Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

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Sir Richfield
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

Beitrag von Sir Richfield »

Nanimonai hat geschrieben:Genau genommen schrieb ich "ehrlicher Käufer", das kann man aber auch auf "Kunde" anwenden.
Mit "ehrlicher Käufer" meint man doch jemanden, der sich seine Spiele auf legalem Wege besorgt. Ein Käufer an sich ist natürlich nicht zwangsläufig auch ein ehrlicher Käufer oder Kunde.
Käufer würde ich tatsächlich so schwammig zulassen, auch wenn es den Begriff so verwässert wie ich oben den Kunden beschrieben habe.

Kunde nicht. Entweder ist er Kunde beim Publisher (um drei Ecken des Handels herum), oder eben nicht.

Es reicht ja schon, dass die Publisher Personen, die den freien Handel nutzen, schon als Käufer/Kunde zweiter Klasse betrachten und möglichst bekämpfen.
Ich finde, wir sollten das nicht tun und jeden, der dem Publisher auf semidirekten Weg (Also nicht gebraucht gekauft) Geld gibt einfach als Kunden oder Käufer bezeichnen.
Einfach, damit der Kunde sich deutlich vom Nutzer illegaler Angebote abzeichnen kann.

Nur - wie nennen wir jetzt Leute, die direkt beim Bauern, äääh, Indie Entwickler kaufen, oder sich bei Kickstarter beteiligen?
AtzenMiro
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

Beitrag von AtzenMiro »

leifman hat geschrieben:@AtzenMiro

bitte, bevor du irgendwas postet in dem es um abkürzungen geht, mach dich erstmal schlau wofür diese abkürzungen stehen, dann kannst du dir viel geschreibsel ersparen und stirbst nicht ganz unwissend! ;)

DRM = Digital Rights Management

kurzum: der oberbegriff für alles was den eigentum an daten beschränken und erlauben soll!

NATÜRLICH fällt darunter jede art von kopierschutz!

greetingz
Dann schau dir doch bitte an, worum die Diskussion bei DRM geht. Es geht nicht um einen einfachen Kopierschutz, die meisten glauben gleich, dass sie wieder irgendwelcher Rechte betrogen werden. Mit DRM assoziert das gemeine Volk definitiv nicht den normalen Kopierschutz, den der Kunde nicht merkt. Auf der PSX und PS2 (sowie PS3 und anderen Konsolen mit einem CD-/DVD-ROM Laufwerk) kam genau so ein Kopierschutz zum Einsatz, der das Abspielen von gebrannten Datenträgern verhindert hat.

Wenn wir hier aber über DRM reden, dann, sowie die Diskussion verläuft, um Kopierschutzmaßnahmen, die entweder eine Art Account-Anbidung, oder zumindest Online-Aktivierung, voraussetzen, oder gar eine Online-Aktivierung während des Spielens. Und das bilde ich mir nicht ein, gucke dir einfach den Thread an. Da hat jemand nun DRM in den Raum geworfen und schon wird wieder die übliche DRM-Diskussion geführt, die nichts mehr mit dem Thema zu tun hat.

Edit:
Und natürlich weiß ich, wofür DRM steht. Deswegen habe ich ja (falschigerweise ausgedrückt) den Terminus "Obermenge" (den es gar nicht gibt, ist mir im Nachhinein aufgefallen, aber war mir dann doch total wayne).
Lessthan
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

Beitrag von Lessthan »

Ich war früher einer der ersten, der Monkey Island hatte und ich habe mir einen Mordsaufwand damit gemacht, die Kopierschutzabfragen mit dieser Scheibe zu kopieren, auszuschneiden und zusammenzutackern, damit man die Scheiben übereinander legen konnte.
Das Spiel selbst war ja nicht auf der Diskette kopiergeschützt, sondern nur damit.

Und ja, die Teile habe ich auf dem Schulhof für einen Heiermann verkauft.
Aber nicht an "ehrliche Käufer".[/quote]
Bei Indy IV musste man nur ganz schnell Enter drücken um immer die selbe Abfrage zu bekommen.
Nur so am Rande erwähnt - Jugendsünden halt. :mrgreen:
Nanimonai
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

Beitrag von Nanimonai »

leifman hat geschrieben: leider siehst du, wie so oft,die medaille immer nur von einer seite, denn:

1. wer sagt dir denn das diejenigen die diespiele, auf dem schulhof wohlgemerkt, genügend geld gehabt hätten sich diese zu kaufen und

2. wurde nicht durch die möglichkeit an spiele ranzukommen erst der markt geschaffen so wie wir ihn heute kennen?
Zu 1: Niemand sagt das. Das ist auch irrelevant. Kein Geld zu haben ist kein legitimer Grund, sich etwas illegal zu besorgen.

Zu 2: Natürlich. Es ist ja bekannt, dass Microsoft ohne die illegale (und selbst forcierte) Verbreitung von Win 3.11 damals vermutlich nicht so groß geworden wäre.

In keinem meiner Beiträge geht es aber darum. Es spielt keine Rolle, ist völlig irrelevant für die Betrachtung. Selbst wenn sich der Umsatz durch die Verbreitung illegaler Software aufgrund eines höheren Bekanntheitsgrades verdoppeln würde, würde das rein gar nichts an der Betrachtung ändern. Eine Schwarzkopie ist trotzdem noch illegal.
AtzenMiro
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

Beitrag von AtzenMiro »

Lessthan hat geschrieben:
Ich war früher einer der ersten, der Monkey Island hatte und ich habe mir einen Mordsaufwand damit gemacht, die Kopierschutzabfragen mit dieser Scheibe zu kopieren, auszuschneiden und zusammenzutackern, damit man die Scheiben übereinander legen konnte.
Das Spiel selbst war ja nicht auf der Diskette kopiergeschützt, sondern nur damit.

Und ja, die Teile habe ich auf dem Schulhof für einen Heiermann verkauft.
Aber nicht an "ehrliche Käufer".
Bei Indy IV musste man nur ganz schnell Enter drücken um immer die selbe Abfrage zu bekommen.
Nur so am Rande erwähnt - Jugendsünden halt. :mrgreen:
Wer hat sowas zu seiner Schulzeit nicht durchgemacht. Der springende Punkt ist aber, dass an solche Sünden kein "potentieller Umsatz" verloren gegangen ist. Denn zumindest ich kann von mir behaupten, hätte ich damals nicht die "billigeren Alternativen" gehabt, hätte ich die Spiele gar nicht zocken können.
AtzenMiro
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

Beitrag von AtzenMiro »

Nanimonai hat geschrieben:
leifman hat geschrieben: leider siehst du, wie so oft,die medaille immer nur von einer seite, denn:

1. wer sagt dir denn das diejenigen die diespiele, auf dem schulhof wohlgemerkt, genügend geld gehabt hätten sich diese zu kaufen und

2. wurde nicht durch die möglichkeit an spiele ranzukommen erst der markt geschaffen so wie wir ihn heute kennen?
Zu 1: Niemand sagt das. Das ist auch irrelevant. Kein Geld zu haben ist kein legitimer Grund, sich etwas illegal zu besorgen.

Zu 2: Natürlich. Es ist ja bekannt, dass Microsoft ohne die illegale (und selbst forcierte) Verbreitung von Win 3.11 damals vermutlich nicht so groß geworden wäre.

In keinem meiner Beiträge geht es aber darum. Es spielt keine Rolle, ist völlig irrelevant für die Betrachtung. Selbst wenn sich der Umsatz durch die Verbreitung illegaler Software aufgrund eines höheren Bekanntheitsgrades verdoppeln würde, würde das rein gar nichts an der Betrachtung ändern. Eine Schwarzkopie ist trotzdem noch illegal.
Sicherlich, rein rechtlich gesehen. Es bleibt illegal. Aber legitimiert der Umstand die teils doch zu radikalen Maßnahmen seitens der Publisher, unter denen ausschließlich die "ehrlichen Kunden" zu leiden haben? Darum geht es ja in der Diskussion.
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Sevulon
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

Beitrag von Sevulon »

leifman hat geschrieben:vielleicht wäre ich heute kein käufer hätte es damals den ultrakopierschutz gegeben!

und wer weiss, vielleicht gibt es diesen effekt der kundengewinnung durch kopien heute immernoch?
Yeah, well.. selbst wenn das so ist, glaube ich kaum dass ein Entwicklerteam Lust hat die Leute 10 Jahre lang mit Gratis-Kopien zu versorgen, in der Hoffnung, dass sie als Erwachsene dann endlich mal Geld für ihre Spiele ausgeben..

Mal ganz ehrlich: Als ich in dem Alter war, war die Welt furchtbar einfach: Die Spiele, an die man "umsonst" rankam, nahm man umsonst mit und das Geld gab man für die Spiele aus, die nicht gecrackt werden konnte. Sprich: PC Spiele hat man sich auf dem Schulhof besorgt, auf SNES-Spiele hat man gespart und sie sich dann vom Taschengeld/Weihnachtsgeld/Geburtstagsgeld gekauft.

Ich denk mal das ist heute immer noch so. Ist ja auch ein simples Gedankenkonstrukt: Du willst 2 Spiele a 50 € unbedingt haben, hast aber nur 50 €. Das eine Spiel ist DRM-Frei und du kommst locker über deine Kumpels ran; das andere Spiel kannst du dir nur im Laden besorgen. Welches der beiden Spiele kauft man sich? Genau.. Und auch ganz ehrlich, denn die Heuchellei kotzt mich bei dem Thema mittlerweile so derbe an: Selbst wenn das [raubkopierte] Spiel die absolute Bombe ist, sobald man wieder 50 € zusammen habe, kauft sich ein Kind doch dann nicht das schon durchgespielte Spiel, das er auf der Platte hat, nur weil er es so toll fand - er geht statt dessen her und kauft sich etwas anderes von dem Geld.
Zuletzt geändert von Sevulon am 26.02.2013 15:47, insgesamt 1-mal geändert.
Nanimonai
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

Beitrag von Nanimonai »

Sir Richfield hat geschrieben: Käufer würde ich tatsächlich so schwammig zulassen, auch wenn es den Begriff so verwässert wie ich oben den Kunden beschrieben habe.

Kunde nicht. Entweder ist er Kunde beim Publisher (um drei Ecken des Handels herum), oder eben nicht.
Mir ist nicht ganz klar, warum Du Dich an dieser Zusatzinformation so störst.
Der Zusatz "ehrlich" beschreibt doch nur das, was ich vorhin schon geschrieben hab.
Ich habe mir das geflügelte Wort des "ehrlichen Kunden/Käufers" auch nicht ausgedacht, es schwirrt schon seit Jahren umher. Beschreibt aber im Wesentlichen, was damit gemeint ist.

Die Schwarzkopiererszene ist hier ja auch gar nicht der riesige Dorn im Auge der Publisher und Entwickler, sondern in erster Linie der groß angelegte Handel mit Schwarzkopien im vornehmlich asiatischen Markt und die haben nun mal Millionen Käufer und Kunden... aber eben keine "ehrlichen" Käufer oder Kunden.
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danke15jahre4p
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

Beitrag von danke15jahre4p »

Nanimonai hat geschrieben:
Spoiler
Show
leifman hat geschrieben: leider siehst du, wie so oft,die medaille immer nur von einer seite, denn:

1. wer sagt dir denn das diejenigen die diespiele, auf dem schulhof wohlgemerkt, genügend geld gehabt hätten sich diese zu kaufen und

2. wurde nicht durch die möglichkeit an spiele ranzukommen erst der markt geschaffen so wie wir ihn heute kennen?
Zu 1: Niemand sagt das. Das ist auch irrelevant. Kein Geld zu haben ist kein legitimer Grund, sich etwas illegal zu besorgen.

Zu 2: Natürlich. Es ist ja bekannt, dass Microsoft ohne die illegale (und selbst forcierte) Verbreitung von Win 3.11 damals vermutlich nicht so groß geworden wäre.

In keinem meiner Beiträge geht es aber darum. Es spielt keine Rolle, ist völlig irrelevant für die Betrachtung. Selbst wenn sich der Umsatz durch die Verbreitung illegaler Software aufgrund eines höheren Bekanntheitsgrades verdoppeln würde, würde das rein gar nichts an der Betrachtung ändern.
Eine Schwarzkopie ist trotzdem noch illegal.
wenn wir also 1. keinen nachweis haben, dass kopien den umsatz schützen oder gar fördern und wir 2. es auch mit wechselwirkungen zu tuen haben die eventuell sogar käufe durch kopien generieren, wieso werden dann diejenigen bestraft die sich eben KEINE "schwarzkopie" holen sondern zum original greifen?

erklärs mir bitte!

greetingz
Zuletzt geändert von danke15jahre4p am 26.02.2013 15:56, insgesamt 1-mal geändert.
Nanimonai
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

Beitrag von Nanimonai »

AtzenMiro hat geschrieben: Sicherlich, rein rechtlich gesehen. Es bleibt illegal. Aber legitimiert der Umstand die teils doch zu radikalen Maßnahmen seitens der Publisher, unter denen ausschließlich die "ehrlichen Kunden" zu leiden haben? Darum geht es ja in der Diskussion.
Ja, natürlich. Er ist der Rechtsinhaber. Er hat sowohl das gesetzliche als auch das moralische Recht, sein Produkt so zu vermarkten oder zu schützen, wie er es im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten für richtig hält.
Ein Hoch auf die freie Marktwirtschaft.
Nanimonai
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

Beitrag von Nanimonai »

leifman hat geschrieben: wenn wir also 1. keinen nachweis haben, dass kopien den umsatz schützen oder gar fördern und wir 2. es auch mit wechselwirkungen zu tuen haben die eventuell sogar käufe durch kopien generieren, wieso werden dann diejenigen bestraft die sich eben KEINE "schwarzkopie" holen sondern zum original greifen?
Weil dies eine unschöne Randerscheinung der digitalen Welt ist. Kein Publisher möchte mutmaßlich und vorsätzlich seine Kunden bestrafen, warum sollte er auch?
Kein Publisher schützt seine Software mit sauteuren Kopierschutzmechanismen, weil er da einfach mal Bock drauf hat, sondern weil er sich etwas davon verspricht.
Sehr gerne würde jeder Publisher/Entwickler auf diesen Scheiß verzichten, denn er kostet Geld, schützt nur unzureichend und vergrault im schlimmsten Fall sogar noch den ehrlichen Kunden.
Du kannst also wirklich davon ausgehen, dass die Leute in der Industrie sich ziemlich intensiv damit beschäftigen und versuchen, möglichst kostengünstig die eigenen Produkte zu schützen, ohne dabei den Käufern auf den Sack zu gehen.
Das war damals.

Und da es aber trotzdem immer weiter ging mit Schwarzkopien, kam der Industrie eben auch der Gedanke, wie man aus diesem unschönen Zustand noch Kapital schlagen kann.
Tada, die Onlineaktivierung war geboren. Der Onlinezwang. Das Ausspionieren des Spielers.
Alles unter dem Deckmantel, sein eigenes Produkt mit allen Mitteln schützen zu wollen.

Ich schrieb es schon ein paar Mal hier, es stößt aber fast immer auf taube Ohren:
Bedankt euch für diese Scheiße nicht bei den Publishern/Entwicklern, bedankt euch bei den Schwarzkopierern, die damit erst eine Legitimation geschaffen haben, dass Entwickler/Publisher überhaupt zu solchen Maßnahmen greifen können.
Gäbe es keine solche Legitimation zum Schutz der eigenen Produkte, würden Publisher mit diesen Mitteln nie durchkommen, weil der Verbraucherschutz im Dreieck springen würde.
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Wigggenz
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

Beitrag von Wigggenz »

Nanimonai hat geschrieben:
AtzenMiro hat geschrieben: Sicherlich, rein rechtlich gesehen. Es bleibt illegal. Aber legitimiert der Umstand die teils doch zu radikalen Maßnahmen seitens der Publisher, unter denen ausschließlich die "ehrlichen Kunden" zu leiden haben? Darum geht es ja in der Diskussion.
Ja, natürlich. Er ist der Rechtsinhaber. Er hat sowohl das gesetzliche als auch das moralische Recht, sein Produkt so zu vermarkten oder zu schützen, wie er es im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten für richtig hält.
Ein Hoch auf die freie Marktwirtschaft.
Er hat NICHT das Recht, sein Produkt so zu "schützen", dass legale Erwerber es unter Umständen nicht nutzen können.
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danke15jahre4p
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

Beitrag von danke15jahre4p »

Nanimonai hat geschrieben:
Spoiler
Show
leifman hat geschrieben: wenn wir also 1. keinen nachweis haben, dass kopien den umsatz schützen oder gar fördern und wir 2. es auch mit wechselwirkungen zu tuen haben die eventuell sogar käufe durch kopien generieren, wieso werden dann diejenigen bestraft die sich eben KEINE "schwarzkopie" holen sondern zum original greifen?
Weil dies eine unschöne Randerscheinung der digitalen Welt ist. Kein Publisher möchte mutmaßlich und vorsätzlich seine Kunden bestrafen, warum sollte er auch?
Kein Publisher schützt seine Software mit sauteuren Kopierschutzmechanismen, weil er da einfach mal Bock drauf hat, sondern weil er sich etwas davon verspricht.
Sehr gerne würde jeder Publisher/Entwickler auf diesen Scheiß verzichten, denn er kostet Geld, schützt nur unzureichend und vergrault im schlimmsten Fall sogar noch den ehrlichen Kunden.
Du kannst also wirklich davon ausgehen, dass die Leute in der Industrie sich ziemlich intensiv damit beschäftigen und versuchen, möglichst kostengünstig die eigenen Produkte zu schützen, ohne dabei den Käufern auf den Sack zu gehen.
Das war damals.
Und da es aber trotzdem immer weiter ging mit Schwarzkopien, kam der Industrie eben auch der Gedanke, wie man aus diesem unschönen Zustand noch Kapital schlagen kann.
Tada, die Onlineaktivierung war geboren. Der Onlinezwang. Das Ausspionieren des Spielers.
Alles unter dem Deckmantel, sein eigenes Produkt mit allen Mitteln schützen zu wollen.
Ich schrieb es schon ein paar Mal hier, es stößt aber fast immer auf taube Ohren:
Bedankt euch für diese Scheiße nicht bei den Publishern/Entwicklern, bedankt euch bei den Schwarzkopierern, die damit erst eine Legitimation geschaffen haben, dass Entwickler/Publisher überhaupt zu solchen Maßnahmen greifen können.
Gäbe es keine solche Legitimation zum Schutz der eigenen Produkte, würden Publisher mit diesen Mitteln nie durchkommen, weil der Verbraucherschutz im Dreieck springen würde.
obwohl alles nur ein deckmantel ist um spieler auszuspionieren soll ich mich dennoch eher bei den lizenzfreien spielern "bedanken" anstatt die publisher als drm-aggressoren zu kritisieren?

mal ehrlich, die logik verstehe ich nicht!

nur weil irgendwer meint in der vergangenheit aufgrund der existenz von 1 mio. kopien irgendwelche ominöse schlüsse zu ziehen, welche vermutlich absolut irrelevant für den absatz waren, muss sich ein kunde heutzutage den drm-schwachsinn gefallen lassen und darf nicht mehr kritisieren?

ne, nanimonai, das sehe ich anders!

greetingz
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Sevulon
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

Beitrag von Sevulon »

Wo wirst du denn auf einer Konsole ausspioniert? Bei einem PC kann ich es ja noch verstehen, wo man auch seine ganzen privaten Dokumente, Mails, Chatgespräche etc. speichert, aber auf einer Konsole? Wovor hast du da Angst? Das jemand erfährt, welche Spiele du spielst? Das wird doch durch dein Profil längst erfasst - genau wie alles andere auch. Wenn ich deinen PSN-Namen oder den xbox-Live-Namen kenne, kann ich Online schauen was du alles wie lange gespielt hast.
johndoe981765
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

Beitrag von johndoe981765 »

Ein wesentliches Merkmal der digitalen Industrie war schon immer die leichte Kopierbarkeit. Nicht schön, aber nicht zu ändern. Wer damit nicht umgehen kann sollte der Branche einfach fernbleiben. Es gibt Firmen die haben das kapiert. Die versuchen Kaufanreize (Support, Inhalte, Gimmicks...) für das zahlungsbereite Klientel zu schaffen. Andere verschwenden Unsummen ins Marketing, Gängelsoftware, Kopierschutz + diverse Hürden fürs zahlungswillige Volk.

Muß halt jeder für sich entscheiden, was er bereit ist für ein Luxusgut mitzumachen.