Welch eine absolut fantastisch-herzliche Reminiszenz an vergangenes Gruselkino!
Ich mag Burton schon seit ich Edward Scissorhands erstmals gesehen hab, was dann mit Beetlejuice und den ersten Batman Filmen noch verstärkt wurde - von so was wie Big Fish ganz zu schweigen.
Nachdem mir aber leider sein Ausflug ins Wunderland sowie Dark Skadows nur mässig gefielen, war ich skeptisch, ob Burton mal wieder an eine seiner alten Glanztaten anschliessen kann. Und er kann!
"Frankenweenie" ist seine persönliche Lobeshymne an all die Filme die ihn in seiner Kindheit und Jugend geprägt haben und bringt dabei sogar etwas Eigenständigkeit mit.
Die Geschichte um Victor und seinen Hund Sparky mag einfach gestrickt sein, vertieft sich aber nur zu gern in liebevolle Details, bleibt dabei mit einer Spielzeit von rund 88 Minuten aber angenehm kurz. Die Stop-Motion Animation erfindet sich hier zwar nicht neu, ist aber nochmals einen Tacken gelungener als noch bei "Corpse Bride" oder "Coraline" und kommt in ungewohnter schwarz/weiss Optik daher.
Nicht nur weil ich diese Art der animierten Filme mag, sondern auch als netter Unterhaltungsfilm ist "Frankenweenie" durchaus einen Blick wert. Das eine oder andere mag vorhersehbar sein und er ist sicherlich nicht so lustig wie man es sich von anderen Disney Produktionen gewohnt ist, aber gut amüsiert haben wir uns trotzdem.
-> 7/10
P.S. ich bin mir auch heute Morgen nicht sicher, ob ich tatsächliche alle Anspielungen auf die alten Horrorklassiker mitgekriegt hab...
- Mary Shelly's Frankenstein
- Die Mumie
- Godzilla
- Die Fliege
- Friedhof der Kuscheltiere
- Die Vögel
- Dracula
- Gremlins
- The Munsters/Frankensteins Bride
- Nosferatu
- 2000 Meilen unter dem Meer