der angebliche Musterschüler Valve) die Hände in die Höhe strecken und sich keiner Schuld bewusst sein. Solange EA aber 60€ von mir für ein Spiel will und mir dann mit 'Hey, für Geld bekommste die und die Vorteile' kommt, können die sich gehörig ins Knie ficken^^
Benutzeravatar
Bedameister
Beiträge: 19413
Registriert: 22.02.2009 20:25
Persönliche Nachricht:

Re: Allgemein: Cliff Bleszinski über EAs Ruf und lautstarke

Beitrag von Bedameister »

Ach Cliffy was is nur los mit dir :?

Aber wo man ihm recht geben muss, ist dass die Spiele wirklich immer teurer werden. Das ist ein Trend der langsam wirklich gestoppt werden muss. Aber 2012 war ja schon ein ziemlich erfolgreiches Jahr für viele Indie-Titel, vieleicht kommt bald ein umdenken
Benutzeravatar
Weavel[GER]
Beiträge: 552
Registriert: 04.04.2007 20:57
Persönliche Nachricht:

Re: Allgemein: Cliff Bleszinski über EAs Ruf und lautstarke

Beitrag von Weavel[GER] »

Der Gute Mann vergisst, dass Valve was Spiele selbst angeht eigentlich ausnahmslos nur Qualität abliefert und auch gerne mal Content für umsonst unters Volk bringt, bzw. selbst Jahre nach Release hinterherpatcht, während EA eigentlich nur jedes Jahr alle Sportspiele erneuert, alle sonstigen Franchises (Need for Speed, Medal of Honor und allmählich wohl auch Dead Space) konsequent gegen die Wand fährt und regelmässig die MP-Server von gerade mal 2-3 Jahren alten Spielen runterfährt nur um zum Kauf der neueren Teile zu "animieren"... Und zwischen einem "kosmetischen Ring" in einem mittlerweile F2P-Titel und z.B. den Waffenteilen im Vollpreistitel Dead Space 3 sehe ich auch nochmal einen gewaltigen Unterschied.
Wer sich über Origin beschwere, vergesse, dass auch Steam eine Zeit lang Mist gewesen war.
Mir selbst geht es noch nicht einmal um die Qualität von Origin selbst. Viel mehr ärgert es mich dass ich neben Steam nun auch noch Accounts für Games for Windows, UPlay und eben Origin unterhalten muss nur weil jeder Publisher nun unbedingt sein eigenes DRM-Datenkraken-Süppchen kochen will. Das ist einfach unsagbar dämlich.
Benutzeravatar
Worrelix
Beiträge: 3636
Registriert: 10.12.2009 19:48
Persönliche Nachricht:

Re: Allgemein: Cliff Bleszinski über EAs Ruf und lautstarke

Beitrag von Worrelix »

DLC gehöre auch zum Pflichtprogramm eines jeden Spiels.
Selten so einen Blödsinn gelesen.
Tyler Durden
Beiträge: 322
Registriert: 06.01.2011 12:35
Persönliche Nachricht:

Re: Allgemein: Cliff Bleszinski über EAs Ruf und lautstarke

Beitrag von Tyler Durden »

Nuracus hat geschrieben: - DLC ist Pflichtprogramm: Hm, richtig. Welches Spiel hat ernsthaft keine DLCs, auf XBox, PS3, PC? Die Aktionäre erwarten, dass die Publisher diese gewinnbringende Methode benutzen. Also Pflichtprogramm. Ja, das ist es. Pflicht, durch die Aktionäre.
Und ja, das ist nicht unbedingt zu "unserem" besten.
Aber ... was wären wir ohne die Aktionäre? Was würden wir heute spielen? Tetris 5 und 2D-Scroller?
Wir leben in einem Spiele-Luxus, und den können wir uns als Spieler ohne die Aktionäre nicht erlauben.

- Ohne DLC-Strom verkauft der Kunde Spiele eher: Richtig, stimme ich zu. Wenn jemand kein Spielesammler ist, spielt er das Game durch und verkauft es womöglich weiter. Es sei denn, er weiß, in 2 Monaten kommt wieder ein tolles DLC, das ihn wieder x Stunden binden wird (siehe Skyrim, oder Assassin's Creed 3).
Tja - Demons Souls ist zwar wirklich eine Ausnahme (bei Dark Souls wurde sogar das Versprechen gebrochen, dass es nie einen DLC geben wird....aber wir haben Ihnen verziehen, da das DLC gut und im Preis angemessen war), aber eine die Erwähnung verdient - ich hab mir sogar nach dem Dark Souls Release eine zweite Version von Demons Souls (Asia Version) gekauft - weil das Spiel (im Multiplayer und im Singleplayer) einfach NIE langweilig wird auch ohne DLC und einen extrem hohen Wiederspielwert hat. Dazu kommt, dass man (ohne Wiki lesen) auf keinen Fall den ersten run unter 40-50h schafft. Ausleihen ist zu teuer und ich bin mir sicher, dass nur wenige DeS oder DkS wieder verkauft haben, nachdem sie blut geleckt hatten. Gibt sicher einige, die DkS wieder verkauft haben ohne es durchzuspielen, aber die haben einfach nur das falsche Spiel für sich gekauft.

Wer gute Spiele machen will kommt auch ganz ohne DLCs aus, man muss nur wollen und es auch können :twisted:
Benutzeravatar
Eich
Beiträge: 165
Registriert: 11.06.2009 11:15
Persönliche Nachricht:

Re: Allgemein: Cliff Bleszinski über EAs Ruf und lautstarke

Beitrag von Eich »

"Wer EA nicht möge, solle keine Spiele von EA kaufen."

Würde ich nur zu gerne, wenn EA doch nur aufhören würde Studios und Marken aufzukaufen um sie zu zerstören. Die Alchemisten bei EA haben leider schon seit Jahren ihre 'Gold zu Scheiße Maschine' auf voller Pulle laufen. Dass die gehirnamputierte Masse aber leider nichts gegen ihre eigene Vergewaltigung unternimmt, wissen wir spätestens seit 1936. Grundsätzlich disqualifiziert sich auch schon jeder für eine ernsthafte Diskussion der angeblich eine schweigende Mehrheit vertritt. Die gebeutelten Massen der DLC-Käufer, die sich durch die ständigen Buh-Rufe der lautstarken Minderheit in ihrem Spielvergnügen beeinträchtigt fühlen, sind tatsächlich so schützenswert das man den Schreihälsen das Maul stopfen sollte bevor am Ende noch einer zuhört.
Armin
Beiträge: 2667
Registriert: 30.01.2003 13:05
Persönliche Nachricht:

Re: Allgemein: Cliff Bleszinski über EAs Ruf und lautstarke

Beitrag von Armin »

De_Montferrat hat geschrieben:
BattleIsle hat geschrieben:
De_Montferrat hat geschrieben: Es gibt kein einziges gutes Strategiespiel mehr, dass nicht an Steam gebunden ist.
Panzer Corps, Men of War...
Nunja, ich rede von Grand Strategy und Rundenstrategie. Deine genannten Spiele liegen zudem nicht in meiner favorisierten Zeitspanne.
Elemental FE gibts bei stardock direkt ohne steam, Eador gibts bei gog, bei gamersgate gibts Hearts of Iron 3, drmfree.
SixBottles
Beiträge: 665
Registriert: 20.02.2009 12:41
Persönliche Nachricht:

Re: Allgemein: Cliff Bleszinski über EAs Ruf und lautstarke

Beitrag von SixBottles »

jetzt hat also auch cliffy B die "silent majority" für sich entdeckt. glückwunsch. ...dann fehlt nur noch das nächste Arts-gate ;)
Benutzeravatar
Nuracus
Beiträge: 6022
Registriert: 07.03.2011 17:46
Persönliche Nachricht:

Re: Allgemein: Cliff Bleszinski über EAs Ruf und lautstarke

Beitrag von Nuracus »

Eich hat geschrieben:Dass die gehirnamputierte Masse aber leider nichts gegen ihre eigene Vergewaltigung unternimmt, wissen wir spätestens seit 1936.
Was war denn 1936?
Benutzeravatar
zipit
Beiträge: 166
Registriert: 25.09.2012 00:44
Persönliche Nachricht:

Re: Allgemein: Cliff Bleszinski über EAs Ruf und lautstarke

Beitrag von zipit »

vorschlag zur güte: ea überweist euch allen jeweils 1000€ auf das girokonto und ihr nehmt
im gegenzug abstand von euren berechtigten forderungen, bzw der lebensnotwendigkeit,
spiele von ea, nach von euch diktierten bedingungen zu erhalten. man muss der 4players
leserschaft an dieser stelle wohl auch für ihre nachsicht mit ea danken, immherin verwehren
sie ihnen seit langem eines ihrer, zitat - grundrechte.
BitteeinByte
Beiträge: 369
Registriert: 15.12.2010 14:21
Persönliche Nachricht:

Re: Allgemein: Cliff Bleszinski über EAs Ruf und lautstarke

Beitrag von BitteeinByte »

Wer EA nicht möge, solle keine Spiele von EA kaufen.
Won't shut up, but keep my money.
Wer sich über Origin beschwere, vergesse, dass auch Steam eine Zeit lang Mist gewesen war.
Als würde man Eins von Beiden vermissen wenn die Spiele in ihren Funktionen eigenständig wären.
DLC gehöre auch zum Pflichtprogramm eines jeden Spiels.
Oder man geht den Open-Source-Weg und lässt somit der Modszene zugang, welche die Spiele zu ungeahnter Vielfalt blühen lässt und somit den kreativen und technischen Fortschritt enorm beschleunigt.
Easy Lee
Beiträge: 5375
Registriert: 06.08.2008 17:03
Persönliche Nachricht:

Kommentar

Beitrag von Easy Lee »

Die "niemand wird gezwungen" Leier ... kennt man ja schon. Aber man wird halt eben doch gezwungen - und zwar zum Verzicht.

Die Branche ist gierig und mindestens dreimal so reich wie meine Branche. Es ist anmaßend einen auf arme Schlucker zu tun, während man den Konsumenten schröpft. Und dann noch mit so hintenrum-Methoden, anstatt einfach 20 € mehr zu verlangen. Widert mich alles extremst an.
Benutzeravatar
De_Montferrat
Beiträge: 1515
Registriert: 10.06.2012 17:52
Persönliche Nachricht:

Re: Allgemein: Cliff Bleszinski über EAs Ruf und lautstarke

Beitrag von De_Montferrat »

Nuracus hat geschrieben:
De_Montferrat hat geschrieben:
Nuracus hat geschrieben:In meinen Augen hat er fast 100% Recht.
Ja, er hat ja sowas von recht. :roll: Da macht das, was hier im Kommentarbereich geschrieben wird, wesentlich mehr Sinn. Aber man kann natürlich auch dem Zerrspiegel der Hersteller folgen.
In Langform: Siehe hier.

In Kurzform, fassen wir doch mal zusammen:

- Spiele sind so günstig wie nie zuvor: Richtig. Spiele kosteten damals ebenfalls 120 bis 140 DM neu, auf Konsolen. Heute hat man sie teilweise einen Monat nach Erscheinen zu einem umgerechneten Preis von 60 - 80 DM, in besonderen Fällen. Übers Internet bekommen wir dank Globalisierung Spiele ebenfalls spottbillig. Und Inflation haben wir nichtmal mit einberechnet.
Das ist aber nicht mein Problem, dass die Spiele günstiger werden. In gewisser Weise sind die Hersteller selber Schuld. Was du nämlich zu vergessen scheinst: Es werden heute so viele Spiele veröffentlicht -neben dem ganzen Social-, Handy-, Was-auch-immer-Kram-, dass die Hersteller, wollen sie viele Einheiten vertreiben, eben den Preis senken müssen, um viele Käufer zu erreichen. Wenn man bedenkt, dass eine Millionen verkaufte Einheiten als Flop angesehen und wie in Capcoms Fall bereits fünf Millionen Einheiten von RE 6 als Enttäuschung und Verlust aufgenommen werden, merkt man doch, dass irgendetwas falsch läuft.

Wenn ich dir jetzt sage, dass das an den Herstellern selber liegt, die ihre Kosten nicht im Griff und viel zu groß und falsch (geplant, was z. B. prognostizierte Absatzzahlen angeht) entwickelt haben, wirst du vielleicht sagen: "Das liegt daran, dass alle realistische Grafiken und orchestralen Sound erwarten." Es mag stimmen, dass die Grafik viel Geld verschlingt. Ich habe davon nicht viel Ahnung, kann es aber nachvollziehen. Wenn ich aber ein Spiel wie The Witcher 2 sehe, frage ich mich, wie es CDProject geschafft hat, dass Spiel gewinnbringend herzustellen? Vielleicht liegt es an ihrer Effizienz, an einer guten Planung, vielleicht aber auch am Standort? Und da komme ich zu deinem zweiten Teil des ersten Punkts: Wie kann man bloß so herstellerergeben sein und tatsächlich Importe schlechtreden bzw. diesen eine Mitschuld an geringen Einnahmen geben? Ich importiere in der Regel nicht. Wieso auch, kaufe ich Spiele meist zum Budgetpreis. Aber wieso sollte die Globalisierung nur für Unternehmen gelten? Wieso sollte EA günstig irgendwo entwickeln, mir aber genauso viel Geld abverlangen, als wenn sie in einem Industriestaat ein Studio beschäftigen? Ich frage nochmal: Wieso sollen den nur die Hersteller von der Globalisierung profitieren, die Kunden aber brav zum Vollpreis im jeweiligen Heimatland kaufen? Und die Ausrede, hier würden andere Lebenstandards und Einkommensverhältnisse gelten, kann man sich eigentlich getrost sparen. Schließlich nutzen die Hersteller eben jenes Argument, um Leute für eine niedrigere Bezahlung arbeiten zu lassen. Zumal: Es gelten hier andere Lebensstandards und Einkommensverhältnisse! Bei uns kostet alles mehr: Miete, Nebenkosten, Transportkosten, etc. Also können Leute auch importieren, wenn sie das wollen.
- Hersteller müssen Geld verdienen: Richtig. Kein weiterer Kommentar.

- Steam war ne Zeit lang Mist, Origin ist mindestens verbesserungswürdig: Richtig.

- Es steht einem frei, optische DLCs zu kaufen oder nicht: Richtig.

- Die Leute kaufen haufenweise optische DLCs: Richtig, vermute ich mal.
Dazu sage ich gar nicht viel. Außer: Man kann auch in vertretbaren, langfristigen und schonenden Maßen Gewinn erwirtschaften. Was EA... Ach was, was eigentlich alle großen Publisher betreiben ist aber Raubbau und kommt dem Turbo-/ Kasino-Kapitalismus gleich.

Steam ist meiner Meinung nach immer noch Mist, auch wenn ich es zwangsweise nutze. Es ist und bleibt ein gekoppeltes (aufgezwungenes) Programm. Es mag sein, dass es viele toll finden, weil sie es als nützlich betrachten und seine Anwesenheit als nicht erwähnenswert angesehen wird. Ich nutze es nur unter der Maxime, dass ich Spiele nur im Angebot mit mindestens 75% Rabatt kaufe. Dann kann ich ein Abonnement billigen. Bei einem Appel un' 'nem Ei kann ich mir aber nicht vorstellen, dass die Hersteller großartig an mir verdienen. Mir eigentlich auch egal. Das haben sie sich selber zuzuschreiben und verdient.
- Wer EA nicht mag, muss EA-Spiele nicht kaufen: Richtig. Alternativen gibts immer. Wer z.B. kein Fifa will, der hat immer noch PES. Wer Dead Space nicht will, der kann Resident Evil spielen oder Vanquish (letzteres als Sci-Fi-Shooter).

- Wer keine Miktrotransaktionen mag, muss sie nicht kaufen: Richtig. Mein Kumpel hat Dead Space 3 jetzt sehr weit gespielt und sagt, er fühlte sich an keiner Stelle genötigt, Geld für nen Cheat auszugeben. Und wir beide sind definitiv keine Power-Gamer ("normal" ist unser Schwierigkeitsgrad).
Du glaubst doch nicht, dass bei solchen Methoden wirklich Schluss ist? Es wird so lange probiert, implementiert und ausgebaut bis die Mehrheit meckert. Und wir wissen ja, dass die Spielerschaft relativ leidensfähig -mancher würde sagen: flexibel- ist und sich so einiges gefallen lässt. Früher oder später kann es sein, dass diese Modelle soweit integriert wurden, dass alle in ihrem bezahlten Vollpreisspiel eingeschränkt und beschnitten werden, nur damit der Hersteller zigfach abkassieren kann. Du sagst jetzt vielleicht, dass das alles nur eine Vermutung ist und da ja auch kluge, studierte Köpfe (BWLer) in den Unternehmen sitzen. Dann sage ich dir, dass man diese Vorgänge doch bereits beobachten kann. Das gilt natürlich für jede Branche, aber da wir hier in einem Spieleforum sind, beziehe ich es halt jetzt darauf. Es wird so lange rumprobiert, getrickst, etc. bis es die Kunden angenommen haben und dann wird weiter wie geplant verfahren. Die Industrie geht immer einen Schritt weiter. Einen kleinen, wenn es sein muss, aber sie verfolgt ihr Ziel.
- Leute, die in Foren sich aufregen, sind in der Minderheit: VIELLEICHT richtig. Ich glaube auch, dass es wesentlich mehr Leute gibt, die DLCs und Miktrotransaktionen positiv oder neutral gegenüber eingestellt sind und sich die wiederum kaufen oder sich nicht an ihnen stören, als Leute, die sich in Foren oder im Freundeskreis tierisch darüber aufregen. Allerdings bin ich trotzdem der Meinung, dass man diese Minderheit nicht unterschätzen darf und sie nicht unter den Teppich kehren sollte. Denn sie haben nicht Unrecht: Ein Spiel sollte ohne DLCs/Mikros vernünftig und spaßbringend spielbar sein. In manchen Fällen wird das leider falsch gemacht.

- F2P wird nicht einfach wieder verschwinden: Vielleicht richtig, glaube ich auch nicht. Ich halte es nicht für die Lösung der Zukunft, aber so schnell wird sie nicht aussterben denke ich.

Darauf gehe ich mal nicht groß ein. Da es, wie oben gesagt, früher oder später alle Leute betreffen kann, hat jeder das Recht sich zu beschweren und andere darüber aufzuklären und die Firmen so an ihren Geschäftspraktiken zu hindern. Das Recht meine Meinung zu äußern habe ich so oder so. Das hätten die Firmen vielleicht gerne anders. Interessiert aber nicht. Das meiste F2P-Zeug ist einfach Müll, der die Leute abzocken soll.
- DLC ist Pflichtprogramm: Hm, richtig. Welches Spiel hat ernsthaft keine DLCs, auf XBox, PS3, PC? Die Aktionäre erwarten, dass die Publisher diese gewinnbringende Methode benutzen. Also Pflichtprogramm. Ja, das ist es. Pflicht, durch die Aktionäre.
Und ja, das ist nicht unbedingt zu "unserem" besten.
Aber ... was wären wir ohne die Aktionäre? Was würden wir heute spielen? Tetris 5 und 2D-Scroller?
Wir leben in einem Spiele-Luxus, und den können wir uns als Spieler ohne die Aktionäre nicht erlauben.
Nun sind wir bei des Pudels Kern angelangt. Du hast es richtig erkannt: "Die Aktionäre erwarten, dass die Publisher diese gewinnbringende Methode benutzen." Es geht einzig und alleine darum, die Aktionäre bzw. Investoren und somit deren Geld im Unternehmen zu binden bzw. zu halten. Das ist jetzt erstmal nicht verwerflich, da hast du recht. ABER: Aktionäre sind meist branchenfremd, haben keine oder nur wenig Ahnung von den Firmen, in die sie investieren, geschweige denn vom Umfeld, in dem die Unternehmen operieren. Die höchste Priorität haben ein enormes Wachstum, konstant stark steigende Gewinne, hohe Dividende, etc. Die sind nur an kurzfristigen Gewinnen orientiert. Die Spieleindustrie kann das aber nach einem langen und starken Wachstum nicht mehr bieten. Die Kurve flacht ab bzw. stabilisiert sich. Die Verhältnisse kühlen sich ab bzw. nehmen ein normales Maß an. Die Folge: Investoren sind nicht mehr interessiert und ziehen ihr Geld ab. In eine Branche, die mehr Gewinn für sie verspricht. Aber das muss ich dir alles nicht sagen. Es wurde hier schon sooft geschrieben und es kommen immer noch die selben Hersteller-Argumente.
- Ohne DLC-Strom verkauft der Kunde Spiele eher: Richtig, stimme ich zu. Wenn jemand kein Spielesammler ist, spielt er das Game durch und verkauft es womöglich weiter. Es sei denn, er weiß, in 2 Monaten kommt wieder ein tolles DLC, das ihn wieder x Stunden binden wird (siehe Skyrim, oder Assassin's Creed 3).
Das halte ich für ein Gerücht. Gute Spiele mit einem ausgewogenen Spielprinzip, gutem und umfangreichen Inhalt und Wiederspielwert verkaufen sich auch ohne DLC. DLC ist wie ein Addon eben ein Zusatz. Das man natürlich den Inhalt immer weiter beschneiden kann, um DLC beim Ausschluss der Modder attraktiver zu machen, bestreite ich nicht. Ich kaufe mir kein Spiel wegen des DLCs, noch krame ich ein altes, schlechtes Spiel wegen des DLCs wieder aus. Zum Abschluss: Der Industrie geht es gut, es gibt immer noch satte Gewinne und Umsatzsteigerungen. Das viel Geld in Werbung gesteckt wird, ist ein teilweise selbst verschuldetes Problem und damit nicht die Sache des Kunden. Aktionärsgehorsam (oder eher die Angst vor diesen) und vielleicht auch eigene Gier verursachen Probleme, die man versucht, dem Kunden zuzuschieben. Stück für Stück. Damit es der wie von einer Schlange hypnotisierte und langsam umwickelte Kunde nicht merkt, wie sein Geldbeutel noch stärker geschröpft wird und abnimmt. Ich schlage eine einfache Preiserhöhung vor. Die würde aber aufgrund des Überangebots und den dadurch resultierenden Preisnachlässen geschluckt werden. Daher versucht man es eben durch Systeme, die man selber steuern und an denen kein Zweiter oder gar Dritter mitverdienen kann (eigener Shop bzw. DRM).
- Geld allein macht nicht glücklich, aber es hilft: RICHTIG!!!!
Das stimmen wir doch mal überein.
Also, ich habe jetzt wirklich ALLE Aussagen rausgepickt, und ich kann ihm an keiner Stelle widersprechen. Korrigiert mich bitte, sollte ich welche ausgelassen haben, das war nicht meine Absicht.

Gesagt, getan.
Zuletzt geändert von De_Montferrat am 01.03.2013 21:29, insgesamt 5-mal geändert.